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Pressemitteilungen

 

 

Informationen aus erster Hand über den Themenkomplex Nierentransplantation<img alt="Modell einer Niere" src="/presse/PressImages/pic_20221123102849_af02b2358d.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-11-22T23:00:00ZLeipzig. Bei einem Online-Patientenseminar informieren Expert:innen des Universitätsklinikums Leipzig am 26. November über den Themenkomplex Nierentransplantation. "Leider können wir erneut unsere Patientenveranstaltung nicht im direkten Kontakt durchführen", so Prof. Dr. Daniel Seehofer, Geschäftsführender Direktor der Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie. "Wir hoffen aber, dass einerseits unsere Vorträge auf Interesse stoßen und andererseits der Austausch mit den Zuschauern gut klappt. Denn während der gesamten Veranstaltungsdauer können Fragen an die Referenten per Chat übermittelt werden." <p>Wo stehe ich auf der Warteliste - und warum? Diese Frage wird die Leiterin der <a href="/einrichtungen/transplantationszentrum">UKL-Transplantationsambulanz</a> Dr. Antje Weimann beantworten. Sie wird erläutern, nach welchen Richtlinien Patient&#58;innen auf die Warteliste aufgenommen werden und welche Rolle die Stiftung Eurotransplant spielt, die den internationalen Austausch aller Spenderorgane im Verbund der Länder Belgien, Deutschland, Kroatien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Slowenien und Ungarn vermittelt und koordiniert.</p> <p>Immunsuppression - warum, welche wie viel? Das wird der <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-3/bereich-endokrinologie">Endokrinologe </a>Dr. Jan Kowald erläutern. Denn ohne eine medikamentöse Behandlung, mit der das körpereigene Abwehrsystem heruntergefahren wird, wären Organtransplantationen nicht möglich. Das Immunsystem würde das Transplantat als &quot;fremd&quot; erkennen und versuchen, es abzustoßen.</p> <p>Über Formen von Abstoßungen und Möglichkeiten der Behandlung spricht dann Prof. Dr. Tom Lindner, Leiter des <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-3/bereich-nephrologie">Bereichs Nephrologie</a>. Der Nierenexperte wird über Komplikationen informieren, die nach der Nierentransplantation auftreten können sowie auf akute und chronische Abstoßung eingehen.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Patientenseminar Nierentransplantation</strong></p> <p>Sonnabend, 26. November,</p> <p>10 bis 12 Uhr</p> <p><a href="http&#58;//www.ukl-live.de/nierentransplantation">www.ukl-live.de/nierentransplantation&#160;</a></p>
„Total zentral“: Leber steht im Mittelpunkt zweier Online-Patientenveranstaltungen am UKL<img alt="Prof. Thomas Berg (Mi., in einer Sprechstunde mit Patientin) freut sich auf Teilnehmer&#58;innen für die beiden Online-Patient&#58;innen-Veranstaltungen am 19. und am 22. November, die das Thema Leber in ihren Mittelpunkt stellen." src="/presse/PressImages/pic_20221115113354_c9ac0159c9.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-11-14T23:00:00ZLeipzig. Die Leber: Sie ist DAS zentrale Stoffwechselorgan des menschlichen Körpers. Ist sie geschädigt, kann das Auswirkungen auf viele andere Organe haben. So wundert es nicht, dass das Motto des 11. Arzt-Patienten-Seminars zum Deutschen Lebertag am 22. November "Total zentral: die Leber!" lautet. Hauptanliegen der UKL-Expert:innen: "Aufmerksamkeit schaffen für die Leber-Gesundheit." Bereits drei Tage zuvor, am 19. November, findet der 10. Patiententag Lebertransplantation statt. Hier können Betroffene und Interessierte sich mit ihren Fragen direkt an Ärzt:innen wenden. Beide Veranstaltungen laufen ausschließlich als Webcast online im Internet. <p>&quot;Störungen der Leber können Effekte auf andere Organe des Körpers wie das Herz, die Nieren, die Bauchspeicheldrüse, ja selbst das Gehirn haben.