| 350 Spezialist:innnen für endokrine Chirurgie treffen sich in Leipzig | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig November treffen sich in Leipzig die | <img alt="Chirurgin Prof. Nada Rayes ( l.) leitet die Jahrestagung der Experten für endokrine Chirurgie im November 2025 in Leipzig." src="/presse/PressImages/I-20230307067697-69206edc90e60.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2025-11-23T23:00:00Z | Leipzig. Vom 27. und 29. November treffen sich in Leipzig die Expert:innen für endokrine Chirurgie, die operative Behandlung von Erkrankungen der hormonbildenden Organe. Die Jahrestagung mit 350 Teilnehmer:innen aus den deutschsprachigen Ländern sowie Skandinavien findet unter der gemeinsamen Leitung zweier Chirurginnen statt: Die wissenschaftliche Leitung teilen sich Prof. Nada Rayes, Schilddrüsenexpertin am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) und Prof. Kerstin Lorenz, Leiterin der Endokrinen Chirurgie und Stellvertretende Klinikleitung der Universitätsmedizin Halle (UMH). | <p>Im Fokus der erstmals in der Pleißestadt stattfindenden Tagung stehen Neuerungen in der interdisziplinären Behandlung vor allem fortgeschrittener endokriner Tumore wie beispielsweise an der Schilddrüse oder den Nebennieren. Diese kleinen Organe steuern den Hormonhaushalt und damit sehr viele zentrale Funktionen des Körpers, sodass deren Beeinträchtigung gravierende Folgen haben kann. „Bisher gab es bei resistenten oder sehr spät entdeckten Tumoren oft keine Behandlungsoptionen mehr“, beschreibt Prof. Nada Rayes. „Inzwischen sind aber auch in unserem Bereich viele neue Substanzen verfügbar, die mit auf molekularer Ebene angepassten Therapien ganz neue Möglichkeiten eröffnen“, so die Chirurgin. Unter anderem könne damit bereits vor einer Operation ein Tumor so behandelt werden, dass dieser schonender und besser entfernt werden kann.</p><p>Diese Themen werden auf der Tagung sehr praxisnah unter anderem in einem „virtuellen Tumorboard“, in dem renommierte Expert:innen reale Fälle besprechen, vorgestellt. Zudem werden mit einer Live-Übertragung aus dem Operationssaal des UKL neue Techniken wie Darstellung von Nebenschilddrüsen mittels Autofluoreszenz oder roboter-assistierte Eingriffe demonstriert, mit deren Hilfe auch größere Nebennierentumore sicher entfernt werden können.</p><p>„In allen Fällen arbeiten wir als Chirurg:innen dabei sehr eng mit den Endokrinolog:innen zusammen“, beschreibt Prof. Kerstin Lorenz. „Daher freuen wir uns sehr, dass wir unsere Tagung ebenfalls gemeinsam gestalten.“ Weitere Partner sind die pädiatrischen Endokrinolog:innen, die einen Programmpunkt zu Erkrankungen der Schilddrüse und der Nebenschilddrüsen bei Kindern und Jugendlichen einbringen. „Hier sehen wir derzeit anhand der vorliegenden Daten aus Registern in Deutschland eine Zunahme von Schilddrüsentumoren bei Kindern und Jugendlichen“, sagt Prof. Lorenz Der Grund könnte eine verbesserte Diagnostik sein, die viele bisher eher unbeachtete Knoten im Ultraschall entdecken kann. Obwohl meist sehr gut behandelbar, ist der Umgang mit diesen Erkrankungen herausfordernd, denn zum einen müssen gutartige von bösartigen Knoten unterschieden und entsprechend behandelt werden, und zum anderen muss die für die Reifung der Heranwachsenden zentrale Hormonproduktion erhalten werden.</p><p> </p><p><a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://caek-arbeitstagung.de/"><strong>Arbeitstagung der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Endokrinologie (CAEK)</strong></a></p><p><strong>28. – 29.11.2025</strong></p><p>Leipziger KUBUS<br>Permoserstraße 15, 04318 Leipzig</p><p> </p><p><strong>Prä-Tagung</strong></p><p>27. November 2025</p><p><a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/">Universitätsklinikum Leipzig,</a> Liebigstraße 20  </p><p> </p><p>    </p><p> </p><p>       </p><p> </p> |
