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DARE-Studie - Infoseite

​​​​​​​bstract image with a gradient of red and yellow, resembling a blurred face or animal.Dehydroepiandrosterone (DHEA) als Augmentation zur Standard-Antidepressiva Therapie bei therapieresistenter Depression: Eine randomisierte kontrollierte Studie (DARE – Trial)Wir, die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikum Leipzig AöR, freuen uns, eine klinische Studie für Patient*innen mit therapieresistenter Depression anzubieten. Ziel dieser Studie ist es zu untersuchen, ob eine zusätzliche Behandlung mit DHEA im Vergleich zu Placebo zu einer zusätzlichen Verbesserung der depressiven Beschwerden führt, wenn die bisherige Behandlung mit einem Antidepressivum nicht ausreichend gewirkt hat.

​​​Dehydroepiandrosterone ​(DHEA) als Augmentation zur Standard-Antidepressiva Therapie bei therapieresistenter Depression: Eine randomisierte kontrollierte Studie (DARE – Trial)

An wen richtet sich diese Studie?

Für unsere Studie suchen wir Erwachsene mit einer therapieresistenten Depression. Das bedeutet, dass sich die Depression trotz einer Behandlung mit mindestens einem Antidepressivum bislang nicht ausreichend gebessert hat. Während der Studie wird die bestehende antidepressive Behandlung fortgeführt und zusätzlich entweder DHEA oder ein Placebo verabreicht.

Hier eine Übersicht wichtiger Ein- und Ausschlusskriterien:

  • Sie ​sind zwischen 18 und 75 Jahre alt
  • Sie leiden an einer Depression
  • Sie nehmen derzeit ein Antidepressivum ein
  • Ihre depressiven Beschwerden haben sich durch die bisherige Behandlung nicht ausreichend gebessert
  • Sie nehmen derzeit kein DHEA und keine Hormonersatztherapie mit Geschlechtshormonen ein (hormonelle Verhütungsmittel sind davon ausgenommen)
  • Sie sind nicht schwanger und stillen nicht

Was ist das Ziel der DARE-Studie?

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit. Trotz einer Behandlung mit Antidepressiva sprechen viele Betroffene nicht ausreichend auf die Therapie an. Diese sogenannte therapieresistente Depression ist häufig mit einer hohen Belastung und einer eingeschränkten Lebensqualität verbunden.

Ziel der DARE-Studie ist daher zu untersuchen, ob eine zusätzliche Behandlung mit DHEA im Vergleich zu Placebo zu einer Verbesserung der depressiven Beschwerden führt, wenn die bisherige Behandlung mit einem Antidepressivum nicht ausreichend gewirkt hat.​


Welches Medikament wird in der DARE-Studie gegeben?

Dehydroepiandrosteron (DHEA) ist ein körpereigenes Hormon, das hauptsächlich in den Nebennieren gebildet wird und als Vorstufe verschiedener Geschlechtshormone dient. Die DHEA-Konzentration nimmt mit zunehmendem Alter ab. In Deutschland ist DHEA als Arzneimittel für bestimmte medizinische Anwendungsgebiete zugelassen. Ein Abhängigkeitspotenzial ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht bekannt.

Erste wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass DHEA als Ergänzung zu einer antidepressiven Standardtherapie die Behandlung einer Depression unterstützen könnte. Bisherige Studien waren jedoch klein, sodass die Wirksamkeit von DHEA bei Menschen mit therapieresistenter Depression noch nicht ausreichend untersucht ist.

Wenn Sie an unserer Studie teilnehmen, setzen Sie Ihre bisherige antidepressive Standardtherapie unverändert fort. Zusätzlich erhalten Sie nach dem Zufallsprinzip entweder DHEA oder ein Scheinmedikament (Placebo). Weder Sie noch das Studienteam wissen während der Studie, welcher Behandlungsgruppe Sie zugeteilt wurden. Dadurch kann die Wirksamkeit der Behandlung objektiv beurteilt werden.​




Wie ist der Ablauf der DARE-Studie?

Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, laden wir Sie zunächst zu einem unverbindlichen Aufklärungsgespräch in unsere Klinik ein. Dort informieren wir Sie ausführlich über die Studie und beantworten Ihre Fragen. Wenn Sie an der Studie teilnehmen möchten, prüfen wir im Rahmen einer Voruntersuchung, ob die Teilnahme für Sie geeignet und sicher ist.

Die Voruntersuchung umfasst ein ärztliches Gespräch, die Erhebung Ihrer Krankengeschichte, Fragebögen zu Ihrer Depression und bisherigen Behandlung sowie eine körperliche Untersuchung. Zusätzlich werden Blutdruck, Herzfrequenz und ein EKG gemessen sowie eine Blutprobe entnommen. Die Voruntersuchung dauert etwa 90 Minuten.

Etwa eine Woche später beginnt die eigentliche Studie. Ihre eigentliche Teilnahme dauert dann 6 Wochen. Während dieser Zeit setzen Sie Ihre bisherige antidepressive Behandlung unverändert fort und erhalten zusätzlich nach dem Zufallsprinzip entweder DHEA (100 mg täglich) oder ein Placebo. Während der sechs Wochen finden insgesamt fünf Studientermine statt. Bei diesen Terminen werden Sie zu Ihrem Befinden und möglichen Nebenwirkungen befragt, füllen Fragebögen aus und erhalten körperliche Untersuchungen.

Nach der Abschlussuntersuchung endet Ihre Studienteilnahme. Gemeinsam mit Ihnen besprechen wir anschließend das weitere Vorgehen und beraten Sie zu den weiteren Behandlungsmöglichkeiten.​


Welchen Nutzen habe ich von der Teilnahme an der Studie?

Wenn Sie an der Studie teilnehmen, erhalten Sie weiterhin Ihre bisherige antidepressive Standardtherapie. Zusätzlich erhalten Sie entweder DHEA oder ein Placebo. Es besteht die Möglichkeit, dass DHEA Ihre depressiven Symptome zusätzlich verbessert. Ob dies tatsächlich der Fall ist, ist jedoch noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen und wird im Rahmen dieser Studie untersucht. Daher kann es auch sein, dass Sie keinen zusätzlichen persönlichen Nutzen durch die Teilnahme haben.

Unabhängig davon leisten Sie mit Ihrer Teilnahme einen wichtigen Beitrag zur Forschung und helfen dabei, die Behandlung von Menschen mit therapieresistenter Depression zukünftig zu verbessern.​

Welche Risiken sind mit der Teilnahme verbunden?

Die bisherigen Studien zeigen, dass DHEA im Allgemeinen gut vertragen wird. Die am häufigsten beobachtete Nebenwirkung ist eine vermehrte Talgproduktion der Haut, gelegentlich auch leichte Akne oder Veränderungen der Körperbehaarung. Während der gesamten Studie werden Sie engmaschig ärztlich betreut und regelmäßig untersucht.

Wie bei jeder Blutentnahme können an der Einstichstelle vorübergehend Blutergüsse, Schmerzen oder Schwindel auftreten. Auch das Ausfüllen der Fragebögen kann von manchen Teilnehmenden als belastend empfunden werden. Über alle möglichen Risiken und Nebenwirkungen werden Sie vor Studienbeginn ausführlich aufgeklärt.​



Kann ich nur von Leipzig aus an der Studie teilnahmen?

Nein, in Deutschland nehmen mehrere Kliniken an der Studie teil. Diese sind neben dem Universitätsklinikum Leipzig:

  • Charité – Universitätsmedizin Berlin – Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie CBF
  • St. Hedwig-Krankenhaus Berlin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Goethe-Universität Frankfurt a. M., Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie u. Psychosomatik
  • Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Universitätsklinikum Freiburg, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie​

An wen kann ich mich wenden, wenn ich teilnehme möchte?

Studienleitung:                        Prof. Dr. med. Maria Strauß, MHBA

Ärztliche Mitarbeiter:               Dr. med. Christian Makiol; Svenja Wudy

Psychologische Mitarbeiter:      Dipl.-Psych. Nicole Mauche; Dr. rer. med. Jue Huang

Medizintechnische Assistenten: Ines Thomas; Frauke Möller

 

Bei Interesse an einer Studienteilnahme können Sie uns über dieses Anmeldeformular kontaktieren. ​



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