| Wenn Blase oder Darm den Alltag bestimmen | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Für viele ist die Teilhabe am | <img alt="Dr. Andreas Gonsior leitet das Kontinenzzentrum am Universitätsklinikum Leipzig." src="/presse/PressImages/Gonsior-Kontinenztag-69d8c53d1e30b.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2026-04-12T22:00:00Z | Leipzig. Rund zehn Millionen Menschen in Deutschland sind von einer Harn- oder Stuhlinkontinenz betroffen. Für viele ist die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben dadurch eingeschränkt. Dabei gibt es heute zahlreiche Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Beim Kontinenztag des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) können sich Patient:innen sowie Angehörige umfassend informieren, Fragen stellen und neue Therapieansätze kennenlernen. | <p>„Das ist eine Veranstaltung zur Information von Betroffenen. Sie sollen hier verständliche Informationen zu ihrer Erkrankung bekommen“, sagt Dr. Andreas Gonsior, Leiter des <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/kontinenzzentrum">Kontinenzzentrums am UKL</a>. Wichtig ist ihm dabei ein offener Umgang mit dem oft schambehafteten Thema Inkontinenz. „Nach jedem Programmpunkt haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, mit den Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen und individuelle Fragen zu klären.“<br><br><strong>Neue Therapien und bewährte Ansätze</strong><br><br>Im Mittelpunkt des Kontinenztages stehen aktuelle Entwicklungen in der Behandlung von Blasen- und Darmfunktionsstörungen. In diesem Jahr wird unter anderem ein besonderer Fokus auf chronische Harnwegsinfektionen gelegt. Neben Alternativen zu Antibiotika werden auch weitere Therapieansätze vorgestellt, etwa Impfungen oder sogenannte Blaseninstillationen. Die Blaseninstillation ist ein urologisches Verfahren, bei dem Medikamente über einen Katheter direkt in die Blase eingebracht werden.<br>Ein weiteres Therapiebeispiel ist der sogenannte Magnetfeldstuhl. „Das ist ein Stuhl, der ein starkes Magnetfeld aussendet“, erklärt Andreas Gonsior. „Man setzt sich darauf und die Impulse sollen den Beckenboden stimulieren.“ Der Magnetfeldstuhl ist derzeit am UKL noch nicht im Einsatz, eine Anschaffung ist jedoch geplant. Welche Wirkung die Methode tatsächlich hat, wird im Rahmen des Kontinenztages kritisch beleuchtet.<br><br><strong>Blasenschrittmacher: Hilfe durch sanfte Impulse</strong><br><br>Ein weiterer Schwerpunkt ist die sogenannte sakrale Neuromodulation, im Alltag oft als Blasenschrittmacher bezeichnet. Dabei handelt es sich um ein kleines Implantat, das ähnlich wie ein Herzschrittmacher funktioniert. Es wird in einem minimalinvasiven Eingriff im Bereich des Kreuzbeins eingesetzt und dort mit den Nervenbahnen im Beckenboden verbunden. Der Schrittmacher gibt kontinuierlich einen feinen Impuls ab, der die Blasenfunktion regulieren kann. So kann sich das Körpergefühl verbessern und der Harndrang besser kontrolliert werden. Für viele Betroffene bedeutet das eine deutliche Entlastung im Alltag: „Patienten, die vorher vielleicht 20 Mal am Tag zur Toilette mussten, können danach wieder ein normales Leben führen“, berichtet Andreas Gonsior. „Manche schlafen nachts wieder durch.“<br>Die Technik hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt: Die Geräte sind kleiner und leistungsfähiger geworden. Moderne Systeme erreichen Laufzeiten von bis zu 20 Jahren, teilweise sind sie auch wiederaufladbar und können von außen mit einem Ladegerät versorgt werden.