&quot; Umgekehrt könnten wiederum bestimmte Erkrankungen wie Diabetes oder Adipositas ihrerseits &quot;auf die Leber schlagen&quot;, sagt Prof. Thomas Berg. Er leitet am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) den <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/hepatologie">Bereich Hepatologie</a>. Seit vergangenem Jahr ist er zudem zum Generalsekretär der Europäischen Arbeitsgemeinschaft zum Studium der Leber (EASL) gewählt worden. In dieser Funktion setzt sich Prof. Berg für die Anliegen Lebererkrankter in der europäischen Gesundheitspolitik ein. So zum Beispiel bei der &quot;EASL-Lancet Liver Commission&quot; - einer Zusammenarbeit zwischen der Fachgesellschaft EASL und der renommierten Fachzeitschrift &quot;Lancet&quot; -, die Ende 2021 in &quot;Lancet&quot; wichtige Kernthesen zur Lebergesundheit als &quot;Fenster für generelle Gesundheitsherausforderungen im Europa des 21. Jahrhunderts&quot; formulierten.</p> <p>Denn&#58; &quot;Lebererkrankungen werden häufiger&quot;, betont Prof. Thomas Berg. &quot;Untersuchungen zeigen, dass sie eine der Hauptursachen für den Verlust von Arbeitsproduktivität bei jungen Erwachsenen ist.&quot; Ursachen seien oft ungesundes Essen, hoher Alkoholkonsum und die gleichzeitige Zurückhaltung Betroffener, sich behandeln zu lassen - aus Angst vor Stigmatisierung. Dabei könnten, so der UKL-Experte, adäquate Präventionsmaßnahmen Jahr für Jahr das Leben von 300.000 Europäern retten.&#160;</p> <p>Doch gehe es nicht darum, ein Organ als vielleicht wichtiger als andere darzustellen, so Leberexperte Berg, vielmehr solle der Blick auf das Zusammenspiel der Leber mit anderen Organerkrankungen gerichtet werden.</p> <p><strong>Herz und Leber, Zysten, Innovationen</strong></p> <p>Beim Arzt-Patienten-Seminar am 22. November, durch das Berg zusammen mit Prof. Daniel Seehofer, Leiter des <a href="/einrichtungen/vttg/hepatobiliäre-chirurgie-viszerale-transplantation">Bereichs Hepatobiliäre Chirurgie und Viszerale Transplantation</a>, führt, erwartet die Besucher&#58;innen neben einer Fragerunde mit Expert&#58;innen aus Leipziger und Erfurter Kliniken auch kurze Vorträge von UKL-Ärzt&#58;innen zu zentralen Themen. So spricht <a href="/einrichtungen/kardiologie">UKL-Chefkardiologe Prof. Ulrich Laufs</a> zur Frage &quot;Herz und Leber - wie hängt das zusammen?&quot; Prof. Florian van Bömmel erörtert, wie Leberkrebs entsteht und wie gefährlich dieser sein kann. Prof. Seehofer nimmt sich des Themas &quot;Zysten in der Leber&quot; an - sind sie harmlos oder nicht? Einen positiven Ausblick auf Innovationen in der Medikamentenentwicklung und neue Behandlungsmöglichkeiten gibt schließlich Dr. Toni Herta.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>10. Patiententag Lebertransplantation</strong></p> <p>In enger Kooperation mit dem Verein &quot;Lebertransplantierte Deutschland&quot; findet am 19. November zum zehnten Mal der &quot;Patiententag Lebertransplantierte&quot; statt. Hier widmen sich jährlich die Leber- und Transplantationsexpert&#58;innen, aber auch Fachleute weiterer Bereiche des UKL aktuellen Themen für Patient&#58;innen auf der Warteliste oder bereits Transplantierte.&#160;</p> <p>In kurzen Referaten sprechen die Mediziner&#58;innen zum Beispiel über neue Entwicklungen in der Organkonservierung, Stichwort&#58; maschinelle Perfusion, oder präsentieren Langzeitergebnisse nach Lebertransplantation, zusammen mit der Fragestellung, wie hoch die Rezidivrate der Grunderkrankung ist.