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Pressemitteilungen

 

 

Aktuelle Untersuchung am Universitätsklinikum Leipzig zeigt: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vermindert die körperliche Belastbarkeit von Gesunden<img alt="Studienleiter Dr. Sven Fikenzer mit jeweils einer der Masken, die bei der Untersuchung von den Teilnehmern getragen wurde, rechts die chirurgische Maske und links die FFP2-Maske." src="/presse/PressImages/pic_20200720101712_bce843dd76.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-07-19T22:00:00ZLeipzig. "Maske auf" – das Tragen eines so genannten Mund-Nasen-Schutzes (MNS) ist wegen der Corona-Pandemie fast schon integraler Bestandteil des Alltags geworden. Viele Menschen müssen die Maske auch während körperlicher Anstrengung, zum Beispiel bei der Arbeit, tragen. Wie dies die Belastbarkeit von Gesunden beeinträchtigt, ist nun am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) deutschlandweit zum ersten Mal wissenschaftlich belegt worden. Die Ergebnisse stellten jedoch keinesfalls eine Kritik an der Maske als Corona-Schutzmaßnahme dar, betonen die Autoren. <p>Für ihre Untersuchung arbeiteten die Experten der <a href="/einrichtungen/kardiologie">Klinik und Poliklinik für Kardiologie</a> des UKL um Klinikdirektor Prof. Ulrich Laufs und Studienleiter Dr. Sven Fikenzer mit ihrem UKL-Kollegen Prof. Pierre Hepp, Leiter des <a href="/einrichtungen/oup/arthroskopische-spezielle-gelenkchirurgie-sportverletzungen">Bereichs Arthroskopische &amp; Spezielle Gelenkchirurgie / Sportverletzungen</a>, sowie Prof. Martin Busse, Direktor des Instituts für Sportmedizin und Prävention der Universität Leipzig, zusammen.<br>Sie nutzten dabei zwei weit verbreitete Typen von Gesichtsmasken, chirurgische Masken sowie FFP2-Masken, um deren Einfluss auf die körperliche Belastbarkeit von gesunden Personen zu untersuchen.&#160;Die Messungen erfolgten mit dem methodischen &quot;Goldstandard&quot;, der Spiroergometrie. Freiwillige gesunde Probanden wurden jeweils ohne Maske, chirurgischen Masken und FFP2-Masken körperlich belastet. Dabei mussten sie den Mund-Nasen-Schutz unter der Spiroergometrie-Maske tragen. Die Untersuchungen erfolgten jeweils mit einigen Tagen Abstand, die Reihenfolge wurde nach dem Zufallsprinzip festgelegt.&#160;</p> <p>Die Daten zeigen, dass die so genannte kardiopulmonale Leistungsfähigkeit durch beide Masken-Typen signifikant reduziert wird. Die Masken beeinträchtigen die Atmung, vor allem das Volumen und die höchstmögliche Geschwindigkeit der Luft beim Ausatmen. Die maximal mögliche Kraft auf dem Fahrrad-Ergometer war deutlich reduziert. Im Stoffwechsel wurde eine schnellere Ansäuerung des Blutes bei Anstrengung registriert (Laktat).<br>Mit Fragebögen beurteilten die Teilnehmer zudem systematisch ihr subjektives Empfinden. Auch hier zeigte sich eine erhebliche Beeinträchtigung verschiedener Parameter des Wohlbefindens.</p> <p>&quot;Die Ergebnisse unserer Untersuchung bestätigen das subjektive Gefühl vieler Menschen&quot;, erklärt Kardiologie-Klinikdirektor Prof. Ulrich Laufs, &quot;die Studie hat die Einschränkung der Leistungsfähigkeit nun auch wissenschaftlich quantifiziert.&quot; Er sieht die Ergebnisse für viele Lebensbereiche als potentiell interessant an&#58; &quot;Übertragen auf die Arbeitswelt stellt sich schon die Frage, ob Menschen, die mit Maske körperlich anstrengende Arbeit leisten, öfter Pausen machen müssten als bisher.