<br><br><strong>Mitmachen, ausprobieren, beraten lassen</strong><br><br>Neben medizinischen Vorträgen und Anschauungsmaterial bietet der Kontinenztag auch praktische Hilfen für den Alltag. Besucherinnen und Besucher erhalten vom Team der Ernährungsberatung Tipps, wie sie beispielsweise mit einer chronischen Verstopfung oder anderen Darmproblemen umgehen können. Ziel ist es, Beschwerden möglichst auch ohne Medikamente zu verbessern.<br>Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Physiotherapie: Auf einer Aktionsfläche werden alltagstaugliche Übungen gezeigt, zum Beispiel für den Beckenboden. Diese können direkt vor Ort ausprobiert werden.<br><br><strong>Austausch auf Augenhöhe</strong><br><br>Der Kontinenztag findet bereits zum 14. Mal statt und stößt regelmäßig auf großes Interesse. „Wir haben in den letzten Jahren stetig mehr Teilnehmer gehabt“, freut sich Andreas Gonsior. Während in den Anfangsjahren rund 20 Interessierte kamen, war zuletzt ein kleiner Hörsaal des Universitätsklinikums gut gefüllt. „Das zeigt, dass das Thema viele Menschen betrifft und der Informationsbedarf groß ist.“<br><br><strong>Der Kontinenztag findet statt am 18. April 2026 von 10 bis 13 Uhr im Hörsaal der HNO/Augenheilkunde/MKG des </strong><a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/"><strong>Universitätsklinikums Leipzig</strong></a><strong>, Haus 1, Liebigstraße 14 (Eingang Liebigstraße), 04103 Leipzig.</strong></p> |
| „Zum Wohle der Patient:innen geben wir unseren Erfahrungsschatz gern weiter“ | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Im Fokus stehen dabei vor allem | <img alt="Bis Ende vergangenen Jahres wurden knapp 8.900 robotische Operationen am UKL durchgeführt. Hier hospitieren Fachkolleg:innen aus ganz Deutschland bei einer radikalen Zysektomie eines fortgeschrittenen Harnblasenkarzinoms, die Prof. Jens-Uwe Stolzenburg (3. v. l.) am DaVinci-Operationssystem durchführt." src="/presse/PressImages/I-20260227079529-69b126119d8ef.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2026-03-10T23:00:00Z | Vor wenigen Tagen waren erneut Expert:innen aus ganz Deutschland für zwei Tage zu Gast am Universitätsklinikum Leipzig (UKL), um ihren Leipziger Kollegen über die Schulter zu schauen: Prof. Jens-Uwe Stolzenburg (Urologie) sowie OA Dr. Stefan Niebisch (Viszeralchirurgie) demonstrierten im Rahmen von Weiterbildungskursen erneut, auf welch hohem und fortgeschrittenen Stand am UKL urologische Eingriffe sowie spezifische viszeralchirurgische Operationen mithilfe des robotergestützten DaVinci-Operationssystems durchgeführt werden. | <p>Die urologischen Op-Kurse von Prof. Jens-Uwe Stolzenburg haben am UKL eine lange Tradition: Schon seit rund 20 Jahren gibt der Direktor der<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/urologie"> Klinik für Urologie</a> in dieser Form sein Wissen weiter. Im Fokus stehen dabei vor allem laparoskopische Operationstechniken, oft auch als „Schlüssellochoperationen“ bezeichnet. Hierbei arbeiten die Operateur:innen minimalinvasiv, das heißt über kleine Hautschnitte unter Verwendung einer Kamera (Laparoskop) sowie von dünnen Spezialinstrumenten. Diese gewebeschonende Operationsmethode ist inzwischen Standard bei Eingriffen im Bauchraum. In der Urologie kommt sie vor allem bei Operation des Prostatakrebses, von Nierentumoren und von tief in die Blasenwand wachsendem Blasenkrebs zum Einsatz. <br><br>Während einer DaVinci-Operation sitzt der Operateur an einer Konsole und steuert von dort aus die Instrumente des Roboters. Dieser setzt die Handbewegungen des Arztes im Körper äußerst präzise um. Eine an einem der Roboterarme befindliche Kamera liefert während der Operation ein stark vergrößertes dreidimensionales Bild aus dem Inneren des Körpers. Dadurch hat der Operateur eine bessere Sicht auf die zu operierende Stelle als bei einem offenen Eingriff. Hinzu kommt, dass die Instrumente des Roboters beweglicher sind