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Von der „Heilanstalt für Verkrümmte“ zur modernen HochleistungsmedizinUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Das war ein Meilenstein, der die <img alt="Prof. Christoph-Eckhard Heyde leitet heute als Geschäftsführender Klinikdirektor die Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie." src="/presse/PressImages/Prof-Christoph-Heyde-69e0d23e2e0a1.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2026-04-16T22:00:00ZLeipzig. Die Orthopädische Universitätsklinik Leipzig blickt auf eine 150-jährige Geschichte zurück. Mit der Eröffnung der Staatlichen Orthopädischen Universitätspoliklinik am 29. April 1876 durch Carl Hermann Schildbach wurde in Leipzig die erste universitäre Einrichtung dieses Fachs in Deutschland gegründet. Das war ein Meilenstein, der die Entwicklung der Orthopädie weit über die Region hinaus prägte.<p>„Die Leipziger Orthopädie war von Anfang an etwas Besonderes“, sagt Prof. Dr. Christoph-Eckhard Heyde, der Geschäftsführende Klinikdirektor der heutigen Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL). „Hier wurde nicht nur behandelt, sondern auch geforscht und gelehrt und das auf einem Niveau, das Maßstäbe gesetzt hat.“</p><p><strong>&#160;</strong></p><p><strong>Von den Anfängen zur eigenständigen Disziplin</strong></p><p>Die Wurzeln der Orthopädie in Leipzig reichen sogar bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zurück. Damals beschäftigten sich Mediziner mit Fehlstellungen des Bewegungsapparates. In der 1831 gegründeten „Heilanstalt für Verkrümmte“ waren es vor allem konservative Methoden wie Schienen oder gymnastische Übungen, die zur Anwendung kamen. Erst mit der Gründung der Orthopädischen Universitätspoliklinik 1876 wurde die Orthopädie zu einem eigenständigen universitären Fachgebiet. Das war ein Novum auf deutschem Boden.</p><p><strong>&#160;</strong></p><p><strong>Vom Korsett zur Operation</strong></p><p>In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Orthopädie grundlegend weiter. „Eine der wichtigsten Entwicklungen war der Wandel von rein konservativen Verfahren hin zu einer Kombination aus konservativer und operativer Behandlung“, erklärt Prof. Heyde.</p><p>Insbesondere im 20. Jahrhundert führten neue Operationstechniken, die Einführung der Röntgendiagnostik und später die Endoprothetik zu einem enormen Fortschritt.</p><p><strong>&#160;</strong></p><p><strong>Leipziger Schule prägt Generationen</strong></p><p>Eine besondere Rolle spielte die Klinik in der DDR-Zeit. Sie entwickelte sich zu einem der führenden orthopädischen Zentren im Ostblock und prägte eine ganze Generation von Medizinerinnen und Medizinern.</p><p>„In dieser Zeit kamen viele Chefärzte und Ordinarien für Orthopädie aus Leipzig und wurden im ganzen Land tätig“, sagt Heyde. „Leipzig hatte damals schon eine Art Leuchtturmfunktion.“</p><p>&#160;</p><p><strong>Leipziger Modell&#58; Ein Fach wächst zusammen</strong></p><p>Ein entscheidender Schritt in der jüngeren Geschichte war die Zusammenführung von Orthopädie und Unfallchirurgie. Am Universitätsklinikum Leipzig wurde dieses Konzept früh umgesetzt und weiterentwickelt.</p><p>„International ist es selbstverständlich, dass ein Facharzt den gesamten Bewegungsapparat behandelt“, sagt Heyde. „In Deutschland sind Orthopädie und Unfallchirurgie erst in den vergangenen Jahrzehnten zusammengewachsen. In Leipzig haben wir diesen Prozess aktiv mitgestaltet.“</p><p>Das sogenannte „Leipziger Modell“ setzt auf eine gemeinsame Klinikstruktur mit spezialisierten Bereichen, die eng zusammenarbeiten. Ziel ist es, die gesamte Bandbreite des Fachs abzudecken und gleichzeitig höchste Spezialisierung zu ermöglichen.