| Lungenkrebszentrum am UKL erfolgreich zertifiziert | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Damit wird die hohe Qualität der | <img alt="Operationen von Lungentumoren, wie hier vom Team um Prof. Steinert durchgeführt, sind ein wichtiger Bestandteil der Arbeit im Lungenkrebszentrum des UKL." src="/presse/PressImages/I-20250523078163-688b14c475a51.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2025-07-30T22:00:00Z | Leipzig. Das Lungenkrebszentrum am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist erstmals höchst erfolgreich nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert worden. Damit wird die hohe Qualität der Diagnostik und Behandlung von Lungenkrebserkrankungen am Leipziger Zentrum bestätigt. Die Zertifizierung ergänzt die im Universitären Krebszentrum UCCL konzentrierte Expertise um einen weiteren Bestandteil und rundet so das Spektrum der Krebsmedizin am UKL ab. | <p>Lungenkrebs gehört in Deutschland zu den häufigsten Krebserkrankungen. Jährlich erkranken rund 57.500 Menschen neu daran, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen. Hauptsächlicher Risikofaktor bleibt das Rauchen. Oft wird die Krankheit spät diagnostiziert, was ihre Behandlung zusätzlich erschwert. „Dank moderner Verfahren in der Diagnostik und Therapie haben wir hier in den letzten Jahren neue Möglichkeiten erschlossen, mit deren Einsatz wir auch fortgeschrittene Tumoren erfolgreich operieren und behandeln können“, beschreibt Prof. Matthias Steinert, Leiter der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/vttg/thoraxchirurgie">Thoraxchirurgie</a>, die Entwicklungen. Die Basis dafür sind die starken Strukturen, die am UKL geschaffen wurden und weiter ausgebaut werden. In einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit der Thoraxchirurgen, Pneumologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Nuklearmediziner, Pathologen und Onkologen wurden die Prozesse in der Lungenkrebsbehandlung so angepasst, dass sie zum einen optimal den Bedürfnissen der Patient:innen und gleichzeitig dem neuesten Stand des Wissens auf diesem Gebiet entsprechen.<br>Diese Anstrengungen wurden jetzt mit einem sehr guten Ergebnis in einem externen Prüfverfahren von Fachexperten der<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.krebsgesellschaft.de/"> Deutschen Krebsgesellschaft</a> belohnt. Das Audit wurde ohne Anmerkungen abgeschlossen, wobei dem Zentrum ein sehr positiver Gesamteindruck bescheinigt wurde. „Das freut uns natürlich sehr und bestätigt uns in unserem Bestreben, möglichst das beste Ergebnis für unsere Patientinnen und Patienten erzielen zu wollen“, so Prof. Hubert Wirtz, Leiter der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/pneumologie">Pneumologie </a>am UKL.</p><p>Grundlage für den jetzigen Erfolg ist zum einen die Einhaltung der erforderlichen Mindestfallzahlen von 200 sogenannten Primärtumorfällen und 75 chirurgischen Resektionen, die am UKL im letzten Jahr deutlich übertroffen wurden. Entscheidend für diesen Erfolg ist auch ein wachsendes Netzwerk aus niedergelassenen Kolleg:innen, internen und externen Partnern wie dem <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.sana.de/leipzigerland">Sana Klinikum Leipziger Land</a> und der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.asklepios.com/weissenfels/">Asklepios Klinik Weißenfels</a>, das gemeinsam an der Versorgung der Lungenkrebsbetroffenen in Leipzig und der gesamten Region arbeitet. Diese profitieren am UKL-Zentrum besonders vom Zugang zu neuesten Technologien und Studien, die in der universitären Medizin sehr schnell in die Diagnostik und Therapie integriert werden können. So sind die UKL-Radiologen und Pneumologen beispielsweise bereits gut vorbereitet, um die anstehende Einführung eines Screeningprogramms für die Früherkennung von Lungenkrebserkrankungen umsetzen zu können.