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Pressemitteilungen

 

 

Innovative 3D-Druckmodelle helfen Patienten mit Aortenaneurysmen<img alt="Dr. Daniela Branzan, Gefäßchirurgin am Universitätsklinikum Leipzig, mit einer Prothese aus dem 3D-Drucker, die bei einem Aortenaneurysma – ganz individuell angepasst – eingesetzt werden kann." src="/presse/PressImages/pic_20190822145938_d4a6d0563e.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-08-21T22:00:00ZLeipzig. Bereits sieben Menschen konnten die Gefäßmediziner am Universitätsklinikum Leipzig dank eines Gefäßmodells aus dem 3D-Drucker helfen und damit deren Leben retten. Denn ein individuell erstelltes Kunststoffmodell hilft den Ärzten, bei einer lebensgefährlichen Aussackung der Aorta, der Hauptschlagader, eine genau passende Prothese zu erstellen und zu implantieren. Das dabei genutzte einzigartige Verfahren wurde von einer Forschergruppe am Leipziger Universitätsklinikum entwickelt und nun erfolgreich in der Praxis angewendet. Dafür wurde das Projekt jetzt mit dem lokalen IQ Innovationspreis der Stadt Leipzig ausgezeichnet. <p>Bildet sich bei einem Patienten ein Aortenaneurysma, also eine Aussackung der Hauptschlagader, hilft nur eine rechtzeitige Operation. Denn es droht ein Riss der durch die Aufweitung zu dünnen Gefäßwände - eine Situation, die extrem lebensgefährlich ist. Je größer das Aneurysma ist, umso schneller muss operiert werden. &quot;Wir setzen dann an der aufgedehnten Stelle eine Prothese ein, die das Gefäß stabilisiert&quot;, erklärt Dr. Daniela Branzan, <a href="/einrichtungen/vttg/gefäßchirurgie" rel="ext" target="_blank">Gefäßchirurgin</a> am Universitätsklinikum Leipzig. &quot;Damit diese Prothese bestmöglich passt, müssen wir diese bei komplizierten Fällen im Vorfeld ganz individuell anpassen&quot;, so Branzan weiter. Bisher erfolgte diese Anpassung entweder aufwändig und mit eingeschränkter Genauigkeit von Hand anhand der 2D-Bilder oder längerfristig und präziser durch eine externe Firma, die individuelle Prothesen fertigte. Für die Patienten bedeutete das Unsicherheit oder zwei bis drei Monate Wartezeit. &quot;Bei Notfällen haben wir diese Zeit aber nicht&quot;, so Branzan. Deshalb war die Gefäßmedizinerin begeistert, als sie auf ein Projekt im eigenen Haus stieß&#58; Eine Forschergruppe arbeitete an Anwendungen von 3D-Druckmodellen in der <a href="/einrichtungen/neurochirurgie" rel="ext" target="_blank">Neurochirurgie</a>.</p> <p>Grundlage dafür war die von UKL-Ärzten und Wissenschaftlern gemeinsam mit dem Fraunhofer IWU entwickelte Technologieplattform &quot;next3D&quot;. Diese Plattform beinhaltet eine softwaregestützte Prozesskette, die medizinisches Bildmaterial auswertet und in dreidimensionale Druckvorlagen überträgt. Das erste hier am UKL entwickelte Produkt war ein individuell passendes System für neurochirurgische Eingriffe, ein sogenannter Steroetaxie-Rahmen. Mit Hilfe dieses Geräts werden Elektroden hochpräzise im Gehirn platziert. Für die Forscher lagen die weiteren Anwendungsmöglichkeiten der Methode auf der Hand&#58; &quot;Wir waren uns sicher, dass wir mit unserem Verfahren auch schnell und hochpräzise Gefäßmodelle der Aorta auf der Grundlage von Computertomografiedaten herstellen können&quot;, beschreibt Dr. Ronny Grunert, Leiter der Forschungsgruppe. Das Ergebnis gibt ihm recht&#58; Mit dem neuen Verfahren können die <a href="/einrichtungen/gefaesszentrum" rel="ext" target="_blank">Leipziger Gefäßmediziner</a> jetzt innerhalb von 24 Stunden ein individuelles Gefäßmodell aus Kunststoff mit dem 3D-Drucker herstellen. Die Prothese kann auf dieses Modell wie auf eine Schablone