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Forschungsgruppen

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Psychotraumatologie

RE:cover –Internetbasierte Therapie für Frauen nach Partnerschaftsgewalt

Das Erleben von Gewalt in Partnerschaften ist ein weit verbreitetes Phänomen, welches für Betroffene ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellt. Eine Vielzahl von Studien belegen erhöhte Prävalenzen verschiedener psychischer Störungen bei Betroffenen. Seit 2019 unterscheidet die ICD-11 in diesem Bereich zwischen posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) und komplexen posttraumatischen Belastungsstörungen (kPTBS). Die Ausbildung einer kPTBS scheint vor allem mit langanhaltenden oder sich wiederholenden Beziehungstraumata in Verbindung zu stehen, auch Erfahrungen häuslicher Gewalt oder Partnerschaftsgewalt werden als mögliches Ereignis in den Diagnosekriterien benannt. Spezifische Therapieprogramm zur Linderung der kPTBS bei Betroffenen von Partnerschaftsgewalt liegen im deutschsprachigen Bereich bisher nicht vor. Weiterhin erschweren personenbezogene und strukturelle Hürden eine angemessene psychotherapeutische Unterstützung von Betroffenen. Es fehlen wirksame Unterstützungsangebote, die einen niedrigschwelligen und anonymisierten Zugang bieten und räumlich-flexibel einsetzbar sind. Vor diesem Hintergrund können internetbasierte Therapien eine effektive Alternative zu konventionellen psychotherapeutischen Angeboten darstellen. Primäres Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Evaluation der ersten deutschsprachigen, therapeut*innengestützten und internetbasierten Intervention zur Reduktion komplexer posttraumatischer Belastungen bei Betroffenen von Partnerschaftsgewalt. Hierfür wurde ein eigenes Manual entwickelt, das auf die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten wurde und dessen Wirksamkeit untersucht werden soll.

Projektleitung im Studienzentrum Leipzig: Prof. Dr. Anette Kersting 
Projektmitarbeiter: Marlene Holzhausen (Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Leipzig), Julia Deller (Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Leipzig), Dr. rer. nat. Julia Treml (Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Leipzig)
Förderung: Roland Ernst Stiftung für Gesundheitswesen
Laufzeit:  03/2025 – 02/2027

Anhaltende Trauerstörung in der Hausarztpraxis –Wissensstand über die neue Diagnose und Umgang mit Betroffenen

Die Anhaltende Trauerstörung (ATS) wurde kürzlich als neue Diagnose in die aktuellen Klassifikationssysteme ICD-11 und DSM-5-TR aufgenommen. Sie geht für Betroffene mit erheblichen funktionalen Einschränkungen, wie beispielsweise starke Sehnsucht, emotionalen Schmerzen und Schlafstörungen einher und bedarf einer spezifischen Behandlung. Für trauernde Hinterbliebene sind Hausärzt:innen in der Regel die erste Anlaufstelle. Internationale Forschung zeigt jedoch, dass sich viele Hausärzt:innen nicht auf die Behandlung von Hinterbliebenen mit anhaltender Trauersymptomatik vorbereitet fühlen. Das Wissen bezüglich Symptomatik und Risikofaktoren der ATS ist gering oder veraltet und es bestehen Wissenslücken in Bezug auf Behandlungsmöglichkeiten.
Studien zur Lage in Deutschland fehlen bisher. Die Erfassung des Kenntnisstandes von Hausärzt:innen zum Thema ATS ist jedoch von entscheidender Bedeutung, um die Versorgung von Trauernden zu verbessern. Durch die Identifizierung von Wissenslücken können spezifische Fortbildungen entwickelt werden. Ziel des vorliegenden Projektes ist daher, den Kenntnisstand zum Thema ATS und die allgemeine Fortbildungsbereitschaft von Hausärzt:innen in Deutschland zu untersuchen. Zusätzlich soll die Patient:innenperspektive erhoben und die Bedürfnisse sowie das subjektive Erleben von trauernden Hinterbliebenen erfasst werden. Die Pilotstudie dient der Vorbereitung eines DFG-geförderten Projektes.
Die Fragestellungen werden mit Hilfe eines Mixed-Method Designs untersucht, das quantitative und qualitative Ansätze kombiniert. In Teilstudie I wird eine Umfrage mit ambulanten Hausärzt:innen durchgeführt werden. In Teilstudie II werden Interviews mit Hausärzt:innen und in Teilstudie III Fokusgruppeninterviews mit trauernden Hinterbliebenen umgesetzt. Die Ergebnisse beider Studien sollen langfristig in die Entwicklung einer Online-Fortbildung zum Thema Anhaltende Trauerstörung für in der hausärztlichen Versorgung tätige Fachärzt:innen und Ärzt:innen in Weiterbildung einfließen.

