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Pressemitteilungen

 

 

Kleine Schnitte, schnellere Genesung: Knapp die Hälfte aller Leberoperationen am UKL erfolgt minimal-invasiv<img alt="Privatdozent Dr. Robert Sucher, Leitender Oberarzt des Bereichs Hepatobiliäre Chirurgie und Viszerale Transplantation am UKL, erhält den Edgar-Ungeheuer-Preis 2020 der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) im Jahr 2020." src="/presse/PressImages/pic_20200616113418_3c4b1baf3b.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-06-15T22:00:00ZLeipzig. Bereits über 40 Prozent aller gut- und bösartigen Lebertumoren werden am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) minimal-invasiv operiert. Das heißt für Patienten, nur wenige kleine Schnitte, keine große Wunde am Bauch und kürzere Krankenhausaufenthalte. Mit dieser Quote gehört das UKL deutschlandweit zu den führenden Kliniken. Für seine Arbeit zu diesem Thema ist Privatdozent Dr. Robert Sucher, Leitender Oberarzt des Bereichs Hepatobiliäre Chirurgie und Viszerale Transplantation zum wiederholten Male ausgezeichnet worden. Er erhielt nach dem Videopreis der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie im Jahr 2017 nun auch den Edgar-Ungeheuer-Preis 2020 der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) im Jahr 2020. <p>Der Preis wurde für die beste wissenschaftliche Publikation in Form eines Videoartikels mit dem Titel &quot;Intraoperative Indocyanin Grün Visualisierung bei der minimalinvasiven Hemihepatektomie&quot; verliehen.&#160;<br>International werden minimal-invasive Operationstechniken zur Behandlung von Lebertumoren seit etwa 15 Jahren zunehmend eingesetzt. Das UKL mit seiner <a href="/einrichtungen/vttg">Klinik für Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie</a> sieht PD Dr. Sucher aktuell deutschlandweit unter den führenden Kliniken auf diesem Gebiet, was Anzahl und Qualität dieser Operationen betrifft. Seit vier Jahren leitet Prof. Daniel Seehofer den Bereich Hepatobiliäre Chirurgie und Viszerale Transplantation, untetstützt von PD Dr. Sucher als seinem Stellvertreter, der im April 2016 gemeinsam mit Seehofer von der Berliner Charité ans UKL wechselte. Die persönliche Erfahrung beider Experten für minimal-invasive Leberchirurgie beläuft sich auf zehn beziehungsweise acht Jahre.&#160;<br>Kontinuierlich steigende Fallzahlen dokumentieren den Erfolg&#58; Waren es 2016 rund 200 Lebertumor-Operationen, von denen etwa 20 Prozent minimal-invasiv durchgeführt worden sind, belaufen sich aktuelle Zahlen auf mehr als 40 Prozent minimal-invasiver OPs - bei insgesamt steigenden Fallzahlen. Im Lebertumorzentrum des UKL arbeiten die Chirurgen mit den Experten der <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/hepatologie">Sektion Hepatologie</a> um Prof. Thomas Berg zusammen. &quot;Die exzellente interdisziplinäre Zusammenarbeit trägt Früchte&quot;, betont Dr. Robert Sucher.&#160;</p> <p><strong>Viele Vorteile für Patienten<br></strong>Als minimal-invasive Chirurgie bezeichnet man operative Eingriffe über kleinstmögliche Zugangswege. &quot;Bei Leberresektionen, also dem Entfernen der von Tumoren befallenen Segmente des Organs, genügen dem Operateur auf diese Weise wenige kleine Schnitte an der Bauchdecke. Der große Bauchschnitt ist nicht mehr notwendig.&#160;<br>Die Patienten haben kleinere Wunden, geringere Schmerzen und viel weniger Wundinfektionen. Sie erholen sich dadurch&#160;schneller nach dem operativen Eingriff und können das Krankenhaus nach kürzerer Zeit wieder verlassen&quot;, zählt Dr. Sucher die Vorteile für Patienten auf.