als bei der herkömmlichen Laparoskopie und sogar beweglicher als die menschliche Hand, wodurch ein sehr präzises Operieren auch in engen Bereichen möglich ist. <br><br><strong>Seit 2024 konstant über 1.000 DaVinci-Eingriffe am UKL </strong><br><br>Im Jahr 2011 wurde am <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/">Universitätsklinikum Leipzig</a> ein erstes robotisches System implementiert und 96 Patienten erfolgreich operiert. Im folgenden Jahr 2012 waren es mit 239 bereits mehr als doppelt so viele. Von da an verdoppelte sich die Zahl ungefähr alle fünf Jahre – von 481 im Jahr 2017 bis 825 im Jahr 2022. Schließlich wurde in den Jahren 2024 mit 1067 und 2025 mit 1.015 roboterassisierten Eingriffen jeweils die 1.000er-Grenze durchbrochen. Insgesamt weist die Statistik bis Ende des vergangenen Jahres knapp 8.900 derartige Operationen am UKL aus. <br><br><strong>Pionier bei DaVinci-Operationen</strong><br><br>Prof. Jens-Uwe Stolzenburg gilt als einer der Pioniere bei der Gestaltung des Überganges von der konventionellen zur roboterassistierten Laparoskopie. Der weltweit anerkannte Operateur war der erste, der am Universitätsklinikum Leipzig ein Da-Vinci-Operationssystem einsetzte. „Besonderes bei technisch anspruchsvollen Operationen haben wir uns schon frühzeitig die Vorteile des DaVinci Roboters zunutze gemacht“, blickt er zurück. Dazu zählt beispielsweise das Entfernen von Nierenturmoren mit Erhalt der gesunden Anteile der Niere – einer so genannten Nierenteilresektion. Was dabei und bei anderen urologischen Eingriffen beachtet werden muss, zeigt der Urologe einem internationalen Fachpublikum anlässlich der von ihm organisierten interaktiven Operationskurse und Seminare sowie bei Live-Operationen. <br><br>Der Weitergabe dieses reichen Erfahrungsschatzes diente auch der in den letzten Februartagen stattgefundene Kurs zu Theorie und Praxis spezieller Op-Techniken. Diesmal demonstrierte Prof. Stolzenburg eine radikale Zysektomie bei einem fortgeschrittenen Harnblasenkarzinom. Um sich für diesen komplexen uroonkologischen Eingriff weiterzubilden, war rund ein Dutzend Urolog:innen aus ganz Deutschland nach Leipzig gekommen. Sie schätzen neben der Kompetenz des versierten Operateurs vor allem die Möglichkeit des unmittelbaren Erfahrungsaustauschs vor Ort in einer Live-Situation im Operationssaal. <br><br>„Indem wir immer wieder nach Optimierung von Abläufen und Techniken streben und unser Wissen weitergeben, leisten wir auch einen Beitrag zur Qualitätsverbesserung der Chirurgie insgesamt – dies natürlich immer mit dem Ziel, die Funktionsfähigkeit der Organe und damit die Lebensqualität der Patienten so gut es geht zu erhalten“, erläutert Prof. Stolzenburg. <br><br><strong>Pro Jahr am UKL rund 120 roboterassistierte Eingriffe an Speiseröhre und Magen </strong><br><br>Vom hohen Stand der roboterassistierten <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/vttg/viszeralchirurgie">Viszeralchirurgie am UKL</a> überzeugen sich Fachkolleg:innen aus ganz Deutschland seit mittlerweile sechs Jahren. Zweimal im Jahr werden dazu Workshops veranstaltet. Nachdem es im November vergangenen Jahres um die Entfernung bösartiger Tumoren an Speiseröhre und Magen ging, standen Ende Februar Operationen bei gutartigen Erkrankungen des Magens und der Speiseröhre im Mittelpunkt. Demonstriert wurden drei roboterassistierte und zwei laparoskopische Eingriffe. Speziell ging es unter anderem um den sogenannten Thoraxmagen, der entsteht, wenn Magenanteile durch eine Lücke im Zwerchfell nach oben rutschen. Davon betroffene Patient:innen leiden oft unter Sodbrennen, Schluckstörungen und Druckschmerzen, was eine operative Behandlung erfordert. „Auf diesem Gebiet verfügen wir am UKL