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Pressemitteilungen

 

 

„Gelingende Kooperation auf Augenhöhe zum Nutzen der Patient:innen“<img alt="Prof. Matthias Steinert, Leiter der Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig, (li.) und PD Dr. Kay Kohlhaw. Leiter der Allgemeinchirurgie am Sana Klinikum Leipziger Land, kooperieren erfolgreich bei der Behandlung von Tumorpatient&#58;innen." src="/presse/PressImages/pic_20240502084239_44a3f71a03.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2024-05-01T22:00:00ZLeipzig. Das Sana Klinikum Leipziger Land und das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) etablieren gemeinsam Lösungen, um die Flächenversorgung auch bei hochkomplexen Erkrankungen sicherstellen zu können. Davon profitieren besonders Patient:innen mit Lungenkrebs und Erkrankungen, die eine komplizierte thoraxchirurgische Therapie erfordern. Das Modell steht stellvertretend für gelingende Kooperationen zwischen Kliniken verschiedener Versorgungslevel. <p>Wie kann in Zeiten des Fachkräftemangels auch im Gesundheitswesen eine hochqualitative Versorgung wohnortnah erfolgen? &#160;Eine Antwort liefern das <a href="https&#58;//www.sana.de/leipzigerland">Sana Klinikum Leipziger Land</a> in Borna und das <a href="/">Universitätsklinikum Leipzig</a>&#58; Die beiden Krankenhäuser praktizieren seit vielen Jahren eine Level-übergreifende Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen. Besonders intensiv und erfolgreich gestaltete sich diese im vergangenen Jahr im Bereich der Thoraxchirurgie. &quot;Wir haben gemeinsam eine gute Strategie entwickelt, wie wir dank Arbeitsteilung und einer Kooperation auf Augenhöhe eine optimale Versorgung unseren Patient&#58;innen hier in der Region sicherstellen können&quot;, beschreibt PD Dr. Kay Kohlhaw, Leiter der <a href="https&#58;//www.sana.de/leipzigerland/medizin-pflege/allgemein-visceral-mic-und-gefaesschirurgie-thoraxchirurgie">Allgemein- , Viszeral- und Gefäßchirurgie</a> und des Onkologischen Zentrums am Sana Klinikum Leipziger Land in Borna.&#160;<br><br></p> <p>Ein abgestuftes Diagnostiksystem und die direkte Anbindung an moderne und aufwändige Verfahren der personalisierten Medizin ermöglichen es dabei, universitätsmedizinische Standards auch in die Fläche zu tragen.&#160;Das sei vor allem bei komplexen Erkrankungen relevant, die eine hohe Spezialisierung erfordern. So werden Patient&#58;innen mit Lungenkrebs, die sich in Borna oder Zwenkau vorstellen, gemeinsam behandelt&#58; &quot;Besteht ein Verdacht auf einen solchen Befund, erfolgt im <a href="/einrichtungen/uccl">UCCL, dem universitären Krebszentrum</a>, eine gemeinsame Tumorkonferenz mit allen&#160;für die Therapie relevanten Fachgebieten des UKL, bei der mit den Kolleg&#58;innen in Borna über die Weiterbehandlung entschieden wird&quot;, erläutert <a href="/einrichtungen/vttg/thoraxchirurgie">Prof. Matthias Steinert</a> das Vorgehen. Der Thoraxchirurg verantwortet am UKL die chirurgische Versorgung vor allem von Menschen mit Lungenkrebs, aber auch anderen Erkrankungen der Lunge.&#160;</p> <p>&quot;Gerade in solchen Fällen wissen wir, dass eine Behandlung in zertifizierten Zentren mit einer hohen Fallzahl dank der Routine und Erfahrung einen echten Überlebensvorteil für die Patient&#58;innen bietet&quot;, ergänzt Dr. Kohlhaw.&#160;<br><br></p> <p>Der Gesetzgeber trägt dem Rechnung, indem er für hochkomplexe Therapien Mindestfallzahlen definiert. Bei der operativen Versorgung von Lungenkrebs sind dies 75 Fälle pro Krankenhausstandort. Ziel ist es, diese besonders schwierigen und planbaren Eingriffe zu zentralisieren und sicherzustellen, dass die Behandlung dort erfolgt, wo die beste Routine und Ausstattung vorhanden sind. Über die Zusammenarbeit der beiden Onkologischen Zentren gelingt es, die von den Zertifizierungsgesellschaften vorgegebenen Mindestfallzahlen zu erfüllen. Patient&#58;innen außerhalb von universitären Kliniken erhalten so auf abgestimmten Weg eine bestmögliche operative Behandlung und kompetente Versorgung.