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Magenkarzinom

​Um das Magenkarzinom in Zukunft noch besser zu verstehen, arbeiten wir an mehreren Teilprojekten, die I) die Erforschung der genetischen und molekularen Ursachen, II) Diagnosestellung mittel „Liquid Biopsy" ermöglichen und III) den lymphatischen Metastasierungsprozess untersuchen.

Im Rahmen einer großangelegten genomweiten Assoziationsstudie (staR - "gastric cancer Research") bei Patienten mit Magenkarzinom sollen zusammen mit dem UCCL Leipzig und der Universitätsklinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie Magdeburg die genetischen und zellbiologischen Ursachen des Magenkarzinoms aufgeklärt werden. Es sollen Risikogenvarianten identifiziert werden, welche bei Magenkarzinompatienten gehäuft auftreten.

Nachdem 2014 und 2015 zusätzlich zu den histologischen Subtypen des Magenkarzinoms auch molekulare Subtypen identifiziert wurden, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, diese möglichst schon vor Therapiebeginn zu identifizieren. Essentieller Teil des von uns gewählten Forschungsansatzes ist es, dass wir den molekularen Subtyp aus einer Blutprobe als „Liquid Biopsy" über die vom Tumor ausgeschleusten Exosomen bestimmen wollen.

Ziel ist es, ein PCR-Panel zu entwickeln und zu validieren, welches eine Aussage über den molekularen Subtyp des Magenkarzinoms liefert und im Verlauf einer neoadjuvanten Chemotherapie als Indikator für die Chemosensitivität bzw. das Auftreten oder eines Progress dienen kann.

Die kurative Therapie des Magenkarzinoms ist stark davon abhängig, ob der Tumor bereits lymphatisch metastasiert ist (N+) oder nicht (N0). Etwa 50 Prozent der Patienten mit Magenkarzinom weisen zur Diagnosestellung eine lymphatische Metastasierung auf, was zu einer niedrigen 5-Jahresüberlebensrate von 15 - 30 Prozent führt. Patienten mit einem N0-Status hingegen haben eine 5-Jahresüberlebensrate von bis zu 78 Prozent. So haben Patienten, welche einen N0-Status aufweisen, eine deutlichen Überlebensvorteil gegenüber Patienten, die nodal-positiv diagnostiziert werden. Uns interessiert, ob das Mikromilieu des Lymphknoten ein ausschlaggebendes Kriterium für die lymphatische Metastasierung darstellt. Hierzu werden mittels Proteomics (in Kooperation mit Prof. Hoffmann und Frau Dr. Völkel, BBZ) tumorfreie und tumorbefallene Lymphknoten individueller Magenkarzinompatienten untersucht.

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