über besondere Kompetenz und lassen uns dabei gern über die Schulter schauen“, sagt Dr. Stefan Niebisch, Geschäftsführender Oberarzt in der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/vttg">Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie</a>. Im Zentrum stehen dabei Fragen nach dem Op-Management, der Op-Strategie, aber auch an kleineren Tricks und Kniffen zeigen sich die Fachkolleg:innen sehr interessiert. <br><br>Pro Jahr erfolgen am UKL rund 120 robotische Eingriffe im Bereich der Speiseröhre und des Magens. Die Kompetenz und der Ruf, den sich das Klinikum damit erworben haben, reichen weit über die Stadtgrenzen hinaus, so dass Patient:innen für diese Operationen aus einem überregionalen Umkreis nach Leipzig kommen.</p> |
| Hohe Auszeichnung für Leipziger Spitzen-Urologen | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Wie die Jury des Felix Martin | <img alt="Prof. Jens-Uwe Stolzenburg mit der Urkunde des Felix Martin Oberländer-Preises 2025." src="/presse/PressImages/Stolzenburg-Oberlander-Preis-68e630b3b06bf.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2025-10-07T22:00:00Z | Leipzig. Auf dem 77. Urologenkongress in Hamburg erhielt Prof. Jens-Uwe Stolzenburg den Felix Martin Oberländer-Preis, eine der höchsten Auszeichnungen der Deutschen Urologischen Gesellschaft (DGU). Dem Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) wurde diese Ehrung für seine herausragenden Leistungen und besonderen Verdienste auf dem Gebiet der Fort- und Weiterbildung von internationalem medizinischem Fachpersonal in der Urologie zuteil. | <p>Wie die Jury des Felix Martin Oberländer-Preises in ihrer Laudatio anlässlich der Preisverleihung betonte, soll mit dem Preis vor allem Prof. Stolzenburgs außerordentliches Engagement bei der Gestaltung und Leitung von Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen zur Laparoskopie und zur roboterassistierten Chirurgie gewürdigt werden. Bei der Laparoskopie handelt es sich um eine minimalinvasive Untersuchungs- beziehungsweise Operationsmethode, bei der der Bauchraum mithilfe eines speziellen Endoskops mit Kamera und Lichtquelle betrachtet und operiert wird. Dadurch lassen sich Operationswunden auf ein Mindestmaß reduzieren, was den anschließenden Heilungsprozess beschleunigen kann.<br><br>Die Jury hob das hohe wissenschaftliche Niveau und den starken Praxisbezug der von Prof. Stolzenburg organisierten interaktiven Operationskurse und Seminare hervor, darunter beispielsweise die alljährlich stattfindende Masterclass für die robotische Zysektomie (Blasenentfernung) und Nierenchirurgie. Das von ihm entwickelte „modular surgical training“ wird heute weltweit bei der Ausbildung zum roboterassistierten Operieren genutzt.<br><br>„Wenn ich heute auf die vielen Veranstaltungen zurückblicke, deren inhaltliche Konzepte wir zum Teil selbst entwickelt und in die wir neben unserer eigentlichen Tätigkeit viel Zeit, Kraft und Energie investiert haben, erfüllt mich das mit Stolz und Freude. Ich betrachte die Preisverleihung daher auch als Anerkennung dieser Arbeit, mit der wir die roboterassistierte Chirurgie in vielen Ländern der Welt einen guten Schritt vorangebracht haben“, so der 60-Jährige, dessen Karriere einst als Hilfspfleger am<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/"> Universitätsklinikum Leipzig</a> begann und der seit mittlerweile 18 Jahren dort Direktor der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/urologie">Klinik und Poliklinik für Urologie</a> ist.