| Schwerverletzte haben am UKL überdurchschnittlich gute Überlebensprognose | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Dies geht aus dem TraumaRegister (TR | <img alt="Ein Rettungshubschrauber fliegt das Universitätsklinikum Leipzig an. Eine nahtlose Versorgung vom Unfallort über eine hochvernetzte, qualitätsgesicherte Traumabehandlung bis zur vollständigen Rehabilitation wirken sich positiv auf die Überlebens- und Genesungschancen Schwerverletzter aus." src="/presse/PressImages/Hubschrauber-UKL-6960e4fe13d3d.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2026-01-08T23:00:00Z | Leipzig. Beim Standard der Versorgung und Behandlung schwerverletzter Patient:innen zählt das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) zur bundesweiten Spitze. Dies geht aus dem TraumaRegister (TR) DGU® 2025 hervor. Das UKL punktet insbesondere mit einer höheren Überlebensprognose Schwerverletzter bei einer gleichzeitig unterdurchschnittlichen Liegedauer auf der Intensivstation. Herausragend ist darüber hinaus die überregionale Bedeutung von Leipzigs größtem Traumazentrum, welche sich in einem großen Einzugsgebiet zeigt, aus dem schwerverletzte Patient:innen hierher gebracht werden. | <p>Für das TR-DGU wurden die Daten von insgesamt 684 teilnehmenden Kliniken ausgewertet – neben Deutschland aus zehn weiteren Ländern, der überwiegende Teil davon aus Belgien, Österreich und der Schweiz. Es wird von der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.dgu-online.de/">Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e. V.</a> und der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer">AUC – Akademie der Unfallchirurgie GmbH</a> herausgegeben.<br><br>Schwerverletzte, die ans UKL eingeliefert werden, haben einen um 2,6 Prozent größeren Überlebensvorteil. Dazu wurde für jede/n der dokumentierten schwerverletzten Patient:innen, die im Jahr 2024 am UKL primär versorgt worden waren, eine eigens für das Register entwickelten Vorhersage der Mortalität (Sterblichkeit) anhand von 13 Kriterien erstellt. Mit einem Wert von 13,9 Prozent lag diese Prognose, in die unter anderem das Alter und das Verletzungsmuster einfließen, 2,6 Prozentpunkte über der tatsächlich eingetretenen Mortalität. Anders ausgedrückt: Dank der exzellenten Behandlung haben am UKL mehr Patient:innen überlebt als aufgrund ihrer Prognose zu erwarten gewesen wäre. Mehr noch: Im Vergleich aller im TR-DGU aufgeführten Kliniken wird deutlich, dass lediglich vier Kliniken mit gleicher beziehungsweise größerer Fallzahl eine ähnlich positive Differenz zwischen beobachteter und erwarteter Sterblichkeit aufweisen wie das<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/"> Leipziger Universitätsklinikum</a>. <br><br><strong>Hohe Fallzahlen aus einem großen Einzugsgebiet</strong><br><br>„Mit 299 Patient:innen im sogenannten statistischen Basiskollektiv liegen wir in Deutschland ebenfalls sehr weit vorn“, sagt Prof. Christian Kleber, Leiter des Überregionalen Traumazentrums am UKL. Für eine Auswertung im <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.auc-online.de/unsere-angebote/medizinische-register/traumaregister-dgu/">TraumaRegister DGU®</a> werden alle Patient:innen berücksichtigt, die über den Schockraum aufgenommen und anschließend intensivtherapeutisch versorgt wurden.<br><br>„Im Vergleich zu anderen überregionalen Traumazentren kommen wir auf eine mehr als dreimal höheren Fallzahl als der Schnitt.