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Pressemitteilungen

 

 

Teilhabe, Therapie und EmpathieUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Mit dem Projekt LoTTE geht das UKL <img alt="Das Team LoTTE kümmert sich um eine moderne, altersgerechte chirurgische Versorgung am UKL&#58; Valeska-Shalane Hüttig, Cornelia Friedrich, Stephanie Helm und Melinda Adam (v. l.)." src="/presse/PressImages/I-20260108079270-69e60202aeb74.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2026-04-20T22:00:00ZLeipzig. Immer mehr ältere und hochbetagte Menschen benötigen eine stationäre Behandlung – und stellen Kliniken vor neue Herausforderungen. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) begegnet dieser Entwicklung mit dem Projekt LoTTE: einem strukturierten, interdisziplinären Versorgungskonzept, das die Abläufe rund um eine Operation gezielt an den besonderen Bedürfnissen von Patient:innen über 65 Jahren mit mehreren Vorerkrankungen ausrichtet. Es umfasst eine frühzeitige, umfassende Vorbereitung auf den Eingriff, begleitet den gesamten stationären Aufenthalt und schließt auch die Phase nach der Entlassung ein. Im Mittelpunkt stehen dabei gleichermaßen die Patient:innen selbst und ihre Angehörigen.<p>Nach Angaben des <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.statistik.sachsen.de/">Statistischen Landesamtes Sachsen</a> waren bereits im Jahr 2022 von den rund 840.000 Patient&#58;innen, die in sächsischen Krankenhäusern behandelt wurden, mehr als die Hälfte 65 Jahre oder älter. Auch der Anteil hochbetagter Menschen unter den Krankenhauspatient&#58;innen steigt kontinuierlich. Während im Jahr 2005 im Freistaat etwa 13 Prozent der Krankenhausfälle auf Menschen über 80 Jahre entfielen, lag ihr Anteil 2023 bereits bei rund 25 Prozent. Das bedeutet, dass mittlerweile jeder vierte Krankenhauspatient in Sachsen mindestens 80 Jahre alt ist. Die Gruppe der Hochbetagten ist damit die am schnellsten wachsende Patientengruppe in den sächsischen Kliniken.<br><br>„Der demografische Wandel ist längst im Klinikalltag angekommen. Viele ältere Patient&#58;innen leiden unter mehreren chronischen Erkrankungen. Das erfordert neue Versorgungsstrukturen und rückt das Thema einer individuellen und ganzheitlichen Begleitung dieser Patientengruppe vor, während und nach einer Operation zunehmend in den Blickpunkt. Mit LoTTE erproben wir, wie eine moderne, altersgerechte chirurgische Versorgung konkret aussehen kann“, bestätigt Prof. Hans-Michael Tautenhahn, stellvertretender Bereichsleiter <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/vttg/hepatobiliäre-chirurgie-viszerale-transplantation">Hepatobiliäre Chirurgie und Viszerale Transplantation am UKL</a> und Initiator des <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/vttg/Seiten/Gerontochirurgie.aspx">Projekts LoTTE.</a><br><br><strong>Ganzheitlicher Blick auf ältere Patient&#58;innen</strong><br><br>Die fünf Buchstaben in LoTTE stehen für <strong>L</strong>ebensqualität <strong>o</strong>ptimieren durch <strong>T</strong>eilhabe, <strong>T</strong>herapie und <strong>E</strong>mpathie. Kernelemente des Programms sind eine individuelle Vorbereitung auf die Operation und eine ganzheitliche Einschätzung des Gesundheitszustands der Patient&#58;innen. Dabei werden medizinische, funktionelle und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt. „Bei älteren Menschen entscheidet nicht allein die eigentliche Erkrankung über den Behandlungserfolg“, so Prof. Tautenhahn weiter. „Mobilität, kognitive Fähigkeiten, aber auch das soziale Umfeld spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.“ Durch strukturierte Assessments können eventuelle Risiken wie Gebrechlichkeit, Sturzgefahr oder ein Delir – ein akuter, plötzlich auftretender Verwirrtheitszustand, der gerade bei älteren Patient&#58;innen im Zusammenhang mit Klinikaufenthalten und Operationen auftreten kann – frühzeitig erkannt werden. Ziel ist es, Komplikationen wie Delirien zu reduzieren, die Mobilität zu erhalten und die Selbstständigkeit der Patient&#58;innen schneller wiederherzustellen. Auf dieser Grundlage entwickeln Ärzt&#58;innen, Pflegekräfte und Therapeut&#58;innen individuelle Behandlungspläne.