</p> <p>Prof. Georg Schomerus, Direktor der <a href="/einrichtungen/psychiatrie-psychotherapie">UKL-Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie</a>, wird außerdem einen Kurzvortrag zum Thema &quot;Stigma bei Alkohol-assoziierten Lebererkrankungen&quot; halten. Hier geht es sowohl um die Suche nach Hilfe, als auch um die oftmals unzureichende ärztliche Behandlung. &quot;Dies ist ein wichtiges Thema - auch und gerade für Patient&#58;innen nach Lebertransplantation&quot;, freut sich Prof. Thomas Berg, dass sich diese Thematik auf der Veranstaltungs-Agenda wiederfindet.&#160;</p> <p>Selbstverständlich können Teilnehmer&#58;innen der Online-Veranstaltung auch ihre Fragen direkt an die Expert&#58;innen richten und mit diesen ins Gespräch kommen.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Informationen</strong></p> <ul> <li>11. Arzt-Patienten-Seminar zum Deutschen Lebertag 2022<br>Dienstag, 22. November 2022 | 18&#58;00 - 20&#58;00 Uhr<br><a href="https&#58;//ukl-live.de/lebererkrankungen/">https&#58;//ukl-live.de/lebererkrankungen/</a></li> </ul> <p>&#160;</p> <ul> <li>10. Patiententag Lebertransplantation<br>Sonnabend, 19. November 2022 | 10&#58;00 - 13&#58;00 Uhr<br><a href="https&#58;//ukl-live.de/lebertransplantation/">https&#58;//ukl-live.de/lebertransplantation/</a></li> </ul> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
Prof. Arne Dietrich ist neuer Vorsitzender der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Adipositastherapie und metabolische Chirurgie (CAADIP)<img alt="Prof. Arne Dietrich ist neuer Vorsitzender der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Adipositastherapie und metabolische Chirurgie (CAADIP)." src="/presse/PressImages/pic_20221102085929_b53e24fbc4.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-11-01T23:00:00ZLeipzig. Prof. Dr. Arne Dietrich, Leiter des Bereichs Adipositas- Metabolische und Endokrine Chirurgie in der Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- u. Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig ist neuer Vorsitzender der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Adipositastherapie und metabolische Chirurgie (CAADIP) in der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV). <p>&quot;Ich freue mich sehr über diese Anerkennung unserer Arbeit der zurückliegenden Jahre&quot;, sagt Prof. Dietrich. Dazu gehören die wissenschaftlichen und klinischen Leistungen des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums (IFB) AdipositasErkrankungen ebenso wie die Etablierung eines Behandlungsvertrags mit der AOK.</p> <p>In der Folge werden jährlich über 150 Patienten&#58;innen mit Adipositas am UKL mittels eines chriurgischen Eingriffs zur Bekämpfung ihres Übergewichts oder metabolischer Erkrankungen behandelt. Das UKL ist damit inzwischen ein Referenzzentrum für <a href="/einrichtungen/vttg/adipositas-metabolische-und-endokrine-chirurgie">Adipositaschirurgie</a> geworden, das auch bereits wiederholt zertifziert wurde.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Ziele der neuen Funktion seien, so Prof. Dietrich, unter anderem die Entstigmatisierung von Adipositas und deren (chirurgischer) Therapieoption sowie &quot;die Forschung auf diesem Gebiert in Deutschland voranzubringen sowie die weitere Festigung des Standortes Leipzig als universitäres Zentrum in Klinik, Forschung und Lehre.&quot; &#160; &#160;</p> <p>&#160;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160; &#160; &#160;</p>