“ Für Prof. Kleber spielt hier auch das große Einzugsgebiet des UKL eine Rolle, was sich im Anteil der an das Klinikum verlegten schwerverletzten Patient:innen widerspiegelt: „Mit 28,4 Prozent haben wir am UKL über ein Viertel so genannte Sekundärverlegungen. Das sind Patient:innen, die aus anderen Einrichtungen zu uns kommen. Der deutschlandweite Schnitt liegt hier bei lediglich 8,4 Prozent. Im Gegenzug behandeln wir 71,6 Prozent primär, also als Erstversorger – gegenüber bundesweit 91,6 Prozent“, ergänzt der Unfallchirurg, der zugleich als stellvertretender Direktor der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/oup">Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und plastische Chirurgie</a> sowie <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/oup/unfallchirurgie">Bereichsleiter Unfallchirurgie</a> tätig ist. <br><br><strong>Trotz gravierender anatomischer Verletzungen kürzere ITS-Liegezeiten</strong><br><br>Obwohl die Patient:innen am UKL überdurchschnittlich oft unter vergleichsweise gravierenden Verletzungen von Wirbelsäulen, Becken, Gesicht oder den unteren Extremitäten leiden, bleiben sie für einen kürzeren Zeitraum auf der Intensivstation (ITS) als im deutschlandweiten Vergleich. Das TraumaRegister DGU® gibt hier Auskunft, wie hoch bei überlebenden Patient:innen die Wahrscheinlichkeit für einen verlängerten Aufenthalt (über sieben Tage) auf der Intensivstation ist. Diese Prognose wurde anschließend der tatsächlich beobachteten Aufenthaltsdauer gegenübergestellt. Das Ergebnis: Am Universitätsklinikum Leipzig lag der Anteil an überlebenden Patient:innen, die länger als sieben Tage auf der Intensivstation verbleiben mussten, bei 18,5 Prozent – und damit deutlich unter dem prognostizierten Wert anhand der Verletzungsschwere von 24,5 Prozent. <br><br><strong>Hoher Grad der Vernetzung und effiziente interdisziplinäre Zusammenarbeit </strong><br><br>Einen wichtigen Grund für die herausragenden Kennziffern bei der Versorgung von Traumapatient:innen sieht Prof. Christian Kleber in der hochvernetzten, qualitätsgesicherten Traumaversorgung innerhalb des Trauma-Netzwerkes Westsachsen. Als dessen Gründungsmitglied im Jahr 2009 nimmt das UKL eine zentrale Rolle bei der überregionalen Versorgung Schwerverletzter ein und trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung einheitlicher Behandlungsstandards und zur Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung auf höchstem Niveau bei. <br><br>Im Traumazentrum UKL selbst kommt der interdisziplinären Zusammenarbeit und dem kontinuierlichen fachlichen Austausch eine besondere Bedeutung zu. So tauschen sich beispielsweise Expert:innen verschiedener Disziplinen und Versorgungsstufen in der Arbeitsgruppe Polytraumazirkel regelmäßig zur Weiterentwicklung der Traumaversorgung aus. Gemeinsam werden hier reale Versorgungsfälle analysiert, Schnittstellen optimiert und geprüft, welche neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse in die klinische Praxis überführt werden können. „Diese strukturierte Zusammenarbeit stärkt nicht nur die Versorgungsqualität innerhalb des Traumazentrums UKL, sondern fördert auch eine gemeinsame Lern- und Fehlerkultur“, beschreibt es Prof. Christian Kleber. <br><br>In seiner Funktion als Kinderpolytrauma-Referenzzentrum bündelt das UKL darüber hinaus spezialisierte medizinische, pflegerische und therapeutische Kompetenzen, um auch schwerstverletzte Kinder und Jugendliche altersgerecht, schnell und umfassend versorgen zu können. Hinzu kommen regelmäßige (unangekündigte) Schrockraum- und Notfalltrainings inklusive Not-OP-Techniken, die Einbindung in das Interdisziplinäre Versorgungsnachweissystem IVENA zur Echtzeit-Kommunikation und Steuerung von Patientenströmen zwischen Rettungsdiensten, Leitstellen und Krankenhäusern und vieles mehr.<br><br><strong>Geschlossene "Rettungskette" erhöht Überlebenschancen </strong><br><br>Entscheidend für die Verbesserung der Überlebenschancen von Unfallopfern ist nicht zuletzt eine konsequent geschlossene "Rettungskette", die eine nahtlose Versorgung vom Unfallort bis zur vollständigen Rehabilitation gewährleistet. Sie beginnt mit der präklinischen Versorgung durch hochqualifizierte Notfallmediziner:innen, setzt sich über die strukturierte Schockraumversorgung und spezialisierte operative sowie intensivmedizinische Behandlung fort und endet nicht zuletzt in einer individuell abgestimmten Nachsorge. „Diese ganzheitliche Betrachtung der 'Rettungskette' unterstreicht unseren Anspruch, Traumapatientinnen und -patienten nicht nur akut zu retten, sondern ihnen langfristig die bestmögliche Lebensqualität zurückzugeben“, so Prof. Kleber.</p> |