&quot;</p> <p>Keinesfalls sei die Arbeit als Kritik oder als ein Infragestellen der Maskenpflicht gedacht, betont Prof. Laufs, denn der Mund-Nasen-Schutz sei wertvoll, um die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verhindern oder zu verlangsamen, &quot;aber wir zahlen halt einen Preis dafür.&quot; In der Gesamtbetrachtung der Corona-Schutzmaßnahmen müssten daher die nun nachgewiesenen Einschränkungen der körperlichen Belastbarkeit von gesunden Menschen durch das Maskentragen berücksichtigt werden, meint der UKL-Kardiologe.&#160;<br>Die detaillierten Ergebnisse des wissenschaftlichen Projekts sind nun aktuell im Fachmagazin &quot;Clinical Research in Cardiology&quot; (<a href="https&#58;//link.springer.com/article/10.1007/s00392-020-01704-y">https&#58;//link.springer.com/article/10.1007/s00392-020-01704-y</a>) veröffentlicht worden.</p>
Videosprechstunde etabliert: Expertise für Spezialchirurgie deutschlandweit anbieten<img alt="Prof. Stefan Langer, Leiter des Bereichs Plastische, Ästhetische und spezielle Handchirurgie am UKL, hat in der Corona-Krise erfolgreich eine Videosprechstunde etabliert." src="/presse/PressImages/pic_20200624084657_44ba9086b2.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-06-23T22:00:00ZLeipzig. In einer außergewöhnlichen Situation – Stichwort Coronakrise – geboren, soll es nun als zusätzliches Angebot für Patienten dauerhaft etabliert werden: Der Bereich Plastische, Ästhetische und spezielle Handchirurgie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) bietet seit einigen Wochen eine Videosprechstunde an. Unter anderem soll auf diese Weise Patientengruppen mit Spezialanliegen wie Lipödemen dritten Grades oder auch Transsexuellen die Möglichkeit gegeben werden, auch visuellen Kontakt zu Fachexperten des UKL aufzunehmen, ohne möglicherweise weite Anreisen auf sich zu nehmen. Diese Onlinesprechstunde startete zunächst als Pilotprojekt, inzwischen wird ein System für das gesamte UKL etabliert. <p>Seit Mitte April läuft die Videosprechstunde. Die Resonanz sei gut, sagt Prof. Stefan Langer, Leiter des <a href="/einrichtungen/oup/plastische-ästhetische-spezielle-handchirurgie">Bereichs Plastische, Ästhetische und spezielle Handchirurgie</a>, der Teil der <a href="/einrichtungen/oup">Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie</a> des UKL ist. &quot;Vielleicht hatten während der Coronakrise viele Menschen auch mehr Zeit, über sich und das medizinische Problem nachzudenken und individuelle Fragen zu entwickeln&quot;, überlegt er.&#160;</p> <p>Vier Patientengruppen sieht Prof. Langer als ideal für seine Videosprechstunde&#58; &#160;<br>1. Menschen, die nach einer chirurgischen Adipositas-Behandlung mit den äußeren Folgen eines massiven Gewichtsverlustes zu kämpfen haben (Hauterschlaffungen).<br>2. Lipödeme dritten Grades, das sind krankhafte Fettablagerungen meist in den Oberschenkeln von Frauen. Diese Behandlung wird seit Anfang 2020 von den Krankenkassen bezahlt.<br>3. Lymphödeme in Armen und Beinen, wenn sich Lymphflüssigkeit anstaut und die Extremitäten anschwellen lässt. Die Behandlung dieser Lymphödeme stellt einen Schwerpunkt in der Arbeit von Prof. Langer dar. Hier erreichen ihn Anfragen aus ganz Deutschland und anderen europäischen Ländern. &quot;Wir haben bereits Termine bis Juni 2021 vergeben&quot;, erklärt er.<br>4. Geschlechtsangleichende Operationen bei Mann- und Frau-Transsexuellen. Auch hier erreichen Langer und seine Kollegen Anfragen aus ganz Deutschland. Gerade bei dieser Art eines operativen Eingriffs bedarf es eines engen Vertrauensverhältnisses mit dem Behandlerteam.