</p> <p>&quot;Die Behandlung von Krebserkrankungen ist sehr komplex&quot;, bestätigt Dr. Roland Bantle, Geschäftsführer der Sana Kliniken in Borna. &quot;In etablierten Krebszentren werden Patient&#58;innen von Anfang an auf diesem Weg begleitet. Das Zusammenspiel verschiedener Experten ermöglicht dabei den Patient&#58;innen neben einer wohnortnahen Betreuung auch eine hohe Behandlungsqualität und somit das bestmögliche Behandlungsergebnis&quot;. Spezialisierte Leistungen seien somit keine Frage des Standortes. &quot;Was zählt, sind durchdachte Zentrumsstrukturen, die Standards vereinen und sich an Leitlinien orientieren, unabhängig von Stadt oder Land. Davon profitieren die uns anvertrauten Patient&#58;innen&quot;, so Bantle.<br><br></p> <p>Das eine solche Kooperation auch in anderen Fachgebieten eine gute Lösung für die aktuellen Herausforderungen in der Krankenversorgung sein kann, davon ist auch Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig, überzeugt. &quot;Wir verbinden auf diese Weise Qualitätssicherung mit Effizienz und dem besten Angebot für die Erkrankten&quot;, so Josten. &quot;Dank solcher Kooperationen können Patient&#58;innen in der Region versorgt werden, denn weder das Zentrum noch das nachversorgende Klinikum sind weit entfernt. Gleichzeitig vermeiden wir belastende und teure Doppeluntersuchungen und stellen sicher, dass die Therapien von erfahrenen Experten durchgeführt werden, womit Komplikationen vermieden und die Überlebenschancen erhöht werden.&quot;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
Erfahrung bei seltenen Krebsfällen<img alt="Privatdozent Dr. Sigmar Stelzner (Mi.), Stellvertretender Bereichsleiter Viszeralchirurgie, am Bett einer Patientin, die mit dem Verfahren HIPEC behandelt wurde. Das UKL ist nun eines von bundesweit sieben zertifizierten „Kompetenzzentren für die Chirurgie der bösartigen Erkrankungen des Peritoneums“." src="/presse/PressImages/pic_20240325103911_900fe92840.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2024-03-24T23:00:00ZLeipzig. Der Bereich Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist gemeinsam mit vielen Partnern des Universitären Krebszentrums Leipzig erfolgreich als "Kompetenzzentrum für die Chirurgie der bösartigen Erkrankungen des Peritoneums" zertifiziert worden. Das UKL ist damit eines von nur sieben solcher Zentren bundesweit und das einzige in den ostdeutschen Bundesländern. Die Zertifizierung ergänzt die im Krebszentrum gebündelte onkologische Expertise am UKL um einen weiteren wichtigen Baustein. Gebraucht wird diese Kompetenz bei Krebserkrankungen mit Beteiligung des Bauchfells. Die Ausbreitung der Krebserkrankung über eine große Organfläche führt oftmals zu erheblichen körperlichen Beschwerden und einer kritischen Prognose. <p>Krebserkrankungen im Bereich des Peritoneums, also des Bauchfells, sind eine interdisziplinäre Aufgabe, an der viele medizinische Fächer beteiligt sind. Treten Tumoren am Bauchfell auf, ist die Krebserkrankung in der Regel bereits fortgeschritten und nur noch selten heilbar.&#160;<br>Allerdings stehen den Krebsmedizinern inzwischen Verfahren zur Verfügung, die die Erkrankung stoppen und kontrollieren können. &quot;Dabei nutzen wir eine Kombination aus Operation und einer lokalen Chemotherapie, die während der Operation eingesetzt wird&quot;, erläutert <a href="/einrichtungen/vttg">Privatdozent Dr. Sigmar Stelzner</a>. Der Viszeralchirurg hat große Erfahrungen im Einsatz des HIPEC genannten Verfahrens und hat in den vergangenen anderthalb Jahren erfolgreich daran gearbeitet, das UKL zu einem Kompetenzzentrum für diese besonderen Fälle aufzubauen.