</p><p><strong>&#160;</strong></p><p><strong>Hightech-Medizin und Spezialisierung</strong></p><p>Heute gehört die Klinik zu den größten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland. Sie deckt das gesamte Spektrum der Orthopädie, Unfallchirurgie und plastischen Chirurgie ab, von der Endoprothetik, der Unfallchirurgie, der Sportmedizin, speziellen Gelenkchirurgie und Arthroskopie, der plastischen und speziellen Handchirurgie über die Wirbelsäulenchirurgie bis hin zur Kinderorthopädie und Tumorbehandlung.</p><p>Die ständige Weiterentwicklung neuer Technologien wie Navigation, minimalinvasive Verfahren oder computergestützte Planung haben die Behandlungsmöglichkeiten in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. „Es geht heute vor allem um zwei Dinge. Einerseits um eine ganzheitliche Sicht auf unsere Patientinnen und Patienten und andererseits, dass &#160;notwendige Eingriffe schonender und gleichzeitig sicherer werden“, so Prof. Heyde. „Das kommt direkt den Patientinnen und Patienten zugute.“</p><p>&#160;</p>
Seit über 30 Jahren im Dienste exzellenter tumorchirurgischer VersorgungUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Pro Sitzung werden rund 30 Fälle <img alt="Von den 15 spezialisierten Tumorboards am UKL besteht das Sarkomboard am längsten. Pro Sitzung werden rund 30 Fälle besprochen." src="/presse/PressImages/20260113-L-UKL-800-Sarkomboard-19770-69b92ac2ebf34.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2026-03-16T23:00:00ZLeipzig. Unlängst fand am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) das 800. Sarkomboard statt. Einmal pro Woche besprechen hier Experten verschiedener Fachrichtungen grundsätzliche Diagnostik- und Behandlungsschritte bei Tumoren des Bindegewebes und der Knochen sowie von Metastasen an Extremitäten und dem Stammskelett. Seit mehr als drei Jahrzehnten steht das im Jahr 1995 als „Tumororthopädische Konferenz“ ins Leben gerufene Gremium für die Tradition der muskoloskelettalen Tumorchirurgie in Leipzig, vor allem aber auch für gelebte interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit innerhalb des Sarkomzentrums, für wissenschaftliche Exzellenz und eine kontinuierlich verbesserte Versorgung von Patient:innen mit Knochen- und Weichteiltumoren.<p>„Sarkome gehören zu den seltensten Tumorarten“, sagt Prof. Christian Kleber. Der Leiter der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/oup/weitere-schwerpunkte">Tumororthopädie </a>und der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/oup/unfallchirurgie">Unfallchirurgie am UKL</a> sowie des Überregionalen Traumazentrums leitet seit Mai vergangenen Jahres auch das <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/sarkomzentrum">Sarkomzentrum</a>.&#160;<br><br>Als bösartige Wucherungen betreffen Sarkome das so genannte mesenchymale Gewebe, also beispielsweise Knochen, Muskeln, Fett- und Bindegewebe, aber auch Blut- und Lymphgefäße beziehungsweise Nerven- und Sehnenscheiden. Kennzeichnend ist ihre große Vielfalt. Man unterscheidet rund 70 Sarkom-Subtypen, von denen jeder einzelne sehr selten vorkommt. Bei Erwachsenen machen sie weniger als ein Prozent aller Krebserkrankungen aus.<br><br>Umso wichtiger ist der interdisziplinäre und interprofessionelle Ansatz bei der Diskussion jedes einzelnen Falls. In der täglichen Praxis bedeutet das, dass sich die unterschiedlichen Fachrichtungen gegenseitig mit ihrer Expertise unterstützen und ergänzen.&#160;<br><br><strong>Funktionalität von Gliedmaßen und damit Lebensqualität erhalten&#160;</strong><br><br>Im Mittelpunkt steht dabei immer, die bestmögliche Lösung für die Patient&#58;innen zu finden. Blieb früher oft nur die Amputation als einzige Lösung, lässt sich heutzutage das entfernte krankhafte Gewebe dank besserer Bildgebung, präziserer OP-Techniken und Rekonstruktionen mit Endoprothesen oder Knochentransplantaten immer häufiger ersetzen. Der Erhalt funktionierender Gliedmaßen bedeutet ein klares Plus an Lebensqualität für die Patient&#58;innen. Und die Entwicklung geht weiter. So wurde bespielsweise in jüngster Vergangenheit das psychoonkologische Screening ausgeweitet und die Integration in das <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.mitteldeutsches-krebszentrum.de/">Mitteldeutsche Krebszentrum (CCCG</a>) vorangetrieben, wobei insbesondere die Zusammenarbeit mit dem <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.uniklinikum-jena.de/">Universitätsklinikum Jena </a>ausgeweitet wurde.