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Pressemitteilungen

 

 

Studie zum Infektionsgeschehen startet an Schulen2020-05-21T22:00:00ZLeipzig. Mit der Schulöffnung für alle Altersstufen am 18. Mai sind vielerorts auch Unsicherheiten bei Eltern, Schülern und Lehrkräften verbunden. Um dem Abhilfe zu schaffen und ein möglichst genaues Bild des aktuellen Infektionsstandes mit Sars-CoV-2 und dessen Entwicklung an sächsischen Schulen zu erhalten, starten Leipziger Mediziner ab nächster Woche eine breit angelegte Studie. Das wissenschaftliche Projekt erfolgt in Abstimmung mit den Sächsischen Staatsministerien für Kultus sowie für Wissenschaft, Kultur und Tourismus und soll dazu beitragen, die Auswirkungen der Infektionsschutzmaßnahmen sowie die Folgen der Lockerung zu ermitteln. <p>Die Studie wird vom Team der LIFE Child Ambulanz der Universität Leipzig unter Leitung von Prof. Wieland Kiess, dem Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Leipzig, durchgeführt. Ziel ist die Erfassung und Kontrolle des Infektionsgeschehens bei Schülern und Lehrkräften. Dazu werden an ausgewählten Schulen in den Regionen Dresden, Zwickau und Leipzig in drei Stufen Erhebungen durchgeführt. Untersucht werden freiwillig teilnehmende Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler, wobei die teilnehmenden Klassen zufällig bestimmt werden. Getestet wird sowohl ob eine aktuelle Infektion vorliegt, als auch ob durch eine vorangegangene Infektion bereits Antikörper gebildet wurden. Der Test auf eine Infektion erfolgt mittels eines Rachenabstrichs, für einen Antikörpertest wird eine &#160;Blutentnahme benötigt.&#160;</p> <p>&quot;Da hier ausschließlich symptomfreie Kinder und Lehrkräfte getestet werden, erfüllt diese Studie nicht nur eine wichtige Funktion im Rahmen des Infektionsschutzes an sächsischen Schulen, sondern schafft zusätzlich Klarheit in Bezug auf die umstrittene tatsächliche Häufigkeit symptomfreier Infektionen speziell bei Kindern&quot;, sagt Prof. Wieland Kiess, Leiter der Studie. &quot;Wir hoffen auf eine möglichst hohe Beteiligung an den ausgewählten Schulen, da die Aussagekraft der Ergebnisse mit jedem weiteren Probanden steigt&quot;, so Prof. Wieland Kiess.&#160;</p> <p>Die erste Basiserhebung startet kommende Woche. Es folgen Verlaufsuntersuchungen zu Beginn des neuen Schuljahres und erneut im Herbst diesen Jahres.&#160;</p>
Lipodystrophie-Zentrum gegründet<img alt="Logo des neuen Lipodystrophie-Zentrums" src="/presse/PressImages/pic_20200127102546_e441eec345.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-01-26T23:00:00ZLeipzig. Mit einem besonderen Angebot ergänzt das Universitätsklinikum Leipzig jetzt sein Spektrum im Bereich Stoffwechselerkrankungen. Im neu etablierten Lipodystrophie-Zentrum werden die seit Jahren zur Behandlung der sehr seltenen Stoffwechselstörung Lipodystrophie geschaffenen Strukturen und Expertisen jetzt gebündelt und weiter ausgebaut. Das Zentrum ist das einzige bundesweit und versorgt Patienten aus ganz Deutschland und den Nachbarländern. <p>Lipodystrophie-Syndrome gehören zu den seltenen Erkrankungen. Schätzungen gehen von maximal 500 Betroffenen in ganz Deutschland aus, was eine große zu vermutende Dunkelziffer enthält. Bei dieser Stoffwechselstörung ist Unterhautfettgewebe an Teilen des Körpers oder am gesamten Körper krankhaft vermindert. Teilweise kommt es zu einer ungleichmäßigen Verteilung mit extremem Mangel von Unterhautfett an einigen und übermäßigem