aufgezogen und an Gefäßabzweigungen genau angepasst werden. Damit erhöhen sich die Chancen für eine erfolgreiche Operation des lebensgefährlichen Aneurysmas, denn die Behandlungszeit wird deutlich verkürzt. Die Prothesen sitzen sofort perfekt und stabilisieren die gefährdete Stelle, ohne andere Gefäße zu behindern. Bereits sieben Mal kam die neue Methode in den letzten zehn Monaten bei Hochrisikopatienten, für die keine andere Behandlungsoption mehr bestand, zum Einsatz. Allen Patienten geht es heute gut. &quot;Mit größter Wahrscheinlichkeit verdanken diese Patienten dem neuen Verfahren ihr Leben&quot;, sagt Dr. Branzan.</p> <p>Über diese erfreulichen Ergebnisse eines Einsatzes des 3D-Drucks in der Gefäßmedizin hat die Forschungsgruppe bereits in der renommierten Fachzeitschrift &quot;JACC&quot; sowie auf mehreren Kongressen berichtet. &quot;Wir wissen daher, dass es außer uns derzeit nur ein weiteres Team in Seattle gibt, das ein teilweise ähnliches Verfahren einsetzt&quot;, resümiert Gefäßchirurgin Branzan. Die Leipziger Methode ist damit einmalig, ein Patent ist bereits angemeldet. Im Juni wurde das Projekt zudem beim 15. IQ Innovationspreis Mitteldeutschland mit dem Preis der Stadt Leipzig ausgezeichnet.</p> <p><strong>Weitere Einsatzfelder geplant</strong><br>Derzeit kommt die Methode nur bei Notfällen zum Einsatz, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Bevor das Verfahren regelhaft eingesetzt werden kann, sind noch einige Stufen für die Zulassung und Genehmigung zu nehmen. Die Leipziger um das Forscherteam mit Dr. Ronny Grunert als technischen Leiter und Prof. Dirk Winkler als medizinischen Leiter sind optimistisch, dass sie bald 3D-Druckmodelle auch in anderen Bereichen der Chirurgie nutzen können. So planen die Neurochirurgen, die das Projekt vor zwei Jahren initiierten und die gemeinsam zahlreiche logistische und technische Hürden nehmen mussten, die baldige Anwendung &quot;ihres&quot; Fertigungsprinzips in der Patientenenversorgung anderer Fachrichtungen.</p> <p>Hochinteressant und innovativ sind hierbei die mittels 3D-Druck gefertigten individualisierten Stereotaxie-Systeme für zehntelmillimeter genaue Eingriffe am Gehirn. &quot;Diese Geräte kommen besonders bei Hirnstimulationen, zum Beispiel bei Bewegungsstörungen wie Parkinson, aber auch Sucht und Zwangserkrankungen zum Einsatz und ermöglichen es uns, sehr präzise an bestimmten Stellen im Hirn erkrankte Strukturen mittels wohl dosierten Strömen zu behandeln und den Patienten die Kontrolle über ihre Bewegungen wiederzugeben&quot;, erklärt Prof. Dirk Winkler, Spezialist für <a href="/einrichtungen/neurochirurgie/krankheitsbilder" rel="ext" target="_blank">funktionelle Neurochirurgie am Universitätsklinikum Leipzig</a>. Die herkömmlichen standardisierten Geräte für diese Eingriffe, die am Kopf der Patienten befestigt werden, sind hochkomplex, erfordern eine lange Operationszeit und bieten aufgrund ihres Eigengewichtes von bis zu drei Kilogramm wenig Komfort. &quot;Mit unserem Verfahren stellen wir mit 3D-Druck innerhalb von 24 Stunden ein System her, dass nur noch 193 Gramm wiegt und alle relevanten Kenngrößen und OP-Koordinaten bereits integriert. Die Dauer der Operation, bei der die Patienten wach bleiben müssen, wird enorm verkürzt&quot;, beschreibt Prof. Winkler. &quot;Die Verschmelzung zusätzlicher hochpräziser Operationsinstrumente zu einer solchen '3D-Druck Einheit' ist weltweit absolut einmalig und für jeden Patienten ein Unikat.