Weitere Schwerpunkte der Klinik

Kinderorthopädie

​Welche Krankheitsbilder werden kinderorthopädisch behandelt?

  • angeborene Deformitäten wie Klumpfuß und weitere Fußdeformitäten, Luxationshüften, Skoliosen, Trichter- / Kielbrust, Myelomeningocele
  • genetisch bedingte Anomalien / Syndrome wie Arthrogrypose, Osteogenesis imperfecta (Glasknochenkrankheit), Ekchondromatose
  • Kinder mit Infantiler Zerebralparese und zentralen Koordinationsstörungen z.B. nach frühkindlichem Hirnschaden
  • Tumoren des Muskel- und Skelettsystemes wie z.B. Ewing-Sarkom, Osteosarkom, Enchondrom, Ekchondrom usw.
  • rheumatische Erkrankungen des Kindesalters
  • aseptische Knochenenkrosen wie Mb. Perthes, Mb. Osgood-Schlatter, die Osteochondrosis dissecans
  • hormonell bedingte Erkrankungen des Bewegungsapparates wie z.B. die Epiphysiolysis capitis femoris oder die begleitende Betreuung von Patienten mit Minderwuchs
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Überlastungssyndrome
  • Säuglingsuntersuchungen wie z.B. der Säuglingshüftultraschall

Welche Behandlungsmethoden / Operationsverfahren werden angewandt?

Beispielgebend sollen einige grundsätzliche Behandlungsmethoden der häufigsten Krankheitsbilder kurz erläutert werden:

Behandlung des Klumpfußes:

Hierbei werden so früh als möglich (wenn möglich noch am Tag der Geburt) Redressionsgipse eingesetzt. Dies bedeutet, dem Neugeborenen werden korrigierende Gipsverbände angelegt, welche den Fuß in seine richtige Form bringen sollen.

Die so nicht zu behebenden Teile der insgesamt sehr komplexen Fußdeformität werden später operativ korrigiert. Nach der Operation macht sich für einen weiteren Zeitraum die Nutzung von Schienen notwendig.

Behandlung der Luxationshüfte:

Nach möglichst frühzeitiger Diagnosestellung einer Hüftgelenksluxation im Rahmen der vorgeschriebenen Säuglings-Hüftsonographie (Bestandteil der U3-Untersuchung) sollte unmittelbar die Therapie begonnen werden. Ziel hierbei ist eine bessere Einstellung des noch unreifen Hüftgelenkskopfes in die Pfanne zu erreichen. Man versucht dies primär durch Anlage von sogenannten "Overhead-Extensionen" zu erreichen, welche über mehrere Wochen verbleiben müssen.

Bei guter Nachreifung des Hüftgelenkes schließt sich die Versorgung mit einem Becken-Bein-Gips an, welcher die gute Hüftgelenksstellung sichern soll, bis stabile Verhältnisse am kindlichen Hüftgelenk herrschen. Sollte sich mittels der genannten konservativen Therapiemethoden keine ausreichende Korrektur ergeben muss ein operatives Vorgehen gewählt werden.

Behandlung der Epiphysiolyse:

Sollte bei ihrem Kind eine sogenannte Epiphylsiolysis capitis femoris festgestellt worden sein, so ist eine schnelles operatives Vorgehen notwendig. Bei der angesprochenen Erkrankung löst sich ein Teil des Oberschenkelkopfes in der Wachstumszone vom restlichen Knochen und verrutscht. Somit besteht die Gefahr einer Minderdurchblutung und des Absterbens dieses Knochenteiles. Ziel der hier ausschließlich operativ möglichen Therpaie ist die Stabilisierung mittels einer Schraube.

Weitere Behandlungs- und Operationsmethoden:

Neben diesen sehr häufig anzutreffenden Krankheitsbildern werden in der Kinderorthopädie weitgehend alle kinderorthopädisch relevanten Erkrankungen operativ und konservativ behandelt. Hierunter zählen beispielsweise korrigierende Eingriffe bei Fehlstellungen (Korrektur von X-Beinen) oder anatomischen Anomalien (Korrektur bei Hexadaktylie usw.).

