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Pressemitteilungen

 

 

DGFG realisiert im Universitätsklinikum Leipzig erste Herz- und Gefäßentnahme mit Mobilem Team<img alt="DGFG" src="/presse/PressImages/pic_20180814084906_0525e70b78.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-08-13T22:00:00ZLeipzig, Hannover 14.08.18 – Ende Juli konnte die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) im Universitätsklinikum Leipzig die erste Spende kardiovaskulärer Gewebe (KVG) bei einem Herz-Kreislauf-Verstorbenen realisieren. Das Universitätsklinikum Leipzig ist Gesellschafter der DGFG und leistet mit der engen Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation einen wichtigen Beitrag, die Patientenversorgung mit Herzklappen und Blutgefäßen in Deutschland weiter zu verbessern. Denn auch heute, elf Jahre nach Inkrafttreten des Gewebegesetzes, ist der Mangel an kardiovaskulären Gewebetransplantaten sehr hoch: Der Bedarf an Herzklappen und Blutgefäßen liege Schätzungen zu Folge pro Jahr bei jeweils 500 Transplantationen. Es können jedoch nicht einmal die Hälfte der wartenden Patienten versorgt werden. <p>Herzklappen und Blutgefäße stammten bisher überwiegend aus der Organspende. 233 Organspender waren im vergangenen Jahr Gewebespender. Dennoch ist der Anteil an Organspendern, die Gewebespender sind, insgesamt sehr gering. &quot;Aufgrund der begrenzten Zahl an Organspendern sind wir auf die Spende dieser Gewebe von Herz-Kreislauf-Verstorbenen angewiesen&quot;, betont Martin Börgel, Geschäftsführer der <a title="DGFG" href="https&#58;//www.gewebenetzwerk.de/" rel="ext" target="_blank">DGFG</a>. Im vergangenen Jahr hat die DGFG an mehreren Standorten im deutschlandweiten Netzwerk angefangen, ein solches KVG-Spendeprogramm zu etablieren - mit Erfolg. Während die Entnahme bislang von den Chirurgen der Kliniken durchgeführt wurde, kam in Leipzig nun zum ersten Mal das neue Mobile Team der DGFG zusammen, bestehend aus einem Arzt und einem Koordinator. &quot;Ein eigenes mobiles Entnahmeteam erhöht die Chance, eine solche Spende zu realisieren, da wir nicht mehr ein ganzes Chirurgen-Team der Kliniken benötigen.&quot;</p> <p><br><strong>KVG-Spende bei Herz-Kreislauf-Verstorbenen&#58; ein Wettlauf mit der Zeit</strong><br>Das Zeitfenster einer KVG-Spende bei Herz-Kreislauf-Verstorbenen ist begrenzt. Innerhalb kürzester Zeit müssen Entnahmeteam und -raum bereitstehen. &quot;Wir versuchen eine solche Spende binnen 24 Stunden von der Meldung des potenziellen Spenders bis zur Entnahme des Herzens und der Blutgefäße zu realisieren&quot;, erklärt der ärztliche Regionalleiter der DGFG Dr. med. Frank Polster, der als Teil des Mobilen Entnahmeteams die KVG-Spende begleitet hatte. &quot;In dieser Zeit erfolgt die komplette Spenderdiagnostik, die Aufklärung der Angehörigen und im Falle einer Zustimmung die entsprechende logistische und personelle Organisation sowohl der Entnahme als auch des späteren Versands der Spende in die Gewebebank.&quot; Liegt eine Freigabe zur Spende kardiovaskulärer Gewebe vor, muss die Entnahme in enger Abstimmung mit dem Klinikpersonal organisiert und vorbereitet werden. &quot;Ein großer Dank geht an dieser Stelle an den Leiter der <a title="Gefäßchirurgie" href="/einrichtungen/vttg/gefäßchirurgie" rel="ext" target="_blank">UKL-Gefäßchirurgie </a>Dr. med. Holger Staab, der uns bei der Spende aktiv unterstützt hat.