Projektleitung im Studienzentrum Leipzig: Dr. Julia Treml 
Principal Investigator: Dr. Julia Treml
Projektmitarbeiter: Fiona Wilke-Imelmann
Kooperationspartner: Prof. Dr. med. Markus Bleckwenn, Direktor des Institutes für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Leipzig
Förderung: Nachwuchsförderung der Medizinischen Fakultät
Laufzeit:  02/2025 – 09/2026​

Migrationsbedingte Trauer: Die ukrainische Erfahrung in Deutschland

Das Forschungsvorhaben „Migrationsbedingte Trauer bei ukrainestämmigen Personen in Deutschland“ beschäftigt sich mit Trauerprozessen von ukrainestämmigen Personen und deren Kindern in Deutschland. Es leben rund 1.2 Mio. Personen mit ukrainischem Migrationshintergrund in Deutschland. Ukrainestämmige Personen stellen damit die zweit größte Gruppe von Migrant*innen in Deutschland dar. Migration ist häufig mit einer Vielzahl an Verlusten verbunden, die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben können. Dabei können Migrant*innen als Reaktion auf multiple zwischenmenschliche, materielle und abstrakte Verluste während und nach der Migration migrationsbedingte Trauer entwickeln. Migrationsbedingte Trauer wurde bisher wenig untersucht, obwohl sie im Zusammenhang mit psychischen Störungen (z.B. Depressionen) stehen kann. In der vorliegenden Studie werden migrationsbedingte Verluste sowie migrationsbedingte Trauer von ukrainestämmigen Personen in Deutschland untersucht. Weiterhin wird ein möglicher Zusammenhang mit verschiedenen psychischen Störungsbildern und möglichen Einflussfaktoren erfasst.

Projektleitung im Studienzentrum Leipzig: Prof. Dr. Anette Kersting 
Projektmitarbeiter: Dr. Sarah M. Leisterer-Peoples (Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Leipzig), Dr. Katja Linde (Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Leipzig), Dr. Viktoria Schmidt (Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Leipzig); M.Sc. Pia M. Siegel (Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Leipzig)
Laufzeit:  09/2025 – 03/2027

Care:FULL - Schutzfaktoren gegen Gewalt in der häuslichen Pflege: Eine quantitative Querschnittsstudie auf Basis des ökologischen Modells