&#160;</p> <p>&quot;So können wir Menschen in ganz Deutschland unsere Expertise in diesen vier Bereichen der Spezialchirurgie zeigen&quot;, erläutert Prof. Langer die Motivation seines Teams. Auch Patienten, die weit entfernt von Leipzig leben, hätten schließlich einen Anspruch darauf.&#160;<br>Die visuellen Sprechstunden finden zusätzlich zu den regulären statt, es wurden extra neue Zeitfenster geschaffen. Die bisherigen Teilnehmer seien bisher alle erfreut über das Angebot gewesen, berichtet der UKL-Mediziner. &quot;Das Ganze findet natürlich auch in einem Sprechstundenzimmer statt, das finde ich wichtig, es darf nicht gestellt wirken.&quot;<br>Langer sieht mehrere Vorteile bei dieser Art Sprechstunde&#58; &quot;Der Patient sieht in die 'Arztwelt' und kann auf einfache Art einen primären Kontakt zu einem möglichen Behandler herstellen&quot;, erläutert er, &quot;und von uns bekommt er eine erste Idee für eine chirurgische Lösung seines Spezialproblems.&quot; Im Unterschied zu einem Telefonat sähen die Menschen das Gesicht des Arztes, und sie hätten die Möglichkeit, Befunde oder auch gleich die betroffenen Problemstellen am Körper zu zeigen.&#160;<br>Weiterer Vorteil&#58; Vorgespräche mit möglichen Patienten, an denen auch Familienmitglieder teilnehmen können, ohne dass diese gleich hunderte Kilometer fahren müssten. &quot;Dabei ist es sehr wichtig, seine Empathie und fachliche Kompetenz auch übers Netz glaubhaft zu vermitteln&quot;, beschreibt der Leipziger Spezialchirurg. Expertise über Video zu zeigen sei aber möglich&#58; &quot;Ich glaube, es ist uns bisher ganz gut gelungen.&quot;&#160;</p> <p>Die Teilnahme an der Videosprechstunde ist auch technisch einfach möglich. Wer sich telefonisch nach einem Termin erkundigt, bekommt nun auch die Telesprechstunde vorgeschlagen. Zum Termin erhalten die Patienten dann eine SMS mit dem Link zur entsprechenden Onlineverbindung, meist über das eigene Smartphone.<br>Das genutzte System ist zertifiziert und für diese Art Online-Sprechstunden zugelassen. Die Videoaufnahmen werden nicht gespeichert, wie bei jedem &quot;analogen&quot; Patienten wird aus den Gesprächsergebnissen eine Patientenakte angelegt.</p> <p>Bisher zählt Prof. Langer rund fünf Patienten pro Woche, die den neuen Service für ein Erstgespräch nutzen. &quot;Ob ich danach zehn oder 90 Prozent von ihnen auch zu einer Behandlung wiedersehe, kann man noch nicht sagen&quot;, hebt er hervor. &quot;Wir glauben&quot;, so betont der Experte des Leipziger Universitätsklinikums, &quot;dass wir in unserem Fachgebiet exzellent aufgestellt sind. Deswegen können sich die Menschen sicher sein, von Experten, auch im Sinne einer Zweitmeinung, beraten zu werden.&quot;</p> <p><strong>Videosprechstunde Bereich Plastische, Ästhetische und spezielle Handchirurgie&#58;</strong></p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160;Jeden Donnerstag von 10 bis 12 Uhr<br>· &#160; &#160; &#160; &#160;Terminierung über das Sekretariat&#58; Telefon 0341 / 97 - 17140</p> <p><strong>Technische Voraussetzungen seitens des Patienten&#58;</strong><br>· &#160; &#160; &#160; &#160;Smartphone mit WLAN / Internetzugang oder Laptop/PC mit Kamera und Mikrofon/</p> <p>&#160;</p>