 

Außerdem wird das gesamte Spektrum der tumororthopädischen Operationen auch in Zusammenarbeit mit den Kollegen anderer Fachgebiete angeboten. Hervorzuheben ist weiterhin die Möglichkeit der operativen Korrektur ausgeprägter Wirbelsäulenfehlstellungen (Skoliosen), wobei hier jeweils im Einzelfall zu prüfen ist, inwieweit eine operative Korrektur einen Benefit für die Patienten bedeutet. Zu erwähnen ist die konservative und operative Behandlung der Folgen der infantilen Zerebralparese, inklusive Botulinumtoxin-Infiltrationen.

Eine umfassende Darstellung aller angebotener Therapieformen ist hier nicht möglich. Die Festlegung eines für Ihr Kind optimalen Behandlungskonzeptes Bedarf der ambulanten Vorstellung in unserer Kinderambulanz.

Sprechstunde

Die Kinderwirbelsäulensprechstunde findet im Rahmen der kinderorthopädischen Ambulanz statt.

Telefon: 0341 - 97 26226

Team der Kinderorthopädie

Dr. med. Magdalena Wojan
Oberärztin

​Dr. med. Eckehard Schumann
Oberarzt

 

Rheumaorthopädie

​Der Begriff "Rheuma" vereint eine Vielzahl klinischer Krankheitsbilder. Häufig wird der Begriff Rheuma jedoch auch falsch angewandt. Rheuma ist eine entzündliche Erkrankung, welche vorwiegend - jedoch nicht ausschließlich - Gelenke betrifft. Manifestationen in den Weichteilen wie Muskulatur, Sehnenansätze, Magen-Darm-Trakt, Augen und vieles mehr ist möglich.

Die Behandlung der Rheumatoiden Arthritis erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen, allen voran internistische Rheumatologen und Orthopäden. Dazu gibt es eine Rheuma-Spezialsprechstunde.

Am Universitätsklinikum Leipzig arbeiten Spezialisten verschiedener Fachgebiete im Rahmen des Rheumazentrums eng miteinander, um eine optimale Betreuung der Rheumapatienten zu gewährleisten.

Tumororthopädie / Tumorchirurgie

Bösartige Tumore des Bindegewebes, der Muskulatur und des Skeletts (v.a. weichteilige und knöcherne Sarkome sowie Töchtergeschwülste anderer Krebsarten) stellen seltene, aber häufig schwerwiegende Erkrankungsbilder dar. Unsere Klinik für Orthopädie / Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie deckt mit der Abteilung für Tumorchirurgie das volle Spektrum der Diagnostik und Therapie primärer Tumoren, Töchtergeschwülste (Metastasen) sowie Erkrankungen des blutbildenden Systems im Bereich des Bewegungsapparates ab. Zusätzlich betreuen wir auch alle gutartigen Neubildungen des Bindegewebes und der Knochen (z.B. Lipome, Enchondrome und Exostosen).

Der Erstkontakt erfolgt in der Regel über unsere Tumor-Spezialsprechstunde. Nach Befunderhebung und komplettierter Diagnostik wird im Rahmen unseres interdisziplinären Tumorboards das individuelle Vorgehen diskutiert und festgelegt. Zusätzlich dienen wir als überregionales Referenzzentrum für die umliegenden Praxen und Krankenhäuser. Es ist das älteste Tumorboard des Universitätsklinikums Leipzig, es besteht seit 1995 mit über 400 Konferenzen und weit über 5000 diskutierten Fällen.

Ein hochspezialisiertes Vorgehen mit wöchentlichen Falldiskussionen und interdisziplinärer Abstimmung zwischen den beteiligten Fachrichtungen, u.a. Orthopädie/Unfallchirurgie, Plastische Chirurgie, Viszeral- und Thoraxchirurgie, Radiologie, Nuklearmedizin, Pathologie, Strahlentherapie, Onkologie und Hämatologie, ist dabei ausschlaggebend für die Prognose des Patienten.

Gerade die sorgfältige Planung zur Gewebeentnahme (arthroskopisch / offen chirurgisch oder radiologisch navigiert) zur mikroskopischen Untersuchung, als auch die Durchführung einer adäquaten und vollständigen Tumordiagnostik („Staging") erfordern große Erfahrung und sollten einem Tumorzentrum vorbehalten bleiben.

