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Erkrankungen des Zwischenfellraums (Mediastinum)

​Grundsätzlich gehören Tumore im Mediastinums zu den seltenen Erkrankungen. Diese Raumforderungen, zwischen den beiden Lungenflügeln liegend, verursachen oft keine Beschwerden und werden meistens als Zufallsbefund entdeckt. Sie können jedoch auch über unspezifische Symptome wie Luftnot, Druckgefühl, Schluckstörung oder Heiserkeit auffällig werden oder im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen stehen.

Um einen Tumor des Mediastinums näher einordnen zu können, müssen teils ausgiebige Voruntersuchungen veranlasst werden.

Keimzelltumoren

​Diese Tumore entstehen durch Wanderung der embryonalen Stammzellen ins Mediastinum. Es finden sich verschiedenste Formen der Tumore. Unter anderen ist hier das Teratom zu nennen. Hier werden vom Körper fälschlicherweise Organanteile aus anderen Körperteilen im Körper angelegt. Auch hier ist zwischen gut- und bösartigen Ausprägungen zu unterscheiden.

 

Lymphome

​Die Lymphome machen ca. 5 Prozent der mediastinalen Tumoren aus. Die feingewebliche Sicherung erfolgt mittels Spiegelung der Atemwege (Bronchoskopie) mit Ultraschallgestützter Punktion oder als Spiegelung des Zwischenfells (Mediastinoskopie) mit einem 3 - 4 cm großen Schnitt am Hals. Eine vollständige Entfernung von Lymphomen ist in der Regel nicht sinnvoll, da nur die Chemotherapie dauerhafte Heilungschancen ermöglicht.

 

Thymome

​Der Thymus ist ein lymphatisches Organ im vorderen Mediastinum. Ein Thymom ist ein Tumor im Thymus mit guten Heilungschancen. Thymome sind insgesamt seltene bösartige Tumore und machen etwa 0,2 - 1,5 Prozent aller Malignome aus. Bei 45 Prozent der Patienten mit Thymom tritt eine Myasthenia gravis (Autoimmunkrankheit des Nerven-Muskelapparats) auf. Die Symptomatik einer Myasthenia kann sich durch die Entfernung des Thymoms entscheidend bessern. Die vollständige Entfernung des Thymoms ist das Mittel der Wahl bei den operablen Tumoren und sollte immer angestrebt werden. Die Operation des Thymus kann anhand der Tumorgröße in verschiedenen Techniken durchgeführt werden. Bestimmte Thymome können in Schlüsselloch-Chirurgie (minimal-invasiv) entfernt werden. Die Sternotomie (Brustbeineröffnung) ist ebenfalls als eine der Zugangsmöglichkeiten für die Thymomentfernung zu nennen.

Fragen Sie hierzu auch gern Ihren behandelnden Neurologen.

Neurogene Tumore

​Die neurogenen Tumore machen ca. 20 Prozent aller mediastinalen Tumore aus und befinden sich in 75 Prozent der Fälle im hinteren Mediastinum in der Nähe der Wirbelsäule. Die Mehrheit der neurogenen Tumore sind gutartig (95 Prozent der Fälle). Die vollständige Entfernung ist dennoch in den meisten Fällen sinnvoll.

 

Mediastinale Zysten

​Die mediastinalen Zysten sind häufig angeboren und werden zufällig entdeckt. Es handelt sich hier um oft lange vorbestehende, flüssigkeits- oder schleimgefüllte Hohlräume. Eine Entfernung wird bei Eignung in Schlüsselloch-Chirurgie (minimal-invasiv) durchgeführt.

 

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