<br><br>Hinzu kommt die persönliche Begleitung während des gesamten Behandlungsweges. Bisher erhalten alle Patient&#58;innen über 65 Jahre mit mindestens fünf Vorerkrankungen in der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/vttg">Viszeral- und Thorax-Chirurgie</a>, der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/neurochirurgie">Neurochirurgie </a>sowie der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/urologie">Urologie</a>, denen eine Operation am UKL bevorsteht, eine feste Ansprechpartnerin aus dem Team LoTTE. Dieses besteht derzeit aus vier Pflegekräften. „Sie übernehmen die Begleitung von der Ambulanz über den stationären Aufenthalt bis zur Entlassung“, erläutert die Pflegerische Koordinatorin Melinda Adam. Eine zeitnahe Erweiterung des Personenkreises auf Patient&#58;innen der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/hno">Hals-, Nasen- Ohren-</a> sowie der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/mkg">Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie </a>sowie der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/oup/endoprothetik-orthopädie">Endoprothetik </a>ist geplant.<br><br>„Indem wir die Patient&#58;innen von Anfang an kennen, können wir ein Vertrauensverhältnis zu ihnen aufbauen und beispielsweise Wesensveränderungen, die auf einen Delir hinweisen könnten, leichter erkennen“, fügt sie hinzu. Über spezielle Fragebögen werden beispielsweise ein erhöhtes Sturzrisiko und der Ernährungszustand erhoben. Je nach Bedarf können sich daran eine Ernährungsberatung durch das <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/medizinische-klinik-3/Seiten/ernaehrungsteam.aspx">UKL-Ernährungsteam</a> und spezielle Atemtrainings und Physiotherapie in der postoperativen Phase anschließen.<br><br>&quot;Ein früher Beginn ist entscheidend“, betont Melinda Adam. Die Vorbereitung auf eine Operation beginnt daher bereits rund zwei Wochen vor der stationären Aufnahme. Ausführliches Informationsmaterial über die Zeit vor, während und nach der Operation, Flyer und Checklisten zählen ebenso dazu wie der enge Kontakt zu den Angehörigen, da diese oftmals die wichtigsten Bezugspersonen für die Patient&#58;innen sind.<br>„Ein Krankenhausaufenthalt ist für viele ältere Menschen ein kritischer Einschnitt. Deshalb ist es wichtig, Behandlung und Versorgung mit allen Beteiligten frühzeitig zu planen und gut zu koordinieren“, ergänzt die pflegerische Koordinatorin des LoTTE-Teams. Dabei hilft auch der regelmäßige telefonische Austausch in den letzten 14 Tagen vor dem OP-Termin. „Durch die individuelle Betreuung, eine sichere Behandlungsumgebung und ein auf die älteren Patient&#58;innen abgestimmtes Konzept schaffen wir bestmögliche Voraussetzungen, um Komplikationen während des Krankenhausaufenthalts zu vermeiden, die Mobilität der Patient&#58;innen möglichst lange zu erhalten, ihre Selbstständigkeit zu fördern und ihnen eine schnelle Rückkehr in den Alltag zu ermöglichen.“<br><br><strong>Interprofessionelle Zusammenarbeit als Schlüssel</strong><br><br>Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die enge Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen&#58; Medizinisches Personal, Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie und Sozialdienst stimmen sich im Rahmen von LoTTE besonders eng ab. „Die Versorgung älterer Patientinnen und Patienten ist immer Teamarbeit“, betont Melinda Adam. „Durch regelmäßige Fallbesprechungen und eine strukturierte Zusammenarbeit können wir schneller auf Veränderungen reagieren und Behandlungen besser aufeinander abstimmen.“<br><br>Neben der Versorgung während des Klinikaufenthalts nimmt das Projekt auch die Zeit danach in den Blick. Gerade ältere Menschen benötigen nach einer stationären Behandlung häufig weitere medizinische oder pflegerische Unterstützung. Durch eine verbesserte Abstimmung zwischen Klinik, ambulanter Versorgung und Pflegeeinrichtungen soll eine kontinuierliche Betreuung gewährleistet und unnötige Wiederaufnahmen ins Krankenhaus möglichst vermieden werden.<br><br>„Von den Patient&#58;innen haben wir bisher nur positive Rückmeldungen erhalten“, bilanziert Melinda Adam. Diese würden immer wieder hervorheben, dass sie sich als Teil der Behandlung auf Augenhöhe fühlen. Zur weiteren Verbesserung der Arbeit wertet Team LoTTE verschiedene Parameter der Behandlung wie Mobilität, Liegedauer und Pflegebedarf sowie die Feedbacks der Patient&#58;innen aus. Künftig sollen datenbasierte Auswertungen – perspektivisch auch mit Methoden der Künstlichen Intelligenz – helfen, Risikokonstellationen noch früher zu erkennen.<br><br><strong>Erste Absolvent&#58;innen der Zusatzqualifikation „Geriatrie“</strong><br><br>Um die Versorgung älterer Patient&#58;innen weiter zu verbessern, wurde am UKL zum ersten Mal die Zusatzqualifikation „Geriatrie“ angeboten, bei der an neun Tagen verschiedene medizinische und pflegerelevante Inhalte im geriatrischen Kontext auf dem Plan standen. Dreizehn Pflegefachkräfte und zwei Medizinische Fachangestellte konnten die Zusatzausbildung, die unter anderem vom Team LoTTE initiiert und mit der<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/akademie"> Akademie für berufliche Qualifizierung am UKL</a> konzipiert worden war, vor Kurzem erfolgreich abschließen. Damit wird die interprofessionelle Betreuung älterer Patient&#58;innen am <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/">Universitätsklinikum Leipzig </a>gezielt weiterentwickelt und nachhaltig gestärkt.</p>