| Auftaktveranstaltung 2025 widmet sich der Bedeutung der Anatomie | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Unter der Moderation von Prof. Dr | <img alt="" src="/presse/PressImages/pic_20250128100749_59c67bf196.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2025-01-27T23:00:00Z | Mit einem hochaktuellen und gesellschaftlich relevanten Thema startet die etablierte Vortragsreihe "Medizin für Jedermann" am Universitätsklinikum Leipzig in das Jahr 2025. Am 6. Februar 2025 um 18:30 Uhr findet der erste von vier Terminen des Jahres im Hörsaal Haus 4 des Klinikums statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. | <p>Unter der Moderation von Prof. Dr. med. Andreas Roth, Bereichsleiter <a href="/einrichtungen/oup/endoprothetik-orthopädie">Endoprothetik / Orthopädie der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie des UKL</a>, spricht Prof. Dr. med. Ingo Bechmann, Dekan der <a href="/wissenschaft-forschung/medizinische-fakultät/organisation">Medizinischen Fakultät</a> und Direktor des I<a href="/einrichtungen/anatomie">nstituts für Anatomie an der Universität Leipzig</a>, über die "Bedeutung der Anatomie: Körperspenden, ,Körperwelten' und Patientenwille". Sein Vortrag beleuchtet die zentrale Rolle der Anatomie - nicht nur in der medizinischen Ausbildung, sondern auch im gesellschaftlichen Diskurs.<br><br>Anatomie ist die Grundlage der modernen Medizin und prägt unser Verständnis von Gesundheit und Krankheit. Doch was bedeutet es, den eigenen Körper der Wissenschaft zu spenden? Welche ethischen Fragen wirft eine solche Entscheidung auf, und wie beeinflussen populäre Ausstellungen wie "Körperwelten" unser Verhältnis zu Leben und Tod?<br><br>Prof. Bechmann gibt einen Einblick in den Umgang mit Körperspenden und ihre Bedeutung für Forschung und Lehre. Dabei wird auch der Respekt vor dem Willen der Verstorbenen thematisiert. Er betont: "Die Spender ermöglichen uns dadurch die qualitativ hochwertige Ausbildung unserer angehenden Ärztinnen und Ärzte."<br><br>Nach dem Vortrag haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an Prof. Bechmann und Prof. Roth zu richten. Dieser persönliche Austausch macht "Medizin für Jedermann" zu einem besonderen Erlebnis und stärkt den Dialog zwischen medizinischer Wissenschaft und Öffentlichkeit.<br><br><strong>Veranstaltungsdetails:<br><br>Thema:</strong> "Bedeutung der Anatomie: Körperspenden, ,Körperwelten' und Patientenwille"<br><strong>Datum:</strong> Donnerstag, 6. Februar 2025<br><strong>Uhrzeit:</strong> 18:30 Uhr<br><strong>Ort:</strong> Hörsaal Haus 4, Universitätsklinikum Leipzig, Liebigstraße 20, 04103 Leipzig<br><strong>Eintritt:</strong> Frei<br><strong>Anmeldung:</strong> Nicht erforderlich<br><br>Für weitere Veranstaltungsinformationen besuchen Sie unsere <a href="/veranstaltungen">Website</a>.<br><br><strong>Kontakt für Rückfragen:</strong><br>Universitätsklinikum Leipzig<br>Zentrales Veranstaltungsmanagement<br>Telefon: +49 341 97-14143<br>E-Mail: veranstaltungsmanagement@uniklinikum-leipzig.de</p>