In den meisten Fällen ist eine chirurgische Tumorresektion notwendig. Zu unserem Spektrum gehören vielfältige OP-Techniken, knochenstabilisierenden Operationen (z.B. Marknagelosteosynthese), knochenregenerative Operationen (z.B. Knochensegment-Transport nach Ilisarow, verschiedene Auffüllungstechniken mit eigenem Knochengewebe oder Knochenersatzstoffen), (teil-) extremitätenerhaltende Endoprothesenversorgung (Tumor-Mega-Endoprothesen, individuell hergestellter Beckenteil-Ersatz) und plastischen Verfahren zur Defektdeckung und -rekonstruktion. Das oberste Ziel der Therapie ist immer der Erhalt der Lebensqualität des Patienten und möglichst die Heilung der Erkrankung.

Bei bösartigen Erkrankungen kann der Therapieplan zusätzlich Chemotherapie oder Bestrahlung beinhalten. Diesbezüglich stehen mit der Medizinischen Klinik I, dem Universitären Krebszentrum (UCCL) und der Klinik für Strahlentherapie auch nach beendeter chirurgischer Therapie hochspezialisierte Partner zur Gewährleistung einer bestmöglichen Weiterbetreuung zur Verfügung.

Kontakt

Tumorsprechstunde

Telefon: 0341 - 97 17004
Fax:      0341 - 97 17006

Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie
Universitätsklinikum Leipzig
Bereich Unfallchirurgie


Prof. Dr. med. Christoph Josten

Liebigstraße 20
04103 Leipzig

Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie
Universitätsklinikum Leipzig
Bereich Plastische, Ästhetische und Spezielle Handchirurgie

Prof. Dr. med. Stefan Langer

Liebigstraße 20
04103 Leipzig

Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

Das Spektrum der operativen Versorgung umfasst neben der gesamten unfallchirurgischen Therapie akuter und auch chronischer Verletzung auch alle korrektiven Eingriffe am Fuß, wie zum Beispiel die Vorfußchirurgie bei degenerativen Veränderungen.

Leistungsspektrum

  • Versorgung von Frakturen an Sprunggelenk und gesamten Fuß (z.B. Sprunggelenk, Fersenbein, Sprungbein, Kahnbein) mit operativer und konservativer Therapie
  • Arthroskopische Eingriffe am Oberen und Unteren Sprunggelenk, einschließlich Knorpeltherapie (z.B. AMIC)
  • Rekonstruktive Eingriffe bei akuten und chronischen Bandverletzungen an Sprunggelenk und Fuß (z.B. Außenbänder, Syndesmosenbänder)
  • Korrektur posttraumatischer Fehlstellung an Fuß und Sprunggelenk, z.B. supramalleoläre Korrekturosteotomien
  • Korrektive Eingriffe am Vorfuß (z.B. Hallux valgus, Kleinzehendeformitäten)
  • Rheumachirurgie am Fuß
  • Sehnenchirurgie (z.B. Achillessehne, Peronealsehnen, Tibialis-posterior-Sehne)
  • Versteifungen (Arthrodesen) von Gelenken, z.B. oberes und unteres Sprunggelenk

Septische Chirurgie

​Behandlungsspektrum

  • Chronische Infektionen der Knochen, Gelenke und Weichteile der Extremitäten, der Wirbelsäule und des Beckens.
  • Infektionen nach Osteosynthesen und Prothesen
  • angeborene und posttraumatische Beinlängendifferenzen und Achsfehlstellungen
  • traumatische und erworbene Knochendefekte
  • Know How in Behandlungen von Problemkeimen
  • interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Mikrobiologie und Pharmakologie
  • Dekubitus

Operative Verfahren

Eingesetzt werden sowohl aktuelle als auch altbewährte Verfahren zur Infektsanierung bzw. Extremitätenverlängerung.

  • Ilizarov-Technik mit unterschiedlichen Fixateur-Systemen
  • Korrekturosteotomien des Knies und der Hüfte
  • Einbau künstlicher Gelenke nach Ausheilung des Infektes in der Endoprothetik

Stationäre Patientenbetreuung

  • moderne Einzel- und Zweibettzimmer
  • Betreuung auf separater Spezialstation
  • spezielle Physiotherapie
  • psychotherapeutische Betreuung
  • individuelle Schmerztherapie
  • separater septischer OP-Saal

Ambulante Patientenbetreuung

  • Sprechstunde
  • enger Kontakt zu niedergelassenen Ärzten
Liebigstraße 20, Haus 4
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 17004 (Ambulanz)
Patientenmanagement:
0341 - 97 23103
Fax:
0341 - 97 17309
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