Seit über 30 Jahren im Dienste exzellenter tumorchirurgischer VersorgungUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Pro Sitzung werden rund 30 Fälle <img alt="Von den 15 spezialisierten Tumorboards am UKL besteht das Sarkomboard am längsten. Pro Sitzung werden rund 30 Fälle besprochen." src="/presse/PressImages/20260113-L-UKL-800-Sarkomboard-19770-69b92ac2ebf34.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2026-03-16T23:00:00ZLeipzig. Unlängst fand am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) das 800. Sarkomboard statt. Einmal pro Woche besprechen hier Experten verschiedener Fachrichtungen grundsätzliche Diagnostik- und Behandlungsschritte bei Tumoren des Bindegewebes und der Knochen sowie von Metastasen an Extremitäten und dem Stammskelett. Seit mehr als drei Jahrzehnten steht das im Jahr 1995 als „Tumororthopädische Konferenz“ ins Leben gerufene Gremium für die Tradition der muskoloskelettalen Tumorchirurgie in Leipzig, vor allem aber auch für gelebte interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit innerhalb des Sarkomzentrums, für wissenschaftliche Exzellenz und eine kontinuierlich verbesserte Versorgung von Patient:innen mit Knochen- und Weichteiltumoren.<p>„Sarkome gehören zu den seltensten Tumorarten“, sagt Prof. Christian Kleber. Der Leiter der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/oup/weitere-schwerpunkte">Tumororthopädie </a>und der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/oup/unfallchirurgie">Unfallchirurgie am UKL</a> sowie des Überregionalen Traumazentrums leitet seit Mai vergangenen Jahres auch das <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/sarkomzentrum">Sarkomzentrum</a>.&#160;<br><br>Als bösartige Wucherungen betreffen Sarkome das so genannte mesenchymale Gewebe, also beispielsweise Knochen, Muskeln, Fett- und Bindegewebe, aber auch Blut- und Lymphgefäße beziehungsweise Nerven- und Sehnenscheiden. Kennzeichnend ist ihre große Vielfalt. Man unterscheidet rund 70 Sarkom-Subtypen, von denen jeder einzelne sehr selten vorkommt. Bei Erwachsenen machen sie weniger als ein Prozent aller Krebserkrankungen aus.<br><br>Umso wichtiger ist der interdisziplinäre und interprofessionelle Ansatz bei der Diskussion jedes einzelnen Falls. In der täglichen Praxis bedeutet das, dass sich die unterschiedlichen Fachrichtungen gegenseitig mit ihrer Expertise unterstützen und ergänzen.&#160;<br><br><strong>Funktionalität von Gliedmaßen und damit Lebensqualität erhalten&#160;</strong><br><br>Im Mittelpunkt steht dabei immer, die bestmögliche Lösung für die Patient&#58;innen zu finden. Blieb früher oft nur die Amputation als einzige Lösung, lässt sich heutzutage das entfernte krankhafte Gewebe dank besserer Bildgebung, präziserer OP-Techniken und Rekonstruktionen mit Endoprothesen oder Knochentransplantaten immer häufiger ersetzen. Der Erhalt funktionierender Gliedmaßen bedeutet ein klares Plus an Lebensqualität für die Patient&#58;innen. Und die Entwicklung geht weiter. So wurde bespielsweise in jüngster Vergangenheit das psychoonkologische Screening ausgeweitet und die Integration in das <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.mitteldeutsches-krebszentrum.de/">Mitteldeutsche Krebszentrum (CCCG</a>) vorangetrieben, wobei insbesondere die Zusammenarbeit mit dem <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.uniklinikum-jena.de/">Universitätsklinikum Jena </a>ausgeweitet wurde.<br><br>&#160;In Zukunft wird es zunehmend möglich sein, Tumoroperationen per Datenbrille, die den Operateur&#58;innen alle notwendigen Informationen live einblenden, noch präziser und schneller durchzuführen. Am UKL wurde dazu im vergangenen November gemeinsam mit der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/neurochirurgie">Klinik für Neurochirurgie</a> das Forschungsprojekt „Spatial Computing – Datenbrillen in der Chirurgie“ gestartet. Angestrebt wird darüber hinaus die Zertifizierung des Sarkomzentrums durch die <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.krebsgesellschaft.de/">Deutsche Krebsgesellschaft (DKG</a>).