&quot;<br><br><strong>Auf dem richtigen Weg, doch noch lange nicht am Ziel</strong><br>Ist ein Patient auf eine neue Herzklappe oder ein Gefäß angewiesen, dann steht meist sein Leben auf dem Spiel. &quot;Umso wichtiger ist es, dass wir mit der DGFG weiter daran arbeiten, eine zeitnahe und sichere Versorgung mit diesen lebensrettenden Transplantaten sicherzustellen&quot;, sagt Prof. Dr. med. Wolfgang E. Fleig, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. Wenn die Herzklappen z. B. aufgrund eines angeborenen Herzfehlers nicht richtig funktionieren, wird jede körperliche Anstrengung zu einer großen Herausforderung. Schon seit einigen Jahren werden Patienten mit einer Herzklappeninsuffizienz Alternativen zu den sogenannten Homografts, den menschlichen Spenderherzklappen, implantiert - mit deutlichen Nachteilen gerade für jüngere Patienten&#58; Tierische Herzklappen haben eine sehr begrenzte Haltbarkeit, mechanische Herzklappen sind mit einer lebenslangen blutverdünnenden Medikation verbunden. Auch ihre Haltbarkeit ist begrenzt. Jede Nachoperation am offenen Herzen birgt für den Patienten ein hohes Risiko und verringert dazu auch noch seine Lebenserwartung. Sind Gefäßprothesen erst einmal infiziert, kann nur ein Gefäß eines Gewebespenders das Leben des Patienten, das hierbei auf dem Spiel steht, retten. In diesen Fällen zählt jede Minute.</p> <p><br><strong>DGFG baut Netzwerk für Gewebespende in Region Ost weiter aus</strong><br>Voraussetzung für eine Herzklappen- oder Gefäßtransplantation ist die Gewebespende. Diese wiederum kann nur realisiert werden, wenn die Kliniken potentielle Spender an die DGFG melden. Die zwei größten Kliniken aus dieser Region sind bereits seit der Geburtsstunde der DGFG 2007 Gesellschafter&#58; das Universitätsklinikum Leipzig sowie das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. Seit über zehn Jahren engagieren sich die beiden Uniklinika und zahlreiche weitere Krankenhäuser aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sehr erfolgreich für die Gewebespende. Im Ergebnis ist die Versorgung der Patienten über die Jahre dank dieses Engagements deutlich verbessert worden. Allein in diesem Jahr konnte die DGFG bislang in dieser Region schon 360 Gewebespenden realisieren. Prinzipiell kann jeder Verstorbene Gewebe spenden, so lange keine medizinischen Ausschlussgründe wie Infektionskrankheiten vorliegen. Neben Herzklappen und Blutgefäßen können Verstorbene auch Augenhornhäute, Knochen, Sehnen, Bänder und Haut nach dem Tod für andere Menschen spenden.</p> <p><br><strong>Die DGFG</strong><br>Die DGFG ist eine unabhängige, gemeinnützige Gesellschaft, die seit 1997 die Gewebespende und -transplantation in Deutschland fördert. Auf der Basis des Gewebegesetzes von 2007 sind alle Tätigkeiten und Ablaufprozesse der Gewebespende gesetzlich geregelt. Für alle Gewebezubereitungen gilt das Handelsverbot. Im Netzwerk der DGFG kooperieren zahlreiche Universitätskliniken, kommunale und konfessionelle Krankenhäuser, aber auch große Klinikverbünde. Sie alle unterstützen die Gewebespende durch die Meldung möglicher Gewebespender und nehmen so ihre gesellschaftliche Verantwortung für die Versorgung der betroffenen Patienten wahr. Gesellschafter sind das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, das Universitätsklinikum Leipzig, die Medizinische Hochschule Hannover, die Universitätsmedizin Rostock sowie das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg. Mit der DGFG geben die Gesellschafter aus dem öffentlichen und kirchlichem Raum eine Antwort auf die gesellschaftliche Aufgabe der altruistischen Gewebespende und erteilen dabei jeglichen Interessen und Beteiligungen von Privatpersonen eine deutliche Absage.</p> <p>&#160;</p>
