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AG Psychoendokrinologie und klinische Psychopharmakologie

Psychoendokrinologie

​Ghrelin im Liquor

Ghrelin beeinflusst viele Funktionen, die im Gehirn reguliert werden. Dazu gehören Stimmung, Schlaf, Lernen, Gedächtnis und Belohnung. Da das Gehirn von Liquor umspült wird, bildet im Liquor bestimmtes Ghrelin die dortigen Vorgänge besser ab als im Serum bestimmtes Ghrelin.

Ziel dieser Studie, die zusammen mit dem Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie, Molekulare Diagnostik und der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie des Universitätsklinikums Leipzig durchgeführt wird, ist die Bestimmung von Ghrelin im Liquor und Serum bei Patienten mit psychischen Erkrankungen und Gesunden. Da Ghrelin im Liquor nur in sehr geringen Mengen vorkommt, ist eine wesentliche Aufgabe die Etablierung eines hinreichend sensitiven Messverfahrens. Die Patienten- und Probandenrekrutierung läuft bereits.

Nasale Gabe von Ghrelin bei Gesunden

Ghrelin ist ein Peptidhormon, das nach oraler Gabe verstoffwechselt würde. Deshalb wird Ghrelin üblicherweise im Rahmen von Forschungsprojekten intravenös verabreicht. Für die mehrfache oder regelmäßige Gabe ist dies jedoch hinderlich. Ziel dieser in Vorbereitung befindlichen Crossover-Studie in 8 gesunden, jungen Probanden ist deshalb, die Möglichkeit einer nasalen Verabreichung wissenschaftlich zu überprüfen. Dazu soll u.a. die appetitsteigernde Wirkung von Ghrelin gemessen werden. Da auch wesentlich größere Peptidhormone wie Insulin nasal aufgenommen werden, ist davon auszugehen, dass dies auch für Ghrelin gilt. Die nasale Gabe würde einen therapeutische Nutzung von Ghrelin deutlich erleichtern.

Ghrelin add on to sertraline in major depression

In dieser randomisierten, doppelblinden, placebo-kontrollierten „Proof-of-concept"-Studie wird Patienten mit einer Depression entweder Ghrelin oder Placebo zusätzlich zu dem Antidepressivum Sertralin verabreicht. Ghrelin hatte zuvor im Tierversuch widerholt gute Effekte auf depressions-artige Symptome gezeigt. Eigene Studien legen außerdem auch beim Menschen einen antidepressive Wirkung nahe. Die Studie dauert drei Wochen. Primäres Zielkriterium ist die Besseung der depressiven Symptome nach einer Woche gemessen mit der Montgomery-Åsberg Depression Rating Scale (MADRS). Die Studie befindet sich derzeit in Vorbereitung.

Klinische Psychopharmakologie

​International randomised double-blind placebo-controlled study on the initial treatment of acute mania with methylphenidate (Methylphenidat in Mania Project [MEMAP])

Diese doppelbinde, placebo-kontrollierte Studie ist von der Universität Leipzig gesponsort und wird derzeit in 11 Zentren in Belgien, Deutschland und Spanien durchgeführt. Sie untersucht die Wirkung und Verträglichkeit des Psychostimulans Methylphenidat in der Behandlung der Manie. Die Manie tritt im Rahmen der bipolar affektiven Störung auf und ist u. a. durch gehobene Stimmungslage, Hyperaktivität und vermindertes Schlafbedürfnis gekennzeichnet. Der Studie liegt das Vigilanzmodell der Manie zugrunde. Es besagt, dass die Manie einen autroregulatorischen Versuch in entsprechend veranlagten Personen darstellt, eine instabile Vigilanz (d.h. Wachheit) zu stabilisieren. Die Hypothese ist, dass pharmakologische Stabilisierung durch eine die Wachheit fördernde Substanz (Methylphenidat) eine Manie "überflüssig" machen kann und diese dann abklingt. Die Studie befindet sich in der Rekrutierungsphase.

Eine randomisierte Studie zur Untersuchung der Effizienz einer antipsychotischen Kombinationsbehandlung von Olanzapin und Amisulprid bei akut erkrankten Patienten mit Schizophrenie - COMBINE

Ziel dieser doppelblinden, placebo-kontrollierten, 3-armigen Studie ist die Wirkung und Verträglichkeit der atypischen Antipsychotika Amisulprid und Olanzapin in Monotherapie mit der beider Medikamente in Kombbinationstherapie zu vergleichen. Die Studie dauert insgesamt 16 Wochen, alle 2 Wochen finden Visiten statt. Diese multizentrische Studie wird von der Universität Düsseldorf geleitet. Die Kombination von Antipsychotika, die u.a. zur Behandlung der Schizophrenie eingesetzt werden, ist im klinischen Alltag weit verbreitet. Allerdings gibt es nur wenig wissenschaftliche Evidenz aus randomisierten und kontrollierten klinische Studien, die dieses Vorgehen rechtfertigen. Die Studie befinbdet sich in der Rekrutierungsphase.

 
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