&#160;</p> <p><strong>UKL eines von drei deutschen &quot;Exzellenzzentren für minimal-invasive Chirurgie&quot;</strong><br>Wegen dieser und weiterer Vorteile stellt die minimal-invasive Chirurgie auch in anderen chirurgischen Bereichen einen der Schwerpunkte der Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie des UKL dar. Von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) wurde die Klinik daher auch vor zwei Jahren als <a href="/presse/Seiten/Pressemitteilung_6520.aspx">&quot;Exzellenzzentrum für minimal-Invasive Chirurgie</a>&quot; zertifiziert, und ist damit neben Heidelberg und Lübeck immer noch eine von nur drei Kliniken in Deutschland, die diese höchste Zertifizierungsstufe erreicht haben.</p> <p>&#160;</p>
Prof. Seehofer: „Wir konnten fast normal weiter transplantieren“<img alt="Prof. Daniel Seehofer, Leiter des Transplantationszentrums am Universitätsklinikum Leipzig, erinnert zum Tag der Organspende an die vielen Patienten auf den Wartelisten in den Kliniken." src="/presse/PressImages/pic_20200605095428_c36f18a9a0.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-06-04T22:00:00ZLeipzig. Auch während der Corona-Pandemie warteten und warten schwerkranke Menschen auf ein neues Organ. Nicht vergeblich, denn Transplantationen fanden weiterhin fast unverändert statt: In den letzten drei Monaten wurden am Universitätsklinikum Leipzig neun Lebern, zehn Nieren und eine Bauchspeicheldrüse transplantiert. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum am UKL 19 Organe, also faktisch genauso viele. <p>&quot;Wir haben trotz Corona fast normal weiter transplantiert&quot;, beschreibt Prof. Daniel Seehofer die Entwicklung der vergangenen Monate. &quot;Transplantationen sind ja fast immer Notfälle und wurden daher unverändert vorgenommen&quot;, so der Leiter des <a href="/presse/Seiten/Pressemitteilung_6520.aspx">Transplantationszentrums</a> am Universitätsklinikum Leipzig. Nur die Transplantationen mittels einer Lebendspende wurden vorübergehend unterbrochen, um bei diesen planbaren Eingriffen Spender und Empfänger keinem unnötigen Risiko auszusetzen.&#160;</p> <p>Erfreulicherweise standen auch trotz Corona-Krise weiterhin Spenderorgane zur Verfügung. Zumindest in Deutschland gab es keinen &quot;Pandemieeffekt&quot;, wie Zahlen der <a href="https&#58;//dso.de/">Deutschen Stiftung Organtransplantation</a> belegen. Demnach gab es allein in der Region Ost bis Ende April 49 gemeldete Spender, das waren 10 mehr als im Vorjahr. &#160;</p> <p>&quot;Für unsere Patienten ist diese Bereitschaft zu einer Organspende ein großes Glück, denn meistens können sie nicht mehrere Monate warten&quot;, betont Seehofer mit Blick auf den morgigen Tag der Organspende. Dass es hier offenbar keinen Rückgang, sondern eher eine positive Entwicklung gab, könnte auch auf die zuletzt initiierten neuen gesetzlichen Regelungen zurückzuführen sein. &quot;Mit der kürzlich erfolgten breiten Diskussion über eine Änderung der Zustimmung zu Organspenden wurde das Thema vielen Menschen ins Bewusstsein geholt&quot;, ist Prof. Seehofer überzeugt. &quot;Im besten Fall führt die intensive Auseinandersetzung zu einer Entscheidung für eine Organspende.&quot; Einer Entscheidung ganz im Sinne der 273 Patienten, die aktuell am UKL auf ein Spenderorgan warten. Umso wichtiger ist es, dass das Thema Organspende auch in Pandemiezeiten nicht in den Hintergrund gerät. Seehofer&#58; &quot;Wir hoffen sehr, dass sich dank der neuen Regelungen künftig mehr Menschen für eine Organspende und damit eine Chance für unsere Patienten entscheiden.&quot; &#160;&#160;</p> <p><a href="https&#58;//www.sms.sachsen.de/staatsministerin.html">Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping</a> erklärt&#58; &quot;Ich danke dem Uniklinikum Leipzig, dass es diese Leben rettenden Transplantationen trotz der starken Beanspruchung des Klinikums durch Covid19-Patienten möglich gemacht hat.&quot; Sie fährt fort&#58; &quot;Ich appelliere an jeden, sich in der Familie mit der Frage der Organspende zu beschäftigen oder Beratung zu suchen. Die hohe Spendebereitschaft rettet Leben oder ermöglicht in vielen Fällen eine neue Normalität.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