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| Silvesterunfälle: Erneut zahlreiche Hand- und Kopfverletzungen in der Notaufnahme des Uniklinikums Leipzig | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig – Rund um den Jahreswechsel 2024/25 | <img alt="Blick auf die Zentrale Notaufnahme des Universitätsklinikums Leipzig." src="/presse/PressImages/pic_20250102135650_db2e204010.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2025-01-01T23:00:00Z | Leipzig, 02. Januar 2025 – Rund um den Jahreswechsel 2024/25 wurden am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) erneut zahlreiche Patient:innen mit Feuerwerksverletzungen behandelt. Neben den üblichen akuten Erkrankungen und Verletzungen dominierten dabei wie in den Vorjahren bei den Verletzungen neben Kopfverletzungen zum Teil schwere Verletzungen der Hände, die nicht selten mit dauerhaften Funktionseinbußen einhergehen. Dies bestätigt auch eine am UKL durchgeführte Studie, die über einen Zeitraum von zehn Jahren silvesterbedingten Verletzungen analysiert hat. | <p>Unter den zum Jahreswechsel 2024/25 mit Feuerwerksverletzungen stationär Behandelten befanden sich drei Patient:innen mit schweren Verletzungen der Hände. Einer davon ist ein achtjähriger Junge, der in die Notaufnahme eingeliefert wurde, nachdem ihm ein in der Hand explodierter Feuerwerkskörper mehrere Finger abgerissen hatte. Das Kind hatte den Blindgänger am Neujahrstag aufgehoben, mit nach Hause gebracht und wollte diesen dann nach dem Entzünden aus dem Fenster werfen. "Allein am Neujahrstag wurden der Notaufnahme 137 Patient:innen mit Verletzungen oder akuten Erkrankungen zugeführt, davon ein erheblicher Anteil auch mit silvesterbedingten Verletzungen", berichtet Prof. André Gries, Leiter der <a href="/einrichtungen/notaufnahme">Zentrale Notaufnahme des UKL</a>. Zahlreiche Patient:innen kamen bis zum Vormittag in die Notaufnahme. "Dies bestätigt unsere Erfahrungen aus den Vorjahren, wonach der Silvestertag noch relativ ruhig verläuft und die Zahl der Patient:innen nach dem Jahreswechsel deutlich ansteigt", so der Notfallmediziner. <br><br>Bereits Mitte Dezember lag die Zahl der jährlich in der Zentralen Notaufnahme behandelten Akut- und Notfallpatienten erstmals über der Marke von 40.000 (Stand 10.12.2024: 41.345). "Wir gehen davon aus, dass wir bis Jahresende rund 44.000 Patienten bei uns behandelt haben", so Prof. Gries. "Dies wäre eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um rund 5500 Patient:innen beziehungsweise 14 Prozent."<br><br>Die Art und Weise der Erkrankungen und Verletzungen rund um den Jahreswechsel reiche von den "üblichen" Diagnosen über Schädigungen der Hände, sturzbedingte Kopfverletzungen bis zu Vergiftungserscheinungen durch Alkohol beziehungsweise andere Drogen und entspreche somit dem "bekannten feiertagsbedingten Spektrum", erklärt Prof. Gries.<br><br>Welche erheblichen Gesundheitsrisiken - insbesondere für Handverletzungen - vom unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern rund um Silvester ausgehen können, zeigt auch eine aktuelle Studie der <a href="/einrichtungen/oup">Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie</a> sowie der <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie">Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig</a>. Dafür wurden über zehn Jahreswechsel hinweg insgesamt 155 Verletzte untersucht. 80 Prozent von ihnen waren Männer mit einem Durchschnittsalter von 24 Jahren. Am häufigsten von Verletzungen betroffen waren die Hände (53 Prozent). Fast ein Viertel der Fälle (24 Prozent) erforderte operative Eingriffe. Bei knapp der Hälfte (47 Prozent) der operierten Patient:innen führten die Verletzungen zu dauerhaften Funktionseinbußen.<br><br>"Unsere Ergebnisse zeigen, dass Sicherheitsvorschriften oft ignoriert werden, was schwere Verletzungen auch bei der Verwendung frei verkäuflicher Feuerwerkskörper nach sich zieht und eine hohe Belastung für die Notaufnahmen zur Folge hat", betont Studienleiter Prof. Georg Osterhoff, Stellvertretender Bereichsleiter Unfallchirurgie am UKL. <br><br>Ausgehend von den Resultaten der Studie fordern die Mediziner verstärkte Präventionskampagnen, um die Risiken zu minimieren und das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Feuerwerk zu schärfen.</p> |