&#160;<br>Dass dies gelungen ist, wurde jetzt durch eine Zertifizierung seitens der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) bestätigt. Das Universitätsklinikum Leipzig ist damit eines von nur sieben solcher Zentren bundesweit, an die sich Patient&#58;innen mit Tumoren des Peritoneums wenden können, um eine qualitativ hochwertige und nach neustem technologischem Standard durchgeführte Therapie zu erhalten.</p> <p>&quot;Wir wissen inzwischen aus Studien, dass wir mit dem Einsatz von HIPEC vielen Betroffenen helfen können,&quot;, führt Dr. Stelzner aus. Das Ziel ist es, Lebenszeit bei einer guten Lebensqualität zu schenken, was im Schnitt mit etwa zwei zusätzlichen Jahren gelingt. &quot;Bei etwa jedem vierten Fall kommt der Krebs auch nach fünf Jahren nicht wieder, womit auch eine Heilung möglich wird&quot;, so Stelzner. &#160; &#160;</p> <p><br>Wichtig sei die genaue individuelle Prüfung, ob das komplexe Verfahren für die jeweiligen Patient&#58;innen geeignet sei. Denn die oft zehnstündigen Operationen sind eine Herausforderung für den Organismus. Während des Eingriffs wird zum einen das von Tumorzellen befallene Gewebe entfernt, und zum anderen direkt am Gewebe eine erwärmte Chemotherapielösung, die hypertherme intraperitoneale Chemotherapie (HIPEC), angewandt. &quot;Das kommt vor allem dann in Frage, wenn die Tumorerkrankungen noch nicht zu Metastasen an anderen Organen geführt haben und der Allgemeinzustand einen solchen großen Eingriff möglich erscheinen lässt&quot;, führt PD Sigmar Stelzner weiter aus.&#160;</p> <p>20 solcher Fälle konnten 2023 am UKL behandelt werden, wobei jeweils ein großes Team beteiligt war. &quot;Wir sind sehr stolz, dass wir jetzt mit der Zertifizierung als Kompetenzzentrum die Bestätigung für die hohe Qualität unserer Arbeit erhalten haben&quot;, sagt Prof. Florian Lordick, Direktor der <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2">Klinik für Onkologie, Gastroenterologie, Hepatologie und Pneumologie</a> und Leiter des <a href="/einrichtungen/uccl">Universitären Krebszentrums (UCCL)</a> am UKL. &quot;Damit vervollständigen wir unsere onkologische Expertise um einen wichtigen Baustein, wovon unsere schwer kranken Patient&#58;innen ganz unmittelbar profitieren&quot;. &#160;</p>
Inkontinenz und was dagegen hilft2024-03-14T23:00:00ZLeipzig: Immer mehr Menschen in Deutschland haben Schwierigkeiten, die Funktion ihrer Blase oder ihres Darms zu kontrollieren. Schätzungen der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e. V. zufolge sind davon derzeit rund 10 Millionen Männer, Frauen und Kinder betroffen – Tendenz steigend, was an der zunehmenden Alterung der Gesellschaft, vor allem aber daran liegt, dass das Bewusstsein für die Erkrankung wächst. In der Folge gestehen sich immer mehr Menschen ein, selbst auch von Inkontinenz betroffen zu sein. Hilfe und Unterstützung finden sie in Einrichtungen wie dem Kontinenzzentrum des Universitätsklinikums Leipzig (UKL), welches am Samstag, den 23. März 2024, seine Türen für Interessierte öffnet: Beim 12. Patiententag können sie sich informieren und individuell beraten lassen. Angebote aus den Bereichen Ernährungstherapie, Physiotherapie, Industrie und Pflege runden die Veranstaltung ab. <p>Verstopfung, unkontrollierbarer Harndrang, Stuhlverlust - das Spektrum der Funktionsstörungen von Darm und Blase ist groß, ebenso das der Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten. Diese aufzuzeigen sei Anliegen des Patiententags des <a href="/einrichtungen/kontinenzzentrum">Kontinenzzentrums des UKL</a>, sagt der Leiter der Einrichtung Dr. med. Andreas Gonsior. &quot;In diesem Jahr werfen wir einen Blick auf die involvierten Nervenbahnen sowie auf moderne Schrittmachersysteme für die Harnblase und zur Behandlung von Stuhlinkontinenz. Wir geben Einblicke in das Thema Harnwegsinfektion und welche Möglichkeiten der Prophylaxe die pflanzliche Medizin hier bietet. Darüber hinaus zeigen wir aktuelle Trends bei konservativen und operativen Therapieverfahren.