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TBS-D Studie - Infoseite

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Theta Burst Stimulation zur Behandlung der Depression (TBS-D)

Wir, die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikum Leipzig AöR, freuen uns, eine klinische Studie für Patient*innen mit Depression anzubieten. Ziel dieser Studie ist der Nachweis der Wirksamkeit einer bilateralen Theta Burst Stimulation (TBS) in der Behandlung von Patient*innen mit Depression.

Psychotherapie und/oder Antidepressiva führen bei den meisten Patient*innen zu einer erheblichen Besserung und oft zur vollständigen Wiederherstellung der Gesundheit. Gleichzeitig sind diese Therapiemethoden bei einem gewissen Anteil der betroffenen Personen nicht ausreichend wirksam, werden schlecht vertragen oder nicht akzeptiert. Aus diesem Grund arbeitet die Forschung daran, neue ergänzende Behandlungsmethoden zu entwickeln. Nicht zuletzt damit die betroffenen Personen aus mehreren Behandlungsmöglichkeiten diejenigen wählen können, die ihnen am ehesten zusagen.

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An wen richtet sich die Studie

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Für diese Studie suchen wir Patient*innen, die an einer Depression erkrankt sind und die bereits eine medikamentöse Therapie erhalten bzw. erhalten haben. Die Teilnahme an der Studie ist kostenfrei.

Unser therapeutischer Ansatz

Bei der Depression besteht unter anderem eine Veränderung der Aktivität in Hirnbereichen, die für die Lenkung von Gefühlen und Gedanken verantwortlich sind. Ist deren Aktivität reduziert, kommt es zu einer verstärkten Wahrnehmung und Verarbeitung negativer Informationen. Dies führt dann zu den für die Depression typischen negativen Verzerrungen von Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Gedächtnis. Hier setzt die transkranielle Magnetstimulation (TMS) an. Mit dieser Technik wird durch die schnelle Abfolge von Magnetimpulsen die Erregbarkeit der Nervenzellen der Hirnrinde durch den Schädel (=transkraniell) schonend beeinflusst. Ziel ist, die Wiederherstellung der Balance der Hirnaktivität zu unterstützen und dadurch die Erholung von der Depression zu fördern. Die TMS ist aufgrund bisheriger Forschungsergebnisse als neue Therapiemöglichkeit der Depression wissenschaftlich bereits anerkannt. Allerdings ist der therapeutische Effekt bislang noch durch wenige klinische Studien belegt und das Verfahren noch zeit- und kostenintensiv. Deshalb hat sich diese Behandlungsform in den Kliniken noch nicht durchgesetzt.

Eine spezielle Art der TMS – die „Theta Burst Stimulation (TBS)" – beeinflusst die Aktivität der Nervenzellen mit deutlich kürzerer Stimulationsdauer und möglicherweise sogar länger anhaltend. Dies erlaubt nicht nur eine schnellere Durchführung der Therapie, sondern auch die Behandlung beider Hirnhälften in einer Sitzung. Dieses Verfahren wurde in drei Pilotstudien bereits erfolgreich untersucht und führte da zu einer Besserung der depressiven Symptome.​

Ablauf der Studie

Auf der oben geschilderten Grundlage führen sieben Universitätskliniken in Deutschland eine große klinische Studie mit 236 Patient*innen mit Depression durch. Die Hälfte erhält dabei über sechs Wochen täglich (fünf Tage die Woche) eine TBS beider Hirnhälften (30 Sitzungen). Die andere Hälfte erhält die gleiche Behandlung, jedoch ohne wirksame Stimulation des Gehirns (Placebo). Die Behandlung selbst dauert ca. 5 Minuten. Auf diese Weise wird geprüft, ob und wie stark die direkte Stimulation des Gehirns mit TBS zu einer Verbesserung der Depression führt. Sollte dieser Nachweis erbracht werden, bedeutet dies für die Patient*innen eine wichtige Erweiterung der Behandlungsmöglichkeiten der Depression. Dies wäre ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer noch wirksameren, schnelleren und verträglicheren Behandlung.


An wen kann ich mich wenden, wenn ich teilnehmen möchte?

Bei Interesse an der Teilnehme oder jeglichen Fragen stehen wir Ihnen gerne unter folgenden Kontakt zur Verfügung:

Department für Psychische Gesundheit
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
Telefon: +49 341 97 24498
E-Mail: TBS-Depression@medizin.uni-leipzig.de

Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 24530 (Chefsekretariat)
Ambulanz:
0341 - 97 24304
Fax:
0341 - 97 24539
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