&#160;<br><br><strong>Über Jahre hinweg gewachsene Interdisziplinarität</strong><br><br>&#160;Auch die Arbeit im Sarkomboard hat sich gewandelt&#58; Ins Leben gerufen wurde es vor über 30 Jahren von Prof. Georg Freiherr von Salis-Soglio als „Tumororthopädische Konferenz“. Ziel war es bereits damals, die am UKL auf diesem Gebiet vorhandene umfangreiche Expertise in Diagnostik und Therapie zu bündeln. Ein wesentlicher Meilenstein beim Übergang vom Tumor- zum Sarkomzentrum war die in den Jahren 2016/17 erfolgte Einbeziehung viszeraler Sarkome sowie sogenannter gastrointestinaler Stromatumoren (GIST), bei denen es sich um seltene, meist bösartige Bindegewebstumoren (Sarkome) des Magen-Darm-Trakts handelt. Wesentlich befördert wurde dies durch Prof. Ines Gockel, seinerzeit Leiterin der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/vttg">Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie (VTTG) am UKL</a> und Prof. Christoph Josten. Der heutige <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/wir-ueber-uns-ukl/der-vorstand">Medizinische Vorstand des UKL</a> hatte die Leitung des Sarkomboards im Jahr 2016 von Prof. Torsten Prietzel, dem Nachfolger von Prof. von Salis-Soglio, übernommen.&#160;<br><br>Prof. Daniel Seehofer, heutiger Geschäftsführender Direktor der Klinik und Poliklinik für VTTG, sieht darin die eigentliche Geburtsstunde des Sarkomboards in seiner heutigen Form&#58; „Unsere Klinik deckt das gesamte Spektrum der Chirurgie der inneren Organe, insbesondere des Bauch- und Brustraumes, sowie der Gefäße ab. Die Einbeziehung dieser unterschiedlichen Fachbereiche hat wesentlich zu einer weiteren Vertiefung der Interdisziplinarität und in der Fokussierung auf individuelle Versorgungskonzepte im Sarkomboard geführt.“ Seit dieser Zeit bildet die Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie (VTTG) neben der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/oup">Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie (OUP)</a> und dem <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/uccl">Universitären Krebszentrum (UCCL)</a> die dritte wesentliche Säule im Spektrum des Sarkomboard.&#160;<br><br>„Das Sarkomboard steht exemplarisch für den Mehrwert echter Interdiszipilinarität in der modernen Onkologie“, betont Prof. Florian Lordick, Direktor des Universitären Krebszentrums Leipzig (UCCL). „Durch die enge, strukturierte Zusammenarbeit aller beteiligter Fachdisziplinen wird jeder Patient individuell und umfassend diskutiert, so dass therapeutische Chancen bestmöglich genutzt werden können.“ Heute arbeiten im Sarkomboard Expert&#58;innen vieler Fachrichtungen eng zusammen – der Hals- Nasen- Ohrenkunde ebenso wie der Kinderchirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Viszeral- und Thoraxchirurgie, Radiologie, Nuklearmedizin, Dermatologie, Pathologie, Strahlentherapie, Onkologie und Hämatologie. Hinzu kommen Kooperationspartner wie beispielsweise Psychoonkologie, Onkologische Pflege, Physiotherapie und Ernährungsberatung.&#160;<br><br><strong>Starke Zunahme der pro Board diskutierten Fälle</strong><br><br>Anfangs traf man sich einmal im Monat, später 14-tägig und seit 2017 wöchentlich. Rund 25 Jahre lang fanden das Tumor- und das daraus hervorgegangene Sarkomboard in Präsenz statt. Es war der damalige Leiter des Sarkomboards, Prof. Georg Osterhoff, der den Umstieg in ein virtuelles Format seit Mai 2020 maßgeblich vorantrieb. Dadurch wurde zum einen die Fortsetzung der Arbeit des Boards unter Pandemiebedingungen gesichert. Zum anderen eröffnete es die Möglichkeit, mehr Teilnehmer aus unterschiedlichen Fachdisziplinen hinzuzuziehen und die Zeiten bis zu einem Beschluss des Gremiums zu verkürzen. Im Ergebnis hat sich seitdem die Zahl der diskutierten Fälle pro Zusammenkunft deutlich erhöht&#58; von durchschnittlich zwölf Fällen im Jahr 2017 über 20 Fälle im Jahr 2020 bis zu rund 30 Fällen – in der Spitze sogar mehr als 40 – im vergangenen Jahr. In Summe wurden 2025 in allen 51 Sarkomboards insgesamt 1.582 Fälle besprochen. Dies erfordert von allen Beteiligten während der rund einstündigen Zusammenkunft konzentriertes Arbeiten und eine fokussierte Diskussion. Anschließend erfolgt eine fünf- bis sechsstündige Nachbearbeitung einschließlich der Information der Patient&#58;innen und der zuweisenden Ärzt&#58;innen. Parallel dazu wuchs die Zahl der Sarkom-Resektionen am UKL in den vergangenen Jahren – von 21 im Jahr 2019 auf 70 im Jahr 2025. Wesentliche Voraussetzung dafür war, dass seit dem Jahr 2020 am UKL ein eigener Operationssaal für Biopsien und Tumor-Operationen zur Verfügung steht.