30 UKL-Experten gehören zu den TOP-Medizinern2018-06-21T22:00:00ZLeipzig. 30 Ärzte des Uniklinikums Leipzig zählen zu Deutschlands Top-Medizinern und werden von Kollegen und Patienten besonders empfohlen – so nachzulesen in der aktuellen Ärzteliste des FOCUS. Besonders stark ist das UKL demnach in der Krebsmedizin, in der Inneren Medizin, in der Chirurgie sowie in der Geburtsmedizin, Neonatologie und Kindermedizin. <p>Wiederholt erhalten die Fachleute für Krebsmedizin hervorragende Bewertungen und viele Empfehlungen - Prof. Florian Lordick für Krebserkrankungen des Verdauungstraktes, Prof. Andreas Dietz bei Kopf-Hals-Tumoren, Prof. Jürgen Meixensberger bei Hirntumoren, für urologische Tumoren Prof. Jens-Uwe Stolzenburg, zu Leukämie Prof. Dietger Niederwieser und in der Strahlentherapie Prof. Rolf-Dieter Kortmann.</p> <p>Ebenfalls wieder vollständig vertreten ist das leitende Team der Geburtsmedizin, Kindermedizin und Neonatologie mit Prof. Holger Stepan, Prof. Wieland Kiess und Prof. Ulrich Thome.</p> <p>Zu den empfohlenen Ärzten gehören in der Chirurgie Prof. Christoph Josten für die Unfallchirurgie, Prof. Christoph Heyde in der Wirbelsäulenchirurgie, Prof. Andreas Roth bei Knieoperationen, Prof. Pierre Hepp für Schulterchirurgie, Prof. Nada Rayes bei Schilddrüsen-Operationen und Prof. Arne Dietrich in der Adipositas-Chirurgie.</p> <p>Im Bereich der Inneren Medizin finden sich ebenfalls viele Leipziger in der Top-Riege wieder&#58; Prof. Michael Stumvoll in der Endokrinologie, Prof. Hubert Wirtz in der Pneumologie, Prof. Albrecht Hoffmeister für die Gastroskopie, Prof. Christoph Baerwald in der Rheumatologie und Schmerzbehandlung, Prof. Florian Then Bergh für Multiple Sklerose, die Dermatologen Prof. Jan-Christoph Simon und Prof. Regina Treudler für die Themen Allergie und Neurodermitis sowie Prof. Matthias Blüher und Prof. Anja Hilbert in der Ernährungsmedizin.</p> <p>Außerdem genannt sind&#58; Prof. Peter Wiedemann für Netzhauterkrankungen, die Psychosomatikerin Prof. Anette Kersting, für Alzheimer Prof. Hermann-Josef Gertz, Prof. Uwe Paasch für Männergesundheit und die Zahnmediziner Prof. Hans-Ludwig Graf und Prof. Holger Jentsch für Implantologie und Parodontologie.</p>
Viszeralchirurgie am UKL ist Exzellenzzentrum für minimal-invasive Chirurgie<img alt="Das Team des Zentrums für minimalinvasive Chirurgie am UKL um Leiterin Prof. Ines Gockel (3.v.l.)&#58; Dr. Yusef Moulla, Prof. Arne Dietrich, Prof. Daniel Seehofer, Dr. Boris Jansen-Winkeln, PD Dr. Robert Sucher (v.l.)." src="/presse/PressImages/pic_20180608095026_6383b34503.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-06-07T22:00:00ZLeipzig. Die Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig ist als "Exzellenzzentrum für minimal-Invasive Chirurgie" zertifiziert worden. Leipzig ist damit deutschlandweit das dritte Zentrum, nach den Uniklinika Heidelberg und Lübeck, das dieses Qualitätssiegel der höchsten Stufe erhält. <p>Für die Zertifizierung wurde die Arbeit der Leipziger Viszeralchirurgen zwei Tage lang durch Auditoren vor Ort begutachtet. Operationen wurden dabei ebenso geprüft wie alle Instrumente, die Ausbildung der Studenten und der Assistenten, aber auch die Behandlungszahlen und die Qualität der durchgeführten Eingriffe.