Nach zweistündiger Operation: Patient hat wieder alle Finger<img alt="Constantin Weil von der Ahe (re.), behandelnder Arzt der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie, und Schwester Julia Seidel (Mi.), bei einer Kontrolluntersuchung des replantierten Fingers. Der 63-jährige Patient (li.) hatte sich den Zeigefinger der linken Hand beim Holzhacken fast komplett abgetrennt." src="/presse/PressImages/pic_20200401102315_cc36675ce8.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-03-31T22:00:00ZLeipzig. Einem OP-Team um Prof. Dr. Stefan Langer, Bereichsleiter für plastische, ästhetische und spezielle Handchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL), ist es in einer zweistündigen Operation gelungen, einem Patienten einen abgehackten Finger wieder funktionsfähig zu replantieren. "Die Ärzte haben eine perfekte Arbeit geleistet", so der 63-jährige Patient, der beim Holzhacken daneben schlug. <p>Der Zeigefinger der linken Hand war beim heimischen Holzhacken mit Wucht vom Beil getroffen worden. Der Finger war so gut wie abgetrennt und hing nur noch an einem Hautfetzen. Bei der Notoperation wurden Knochen, Sehnen, Nerven und Gefäße rekonstruiert. &quot;Die Herausforderung für die Operateure lag darin, dass der Knochen gesplittert war, so dass er mit Drähten fixiert werden musste. Zudem galt es, mit einem Venenstück aus dem Unterarm eine Fingerarterie zu reparieren&quot;, berichtet der behandelnde Arzt Constantin Weil von der Ahe.&#160;</p> <p>Am Anfang galt es für die Operateure, Knochenteile, Sehnen, Nerven und Gefäße zu identifizieren. Zuerst widmete sich das <a href="/einrichtungen/oup/plastische-ästhetische-spezielle-handchirurgie">OP-Team</a> dann dem zersplitterten Fingerknochen, dessen einzelne Teile mit Drähten verbunden wurden. Anschließend wurden Beuge- und Strecksehne des Zeigefingers genäht und - ganz wichtig - die Blutgefäße und Nerven wieder verbunden. Am Ende wurde der Haut-Weichteil-Mantel des Fingers verschlossen.&#160;</p> <p>&quot;Der replantierte Finger ist warm und gut durchblutet, Gelenke und Sehnen bewegen sich - es sieht also gut aus mit der Funktionalität&quot;, so der behandelnde Arzt. Der Patient blieb nach der Operation noch mehrere Tage in der Klinik für eine medikamentöse Behandlung. Er äußerte sich sehr zufrieden mit dem Operationsergebnis und der Behandlung im Universitätsklinikum. &quot;Was Ärzte und Schwestern geleistet haben, verdient meinen hohen Respekt&quot;, so der 63-Jährige. &quot;Nach meinem Missgeschick lief zum Glück alles wie am Schnürchen&#58; Der Rettungswagen war nach fünf Minuten da. Kaum in der Uniklinik angekommen, lag ich auf dem OP-Tisch und ein exzellentes Team leistete eine perfekte Arbeit. Ich habe allen Grund, dankbar zu sein.&quot;</p> <p>&#160;</p>
Netzwerk am UKL begleitet transsexuelle Personen auf dem Weg zu sich selbst<img alt="Die Regenbogenfahne weht am UKL in der Liebigstraße." src="/presse/PressImages/pic_20200330114020_ba9580871b.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-03-29T22:00:00ZLeipzig. Ein Netzwerk mit den verschiedensten medizinischen Fachbereichen wurde am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) für die Therapie von transgeschlechtlichen Personen aufgebaut. Ärzte und Wissenschaftler helfen mit ihrem Wissen und Können den Betroffenen, ihr empfundenes Geschlecht und ihren Körper in Einklang zu bringen. Der 31. März wird seit einigen Jahren als "International Transgender Day of Visibility" (Internationaler Tag der Trans* Sichtbarkeit) begangen. <p>Die zentrale Anlaufstelle am UKL ist <a>Dr. Kurt Seikowski</a>, Psychologe und Psychotherapeut. &quot;Ich erhebe eine Diagnose&quot;, erklärt er. &quot;Heißt diese am Ende Transsexualität, können von Ärzten und Patienten gemeinsam die sinnvollsten Methoden gewählt werden, den Leidensdruck zu nehmen.