Aufbau von Fettpolstern an anderen Körperregionen. Die Betroffenen leiden stark an diesen Veränderungen ihres Äußeren. &quot;Über diese sichtbaren Symptome hinaus ist Lipodystrophie eine schwerwiegende Erkrankung, die mit hohen Blutfettwerten, verminderter Insulinwirkung und daraus resultierenden Gesundheitsschäden einhergeht&quot;, erklärt Dr. Konstanze Miehle, Leiterin des an der <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-3/bereich-endokrinologie" rel="ext" target="_blank">UKL-Endokrinologie</a> beheimateten Zentrums und Expertin für das seltene Erkrankungsbild. <br>Betroffene entwickeln ein erhöhtes Risiko für Diabetes, Fettleber, Bauchspeicheldrüsenentzündungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. &quot;Das beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Lebenserwartung&quot; so Miehle. Die Leipziger Spezialisten bieten ihren Patienten ein umfassendes Therapiekonzept mit einer individuellen Diagnostik und Behandlung, an der im Zentrum Vertreter vieler Fachgebiete beteiligt sind. Dazu gehören neben Endokrinologen und <a href="/einrichtungen/kinderklinik" rel="ext" target="_blank">Kinderärzten</a> auch die <a href="/einrichtungen/humangenetik" rel="ext" target="_blank">Humangenetiker</a>, denn Lipodystrophie kann sowohl angeboren als auch erworben sein. Im letzteren Fall ist es häufig die Folge einer Autoimmunerkrankung.</p> <p>Aktuell sind 120 Patientinnen und Patienten am Leipziger Zentrum in Behandlung, viele werden von dem interdisziplinären Team schon jahrelang begleitet. Die Ärzte sind kontinuierlich auf der Suche nach neuen Ansätzen für die Therapie und arbeiten dazu auch eng in europäischen Netzwerken mit anderen Experten für Lipodystrophie zusammen. Im Ergebnis profitieren die Patienten von einem schnellen Zugang zu neuesten Erkenntnissen und Verfahren. &quot;Wir konnten beispielsweise unseren Patienten schon sehr frühzeitig eine Behandlung mit dem Proteohormon Leptin anbieten, das regulierend in den Stoffwechsel eingreift und so vor allem das bei der Erkrankung krankhaft gesteigerte Hungergefühl hemmt, die Empfindlichkeit des Körpers auf Insulin verbessert und die Einlagerung von Fett in innere Organe verhindern soll&quot;, beschreibt Dr. Miehle. Das Ziel ist, die Therapie zu verbessern und den gestörten Fettstoffwechsel zu normalisieren. <br>Trotz erster Erfolge bleibt diese extrem seltene Störung eine stetige Herausforderung. &quot;Wir wissen noch immer sehr vieles nicht über diese Erkrankung und wollen daher besser verstehen, was genau die Störungen auslöst, um künftig eher und besser helfend eingreifen zu können&quot;. Das zu ermöglichen wird eine der Aufgaben des neu geschaffenen Zentrums sein.</p>
Immundefekte, Bluterkrankungen oder Tumoren: 17 Mal neue Hoffnung und neues Leben für kleine Patienten<img alt="Oberarzt Dr. Jörn-Sven Kühl (Mi.), von der Abteilung für Pädiatrische Onkologie, Hämatologie und Hämostaseologie am UKL, bespricht mit Dr. Sven Starke und Schwester Franziska Herrmann die weitere Behandlung der Patienten." src="/presse/PressImages/pic_20191227103835_8d69f40906.