&quot;&#160;</p> <p>Unterstützt werden Dr. med. Andreas Gonsior und sein Team dabei von den Expert&#58;innen der im Kontinenzzentrum engagierten Fachbereiche <a href="/einrichtungen/urologie">Urologie</a>, <a href="/einrichtungen/frauenheilkunde">Gynäkologie</a> und <a href="/einrichtungen/vttg">Chirurgie</a>, <a href="/einrichtungen/physikalische-therapie">Physiotherapie</a> und Pflege. Erstmals in diesem Jahr wird auch das <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-3/Seiten/ernaehrungsteam.aspx">Ernährungsteam</a> des UKL vertreten sein. &quot;Von diesem werden wir erfahren, welchen Einfluss der Lebensstil und die Ernährung eines Menschen auf die Funktion seiner Blase oder seines Darms haben kann.&quot;</p> <p>Der Tradition der vergangenen Jahre folgend, stehen Dr. med. Andreas Gonsior und Kolleg&#58;innen im Anschluss an die Vorträge für individuelle Fragen zur Verfügung. Zudem bietet der Patiententag den Teilnehmer&#58;innen verschiedene Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden - sei es in der Diskussion mit Expert&#58;innen und Betroffenen oder auf der Aktionsfläche der Physiotherapie. &#160;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>12. Patiententag im Kontinenzzentrum des Universitätsklinikums Leipzig&#160;</strong><br>Samstag, 23. März 2024<br>10.00 - 14.00 Uhr<br>Haus 1&#58; Seminarraum 8/9<br><a href="/veranstaltungen/Seiten/Veranstaltung_5998.aspx">www.uniklinikum-leipzig.de/veranstaltungen/Seiten/Veranstaltung_5998.aspx&#160;</a></p>
Dritter „da Vinci“-OP-Roboter am Universitätsklinikum Leipzig in vollem Routineprogramm<img alt="Prof. Martin Lacher (re.), Direktor der Klinik für Kinderchirurgie am UKL, und Oberarzt Dr. Gabriel Götz operieren mit dem dritten „da Vinci“-OP-Roboter sogar kleine Kinder. Sicherheit für die kleinsten Patient&#58;innen hat dabei immer oberste Priorität." src="/presse/PressImages/pic_20240313103924_28c3938b66.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2024-03-12T23:00:00ZLeipzig. Im April 2019 ging am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) der zweite "da Vinci"-Operationsroboter in Betrieb. Rund fünf Jahre später steht nun den Chirurg:innen der verschiedenen Fachdisziplinen ein weiterer hochmoderner maschineller Assistent zur Verfügung. Damit erweitern sich die Kapazitäten für roboterassistierte Operationen, zum Beispiel in der Kinderchirurgie oder der Viszeralchirurgie, erheblich. Gut für die Patient:innen: Eine noch größere Anzahl an Eingriffen kann nun schonender und schneller durchgeführt werden. <p>Auch &quot;da Vinci&quot; Nummer drei gehört zur neuesten Generation der OP-Roboter. Seit März 2024 ist er zu 100 Prozent in der Routinenutzung. Mehrere Disziplinen teilen sich die Maschine. Vor allem die <a href="/einrichtungen/vttg">Viszeralchirurgie</a>, die <a href="/einrichtungen/frauenheilkunde">Gynäkologie</a>, die <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie">Kinderchirurgie</a>, aber auch die <a href="/einrichtungen/vttg">Thoraxchirurgie</a> werden den neuen OP-Roboter nutzen.&#160;<br>Andere Disziplinen wie die <a href="/einrichtungen/urologie">Urologie</a>, am UKL unter ihrem Leiter Prof. Jens-Uwe Stolzenburg Vorreiter bei roboter-assistierten OPs, verzeichnet bereits seit Jahren einen hohen Prozentsatz an Eingriffen, die durch den &quot;da Vinci&quot; unterstützt werden können.&#160;<br>&quot;Für mehrere Bereiche werden sich nun die Einsatzmöglichkeiten spürbar erhöhen&quot;, freut sich Prof. Daniel Seehofer, Geschäftsführender Direktor Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie, deren Bereiche zum Beispiel stark profitieren.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Eingriffe an Speiseröhre nun zu 100 Prozent robotisch-assistiert möglich</strong><br>Vor allem komplexe Eingriffe würden von der Unterstützung des Roboters profitieren, sagt Prof. Seehofer, zum Beispiel bei komplexen Leber-OPs, aber auch bei chirurgischen Eingriffe an der Speiseröhre, am Enddarm, der Bauchspeicheldrüse oder dem Brustkorb.