&quot;</p> <p>Derzeit wird dieses System noch nicht am Patienten eingesetzt, die ersten Anwendungen in der Praxis sind in den kommenden Monaten geplant. Bereits jetzt konnte das Modell bei einer ersten Demonstration anläßlich des Kongresses für funktionelle Neurochirurgien in New York im Juli überzeugen und sorgte für große Anerkennung. Ebenfalls angedacht sind Anwendungen in der Orthopädie und Unfallchirurgie - hier könnten 3D-Modelle von Ellbogen oder Wirbelkörpern den Operateuren die Planung der Eingriffe erleichtern. &quot;Unsere <a href="/einrichtungen/oup" rel="ext" target="_blank">Orthopäden und Unfallchirurgen</a> sind sehr interessiert und mit ersten Versuchen bereits am Projekt beteiligt&quot;, so Dr. Grunert. Grundsätzlich kann er sich sehr viele Anwendungen in der Medizin vorstellen. &quot;Mit 3D-Druck sind wir hochflexibel und können verschiedenste Materialien nutzen, die auch die hohen Anforderung an sterile medizinische Produkte erfüllen&quot;, erklärt der 3D-Druck Spezialist. Auf dieses Weise können Forschungsergebnisse schnell in die Praxis übertragen werden. Zudem findet die bisher im pharmakologischen und vor allem onkologischen Bereich schon Routine gewordene individualisierte Therapie damit dank des 3D-Drucks erstmals auch im chirurgischen Bereich Anwendung.</p>
Mit modernsten Methoden gegen Fehlbildungen des Brustkorbes<img alt="Das Universitätsklinikum Leipzig&#58; Hier treffen sich Experten zum Austausch über Thoraxwanddeformitäten." src="/presse/PressImages/pic_20190820104722_16882e007c.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-08-19T22:00:00ZDie konservative und operative Behandlung von angeborenen und erworbenen Fehlbildungen des Brustkorbs gehört zu den zentralen Aufgaben der Kinderchirurgie. Am Mittwoch, 21. August, diskutieren renommierte internationale Mediziner und Experten des UKL bei einem Symposium über Diagnose und Therapie dieser so genannten Thoraxwanddeformitäten. <p>Kielbrust, Trichterbrust und andere Fehlbildungen des Brustkorbes betreffen glücklicherweise zwar nur wenige Kinder. &quot;Doch der Leidensdruck für die Betroffenen - ich denke nur an den Sportunterricht oder das Freibad - kann im Jugendalter sehr groß werden&quot;, so Prof. Dr. Martin Lacher, Direktor der <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie</a> am Universitätsklinikum Leipzig (UKL). &quot;Durch den pubertären Wachstumsschub werden die Fehlbildungen deutlicher. Die Betroffenen trauen sich nicht mehr, das T-Shirt auszuziehen oder gehen nicht mehr an den See. Mit speziellen Operationsmethoden kann den Jugendlichen und jungen Erwachsenen geholfen werden. Dafür arbeiten an unserem Klinikum die Kinderchirurgen und die Thoraxchirurgen eng zusammen. Die Patienten, die sich zwischen Kindheit und Erwachsenenalter befinden, profitieren von unseren Erfahrungen.&quot;</p> <p>Die Behandlung von Thoraxwanddeformitäten im Kindesalter besitzt am UKL eine lange Tradition. Bereits in den 1960er Jahren wurden unter Prof. Fritz Meißner (Methode nach Ravitch) und später durch Prof. Joachim Bennek eine Vielzahl von Kindern in der heute gängigen Technik nach NUSS erfolgreich operiert. Dennoch wurden diese angeborenen Fehlbildungen seit 2014 nur in anderen deutschen Zentren korrigiert. Mit Übernahme des Lehrstuhls für Kinderchirurgie durch Prof. Lacher im Jahr 2015 werden am UKL jährlich wieder sechs bis zehn Operationen vorgenommen.</p> <p>&quot;Wir sehen aber weitaus mehr betroffene Kinder und Jugendliche in unserer wöchentlichen Spezialsprechstunde. Hinzu kommen noch junge Erwachsene aus der Sprechstunde der <a href="/einrichtungen/vttg" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie</a> von Oberarzt Dr. Sebastian Krämer, mit dem es viel Freude macht, zusammenzuarbeiten &quot;, so Prof. Lacher. &quot;Die Mehrheit der Betroffenen kann konservativ behandelt werden. Die Entscheidung ist aber eine sehr individuelle. Mit unseren Operationen erreichen wir eine überaus hohe Zufriedenheit der Patienten. Und uns macht froh, dass die jungen Leute sich nicht mehr verstecken müssen, wieder schwimmen gehen und Freund oder Freundin finden.