<br><br>Hervorgehoben wurde außerdem der wissenschaftliche Beitrag von Prof. Jens-Uwe Stolzenburg bei der Gestaltung des Übergangs von der konventionellen zur roboterassistierten Laparoskopie. In beiden Bereichen habe er sich als weltweit anerkannter Operateur und Pionier etabliert und durch eine Vielzahl an Publikationen und internationalen Live-Operationen mit besonderem Bezug zur Fort- und Weiterbildung sowie durch zahlreiche Beiträge in Fachzeitschriften und Lehrbüchern ein hohes internationales Renommee gewonnen. So erhielt Prof. Jens-Uwe Stolzenburg mehrere Ehrendoktorwürden und hochrangige internationale Auszeichnungen. So verliehen ihm das <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.rcsed.ac.uk/">Royal College of Surgeons of Edinburgh</a> (2007), das<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.rcseng.ac.uk/"> Royal College of Surgeons of England</a> (2010) und das <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://rcpsg.ac.uk/">Royal College of Physicians and Surgeons of Glasgow</a> (2014) das „Fellowship by Election" für seine Verdienste um die Aus- und Weiterbildung von Ärzten und Studenten in der minimal-invasiven Chirurgie – als erster Arzt überhaupt erhielt er diese drei Auszeichnungen.<br><br>Darüber hinaus wurde der Leipziger Spitzenurologe in den Vorstand der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.urologenportal.de/">Deutschen Gesellschaft für Urologie </a>gewählt. „Hier möchte ich meine fachliche Expertise einbringen, aber auch meine Erfahrungen aus meiner langjährigen Leipziger Tätigkeit beisteuern“, sagt Prof. Stolzenburg. „Insofern freue ich mich, dass mit meiner Wahl auch die Repräsentanz ostdeutscher Vertreter in diesem wichtigen Gremium gestärkt wurde.“ <br><br>Damit verbunden fiel die Entscheidung für Leipzig als Austragungsort des 80. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie im Jahr 2028. Als künftiger Präsident der Gesellschaft wird Prof. Stolzenburg in die Vorbereitung und Durchführung des Kongresses maßgeblich eingebunden sein. Auf diesen Höhepunkt in seiner beruflichen Tätigkeit freut er sich besonders: „Ich bin sehr dankbar, dass mir die Ehre zuteil wird, in drei Jahren als Präsident der DGU diesen großen wissenschaftlich-medizinischen Kongress in meiner Heimatstadt Leipzig ausrichten zu können. Immerhin handelt es sich dabei um den weltweit drittgrößten Urologie-Kongress mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen deutschsprachigen Ländern, was auch den Ruf Leipzigs als Austragungsort bedeutender wissenschaftlicher Veranstaltung weiter stärken wird.“ <br><br>Der nach dem Dresdner Urologen Felix Martin Oberländer (1851–1915) benannte Preis wird an besonders aktive Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Urologie vergeben. Er ist mit 5.000 Euro dotiert. Felix Martin Oberländer hatte zu seinen Lebzeiten großen Anteil an der Emanzipation der Urologie zu einer eigenständigen Fachdisziplin. Darüber hinaus erwarb er sich Verdienste um die Infektiologie und Endoskopie in der Urologie.</p> |
| Roboter-gestützte Kinderchirurgie am UKL: „Patientensicherheit von Kind an – eine Investition fürs Leben“ | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Im Robotischen Zentrum des UKL sind | <img alt="Roboter-gestützte Operationen bei Kindern steigern die Sicherheit der Eingriffe, wissen die Kinderchirurgen des UKL aus großer Erfahrung." src="/presse/PressImages/I-20231120072569-68c272968ec53.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2025-09-10T22:00:00Z | Leipzig. Zum Welttag der Patientensicherheit rückt das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) die Sicherheit der jüngsten Patienten in den Fokus und macht deutlich, wie moderne Technik die Sicherheit von Eingriffen bei Kindern entscheidend erhöht: Durch den konsequenten Einsatz roboterassistierter Operationssysteme können Eingriffe mit höchster Präzision, minimal-invasiv und damit besonders schonend durchgeführt werden. | <p>Mit inzwischen über 140 solcher Eingriffe in den vergangenen vier Jahren nimmt die Kinderchirurgie des UKL bundesweit eine Spitzenstellung ein – keine andere kinderchirurgische Klinik in Deutschland verfügt über vergleichbare Erfahrungen. Im Robotischen Zentrum des UKL sind täglich mitlerweile drei  „da Vinci“-Operationssysteme im Einsatz, die auch bei den kleinsten Patientinnen und Patienten maximale Präzision ermöglichen.