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-12-26T23:00:00ZLeipzig. Vor etwas mehr einem Jahr, im Herbst 2018, ist das pädiatrische Transplantationsprogramm am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) neu aufgestellt worden und seither in ärztlicher Verantwortung unter Leitung von Dr. Jörn-Sven Kühl. Seit Anfang Januar 2019 sind nun bereits 17 Kinder transplantiert worden. In den Jahren zuvor waren es durchschnittlich fünf bis acht gewesen. Auch stehen seitdem vier stationäre Betten für die kleinen Patienten zur Verfügung. <p>Dr. Kühl, Oberarzt der Abteilung für <a href="/einrichtungen/kinderonkologie" rel="ext" target="_blank">Pädiatrische Onkologie, Hämatologie und Hämostaseologie </a>am UKL, ist mit dieser Entwicklung sehr zufrieden&#58; &quot;Die vier Betten auf der Station J 1.1 im neuen Haus 7 hier am UKL reichen schon kaum mehr, was ja gleichzeitig eine gute und eine weniger gute Nachricht ist. Unsere Warteliste ist gefüllt.&quot; Dies sei zu entscheidenden Teilen nur möglich gewesen durch die konsequente Unterstützung durch Prof. Holger Christiansen. &quot;Er hat die richtigen und wichtigen Weichen gestellt&quot;, bedankt sich Kühl beim Leiter der <a title="Kinderonkologie" href="/einrichtungen/kinderonkologie" rel="ext" target="_blank">UKL-Kinderonkologie</a>.<br><br>Kurz vor Weihnachten stand nun die 14. allogene Stammzelltransplantation dieses Jahres an. Als allogene Transplantationen bezeichnen die Ärzte die &quot;klassischen&quot; Gewebeverpflanzungen mit entweder einem Geschwisterspender oder unverwandten, freiwilligen Spendern mit passenden Gewebemerkmalen.<br>Hinzu kommen drei autologe Transplantationen, bei denen körpereigenes Material&#160; - Vorteil&#58; keine Immununverträglichkeitsreaktionen -&#160; verwendet wird. Hier konnten zwei Tumorerkrankungen behandelt werden, sowie im Sommer der erste kleine Patient in Deutschland, bei dem eine Gentherapie angewendet wurde, die dem Jungen wohl das Leben rettete.<br><br>Dr. Jörn-Sven Kühl ist Arzt für Kinder-Hämatologie und -Onkologie und &quot;gelernter Kindertransplanteur&quot;, wie er selbst sagt. 2017 wechselte er von der Berliner Charité ans Leipziger Universitätsklinikum. Sein Ziel ab 2020 ist es, 15 bis 20 Transplantationen pro Jahr durchzuführen.&#160;Seine Patienten sind zwischen null und 18 Jahren alt. &quot;Für einen Transplanteur oder einen Onkologen ist es kein Tagesgeschäft, Neugeborene mit einem Gewicht von vielleicht nur fünf Kilogramm zu versorgen. Doch das ist eben auch das Spannende an diesem Bereich&quot;, sagt Dr. Kühl.<br><br>Knapp die Hälfte der Transplantationen erfolgen auf Grund schwerwiegender, allerdings nicht-bösartiger angeborener Erkrankungen, die aber kein Krebs oder Leukämie sind. Doch auch solche Krankheiten könnten tödlich sein, betont der Kinderarzt, und berichtet von einem im Sommer im UKL aufgenommenen Kleinkind, nur wenige Wochen alt, mit einem angeborenen schweren Immundefekt. Dieser Defekt war über das Neugeborenen-Screening entdeckt worden. Im Oktober wurde es transplantiert und kann nun bald entlassen werden. Kühl&#58; &quot;Es geht ihm gut, doch ohne die Transplantation hätte das Kleine eine Lebenserwartung von nur einigen Monaten gehabt.&quot; Und von einem ebenfalls ganz jungen Geschwisterspender kann er berichten&#58; &quot;Ein nur 15 Monate altes Kind hat für sein älteres Geschwisterkind Stammzellen gespendet. Auch diesem geht es wieder gut.&quot;<br><br>Zwei bis drei Monate liegt ein Patient im Durchschnitt auf der Station. Bei den bisherigen Fällen traten nur wenige Komplikationen auf. &quot;Keiner der frisch Transplantierten musste auf die Kinder-Intensivstation verlegt werden&quot;, so der UKL-Experte.