Sie sind hier: Skip Navigation LinksKlinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin

Funktionsbereich für pädiatrische Nephrologie und Transplantationsmedizin

​Unser Team betreut sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich Kinder und Jugendliche mit angeborenen oder erworbenen, akuten und chronischen Nierenkrankheiten. Auch Systemerkrankungen mit Nierenbeteiligung  - beispielsweise aus dem rheumatischen Formenkreis werden hier diagnostiziert und behandelt. Wir können stationäre „Akutdialysen" durchführen. Zusätzlich bieten wir Transplantationsvorbereitung, die perioperative Betreuung und die Nachsorge nach stattgehabter Nierentransplantation an.  

Wir arbeiten nach den Richtlinien der Gesellschaft für Pädiatrische Nephrologie (GPN) und beteiligen uns an klinischen Studien und Register unserer Fachgesellschaft.

Kindernephrologisches Notfalltelefon außerhalb der Dienstzeiten:
0151 55019299

Unsere kindernephrologische Sprechstunde

​Der Schwerpunkt in unserer Sprechstunde liegt in der zügige Diagnostik und gezielte Therapie von angeborenen oder erworbenen Nierenkrankheiten. Ziel unserer Arbeit ist die Prävention von Nierenschädigungen und möglichst langfristiger Erhalt der Nierenfunktion.

Die häufigsten Vorstellungsgründe in dieser Spezialsprechstunde sind:

  • Angeborene Fehlbildungen der Nieren und der ableitenden Harnwege: Nierendysplasie, Nierenagenesie, zystische Nierenerkrankungen bzw. Nephronophtise
  • Syndrome mit Nierenbeteiligung (z. B. Alport-Syndrom, Denis-Drash-Syndrom, Fraisier-Syndrom, Tuberöse Sklerose, Bardet-Biedl-Syndrom)
  • Angeborene Harntransportstörungen und Blasenentleerungsstörungen
  • Komplizierte oder Harnwegsinfektionen
  • Abklärung von Hämaturie
  • Abklärung von Proteinurie
  • Nephrotisches Syndrom (idiopathisch, kongenital)
  • Glomerulonephritiden
  • Systemerkrankungen und Nierenbeteiligung (Lupus erythematodes, Purpura Schönlein-Henoch, IgA-Nephropathie, Wegener Granulomatose, Goodpasture Syndrom)
  • Angeborene und erworbene tubuläre Nierenerkrankungen (Fanconi-Syndrom, Renale tubuläre Azidose, Phosphatdiabetes, Diabetes insipidus renalis, tubuloiinterstitielle Nephritis)
  • Stoffwechselerkrankungen mit Nierenbeteiligung (Zystinose, Zystinurie, Oxalose)
  • Nierensteine und Nephrokalzinose
  • Akute Niereninsuffizienz (Hämolytisch-urämisches-Syndrom, Akute Tubulusnekrose)
  • Chronische Niereninsuffizienz
  • Perioperative Behandlung von Kinder bei Nierentransplantation
  • Transplantationsnachsorge
  • Arterielle Hypertension

In unserer Abteilung werden verschiedene, gezielte diagnostische Verfahren eingesetzt. Folgende diagnostische und therapeutische Möglichkeiten gehören in unser Leistungsspektrum:

  • Nierensonographie
  • Miktions-Cysto-Ureterographie (MCU)
  • Nierenszintigraphie (MAG-3 und DMSA) ambulant und ohne Sedierung
  • MR-Urographie mit und ohne Narkose
  • Urodynamische Untersuchungen (Uroflowmetrie, Beckenboden-EMG, Cysto-Manometrie)
  • Perkutane Nierenbiopsie in Sedierung
  • Ambulante 24h -Blutdruckmessung
  • Transplantationsvorbereitende Untersuchungen vor geplante Nierentransplantation
  • Vorbereitung auf Nierenspende von Eltern/Verwandten an Kindern vor Dialysebeginn
  • Notfalldialyse bei akutem Nierenversagen, bei Stoffwechselentgleisung oder bei Vergiftung
  • Plasmapherese
  • Immunabsorption
  • Leukozyten-Apherese

Es bestehen enge Kooperationen mit den Kolleginnen und Kollegen der Kinderchirurgie, des Kontinenzzentrums, der Kinderradiologie und der Nuklearmedizin, um eine bestmögliche Versorgung der uns anvertrauten Kinder zu gewährleisten.

Urodynamische Untersuchungen sowie operative Eingriffe an den Nieren und an den Harnwegen werden durch das Team der Kinderchirurgie vorgenommen. Bei der Behandlung unserer Patienten ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kollegen der pädiatrischen Intensivstation, des Stoffwechselteams, der Kinderendokrinologie, der Kinderkardiologie, der Kinderonkologie, der Kinderrheumatologie, der Kindergastroenterologie sowie der Neuropädiatrie für uns selbstverständlich.  Ernährungstherapeuten, Sozialarbeiter und Kinderpsychologen stehen uns ebenfalls zur Seite.