&quot;</p> <p>Am Mittwoch, 21. August, werden renommierte internationale Mediziner und Experten des UKL bei einem Symposium mit interessierten Kollegen über Diagnose und Therapie von Thoraxwanddeformitäten diskutieren. Mit dabei&#58; Prof. Hans Kristian Pilegaard aus Aarhus in Dänemark, der mehr als 2000 minimal-invasive Operationen nach dem NUSS-Verfahren und über 250 Operationen nach der Ravitch-Methode ausgeführt hat, und Dr. Sergio Sesia aus Bern, der sichbesonderes mit den konservativen Therapieverfahren beschäftigt. Dazu werden vom UKL der Orthopäde Prof. Christoph-E. Heyde als Leiter des <a href="/einrichtungen/oup/wirbelsäulenchirurgie" rel="ext" target="_blank">Kinderwirbelsäulenzentrums</a> über die komplexen Zusammenhänge zwischen Wirbelsäulen- und Thoraxfehlbildungen und der Kinderchirurg Dr. Peter Zimmermann über individuell angefertigte Bügel aus Titan zur Korrektur der Fehlbildungen sprechen.</p> <p><strong>Info&#58;</strong><br>Fach-Symposium &quot;Thoraxwanddeformitäten&#58; Diagnose und Therapie&quot;<br>Mittwoch, 21.08.2019, von 15 bis 17.30 Uhr<br>Anmeldung unter&#58; <a href="mailto&#58;manuela.bischoff@uniklinik-leipzig.de">manuela.bischoff@uniklinik-leipzig.de</a></p>
Ein Schnitt von drei Zentimetern genügt<img alt="Oberarzt Dr. Sebastian Krämer (li.) während einer Operation. Der UKL-Thoraxchirurg wendete nun mit der Methode „Uniportal-VATS“ erfolgreich eine Minimalform der Schlüssellochchirurgie bei einem großen Eingriff an der Lunge an." src="/presse/PressImages/pic_20190806121509_08670e12c6.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-08-05T22:00:00ZLeipzig. Mit nur einem kleinen Schnitt von etwa drei Zentimetern Länge ist nun erstmals am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ein kompletter Lungenlappen bei einem Patienten mit einem Bronchialkarzinom chirurgisch entfernt worden. Thoraxchirurg Dr. Sebastian Krämer nutzte dabei die Methode "Uniportal-VATS". VATS steht für "video-assisted thoracic surgery", also für eine minimal-invasive Operation im Brustkorbbereich unter Videokamerasicht. "Uniportal" bezieht sich auf den einzig dabei nötigen Einschnitt. Die Methode wird am UKL bereits seit längerem für kleinere Operationen angewendet. Zum ersten Mal kam sie nun in der vergangenen Woche bei einem deutlich größeren Eingriff zum Einsatz. Dem Patienten geht es sehr gut, er kann bereits wieder nach Hause entlassen werden. Das UKL wendet diese Minimalform der Schlüssellochchirurgie als bisher einzige Klinik in Leipzig und Umgebung an. <p>&quot;Noch bis vor einigen Jahren konnte ein Karzinom in der Lunge nur durch die Öffnung des Brustkorbs entfernt werden&quot;, berichtet Dr. Krämer, Oberarzt an der <a href="/einrichtungen/vttg/thoraxchirurgie" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie des UKL</a>. &quot;Zunehmend drängte dann jedoch aus Ländern wie den USA oder Dänemark die so genannte VATS-Lobektomie auch zu uns. Mit der Uniportal-Variante sind jetzt nicht einmal mehr drei oder vier kleine Schnitte nötig, sondern nur noch einer&quot;, erklärt er.<br>Kam die moderne Methode am UKL bisher bei kleineren Eingriffen wie Lungenmetastasen oder einem Pneumothorax (Lungenkollaps) zum Einsatz, stand nun erstmals ein deutlich größerer Eingriff an. &quot;Hier wird das Kleine durch noch kleineres ersetzt&quot;, beschreibt es Dr. Krämer. &quot;Alle Patienten haben Anspruch darauf, so gering-invasiv wie nur möglich operiert zu werden&quot;, sagt er, &quot;dies versuchen wir grundsätzlich zu erfüllen.