Universitätsklinikum Leipzig nimmt drei neue Hochpräzisions-Operationssäle in Betrieb<img alt="Am 6. September 2022 wurde der Erweiterungsbau des Zentral-OPs am UKL feierlich eröffnet." src="/presse/PressImages/pic_20220906122351_127a3f7142.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-09-05T22:00:00ZLeipzig. Mit einer feierlichen Eröffnung am 6. September 2022 ist der Erweiterungsbau des Zentralen OP-Bereichs am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) in Betrieb genommen worden. Damit stehen für die Patient:innenversorgung jetzt drei zusätzliche Operationssäle mit intraoperativer Bildgebung zur Verfügung, deren Ausstattung mit modernster Navigations- und Gerätetechnik wie integriertem CT, MRT und Angiographie-System eine neue Form der Hochpräzisionschirurgie ermöglicht. Das UKL verfügt dadurch nun über die modernsten Operationssäle in Mitteldeutschland.<p>​​​​​​​​​​​​​Zweieinhalb Jahre An- und Umbau bei laufendem OP-Betrieb liegen hinter den Mediziner&#58;innen und Projektteams bei de​r Eröffnung des OP-Erweiterungsbaus am Universitätsklinikum Leipzig. In dieser Zeit wurde über dem 2017 fertiggestellten Gefäßmedizinischen Zentrum auf gut 1000 Quadratmetern ein neuer Trakt zur Ergänzung der vorhandenen 12 zentralen Operationssäle am UKL gebaut. Dessen Herzstück&#58; Drei moderne Säle mit innovativer hybrider Gerätetechnik für den Einsatz bildgebender Verfahren direkt während des Eingriffs in Verbindung mit Navigationstechniken als direkt angebundene Ergänzung des vorhandenen Zentral-OP. Zusammen bildet dies die Voraussetzung für eine computergestützte Hochpräzisionschirurgie der Extraklasse.</p> ​ <div class="embed-responsive embed-responsive-16by9"> <iframe width="1920" height="1080" class="embed-responsive-item" src="https&#58;//www.youtube-nocookie.com/embed/I9DqnE9RzQM" frameborder="0"></iframe><br>&#160;</div><p>&#160;</p>​ <p>Die Beso​​nderheiten&#58; In einem der neuen Säle sind ein 3-Tesla-MRT (Magnetresonanztomograph) und ein dazugehöriger radiologischer Arbeitsplatz integriert. Durch die direkte Verbindung des Operationsbereichs mit dem MRT können während einer Operation Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. Auf diese Weise wird geprüft, ob ein Tumor vollständig oder maximal umfassend erkannt und erfasst wurde - für das Überleben der Betroffenen ein entscheidender Faktor. Auf diese Weise werden wichtige Strukturen besser geschützt und erkranktes Gewebe dennoch sicher entfernt - ein Verfahren, das vor allem in der Neurochirurgie bei Hirntumoren eine wichtige Rolle spielt.​</p><p>Im zweiten neuen Saal können mit Hilfe eines mobilen Computertomographen (CT) und eines sogenannten 3D C- Bogens vor allem komplizierte Eingriffe an der Wirbelsäule, am Becken oder allen Gelenken mit integrierter Bildkontrolle noch während der Operation erfolgen. Dabei fließen die Daten des CT direkt an das ebenfalls integrierte Navigationssystem zur computergestützten Planung für das korrekte Setzen der Implantate - ein entscheidender Faktor für deren langfristige Stabilität und den Schutz wichtiger anatomischer Strukturen.</p><p>Im dritten Hybrid-Operationssaal steht den UKL-Gefäßspezialisten der Angiologie und Gefäßchirurgie eine hochmoderne strahlenreduzierte Angiographie-Anlage mit allen notwendigen Zusatzgeräten wie zum Beispiel einem kabellosen Ultraschall-Gerät zur Verfügung. Dieses System kommt vor allem bei komplizierten Operationen an der Aorta und anderen großen Blutgefäßen zur Behandlung von Aneurysmen zum Einsatz und zeigt den genauen Verlauf und Zustand der zu operierenden Gefäße.