| Osteoporose – ein unterschätztes Problem | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Prof. Andreas Roth (l.) und Prof | <img alt="Prof. Andreas Roth (l.) und Prof. Christoph Heyde, KLinik für Orthopädie, Unfallchirugrie und Plastische Chirurgie am UKL, beschäftigen sich mit der Prävention und Behandlung von Osteoporose." src="/presse/PressImages/pic_20240905083659_00e1df0c9e.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2024-09-04T22:00:00Z | Leipzig.: Wenn Knochen unbemerkt oder bei geringer Belastung brechen, liegt meist eine Osteoporose vor. Die Krankheit ist insbesondere unter Älteren weit verbreitet: Allein in Deutschland leben zwischen sechs und sieben Millionen Menschen mit der Diagnose – mehrheitlich Frauen über 60 Jahre. Viele dieser Fälle sind Zufallsbefunde: Mit einem Knochenbruch kommen sie ins Krankenhaus, werden behandelt und mit der Diagnose Osteoporose entlassen. Um derartige Verläufe in Zukunft zu verhindern, widmet sich das Knorpel-Knochen-Symposium der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und plastische Chirurgie der Universitätsklinik Leipzig (UKL) in diesem Jahr dem Thema. In Kooperation mit dem Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie Sachsen lädt es die Teilnehmer:innen am Samstag, den 7. September 2024, dazu ein, Osteoporose interdisziplinär, interprofessionell und sektorengrenzenübergreifend zu betrachten. | <p>Anliegen des Symposiums ist es, mehr Aufmerksamkeit für die Erkrankung zu schaffen. "Osteoporose ist ein unterschätztes Problem", sagt Prof. Christoph-Eckhard Heyde, geschäftsführender Direktor der Klinik und Poliklinik für <a href="/einrichtungen/oup">Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie</a> des UKL, der die Veranstaltung gemeinsam mit Prof. Andreas Roth, Bereichsleiter <a href="/einrichtungen/oup/endoprothetik-orthopädie">Endoprothetik / Orthopädie</a> derselben Klinik, und Dr. Marco Hensel vom Berufsverband organisiert, "und eine zunehmende Herausforderung." Hintergrund ist der demografische Wandel, der die Bevölkerung in Deutschland immer älter werden lässt. Hinzukommt ein wachsender Anteil von Menschen, der sich zu wenig an der frischen Luft oder generell nicht ausreichend bewegt. Mangelnde Bewegung begünstigt neben einer Reihe von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch das Risiko für Osteoporose, was zu einer erhöhten Anfälligkeit für Knochenbrüche und einer verminderten Lebensqualität führt. Spezialist:innen wie Prof. Christoph-Eckhard Heyde sprechen von mehreren Hunderttausend Frakturen, die es zu verhindern gilt.</p>
<p>Auf dem Symposium werden deshalb neue Möglichkeiten der Prophylaxe, Diagnostik und Therapie von Osteoporose diskutiert. Neue Richtlinien für die Vergabe von Medikamenten sind dabei genauso Thema wie die Rolle der Muskulatur. "Wir haben vorher nur auf den Knochen geschaut," sagt Veranstalter Prof. Heyde, "jetzt schauen wir unter anderem auch besonders auf die Muskulatur, weil das zusammenspielt: Eine schlechte Muskulatur fördert den Knochenabbau - das weiß man inzwischen, deshalb setzt man da auch mit neuen, intensiveren Therapien an."</p>
<p>Darüber hinaus soll das Symposium genutzt werden, um das Netzwerk zu stärken. Im Fokus steht hier die Zusammenarbeit von klinisch tätigen Ärzt:innen und Niedergelassenen. Damit Patient:innen nach einem stationären Aufenthalt gut weiterversorgt werden können, brauche es Hausärzt:innen, Internist:innen, Orthopäd:innen / Unfallchirurg:innen sowie Rehabilitationsmediziner:innen, sagt Prof. Christoph-Eckhard Heyde. Eine osteologische oder endokrinologische Qualifikation sei dabei sehr hilfreich.</p>
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<p><strong>22. Knorpel-Knochen-Symposium</strong></p>
<p>Samstag, 7. September 2024, 9 - 14 Uhr</p>
<p>Hörsaal Haus 4</p>
<p><a href="/veranstaltungen/EventDocuments/Flyer_22tes%20KnKn_Symposium_2024_WEB.pdf">zum Programm</a></p>