</p><p> </p><p>Das Team um Prof. Martin Lacher, den Direktor der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/kinderchirurgie">Klinik für Kinderchirurgie</a>, nutzt diese Technologie seit 2021 besonders in der Kinder-Urologie und bei viszeralchirurgischen rekonstruktiven Eingriffen, bei denen feine Strukturen genäht werden müssen.</p><p>Die roboterassistierte Technik erlaubt millimetergenaue Bewegungen, eine hochauflösende dreidimensionale Sicht und die Nutzung besonders feiner Instrumente. So lassen sich Operationen in der engen Anatomie des kindlichen Bauchraums sicherer durchführen, das Gewebe wird schonender präpariert, Komplikationen treten seltener auf und die Genesung der Kinder verläuft schneller.</p><p> </p><p>„Minimal-invasive Operationen bei Kindern fordern die Operierenden häufig in besonderer Weise", erklärt Prof. Martin Lacher, "das liegt daran, dass der kindliche Körper und damit der OP-Raum im Bauch nun einmal um ein Vielfaches  kleiner ist als der bei Erwachsenen.“ Der bisher jüngste mittels Roboter-Unterstützung am UKL operierte Patient war erst 13 Monate alt und wog nur fünf Kilogramm. Gerade in der Kinderchirurgie sei daher absolute Präzision entscheidend. „Mit Hilfe der OP-Roboter können wir selbst bei unseren kleinsten Patienten Eingriffe auf höchstem Sicherheitsniveau durchführen. Das bedeutet weniger Belastung, schnellere Heilung und vor allem eine sichere Versorgung von Anfang an“, betont Prof. Dr. Martin Lacher, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am UKL.</p><p> </p><p>Um diese Kompetenz langfristig zu bündeln, hat das UKL im Frühjahr 2021 das „<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/zrnc">Zentrum für roboterassistierte und navigierte Chirurgie</a>“ etabliert. Dort arbeiten Experten aus verschiedenen chirurgischen Disziplinen eng zusammen, um innovative Verfahren sicher in die klinische Routine zu überführen. Das Ziel: Patientensicherheit von Beginn an garantieren und durch Innovation die Versorgung kontinuierlich verbessern.</p><p>„Wir werden zusammen mit den anderen Kliniken im Zentrum für roboterassistierte und navigierte Chirurgie unsere Erfahrung konsequent weiter ausbauen – mit dem Ziel, noch mehr Kindern Zugang zu dieser sicheren und modernen Technik zu ermöglichen“, so Prof. Lacher abschließend.</p><p> </p><p><strong>Hintergrund</strong></p><p>Der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.tag-der-patientensicherheit.de/">Welttag der Patientensicherheit</a> — einer der globalen Gesundheitstage der WHO — findet seit 2019 am 17. September statt. Das WHO-Motto zum diesjährigen Welttag für Patientensicherheit lautet „Safe care for every newborn and every child“. </p><p>In Deutschland wird dieser Welttag vom <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.tag-der-patientensicherheit.de/das-aps.html">Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V.</a>organisiert, das für dieses Jahr entsprechend den Schwerpunkt auf die sichere Versorgung von Kindern legen – unter dem Slogan:<strong> </strong>„Patientensicherheit von Kind an – eine Investition fürs Leben“.</p><p> </p> |