&#160;<br><br><strong>Eines von 15 spezialisierten Tumorboards am UKL</strong><br><br>Anlässlich des 800. Sarkomboards dankte Prof. Christian Kleber all seinen Vorgängern für die geleistete Arbeit&#58; „Jeder einzelne hat dazu beigetragen, dass das Board heute eine große Wertschätzung erfährt und über die Grenzen Leipzigs hinaus ausstrahlt, wie unter anderem Nennungen in der Ärzte- bzw. Klinikliste des Focus zeigen. Auch die aktive Arbeit in der Arbeitsgemeinschaft Knochentumoren trägt dazu bei.“&#160;<br><br>Rückblickend auf die lange und erfolgreiche Tradition des Sarkomboards verweist Prof. Florian Lordick auf einen weiteren Aspekt&#58; „Es hat maßgeblich dazu beigetragen, dass am UKL heute zahlreiche Organtumorboards etabliert sind, in denen Behandlungsentscheidungen konsequent evidenz- und leitlinienbasiert getroffen werden.“ Derzeit gibt es am UKL 15 spezialisierte Tumorboards beziehungsweise strukturierte interdisziplinäre Fallbesprechungen, die eine breite Palette an Organbereichen und Tumorentitäten abdecken – vom endokrinen Tumorboard über Boards für Lebertumore, gynäkologische, urologische beziehungsweise gastrointensinale Tumore bis zum molekularen Tumorboard und dem interdisziplinären Hämatologie-Board.</p>
„Zum Wohle der Patient:innen geben wir unseren Erfahrungsschatz gern weiter“Universitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Im Fokus stehen dabei vor allem <img alt="Bis Ende vergangenen Jahres wurden knapp 8.900 robotische Operationen am UKL durchgeführt. Hier hospitieren Fachkolleg&#58;innen aus ganz Deutschland bei einer radikalen Zysektomie eines fortgeschrittenen Harnblasenkarzinoms, die Prof. Jens-Uwe Stolzenburg (3. v. l.) am DaVinci-Operationssystem durchführt." src="/presse/PressImages/I-20260227079529-69b126119d8ef.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2026-03-10T23:00:00ZVor wenigen Tagen waren erneut Expert:innen aus ganz Deutschland für zwei Tage zu Gast am Universitätsklinikum Leipzig (UKL), um ihren Leipziger Kollegen über die Schulter zu schauen: Prof. Jens-Uwe Stolzenburg (Urologie) sowie OA Dr. Stefan Niebisch (Viszeralchirurgie) demonstrierten im Rahmen von Weiterbildungskursen erneut, auf welch hohem und fortgeschrittenen Stand am UKL urologische Eingriffe sowie spezifische viszeralchirurgische Operationen mithilfe des robotergestützten DaVinci-Operationssystems durchgeführt werden.<p>Die urologischen Op-Kurse von Prof. Jens-Uwe Stolzenburg haben am UKL eine lange Tradition&#58; Schon seit rund 20 Jahren gibt der Direktor der<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/urologie"> Klinik für Urologie</a> in dieser Form sein Wissen weiter. Im Fokus stehen dabei vor allem laparoskopische Operationstechniken, oft auch als „Schlüssellochoperationen“ bezeichnet. Hierbei arbeiten die Operateur&#58;innen minimalinvasiv, das heißt über kleine Hautschnitte unter Verwendung einer Kamera (Laparoskop) sowie von dünnen Spezialinstrumenten. Diese gewebeschonende Operationsmethode ist inzwischen Standard bei Eingriffen im Bauchraum. In der Urologie kommt sie vor allem bei Operation des Prostatakrebses, von Nierentumoren und von tief in die Blasenwand wachsendem Blasenkrebs zum Einsatz.&#160;<br><br>Während einer DaVinci-Operation sitzt der Operateur an einer Konsole und steuert von dort aus die Instrumente des Roboters. Dieser setzt die Handbewegungen des Arztes im Körper äußerst präzise um. Eine an einem der Roboterarme befindliche Kamera liefert während der Operation ein stark vergrößertes dreidimensionales Bild aus dem Inneren des Körpers. Dadurch hat der Operateur eine bessere Sicht auf die zu operierende Stelle als bei einem offenen Eingriff. Hinzu kommt, dass die Instrumente des Roboters beweglicher sind als bei der herkömmlichen Laparoskopie und sogar beweglicher als die menschliche Hand, wodurch ein sehr präzises Operieren auch in engen Bereichen möglich ist.&#160;<br><br><strong>Seit 2024 konstant über 1.000 DaVinci-Eingriffe am UKL&#160;</strong><br><br>Im Jahr 2011 wurde am <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/">Universitätsklinikum Leipzig</a> ein erstes robotisches System implementiert und 96 Patienten erfolgreich operiert. Im folgenden Jahr 2012 waren es mit 239 bereits mehr als doppelt so viele. Von da an verdoppelte sich die Zahl ungefähr alle fünf Jahre – von 481 im Jahr 2017 bis 825 im Jahr 2022. Schließlich wurde in den Jahren 2024 mit 1067 und 2025 mit 1.015 roboterassisierten Eingriffen jeweils die 1.000er-Grenze durchbrochen. Insgesamt weist die Statistik bis Ende des vergangenen Jahres knapp 8.900 derartige Operationen am UKL aus.