</p><p> </p><p>„Die jetzt erfolgte Zertifizierung des <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/lungenkrebszentrum">Lungenkrebszentrums</a> ist eine wichtige Ergänzung unseres Leistungsspektrums im <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/uccl">Universitären Krebszentrum UCCL</a>“, sagt Prof. Florian Lordick, Leiter des UCCL. „Wir sind sehr stolz, dass wir dieses Gütesiegel für unsere Arbeit erhalten haben und damit verbunden die Bestätigung, auf dem richtigen Weg für die bestmögliche Versorgung unserer Patientinnen und Patienten zu sein.“</p> |
| Erstmals 1000 „da Vinci“-Operationen in einem Jahr | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig daVinci Operation des Jahres 2024 am | <img alt="Viszeralchirurg Dr. Stefan Niebisch hat die 1000. daVinci Operation des Jahres 2024 am UKL durchgeführt." src="/presse/PressImages/pic_20241213145024_cff1af62d0.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2024-12-15T23:00:00Z | Leipzig. Anfang Dezember war es soweit: In den Operationssälen des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) wurde die 1000. Operation mit Hilfe des "da Vinci"-Roboters innerhalb eines Jahres durchgeführt. Möglich wurde das durch die Installation von inzwischen drei dieser Systeme am UKL, das damit zu den größten Zentren robotisch-assistierter Chirurgie in Deutschland zählt. | <p>Der 1000. Eingriff des Jahres 2024 war dabei vergleichsweise unspektakulär: Viszeralchirurg Dr. Stefan Niebisch operierte eine Patientin mit schwerem, jahrelangem Refluxleiden - einem Problem, von dem in Industrienationen wie unserer fast 20 Prozent der Bevölkerung betroffen ist.  <br><br></p>
<p>Eine Stunde dauerte der Eingriff, nach zwei Tagen konnte die 61-Jährige das UKL beschwerdefrei verlassen. "Das robotergestützte Operieren ermöglicht uns gerade auf engstem Raum im Bauch wie bei diesem Fall ein sehr genaues, feines Vorgehen, so dass wir zum einen schneller und zum anderen schonender arbeiten können", so Dr. Niebisch. "Beides trägt dazu bei, das nicht nur die Ergebnisse der Eingriffe sehr gut sind, sondern sich auch die Patient:innen schneller erholen", ist der <a href="/einrichtungen/vttg/viszeralchirurgie/viszeralchirurgie">Viszeralchirurg mit Spezialgebiet Speiseröhren- und Magenchirurgie</a> überzeugt. Etwa 270-mal operierte er schon mit dem "da Vinci", meist für Tumor- oder komplexe Re-Operationen. Die Viszeralchirurgen nutzen die drei am UKL verfügbaren modernen Geräte gemeinsam mit Kollegen verschiedener Fachrichtungen: Kinderchirurgen, Gynäkologen, Thoraxchirurgen, aber auch Transplanteuren und Urologen.</p>
<p><br>Letztere sind die Pioniere der "da Vinci"-Chirurgie. Am UKL operiert das Team um den <a href="/einrichtungen/urologie">Urologie-Direktor</a> Prof. Jens-Uwe Stolzenburg bereits seit 2011 mit diesem Verfahren und ist mit dieser Expertise führend in Deutschland und Europa. "Wir konnten dank des im März dieses Jahres in Betrieb genommenen hochmodernen dritten "da Vinci" die Zahl der Eingriffe steigern und auch das Spektrum für weitere Disziplinen erweitern", so Stolzenburg. "Damit kommen wir auch unserer Verpflichtung nach, die darin besteht, die Versorgung der Patient:innen in der Region mit den Mitteln modernster Medizin immer weiter zu verbessern". Das gelingt sehr gut: Mit nunmehr mehr als 1000. roboter-assistierten Eingriffen in 12 Monaten wurde die Zahl dieser Operationen innerhalb der letzten fünf Jahre um mehr als 40 Prozent gesteigert.        <br><br></p>