<br><br>&#160;In Zukunft wird es zunehmend möglich sein, Tumoroperationen per Datenbrille, die den Operateur&#58;innen alle notwendigen Informationen live einblenden, noch präziser und schneller durchzuführen. Am UKL wurde dazu im vergangenen November gemeinsam mit der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/neurochirurgie">Klinik für Neurochirurgie</a> das Forschungsprojekt „Spatial Computing – Datenbrillen in der Chirurgie“ gestartet. Angestrebt wird darüber hinaus die Zertifizierung des Sarkomzentrums durch die <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.krebsgesellschaft.de/">Deutsche Krebsgesellschaft (DKG</a>).&#160;<br><br><strong>Über Jahre hinweg gewachsene Interdisziplinarität</strong><br><br>&#160;Auch die Arbeit im Sarkomboard hat sich gewandelt&#58; Ins Leben gerufen wurde es vor über 30 Jahren von Prof. Georg Freiherr von Salis-Soglio als „Tumororthopädische Konferenz“. Ziel war es bereits damals, die am UKL auf diesem Gebiet vorhandene umfangreiche Expertise in Diagnostik und Therapie zu bündeln. Ein wesentlicher Meilenstein beim Übergang vom Tumor- zum Sarkomzentrum war die in den Jahren 2016/17 erfolgte Einbeziehung viszeraler Sarkome sowie sogenannter gastrointestinaler Stromatumoren (GIST), bei denen es sich um seltene, meist bösartige Bindegewebstumoren (Sarkome) des Magen-Darm-Trakts handelt. Wesentlich befördert wurde dies durch Prof. Ines Gockel, seinerzeit Leiterin der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/vttg">Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie (VTTG) am UKL</a> und Prof. Christoph Josten. Der heutige <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/wir-ueber-uns-ukl/der-vorstand">Medizinische Vorstand des UKL</a> hatte die Leitung des Sarkomboards im Jahr 2016 von Prof. Torsten Prietzel, dem Nachfolger von Prof. von Salis-Soglio, übernommen.&#160;<br><br>Prof. Daniel Seehofer, heutiger Geschäftsführender Direktor der Klinik und Poliklinik für VTTG, sieht darin die eigentliche Geburtsstunde des Sarkomboards in seiner heutigen Form&#58; „Unsere Klinik deckt das gesamte Spektrum der Chirurgie der inneren Organe, insbesondere des Bauch- und Brustraumes, sowie der Gefäße ab. Die Einbeziehung dieser unterschiedlichen Fachbereiche hat wesentlich zu einer weiteren Vertiefung der Interdisziplinarität und in der Fokussierung auf individuelle Versorgungskonzepte im Sarkomboard geführt.“ Seit dieser Zeit bildet die Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie (VTTG) neben der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/oup">Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie (OUP)</a> und dem <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/uccl">Universitären Krebszentrum (UCCL)</a> die dritte wesentliche Säule im Spektrum des Sarkomboard.&#160;<br><br>„Das Sarkomboard steht exemplarisch für den Mehrwert echter Interdiszipilinarität in der modernen Onkologie“, betont Prof. Florian Lordick, Direktor des Universitären Krebszentrums Leipzig (UCCL). „Durch die enge, strukturierte Zusammenarbeit aller beteiligter Fachdisziplinen wird jeder Patient individuell und umfassend diskutiert, so dass therapeutische Chancen bestmöglich genutzt werden können.