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Was passiert im Herzkatheterlabor?

Warum ist eine Herzkatheter-Untersuchung notwendig?

Sollte bei Ihnen der Verdacht auf eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels bestehen, muss eine Herzkatheter-Untersuchung durchgeführt werden, um Verkalkungen, Verengungen oder gar Verschlüsse der Herzkranzgefäße festzustellen und gegebenenfalls zu therapieren. Auch bei Hinweisen auf einen höhergradigen Herzklappendefekt sollte vor geplanten interventionellen oder operativen Korrekturen eine Darstellung der Herzkranzgefäße erfolgen.

Was wird gemacht?

Ihr Herz wird durch eine kleine Einstichstelle im Handgelenk oder in der Leiste untersucht. Es handelt sich um einen risikoarmen, minimal-invasiven Eingriff, der in örtlicher Betäubung durchgeführt wird und oftmals kaum wahrgenommen wird. Das Wort Katheter bezieht sich übrigens auf einen speziell vorgeformten dünnen Kunststoffschlauch, der durch die Gefäße zum Herzen vorgeschoben wird.

Über diesen feinen Katheter kann Röntgenkontrastmittel gespritzt werden und somit eine Darstellung der Gefäße erfolgen und gegebenenfalls auch gleichzeitig eine Behandlung mit einem Metallröhrchen (Stent) durchgeführt werden. Damit der Plastikschlauch in das Gefäß eingeführt werden kann, wird zunächst eine Schleuse, ein kurzer Plastikschlauch mit Ventil, in das Gefäß eingelegt.

Wann wird über das Handgelenk und wann über die Leiste untersucht?

Üblicherweise werden am Universitätsklinikum Leipzig fast alle Untersuchungen über den Zugang am Handgelenk durchgeführt. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass das Risiko für den Patienten deutlich geringer ist. Außerdem wird der Druckverband an der Hand nach der Untersuchung als wesentlich angenehmer wahrgenommen.

Wie lange dauert die Untersuchung?

Eine Herzkatheteruntersuchung kann je nach Komplexität zwischen 5 Minuten und 2 Stunden dauern. In der Regel vergehen nicht mehr als 30 Minuten von der Gefäßpunktion bis zum Ende der Untersuchung.

Ist die Untersuchung schmerzhaft?

Die Untersuchung wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Gelegentlich wird trotz dieser lokalen Betäubung das Einführen der Schleuse als leichtes Druckgefühl wahrgenommen. Da die Gefäße im Inneren keine Schmerzrezeptoren tragen, wird der Katheter im Gefäß üblicherweise nicht bemerkt.

Was ist der Unterschied zwischen Links- und Rechtsherzkatheter?

Beim Linksherzkatheter werden vor allem die Herzkranzgefäße untersucht, die oberhalb des linken Herzens aus der Hauptschlagader entspringen.  Außerdem lässt sich der linke Ventrikel, also die Hauptkammer des linken Herzens, die das Blut in den Körper pumpt, beurteilen. 

Beim Rechtsherzkatheter werden die rechten Herzkammern bis zu den Lungengefäßen untersucht. Im Vordergrund stehen Sauerstoffkonzentrations- und Druckmessungen, die zur Beurteilung von Herzklappenfehlern, Herzwanddefekten und Herzschwäche erforderlich sind. Des Weiteren können bei Patienten mit unklarer Luftnot Herz- und Lungenbeteiligung voneinander unterschieden werden.

Wie gefährlich ist eine Herzkatheteruntersuchung?

Die Risiken für ernsthafte Komplikationen sind aufgrund höchster Sicherheitsstandards und eines hohen Erfahrungsschatzes des Teams am Universitätsklinikum Leipzig gering. In einem individuellen Aufklärungsgespräch werden wir Sie vor der Untersuchung entsprechend informieren und beraten.

Gibt es alternative Verfahren?

Prinzipiell gibt es immer neue Fortschritte, so dass heutzutage bestimmte diagnostische Schritte durch moderne bildgebende Verfahren wie dem Herzecho, dem MRT oder dem CT übernommen wurden. Bestimmte Diagnose- und Behandlungsformen mit Hilfe des Herzkatheter-Verfahrens sind allerdings bis heute alternativlos.

Was muss ich nach der Untersuchung beachten?

Sie erhalten nach der Untersuchung einen Druckverband am Arm oder in der Leiste, der nach 4 bis 6 Stunden entfernt werden kann. In dieser Nachbetreuungsphase sollten Sie ruhig liegen, bis die Punktionsstelle von einem Arzt kontrolliert wurde.

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