Sie sind hier: Skip Navigation LinksKlinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie

Unsere Klinik

​Unsere Arbeit zielt auf die Erreichung der bestmöglichen medizinischen Behandlungsqualität und Sicherheit für unsere Patienten. Dabei behalten wir stets den individuellen Patientennutzen medizinischer Maßnahmen im Blick.

Im Spannungsfeld zwischen Patienteninteressen, den Erwartungen der Angehörigen, gesellschaftlichen Anforderungen und Normen sowie wirtschaftlicher Rahmenbedingungen leiten ethische Prinzipen und eine wissenschaftlich fundierte evidenzbasierte Medizin unser Handeln. Wir schaffen eine respektvolle und menschliche Umgebung für unsere Patienten, deren Angehörige, unsere Mitarbeiter und Studierende, in der wir vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Durch medizinische Forschung, studentische Lehre und berufliche Weiterbildung erwerben, vermitteln und erweitern wir kontinuierlich unser Wissen und unsere Kompetenzen. Damit arbeiten wir beständig an der Verbesserung von Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung und fördern die Entwicklung unserer Klinik und des Universitätsklinikums.

Anästhesie

​Unsere Klinik führt ca. 27.000 Narkosen und Betäubungsverfahren pro Jahr für Eingriffe in allen operativen Disziplinen durch. Zur optimalen Vorbereitung unserer Patienten sind Spezialsprechstunden etabliert.

Durch die hohe Zahl an Eingriffen besteht in unserer Klinik ein hoher Grad an Erfahrung und Wissen. Bei der Durchführung von Anästhesien werden alle modernen Verfahren angewandt. Insbesondere können auch schwerstkranke Patienten optimal behandelt werden. Die breite Anwendung moderner Konzepte führt zu einer Optimierung der perioperativen Phase.

Große Erfahrungen bestehen in allen am Universitätsklinikum betriebenen operativen Bereichen. Insbesondere bestehen große Erfahrungen in der Transplantationschirurgie und der bariatrischen Chirurgie ("Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum Adipositaserkrankungen").

Am Universitätsklinikum Leipzig besteht ein hochmodernes klinisches Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie mit mehreren Operations- und Schockräumen. In den Schockräumen werden von einem interdisziplinären Team schwerverletzte Patienten erstversorgt.

Im „Kopfzentrum“ werden Operationen an den Organbereichen des Kopfes (HNO-Chirurgie, Augenchirurgie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie) behandelt. Hier kommen insbesondere innovative und moderne Verfahren der Atemwegssicherung und Beatmung zur Anwendung.

Pädiatrische (jedes Lebensalter) und gynäkologische Patientinnen und Patienten  werden im Zentrum für Frauen- und Kindermedizin behandelt. Dort besteht die Möglichkeit, komplexe Operationen unter modernsten Bedingungen durchzuführen. Im Rahmen geburtshilflicher Operationen wird einer Teilbetäubung hier in Absprache mit der Patientin der Vorzug gegeben, um das ungeborene Kind nicht unnötig mit Narkosemitteln zu belasten und den werdenden Müttern die Möglichkeit zu bieten, die ersten Momente im Leben ihres Kindes bewusst zu erleben. Auch bei Kindern werden verstärkt regionalanästhetische Verfahren angewandt.

Für die postoperative Betreuung stehen mehrere Aufwachräume sowie Wachstationen zur Verfügung.

Ambulante Operationen werden in einem speziellen dafür optimierten Operationsbereich durchgeführt.

Die Sicherung einer optimalen Schmerztherapie erfolgt durch einen Akutschmerzdienst.