</p><p>Das eröffnet zudem in der Versorgung von Unfallverletzten und Notfällen neue Möglichkeiten, auch dank der direkten Anbindung aller zentralen Operationssäle am UKL an die Notaufnahme und die Intensivstationen.</p><p>&quot;Diese drei hybriden Operationssäle läuten für uns eine neue Ära der High-End-Chirurgie ein&quot;, sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL, zur Eröffnung. &quot;Mit Hilfe der neuen Geräte und der Software können wir komplexeste Eingriffe hochpräzise und für unsere Patient&#58;innen maximal sicher und schonend durchführen, Komplikationen weitestgehend vermeiden und am Ende Leben retten&quot;, so Josten. &quot;Dass wir dies können, verdanken wir dem Freistaat Sachsen, der dies mit einer Förderung von über 30 Millionen Euro für den Bau sowie die Ausstattung und Geräte ermöglicht hat&quot;, ergänzt Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand des UKL.</p><p>Dass diese Gelder gut investiert wurden, davon überzeugte sich bei der Eröffnung Staatsminister Sebastian Gemkow direkt vor Ort. &quot;Das Universitätsklinikum Leipzig verfügt seit vielen Jahren über eine kontinuierlich ausgebaute große Kompetenz bei der operativen Versorgung komplexer Fälle, insbesondere auch in der Notfallmedizin&quot;, so der sächsische Wissenschaftsminister. &quot;Die hochmodernen Säle tragen dazu bei, diese Kompetenz weiter auszubauen und damit die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger der gesamten Region weiter zu verbessern. Ich freue mich sehr, diesen Ort der Hochleistungs-Chirurgie heute mit in Betrieb nehmen zu können.&quot;</p><p> <strong>Herausforderung&#58; Anbau im laufenden Betrieb&#160;</strong></p><p>Um die neuen Säle an den bestehenden OP-Trakt des UKL mit 12 Sälen anzubinden, wurden drei Verbindungsbrücken gebaut, die direkt an vorhandene OP-Sterilflure anschließen. Zudem entstanden durch die Erweiterung der Holding Area (Einschlaf- und Aufwachraum) und OP-Nebenraumzonen auch großzügigere Sterilgut-Lagerräume, erweiterte Personalschleusen, ein schöner Aufenthaltsraum und neue Büroräume für das OP-Personal am UKL. Das hatte als besondere Aufgabe neben der Pandemie in den vergangenen Jahren auch den Umbau zu stemmen. Denn der Betrieb lief in den vorhandenen Sälen jeweils weiter, getrennt vom Baustellenbereich durch Schutzmaßnahmen wie Staubschutzwänden - eine große Herausforderung in einem sterilen Bereich, dessen Arbeit nur für eine kurze Zeit durch Verlagerungen der Operationen innerhalb des Klinikums unterbrochen wurde. Viele einzelne Bereiche des OP zogen dafür sogar mehrfach um.&#160;</p><p>Um den Neubau mit dem bestehenden Gebäudeteil zu verbinden, waren zudem anspruchsvolle Arbeiten mit vielzähligen Bohrungen und Stemmarbeiten in die vorhandene Baukonstruktion notwendig.&#160; &quot;Alle diese Maßnahmen haben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein hohes Maß an Flexibilität und Einsatzbereitschaft abverlangt&quot;, sagt Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand des UKL. &quot;Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz ausdrücklich bei allen Mitarbeiter&#58;innen, aber auch unseren Patient&#58;innen sowie unseren Partner&#58;innen für das Verständnis für die mit dem Bau verbundenen Belastungen der letzten Jahre&quot;, so Jacob.