<p>Darauf aufbauend wurde am UKL 2021 Sachsens erstes und einziges "<a href="/einrichtungen/zrnc">Zentrum für roboterassistierte und navigierte Chirurgie</a>" ins Leben gerufen. Hier wird die große vorhandene Expertise im Einsatz von roboter-, navigations- und IT-gestützten Systemen im Operationssaal gebündelt und verbindet so Spezialist:innen aus vielen Fachgebieten, um diese zukunftsorientierte Chirurgie voranzubringen. Die nächste Weiterentwicklung ist daher auch bereits in Planung: Ein "da Vinci"-Op-Roboter mit "Single Port System", der nur noch einen Schnitt benötigt. "Damit können wir die Geräte auch für die HNO-Kollegen nutzbar machen und damit für weitere Patient:innen", freut sich Prof. Stolzenburg. Noch steht nicht fest, wann genau das neue System verfügbar sein wird. Aber sicher ist, dass die UKL-Chirurg:innen in der Zwischenzeit ihre Erfahrung und die Einsatzgebiete des Op-Roboters stetig erweitern werden.          </p>
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| 100. Lungentumorresektion in 11 Monaten | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Damit haben die Kolleg:innen des | <img alt="Erfolgreich in der operativen Behandlung von Lungenkrebs - das thoraxchirurgische Team OÄ Dr. Isabella Metelmann, Prof. Matthias Steinert und OA Dr. Sebastian Krämer." src="/presse/PressImages/pic_20241126113635_5b93aaec93.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2024-11-26T23:00:00Z | Leipzig. Pünktlich zum Lungenkrebs Awareness Monat im November erreicht das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) einen bedeutenden Meilenstein: Die 100. Lungentumorresektion dieses Jahres wurde erfolgreich von einem Team unter der Leitung von Dr. Dr. Isabella Metelmann, Oberärztin für Thoraxchirurgie, durchgeführt. Damit haben die Kolleg:innen des Universitären Lungenkrebszentrums am UKL die für diese Eingriffe aktuell definierte Mindestfallzahl von 40 weit überschritten und alle Qualitätsvorgaben erfüllt. | <p>Der 100. Eingriff war dabei ein besonders aufwändiger - der Patient litt an einem Sarkom, einem bösartigen Bindegewebstumor, der von der Brustwand ausgehend die Lunge angegriffen hat. In der mehr als vierstündigen Operation wurde durch das thoraxchirurgische Team nicht nur der befallene Lungenteil entfernt, sondern auch die Brustwand rekonstruiert. "In diesem Fall ging der Tumor, anders als bei dem Großteil unserer Krebspatient:innen, nicht selbst von der Lunge aus", erläutert Dr. Dr. Metelmann. In der Behandlung dieses eher seltenen Falls arbeiteten am UKL die verschiedenen Experten des interdisziplinären Krebszentrums Hand in Hand. "Dieses Zusammenspiel ist enorm wichtig, um in der Kombination aus Vorbehandlung, Operation und Nachsorge für alle unsere Patient:innen die optimale Therapie erreichen zu können", ergänzt Prof. Matthias Steinert, Leiter der Thoraxchirurgie am UKL. Damit steht dieser Eingriff auch stellvertretend für die wichtigsten Funktionen eines Lungenkrebszentrums wie am UKL: die Interdisziplinarität, die Umsetzung neuester Erkenntnisse und den hohen Spezialisierungsgrad. Steinert: "Für die Qualität unserer Arbeit steht auch die Tatsache, dass wir in diesem Monat mit der 100. Lungentumoroperation innerhalb von 11 Monaten die vom Gesetzgeber vorgegebenen Mindestmengen von 40 für dieses Jahr und 75 für das kommende Jahr erreicht und sogar überschritten haben." </p>