&quot; Der Leipziger Psychologe hat im Jahr 2018 rund 420 Transsexuelle, im vergangenen Jahr sogar 605 betreut.</p> <p><a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-3">Endokrinologen</a> wie Dr. Haiko Schlögl stehen den Patienten vertrauensvoll bei der Hormontherapie zur Seite. Denn diese ist keineswegs nur eine einfache Verschreibung von Medikamenten ist. &quot;Die gegengeschlechtliche Hormon-Therapie ist ein erheblicher Eingriff, der zu weitreichenden und meist irreversiblen Konsequenzen führt und deshalb auch Risiken birgt&quot;, sagt er.&#160;</p> <p>Wird eine geschlechtsangleichende Operation von den Patienten gewünscht und wird diese von der jeweiligen Krankenkasse genehmigt, können Prof. Stefan Langer, <a href="/einrichtungen/oup/plastische-ästhetische-spezielle-handchirurgie">Leiter der plastischen und ästhetischen Chirurgie</a> am UKL, und Prof. Bahriye Aktas, Direktorin der <a href="/einrichtungen/frauenheilkunde">Universitäts-Frauenklinik</a>, aktiv werden. &quot;Es sind alles sehr anspruchsvolle Operationen, auch weil wir Vertreter einer sehr patientenfreundlichen Chirurgie sind&quot;, so Prof. Langer. &quot;Deshalb erfolgt beispielsweise für Transfrauen die Penis-zu-Scheide-Umgestaltung bei uns mit zwei Operationen im Abstand von drei Monaten.&quot; Wird es gewünscht, kann eine weibliche Brust durch die Einlage von Implantaten aufgebaut werden. Für Transmänner hingegen ist es wichtig, die Brüste zu verlieren. Im Genitalbereich kann Prof. Langer einen künstlichen Penis aufbauen.&#160;</p> <p>Zwei- bis dreimal im Monat werden von Prof. Langer geschlechtsangleichende Operationen vorgenommen. &quot;Es ist schon erstaunlich, was durch die Operationen, die übrigens von den Krankenkassen voll bezahlt werden, an neuem Körpergefühl und Selbstwert entsteht&quot;, so Prof. Langer. Wie er erzählt, stehen am UKL bei Bedarf weitere medizinische Fachbereiche den Transsexuellen auf ihrem Weg zu sich selbst zur Seite, beispielsweise wenn es um die Änderung der Stimmhöhe oder die Entfernung von Gesichtshaar geht.</p> <p>&#160;</p>
Sarkom-Board am UKL tagt zum 500. Mal<img alt="Viele Jahre lang selbst Leiter des Sarkom-Boards, kam Prof. Christoph Josten nun als Medizinischer Vorstand des UKL zur 500. Tagung und würdigte die Arbeit seiner Nachfolger und die Weitsicht des Tumorboard-Gründers Prof. Georg Freiherr von Salis-Soglio." src="/presse/PressImages/pic_20200225112633_9b902fc328.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-02-24T23:00:00ZLeipzig. Bereits zum 500. Mal tagte kürzlich das Sarkom-Board der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie – die am längsten bestehende interdisziplinäre Tumorkonferenz am Universitätsklinikum Leipzig (UKL). Jede Woche besprechen hier die Experten verschiedener Fachrichtungen alle grundsätzlichen Diagnostik- und Behandlungsschritte bei Tumoren des Bindegewebes und der Knochen sowie von Metastasen an Extremitäten und dem Stammskelett. Ins Leben gerufen wurde diese Tumorkonferenz bereits Mitte der 1990er Jahre. <p>Viele Jahre leitete Prof. Christoph Josten als ausrichtender Klinikdirektor das Sarkom-Board. Zur Jubiläumssitzung kam er nun in anderer Funktion - seit Oktober 2019 ist der Unfallchirurg Medizinischer Vorstand des UKL. Als Gast konnte er nun auch den Gründer dieses Tumorboards, Prof. Georg Freiherr von Salis-Soglio, begrüßen. &quot;Mit ganz großer Weitsicht&quot;, so Prof. Josten, habe dieser 1995 diese Einrichtung initiiert. Dem jetzigen Leitungsteam um Privatdozent Dr. Georg Osterhoff von der <a href="/einrichtungen/oup">Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie</a> dankte der UKL-Vorstand für die geleistete Arbeit&#58; &quot;Das Board erfährt große Wertschätzung nach außen, doch nur in Kooperation funktioniert es.