Experimentelle Chirurgie

Leitung

​Professor Dr. rer. nat. habil. Gabriela Aust

Lebenslauf

Publikationen


Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-,
Thorax- und Gefäßchirurgie

Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie
und Plastische Chirurgie

Arbeitsgruppe Experimentelle Chirurgie
Zentrales Forschungsgebäude, Haus C
Raum 1105.1

Telefon: 0341 - 97 17555
Fax:      0341 - 97 17779
E-Mil:    gabriela.aust@medizin.uni-leipzig.de

Mitarbeiter

Dr. rer. nat. Marianne Quaas

​Telefon: 0341 - 97 17285
E-Mail:  marianne.quaas@medizin.uni-leipzig.de

​Ngoc Ahn Hoang (MSc)

​Telefon: 0341 - 97 17556
E-Mail:  ngoc.hoang@medizin.uni-leipzig.de

​Christiane Kerner (MTA)

​Telefon: 0341 - 97 17772
E-Mail:  christiane.kerner@medizin.uni-leipzig.de

​Labor

​Telefon: 0341 - 97 17773

 

Modelle des erblichen Darmkrebses

​Modelle des erblichen Darmkrebses – Regulation von intestinalen Stammzellen

Stammzellen sind für die ständige Erneuerung des Darmepithels verantwortlich. Ihre Nachkommen differenzieren zu verschiedenen Zelltypen, die unterschiedliche Aufgaben wie die Aufnahme von Nahrungsbestandteilen oder die Abgabe von Hormonen im Darm übernehmen. Wir können diese Stammzellen aus dem Darm isolieren. Sie bilden in einer Zellkultur (in-vitro) Organoide, sogenannte „Minidärme", die alle wichtigen Zelltypen enthalten und unbegrenzt vermehrt werden können. Uns interessieren vor allem Modelle des erblichen kolorektalen Karzinoms (HNPCC). Diese Tumore entstehen durch Mutationen in Genen, die normalerweise die Reparatur von DNA Schäden übernehmen.
In Zusammenarbeit mit Dr. J. Galle (IZBI, Universität Leipzig) analysieren wir die (epi)genetische Regulation von Stammzellen bei dieser Erkrankung.

​Organoide aus Stammzellen des normalen Darmes (Inserts) und  eines kolorektalen Tumors. Die Zeitdauer des Wachstums ist in Stunden angegeben (aus: Keysselt el al. Oncogene 2017)

 

​Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ​

Funktion und Signaltransduktion

​Funktion und Signaltransduktion von Adhäsions-G-Protein gekoppelten Rezeptoren (GPCR)  

Adhäsions-GPCR sind eine wenig erforschte Familie von Rezeptoren, die ungewöhnliche lange extrazelluläre Anteile besitzen. Die verschiedenen Domänen in diesem „Arm" ermöglichen Interaktionen (u.a. Adhäsion = Name!) mit anderen Rezeptoren oder Bestandteilen der extrazellulären Matrix. Wir haben den ersten humanen Adhäsions-GPCR, CD97 / ADGRE5, beschrieben und seitdem hauptsächlich zu seiner Regulation in kolorektalen Tumoren, in denen CD97 im Vergleich zum normalen Darm viel stärker exprimiert wird, gearbeitet.

Die Signalisierung der Adhäsions GPCRs ist spannend. Zum einem eröffnen sich über ihren extrazellulären Anteil und der Tatsache, dass sie sich in zwei assoziierte Fragmente spalten, völlig neue Möglichkeiten, Signale weiterzugeben. Zum anderen können diese Rezeptoren mechanische Signale in eine zelluläre Antwort umwandeln. Wir haben dabei eine interessante Möglichkeit gefunden, wie Adhäsions-GPCR in dieser Signalkette wirken. CD97 wird über seinen intrazellularen C-Terminus mit anderen Proteinen verankert. Diese Bindung wird durch mechanische Stimuli gelöst, wodurch wahrscheinlich das Zytoskelett und damit die viskoelastischen Eigenschaften der Zelle verändert werden.

​In CD97-positiven Zellen wird durch mechanische Kräfte (shear-stress, 10 min) in kurzer Zeit eine Phosphorylierung von CD97 und damit eine Änderung in der Signalkaskade des Rezeptors ausgelöst; die mikroskopischen Bilder  zeigen eine Färbung der Zellen für phospho-CD97 und F-actin (unveröffentlicht).  

 
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft

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