<br>Die Zusammenarbeit mit dem Bereich von Prof. Uwe Platzbecker, der für die Transplantationen bei Erwachsenen zuständig ist, funktioniere sehr gut, sagt Dr. Kühl. Sein Dank gelte ebenfalls dem von Prof. Reinhard Henschler geleiteten Institut für Transfusionsmedizin (ITM), das seiner Arbeit viel Unterstützung liefere.</p> <p><strong>Seltene Erkrankung ALD im Fokus</strong><br>Einen Schwerpunkt der weiteren Arbeit von Oberarzt Kühl stellt die Behandlung von Kindern mit Adrenoleukodystrophie (ALD) dar, denn hier gibt es europaweite Anfragen von Patienten. <a href="/einrichtungen/kinderonkologie/der-aufenthalt-bei-uns" rel="ext" target="_blank">ALD</a> ist eine erbliche Stoffwechselkrankheit und gehört zur Gruppe der Seltenen Erkrankungen. Ungefähr 1 von 17.000 Neugeborenen ist betroffen, meistens Jungen. Durch einen genetischen Fehler können bestimmte Fettsäuren nicht abgebaut werden. Sie schädigen das Gehirn und das Rückenmark sowie die Nebennieren. Dieser Gendefekt führt zur Zerstörung der &quot;weißen Gehirnsubstanz&quot;, des Myelins. Unbehandelt ist die Krankheit meist tödlich, da im weiteren Verlauf wichtige Nervenfunktionen ausfallen können. &quot;Unter den Seltenen Erkrankungen ist ALD eigentlich gar nicht so selten&quot;, meint Dr. Kühl, der in Europa zu den erfahrensten Experten für diese Krankheit zählt.</p> <p>&#160;</p>
Ein Schutzraum für Kinder, der gebraucht wird<img alt="Seit einem Jahr besteht am UKL Deutschlands erstes Childhood-Haus, ein Schutzraum für die medizinische und juristische Aufarbeitung von Gewalt- und Missbrauchsfällen bei Kindern und Jugendlichen. Leider belegen steigende Zahlen, dass die Einrichtung dringend benötigt wird." src="/presse/PressImages/pic_20190930134513_3b9c7c18ec.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-09-29T22:00:00ZLeipzig. Vor einem Jahr wurde am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) das erste Childhood-Haus in Deutschland eröffnet. In dieser besonderen Einrichtung werden Kinder und Jugendliche, die Gewalt und Missbrauch erfahren haben, auf eine neue Art umfassend betreut. Das Leipziger Childhood-Haus ist ein Gemeinschaftsprojekt des UKL und der World Childhood Foundation, die weltweit Projekte unterstützt. <p>Das <a href="/Seiten/childhood-haus-leipzig.aspx" rel="ext" target="_blank">Childhood-Haus</a> bietet Kindern und Jugendlichen nach traumatisierenden Ereignissen einen Schutzraum, in dem die medizinische und juristische Aufarbeitung von Gewalt- und Missbrauchsfällen so schonend wie möglich erfolgt. Dafür verbindet die am Universitätsklinikum beheimatete Einrichtung ärztliche Untersuchungsräume mit Befragungszimmern. Zur Betreuung eines Falls kommt hier speziell geschultes Personal aus Medizin, Justiz, Polizei und Ämtern zusammen. Das Ziel ist, den Opfern wiederholte Aussagen und Untersuchungen zu ersparen.</p> <p>Zwölf Monate nach der feierlichen Eröffnung durch Königin Silvia von Schweden, der Gründerin der World Cildhood Foundation, hat sich die Notwendigkeit eines solchen Schutzraumes bestätigt. &quot;Wir sind davon ausgegangen, dass wir etwa 300 Kinder und Jugendliche im Jahr hier betreuen werden&quot;, erklärt Dr. Matthias Bernhard, Oberarzt an der <a href="/einrichtungen/kinderklinik" rel="ext" target="_blank">UKL-Klinik für Kinder- und Jugendmedizin</a> und ärztlicher Leiter des Childhood-Hauses. &quot;Unsere ersten Erfahrungen bestätigen diese Einschätzung&quot;, ergänzt Dr. Petra Nickel, die psychologische Leiterin. Jede Woche werden mehrere junge Patienten im Childhood-Haus betreut, Tendenz steigend. In 27 Prozent der Fälle handele sich dabei um einen Verdacht auf sexuellen Missbrauch.