&quot;</p> <p>Die nötige Technik eignete sich Oberarzt Krämer in einem Kurs bei Dr. Diego Gonzales-Rivas an, einem international renommierten Experten der uniportalen Thoraxchirurgie, der unter anderem in La Coruña in Spanien und im chinesischen Shanghai tätig ist. Dessen gern und oft gebrauchter Spruch &quot;Stay calm and think uniportal!&quot; ist dem Leipziger Chirurgen dabei positiv in Erinnerung geblieben.<br>Dem Patienten, der Anfang vergangener Woche als erster auf diese Weise operiert wurde, geht es sehr gut. Der 58-jährige Mann aus dem Leipziger Raum kann nun wieder nach Hause entlassen werden. Er galt als Risikopatient und profitierte somit besonders von der Methode.</p> <p><strong>Zukunftsweisende Chirurgie am UKL&#58; Uniportal, keine künstliche Beatmung und Verzicht auf Drainage</strong><br>Drei Merkmale kennzeichnen nach Aussage Dr. Krämers die zukunftsweisende Thoraxchirurgie&#58; Erstens&#58; das uniportale Arbeiten, zweitens&#58; die Spontanventilation (der Patient ist während der OP zwar in Narkose versetzt, atmet jedoch selbst und erhält keine künstliche Beatmung), sowie drittens&#58; &quot;tubeless&quot; - der Verzicht auf die Thoraxdrainage. &quot;Hier gelingt es uns, unmittelbar während der Operation die Lunge sofort abzudichten. Somit dringt keine Luftfistel nach außen&quot;, erläutert Dr. Sebastian Krämer. Die bedeute weniger Schmerzen, schnellstmögliche Erholung und sofortige Mobilisation. &quot;Am Universitätsklinikum Leipzig wenden wir bereits alle drei Methoden nach Bedarf an. Es gab auch bereits Patienten, bei denen - das ist dann der optimale Fall - alle drei Methoden angewendet werden konnten&quot;, so der UKL-Experte.</p>
Symposium „End of Life Care“ am UKL<img alt="Zusammen mit weiteren ärztlichen Kollegen wird Prof. Dr. Sebastian Stehr, Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, über die Betreuung von Patienten am Ende ihres Lebens diskutieren." src="/presse/PressImages/pic_20190625101902_14220ee66a.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-06-24T22:00:00ZÄrzte, Pflegende und Interessierte sind am kommenden Mittwochabend eingeladen zu einem Symposium im Leipziger Universitätsklinikum, bei dem die Betreuung von Patienten am Ende ihres Lebens im Mittelpunkt steht. <p>&quot;Bei der Behandlung dieser Patienten geht es nicht nur um die medizinische Versorgung, sondern auch um ethische, psychologische, soziale, rechtliche und spirituelle Fragen&quot;, so Prof. Dr. Sebastian Stehr, Direktor der <a href="http&#58;//www.kai-uniklinik-leipzig.de/index.php/de/" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Leipzig (UKL)</a>. &quot;Diese wollen wir diskutieren, nachdem namhafte Referenten ihre Standpunkte und Perspektiven dargelegt haben.&quot;</p> <p>Zu den Referenten gehören ein Vertreter des Bundesgesundheitsministeriums, ein auf Recht und Ethik in der Medizin spezialisierter Jurist und praktische Palliativmediziner. Sie werden auch über Würde am Lebensende und über Sterbehilfe sprechen. &quot;Ich glaube, wir werden spannende Aspekte der Behandlung am Lebensende debattieren können. Meine Kollegen Dr. Andreas von Aretin vom St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig und Prof. Dr. Ines Gockel von der <a href="/einrichtungen/vttg" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie am UKL</a> und ich freuen sich, wenn unser gemeinsames Diskussionsangebot breit angenommen wird&quot;, so Prof. Stehr.</p> <p><strong>Info&#58;</strong><br>Symposium &quot;End of Life Care&quot;<br>Mittwoch, 26.06.2019, <br>18 bis 20.30 Uhr<br>Großer Hörsaal in Haus E<br>Liebigstr. 27, <br>04103 Leipzig</p>
