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HIPEC / PIPAC

​Die Behandlung der Peritonealkarzinose ist eine interdisziplinäre Herausforderung. Der Befall des Bauchfells durch Tumorzellen ist ein Zeichen einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung. Oft wird der Patient als „unheilbar" und „inoperabel" bezeichnet. Eine palliative systemische Behandlung (= Chemotherapie) ist die bisherige Standardtherapie.

Durch neue Methoden kann bei einzelnen Patienten die Erkrankung durch eine operative Therapie und /oder eine lokale Chemotherapie eingedämmt und kontrolliert werden. Eine Heilung kann im Einzelfall erreicht werden. Wichtig ist, dass die Verlängerung der Lebenszeit bei guter Lebensqualität erzielt werden kann. Die lokale Chemotherapie, welche in die Bauchhöhle appliziert wird, kann zusätzlich oder auch bei Versagen bzw. Unverträglichkeit einer Systemtherapie durchgeführt werden.

Wichtig ist es, diejenigen Patienten zu selektionieren, die von der operativen Intervention profitieren. Wir bieten dazu zwei Verfahren an: HIPEC und PIPAC.

HIPEC

Die hypertherme intraperitoneale Chemotherapie (HIPEC) ist bei streng ausgewählten Patienten eine Behandlung, die aus einer oftmals multiviszeralen Operation (zytoreduktive Chirurgie) in Kombination mit einer (Teil-) Entfernung des Bauchfells besteht, und in der Regel nur einmalig durchführbar ist.

Weitere Informationen finden Sie hier.

PIPAC

​Die PIPAC (pressurized intraperitoneal aerosol chemotherapy) beinhaltet eine wiederholte Lokaltherapie des Peritoneums (normalerweise 3 Behandlungen im Abstand von ca. 6 Wochen) mit einer Aerosol-Chemotherapie und wird minimal-invasiv durchgeführt. Sie kann parallel zur laufenden System-Chemotherapie erfolgen, vorausgesetzt dass die Blutwerte (insbesondere Leukozyten, Thrombozyten) durch die Chemotherapie nicht stark abgefallen sind. 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Sondersituation: PITAC

​Hier wird die Aerosol-Applikation in gleicher Weise wie im Bauchraum minimal-invasiv angewandt, jedoch im Brustkorb (PITAC = pressurized intrathoracic arosol chemotherapy) bei der sog. Pleurakarzinose = Karzinose der Brusthöhle.

 

Wann kommen HIPEC und PIPAC zum Einsatz?

  • ​Pseudomyxoma peritonei
  • Peritoneales Mesotheliom
  • Peritonealcarcinose beim kolorektalen Karzinom
  • Peritonealcarcinose beim Magenkarzinom (Teilnahme an der GASTRIPEC-Studie: CRS mit bzw. ohne HIPEC + perioperative Chemotherapie, prospektiv-randomisierte Phase II-Studie)
  • Primäres Adenokarzinom des Peritoneums

Zusätzliche Gründe für PIPAC

  • ​Peritonealkarzinose bei nahezu allen Tumorentitäten (hauptsächlich Magenkarzinom / Darmkrebs / Ovarialkarzinom, aber auch Gallenwegs- oder Bauchspeicheldrüsenkarzinome)
  • individueller Therapieentscheid in unserem interdisziplinären Tumorboard

 

​Sprechstunde

Wenn Sie sich in unserer Spezialsprechstunde „Bauchfellkrebs - PIPAC / HIPEC" anmelden möchten, ist dies folgendermaßen möglich:

Spezialsprechstunde "Bauchfellkrebs - PIPAC / HIPEC"

Es ist lediglich eine Überweisung vom Hausarzt bzw. behandelndem Facharzt erforderlich. Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie sämtliche Vorbefunde (z.B. Endoskopieberichte, Röntgen- und CT-Untersuchungen auf einer CD) zur Sprechstunde mitbringen.   

Ansprechpartner/innen

​Prof. Dr. Ines Gockel, MBA         
Dr. Boris Jansen-Winkeln           
Dr. Dorina Buchloh

 

Interdisziplinäre Tumorkonferenz

Die interdisziplinäre Tumorkonferenz des HIPEC- und PIPAC-Zentrums findet jeden Mittwoch von 8 - 9 Uhr im Demonstrationsraum der Klinik für Diagnostische Radiologie, Liebigstr. 20 statt.

Anmeldungen (auch von externen Kooperationspartnern) sind bis jeweils Dienstag 11 Uhr möglich:

Informationen und Anmeldungen können über das Sekretariat der Klinik unter u.g. Telefon- / Faxnummer erfolgen:

Telefon: 0341 - 97 17200
Fax:      0341 - 97 17209

Liebigstraße 20, Haus 4
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 17200
Fax:
0341 - 97 17209
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