<br>&quot;Der Roboter ersetzt eben nicht nur konventionelle minimal-invasive Chirurgie, sondern auch teilweise die offene Chirurgie&quot;, so Prof. Seehofer. So ist es zum Beispiel möglich, dank des &quot;da Vinci&quot; den Anteil von minimal-invasiven Leber-Operationen in Zukunft weiter zu erhöhen. Auch komplexe Leberoperationen, die sonst mit geöffneter Bauchdecke erfolgen mussten, können nun schonender durchgeführt werden. &quot;Oder nehmen wir die Speiseröhre&quot;, nennt der UKL-Experte ein weiteres prägnantes Beispiel, &quot;Eingriffe können durch die Erhöhung der robotischen Kapazitäten nun zu 100 Prozent robotisch erfolgen - ein enormer Vorteil für die Patienten, bei diesem komplexen so genannten Zwei-Höhlen-Eingriff in Bauch- und Brustraum&quot;, erklärt Prof. Daniel Seehofer.&#160;</p> <p>Die Kinderchirurgie ist einer der weiteren Bereiche am UKL, die ihren Anteil an Roboter-OPs weiter ausbauen können.&#160; Hierzu meint Prof. Martin Lacher, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie&#58; &quot;&quot;Wir haben mit über 50 Operationen gezeigt, dass die robotische Chirurgie im Kindesalter hervorragend einsetzbar ist. Nun geht es darum, das Spektrum der Operationen, die sich für eine Roboter-assistierte OP eignen, zu erweitern. Hier wird es spannend sein, zu beobachten, wie gut durchführbar die OPs bei Kindern zwischen drei und acht Kilogramm Körpergewicht sind. In großen internationalen Zentren sind diesbezügliche Ergebnisse vielversprechend. Was das untere Körpergewicht angeht, werden uns auf jeden Fall sehr langsam herantasten, denn die Sicherheit für unsere kleinen Patient&#58;innen hat immer oberste Priorität.&quot;</p> <p>Auch die UKL-Gynäkologie kann nun ihre Kapazitäten ausbauen und &quot;da Vinci&quot;-assistierte Operationen in weiteren Organgebieten einsetzen. &quot;Die roboter-assistierte Chirurgie in der Gynäkologie ermöglicht unter optimierter Sicht präzisere Bewegungen und somit schonendere Operationen. Bei viele Patientinnen können Bauchschnitte vermieden werden, was zu schnellerer Erholung, weniger Schmerzen und Komplikationen führt. Besonders Patientinnen mit hohem Übergewicht profitieren, da der Body-Mass-Index für die Operabilität weniger relevant wird&quot;, beschreibt Klinikdirektorin Prof. Bahriye Aktas.</p> <p>Ein OP-Roboter vereint viele Vorteile in sich. &quot;Er arbeitet jedoch niemals allein&quot;, betont Prof. Seehofer, &quot;sondern übersetzt die Bewegungen der speziell geschulten Operateur&#58;innen technisch perfekt mithilfe seiner vier Roboterarme, die in der Lage sind, unnötige menschliche Bewegungen herauszufiltern.&quot; Durch die Doppelkonsole können zwei Chirurg&#58;innen gleichzeitig agieren, die Visualisierung ist viel besser und flexibler. &quot;Die beweglichen Gelenke in den Instrumenten der Arme ermöglichen uns viel größere Freiheitsgrade&quot;, sagt Chirurg Seehofer, &quot;nähen geht zum Beispiel viel leichter und schneller als bei der konventionellen laparoskopischen Chirurgie.&quot;&#160;<br>Für ihn liegen die Vorteile robotisch-assistierter Operationen für die Patient&#58;innen klar auf der Hand&#58; &quot;Die Eingriffe werden schonender, Blutverluste werden geringer, die Liegezeiten nach einer OP werden kürzer&quot;, fasst er zusammen.