Neu am UKL: Thoraxchirurg Prof. Matthias Steinert<img alt="Aus Jena wechselte Prof. Matthias Steinert als Leiter der Thoraxchirurgie ans Universitätsklinikum Leipzig. Eines seiner Ziele&#58; Die roboterassistierte Chirurgie stärker einsetzen und weiterentwickeln." src="/presse/PressImages/pic_20200428102051_24d2d699e6.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-04-27T22:00:00ZLeipzig. Prof. Dr. Matthias Steinert leitet seit 1. April den Bereich Thoraxchirurgie in der Klinik für Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig. Der 55-Jährige tritt damit die Nachfolge von Prof. Uwe Eichfeld an, bei dem er in den 1990er Jahren gelernt hat. Steinert wechselt vom Universitätsklinikum Jena, wo er seit 2013 die Sektion Thoraxchirurgie ausgebaut hat, nach Leipzig. <p>&quot;Es ist ein schönes Gefühl, nach 18 Jahren wiederzukommen und sich nach 14 Tagen so zu fühlen, als wäre man nie weggewesen&quot;, beschreibt Thoraxchirurg Prof. Matthias Steinert seinen Einstieg zum 1. April am Universitätsklinikum Leipzig. Dieser fiel in eine ungewöhnliche Zeit&#58; Das Klinikum war maßgeblich in die &#160;Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2-Pandemie eingebunden, normaler Alltag war weit entfernt. &quot;So etwas haben wir natürlich alle noch nie erlebt&quot;, sagt Steinert. Der erfahrene Operateur mit dem Schwerpunkt onkologische Lungeneingriffe übernahm Anfang April in der Nachfolge von Prof. Uwe Eichfeld die Leitung des <a href="/einrichtungen/vttg/thoraxchirurgie">Bereichs Thoraxchirurgie</a> am UKL. Untätig war der gebürtige Thüringer auch in den Wochen des Lockdown nicht. &quot;Natürlich haben wir weiter operiert, Notfälle und auch Tumorpatienten, denn gerade bei einem operierbaren Lungenkrebs wird in der Regel nach der Diagnose nicht lang mit einem Eingriff gewartet&quot;, so Steinert. Generell steht der Lungenchirurg deutlich mehr als 100 mal im Jahr im Operationssaal, um Patienten mit Lungentumoren zu operieren, auch unter Einsatz eines Operationsroboters. Im Fach der Lungenchirurgie gehört er damit zu den sehr erfahrenen Operateuren. &quot;Wir sind sehr froh, dass wir einen so ausgewiesenen Experten gewinnen konnten, der mit seinem Wissen und Können unseren Schwerpunkt der robotischen Chirurgie ebenso ideal ergänzt wie den Schwerpunkt Onkologie&quot;, sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL. &quot;Damit können wir unsere Expertise auf dem Gebiet der Thoraxchirurgie und der chirurgischen Behandlung von Lungentumoren ebenso weiter vertiefen und ausbauen wie &#160;unsere Zusammenarbeit mit dem Herzzentrum bei der Lungentransplantation.&quot; &#160;</p> <p>Prof. Steinert wechselt ans UKL vom Universitätsklinikum Jena, wo er seit 2013 die Sektion Thoraxchirurgie leitete. Zuvor war er nach Stationen in Leipzig und Freiburg im Breisgau zehn Jahre Chefarzt im Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau, baute dort die Thoraxchirurgie ebenso auf wie das erste ostdeutsche Lungenkrebszentrum, das 2010 unter seiner Leitung gegründet wurde. &quot;Damit haben wir von Anfang an die Entwicklung der zentralisierten Versorgung bei Lungenkarzinomen mitbestimmen können&quot;, zeigt sich Steinert zufrieden mit dem dabei Erreichten. In seiner neuen Tätigkeit &#160;am Leipziger Universitätsklinikum will er die roboterassistierte Chirurgie stärker in der Thoraxchirurgie einsetzen und weiterentwickeln. &quot;Hier den Staffelstab von Prof. Eichfeld zu übernehmen ist eine große Aufgabe, die ich mit viel Respekt und Demut angehe&quot;, so Steinert.