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Forschungsschwerpunkte

Hier finden Sie die Forschungsschwerpunkte unserer Klinik - mit den dazugehörigen aktuellen Forschungsprojekten.

Team

 

Angeborene Fehlbildungen und Neugeborenenchirurgie

1. Micro-CT

In dieser Studie werden die Möglichkeiten des Röntgen-Micro-CT (µCT) im Bereich der Fehlbildungsforschung (normale und pathologische Embryologie) untersucht. Schwerpunkte stellen dabei die Entwicklung von Lunge, Leber und Zwerchfell dar. Der prinzipielle Vorteil der µCT-Technik gegenüber der traditionellen Histologie und Rasterelektronenmikroskopie besteht darin, dass die Gewinnung der Proben überwiegend nicht destruktiv erfolgt. In geeigneten Tiermodellen (Nitrofenmodell) wird die Morphologie der betreffenden Organe qualitativ und quantitativ im µCT untersucht und die erhobenen Befunde mit histologischen und rasterelektronenmikroskopischen Bildern verglichen. Es soll dabei geprüft werden, inwieweit diese Technik traditionelle Verfahren im Labor ablösen kann.

Ansprechpartner:

PD Dr. D. Kluthdirkkluth@web.de
​Dr. J.-H. GosemannJan-Hendrik.Gosemann@medizin.uni-leipzig.de

 

2. Embryologie der Leberentwicklung

Für das Verständnis der pathologischen Entwicklungen im Bereich der Leber und der ableitenden Gallenwege ist die detaillierte Kenntnis ihrer Embryologie Voraussetzung. In einer systematischen Studie wird diese anhand verschiedener Tiermodelle (Hühner- und Rattenembryonen) dargestellt. Hierzu zählen die frühe Anlage der endodermalen Leberbucht als auch die Ausbildung des intra- und extrahepatischen Gallenwegsystems. Zusätzlich werden Mausembryonen untersucht. Folgende Techniken kommen zur Anwendung: Rasterelektronenmikroskopie, µCT, Immunfluoreszenz, Immunhistochemie, Ink Injection in die Gallenwege und Plastination der Gefäße.

Ansprechpartner:

​PD Dr. D. Kluthdirkkluth@web.de
​Dr. J.-H. GosemannJan-Hendrik.Gosemann@medizin.uni-leipzig.de

 

3. Modelle zur Untersuchung der Nekrotisierenden Enterokolitis

Die nekrotisierende Enterokolitis (NEC) ist die häufigste lebensbedrohliche, gastrointestinale Störung der Neonatalperiode. Sie tritt bei etwa 5-10% der extremen Frühgeborenen auf und ist durch eine Dysregulation der mukosalen Immunantwort bestimmt. Trotz verbesserter neonatologischer und chirurgischer Therapiemöglichkeiten ist eine NEC mit einer extrem hohen Mortalität verbunden. So sterben noch immer 15-30% der Frühgeborenen mit NEC. Überlebende Kinder weisen im Vergleich zu Frühgeborenen ohne diese Komplikation eine signifikante Häufung neurologischer Entwicklungsstörungen auf. Die genaue Pathogenese ist bislang jedoch unklar. Zu den meistgenannten Risikofaktoren zählen die Unreife des Darms von Frühgeborenen, Ernährung durch Milchersatznahrung und bakterielle Kolonisation. Daher ist die Entwicklung neuer Therapieansätze zwingend notwendig. In unserer Arbeitsgruppe werden mögliche Entstehungsmechanismen auf molekularer Ebene mit Hilfe von unterschiedlichen Modellen untersucht.

Ansprechpartner:

​Prof. Dr. M. Lachermartin.lacher@medizin.uni-leipzig.de
​M. Ginzelmarco.ginzel@medizin.uni-leipzig.de
​Dr. A. SuttkusAnne.Suttkus@uniklinik-leipzig.de

 

4. CO2-induzierte Neurodegeneration

Die minimal invasive Chirurgie wird heute regelmäßig in der Neugeborenen- und Kinderchirurgie eingesetzt. Dazu gehören verschiedene thorakoskopische (Ösophagusatresie) und laparoskopische Eingriffe (Appendizitis, Fundoplikatio), bei denen CO2 in den Brust- bzw. Bauchraum eingeleitet wird, um einen Arbeitsraum zu etablieren. Mögliche Nebenwirkungen der CO2-Einleitung gerade in der frühen Lebensphase von Neugeborenen bzw. Säuglingen auf Gehirnentwicklung und Intelligenz wurden bisher nur wenig untersucht. Nach Etablierung eines geeigneten Kleintiermodells sollen in diesem Zusammenhang verschiedene Parameter der Gehirnentwicklung mit Hilfe von Verhaltenstests, Immunhistochemie sowie Western Blot untersucht werden.