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Erfahrungen gebündelt&#58; &quot;Zentrum für roboterassistierte und navigierte Chirurgie&quot;</strong><br>Das Leipziger Universitätsklinikum setzt bereits seit etlichen Jahren auf den Einsatz moderner Technik im Operationssaal, um die Eingriffe präziser und für Patienten schonender umsetzen zu können. Anfang des Jahres 2021 wurde am UKL das erste &quot;Zentrum für roboterassistierte und navigierte Chirurgie&quot; in Sachsen gegründet. In ihm ist die große, am UKL vorhandene Expertise im Einsatz von roboter-, navigations- und IT-gestützten Systemen im Operationssaal gebündelt und verbindet so Spezialist&#58;innen aus vielen Fachgebieten. &quot;Gemeinsames Ziel ist eine kontinuierliche und einheitliche Entwicklung dieser zukunftsorientierten Chirurgie, um vor allem die Patientensicherheit und die Zahl der Therapieerfolge stetig zu erhöhen und Synergieeffekte in der Behandlungseffektivität wirksam zu nutzen&quot;, erklärt Prof. Jens-Uwe Stolzenburg, Direktor der urologischen Klinik des UKL und Zentrumsleiter.&#160;</p> <p>&#160;</p>
Lungentransplantation erfolgreich wieder aufgenommen<img alt="Andreas Pachan (m.) hat die erste Lunge nach Wiederaufnahme des Transplantationsprogramms in Leipzig erhalten. Kurz vor seiner Entlassung trafen seine Ärzte und Betreuer nochmals zusammen (v.l.n.r.)&#58; Prof. Michael Borger, Prof. Hubert Wirtz, Dr. Alexey Dashkevich, Dr. Alexandra Wald, Christine Herber, Prof. Matthias Steinert." src="/presse/PressImages/pic_20240115125221_60f6b0d129.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2024-01-14T23:00:00ZLeipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) und das Herzzentrum Leipzig haben das gemeinsame Lungentransplantationsprogramm wieder aufgenommen. Nach einer fünfjährigen Unterbrechung sind seit dem Neustart im September 2023 von dem neu formierten gemeinsamen Team aus Expert:innen des Herzzentrums und des UKL bereits drei Patienten erfolgreich transplantiert worden. Der Erste kann das Krankenhaus jetzt bereits wieder verlassen. <p>Für Andreas Pachan standen Mitte 2023 die Zeichen nicht sehr gut&#58; Eine seltene Lungenerkrankung, die pulmonale Langerhans-Zell-Histiozytose, hatte seit der Diagnose 1992 unaufhaltsam das Gewebe seiner Lunge zerstört. Eine Transplantation war die letzte Chance für den 52-Jährigen, der seit Jahren am Universitätsklinikum Leipzig in Behandlung war. Seine Lungenfunktion hatte sich in dieser Zeit immer weiter verschlechtert. Dem einst sportlichen Mann fehlte für alles die Luft, selbst das Schuhebinden. An Joggen, Radfahren oder eine Arbeitstätigkeit war gar nicht zu denken. Eine Transplantation in einem weit entfernten Zentrum erschien dem Erfurter nicht machbar. So war es seine Chance, dass die behandelnden Ärzte um Prof. Hubert Wirtz und Dr. Alexandra Wald in der <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/pneumologie">Pneumologie am UKL</a> im September 2023 zusammen mit den Thoraxchirurgen am Uniklinikum und dem <a href="https&#58;//www.helios-gesundheit.de/standorte-angebote/kliniken/leipzig-herzzentrum/">Herzzentrum</a> das ruhende Lungentransplantationsprogramm in Leipzig reaktivierten.&#160;</p> <p>Pachan wurde der 1. Patient, der hier seit fünf Jahren eine neue Lunge erhielt. Sieben Wochen musste er warten, dann kam am 14. November der Anruf, dass ein Organ gefunden wurde. Am selben Abend wurde er im Herzzentrum operiert. Am OP-Tisch stand ein gemischtes Team aus Ärzten beider Kliniken.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>12 Stunden operieren für die neue Lunge&#160;</strong></p> <p>&quot;Der Patient war mehrfach voroperiert, dadurch wurde es eine eher komplizierte und damit überdurchschnittlich lange Operation&quot;, berichtet Prof. Matthias Steinert, Leiter des <a href="/einrichtungen/vttg/thoraxchirurgie">Bereichs Thoraxchirurgie</a> am UKL. Der Thoraxchirurg stand mit den Kollegen zwölf Stunden im Operationssaal, um das neue Organ optimal zu übertragen. &quot;Aber die OP verlief planmäßig, nach fünf Stunden hatten wir den entscheidenden ersten Teil geschafft und wussten, die Lunge funktioniert&quot;, so Steinert, der vor seinem Wechsel 2020 nach Leipzig bereits Lungen transplantiert hatte. Jetzt arbeitete er dabei erstmals Hand in Hand mit Dr. Alexey Dashkevich aus