&#160;</p> <p>Der Bedarf ist gegeben&#58; Mit 45.000 Neuerkrankungen pro Jahr sind Lungentumoren eine der häufigsten Krebserkrankungen, auch die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung COPD gehört zu den Volkskrankheiten, deren Häufigkeit zunimmt. &quot;Erfreulicherweise erleben wir gerade beim Lungenkrebs Entwicklungen, in deren Folge sich die Prognosen und Überlebenswahrscheinlichkeiten unserer Patienten sicher verbessern werden&quot;, beschreibt Prof. Matthias Steinert. Das sei der zielgerichteten individualisierten Immuntherapie zu verdanken, die allen Altersgruppen, auch älteren Patienten, zugutekommt. &#160;</p> <p>&quot;Es hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden, von dem unsere Patienten sehr profitieren werden&quot;, ist Steinert überzeugt. &quot;Und ich freue mich sehr, dass ich in den kommenden Jahren am UKL mitwirken kann, das umzusetzen&quot;. &#160; &#160;</p> <p>&#160;</p>
„Die große Chirurgie – die hat mich immer interessiert“<img alt="Wurde noch als „chirurgischer Allrounder“ ausgebildet&#58; Prof. Uwe Eichfeld, Bereichsleiter Thoraxchirurgie am UKL, beendet sein aktives Berufsleben." src="/presse/PressImages/pic_20200326120441_e0f17d9e09.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-03-25T23:00:00ZLeipzig. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verlässt Prof. Dr. Uwe Eichfeld das Universitätsklinikum Leipzig. "Auf der einen Seite war die Arbeit als Chirurg mehr oder weniger mein Lebensinhalt, auf der anderen Seite freue ich mich, für meine fünf Kinder und vier Enkel endlich viel Zeit zu haben", sagt der Bereichsleiter der Thoraxchirurgie. "Mit 66 Jahren beginnt damit für mich ein neuer Lebensabschnitt. Denn: Mit 66 ist ja noch lange nicht Schluss." <p>Schon als Kind interessierte sich der Leipziger, inspiriert durch seinen als Chirurg tätigen Vater für dieses Fachgebiet. Mit dem Medizinstudium offenbarten sich dem Studenten viele Möglichkeiten&#58; Er könnte Augenarzt oder Pathologe oder Allgemeinmediziner mit eigener Praxis werden. &quot;Nein, das war alles nichts für mich. Denn im Studium hat sich mein Faible für die Chirurgie verfestigt. Da gab es keinen Gedanken an ein anderes Fach. Die große Chirurgie - die hat mich immer interessiert. Sie ist schwierig, aber herausfordernd und spannend und hat für den Patienten und Arzt einen rasch sichtbaren Erfolg. Was will ein Arzt mehr?&quot;</p> <p>Nach dem Studium, was ebenfalls sein Interesse an Forschung und Lehre weckte, das war 1980, wurde er wissenschaftlicher Assistent in der damaligen Chirurgischen Klinik der Karl-Marx-Universität. Klingt nach viel Theorie, war aber sehr praxisorientiert, denn sein Arbeitsplatz war zunächst in der Unfallchirurgie. &quot;Das habe ich sehr gern gemacht, weil jeder Tag neue Herausforderungen brachte. Man wusste ja nicht, was insbesondere gerade notfallchirurgisch kommt. So habe ich zunächst viel über Knochenbrüche, Bauchverletzungen und Thoraxtraumen gelernt.&quot; In der weiteren Facharztausbildung ging es dann in die Viszeralchirurgie, wo er erste Blinddarm- und Gallenoperationen assistieren und durchführen durfte und später u.a. auch zu großen onkologischen Eingriffen hinzugezogen wurde. Im Rahmen der Facharztausbildung im Fach Chirurgie lernte er fast alle chirurgischen Bereiche kennen, die zu der Zeit noch in einer Klinik zusammengefasst waren und erwarb gleichsam die Titel &quot;Dipl. med. und Dr. med&quot;.