Ansprechpartner:

​Prof. Dr. M. Lachermartin.lacher@medizin.uni-leipzig.de
​Dr. S. Mayersteffi.mayer@uniklinik-leipzig.de
​Dr. A. SuttkusAnne.Suttkus@uniklinik-leipzig.de

 

Viszeralchirurgie

1. Die mikrobielle Besiedelung der Appendix und der Mundhöhle als potentielles Erregerreservoir für die akute Appendizitis im Kindesalter

Trotz ihrer Häufigkeit ist die Pathogenese der akuten Appendizitis unklar. Postuliert wird eine primär bakterielle Infektion durch Störung der mikrobiellen Homöostase. Seit kurzem erlauben neuere Methoden wie die DNA-Sequenzierung eine bakterienkultur-unabhängige Identifikation und Klassifikation von Bakterien. Verschiedene Autoren beschrieben damit saisonal und geographisch unabhängig vermehrt Bakterien der Mundflora in entzündeten Appendixpräparaten.

Ziel des Projektes ist es zum einen, ein Besiedelungsprofil der entzündeten Appendix mittels Sequenzierung bakterieller DNA im Vergleich zur mikrobiellen Kultur im Hinblick auf die histologischen Schwere der Entzündung und dem klinischen Verlauf zu erstellen. Des Weiteren wird die mikrobielle Besiedelung der entzündeten Appendix mit der der Mundhöhle erkrankter und gesunder Kinder vergleichen und mögliche Einflussfaktoren wie Zahngesundheit und Lebensgewohnheiten untersucht.

Ansprechpartnerin:

​Dr. S. Mayersteffi.mayer@medizin.uni-leipzig.de


 

Kinderchirurgische Onkologie

​1. Prognostische Aussagekraft von L1 und ALCAM im Serum und Liquor von Kindern mit Neuroblastom und Tumoren des Zentralnervensystems

Das neuronale Zelladhäsionsmolekül L1 (CD171) und das activated leucocyte cell adhesion molecule (ALCAM / CD 166) gehören zur Immunglobulin-Superfamilie und haben eine essentielle Rolle in der Entwicklung neuronaler Strukturen. Studien konnten beweisen, dass L1 und ALCAM in einer Vielzahl von Tumoren exprimiert sind. Dies zeigt sich hauptsächlich in den invasiven Tumorbereichen und Metastasen, daher scheinen beide Adhäsionsmoleküle bei fortgeschrittenen Tumorstadien beteiligt zu sein. Durch diese Eigenschaft wurde dem L1 und ALCAM eine prognostische Rolle zugeschrieben.

Eine Expression beider Zelladhäsionsmoleküle lässt sich auch in der Serumdiagnostik und in anderen Körpersekreten wie im Liquor nachweisen. Hierbei können diese nach Freisetzung von der Tumorzelloberfläche durch Metalloproteinasen im Serum und Liquor von Tumorpatienten bestimmt werden. Ziel dieses Projektes ist es, die Analyse von L1 und ALCAM in Gewebe und Blutserum sowie im Liquor von Neuroblastompatienten zu untersuchen um ihre Rolle als mögliche Prognosefaktoren zu prüfen.

Ansprechpartner:

​Dr. R. WachowiakRobin.Wachowiak@medizin.uni-leipzig.de

Mitarbeit an multizentrischen Studien

​1. Unfallmonitoring im Rahmen der European Injury Database (IDB) und eigene Unfallpräventionsprojekte

Das European Injury Database (IDB) ist eine europaweite Datenbank, in der Meldungen aus allen Teilen Europas registriert und analysiert werden. Unsere Beteiligung liefert Unfalldaten von Kindern und Jugendlichen aus dem Großraum Leipzig. Diese Daten dienen der Erfassung von Unfallhäufigkeit, Unfallart und Unfallursachen. Die Ergebnisse dienen unmittelbar als politische Entscheidungsgrundlagen im Europäischen Parlament.