<p>Mit der seit diesem Jahr geltenden Mindestmengenregelung soll bei komplexen und risikoreichen Operationen eine Konzentration auf Einrichtungen mit viel Erfahrung sichergestellt werden. Das gilt nun auch für Operationen bei bösartigen Erkrankungen der Lunge.Lungenkrebs gehört in Deutschland zu den häufigsten Krebserkrankungen. Jährlich erkranken rund 57.500 Menschen neu daran, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen. Hauptsächlicher Risikofaktor bleibt das Rauchen. Trotz Fortschritten in der Behandlung ist Lungenkrebs eine der häufigsten Todesursachen weltweit. Oft wird die Krankheit spät diagnostiziert, was ihre Behandlung erschwert. "Daher sind ein enges Zusammenspiel aller Fachbereiche und eine gelungene Vernetzung mit den niedergelassenen Kolleg:innen essentiell für die Sicherstellung eines individuell entworfenenen Behandlungsplan für jede:n Patient:in", so Prof. Steinert. </p>
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<p>Rauchstopp als Präventionsansatz</p>
<p>Ein zentraler Ansatz ist daher die Früherkennung und Prävention in Form eines Rauchstopps. Das Universitätsklinikum Leipzig engagiert sich an dieser Stelle seit mehreren Jahren als "rauchfreies Krankenhaus", seit diesem Herbst auch mit der Einführung des "rauchfrei tickets" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Das kostenfreie Angebot beinhaltet eine individuelle und professionelle Rauchstoppberatung am Telefon, zu der die Anmeldung direkt während eines Krankenhausaufenthaltes erfolgen kann. </p>
<p>"Ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus ist für viele Menschen ein guter Zeitpunkt, den Umgang mit der eigenen Gesundheit kritisch zu überdenken", erläutert Oberarzt PD Dr. Sebastian Krämer die Idee. Als Thoraxchirurg kennt er die Folgen des Rauchens sehr genau. Auch deshalb ist es ihm ein Anliegen, sich in der Prävention zu engagieren. "Jeder Rauchstopp ist für uns ein Erfolg, den wir gern unterstützen und mit auf den Weg bringen wollen". </p>
<p>Die Klinik für Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie (VTTG) geht dabei als Pilotklinik voran und implementiert seit diesem Herbst das Angebot als Teil der Betreuung während des stationären Aufenthaltes. </p>
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<p>Mehr zum Engagement des UKL in Sachen Rauchstopp  lesen Sie <a href="/Seiten/rauchfreies-krankenhaus.aspx">hier</a>. </p>
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| Neu gegründetes EAT-Zentrum am UKL bietet multidisziplinäre Betreuung für komplex erkrankte Kinder | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig In der vergangenen Woche hat am | <img alt="Logo des neu gegründeten EAT-Zentrums am Universitätsklinikum Leipzig" src="/presse/PressImages/pic_20240826091412_71ae1bbb81.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2024-08-25T22:00:00Z | Leipzig. In der vergangenen Woche hat am Universitätsklinikum Leipzig ein spezialisiertes Zentrum zur multidisziplinären Behandlung von Säuglingen und Kindern mit komplexen Fehlbildungen der Speiseröhre und der Atemwege seine Arbeit aufgenommen. Das OEsophagus-Airway-Treatment (EAT)-Center führt Expert:innen aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammen. Mithilfe modernster medizinischer Techniken und durch das enge Zusammenwirken mit Familien sowie Selbsthilfeorganisationen werden neue Standards bei Diagnostik, Behandlung und Nachsorge gesetzt. | <p>Ziel ist es, den an Fehlbildungen der Speiseröhre und der Atemwege erkrankten Kindern die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. "Mit dem <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie/eat-zentrum">EAT-Zentrum</a> wollen wir jedem Kind eine gesunde Speiseröhre und gesunde Atemwege ermöglichen und damit seine Lebensqualität nachhaltig verbessern", sagt Professor Martin Lacher, Ärztlicher Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am <a href="/">Universitätsklinikum Leipzig (UKL).