</p> <p>1984 schloss er die Facharztausbildung ab und wurde Stationsarzt auf der chirurgischen Intensivstation, wo unter anderem Patienten nach umfangreichen Eingriffen, schwere Unfälle und alle Beatmungspatienten versorgt wurden.</p> <p>Zwei Jahre später wechselte er zu seinem Lehrer und Vorbild Herrn Prof. A. Gläser, damaliger Direktor der Chirugischen Klinik der Martin- Luther Universität nach Halle. &quot;Ich bin ihm gefolgt und wurde Oberarzt an der dortigen Chirurgischen Klinik&quot;, blickt Prof. Eichfeld zurück. &quot;In Halle habe ich mich dann sozusagen in die Thoraxchirurgie verliebt, die bei Tumoren, schweren Entzündungen, Verletzungen oder Fehlbildungen in Brustraum gefragt ist.&#160;</p> <p>Nach seiner Habilitation und Privatdozentur zog es ihn 1996 wieder zurück in seine Geburtsstadt Leipzig, wo er seine Tätigkeit als Oberarzt an der Klinik für Allgemeine. Onkologische und Thoraxchirurgie aufnahm. Vorrangiges Ziel war der weitere Ausbau der hiesigen Thoraxchirurgie. &quot;Und das ist gelungen!&quot;</p> <p>&quot;Am Anfang erfolgten in den ersten Monaten vom Klinikchef Prof. M. Schönfelder und mir nur einige große Operationen im Brustraum. Heute mit vier Thoraxchirurgen kommen wir auf etwa 300 Eingriffe im Jahr&quot;, erinnert sich Eichfeld. Aber auch Forschung und studentische Lehre nahmen einen nicht zu unterschätzenden Zeitraum ein. Zahlreiche Veröffentlichungen entstanden so. Mit großer Freude nahm er 1998 seinen Ruf als C3- Professor für Thoraxchirurgie an. Es fügte sich so auch ein sehr erfülltes universitäres Leben unter aktiver Mitwirkung im Fakultätsrat der Medizinischen Fakultät hinzu.</p> <p>Im Jahr 2013 wurde Prof. Eichfeld mit einem Kollegen die kommissarische Leitung der <a href="/einrichtungen/vttg">Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie</a> übertragen. Ein Jahr später erfolgte die Umstrukturierung und die Aufgliederung der Klinik in Bereiche. Seitdem ist er <a href="/einrichtungen/vttg/thoraxchirurgie">Bereichsleiter Thoraxchirurgie</a> und schaut wenige Tage vor seiner Emeritierung, die Ende März erfolgt, zurück auf eine bewegte Zeit&#58; &quot;Ich habe viele Entwicklungsschritte der Operationstechniken mitgemacht. Am Anfang wurde ja ausschließlich offen operiert mit Schnitten, die bis ca.30 Zentimeter lang waren. Nach und nach wurde der Zugang in den Brustraum feiner und eleganter - vor allem mit dem Aufkommen der minimalinvasiven Methoden und modernem Instrumentarium. Damit dauerten die Operationen anfänglich zwar etwas länger, sind aber für den Patienten deutlich besser verträglich&quot;, erklärt der Leipziger Chirurg.&#160;</p> <p>Auch in seinem Bereich hat nun der Roboter Einzug gehalten. &quot;Aber damit beschäftigen sich meine Oberärzte, für mich hätte das Erlernen dieser Technik kurz vor meinem Ruhestand wenig Sinn gemacht. Die jüngeren Kollegen sollen die Robotereingriffe in der Thoraxchirurgie weiter etablieren und verfeinern. Sie werden noch jahrzehntelang operieren, sie sind die Zukunft.&quot;</p> <p>Prof. Eichfeld wurde als &quot;chirurgischer Allrounder&quot; ausgebildet, hat vom Hals über Brustkorb und Bauch bis zu den Extremitäten operiert, also eine breite Palette an Erfahrungen gesammelt. &quot;Heute gibt es eine deutliche Spezialisierung der Chirurgen, bis zur Subspezialisierung. Das hat den Vorteil, dass die Operation effektiver abläuft, denn der Operateur ist auf seinem speziellen Fachbereich höchst qualifiziert und damit auch voll fokussiert. Der Nachteil ist&#58; Der Gesamtüberblick ist, wenn überhaupt, dann nur noch schwer möglich.