“ Heute arbeiten im Sarkomboard Expert&#58;innen vieler Fachrichtungen eng zusammen – der Hals- Nasen- Ohrenkunde ebenso wie der Kinderchirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Viszeral- und Thoraxchirurgie, Radiologie, Nuklearmedizin, Dermatologie, Pathologie, Strahlentherapie, Onkologie und Hämatologie. Hinzu kommen Kooperationspartner wie beispielsweise Psychoonkologie, Onkologische Pflege, Physiotherapie und Ernährungsberatung.&#160;<br><br><strong>Starke Zunahme der pro Board diskutierten Fälle</strong><br><br>Anfangs traf man sich einmal im Monat, später 14-tägig und seit 2017 wöchentlich. Rund 25 Jahre lang fanden das Tumor- und das daraus hervorgegangene Sarkomboard in Präsenz statt. Es war der damalige Leiter des Sarkomboards, Prof. Georg Osterhoff, der den Umstieg in ein virtuelles Format seit Mai 2020 maßgeblich vorantrieb. Dadurch wurde zum einen die Fortsetzung der Arbeit des Boards unter Pandemiebedingungen gesichert. Zum anderen eröffnete es die Möglichkeit, mehr Teilnehmer aus unterschiedlichen Fachdisziplinen hinzuzuziehen und die Zeiten bis zu einem Beschluss des Gremiums zu verkürzen. Im Ergebnis hat sich seitdem die Zahl der diskutierten Fälle pro Zusammenkunft deutlich erhöht&#58; von durchschnittlich zwölf Fällen im Jahr 2017 über 20 Fälle im Jahr 2020 bis zu rund 30 Fällen – in der Spitze sogar mehr als 40 – im vergangenen Jahr. In Summe wurden 2025 in allen 51 Sarkomboards insgesamt 1.582 Fälle besprochen. Dies erfordert von allen Beteiligten während der rund einstündigen Zusammenkunft konzentriertes Arbeiten und eine fokussierte Diskussion. Anschließend erfolgt eine fünf- bis sechsstündige Nachbearbeitung einschließlich der Information der Patient&#58;innen und der zuweisenden Ärzt&#58;innen. Parallel dazu wuchs die Zahl der Sarkom-Resektionen am UKL in den vergangenen Jahren – von 21 im Jahr 2019 auf 70 im Jahr 2025. Wesentliche Voraussetzung dafür war, dass seit dem Jahr 2020 am UKL ein eigener Operationssaal für Biopsien und Tumor-Operationen zur Verfügung steht.&#160;<br><br><strong>Eines von 15 spezialisierten Tumorboards am UKL</strong><br><br>Anlässlich des 800. Sarkomboards dankte Prof. Christian Kleber all seinen Vorgängern für die geleistete Arbeit&#58; „Jeder einzelne hat dazu beigetragen, dass das Board heute eine große Wertschätzung erfährt und über die Grenzen Leipzigs hinaus ausstrahlt, wie unter anderem Nennungen in der Ärzte- bzw. Klinikliste des Focus zeigen. Auch die aktive Arbeit in der Arbeitsgemeinschaft Knochentumoren trägt dazu bei.“&#160;<br><br>Rückblickend auf die lange und erfolgreiche Tradition des Sarkomboards verweist Prof. Florian Lordick auf einen weiteren Aspekt&#58; „Es hat maßgeblich dazu beigetragen, dass am UKL heute zahlreiche Organtumorboards etabliert sind, in denen Behandlungsentscheidungen konsequent evidenz- und leitlinienbasiert getroffen werden.“ Derzeit gibt es am UKL 15 spezialisierte Tumorboards beziehungsweise strukturierte interdisziplinäre Fallbesprechungen, die eine breite Palette an Organbereichen und Tumorentitäten abdecken – vom endokrinen Tumorboard über Boards für Lebertumore, gynäkologische, urologische beziehungsweise gastrointensinale Tumore bis zum molekularen Tumorboard und dem interdisziplinären Hämatologie-Board.</p>
Universitätsklinikum Leipzig erhält Qualitätssiegel für SchulterprothesenUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Prof. Jan Theopold verfügt seit 2024 <img alt="Prof. Jan Theopold verfügt seit 2024 über das DVSE-Expertenzertifikat für Schulter- und Ellenbogenchirurgie - eine wesentliche Voraussetzung für die Verleihung des Silber-Endoprothesensiegels durch die DVSE." src="/presse/PressImages/I-20230417068521-698c590280ee8.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2026-02-10T23:00:00ZLeipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist für seine hohe Behandlungsqualität in der Schulterendoprothetik ausgezeichnet worden: Die Klinik hat das Silber-Endoprothesensiegel der Deutschen Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie (DVSE) erhalten. Das Zertifikat bestätigt eine strukturierte, transparente und qualitätsgesicherte Versorgung von Patienten mit Schulterprothesen.