Die Beratung und die Vorbereitung einer Transplantation mit Verwandtenspender erfolgen in enger Kooperation mit dem Transplantationszentrum Leipzig, mit der Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie und mit der Klinik und Poliklinik für Endokrinologie, Nephrologie, Rheumatologie am Universitätsklinikum Leipzig. Die perioperative Versorgung und die Transplantationsnachsorge erfolgen durch unser Team in der Kinderklinik.

Kinder, die einer chronischen Dialyse zugeführt werden müssen, werden am KfH-Kinderdialysezentrum am Klinikum St. Georg in Leipzig  weiter betreut.

Kontakt

Sprechstunden: Mittwochs und freitags von 8 bis 15.30 Uhr und nach Vereinbarung

Telefon: 0341 - 97 26242  
Fax:      0341 - 97 26229

Kindernephrologisches Notfalltelefon außerhalb der Dienstzeiten:
0151 55019299

Unser Team

Dr. med. Katalin Dittrich
Bereichsleiterin
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin,
Schwerpunkt Kindernephrologie, Zusatzbezeichnung Kinder-Rheumatologie, Hypertensiologin-DHL

​Dr. med. Manuela Siekmeyer
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin,
Schwerpunkt pädiatrische Intensivmedizin und Palliativmedizin,
Weiterbildung Kindernephrologie

Dr. med. Nicole Bigl
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin,
Weiterbildung Kindernephrologie

​Lea Maria Merz
Ärztin in Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin

​Evelyn Lechner
Kinderkrankenschwester

Angela Richter
Kinderkrankenschwester

​Ellen Hauswald
Kinderkrankenschwester

​Beate Peinel
Kinderkrankenschwester

 

FAQ- Häufig gestellte Fragen

Ich habe einen Termin in der Sprechstunde. Wie kann ich mich auf diesen Termin vorbereiten? Welche Unterlagen benötige ich?

Sie benötigen neben der Chipkarte der Krankenversicherung einen Überweisungsschein,  adressiert an die "Kindernephrologie". Auf dem Überweisungsschein ihres Kinderarztes sollten Informationen zu Vorstellungsgrund, Beschwerden, auffälligen Laborbefunden bzw. eine Fragestellung formuliert sein. Bringen Sie bitte alle zur Problematik ihres Kindes erhobenen Vorbefunde mit: Laborbefunde von Blut- und Urinproben, Ultraschallbefunde, Vorbefunde von stationären Aufenthalten außerhalb unseres Hauses. Wir benötigen bei der ersten Vorstellung auch das "Gelbe Heft" mit den Vorsorgeuntersuchungen.

Seien Sie bitte pünktlich! Geben Sie uns bitte auch rechtzeitig Bescheid, wenn Sie einen Termin nicht wahrnehmen können. Wir vergeben dann diesen Termin an dringliche Patienten weiter und organisieren für Sie einen neuen Termin.

Wo findet die kindernephrologische Sprechstunde statt?

Unsere Sprechstunde findet in der Universitätskinderklinik Leipzig, in unserer Poliklinik mit Notaufnahme statt. Nach offizieller Anmeldung mit Chipkarte wird Ihnen der Weg - entlang den blauen Luchen -  in unser Sprechstundenzimmer Raum E0066 gezeigt. Bitte bei Ankunft an diesem Raum an die Tür klopfen. Die zuständige Schwester wird Ihnen die Tür öffnen und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen. Wenn wir gerade ein Kind im Raum versorgen können wir die Tür nicht sofort  öffnen. Bitte nehmen Sie dann auf den Stühlen vor dem Zimmer kurz Platz. 

Adresse: Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche; Liebigstraße 20a, 04103 Leipzig

Ich habe im Rahmen der Vorstellung einen Termin in der Kinderradiologie zur Sonografie beziehungsweise zu MCU-Untersuchung. Wie ist der Ablauf dann?

Für die Durchführung der Untersuchung wird ein Überweisungsschein in die Kinderradiologie benötigt, dieser wird von uns ausgefüllt. Wir bitten Sie, den Überweisungsschein, nach Anmeldung für unsere Sprechstunde, im Raum E0066 abzuholen. Anschließend erfolgt die Untersuchung in der Kinderradiologie, zu diese zu gelangen folgen Sie bitte die lila Lurchen auf dem Boden.  Die erhobenen Befunde besprechen wir mit Ihnen ausführlich in unserer Sprechstunde, dazu bitten wir Sie zum Raum E0066 zurück zu kommen.

Mein Kind hatte eine MCU (Miktionszystourethrografie) erhalten. Was sollten wir beachten?