&#160;<br><br><strong>Pionier bei DaVinci-Operationen</strong><br><br>Prof. Jens-Uwe Stolzenburg gilt als einer der Pioniere bei der Gestaltung des Überganges von der konventionellen zur roboterassistierten Laparoskopie. Der weltweit anerkannte Operateur war der erste, der am Universitätsklinikum Leipzig ein Da-Vinci-Operationssystem einsetzte. „Besonderes bei technisch anspruchsvollen Operationen haben wir uns schon frühzeitig die Vorteile des DaVinci Roboters zunutze gemacht“, blickt er zurück. Dazu zählt beispielsweise das Entfernen von Nierenturmoren mit Erhalt der gesunden Anteile der Niere – einer so genannten Nierenteilresektion. Was dabei und bei anderen urologischen Eingriffen beachtet werden muss, zeigt der Urologe einem internationalen Fachpublikum anlässlich der von ihm organisierten interaktiven Operationskurse und Seminare sowie bei Live-Operationen.&#160;<br><br>Der Weitergabe dieses reichen Erfahrungsschatzes diente auch der in den letzten Februartagen stattgefundene Kurs zu Theorie und Praxis spezieller Op-Techniken. Diesmal demonstrierte Prof. Stolzenburg eine radikale Zysektomie bei einem fortgeschrittenen Harnblasenkarzinom. Um sich für diesen komplexen uroonkologischen Eingriff weiterzubilden, war rund ein Dutzend Urolog&#58;innen aus ganz Deutschland nach Leipzig gekommen. Sie schätzen neben der Kompetenz des versierten Operateurs vor allem die Möglichkeit des unmittelbaren Erfahrungsaustauschs vor Ort in einer Live-Situation im Operationssaal.&#160;<br><br>„Indem wir immer wieder nach Optimierung von Abläufen und Techniken streben und unser Wissen weitergeben, leisten wir auch einen Beitrag zur Qualitätsverbesserung der Chirurgie insgesamt – dies natürlich immer mit dem Ziel, die Funktionsfähigkeit der Organe und damit die Lebensqualität der Patienten so gut es geht zu erhalten“, erläutert Prof. Stolzenburg.&#160;<br><br><strong>Pro Jahr am UKL rund 120 roboterassistierte Eingriffe an Speiseröhre und Magen&#160;</strong><br><br>Vom hohen Stand der roboterassistierten <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/vttg/viszeralchirurgie">Viszeralchirurgie am UKL</a> überzeugen sich Fachkolleg&#58;innen aus ganz Deutschland seit mittlerweile sechs Jahren. Zweimal im Jahr werden dazu Workshops veranstaltet. Nachdem es im November vergangenen Jahres um die Entfernung bösartiger Tumoren an Speiseröhre und Magen ging, standen Ende Februar Operationen bei gutartigen Erkrankungen des Magens und der Speiseröhre im Mittelpunkt. Demonstriert wurden drei roboterassistierte und zwei laparoskopische Eingriffe. Speziell ging es unter anderem um den sogenannten Thoraxmagen, der entsteht, wenn Magenanteile durch eine Lücke im Zwerchfell nach oben rutschen. Davon betroffene Patient&#58;innen leiden oft unter Sodbrennen, Schluckstörungen und Druckschmerzen, was eine operative Behandlung erfordert. „Auf diesem Gebiet verfügen wir am UKL über besondere Kompetenz und lassen uns dabei gern über die Schulter schauen“, sagt Dr. Stefan Niebisch, Geschäftsführender Oberarzt in der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/vttg">Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie</a>. Im Zentrum stehen dabei Fragen nach dem Op-Management, der Op-Strategie, aber auch an kleineren Tricks und Kniffen zeigen sich die Fachkolleg&#58;innen sehr interessiert.&#160;<br><br>Pro Jahr erfolgen am UKL rund 120 robotische Eingriffe im Bereich der Speiseröhre und des Magens. Die Kompetenz und der Ruf, den sich das Klinikum damit erworben haben, reichen weit über die Stadtgrenzen hinaus, so dass Patient&#58;innen für diese Operationen aus einem überregionalen Umkreis nach Leipzig kommen.</p>
Deutschlandpremiere am UKL: Spendernieren werden vor der Transplantation maschinell gekühlt und durchspültUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Zwei Geräte dieses Typs kamen bei <img alt="Für die maschinelle Perfusion nutzt die Deutsche Stiftung Organtransplantation den LifePort® Kidney Transporter. Zwei Geräte dieses Typs kamen bei Nierentransplantationen am UKL zum Einsatz." src="/presse/PressImages/IMG-6729-6979c78fb1bcb.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2026-01-27T23:00:00ZLeipzig. Nach Inkrafttreten der überarbeiteten Richtlinie der Bundesärztekammer zur Nierentransplantation in Deutschland am 19. Januar hat das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) bereits einen Tag später als erste Klinik in der Bundesrepublik zwei Nierentransplantationen unter Einsatz der maschinellen Perfusion erfolgreich durchgeführt. Das Verfahren markiert einen wichtigen wissenschaftlichen und klinischen Fortschritt in der Organtransplantation und kann zu besseren Langzeitergebnissen beitragen.