Eigene Daten lassen sich mit unterschiedlichen Regionen und Städten in Europa vergleichen und zur Prophylaxe von Unfällen oder Produktunfällen einsetzen. In Zusammenarbeit mit regionalen Partnern und der Stadt Leipzig werden Präventionsveranstaltungen zur Unfallthematik durchgeführt.

Ansprechpartner:

​Prof. Dr. U. Bühligenulf.buehligen@medizin.uni-leipzig.de

 

2. Prospektive Studie zur Epidemiologie und Therapie thermisch verletzter Kinder

Die Klinik für Kinderchirurgie beteiligt sich seit vielen Jahren an einer Multicenterstudie der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin und trägt dabei mit epidemiologischen Daten sämtlicher stationär in unserer Klinik behandelter Kinder mit thermischen Verletzungen zur bundesweiten Erfassung aller schwer-brandverletzten Kinder im „Verbrennungsregister" bei.

Die Ergebnisse werden alljährlich im Januar zur DAV-Tagung präsentiert und bilden eine Grundlage zur kontinuierlichen Verbesserung der Prophylaxe thermischer Verletzungen sowie deren Behandlungsoptimierung.

Ansprechpartnerin:

​Dr. M. WeißerMargit.Weisser@medizin.uni-leipzig.de

 

3. Datenbankanalyse der chirurgischen Versorgung von seltenen Erkrankungen des Neugeborenen anhand von GKV-Routinedaten

Bei der Ösophagusatresie und Gastroschisis handelt es sich um seltene, angeborene Fehlbildungen, die einer chirurgischen Korrektur bedürfen. Hierbei können postoperative Komplikationen entstehen, welche die Lebensqualität der Kinder beeinträchtigen und somit eine lange Nachsorge notwendig machen. Diese ist wiederum mit Kosten für das Gesundheitssystem verbunden. Aufgrund fehlender Untersuchungen und Kostenanalysen zu diesem Thema, war das Ziel der vorliegenden Studie die Kosten von Patienten mit kinderchirurgischen Operationen am Beispiel der Ösophagusatresie und der Gastroschisis zu analysieren.

Untersucht wurden hierbei alle stationären Abrechnungs- und Leistungsvorgänge auf Basis von Routinedaten der Techniker Krankenkasse im Zeitraum vom Januar 2007 bis August 2012. Bisherige Ergebnisse weisen darauf hin, dass postoperative Komplikationen aus Sicht der Kostenträger eine finanzielle Belastung darstellen und Maßnahmen zur Reduzierung der Komplikationen zu erarbeiten sind.

Ansprechpartner:

​Prof. Dr. M. Lachermartin.lacher@medizin.uni-leipzig.de

 

4. Genetische Untersuchungen von Kindern mit uro-rektalen Erkrankungen und deren Familien im Rahmen eines multizentrischen Forschungsverbundes (CURE-Net)

Ziel des Netzwerks für kongenitale uro-rektale Malformationen (CURE-Net) ist es, neben der molekularbiologischen Grundlagenforschung, den postoperativen Behandlungserfolg und die unterschiedlichen Formen der Nachsorge durch multizentrische, klinische und psychosoziale Forschung mit Hilfe standardisierter Untersuchungsverfahren zu evaluieren. Das Netzwerk wurde 2009-2012 durch das BMBF gefördert.

Seit 2013 erfolgt eine Förderung des Registers in Heidelberg durch die DFG. CURE-Net nutzt einen multidisziplinären Ansatz, um die genetischen und umweltfaktoriellen Ursachen uro-rektaler Fehlbildungen zu identifizieren und eine bessere klinische Versorgung der Patienten und ihrer Familien zu gewährleisten. Um den Erfolg der grundlagenwissenschaftlichen und klinischen Forschungsprojekte von CURE-Net zu garantieren, sind eine umsichtige Organisation, Projektcontrolling und Evaluation der Rekrutierung, eine detaillierte Erfassung der Patientenphänotypen und die Errichtung einer zentralen DNA-Biomaterial-Bank erforderlich.