</p> <p>Dafür bewerteten die Gutachter der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) auch Faktoren wie die Häufigkeit von Komplikationen während und nach einer Operation oder die Zahl der notwendigen Verlegungen. &quot;Alle diese Ergebnisse unserer Arbeit wurden als sehr gut beurteilt&quot;, zeigt sich Prof. Ines Gockel, Leiterin des <a href="/einrichtungen/vttg/viszeralchirurgie" rel="ext" target="_blank">Zentrums für minimal-invasive Chirurgie am UKL</a>, erfreut. Die Prüfer waren beeindruckt von den technischen Möglichkeiten als auch vom Team der Viszeralchirurgie. &quot;Wir freuen uns sehr, mit der Zertifizierung jetzt eine so hochrangige Bestätigung unserer Kompetenz in der minimal-invasiven Chirurgie erhalten zu haben&quot;, so Prof. Gockel.</p> <p>Die Schlüssellochchirurgie ist am Leipziger Universitätsklinikum inzwischen als Standardverfahren bei allen Eingriffen im Bereich der Viszeralchirurgie etabliert. Sowohl Operationen an der Speiseröhre, am Magen und Darm als auch an der Leber sowie Eingriffe in der Adipositaschirurgie werden mit kleinsten Schnitten und oft mit Unterstützung der hochpräzisen OP-Roboter durchgeführt. &quot;Dazu gehören auch komplexe Krebsoperationen, die wir auf diese Weise mit größtmöglicher Sicherheit und so schonend wie möglich durchführen können&quot;,&#160; erklärt die Chirurgin. Faktisch alle Bauchoperationen erfolgen damit am UKL minimal-invasiv.&#160; &quot;Das zeichnet uns aus&quot;, betont Prof. Gockel, &quot;und ist für unsere Patienten von großem Vorteil. Weil durch die kleinen Schnitte der Körper weniger belastet wird, sind sie viel schneller wieder fit und auf den Beinen.&quot;&#160;&#160;&#160; &#160;</p>
Zwei Organe für die Ehefrau<img alt="Staatsministerin Barbara Klepsch traf bei ihrem Besuch des Transplantationszentrums am UKL Simone und Andreas Freude (2.u.3.v.li.), Spender und Empfänger zweier Organe." src="/presse/PressImages/pic_20180606152151_887d8d5e65.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-06-05T22:00:00ZLeipzig. Simone Freude ist ihrem Mann auf besondere Weise verbunden: Sie lebt dank seiner Niere und seiner Leber. Andreas Freude wurde für seine Frau zum zweifachen Organspender. Gemeinsam trafen sie zum Tag der Organspende am Universitätsklinikum Leipzig Ministerin Barbara Klepsch. Die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz informierte sich am 6. Juni über die Arbeit des Transplantationszentrums am Universitätsklinikum Leipzig, das in diesem Jahr sein 25. Jubiläum begeht. <p>Erst vor kurzem konnte das Team des <a title="Transplantationszentrum" href="/Seiten/transplantationszentrum.aspx" rel="ext" target="_blank">Transplantationszentrums </a>einen Meilenstein verzeichnen&#58; die Transplantation der 1000. Leber seit Beginn des Leipziger Transplantationsprogramms. 1993 wurden am Universitätsklinikum Leipzig erstmals Nieren, Lebern und Bauchspeicheldrüsen transplantiert. Seitdem erhielten 1972 Menschen ein neues Organ und damit Hoffnung und ein neues Leben.