<p>Im Gegensatz zur herkömmlichen Organkonservierung beim Transport, bei der Organe nach der Entnahme gekühlt gelagert werden, werden sie bei der maschinellen Perfusion kontinuierlich mit einer speziellen Konservierungslösung durchspült. Dadurch bleiben sie besser mit Nährstoffen und – je nach Verfahren – auch mit Sauerstoff versorgt. Ziel ist es, Schäden durch die fehlende Durchblutung während des Transports sowie sogenannte Reperfusionsschäden zu verringern. Diese können entstehen, wenn Organe nach der Transplantation schlagartig wieder durchblutet werden. „Maschinelle Perfusion stellt einen bedeutenden wissenschaftlichen und klinischen Fortschritt in der Organerhaltung dar. Dies zeigt beispielsweise eine europaweite Studie, die erst kürzlich im renommierten <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.nejm.org/">New England Journal of Medicine</a> veröffentlicht wurde und bei der das Team aus Leipzig unter Leitung von Prof. Dr. med. Daniel Seehofer ebenfalls mitgewirkt hat.* Sie ermöglicht einen deutlich schonenderen Transport, eine Verringerung der Schäden am Transplantat sowie die funktionelle Beurteilung des Organs unmittelbar vor der Transplantation, was zur erhöhten Patientensicherheit und Zuverlässigkeit bei der Nierentransplantation beiträgt“, sagt Prof. Dr. med. Hans-Michael Tautenhahn, stellvertretender Bereichsleiter <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/vttg/hepatobiliäre-chirurgie-viszerale-transplantation">Hepatobiliäre Chirurgie und viszerale Transplantation am UKL.&#160;</a><br><br>Die beiden Transplantationen am <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/">Universitätsklinikum Leipzig</a>, die von zwei spezialisierten Teams unter der Leitung von Prof. Tautenhahn und Prof. Seehofer durchgeführt wurden, betrafen zwei Nieren eines über 70-jährigen Spenders, bei dem zuvor der Hirntod festgestellt worden war. Empfänger sind eine Frau und ein Mann. „Die Eingriffe stehen beispielhaft für die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb des Transplantationsprogramms am Universitätsklinikum Leipzig“, resümiert Prof. Tautenhahn. „Es freut uns, dass die Richtlinie der Bundesärztekammer unmittelbar vor dieser Transplantation in Kraft getreten ist. Da der Spender unter die Spenderkriterien der neuen Richtlinie fiel, ergab sich für uns die Möglichkeit, bereits im Rahmen dieser Organspende die maschinelle Perfusion einzusetzen“, erläutert der Transplantationsexperte. Diese erweiterten Spenderkriterien betreffen Nieren von Personen über 60 Jahren sowie von 50- bis 59-Jährigen mit zusätzlichen Risikofaktoren wie Bluthochdruck, eingeschränkter Nierenfunktion oder bei Todesursache Schlaganfall.&#160;<br><br>Nieren werden in Deutschland am häufigsten transplantiert. Nahezu die Hälfte aller Organtransplantationen betrifft dieses Organ. Zugleich stellen Patientinnen und Patienten, die auf eine Spenderniere warten, im Vergleich zu anderen Organen den größten Anteil auf der Warteliste. „Die Funktionen der beiden transplantierten Nieren entwickeln sich sowohl bei der Empfängerin als auch dem Empfänger erfreulich gut“, sagt Dr. Jan Kowald. Der Ärztliche Leiter der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/transplantationszentrum">Transplantationskoordination am UKL</a> fügt hinzu&#58; „Da weiterhin zu wenige Spenderorgane zur Verfügung stehen, müssen die Patientinnen und Patienten auf der Warteliste kritisch lange auf eine Transplantation warten. Gleichzeitig nehmen das Alter und das Ausmaß an Vorerkrankungen der Spenderinnen und Spender zu. Für uns als Transplantationszentrum bedeutet dies, die vorhandenen Organe besonders sorgfältig auszuwählen und effizient zu nutzen. Wir hoffen, dass die Evaluation der praktischen Anwendung des seit 19.Januar in Deutschland eingesetzten Verfahrens tatsächlich eine langfristige Verbesserung der Organfunktionen zeigen wird.“&#160;<br><br>Maschinelle Perfusion wird international bereits seit Jahren auch bei anderen Organen wie Leber und Herz eingesetzt. Studien zeigen, dass dadurch längere Transportzeiten möglich werden und mehr Organe für eine Transplantation in Betracht gezogen werden können. Darüber hinaus eröffnet die Technik Perspektiven, Organe während der Perfusion gezielt zu untersuchen und künftig möglicherweise sogar therapeutisch zu verbessern. Dieser Ansatz wird derzeit auch in Leipzig intensiv erforscht. Die für die maschinelle Perfusion der Nieren erforderlichen Geräte und Materialien werden allen dafür in Frage kommenden Kliniken durch die <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//dso.de/">Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO)</a> zur Verfügung gestellt. Die Stiftung organisiert neben der Organspende auch den Transport der Organe in ganz Europa. Prof. Tautenhahn&#58; „Unser Dank gebührt dem Organspender und seiner Familie ebenso wie der DSO und den Transportteams, dem Spenderkrankenhaus, aber auch dem an der Transplantation beteiligten interdisziplinären und interprofessionellen Team am UKL. Der erfolgreiche Einsatz der maschinellen Perfusion markiert einen wichtigen Meilenstein und zeigt, was Innovation, klare Strukturen und Teamarbeit in der modernen Transplantationsmedizin bewirken können.“<br><br>&#160;* DOI&#58; 10.1056/NEJMc2406608</p>