&#160;</p><p> <strong>Erste Operationen am 5. September<br></strong>Die ersten Operationen in den neuen Sälen führten am 5. September die Gefäßchirurgen zusammen mit den Angiologen am neuen Angiographie-System durch. Dabei wurden bei einem 66 Jahre alten Patienten sowie einem 82-Jährigen Aneurysmen (Aussackungen) der Hauptschlagader &#160;mit &#160;sogenannten Stentgrafts behandelt. Diese aufwändigen und lebensrettenden Eingriffe, bei denen individuell angepasste Gefäß-Endoprothesen eingesetzt wurden, erfolgten minimal-invasiv und damit für die Patienten sehr schonend. &#160;<br><br></p><p> <a href="https&#58;//bit.ly/3Bhj5GL"> <strong>Einblick hinter OP-Türen</strong>&#160;</a>- schauen Sie hinter die Kulissen und in die neuen Räume in unserem <a href="https&#58;//youtu.be/ZdlSlHUTg4M">Video.&#160;</a>Weitere Informationen zu den neuen OP-Sälen&#160;und ein Interview mit OP-Manager Dr. Gerald Huschak finden Sie <a href="/Seiten/high-end-op.aspx">hier</a>.</p>
Erste robotische Pankreas-OP am Universitätsklinikum Leipzig<img alt="Das Zusammenspiel von Mensch und Technik ermöglicht bei einem komplexen Eingriff wie diesem an der Bauchspeicheldrüse eine überaus hohe Präzision&#58; Prof. Ines Gockel, Leiterin der Viszeralchirurgie am UKL." src="/presse/PressImages/pic_20220719102601_edaa105d5f.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-07-18T22:00:00ZLeipzig. Erstmals wurde kürzlich von den Viszeralchirurg:innen des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) eine robotische Operation der Bauchspeicheldrüse vorgenommen. "Eingriffe an diesem Organ sind schon aufgrund seiner Anatomie komplex", sagt Prof. Dr. Ines Gockel, Leiterin der UKL-Viszeralchirurgie. "Zudem ist es unser Anspruch, Eingriffe im Bauchraum möglichst minimal-invasiv, also schonend für unsere Patienten durchzuführen. Da kann das DaVinci-System seine Vorteile voll ausspielen. Die von uns operierte Patientin konnte mittlerweile nach Hause entlassen werden." <p>Bei der Patientin war eine intraduktal papillär muzinöse Neoplasie (IPMN), ein Pankreastumor, diagnostiziert worden. Weil bei dieser Erkrankung die Möglichkeit besteht, dass Krebszellen entstehen, wurde eine Teilresektion der Bauchspeicheldrüse vorgenommen. &#160;</p> <p>Mit dem DaVinci-Roboter können die Chirurg&#58;innen minimal-invasiv und zugleich besonders präzise und schonend operieren. Vorteile des Roboters sind weiterhin, dass der Operateur ein 3-D-Bild sieht und nicht nur ein 2-D-Bild, wie bei der herkömmlichen minimal-invasiven OP. Der Roboter verfügt zudem über vier Arme, mit deren Instrumenten die Operateure sehr genau präparieren, halten, schneiden und nähen können.</p> <p>&quot;Natürlich operiert der DaVinci nicht selbst. Meine Hände steuern das Operationssystem, das in der Lage ist, jedes Bewegungsausmaß der menschlichen Hand sehr exakt umzusetzen&quot;, erklärt <a href="/einrichtungen/vttg/viszeralchirurgie/viszeralchirurgie">Prof. Gockel</a>. &quot;Das vergrößerte und hochauflösende 3-D-Videobild sowie die vollständige Bewegungsfreiheit der Instrumente geben dem Operateur zudem mehr Möglichkeiten der Angulation, also der Winkelung, bei engen Operationsfeldern. Insgesamt entsteht durch das Zusammenspiel von Mensch und Technik eine überaus hohe Präzision, die es möglich macht, sehr schonend zu operieren.&quot; Hierzu sei allerdings ein umfangreiches Training erforderlich.&#160;</p> <p>Mit der erfolgreichen Pankreas-Operation per DaVinci-System erweitern sich, so Prof. Gockel, zum Nutzen der Patienten die operativen Möglichen in der Pankreas-Chirurgie. Sie erwartet eine weiter zunehmende Verwendung des Roboters, der besonders für minimal-invasive Operationen geeignet ist - also genau die richtige Technologie ist für das ebenfalls von Prof. Gockel geleitete Zentrum für minimal-invasive Chirurgie am UKL, das jüngst erfolgreich rezertifiziert wurde.</p>

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