&quot;&#160;</p> <p>Bösartige Tumoren des Bindegewebes, der Muskulatur und des Skeletts, vor allem weichteilige und knöcherne Sarkome sowie Töchtergeschwülste anderer Krebsarten, stellen seltene, aber häufig schwerwiegende Erkrankungsbilder dar. Im Sarkom-Board arbeiten daher Experten vieler Fachrichtungen eng zusammen, darunter sind Orthopädie und Unfallchirurgie, plastische Chirurgie, Viszeral- und Thoraxchirurgie, Radiologie, Nuklearmedizin, Pathologie, Strahlentherapie, Onkologie und Hämatologie. Sie sind am UKL im <a href="/einrichtungen/sarkomzentrum">Sarkomzentrum</a> organisiert.&#160;</p> <p>Jeden Dienstag treffen sie sich und besprechen damit auf direktestem Weg jeweils rund 20 Fälle von Patienten mit den entsprechenden Tumoren oder einem Verdacht darauf. Möglich wird so eine schnelle, kompetente Abstimmung über das weitere Vorgehen. Über große Bildschirme erhalten die Mediziner alle relevanten Daten des gerade besprochenen Falls sowie aktuelle Röntgen-Bilder, CT- und MRT-Aufnahmen oder die spezielle nuklearmedizinische Bildgebung. Therapiemöglichkeiten werden diskutiert und abgewogen - immer mit Blick auf das jeweilige Alter des Patienten oder den Schweregrad der Erkrankung. Aufkommende Fragen können sofort beantwortet werden, und meist kommt es zu zügigen Entscheidungen. Ein Laie würde dabei nicht viel verstehen, sind die Fachleute doch unter sich. Doch immer wieder fallen auch Begriffe wie &quot;Chemotherapie&quot;, &quot;Metastasen&quot; oder selten leider auch &quot;Amputation&quot;. Oft geht es um die für Patienten so wichtige Frage&#58; Ist eine Operation notwendig und sinnvoll, oder gibt es eine Alternative?</p> <p>Im Lauf der Jahre sind geschätzt bereits über 7000 Fälle besprochen worden, sehr viele Patienten im Tumorboard kommen von extern, das heißt, sie werden von niedergelassenen Ärzten vorgestellt. Rund 250 Operationen bei Tumoren des Bindegewebes und der Knochen sowie von Skelett-Metastasen werden pro Jahr am UKL durchgeführt. Rund 1500 Patienten zählt die ambulante Tumorsprechstunde der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie durchschnittlich im Jahr.&#160;</p> <p>Für PD Dr. Osterhoff als Leiter dieser interdisziplinären Tumorkonferenz liegen deren Vorteile klar auf der Hand&#58; &quot;Patienten erhalten früher die Diagnose und ihre richtige Behandlung. Das Resultat ist ein besseres Überleben, das haben Studien bereits bewiesen.&quot; Auch sei ein solches Board eine der Voraussetzungen, um von Fachgesellschaften als spezialisiertes Zentrum zertifiziert zu werden, so der UKL-Chirurg. Den einwöchigen Rhythmus hält Osterhoff für angemessen und notwendig, dies zeige die konstante Zahl an Patienten, die besprochen werden. Und für noch dringlichere Fälle gibt es seit Kurzem eine Art &quot;virtuelles&quot; Tumor-Board, bei dem sich die involvierten Ärzte in einem ersten Schritt per E-Mail abstimmen.&#160;</p> <p>&#160;</p>

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