Ansprechpartner:

​Prof. Dr. M. Lachermartin.lacher@medizin.uni-leipzig.de

 

5. Genetische Untersuchungen von Kindern mit Ösophagusatresie und deren Familien im Rahmen eines multizentrischen Forschungsverbundes (GREAT-Studie)

Genetische Faktoren können an der Entstehung angeborener Fehlbildungen der Speiseröhre beteiligt sein. Allerdings sind die zugrunde liegenden genetischen Ursachen trotz aller medizinischen Fortschritte bei den meisten Betroffenen noch unbekannt. Darüber hinaus sind viele Fragen zum Behandlungserfolg bei Kindern und Erwachsenen mit Fehlbildungen der Speiseröhre bis heute unbeantwortet, da die vorliegenden Erkenntnisse zumeist auf den Erfahrungen einzelner Kliniken oder einzelner Chirurgen beruhen.

Das GREAT-Konsortium (genetic risk of esophageal atresia) hat es sich daher zum Ziel gesetzt, moderne Prinzipien der wissenschaftlichen Grundlagenforschung in den Bereichen der Genetik und der Molekularbiologie zu kombinieren, um die Ursachen angeborener Fehlbildungen der Speiseröhre zu identifizieren und durch multizentrisch klinische Forschung den operativen Behandlungserfolg in einer Querschnittsstudie zu evaluieren. An diese Analysen und Untersuchungen sind die Erwartungen geknüpft, zu einem eingehenden Verständnis der Ursachen und molekularbiologischen Zusammenhänge angeborener Fehlbildungen der Speiseröhre zu gelangen sowie eine evidenzbasierte standardisierte klinische Versorgung zu schaffen.

Die erfolgreiche Umsetzung dieser Vorhaben erfolgt durch den Zusammenschluss wissenschaftlicher Institute und Zentren der medizinischen Versorgung innerhalb Deutschlands, eingebettet in ein strukturiertes und multidisziplinäres Konsortium.

Ansprechpartner:

​Prof. Dr. M. Lachermartin.lacher@medizin.uni-leipzig.de

 

6. Risikofaktoren für Invagination bei Kindern unter einem Jahr: retrospektive Fall-Kontroll-Studie

Retrospektive multizentrische Fall-Kontroll-Studie (Erhebungszeitraum: 2010-2014) zur Erforschung von Ursachen für Invagination im ersten Lebensjahr. Besonderes Augenmerk gilt der Fragestellung ob stattgehabte Infektionen und Impfungen im ersten Lebensjahr einer Invagination voraus gehen.

Ansprechpartnerin:

​Dr. M. Balksmaren.balks@medizin.uni-leipzig.de

 

MUC-FIRE

Titel der Studie:
Reduziert die systematische Enterostoma-Stuhlumfüllung nach Enterostoma-Anlage die Zeit bis zum vollständigen enteralen Kostaufbau nach Enterostoma-Rückverlagerung? (MUCous FIstula REfeeding ("MUC-FIRE") trial)

Zielsetzung:
Die Ergebnisse einer randomisierten, kontrollierten Studie könnten die peri-operative Versorgung von Neugeborenen in der kinderchirurgischen Gemeinschaft grundlegend verändern. Sollte sich die Hypothese bestätigen, könnte der enterale Kostaufbau nach Rückverlagerung einer Enterostoma in Zukunft schneller sein und Nebenwirkungen der parenteralen Ernährung reduziert werden. Auch könnte ein gesundheitsökonomischer Nutzen, z.B. durch kürzere Aufenthalte auf Intensiv-stationen, einhergehen.

Studienleiter:​Prof. Dr. med. Martin Lacher (UKL) und
Dr. Omid Madadi-Sanjani (MHH)
Ansprechpartner:​Dr. Susen Becker
​Dr. Juliane Hellfritsch
​​Tel:        +49 341 97 26055
Fax:       +49 341 97 26409
​Email:    muc-fire-leipzig@medizin.uni-leipzig.de


Website: www.muc-fire.de
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