</a> "Jedes Jahr werden in unserer Klinik rund 100 Kinder mit angeborenen Fehlbildungen der Speiseröhre und der Atemwege behandelt. Dadurch sind wir bereits jetzt eine der deutschlandweit erfahrensten Einrichtungen auf diesem Gebiet. Somit ist es folgerichtig, dass wir die am UKL vorhandene Expertise nunmehr unter dem Dach des EAT-Zentrums bündeln", betont der Kinderchirurg, der seit neun Jahren am Universitätsklinikum Leipzig tätig ist und die Gründung des EAT-Zentrums maßgeblich vorangetrieben hat. </p>
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<p>Zum Netzwerk des EAT-Zentrums zählen überregional renommierte Expert:innen in insgesamt 15 Teildisziplinen - von der Geburtsmedizin und Kinderradiologie über Anästhesie, Intensivmedizin sowie Thorax- und Herzchirurgie bis zu Phoniatrie, Pneumologie, Kinderorthopädie und Kinderpsychiatrie. </p>
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<p>Bei der Behandlung können die Spezialisten auf modernste medizinische Techniken wie beispielsweise die thorakoskopische oder robotische Chrirurgie zurückgreifen. Beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung bietet darüber hinaus die vorhandene hervorragende Infrastruktur des UKL mit einer leistungsstarken Intensivmedizin. </p>
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<p>"Wir bevorzugen stets den Erhalt der natürlichen Speiseröhre des Kindes und wenden zur Behandlung der langstreckigen Speiseröhrenatresie die interne Traktionsmethode nach Patkowski an. Kann die Speiseröhre nicht erhalten werden, bieten wir Ersatz durch gastrale Interposition an", erläutert Professor Martin Lacher und weist zugleich auf den Status als überregionales Zentrum für die chirurgische Behandlung angeborener zystischer Lungenfehlbildungen hin. "Bei komplexen Atemwegserkrankungen wie Tracheomalazie bieten wir spezialisierte Eingriffe wie Aortopexie oder Tracheopexie an. Über unsere Hochschulambulanzen und Videosprechstunden garantieren wir eine langfristige Nachsorge und können dadurch eventuell postoperativ auftretende Ernährungs- oder Atemprobleme gut bewältigen", so Professor Lacher.</p>
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<p>Vorbilder für das Leipziger EAT-Zentrum, das deutschlandweit bislang seinesgleichen sucht, sind zwei Einrichtungen in den USA - das <a href="https://www.childrenshospital.org/programs/esophageal-and-airway-treatment-center">EAT Center im Boston Childrens Hospital</a> und das <a href="https://www.chop.edu/centers-programs/esophageal-and-airway-treatment-eat-program">EAT Program im Children’s Hospital of Philadelphia</a>. Es ist schon jetzt Europäisches Referenzzentrum für angeobrene Fehlbildungen (ERNICA; European Reference Network for rare Inherited and Congenital Anomalies).</p>
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<p>Das EAT-Zentrum am UKL verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Dazu trägt die Zusammenarbeit mit Selbsthilfe- und Patientenorganisationen ebenso bei wie die ausdrücklich erwünschte Einbeziehung der Familie und weiterer Betroffener. Dies dient der Entwicklung individuell abgestimmter Behandlungspläne und kommt somit ebenfalls den Kindern zugute. </p> |