Das Forschungsvorhaben „Care:FULL – Schutzfaktoren gegen Gewalt in der häuslichen Pflege“ beschäftigt sich mit selbstberichteter Gewaltausübung durch pflegende Angehörige im häuslichen Pflegekontext in Deutschland. Rund 80 % der pflegebedürftigen Menschen werden hierzulande zu Hause versorgt, überwiegend durch informell pflegende Angehörige, die häufig einer hohen physischen und psychischen Belastung ausgesetzt sind. In diesem Spannungsfeld kann es zu grenzüberschreitendem oder gewaltförmigem Verhalten gegenüber der gepflegten Person kommen. Während Risikofaktoren für Gewalt in der häuslichen Pflege bereits teilweise erforscht wurden, fehlt es bislang an einer differenzierten Analyse schützender Faktoren. Vor dem Hintergrund des ökologischen Modells der WHO untersucht die vorliegende quantitative Querschnittsstudie Zusammenhänge zwischen individuellen, beziehungsbezogenen, gemeinschaftlichen und gesellschaftlich-strukturellen Schutzfaktoren und der Prävalenz selbstberichteter Gewaltausübung durch pflegende Angehörige. Darüber hinaus werden potenzielle Risikofaktoren wie aktuelle psychische Belastung sowie Missbrauchs- und Vernachlässigungserfahrungen in der Kindheit erfasst. Ziel der Studie ist es, empirische Grundlagen für die Entwicklung gezielter Präventions- und Unterstützungsangebote zu schaffen, um pflegende Angehörige zu entlasten und pflegebedürftige Menschen wirksamer vor Gewalt zu schützen.

Projektleitung im Studienzentrum Leipzig: Prof. Dr. Anette Kersting 
Projektmitarbeiter: Ricarda Becker (Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Leipzig), Dr. med. Carolin Webelhorst, MHBA (Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Leipzig), Dr. Julia Treml (Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Leipzig)
Laufzeit:  06/2025 – 02/2027

TELL US – ERLEBEN VON GEWALT IN PARTNERSCHAFTEN 

Sehr viele Menschen erleben im Laufe Ihres Lebens Gewalt in einer Partnerschaft – allein in Deutschland sind es fast die Hälfte der Personen ab einem Alter von 14 Jahren. Dabei gibt es verschiedene Formen von Gewalt wie physische oder sexuelle Gewalt, aber auch emotionale Gewalt. Diese Erlebnisse können z.B. die mentale Gesundheit beeinträchtigen und zu einem hohen Stresslevel bis hin zu traumatischem Stress führen. 
Häufig leiden Betroffene zudem unter Gefühlen von Schuld, Scham oder Stigmatisierung aufgrund des Erlebten. Um psychosoziale Unterstützungsangebote zu verbessern, möchten wir die Betroffenenperspektive (u.a. aktuelles Befinden, Erfahrungen im bestehenden Hilfesystem) besser verstehen. Zu diesem Zweck führen wir eine anonymisierte Onlinebefragung durch.  Teilnehmen können Personen ab 18 Jahren aller Geschlechtsidentitäten und aller sexuellen Orientierungen, die in den letzten 12 Monaten Gewalt in einer Partnerschaft erlebt haben.

Projektleitung: Prof. Dr. Anette Kersting
Projektmitarbeiterinnen: M. Sc. Julia Deller, Dr. rer. nat. Julia Treml
Laufzeit: 01/2023 – 06/2024 
Kooperationspartnerin: Dr. med. Julia Schellong, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden



Schwangerschaft

Leipzig Reproductive Health Research (LE-REP) Center -Erforschung der langfristigen psychosozialen Konsequenzen einer Kinderwunschbehandlung