<p>Die <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.dvse.info">DVSE</a> ist eine der größten und mitgliederstärksten wissenschaftlichen Organ-Fachgesellschaften im deutschsprachigen Raum. Sie setzt sich seit vielen Jahren für Qualitätssicherung und Transparenz in der Schulter- und Ellenbogenchirurgie ein. Mit dem Endoprothesensiegel zeichnet sie Kliniken aus, die definierte Qualitätskriterien erfüllen und ihre Eingriffe konsequent in einem bundesweiten Register dokumentieren.&#160;<br><br><strong>Kriterium 1&#58; Mindestens 30 Operationen pro Jahr&#160;</strong><br>Das <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/">Universitätsklinikum Leipzig</a> erfüllt die Anforderungen für das Silber-Zertifikat in besonderem Maße. Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass eine Klinik regelmäßig künstliche Schultergelenke einsetzt. Am UKL werden jedes Jahr rund 60 bis 80 solcher Operationen durchgeführt. Das sind deutlich mehr als für das Siegel gefordert. Und das Team der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/oup">Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie am UKL</a> hat sogar noch Kapazitäten für mehr derartige Eingriffe. „Die Zahl nach oben ist offen. Wir würden uns freuen, wenn wir noch mehr Patienten damit versorgen könnten“, sagt der stellvertretende Bereichsleiter Prof. Dr. Jan Theopold. Eine Schulterendoprothese wird bei schwerem Gelenkverschleiß wie Arthrose, Brüchen oder Sehnenrissen implantiert. Der Eingriff dauert eine bis anderthalb Stunden und findet meist unter Vollnarkose statt. Für das Team um Prof. Theopold und Prof. Dr. Pierre Hepp, dem UKL-<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/oup/arthroskopische-spezielle-gelenkchirurgie-sportverletzungen">Bereichsleiter für Arthroskopische und Spezielle Gelenkchirurgie</a>, ist das mittlerweile ein Standardeingriff&#58; „Wir können mit diesem Eingriff das Schmerzlevel der Patienten verändern und verbessern damit deutlich ihre Lebensqualität.“&#160;<br><br><strong>Kriterium 2&#58; Dokumentation im Prothesenregister&#160;</strong><br>Eine weitere Anforderung für die Zertifizierung ist die Dokumentation der Operationen im sogenannten <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.dvse.info/organisation/prothesenregister.html">Schulter-Ellbogen-Prothesenregister (SEPR).</a> Während Einträge in solch ein Register im Bereich der Hüft- und Knieprothetik standardisiert sind, beruht die Mitarbeit bei den Schulterprothesen noch auf Freiwilligkeit. Das Team des UKL trägt vollständige Datensätze zu jeder einzelnen impantierten Schulterprothese dort ein. Das erhöht die Patientensicherheit. „Nehmen wir mal an, ein Hersteller stellt fest, dass ein Modul an einer Prothese eine kleine Abweichung hatte und es zu einer Rückrufaktion kommt“, erklärt Prof. Theopold. „Über die Einträge in dem Register wissen wir sofort, welchem Patienten wir eine Prothese mit diesem Modul implantiert haben.“&#160;<br><br><strong>Kriterium 3&#58; Geschultes Personal&#160;</strong><br>Um das Silber-Prothesensiegel zu erhalten, muss mindestens ein Operateur der Einrichtung über das DVSE-Basiszertifikat für Schulter- und Ellenbogenchirurgie verfügen. Diese Qualifikation hat Prof. Theopold schon seit 2022. Seit 2024 besitzt er zudem auch das Expertenzertifikat.&#160;<br><br>Das Universitätsklinikum Leipzig hat das DVSE-Prothesensiegel in Silber bereits zum zweiten Mal erhalten. Die Auszeichnung wird jedes Jahr neu vergeben und setzt voraus, dass die Qualitätskriterien dauerhaft eingehalten werden. Für Patient&#58;innen bedeutet das vor allem eines&#58; Sie können sich darauf verlassen, dass ihre Behandlung nach klaren Qualitätsstandards erfolgt. Gleichzeitig zeigt die Auszeichnung, dass das UKL seine Ergebnisse offen dokumentiert und regelmäßig überprüfen lässt.</p>