<br><br>So wie Simone Freude, die zweimal transplantiert wurde. Die 51-Jährige litt an einer angeborenen Erkrankung, die zuerst die Nieren und dann auch die Leber angegriffen und zerstört hat. Viele Jahre lebte die Dresdnerin damit, bevor ihr Zustand sich 2013 rapide verschlechterte und eine Niere entfernt werden musste. Eine Nierentransplantation wurde notwendig. Bei der Suche nach einem geeigneten Spender kam auch ihr Mann in Betracht, obwohl er eine andere Blutgruppe hatte. Andreas Freude musste nicht lange überlegen, und so erhielt seine Frau 2014 am Uniklinikum in Dresden seine Niere im Rahmen einer blutgruppen-inkompatiblen Lebendspende.<br><br>2017 verschlechterte sich dann aber die Funktion der angegriffenen Leber immer mehr. &quot;Die Schmerzen wurden immer schlimmer&quot;, erinnert sich Simone Freude. Im Urlaub in Österreich ging dann nichts mehr, nach der vorzeitigen Rückreise kam sie direkt ins Krankenhaus und wurde von dort mit Organversagen nach Leipzig verlegt. Hier wurde ihr Zustand stabilisiert, um eine Transplantation zu ermöglichen. Wieder war ihr Mann als möglicher Organspender eine Option, und wieder traf Andreas Freude die gleiche Entscheidung - er spendete 2017 im Leipziger Universitätsklinikum seiner Frau ein Stück seiner Leber und rettete so ihr Leben. &quot;Natürlich habe ich das gemacht&quot;, sagt der 53-Jährige. &quot;Es wurde ja auch höchste Zeit, ihr Zustand war so kritisch. Diesen Moment muss ich nicht noch einmal erleben.&quot; Simone Freude erholte sich, auch Andreas Freude verkraftete den erneuten Eingriff sehr gut.<br><br>Was bleibt, ist die Angst, dass wieder etwas passiert, und vieles, was noch verarbeitet werden muss, erzählt Simone Freude beim Treffen mit Ministerin Klepsch. Diese traf das Dresdner Ehepaar bei ihrem Besuch am UKL, bei dem sie sich über die wichtige Arbeit des Transplantationszentrums informierte. Im Gespräch mit dem Team des Zentrums berichteten ihr die Ärzte und Koordinatoren von ihrer schwierigen täglichen Aufgabe. &quot;Wir sehen unsere todkranken Patienten und wissen, dass wir angesichts des Organmangels nicht allen werden helfen können&quot;, konstatiert Prof. Daniel Seehofer, Leiter des Zentrums. Seehofer plädiert dafür, dass mehr Menschen sich mit dem Thema Organspende auseinandersetzen und für sich eine klare Entscheidung treffen. &quot;Wichtig ist, sich damit zu beschäftigen und Angehörige mit dieser Frage im Ernstfall nicht allein zu lassen&quot;, so der Chirurg. Das vereinfache die oft unter hohem Zeitdruck zu treffenden Entscheidungen, ob jemand als Organspender in Frage kommt oder nicht. Natürlich wünscht sich der Transplantationschirurg, dass das Votum häufiger für eine Organspende ausfällt. &quot;Wir können unseren Patienten nur helfen, wenn ein anderer Mensch bereit ist, dafür zum Spender zu werden&quot;, so Seehofer.</p> <p>Ministerin Barbara Klepsch zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Leipziger Transplantationsmediziner und betonte ebenfalls die Wichtigkeit der Organspende.<br>&quot;Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Leipziger Transplantationszentrums, die mit ihrer Arbeit seit 25 Jahren hunderten schwerkranken Patienten mit einer Transplantation helfen und deren Leben retten konnten. Viele Patienten empfinden die Transplantation als Beginn eines zweiten, eines geschenkten Lebens und sind ihren Organspendern sehr dankbar&quot;, sagte Ministerin Klepsch.