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| Medizin für Jedermann: „Mehr Lebensqualität dank Plastischer Chirurgie?“ | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Juni bei „Medizin für Jedermann“ am | <img alt="„Ich möchte zeigen, dass die Plastische Chirurgie mehr kann als ‚nur‘ Falten beheben.“: Prof. Stefan Langer am 12. Juni bei „Medizin für Jedermann“ am UKL." src="/presse/PressImages/pic_20240607105918_3dd760eb02.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2024-06-06T22:00:00Z | Leipzig. Ein abgetrennter Finger nach Silvester, eine Brust, die im Zuge einer Krebsbehandlung abgenommen werden musste, großflächige Wunden, die nicht heilen wollen – das Spektrum der Plastischen Chirurgie ist vielfältig und dennoch denken viele Menschen bei dem Begriff ausschließlich an nicht notwendige Schönheitsoperationen. Dabei ist die Ästhetische Chirurgie, so der Fachbegriff, nur eine Säule der Plastischen Chirurgie, deren Aufgabe die Herstellung bzw. Rekonstruktion des äußeren Erscheinungsbildes des menschlichen Körpers und aller damit verbundenen Funktionen ist – insbesondere der der Hand. Was das heißt, erlebt Prof. Stefan Langer mit seinem Team vom Universitätsklinikum Leipzig (UKL) in seiner täglichen Arbeit. Darüber wird der Leiter des Bereichs für Plastische, Ästhetische und Spezielle Handchirurgie in seinem Vortrag berichten. | <p>Im Zentrum der Arbeit von Spezialisten wie Prof. Stefan Langer stehen schwer kranke oder verunfallte Patient:innen: Menschen, die etwa an den Folgen eines Motorradsturzes, einer Infektion oder einer Krebserkrankung leiden. Letztere machen dabei erfahrungsgemäß die größte Gruppe aus. Klassisches Beispiel, sagt Prof. Langer, ist die Patientin, der man aufgrund einer Tumorbehandlung eine Brust abnehmen musste. "Die ist nach Chemotherapie, Bestrahlung, Reha und dergleichen in fünf Jahren geheilt und prinzipiell glücklich, aber ihre Brust ist nicht mehr da. Und die dann mit Eigengewebe vom Bauch, was man gerne hergibt, so wiederherzustellen, dass sich die Patientin wieder vollständig fühlt, ist eine unserer Hauptaufgaben."</p>
<p>Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Behandlung von Patient:innen mit Adipositas. Hier sind <a href="/einrichtungen/oup/plastische-ästhetische-spezielle-handchirurgie">Prof. Stefan Langer und sein Team</a> gefragt, wenn es darum geht, die Körperkonturen eines Menschen nach massivem Gewichtsverlust wiederherzustellen. Das Bemühen der Betroffenen zu unterstützen, sei nicht nur medizinisch, sondern auch gesellschaftlich wichtig, sagt der Chirurg. "Wenn jemand 100 Kilo abnimmt, dann lebt er nicht nur länger, sondern er hat auch ein ganz anderes Wohlbefinden. Und wenn wir ihn dann noch von seiner überschüssigen Haut befreien, haben wir da einen Menschen, der eine ganz andere Lebensqualität hat. Der kann auch wieder an seinen Arbeitsplatz zurück, und ich glaube, da müssen wir als Gesellschaft auch daran arbeiten."</p>
<p>Mehr Lebensqualität dank plastischer Chirurgie? Diese Frage würden wohl die meisten Patient:innen mit ja beantworten, die Prof. Langer und Kolleg:innen behandeln - selbstverständlich auch die, die kommen, um sich Fett absaugen oder Falten glätten zu lassen. Ein gut ausgebildeter Plastischer Chirurg könne auch das, sagt Prof. Langer, der sich wünscht, dass sein Fachgebiet endlich mehr Beachtung finde und nicht länger reduziert werde auf Schönheitschirurgie. Die Plastische Chirurgie aus dieser "Schmuddelecke" zu holen, ist ein weiteres Anliegen seines Vortrags am 12. Juni 2024.  </p>
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<p><strong>Medizin für Jedermann</strong><br>Thema: "Mehr Lebensqualität dank Plastischer Chirurgie?"<br>Mittwoch, 12. Juni 2024<br>18.30 Uhr - 19.45 Uhr<br>Hörsaal im Haus 1</p>
<p>Liebigstraße 14<br>04103 Leipzig</p>
<p><a href="/">www.uniklinikum-leipzig.de</a></p> |