Das Forschungsvorhaben „Leipzig Reproductive Health Research (LE-REP) Center" beschäftigt sich mit verschiedenen Fragestellungen der reproduktionsmedizinischen Gesundheit. Aufgrund der teilweise langwierigen Behandlung, des ungewissen Behandlungserfolgs, des Risikos von Fehlgeburten und der finanziellen Belastung erfordern Kinderwunschbehandlungen eine erhebliche physische und emotionale Anpassung der Frauen und Paare. Bislang gibt es nur wenige Längsschnittstudien, die die psychischen Auswirkungen einer durch Kinderwunschbehandlung herbeigeführten Schwangerschaft auf Frauen (und deren Partner*innen) mit Fertilitätsproblemen ausreichend untersuchen. Primäres Ziel der prospektiven Längsschnittstudie ist es daher, die langfristigen gesundheitlichen Konsequenzen einer Kinderwunschbehandlung zu untersuchen. Dafür wird die psychische Gesundheit (z.B. Depressivität, Ängstlichkeit, Stress, Lebenszufriedenheit, Sexualität), das Erleben der Kinderwunschbehandlung, der Schwangerschaft, der Geburt (u.a. Geburtstrauma), der Paarbeziehung und Elternschaft sowie Risiko- und Schutzfaktoren (z.B. soziale Unterstützung, Bindung) zu drei Messzeitpunkten während der Schwangerschaft sowie zu vier Messzeitpunkten postpartal untersucht. In die Kohorte werden pro Jahr 100 Schwangere (und deren Partner*innen) nach Kinderwunschbehandlung und 100 Schwangere (und deren Partner*innen) nach einer natürlichen Konzeption (Kontrollgruppe) eingeschlossen und miteinander verglichen. Die Forschungsergebnisse ermöglichen das Identifizieren von Frauen mit einem erhöhten Risiko für psychische Gesundheitsprobleme und die Entwicklung von maßgeschneiderten Präventions- oder Behandlungsangeboten.  

Projektleiter: Bahriye Aktas, Prof. Dr. med. (bahriye.aktas@medizin.uni-leipzig.de), Holger Stepan, Prof. Dr. med. (holger.stepan@medizin.uni-leipzig.de), Antje Körner, Prof. Dr. med. (antje.Koerner@medizin.uni-leipzig.de), Berend Isermann, Prof. Dr. med. (berend.isermann@medizin.uni-leipzig.de), Anette Kersting, Prof. Dr. med. (anette.kersting@medizin.uni-leipzig.de), Anja Mehnert-Theuerkauf, Prof. Dr. phil. (anja.mehnert@medizin.uni-leipzig.deMatthias Blüher, Prof. Dr. med.  (matthias.blueher@uniklinik-leipzig.de), Steffi Riedel-Heller, Prof. Dr. med. (steffi.riedel-heller@medizin.uni-leipzig.de), Sonja Grunewald, Prof. Dr. med. (sonja.grunewald@uniklinik-leipzig.de), Johannes Lemke, Prof. Dr. med. 
Beteiligte MitarbeiterInnen: Dr. Katja Linde (Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Leipzig), Dr. Viktoria Schmidt (Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Leipzig)
Projektbeginn: Oktober 2023  Projektende: Oktober 2026
Finanzierung durch: Drittmittel (BMBF) – Projektnummer (939000-121)

Kinderwunsch und Elternschaft – Determinanten von Kinderwunschbehandlung, Fertilitätswissen und Bewertung der Elternschaft​

​​Das Forschungsvorhaben erhebt bevölkerungsbezogene Prävalenzdaten zu Kinderwunschbehandlungen, zum Fertilitätswissen sowie zu Regretting Parenthood in Deutschland. Ziel ist es, belastbare Kennzahlen zur Lebenszeit- und Punktprävalenz reproduktionsmedizinischer Behandlungen bereitzustellen. Erfasst werden unter anderem Art der Behandlung, Anzahl der Behandlungszyklen, Behandlungen im Ausland sowie die Inanspruchnahme rechtlich eingeschränkter Verfahren.

Darüber hinaus erhebt die Studie das Fertilitätswissen in der Allgemeinbevölkerung. Zusätzlich werden Angaben zu Regretting Parenthood erfasst. Die Studie ist als repräsentative Bevölkerungsbefragung konzipiert. Die Ergebnisse liefern eine empirische Grundlage, um Ausmaß und Verteilung von Kinderwunschbehandlungen, Fertilitätswissen und Regretting Parenthood in Deutschland zu beschreiben und daraus Ansatzpunkte für Information und Beratung im Bereich reproduktiver Gesundheit abzuleiten.​

Projektleitung: Prof. Dr. Anette Kersting
Projektmitarbeiterinnen: Dr. Viktoria Schmidt, Dr. Katja Linde
Laufzeit: 11/2025 – 12/2026 