<br>Dazu erklärt der sächsische Staatsminister der Justiz Sebastian Gemkow&#58; &quot;Diese Zahlen belegen, wie wichtig das Childhood-Haus ist und sie unterstreichen die Bedeutung eines solchen interdisziplinären und behördenübergreifenden Kompetenzzentrums, in dem Untersuchung, Behandlung und juristische Aufarbeitung miteinander vereint werden.&quot;</p> <p>Wird ein Fall an das Childhood-Team gemeldet, setzt sich die Kette der eng verbundenen Institutionen zwischen Klinik Ämtern, Gericht und Polizei in Bewegung. An erster Stelle stehen dabei die medizinische Versorgung und damit die Sicherung des körperlichen und seelischen Wohls der Betroffenen. &quot;Das ist möglich, weil das Childhood-Haus in Leipzig erstmals direkt in ein Klinikum integriert wurde,&quot; erklärt Andrea Möhringer, Geschäftsführerin der World Childhood Foundation. &quot;Das skandinavische Barnahus-Konzept, auf dem wir hier aufgebaut haben, war bisher nicht so direkt an medizinische Strukturen angebunden.&quot; In Leipzig ergab sich die neue Form durch das große Engagement von Prof. Wieland Kiess, der als Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum das Projekt wesentlich ermöglicht hat. &quot;Das war ein großes Glück, denn auf diese Weise haben wir ein Modell entwickelt, um das uns nun andere Länder beneiden&quot;, sagt Andrea Möhringer. In Deutschland hat das Leipziger Modell schon Nachahmer gefunden - vor wenigen Tagen eröffnete das zweite Childhood-Haus in Heidelberg. Auch in Sachsen soll eine zweite Einrichtung in Dresden folgen. <br>Staatsminister der Justiz Sebastian Gemkow&#58; &quot;Das Staatsministerium der Justiz ist dankbar für Bestrebungen, die gewinnbringende enge örtliche und fachliche Zusammenarbeit auszuweiten. Das Projekt, das den Schutz der schwächsten Mitglieder in unserer Gesellschaft ganz deutlich verbessert, verdient auch künftig die Unterstützung der Sächsischen Staatsregierung.&quot;</p>
Gesund Aufwachsen im Stadtteil<img alt="Eine der vielfältigen Aktionen von „Grünau bewegt sich“&#58; Bunt markierte Wege sorgen für mehr Spielgelegenheiten im Alltag." src="/presse/PressImages/pic_20190923134835_867d6557b8.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-09-22T22:00:00ZLeipzig. Für seinen innovativen Ansatz zur Kindergesundheitsförderung wurde das Leipziger Projekt "Grünau bewegt sich" von der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) und der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA) mit dem Präventionspreis ausgezeichnet. Das Projekt zielt darauf, die Entwicklungschancen von Kindern durch Veränderungen in ihrem direkten Lebensumfeld zu verbessern und dabei Bewohnerinnen und Bewohner miteinzubeziehen. Modellhaft erprobt wird der Ansatz seit fünf Jahren im Leipziger Stadtteil Grünau. Die Sozialwissenschaftlerin Dr. Ulrike Igel von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) nahm den Preis während der 35. Jahrestagung der DAG am 19. September 2019 in Kiel entgegen. <p>Der mit 1.000 Euro dotierte Präventionspreis wird seit 2010 an Projekte verliehen, die ein gesundes Körpergewicht bei Kindern und Jugendlichen fördern und deren Ansatz auf andere Städte übertragbar ist. &quot;Grünau bewegt sich&quot; erfüllt diese Kriterien in besonderer Weise und wurde daher - gemeinsam mit einem weiteren Projekt - von einer unabhängigen Jury aus 15 Bewerbungen ausgewählt. &quot;Die Auszeichnung bestätigt uns in unserem eingeschlagenen Weg und ist gleichzeitig ein wichtiges Signal für alle, die wie wir an der Verbesserung der Lebensbedingungen für Kinder und Familien arbeiten&quot;, freut sich Prof. Wieland Kieß, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Leipzig und einer der zwei Projektleiter von &quot;Grünau bewegt sich&quot;.