​BereichAnzahl Narkosen pro Jahr (ca.)
​HNO, MKG, Augenklinik​8000
​Urologie, Visceral-, Thorax-,
Transplantations- und Gefäßchirurgie
​5500
​Orthopädie, Unfall- und Wiederher-
stellungschirurgie
​5500
​Gynäkologie, Geburtshilfe​2800
​Kinderchirurgie​2500
​Neurochirurgie​1500

 

Intensivmedizin

​Die Intensivstation (Interdisziplinäre Operative Intensivstation = IOI) wird gemeinsam mit der Neurochirurgie, der Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie und der Unfallchirurgie. Jährlich werden über 3.500 Patienten vornehmlich der operativen Kliniken mit allen modernen intensivmedizinischen Verfahren und Methoden versorgt.
Außerdem wird durch unsere Klinik eine spezielle Intensiv-Isolierstation betrieben, auf der Patienten behandelt werden, bei denen multiresistente Keime nachgewiesen wurden. Damit wird der Ausbreitung dieser Keime im Krankenhaus eine wirksame Sperre entgegengesetzt.

Unsere Intensivstation dient als Referenzzentrum zur Behandlung des ARDS einschliesslich der Therapiemöglichkeit mit extrakoropraler Membranoxygenierung (ECMO) sowie der Option, Patienten bereits im zuweisenden Haus zu visitieren und ggf. dort die ECMO-Therapie zu beginnen. Die Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie ist Mitglied der Extracorporeal Life Support Organization (ELSO). Außerdem stehen verschieden Beatmungsoptionen mit der Möglichkeit zur inhalativen Anwendung topischer Vasodilatantien und natürlich ein erfahrenes Ärzte- und Pflegeteam zur Verfügung.

Die intensivmedizinische Betreuung von Patienten mit schwerem Leberversagen, von Patienten nach Lebertransplantation, nach schweren Traumata und Subarachnoidalblutungen stellen weitere klinisch-wissenschaftliche Schwerpunkte dar.

Durch unsere Klinik wird die innerklinische Notfallversorgung (Reanimationsdienst) für das gesamte Klinikum sichergestellt. Natürlich sind Mitarbeiter unserer Klinik auch fester Bestandteil des "Schockraumteams".

S3-Leitlinie Invasive Beatmung und Einsatz extrakorporaler Verfahren bei akuter respiratorischer Insuffizienz

Notfallmedizin

​Das an der Universitätsklinik stationierte und vom DRK-Rettungsdienst Leipzig betriebene Notarzteinsatzfahrzeug "Leipzig Mitte" wird durch Ärzte unserer Klinik in Dienstbeauftragung besetzt. Es kommt 24 Stunden am Tag bei der Akutversorgung von Patienten im gesamten Stadtgebiet Leipzigs zum Einsatz und wird bei über 5.000 Einsätzen im Jahr alarmiert.

Alle auf dem NEF Mitte eingesetzten Notärzte verfügen über die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin bzw. die Fachkunde Rettungsdienst. Die Kolleginnen und Kollegen können überwiegend auf eine umfangreiche Ausbildung auf dem Gebiet der Anästhesiologie zurückgreifen und verfügen über eine mehrjährige Erfahrung im Bereich der Intensivmedizin inklusive der Schockraumversorgung von Patienten mit Polytrauma.

Regelmäßig stattfindende Fortbildungsveranstaltungen, die zusammen mit den Rettungsassistenten des DRK Leipzig durchgeführt werden, beinhalten u.a.:  

  • die Darstellung und Diskussion aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse auf dem Gebiet der Notfallmedizin
  • Nachbesprechungen besonderer Situationen und Einsätze
  • Qualitätssicherung in der präklinischen Notfallmedizin
  • klinische Studien

Die Ausbildung der Notärzte der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie am Universitätsklinikum Leipzig ist durch ein notfallmedizinisches Curriculum detailliert geregelt.

Auf dem Notarztfahrzeug besteht für Studierende die Möglichkeit, an Notarzteinsätzen teilzunehmen. Das ermöglicht angehenden Ärzten eine praktische Ausbildung in der Notfallmedizin mit der Option, noch unbehandelte, akute Krankheitsbilder kennenzulernen. Insbesondere Studierende im Praktischen Jahr nutzen rege dieses Angebot.