Neurowissenschaftliche Forschung

Die implizite Verarbeitung von sozialer Information bei sozialer Angststörung – eine Eye-Tracking und Bildgebungsstudie

Projektleitung: Dr. Vivien Günther

 ProjektmitarbeiterInnen: Prof. Dr. Thomas Suslow, Dennis Höpfel, Dr. Carolin Webelhorst, Mark Pemmann, Josefine Tauche, Araceli Pörtl, Prof. Dr. Karl-Titus Hoffmann, Dr. Simone Engelmann

 Kooperationspartner: Prof. Dr. Boris Egloff (Universität Mainz), Prof. Dr. Markus Quirin (TU München, PFH Göttingen), Prof. Dr. Christine Rummel-Kluge (Universitätsklinikum Leipzig).

Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG

Laufzeit: 12/2022 bis 11/2028

Ziel des vorliegenden Projektes ist es, unser Verständnis von den der sozialen Angststörung zugrundeliegenden kognitiven und neurobiologischen Mechanismen mithilfe von Eye-Tracking Methoden und funktioneller Magnetresonanztomographie zu verbessern. Von Patienten mit sozialer Angststörung und gesunden Kontrollen sollen Blickbewegungen erfasst werden (1) während der Betrachtung bedrohlicher und neutraler sozialer Stimuli und (2) einer Suchaufgabe mit aufgabenirrelevanten emotionalen Gesichtern. Außerdem soll die automatische Hirnresponsivität auf schnell verarbeitete, bedrohliche Gesichter während (3) einer Geschlechts-Identifikationsaufgabe und (4) innerhalb eines potentiell bedrohlichen Kontextes in Abhängigkeit der Gruppenzugehörigkeit analysiert werden. Empirisch basierte Störungsmodelle und Behandlungsansätze zur Veränderung verzerrter Aufmerksamkeitsprozesse bei sozialer Angststörung könnten von den Ergebnissen dieser Studie profitieren.

Emotionsregulation und Aufmerksamkeit für emotionale Reize: eine Untersuchung des Blickverhaltens

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Suslow

ProjektmitarbeiterInnen: Taavi Wenk, Charlotte Wengner, Christina Lachenmeir.

Laufzeit: 12/2024 bis 2/2027

Das zentrale Ziel des vorliegenden Projekts liegt in der systematischen Untersuchung der Zusammenhänge zwischen adaptiven und maladaptiven Emotionsregulations-Strategien und Aufmerksamkeit für faziale und non-faziale emotionale Informationen in der frühen und späten Verarbeitungsphase. Erstmalig sollen hierzu die Emotionsregulations-Strategien Problemlösen, Neubewertung und Akzeptanz bzw. Rumination, Vermeidung und Unterdrückung mit der frühen und späten Aufmerksamkeitsausrichtung auf emotionale Informationen im Rahmen einer Blickbewegungsuntersuchung in Beziehung gesetzt werden. Es ist bekannt, dass die adaptiven und maladaptiven ER-Strategien differentiell mit im Alltag erlebter positiver bzw. negativer Affektivität zusammenhängen.

Kindesmisshandlung, biologisches Geschlecht und Emotionswahrnehmung: Eine Eye-tracking Untersuchung

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Suslow

ProjektmitarbeiterInnen: Dennis Höpfel, Anastasiia Bila, Martha Lehnert, Jakob Jantz, Maria Schönburg.

Kooperationspartnerin: Prof. Dr. Katja Kölkebeck (Evangelisches Klinikum Bethel, Universitätsklinikum OWL der Universität Bielefeld).

Laufzeit: 12/2022 bis 12/2026

Im vorliegenden Eye-tracking Projekt werden Aufmerksamkeitsprozesse in Hinblick auf fazialen Emotionsausdruck in Abhängigkeit von erlebter Kindesmisshandlung untersucht. Hierbei werden sowohl späte Prozesse der attentionalen Präferenz als auch frühe attentionale Orientierungsprozesse analysiert. Das biologische Geschlecht der misshandelten Personen wird als Einflussfaktor berücksichtigt. Bislang wurden Aufmerksamkeitsprozesse hinsichtlich fazialer Emotionen bei Kindesmisshandlung vor allem bei Frauen untersucht.