Operationen können viel mehr Adipositas-Patienten helfen<img alt="Prof. Dr. Arne Dietrich, Bereichsleiter Adipositas- und metabolische Chirurgie am Universitätsklinikum Leipzig, im Gespräch mit einem Patienten. Ursachen von Übergewicht seien nicht ausschließlich Lebensstil und Ernährung, sagt der Chirurg." src="/presse/PressImages/pic_20190619110823_224cd598e4.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-06-18T22:00:00Z"Im Vergleich zu anderen Ländern operieren wir schwer Adipöse in Deutschland zu spät", sagt Prof. Dr. Arne Dietrich, Bereichsleiter Adipositas- und metabolische Chirurgie am Universitätsklinikum Leipzig. "Bei uns kommen im weltweiten Vergleich die Ältesten und die Dicksten auf den OP-Tisch – wenn wir denn operieren. Denn in Schweden, den Benelux-Ländern oder in Frankreich wird viel mehr Adipositas-Patienten operativ geholfen." <p>Grund dafür ist, dass in Deutschland Adipositas oft nur als Ergebnis übermäßigen Essens verstanden und damit als selbstverschuldet wahrgenommen wird. &quot;Daraus entstehen Vorbehalte gegen operative Therapiemöglichkeiten, auch bei den Krankenkassen&quot;, so Prof. Dietrich, der zugleich auch Geschäftsführender Direktor der <a href="/einrichtungen/vttg" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie</a> ist. &quot;Dabei nehmen wir keine Schönheitsoperationen vor. Auch steht nicht die Gewichtsreduktion im Vordergrund, sondern die Verbesserung des Gesundheitszustandes.&quot;</p> <p>Ursachen von Übergewicht seien nicht ausschließlich Lebensstil und Ernährung. Denn Adipositas sei eine komplexe Erkrankung mit vielen unterschiedlichen Ursachen und Ausprägungen. &quot;Die Stigmatisierung der Betroffenen ist ein großes Problem&quot;, betont der Leipziger Arzt. &quot;Dadurch kann wiederum Stress entstehen, der einen Teufelskreis mit weiterer Gewichtszunahme auslösen kann. Dann bringen konservative Behandlungsansätze wie Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapien nicht wirklich etwas.&quot;</p> <p>Deshalb empfehlen die neuen Leitlinien, die eine Kommission unter Leitung von Prof. Dietrich ausgearbeitet hat, eine sofortige Operation bei einem Body-Mass-Index (BMI) von über 50. Gleiches trifft auf Patienten zu, die bei einem BMI größer 40 an Typ 2-Diabetes leiden. &quot;Damit orientiert sich die Entscheidung zur Operation nicht mehr ausschließlich am BMI, sondern vor allem am metabolischen Risikoprofil des Patienten.&quot;</p> <p>Bei einer Informationsveranstaltung am 26. Juni wird Patienten, Ärzten und Krankenkassen-Mitarbeitern erläutert, was derzeit möglich ist, um den Betroffenen zu helfen. &quot;Eine Wunderpille wäre ja schön&quot;, so Prof. Dietrich. &quot;Doch eine OP kann vielen Adipositas-Patienten helfen. Sie ist nicht gefährlicher als eine Blinddarm-Operation und wird minimal-invasiv vorgenommen. Im vergangenen Jahr haben wir in Leipzig 141 Patienten, in diesem Jahr bis Ende April schon 61 Patienten erfolgreich operiert. Wir können Betroffenen mit einem Therapiewunsch - egal ob operativ oder konservativ - mit einem BMI über 35 nur raten, sich zum Beispiel an unsere Adipositas-Ambulanz für Erwachsene zu wenden.&quot;</p> <p><strong>Informationsveranstaltung Adipositas-Chirurgie</strong><br>Mittwoch, 26.Juni, <br>14 bis 16 Uhr,<br>Universitätsklinikum Leipzig,<br>Besprechungsraum &quot;Justus von Liebig&quot;,<br>Liebigstr. 20, Haus 4.</p> <p><strong>Hilfe für schwer Adipöse&#58;</strong><br>Adipositas-Ambulanz für Erwachsene Tel.&#58; 0341 97-12418</p>

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