<br>&quot;Wir müssen stärker über das Thema Organspende reden. Jeder kann in die Situation kommen, auf ein Spenderorgan angewiesen zu sein. Bedauerlicherweise aber sinkt bundesweit seit Jahren die Zahl der Organspender. Es ist wichtig, dass jeder für sich eine Position dazu bezieht und selbstbestimmt eine Entscheidung trifft&quot;, so Klepsch weiter.</p> <p>Im Fall von Simone und Andreas Freude war die Entscheidung sicher einfacher, denn hier kam eine Lebendspende in Frage. Dennoch hoffen auch die Freudes darauf, dass sich künftig mehr Menschen für einen ähnlichen Schritt entscheiden. &quot;Unser Sohn hat meine Erkrankung geerbt&quot;, erzählt Simone Freude. Noch gehe es ihm gut. &quot;Wenn es dann aber so weit sein sollte, hoffen wir sehr, dass es auch für ihn einen Spender geben wird.&quot;</p> <p><strong>Hintergrund</strong><br>Transplantationszentrum am Universitätsklinikum Leipzig</p> <p>Am 21. Oktober 1993 wurde am UKL die erste Niere transplantiert, am 12. Dezember des gleichen Jahres dann die erste Leber.<br>Knapp 25 Jahre später, am 6. Mai 2018, übertrugen die Transplantationschirurgen zum 1000. Mal eine Leber. 972 Nieren wurden seit 1993 transplantiert, allein im letzten Jahr 43 Lebern und 29 Nieren. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres waren es 26 Leber- und 21 Nieren-Transplantationen. Auf der Warteliste stehen 56 Menschen, die eine Leberspende benötigen, und 175, die eine Nierenspende brauchen.<br>Am Universitätsklinikum Leipzig werden außer Lebern und Nieren auch Bauchspeicheldrüsen transplantiert, Lungentransplantationen erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Herzzentrum, wo auch Herzen transplantiert werden.</p> <p>&#160;</p>
1000. Leber transplantiert2018-05-30T22:00:00ZLeipzig. Zwei runde Daten in einem Jahr: 2018 jährt sich die Eröffnung des Transplantationszentrums am Universitätsklinikum Leipzig zum 25. Mal. Am 21. Oktober 1993 wurde am UKL die erste Niere transplantiert, am 12. Dezember dann die erste Leber. Knapp 25 Jahre später, am 6. Mai 2018, übertrugen die Transplantationschirurgen zum 1000. Mal eine Leber. 972 Nieren wurden seit 1993 transplantiert, allein 26 Lebern und 21 Nieren in den zurückliegenden fünf Monaten. Anlässlich des Tages der Organspende besucht Staatsministerin Barbara Klepsch am 6. Juni das Leipziger Transplantationszentrum, um sich im Jubiläumsjahr vor Ort über dessen wichtige Arbeit zu informieren. <p>1000. Lebertransplantation - diese Zahl steht für Vieles zugleich&#58; 1000 Mal Hoffnung für Menschen, die keine andere Chance mehr hatten, 1000 Mal die Entscheidung eines Spenders, Leben zu retten, 1000 chirurgische Spitzenleistungen. Für die Empfängerin der 1000. Leber steht diese Zahl für ihren zweiten Geburtstag&#58; Am 6. Mai, in der Nacht von Samstag zum Sonntag, schenkte ein ihr Unbekannter ihr ein neues Leben. In dieser Nacht transplantierte Prof. Dr. Daniel Seehofer, Leiter des <a title="Transplantationszentrum" href="/Seiten/transplantationszentrum.aspx" rel="ext" target="_blank">Transplantationszentrums </a>am UKL, der Plauenerin eine neue Leber. Davor lagen Jahre, in denen sich ihr Zustand aufgrund einer Autoimmunerkrankung, die die Leber angreift, immer weiter verschlechterte. So sehr, dass sie am 18. April mit höchster Dringlichkeit auf die Warteliste gesetzt wurde. Mit ihr warteten hier noch 56 Menschen, die eine neue Leber brauchen. Doch die 58-Jährige hatte Glück, für sie fand sich nach zwei Wochen ein passendes Organ. &quot;Diese