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Behandlung von Lungenmetastasen am Uniklinikum Leipzig

Lungenmetastasen sind die Absiedlungen bösartiger Zellen eines Tumors, welche ihren Ursprung in anderen Organen haben. Diese sind in der Regel asymptomatisch, das heißt sie machen keine Beschwerden und werden oft im Rahmen der Nachsorgeuntersuchungen entdeckt. Aufgrund des anatomischen Blutabflußweges können die Tochtergeschwulste verschiedener Tumore in die Lunge einschwemmen. Dies können beispielsweise bösartige Tumore von der Brust, Prostata, Schilddrüse, Niere, des Hodens, der Eierstöcke, des Magen, Malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs), Knochen- und Weichteilsarkomen sowie von Tumoren des HNO-Bereichs sein.

Beim Feststellen der Diagnose „Lungenmetastasen" werden alle Befunde, unter anderem die röntgenologischen Bilder, in einer interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen. Ein Gremium von erfahrenen Thoraxchirurgen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Radiologen und Pathologen entscheidet über die technische Machbarkeit der Operation und den zu erwartenden Gesamtvorteil für den Krankheitsverlauf des Patienten. Im Prinzip kann bei jedem Patienten mit einem bösartigen Tumor in der Vorgeschichte und dem Verdacht auf Lungenmetastasen eine Entfernung dieser erfolgen.

Verschiedene Voruntersuchungen sind erforderlich, um die Notwendigkeit (Indikation) zur operativen Entfernung von Lungenmetastasen zu stellen. Ziel der Behandlung ist eine komplette Entfernung der Geschwülste. Die Art des Eingriffes wird daher nach Anzahl der Metastasen und deren Lage festgelegt. Häufig kann hierfür auch die Schlüsselloch-Chirurgie (minimal‐invasive Spiegelung des Brustraums) angewandt werden.

Das Lungenkrebszentrum am Universitätsklinikum Leipzig vereint hinsichtlich Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge eine hohe fachliche Kompetenz, eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der einzelnen Fachbereiche, eine gut ausgebaute Infrastruktur und eine ganzheitliche Betrachtung der erkrankten Patienten. 

 

Behandlungsmöglichkeiten

Bei vielen Metastasen können die Herde lungengewebeschonend unter Anwendung moderner Gewebemesser (Laser, Ultraschall, hochfrequenter Strom) entfernt oder verkocht werden. Die Vorteile dieser Verfahren liegen neben der Schonung des Lungengewebes und in der schnellen sowie blutarmen Entfernung. Die umgebende Verbrennungszone erhöht zudem den Sicherheitsabstand.

Das minimal-invasive Verfahren wird hauptsächlich bei einzelnen, an der Oberfläche der Lunge liegenden Metastasen durchgeführt. Durch kleinste Schnitte (Schlüssellöcher) werden unter Sicht mittels Videokamera spezielle Instrumente eingeführt und die verdächtigen Herde entfernt.

Bei Vorliegen eines einzelnen Lungenherdes und / oder ungünstigen Lage von diesem kann präoperativ eine Drahtmarkierung zur besseren Lokalisation erfolgen.

Da Lungenmetastasen erneut auftreten können, sollten weiterhin regelmäßige Kontrollen, z.B. mittels Thorax‐Computertomografie erfolgen. Eine Entfernung kann beliebig oft durchgeführt werden, wenn die komplette Entfernung aller Metastasen möglich erscheint.

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