| Erstmals 1000 „da Vinci“-Operationen in einem Jahr | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig daVinci Operation des Jahres 2024 am | <img alt="Viszeralchirurg Dr. Stefan Niebisch hat die 1000. daVinci Operation des Jahres 2024 am UKL durchgeführt." src="/presse/PressImages/pic_20241213145024_cff1af62d0.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2024-12-15T23:00:00Z | Leipzig. Anfang Dezember war es soweit: In den Operationssälen des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) wurde die 1000. Operation mit Hilfe des "da Vinci"-Roboters innerhalb eines Jahres durchgeführt. Möglich wurde das durch die Installation von inzwischen drei dieser Systeme am UKL, das damit zu den größten Zentren robotisch-assistierter Chirurgie in Deutschland zählt. | <p>Der 1000. Eingriff des Jahres 2024 war dabei vergleichsweise unspektakulär: Viszeralchirurg Dr. Stefan Niebisch operierte eine Patientin mit schwerem, jahrelangem Refluxleiden - einem Problem, von dem in Industrienationen wie unserer fast 20 Prozent der Bevölkerung betroffen ist.  <br><br></p>
<p>Eine Stunde dauerte der Eingriff, nach zwei Tagen konnte die 61-Jährige das UKL beschwerdefrei verlassen. "Das robotergestützte Operieren ermöglicht uns gerade auf engstem Raum im Bauch wie bei diesem Fall ein sehr genaues, feines Vorgehen, so dass wir zum einen schneller und zum anderen schonender arbeiten können", so Dr. Niebisch. "Beides trägt dazu bei, das nicht nur die Ergebnisse der Eingriffe sehr gut sind, sondern sich auch die Patient:innen schneller erholen", ist der <a href="/einrichtungen/vttg/viszeralchirurgie/viszeralchirurgie">Viszeralchirurg mit Spezialgebiet Speiseröhren- und Magenchirurgie</a> überzeugt. Etwa 270-mal operierte er schon mit dem "da Vinci", meist für Tumor- oder komplexe Re-Operationen. Die Viszeralchirurgen nutzen die drei am UKL verfügbaren modernen Geräte gemeinsam mit Kollegen verschiedener Fachrichtungen: Kinderchirurgen, Gynäkologen, Thoraxchirurgen, aber auch Transplanteuren und Urologen.</p>
<p><br>Letztere sind die Pioniere der "da Vinci"-Chirurgie. Am UKL operiert das Team um den <a href="/einrichtungen/urologie">Urologie-Direktor</a> Prof. Jens-Uwe Stolzenburg bereits seit 2011 mit diesem Verfahren und ist mit dieser Expertise führend in Deutschland und Europa. "Wir konnten dank des im März dieses Jahres in Betrieb genommenen hochmodernen dritten "da Vinci" die Zahl der Eingriffe steigern und auch das Spektrum für weitere Disziplinen erweitern", so Stolzenburg. "Damit kommen wir auch unserer Verpflichtung nach, die darin besteht, die Versorgung der Patient:innen in der Region mit den Mitteln modernster Medizin immer weiter zu verbessern". Das gelingt sehr gut: Mit nunmehr mehr als 1000. roboter-assistierten Eingriffen in 12 Monaten wurde die Zahl dieser Operationen innerhalb der letzten fünf Jahre um mehr als 40 Prozent gesteigert.        <br><br></p>
<p>Darauf aufbauend wurde am UKL 2021 Sachsens erstes und einziges "<a href="/einrichtungen/zrnc">Zentrum für roboterassistierte und navigierte Chirurgie</a>" ins Leben gerufen. Hier wird die große vorhandene Expertise im Einsatz von roboter-, navigations- und IT-gestützten Systemen im Operationssaal gebündelt und verbindet so Spezialist:innen aus vielen Fachgebieten, um diese zukunftsorientierte Chirurgie voranzubringen. Die nächste Weiterentwicklung ist daher auch bereits in Planung: Ein "da Vinci"-Op-Roboter mit "Single Port System", der nur noch einen Schnitt benötigt. "Damit können wir die Geräte auch für die HNO-Kollegen nutzbar machen und damit für weitere Patient:innen", freut sich Prof. Stolzenburg. Noch steht nicht fest, wann genau das neue System verfügbar sein wird. Aber sicher ist, dass die UKL-Chirurg:innen in der Zwischenzeit ihre Erfahrung und die Einsatzgebiete des Op-Roboters stetig erweitern werden.          </p>
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