dem Herzzentrum. Der Herzchirurg kam 2023 nach Leipzig und brachte ebenfalls große Erfahrungen auf diesem Gebiet mit. &#160; &#160; &#160;&#160;</p> <p>&quot;In diesem Fall haben verschiedene Vorerkrankungen sowie eine schwierige präoperative körperliche Konstitution des Patienten die Transplantation erschwert&quot;, beschreibt er die risikoreiche Situation. &quot;Der Eingriff war daher sehr anspruchsvoll und herausfordernd für alle Beteiligten. Umso erfreulicher ist für uns das positive Ergebnis&quot;, so der Leitender Oberarzt der Universitätsklinik für<a href="https&#58;//www.helios-gesundheit.de/standorte-angebote/kliniken/leipzig-herzzentrum/fachbereiche/herzchirurgie/"> Herzchirurgie</a> am Herzzentrum und Leiter des Herztransplantations(HTX)- und Kunstherz(VAD)-Programm.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Auch für den Patienten war der Eingriff anstrengend&#58; Vier Wochen wurde Andreas Pachan intensivmedizinisch behandelt, erholte sich aufgrund seines vorherigen schlechten Zustands nur langsam und mit kleineren Rückschlägen. Unter anderem muss er jetzt verlorene Muskelmasse wieder aufbauen, das Laufen wieder üben - daher geht es nach dem Klinikaufenthalt auch nicht nach Hause, sondern, wie immer nach einer Lungentransplantation, in eine Rehabilitationsklinik.</p> <p>&quot;Ich hoffe, dass sich meine Beine schnell erholen und ich mein neues Leben nach der Transplantation dann auch richtig genießen kann&quot;, blickt Andreas Pachan nach vorn. Dafür hat er viele Pläne&#58; Ein Fahrrad kaufen und mit seinem Bruder ausfahren. &quot;Und ich möchte mit meinen Töchtern an die Ostsee und am Strand spazieren gehen.&quot;</p> <p>Die Chancen dafür stehen gut, Patienten mit einer neuen Lunge können viele weitere Lebensjahre ganz ohne oder nur mit wenigen Einschränkungen gewinnen. Viele der 240 bisher in Leipzig transplantierten Patient&#58;innen sieht Prof. Hubert Wirtz, Leiter der Pneumologie am UKL, noch heute regelmäßig bei der Nachsorge. &quot;Einer kommt seit 20 Jahren&quot;, so der Lungenexperte, der 1999 mit Chirurgen aus dem Herzzentrum das Leipziger Lungentransplantationsprogramm begonnen hat. &quot;Das ist zwar nicht die Norm, aber auch eine Option, wie das Leben mit dem neuen Organ gerade bei jüngeren Transplantierten verlaufen kann.&quot; Auf jeden Fall werden die Leipziger Ärzte Andreas Pachan auf seinem weiteren Weg begleiten - alle drei Monate wird er künftig zur Nachbetreuung ins Uniklinikum kommen.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Programm gut angelaufen&#160;</strong></p> <p>&quot;Das war die erste Lungentransplantation, die wir seit fünf Jahren am Herzzentrum Leipzig durchgeführt haben. Die gelungene Transplantation ist das Ergebnis der guten Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Leipzig. Durch die interdisziplinäre und klinikübergreifende Kooperation konnten wir dem Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen lassen&quot;, resümiert Prof. Michael Borger, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie am Herzzentrum Leipzig, den OP-Erfolg.&#160;</p> <p>&quot;Wir haben durch die sehr gute Zusammenarbeit und Abstimmung &#160;mit dem Herzzentrum Leipzig hier ein fachlich hervorragendes und optimal eingespieltes Team bilden können, das eine solche Kooperation über Einrichtungsgrenzen hinweg möglich macht&quot;, ergänzt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL. &quot;Damit ist das Spektrum der Transplantationen in Sachsen wieder vollständig. Ich bin sicher, dass sich an diesen guten Start viele weitere Organübertragungen anschließen werden, mit denen wir den Menschen hier vor Ort, aber auch überregional helfen können. Die aktuelle Entwicklung stimmt da optimistisch - inzwischen haben wir bereits die dritte Transplantation durchführen können,&quot; so Josten. &#160;</p>

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