Schwerverletzte haben am UKL überdurchschnittlich gute ÜberlebensprognoseUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Dies geht aus dem TraumaRegister (TR <img alt="Ein Rettungshubschrauber fliegt das Universitätsklinikum Leipzig an. Eine nahtlose Versorgung vom Unfallort über eine hochvernetzte, qualitätsgesicherte Traumabehandlung bis zur vollständigen Rehabilitation wirken sich positiv auf die Überlebens- und Genesungschancen Schwerverletzter aus." src="/presse/PressImages/Hubschrauber-UKL-6960e4fe13d3d.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2026-01-08T23:00:00ZLeipzig. Beim Standard der Versorgung und Behandlung schwerverletzter Patient:innen zählt das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) zur bundesweiten Spitze. Dies geht aus dem TraumaRegister (TR) DGU® 2025 hervor. Das UKL punktet insbesondere mit einer höheren Überlebensprognose Schwerverletzter bei einer gleichzeitig unterdurchschnittlichen Liegedauer auf der Intensivstation. Herausragend ist darüber hinaus die überregionale Bedeutung von Leipzigs größtem Traumazentrum, welche sich in einem großen Einzugsgebiet zeigt, aus dem schwerverletzte Patient:innen hierher gebracht werden.<p>Für das TR-DGU wurden die Daten von insgesamt 684 teilnehmenden Kliniken ausgewertet – neben Deutschland aus zehn weiteren Ländern, der überwiegende Teil davon aus Belgien, Österreich und der Schweiz. Es wird von der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.dgu-online.de/">Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e. V.</a> und der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer">AUC – Akademie der Unfallchirurgie GmbH</a> herausgegeben.<br><br>Schwerverletzte, die ans UKL eingeliefert werden, haben einen um 2,6 Prozent größeren Überlebensvorteil. Dazu wurde für jede/n der dokumentierten schwerverletzten Patient&#58;innen, die im Jahr 2024 am UKL primär versorgt worden waren, eine eigens für das Register entwickelten Vorhersage der Mortalität (Sterblichkeit) anhand von 13 Kriterien erstellt. Mit einem Wert von 13,9 Prozent lag diese Prognose, in die unter anderem das Alter und das Verletzungsmuster einfließen, 2,6 Prozentpunkte über der tatsächlich eingetretenen Mortalität. Anders ausgedrückt&#58; Dank der exzellenten Behandlung haben am UKL mehr Patient&#58;innen überlebt als aufgrund ihrer Prognose zu erwarten gewesen wäre. Mehr noch&#58; Im Vergleich aller im TR-DGU aufgeführten Kliniken wird deutlich, dass lediglich vier Kliniken mit gleicher beziehungsweise größerer Fallzahl eine ähnlich positive Differenz zwischen beobachteter und erwarteter Sterblichkeit aufweisen wie das<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/"> Leipziger Universitätsklinikum</a>.&#160;<br><br><strong>Hohe Fallzahlen aus einem großen Einzugsgebiet</strong><br><br>„Mit 299 Patient&#58;innen im sogenannten statistischen Basiskollektiv liegen wir in Deutschland ebenfalls sehr weit vorn“, sagt Prof. Christian Kleber, Leiter des Überregionalen Traumazentrums am UKL. Für eine Auswertung im <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.auc-online.de/unsere-angebote/medizinische-register/traumaregister-dgu/">TraumaRegister DGU®</a> werden alle Patient&#58;innen berücksichtigt, die über den Schockraum aufgenommen und anschließend intensivtherapeutisch versorgt wurden.<br><br>„Im Vergleich zu anderen überregionalen Traumazentren kommen wir auf eine mehr als dreimal höheren Fallzahl als der Schnitt.