&quot;</p> <p>Der Ruhestand von Prof. Eichfeld wird sicher nicht so ruhig, wie man es gemeinhin vom Rentnerleben glaubt. Denn er will sich seinen Kindern und vor allem den Enkeln ausgiebig widmen. &quot;Sie werden den Opa leider erst jetzt richtig kennenlernen, vorher hatte ich ja kaum Zeit für sie&quot;, sagt er. Dann warten noch Stapel von Büchern darauf, gelesen zu werden, die Gärten an Haus und Datsche brauchen immer wieder eine ordnende Hand und dann gibt es noch eine Sehnsucht, der er erst jetzt nachgehen kann&#58; das Malen. &quot;Da will ich mich nicht hineinstürzen, sondern ganz sanft hineinvertiefen. Ich ahne, dass mir das sehr gut tun wird.&quot;</p> <p>&#160;</p>
UKL-Experten beantworten Fragen zu Darmkrebs am Telefon<img alt="Prof. Ines Gockel, Direktorin der UKL-Viszeralchirurgie" src="/presse/PressImages/pic_20200324114225_0885c72ca3.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-03-23T23:00:00ZLeipzig. Wegen der Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus' finden am Universitätsklinikum Leipzig (UKL), so wie überall, im Moment keine Patientenveranstaltungen statt. Als Ersatz haben die Organisatoren einer eigentlich für den 18. März vorgesehenen Informationsveranstaltung zum Thema Darmkrebs nun eine Telefonaktion für den 27. März geplant. Von 14 bis 16 Uhr können Betroffene und Interessierte ihre Fragen per Telefon an die UKL-Experten richten. <p>Darmkrebs ist derzeit in Deutschland bei Männern die dritt- und bei Frauen die zweithäufigste bösartige Tumorerkrankung&quot;, sagt Prof. Ines Gockel, Direktorin des <a href="/einrichtungen/vttg">Bereichs Viszeralchirurgie</a> am UKL und Organisatorin des Telefonforums. &quot;Die Neuerkrankungsraten sind bei uns im internationalen Vergleich sehr hoch und die Optimale Versorgung von Patienten mit Darmkrebs spielt eine immer größere Rolle&quot;, betont sie.&#160;<br>Mit dem Telefonforum möchte sie auch in Zeiten der Coronavirus-Krise den Patienten und allen Interessierten die Möglichkeiten geben, mit ihr und anderen Ärzten des UKL über Fragen und Sorgen zum Thema Darmkrebs zu sprechen, betont Prof. Gockel.</p> <p>&#160;</p> <p>Folgende UKL-Experten stehen am <strong>Freitag, 27. März</strong>, zwischen <strong>14 und 16 Uhr</strong> mit den entsprechenden Fachthemen als Ansprechpartner zur Verfügung&#58;&#160;<br><br></p> <p>Prof. Dr. Anja Mehnert-Theuerkauf (Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie)&#58; <strong>Psychoonkologische Betreuung bei Darmkrebs</strong></p> <p>Tel.&#58; 0341 / 97-15414<br><br></p> <p>Prof. Dr. Ulrich Hacker (Universitäres Krebszentrum Leipzig, UCCL)&#58; <strong>Medikamentöse Onkologie, Chemo-Konzepte, Antikörper und Immuntherapien bei Darmkrebs</strong></p> <p>Tel.&#58; 0341 / 97-12566<br><br></p> <p>Lars Selig, (Ernährungsteam / Ernährungsambulanz, Klinik und Poliklinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie, Pneumologie)&#58; <strong>Ernährung bei Darmkrebs</strong></p> <p>Tel.&#58; 0341 / 97-12364<br><br></p> <p>PD Dr. habil. Boris Jansen-Winkeln (Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie)&#58; <strong>Chirurgie bei Darmkrebs</strong></p> <p>Tel.&#58; 0341 / 97-19967<br><br></p> <p>Prof. Dr. Ines Gockel (Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie)&#58; <strong>Chirurgie bei Darmkrebs</strong></p> <p>Tel.&#58; 0341 / 97-17201</p> <p><br>Prof. Daniel Seehofer (Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie)&#58; <strong>Therapie von Lebermetastasen bei Darmkrebs</strong></p> <p>Tel.&#58; 0341 / 97-17371</p> <p>&#160;</p>

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