Affektivität, Emotionswahrnehmung und Blickbewegungen bei der Borderline Persönlichkeitsstörung

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Suslow

ProjektmitarbeiterInnen: Dr. Charlott Bodenschatz, Taavi Wenk, Dr. Carolin Webelhorst, Anna-Christina Günther, Michele Bartusch.

Kooperationspartner: Prof. Dr. Markus Quirin (TU München, PFH Göttingen).

Laufzeit: 1/2022 bis 12/2025

In vorliegender Blickbewegungsstudie werden Aufmerksamkeitstendenzen während der Wahrnehmung von emotionalen Informationen an gesunden Erwachsenen und Patientinnen/Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung untersucht. Unterschiede in der Aufmerksamkeitslenkung z.B. während der Wahrnehmung von emotionaler Mimik sollen mit der impliziten und expliziten Affektivität sowie klinisch relevanten Persönlichkeitsmerkmalen, welche das emotionale Erleben beeinflussen und als Risikofaktoren für die Entwicklung von Störungen der Affektivität gelten, in Verbindung gebracht werden. Auf diese Weise soll das Verständnis der kognitiven Charakteristika von und der kognitiven Vulnerabilität für Störungen der Affektivität erweitert werden.

Arbeitsgruppe Verhaltensmedizin

Informationen rund um die Arbeitsgruppe Verhaltensmedizin finden Sie hier.