“ Für Prof. Kleber spielt hier auch das große Einzugsgebiet des UKL eine Rolle, was sich im Anteil der an das Klinikum verlegten schwerverletzten Patient&#58;innen widerspiegelt&#58; „Mit 28,4 Prozent haben wir am UKL über ein Viertel so genannte Sekundärverlegungen. Das sind Patient&#58;innen, die aus anderen Einrichtungen zu uns kommen. Der deutschlandweite Schnitt liegt hier bei lediglich 8,4 Prozent. Im Gegenzug behandeln wir 71,6 Prozent primär, also als Erstversorger – gegenüber bundesweit 91,6 Prozent“, ergänzt der Unfallchirurg, der zugleich als stellvertretender Direktor der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/oup">Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und plastische Chirurgie</a> sowie <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/oup/unfallchirurgie">Bereichsleiter Unfallchirurgie</a> tätig ist.&#160;<br><br><strong>Trotz gravierender anatomischer Verletzungen kürzere ITS-Liegezeiten</strong><br><br>Obwohl die Patient&#58;innen am UKL überdurchschnittlich oft unter vergleichsweise gravierenden Verletzungen von Wirbelsäulen, Becken, Gesicht oder den unteren Extremitäten leiden, bleiben sie für einen kürzeren Zeitraum auf der Intensivstation (ITS) als im deutschlandweiten Vergleich. Das TraumaRegister DGU® gibt hier Auskunft, wie hoch bei überlebenden Patient&#58;innen die Wahrscheinlichkeit für einen verlängerten Aufenthalt (über sieben Tage) auf der Intensivstation ist. Diese Prognose wurde anschließend der tatsächlich beobachteten Aufenthaltsdauer gegenübergestellt. Das Ergebnis&#58; Am Universitätsklinikum Leipzig lag der Anteil an überlebenden Patient&#58;innen, die länger als sieben Tage auf der Intensivstation verbleiben mussten, bei 18,5 Prozent – und damit deutlich unter dem prognostizierten Wert anhand der Verletzungsschwere von 24,5 Prozent.&#160;<br><br><strong>Hoher Grad der Vernetzung und effiziente interdisziplinäre Zusammenarbeit&#160;</strong><br><br>Einen wichtigen Grund für die herausragenden Kennziffern bei der Versorgung von Traumapatient&#58;innen sieht Prof. Christian Kleber in der hochvernetzten, qualitätsgesicherten Traumaversorgung innerhalb des Trauma-Netzwerkes Westsachsen. Als dessen Gründungsmitglied im Jahr 2009 nimmt das UKL eine zentrale Rolle bei der überregionalen Versorgung Schwerverletzter ein und trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung einheitlicher Behandlungsstandards und zur Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung auf höchstem Niveau bei.&#160;<br><br>Im Traumazentrum UKL selbst kommt der interdisziplinären Zusammenarbeit und dem kontinuierlichen fachlichen Austausch eine besondere Bedeutung zu. So tauschen sich beispielsweise Expert&#58;innen verschiedener Disziplinen und Versorgungsstufen in der Arbeitsgruppe Polytraumazirkel regelmäßig zur Weiterentwicklung der Traumaversorgung aus. Gemeinsam werden hier reale Versorgungsfälle analysiert, Schnittstellen optimiert und geprüft, welche neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse in die klinische Praxis überführt werden können. „Diese strukturierte Zusammenarbeit stärkt nicht nur die Versorgungsqualität innerhalb des Traumazentrums UKL, sondern fördert auch eine gemeinsame Lern- und Fehlerkultur“, beschreibt es Prof. Christian Kleber.&#160;<br><br>In seiner Funktion als Kinderpolytrauma-Referenzzentrum bündelt das UKL darüber hinaus spezialisierte medizinische, pflegerische und therapeutische Kompetenzen, um auch schwerstverletzte Kinder und Jugendliche altersgerecht, schnell und umfassend versorgen zu können. Hinzu kommen regelmäßige (unangekündigte) Schrockraum- und Notfalltrainings inklusive Not-OP-Techniken, die Einbindung in das Interdisziplinäre Versorgungsnachweissystem IVENA zur Echtzeit-Kommunikation und Steuerung von Patientenströmen zwischen Rettungsdiensten, Leitstellen und Krankenhäusern und vieles mehr.