Innerklinischer Notfall- und Reanimationsdienst

Durch unsere Klinik wird ein innerklinischer Reanimationsdienst für das gesamte Universitätsklinikum bereitgestellt. Unter einer internen Nummer (50555) kann man rund um die Uhr einen erfahrenen Arzt der Intensivstation erreichen. Im Durchschnitt wird der Einsatzort vom Reanimationsteam in weniger als 4min erreicht.

Außerdem hält die Klinik ein „Medical Evaluation Team“ vor, das in Zusammenarbeit mit den Kollegen vor Ort die weitere Behandlung von schwerkranken Patienten plant.

Schockraummanagement

Alle Patienten nach Trauma, die in die Zentrale Notaufnahme eingewiesen werden und bei denen eine vital bedrohliche Verletzung oder Organfunktionsstörung angenommen werden muss, werden durch das Schockraumteam behandelt.

Das Universitätsklinikum ist fester Kursort des ATLS-Ausbildungsprogramms der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie.

Ausbildung der Mitarbeiter des Klinikums

Der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin obliegt die Ausbildung und regelmäßige Schulung aller Mitarbeiter des Universitätsklinikums in den Basismaßnahmen der Reanimation, also in Maßnahmen des Basic life supports und im Umgang mit einem automatischen externen Defibrillator (AED).

Die Schulungen mit Reanimationspuppen in den Räumen des Bildungszentrums werden entsprechend den Tätigkeitsfeldern gesondert für medizinisches und nichtmedizinisches Personal getrennt angeboten. Außerdem wird zusätzlich ein Kinderreanimationskurs angeboten.

Schmerztherapie

​Die Schmerzambulanz unserer Klinik betreut sowohl ambulante als auch stationäre Schmerzpatienten.

Eine telefonische Terminvereinbarung ist unter 0341 - 97 17716 möglich.

Das Spektrum umfasst alle Schmerzbilder mit den Schwerpunkten:

  • Tumorschmerzen
  • Migräne u.a. Kopfschmerzsyndrome
  • Rückenschmerzen
  • Neuropathische Schmerzen

Zur Anwendung kommen alle gängigen Verfahren wie:

  • Medikamentöse Schmerztherapie
  • Regionalanästhesiologische Verfahren
  • Schmerz(mittel)pumpen

Anmeldung ambulanter Schmerzpatienten

Benötigt werden:

  • Überweisung von einem niedergelassenen Arzt (Hausarzt oder Neurologe, Orthopäde usw.)
  • Chipkarte
  • Befunde von Voruntersuchungen

In regelmäßig durchgeführten interdisziplinären Schmerzkonferenzen werden aktuelle Themen der Schmerztherapie behandelt. Hier besteht für Kollegen aller Fachrichtungen, sowohl aus der Universitätsmedizin Leipzig als auch aus dem niedergelassenen Bereich, die Möglichkeit, Problempatienten vorzustellen. 

Palliativmedizin

​Die palliative Versorgung umfasst die aktive und ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer nicht heilbaren, progredienten oder weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung. Sie strebt die Besserung körperlicher Krankheitsbeschwerden ebenso wie psychischer, sozialer und spiritueller Probleme an. Dies geschieht durch Vorbeugung und Linderung des Leidens mittels frühzeitiger Erkennung und korrekter Beurteilung sowie der Behandlung von Schmerzen und anderen Beschwerden. Eine Festlegung auf bestimmte Krankheitsbilder besteht nicht.

Als Team der Palliativstation begreifen wir unsere besondere Verantwortung darin, die Würde unheilbar kranker und sterbender Menschen zu achten und sie selbst und ihre Angehörigen bei der Bewältigung ihrer Situation zu unterstützen.

Unser Handeln orientiert sich an den Bedürfnissen der Patienten. Dabei steht für uns der respektvolle Umgang mit ihren individuellen Wünschen und dem Willen des Patienten im Vordergrund.