350 Spezialist:innnen für endokrine Chirurgie treffen sich in LeipzigUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig November treffen sich in Leipzig die <img alt="Chirurgin Prof. Nada Rayes ( l.) leitet die Jahrestagung der Experten für endokrine Chirurgie im November 2025 in Leipzig." src="/presse/PressImages/I-20230307067697-69206edc90e60.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2025-11-23T23:00:00ZLeipzig. Vom 27. und 29. November treffen sich in Leipzig die Expert:innen für endokrine Chirurgie, die operative Behandlung von Erkrankungen der hormonbildenden Organe. Die Jahrestagung mit 350 Teilnehmer:innen aus den deutschsprachigen Ländern sowie Skandinavien findet unter der gemeinsamen Leitung zweier Chirurginnen statt: Die wissenschaftliche Leitung teilen sich Prof. Nada Rayes, Schilddrüsenexpertin am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) und Prof. Kerstin Lorenz, Leiterin der Endokrinen Chirurgie und Stellvertretende Klinikleitung der Universitätsmedizin Halle (UMH).<p>Im Fokus der erstmals in der Pleißestadt stattfindenden Tagung stehen Neuerungen in der interdisziplinären Behandlung vor allem fortgeschrittener endokriner Tumore wie beispielsweise an der Schilddrüse oder den Nebennieren. Diese kleinen Organe steuern den Hormonhaushalt und damit sehr viele zentrale Funktionen des Körpers, sodass deren Beeinträchtigung gravierende Folgen haben kann. „Bisher gab es bei resistenten oder sehr spät entdeckten Tumoren oft keine Behandlungsoptionen mehr“, beschreibt Prof. Nada Rayes. „Inzwischen sind aber auch in unserem Bereich viele neue Substanzen verfügbar, die mit auf molekularer Ebene angepassten Therapien ganz neue Möglichkeiten eröffnen“, so die Chirurgin. Unter anderem könne damit bereits vor einer Operation ein Tumor so behandelt werden, dass dieser schonender und besser entfernt werden kann.</p><p>Diese Themen werden auf der Tagung sehr praxisnah unter anderem in einem „virtuellen Tumorboard“, in dem renommierte Expert&#58;innen reale Fälle besprechen, vorgestellt. Zudem werden mit einer Live-Übertragung aus dem Operationssaal des UKL neue Techniken wie Darstellung von Nebenschilddrüsen mittels Autofluoreszenz oder roboter-assistierte Eingriffe demonstriert, mit deren Hilfe auch größere Nebennierentumore sicher entfernt werden können.</p><p>„In allen Fällen arbeiten wir als Chirurg&#58;innen dabei sehr eng mit den Endokrinolog&#58;innen zusammen“, beschreibt Prof. Kerstin Lorenz. „Daher freuen wir uns sehr, dass wir unsere Tagung ebenfalls gemeinsam gestalten.“ Weitere Partner sind die pädiatrischen Endokrinolog&#58;innen, die einen Programmpunkt zu Erkrankungen der Schilddrüse und der Nebenschilddrüsen bei Kindern und Jugendlichen einbringen. „Hier sehen wir derzeit anhand der vorliegenden Daten aus Registern in Deutschland eine Zunahme von Schilddrüsentumoren bei Kindern und Jugendlichen“, sagt Prof. Lorenz Der Grund könnte eine verbesserte Diagnostik sein, die viele bisher eher unbeachtete Knoten im Ultraschall entdecken kann. Obwohl meist sehr gut behandelbar, ist der Umgang mit diesen Erkrankungen herausfordernd, denn zum einen müssen gutartige von bösartigen Knoten unterschieden und entsprechend behandelt werden, und zum anderen muss die für die Reifung der Heranwachsenden zentrale Hormonproduktion erhalten werden.</p><p>&#160;</p><p><a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//caek-arbeitstagung.de/"><strong>Arbeitstagung der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Endokrinologie (CAEK)</strong></a></p><p><strong>28. – 29.11.2025</strong></p><p>Leipziger KUBUS<br>Permoserstraße 15, 04318 Leipzig</p><p>&#160;</p><p><strong>Prä-Tagung</strong></p><p>27. November 2025</p><p><a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/">Universitätsklinikum Leipzig,</a> Liebigstraße 20&#160;&#160;</p><p>&#160;</p><p>&#160; &#160;&#160;</p><p>&#160;</p><p>&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p><p>&#160;</p>

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