<br><br>Laut aktuellen Studien ist beinahe jedes zehnte Vorschulkind übergewichtig. Je nach Wohnort und Stadtteil sind die Chancen für ein gesundes Aufwachsen unterschiedlich ausgeprägt. Allerdings erreichen traditionelle Strategien zur Gesundheitsförderung Familien in schwierigen sozialen Lagen in der Regel nicht. &quot;Grünau bewegt sich&quot; hat daher einen Ansatz gewählt, der vom Gemeinwesen ausgeht. Das bedeutet&#58; Das Wissenschaftlerteam hat die Interessen und Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils erkundet, berücksichtigt und daraus Handlungsmöglichkeiten abgeleitet. &quot;Die Anerkennung besonderer Lebens- und Arbeitssituationen und die Stärkung von Selbstwirksamkeit sind elementar für nachhaltige gesundheitsförderliche Veränderungen. Das betrifft alle Beteiligte, also sowohl verantwortliche Akteure - wie Eltern, Erzieher, Lehrer oder Nachbarn - als auch die Kinder selbst&quot;, so Projektleiterin Prof. Gesine Grande von der HTWK Leipzig.<br><br>Im Rahmen von &quot;Grünau bewegt sich&quot; entstanden unterschiedliche Anregungen für mehr Bewegung im Alltag und für eine bessere Ernährung bei Kindern. Beispielsweise markierte das Projektteam gemeinsam mit Grundschulkindern mehrere Wege bunt, um mehr Spielgelegenheiten im Stadtalltag zu bieten. Außerdem entwickelte das Projektteam gemeinsam mit den Kindertagesstätten im Quartier verschiedene Aktionen, die Vorschulkinder spielerisch über gesunde und ungesunde Lebensmittel informieren.<br><br>&quot;Grünau bewegt sich&quot; ist ein Verbundprojekt in Trägerschaft der Stadt Leipzig, das unter Leitung von Prof. Dr. Gesine Grande (HTWK Leipzig) und Prof. Dr. Wieland Kieß (Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Leipzig) von vier Mitarbeiterinnen der Universitätsmedizin Leipzig und der HTWK Leipzig von Januar 2015 bis Dezember 2019 umgesetzt wird. Es wird von der AOK PLUS gefördert und von IKK classic und Knappschaft unterstützt. Die Stadt Leipzig wird die Weiterführung der Angebote im kommenden Jahr durch eigene Finanzmittel ermöglichen.</p> <p>&#160;</p> <p class="Default"><strong>Ansprechpartnerin&#58;</strong></p> <p>Ruth Gausche<br>Universitätsmedizin Leipzig<br>Projektkoordination &quot;Grünau bewegt sich&quot;<br>Tel.&#58; +49 341 9726-148<br>E-Mail&#58;&#160;<a style="background-color&#58;transparent;font-size&#58;1em;" href="mailto&#58;ruth.gausche@medizin.uni-leipzig.de">ruth.gausche@medizin.uni-leipzig.de</a></p> <p><strong style="background-color&#58;transparent;font-size&#58;1em;"><br>Pressekontakt&#58;</strong></p> <p>Maria Garz<br>Universitätsmedizin Leipzig<br>Projektkommunikation &quot;Grünau bewegt sich&quot;<br>Tel.&#58; +49 341 9726-144<br>E-Mail&#58; <a style="background-color&#58;transparent;font-size&#58;1em;" href="mailto&#58;maria.garz@medizin.uni-leipzig.de">maria.garz@medizin.uni-leipzig.de</a></p> <p>Dr. Rebecca Schweier<br>HTWK Leipzig, Forschungskommunikation <br>Tel.&#58; +49 341 3076-6385 <br>E-Mail&#58; <a style="background-color&#58;transparent;font-size&#58;1em;" href="mailto&#58;rebecca.schweier@htwk-leipzig.de">rebecca.schweier@htwk-leipzig.de</a></p>

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