Patientin war sehr schwer krank, als wir sie auf die Warteliste setzten&quot;, erklärt Prof. Thomas Berg, Experte für Leberkrankungen und Leiter der <a title="Hepatologie" href="http&#58;//gastroenterologie.uniklinikum-leipzig.de/mk2gastro.site%2cpostext%2chepatologie.html?PHPSESSID=da4221609991ufsr14v1vgmpt2" rel="ext" target="_blank">Hepatologie</a> am Universitätsklinikum Leipzig. &quot;Wir sind sehr froh, dass wir ihr so schnell helfen konnten. Leider erreichen Patienten mit fortgeschrittenem Leberversagen viel zu oft nicht mehr die rettende Transplantation.&quot;<br><br>Denn den Chirurgen steht in vielen Fällen nur ein sehr kleines Zeitfenster offen, in dem den Patienten mit einer Transplantation geholfen werden kann. Denn verschlechtert sich ihr Zustand zu sehr, bekommt ein anderer Patient, mit einer besseren Überlebenschance, das rare Organ. &quot;Letztlich erhält nur jeder dritte Patient mit einer solchen akuten Verschlechterung der Leberfunktion diese Chance&quot;, sagt Prof. Seehofer. Das liegt am Mangel an Spenderorganen. Denn seit Jahren sind die Spenderzahlen in Deutschland niedrig, niedriger als in anderen europäischen Ländern und zu niedrig, um allen zu helfen, die diese Hilfe brauchen.<br><br>Seit 25 Jahren arbeiten die Transplantationsmediziner am Universitätsklinikum Leipzig in diesem Spannungsfeld. &quot;Wir können unseren Patienten nur helfen, wenn ein anderer Mensch bereit ist, dafür zum Organspender zu werden - eine sehr wichtige, sehr weitreichende und sehr persönliche Entscheidung, vor der ich höchsten Respekt habe&quot;, so Prof. Seehofer.<br>Im vergangenen Jahr haben Seehofer und sein Team dank einer solchen Entscheidung 43 Menschen mit einer Lebertransplantation helfen können, 29 erhielten eine neue Niere. &quot;Damit sind wir, wie alle Transplantationszentren in Deutschland, weit von den hohen Zahlen früherer Jahre entfernt&quot;, so Seehofer.<br><br>Seit Jahren sinken die Spenderzahlen in Deutschland. Zwar gab es in Mitteldeutschland im ersten Quartal 2018 wieder einen leichten Aufwärtstrend, &quot;aber es sind insgesamt immer noch viel zu wenig Spenderorgane, die gemeldet werden&quot;, sagt der UKL-Chirurg.<br>Umso erfreulicher ist, dass die Empfängerin der 1000. Leber die Operation gut überstanden hat. Das neue Organ hat die Arbeit der zerstörten Leber übernommen, der Körper hat das fremde Gewebe akzeptiert. Rückfälle sind bei ihrer Erkrankung, an der etwa zehn Prozent aller Lebertransplantationspatienten leiden, selten. Sie hat also viele Jahre mit einer gesunden Leber vor sich. Seehofer&#58; &quot;Das wünschen wir uns natürlich für alle unsere Patienten.&quot;</p> <p><strong>Hinweis für Medienvertreter&#58;</strong></p> <p>Wie wichtig die Arbeit des Teams des UKL-Transplantationszentrums ist, davon überzeugt sich am 6. Juni Staatsministerin Barbara Klepsch bei einem Besuch vor Ort, bei dem sie mit Mitarbeitern des Zentrums und Patienten ins Gespräch kommen möchte. Sie sind herzlich eingeladen, Ministerin Klepsch bei diesem Besuch zu begleiten.</p> <p>Zeit&#58; 12 - 13 Uhr<br>Ort&#58; Universitätsklinikum Leipzig<br>Besprechungsraum &quot;Justus von Liebig&quot;<br>Liebigstraße 20, Haus 4</p> <p>Wenn Sie teilnehmen möchten, bitten wir um eine kurze Rückinformation an presse@uniklinik-leipzig.de oder telefonisch unter 0341- 97 15905.</p>

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