Kolorektale Chirurgie

​Angeborene Erkrankungen des Dickdarms (Kolons), Mastdarms (Rektums) sowie des Anus entwickeln sich während der fetalen Entwicklung (vor der Geburt) in einer Häufigkeit von etwa 1: 4000 Geburten.​

Schwerpunkteinrichtung für die Behandlung komplexer kolorektaler Erkrankungen

In der Klinik für Kinderchirurgie des Universitätsklinikums Leipzig werden schwerpunktmäßig komplexe kolorektale Erkrankungen behandelt. Das Behandlungsteam besteht aus Vertretern mehrerer Fachdisziplinen wie Kinderchirurgen, Kindergastroenterologen, Kinderradiologen, Kindergynäkologen, Ernährungsberatern und spezialisierten Pflegekräften, die unser Darmmanagement-Programm („bowel management") begleiten. Ferner steht für besondere Fragestellungen eine Vielzahl weiterer spezialisierter Ärzte aus der Gastroenterologie, Anästhesie, Nephrologie, Neurochirurgie, Orthopädie und Psychologie zur Verfügung, um individuelle Behandlungskonzepte zu erstellen.

Unsere Einrichtung arbeitet regelmäßig mit dem international bekannten Kinderchirurgen Prof. Marc Levitt (Colorectal Pelvic Reconstruction Center/Ohio, USA) zusammen und steht als Anlaufstelle für Kinder mit komplexen anorektalen Erkrankungen national und international zur Verfügung.

Das Kinderchirurgische Team des UKL führt jährlich mehr als 30 Primäroperationen bei Kindern mit Anorektaler Malformation, Morbus Hirschsprung und entzündlichen Darmerkrankungen durch. Hinzu kommen komplexe Sekundärkorrekturen kolorektaler Erkrankungen. Damit gehören wir zu den größten Zentren in Deutschland.

Anorektale Malformationen - Analatresie

​Der Begriff "Anorektale Malformationen" (ARM) umfasst angeborene Fehlbildungen des Enddarms und des Afters (Anus). Die ARM bilden ein großes Spektrum von Erkrankungen, die sowohl bei Jungen als auch Mädchen auftreten und auch den Urogenitaltrakt mitbetreffen können.

Je nach Ausprägung und Art der Fehlbildung müssen nur ein operativer Eingriff oder drei und mehr Operationen durchgeführt werden. Die erste Operation führen wir meist in den ersten Lebenstagen durch.

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Morbus Hirschsprung

​Der Morbus Hirschsprung (MH) ist eine angeborene Fehlbildung, die den Enddarm betrifft. Bei dieser Erkrankung sind die Nervenzellen der Darmwand (auch „intestinale Nervenzellen" bzw. „Ganglienzellen" genannt) nicht normal entwickelt.

Für die Operation eines MH gibt es verschiedene Operationsverfahren, die jeweils nach dem Kinderchirurgen benannt sind, der diese entwickelt hat. Sie unterscheiden sich dadurch, dass entweder schonend vom Anus aus oder aber per Bauchspiegelung (minimal-invasiv = laparoskopisch) oder in Kombinationstechnik operiert wird. Die Wahl des Operationsverfahrens hängt dabei von der Form des MH ab.

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Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn

Beim Morbus Crohn handelt es sich um eine chronisch Entzündungsreaktion, die den gesamten Darmtrakt befallen kann.

Morbus Crohn kann sowohl medikamentös als auch chirurgisch behandelt werden.

Colitis ulcerosa

Die Colitis ulcerosa ist eine entzündliche Erkrankung der Darmschleimhaut. Im Gegensatz zum Morbus Crohn breitet sich die Entzündung aber kontinuierlich entlang der Dickdarmschleimhaut von unten (Rektum) in Richtung der oberen Dickdarmabschnitte aus und bleibt fast ausschließlich auf den Mastdarm (Rektum) und Dickdarm begrenzt.

Colitis ulcerosa kann sowohl medikamentös als auch chirurgisch behandelt werden.

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Kontakt

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​​Anfragen (jederzeit):kinderchirurgie@medizin.uni-leipzig.de
​Anmeldung (8 - 16 Uhr):​0341 - 97 26400

 

Liebigstr. 20a, Haus 6
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