Abgeschlossene Projekte

  • Schreiben gegen Burnout in der Altenpflege: internetbasierte Intervention zur Reduktion von Burnout bei Altenpfleger*innen
    Projektlaufzeit: 08/2021 – 12/2025
    teilweise (bis 07/23) Förderung durch Roland Ernst Stiftung
  • IPSA-Studie: Internettherapie für posttraumatischen Stress nach belastenden Ereignissen im Arztberuf
    Projektlaufzeit: 03/2019-08/2025
    teilweise (bis 08/21) Förderung durch Roland Ernst Stiftung
  • Befragungsstudie für Angehörige von Menschen mit Krebserkrankungen im Hospiz
    Projektlaufzeit: 08/2022-06/2025
  • Migrationsbedingte Trauer bei türkeistämmigen Personen in Deutschland
    Projektlaufzeit: 06/2023-06/2025
  • Kriegsangst in der deutschen Bevölkerung: Übersetzung, Validierung und Anwendungsfelder der Fear of War Scale
    Projektlaufzeit: 09/2024-02/2025
  • PROGRID – Psychotherapeutische Behandlung der anhaltenden Trauerstörung
    Projektlaufzeit: 05/2017- 09/2023
    finanziert durch DFG
  • Eltern werden - Persönliche und soziale Einflussfaktoren auf Geburtserleben, postpartale psychische Gesundheit und Bindung zum Kind
    Projektlaufzeit: 03/2024-03/2025
  • Affe​ktivität, Emotionswahrnehmung und Blickbewegungen: Untersuchungen während der COVID-19 Pandemie                                                                   - Projektlaufzeit: 11/2020 –​ 12/2022​
  • Bindung, Emotionswahrnehmung und Blickbewegungen                                     - Projektlaufzeit: 2017 – 12/2022
  • Emotionale Kompetenzen, Umgang mit Wut und Emotionswahrnehmung              - Projektlaufzeit: 12/2020 – 11/2022
  • Emotional Facial Expressions and Processes of Preferences and Attention as Measured by Eye Tracking                                                                              - Projektlaufzeit: 12/2015 – 12/2021
  • Implizite Ängstlichkeit und die automatische Emotionsverarbeitung: eine funktionelle und strukturelle Bildgebungsstudie                                                   - Projektlaufzeit: 07/2019 – 12/2022
  • Gesichtswahrnehmung und Formen der Angst: eine funktionelle und strukturelle Bildgebungsstudie                                                                                          - Projektlaufzeit: 11/2016 – 12/2022​
  • Preloss Grief und Preparedness – Psychisches Befinden von Angehörifen von Menschen mit Krebserkrankungen
    Projektlaufzeit: 2020 – 12/2022
  • ​​COVID-19 STIGMA – Zusammenhänge mit dem Befolgen von Handlungsempfehlungen und psychischer Belastung
    Projektlaufzeit: 02/2021 –​ 12/2021​
  • HELP@APP - Entwicklung und Evaluation einer Selbsthilfe-App für traumatisierte syrische Flüchtlinge in Deutschland
    Projektlaufzeit: 04/2017 – 12/2020​
    Förderung durch Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)​
  • ​I​nternettherapie für Hinterbliebende von Menschen mit einer Krebserkrankung
    Projektlaufzeit: 06/2016 - 12/2020
    teilweise (08/2016 - 03/2018) Förderung durch das Projekt der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung e. V.
  • Psych​ologische Prädiktoren postnataler Gewichtsretention​
    Projektlaufzeit: 11/2017 - 04/2020
    IFB AdipositasErkrankungen/BMBF​​
  • Das Körperbild während der Schwangerschaft und nach der Entbindung
    Projektlaufzeit: 01/2018 - 01/2019
    Nachwuchsförder-Programm der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig
  • Bearing Obesity: Psychologische Risikofaktoren einer exzessiven Gewichtszunahme während der Schwangerschaft
    Projektlaufzeit: 05/2015 - 10/2017
    Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und IFB AdipositasErkrankungen
  • Internettherapie für Hinterbliebene nach dem Verlust eines nahestehenden Menschen durch Suizid: Eine randomisierte kontrollierte Studie
    Projektlaufzeit: 02/2015 - 07/2017
    Förderung durch die Roland-Ernst-Stiftung
  • Stressbezogenes emotionales Essen bei adipösen Personen mit Misshandlungserfahrungen in der Kindheit
    Projektlaufzeit: 01/2014 - 03/2015
    Förderung durch die Formel 1 Forschungsförderung der Med. Fakultät der Universität Leipzi
  • Teufelskreis der Gewalt nach Kindesmisshandlungen: Prävalenzen und Zusammenhänge von Adipositas und sexuellem Missbrauch während der Schwangerschaft 
    Projektlaufzeit: 11/2013 - 04/2015
    Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und IFB AdipositasErkrankungen
  • Internet-basierte Walking-Intervention für adipöse Schwangere mit pränataler Depression: Eine randomisiert kontrollierte Studie
    Projektlaufzeit: 10/2013 - 12/2015
    Förderung durch die Roland-Ernst-Stiftung
  • Stepped Care - Optimierung psychoonkologischer Versorgung durch gestufte Vermittlung
    Projektlaufzeit: 04/2012 - 03/201
    Förderung durch die  BMG /Bundesverwaltungsamt
  • Suizidalitätsneigung, Traumaprävalenz und posttraumatische Belastungsstörung nach bariatrischer Chirurgi
    Projektlaufzeit: 12/2011 - 04/201
    Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und IFB AdipositasErkrankunge
  • Internet-basierte Psychotherapie für Binge Eating Störung
    Projektlaufzeit: 10/2010 - 02/2013 (+ ohne Drittmittel weitergeführt bis ca. 9/2014, Katamnesen
    Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und IFB Adipositas Erkrankunge
  • Internettherapie nach Verlust eines Kindes in der Schwangerschaf
    Projektlaufzeit: 03/2009 - 04/2012 (+ ohne Drittmittelförderung weitergeführt bis 1/2013, Katamnesen)
    Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Münster

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