<br><br><strong>Geschlossene &quot;Rettungskette&quot; erhöht Überlebenschancen&#160;</strong><br><br>Entscheidend für die Verbesserung der Überlebenschancen von Unfallopfern ist nicht zuletzt eine konsequent geschlossene &quot;Rettungskette&quot;, die eine nahtlose Versorgung vom Unfallort bis zur vollständigen Rehabilitation gewährleistet. Sie beginnt mit der präklinischen Versorgung durch hochqualifizierte Notfallmediziner&#58;innen, setzt sich über die strukturierte Schockraumversorgung und spezialisierte operative sowie intensivmedizinische Behandlung fort und endet nicht zuletzt in einer individuell abgestimmten Nachsorge. „Diese ganzheitliche Betrachtung der 'Rettungskette' unterstreicht unseren Anspruch, Traumapatientinnen und -patienten nicht nur akut zu retten, sondern ihnen langfristig die bestmögliche Lebensqualität zurückzugeben“, so Prof. Kleber.</p>
Auftaktveranstaltung 2025 widmet sich der Bedeutung der AnatomieUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Unter der Moderation von Prof. Dr <img alt="" src="/presse/PressImages/pic_20250128100749_59c67bf196.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2025-01-27T23:00:00ZMit einem hochaktuellen und gesellschaftlich relevanten Thema startet die etablierte Vortragsreihe "Medizin für Jedermann" am Universitätsklinikum Leipzig in das Jahr 2025. Am 6. Februar 2025 um 18:30 Uhr findet der erste von vier Terminen des Jahres im Hörsaal Haus 4 des Klinikums statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. <p>Unter der Moderation von Prof. Dr. med. Andreas Roth, Bereichsleiter <a href="/einrichtungen/oup/endoprothetik-orthopädie">Endoprothetik / Orthopädie der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie des UKL</a>, spricht Prof. Dr. med. Ingo Bechmann, Dekan der <a href="/wissenschaft-forschung/medizinische-fakultät/organisation">Medizinischen Fakultät</a> und Direktor des I<a href="/einrichtungen/anatomie">nstituts für Anatomie an der Universität Leipzig</a>, über die &quot;Bedeutung der Anatomie&#58; Körperspenden, ,Körperwelten' und Patientenwille&quot;. Sein Vortrag beleuchtet die zentrale Rolle der Anatomie - nicht nur in der medizinischen Ausbildung, sondern auch im gesellschaftlichen Diskurs.<br><br>Anatomie ist die Grundlage der modernen Medizin und prägt unser Verständnis von Gesundheit und Krankheit. Doch was bedeutet es, den eigenen Körper der Wissenschaft zu spenden? Welche ethischen Fragen wirft eine solche Entscheidung auf, und wie beeinflussen populäre Ausstellungen wie &quot;Körperwelten&quot; unser Verhältnis zu Leben und Tod?<br><br>Prof. Bechmann gibt einen Einblick in den Umgang mit Körperspenden und ihre Bedeutung für Forschung und Lehre. Dabei wird auch der Respekt vor dem Willen der Verstorbenen thematisiert. Er betont&#58; &quot;Die Spender ermöglichen uns dadurch die qualitativ hochwertige Ausbildung unserer angehenden Ärztinnen und Ärzte.&quot;<br><br>Nach dem Vortrag haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an Prof. Bechmann und Prof. Roth zu richten. Dieser persönliche Austausch macht &quot;Medizin für Jedermann&quot; zu einem besonderen Erlebnis und stärkt den Dialog zwischen medizinischer Wissenschaft und Öffentlichkeit.<br><br><strong>Veranstaltungsdetails&#58;<br><br>Thema&#58;</strong> &quot;Bedeutung der Anatomie&#58; Körperspenden, ,Körperwelten' und Patientenwille&quot;<br><strong>Datum&#58;</strong> Donnerstag, 6. Februar 2025<br><strong>Uhrzeit&#58;</strong> 18&#58;30 Uhr<br><strong>Ort&#58;</strong> Hörsaal Haus 4, Universitätsklinikum Leipzig, Liebigstraße 20, 04103 Leipzig<br><strong>Eintritt&#58;</strong> Frei<br><strong>Anmeldung&#58;</strong> Nicht erforderlich<br><br>Für weitere Veranstaltungsinformationen besuchen Sie unsere <a href="/veranstaltungen">Website</a>.<br><br><strong>Kontakt für Rückfragen&#58;</strong><br>Universitätsklinikum Leipzig<br>Zentrales Veranstaltungsmanagement<br>Telefon&#58; +49 341 97-14143<br>E-Mail&#58; veranstaltungsmanagement@uniklinikum-leipzig.de</p> <p>&#160;</p>

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