Aufnahme und Entlassung

Die Aufnahme auf die Palliativstation bedarf einer vorherigen Anmeldung durch den behandelnden Arzt. Der Patient sollte über die Art und Prognose der Erkrankung aufgeklärt und mit einer palliativen Betreuung einverstanden sein. Wir streben für die Patienten nach Stabilisierung der Krankheits- und Betreuungssituation, eine Entlassung nach Hause oder in eine andere gewünschte Umgebung an. Die Entlassung wird von uns und den weiterbetreuenden Kollegen rechtzeitig und umfassend vorbereitet. Nähere Informationen finden Sie hier.

Einrichtung und Standort

Unsere Palliativstation verfügt über 8 Einzel- und 2 Doppelzimmer mit wohnlicher Atmosphäre. Ein gemütlicher Raum der Begegnung mit Terrasse und Garten ist der Mittelpunkt unserer Station und steht allen Patienten, Angehörigen und dem Personal zur Verfügung. Angehörige oder Freunde können in den Patientenzimmern oder im Raum der Begegnung übernachten.

Universitäres Krebszentrum UCCL

Bei der Behandlung von Patienten mit Krebserkrankungen kooperieren wir mit dem Universitären Krebszentrum (UCCL) am Universitätsklinikum.

Hyperbarmedizin

Hotline: 0341 - 97 19702 oder 0341 - 97 19706

An unserer Klinik ist eine hyperbare Sauerstoffbehandlung unter intensivmedizinischen Bedingungen möglich. Dies schließt die Notfalltherapie und weitere Versorgung schwerst- und lebensbedrohlich erkrankter oder verletzter Patienten ein.

Die Behandlung erfolgt nach den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, Standards und Therapieprotokollen.

Die komplexe intensivmedizinische Betreuung unserer Patienten während der Druckkammerbehandlung beinhaltet z.B. die Fortführung einer differenzierten Beatmungstherapie und der hämodynamischen Überwachung zur Steuerung der Therapie mit hochwirksamen kreislaufunterstützenden Medikamenten.

Uns steht dafür das komplette Equipment einer zeitgemäß ausgestatteten Intensivstation zur Verfügung.

Die räumliche Nähe von Hubschrauberlandeplatz, Zentraler Notfallaufnahme, radiologisch-diagnostischer Abteilung, Intensivstation und Operationssaal steht für kurze Wege und Risikominimierung bezüglich der notwendigen Patiententransporte.

Mit der Hintergrundlogistik eines modernen Universitätsklinikums ist so auch die ressourcenintensive Versorgung schwerstkranker Intensivpatienten unter Fortführung intensivmedizinischer Therapieverfahren möglich.

Beratung und Übernahme

Wir beraten Sie bei der Behandlung von Patienten, bei denen eine HBO Therapie in Frage kommt. Bei der ersten Kontaktaufnahme wird der diensthabende Oberarzt unserer Intensivstation Sie um die initiale Diagnose und die Kontaktdaten bitten. Anschließend wird sich der diensthabende Hyperbarmediziner bei Ihnen telefonisch melden und die möglichen Therapieoptionen diskutieren. Sofern eine Übernahme und eine HBO Therapie indiziert sind, werden die konkreten Modalitäten vereinbart.

Zur Therapieplanung einer HBO-Notfallbehandlung werden eine Reihe von Daten abgefragt. Die hierzu notwendigen Informationen zum Patienten und zum Krankheitsverlauf können Sie gern unserem intern genutzten Formular entnehmen.

Anfahrt

Die Druckkammer des Hyperbarmedizinischen Zentrums ist für Patiententransporte direkt über den Hubschrauberlandeplatz des Universitätsklinikums und über die Anfahrt der Zentralen Notaufnahme (Paul-List-Straße) erreichbar.

Liebigstraße 20, Haus 4
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 17700 (Chefsekretariat)
Fax:
0341 - 97 17709
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