Die implizite Verarbeitung von sozialer Information bei sozialer Angststörung – eine Eye-Tracking und Bildgebungsstudie
Projektleitung: Dr. Vivien Günther
ProjektmitarbeiterInnen: Prof. Dr. Thomas Suslow, Dennis Höpfel, Dr. Carolin Webelhorst, Mark Pemmann, Josefine Tauche, Araceli Pörtl, Prof. Dr. Karl-Titus Hoffmann, Dr. Simone Engelmann, Ian Hogan
Kooperationspartner: Prof. Dr. Boris Egloff (Universität Mainz), Prof. Dr. Markus Quirin (TU München, PFH Göttingen), Prof. Dr. Christine Rummel-Kluge (Universitätsklinikum Leipzig).
Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG
Laufzeit: 12/2022 bis 11/2028
Ziel des vorliegenden Projektes ist es, unser Verständnis von den der sozialen Angststörung zugrundeliegenden kognitiven und neurobiologischen Mechanismen mithilfe von Eye-Tracking Methoden und funktioneller Magnetresonanztomographie zu verbessern. Von Patienten mit sozialer Angststörung und gesunden Kontrollen sollen Blickbewegungen erfasst werden (1) während der Betrachtung bedrohlicher und neutraler sozialer Stimuli und (2) einer Suchaufgabe mit aufgabenirrelevanten emotionalen Gesichtern. Außerdem soll die automatische Hirnresponsivität auf schnell verarbeitete, bedrohliche Gesichter während (3) einer Geschlechts-Identifikationsaufgabe und (4) innerhalb eines potentiell bedrohlichen Kontextes in Abhängigkeit der Gruppenzugehörigkeit analysiert werden. Empirisch basierte Störungsmodelle und Behandlungsansätze zur Veränderung verzerrter Aufmerksamkeitsprozesse bei sozialer Angststörung könnten von den Ergebnissen dieser Studie profitieren.
Emotionsregulation und Aufmerksamkeit für emotionale Reize: eine Untersuchung des Blickverhaltens
Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Suslow
ProjektmitarbeiterInnen: Taavi Wenk, Charlotte Wengner, Christina Lachenmeir.
Laufzeit: 12/2024 bis 2/2027
Das zentrale Ziel des vorliegenden Projekts liegt in der systematischen Untersuchung der Zusammenhänge zwischen adaptiven und maladaptiven Emotionsregulations-Strategien und Aufmerksamkeit für faziale und non-faziale emotionale Informationen in der frühen und späten Verarbeitungsphase. Erstmalig sollen hierzu die Emotionsregulations-Strategien Problemlösen, Neubewertung und Akzeptanz bzw. Rumination, Vermeidung und Unterdrückung mit der frühen und späten Aufmerksamkeitsausrichtung auf emotionale Informationen im Rahmen einer Blickbewegungsuntersuchung in Beziehung gesetzt werden. Es ist bekannt, dass die adaptiven und maladaptiven ER-Strategien differentiell mit im Alltag erlebter positiver bzw. negativer Affektivität zusammenhängen.
Kindesmisshandlung, biologisches Geschlecht und Emotionswahrnehmung: Eine Eye-tracking Untersuchung
Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Suslow
ProjektmitarbeiterInnen: Dennis Höpfel, Anastasiia Bila, Martha Lehnert, Jakob Jantz, Maria Schönburg.
Kooperationspartnerin: Prof. Dr. Katja Kölkebeck (Evangelisches Klinikum Bethel, Universitätsklinikum OWL der Universität Bielefeld).
Laufzeit: 12/2022 bis 12/2026
Im vorliegenden Eye-tracking Projekt werden Aufmerksamkeitsprozesse in Hinblick auf fazialen Emotionsausdruck in Abhängigkeit von erlebter Kindesmisshandlung untersucht. Hierbei werden sowohl späte Prozesse der attentionalen Präferenz als auch frühe attentionale Orientierungsprozesse analysiert. Das biologische Geschlecht der misshandelten Personen wird als Einflussfaktor berücksichtigt. Bislang wurden Aufmerksamkeitsprozesse hinsichtlich fazialer Emotionen bei Kindesmisshandlung vor allem bei Frauen untersucht.
Affektivität, Emotionswahrnehmung und Blickbewegungen bei der Borderline Persönlichkeitsstörung
Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Suslow
ProjektmitarbeiterInnen: Dr. Charlott Bodenschatz, Taavi Wenk, Dr. Carolin Webelhorst, Anna-Christina Günther, Michele Bartusch.
Kooperationspartner: Prof. Dr. Markus Quirin (TU München, PFH Göttingen).
Laufzeit: 1/2022 bis 12/2025
In vorliegender Blickbewegungsstudie werden Aufmerksamkeitstendenzen während der Wahrnehmung von emotionalen Informationen an gesunden Erwachsenen und Patientinnen/Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung untersucht. Unterschiede in der Aufmerksamkeitslenkung z.B. während der Wahrnehmung von emotionaler Mimik sollen mit der impliziten und expliziten Affektivität sowie klinisch relevanten Persönlichkeitsmerkmalen, welche das emotionale Erleben beeinflussen und als Risikofaktoren für die Entwicklung von Störungen der Affektivität gelten, in Verbindung gebracht werden. Auf diese Weise soll das Verständnis der kognitiven Charakteristika von und der kognitiven Vulnerabilität für Störungen der Affektivität erweitert werden.