Die Miktionszystourethrografie (MCU) ist eine Röntgenuntersuchung der Blase und der Harnröhre mit Kontrastmittel.

Die Untersuchung wird in der Regel empfohlen bei Verdacht auf

  • funktionelle Blasenentleerungsstörung,
  • Harnabflussstörung, bei der die Ursache unterhalb der Blase liegt, z. B. eine Einengung der Harnröhre oder Harnröhrenklappe
  • vesiko-ureteraler Reflux, also unnatürliches Zurückfließen von Harn aus der Harnblase in den Harnleiter oder sogar in das Nierenbeckenkelchsystem

Bei der Untersuchung wird ein dünner Blasenkatheter über die Harnröhre eingeführt und darüber ein wasserlösliches Kontrastmittel langsam in die Harnblase gefüllt. Während der Füllung werden einzelne Röntgenaufnahmen gefertigt. Wenn die Blase voll ist, entfernt man den Blasenkatheter und das Kind hat den Dang die Blasse zu entleeren. Dies ist ausdrücklich erwünscht, da während der Miktion die Harnröhre gut dargestellt werden kann.

Das Kind wird zur Untersuchung in der Regel nicht sediert, Nüchternheit ist nicht gewünscht. Ein Elternteil kann während der Untersuchung das Kind begleiten.

Der Blasenkatheter wird unter sterilen Bedingungen gelegt, trotzdem können Keime aus der Harnröhre in die Blase gefördert werden und zur Harnwegsinfektion führen. Aus diesem Grund raten wir zu einer orale antibiotische Behandlung für 3 Tage ab dieser Untersuchung, beziehungsweise erhöhen wir die Dosis der bereits bestehenden prophylaktischen antibiotische Therapie für 3 Tage.

Falls dennoch Fieber, Bauchschmerzen oder Schmerzen beim Wasserlassen auftreten, sollte umgehend eine Urinuntersuchung erfolgen.

Wir sollen Sammelurin mitbringen. Wie geht das?

Patienten mit Eiweiß im Urin oder mit Nierensteine sollen gelegentlich zu Hause Urin sammeln und diesen zur Untersuchung mitbringen. Sie erhalten sowohl einen Sammelbehälter (bei Eiweiß im Urin mit gelben Deckel, bei Nierenstein einem mit grünem Deckel und eine Säurelösung) als auch die genaue Information zum Sammeln in unserer Sprechstunde.

Wichtig ist, dass während der Sammelzeit JEDE EINZELNE URINPORTION KOMPLETT in den Sammelgefäß gefüllt wird. Die Sammelzeit muss dokumentiert werden: mit der letzten Miktion in der Toilette fängt das Sammeln in der Blase an (Sammelbeginn) und mit der letzten Urinportion in den Behälter endet die Sammelzeit. Es muss nicht unbedingt 24 Stunden gesammelt werden und die Ernährung bzw. die Trinkmenge sollte nicht anders sein als an normalen Tagen.

Gerade bei Schulkindern ist es ratsam am Wochenende zu sammeln, da das Mitführen des Sammelbehälters und ein korrektes sammeln aller Portionen während des Unterrichts nicht zumutbar ist. 

Kontrolle der Medikamentenspiegel bei organtransplantierten Kindern:

Kinder mit Nierentransplantat werden immer, Patienten mit einer Glomerulonephritis / Nephritis oder Vaskulitis in bestimmten Fällen, mit sogenannten Immunsuppressiva - also mit Medikamenten, die das körpereigene Abwehrsystem beeinflussen - behandelt.

Da jeder Mensch unterschiedlich schnell diese Medikamente abbauen kann und sowohl zu wenig, als auch zu viel dieser Wirkstoffe potenziell schädlich für die Kinder ist, wird die Behandlung mithilfe von Talspiegelbestimmungen gesteuert. (Talspiegel ist der Blutspiegel der Wirkstoffe direkt vor Einnahme der nächsten Dosis.) Die Immunsuppressiva müssen sehr zuverlässig in exakt 12 oder 24 Stunden Abstand eingenommen werden (wenn morgens um 8 Uhr dann auch abends um 20 Uhr). Darum werden Termine mit Spiegelkontrolle immer am Morgen, vor 10 Uhr, vereinbart.

Wir bitten alle Patienten und ihre Eltern darauf zu achten, am Morgen der Vorstellung diese Medikamente zu Hause NICHT EINZUNEHMEN, sondern sie mitzubringen und erst nach der Blutentnahme zu nehmen. Die Kinder müssen zu Blutentnahme NICHT NÜCHTERN kommen und alle weiteren Medikamente können auch eingenommen werden.

Liebigstraße 20a, Haus 6
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 26242 (Leitstelle)
Fax:
0341 - 97 26229
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