Sie sind hier: Skip Navigation LinksKlinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie

Pressemitteilungen

 

 

Pandemiefolgen im Leistungssport<img alt="Das Team des Zentrums für Sport- und Bewegungsmedizin am UKL betreut viele Spitzensportler wie SC DHfK-Handballprofi Julius Meyer-Siebert.( Archivbild)" src="/presse/PressImages/pic_20221103083550_1ac549dbfd.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-11-02T23:00:00ZLeipzig. Die Pandemie bestimmt die Themensetzung des 3. Symposiums des noch jungen Zentrums für Sport- und Bewegungsmedizin an der Leipziger Universitätsmedizin: Am 6. November werden sich hier Spezialisten über Fragen der Erkennung von COVID-Folgen bei Sportlern sowie der Behandlung bei Long Covid austauschen. Weitere Themen des vom Handball-Bundesligisten SC DHfK präsentierten Fachtreffens sind Entzündungen und Sport sowie Muskelverletzungen. <p>Leipzig ist ein <a href="https&#58;//sportstadt-leipzig.de/">Leuchtturm des Sports</a>&#58; Mehrere Bundesligisten, Olympioniken, eine breite Palette hochprofessioneller Sportvereine und eine Vielzahl lebendiger Laiensportgruppen sind das sichtbare Zeichen dafür. Damit einher geht eine große Anzahl aktiver Leistungssportler aller Altersgruppen in 401 Vereinen, die in Leipzig zuhause sind - und hier sportmedizinisch betreut werden. Die dabei aus vielen Bereichen benötigte Erfahrung verbindet seit Kurzem das Zentrum für Sport- und Bewegungsmedizin. Im Vorfeld des Handball-Bundesligaspiels gegen Frisch Auf Göppingen am 6. November treffen sich die hier vereinten Spezialisten zu ihrem 3. Fachsymposium , präsentiert vom langjährigen Medizinpartner des UKL, dem <a href="https&#58;//www.scdhfk-handball.de/">Handball-Bundesligisten des größten Leipziger Sportvereins, des SC DHfK e.V.</a>&#160;<br><br></p> <p>Die interdisziplinäre Tagung ist entsprechend auch thematisch breit aufgestellt&#58; Die Vorträge beschäftigen sich zum einen mit den spannenden Zusammenhängen von Entzündungsprozessen und sportlicher Aktivität, zum anderen mit der Frage, ob Muskelverletzungen mit Hilfe gezielter Ernährung behandelt und sogar verhindert werden können. Zentrales Thema sind allerdings die Auswirkungen der Pandemie auf die Gesundheit vor allem von Leistungssportlern &quot;Die letzten zwei Jahre sind auch an den Athleten nicht folgenlos vorübergegangen&quot;, sagt Prof. Pierre Hepp, Bereichsleiter <a href="/einrichtungen/oup/arthroskopische-spezielle-gelenkchirurgie-sportverletzungen">Arthroskopische und Spezielle Gelenkchirurgie/Sportverletzungen am UKL</a> und Sprecher des <a href="/einrichtungen/zsb">Zentrums</a>. Zusammen mit seinen UKL-Kolleg&#58;innen betreut er viele Spitzensportler aus verschiedensten Sportarten. &quot;Viele haben eine oder mehrere Infektionen durchgestanden. Um so wichtiger ist es abzuklären, wann und wie danach ohne Gesundheitsrisiken weiter trainiert werden kann&quot;, so der Sportmediziner. Dafür ist unter anderem eine gezielte kardiologische Diagnostik nach Covid relevant, die auf dem Treffen von den Herzexperten des UKL vorgestellt werden wird. &quot;Ein anderer nicht minder wichtiger Punkt ist die Frage, welche Auswirkungen die Erkrankung auf unser Nervensystem hat und wie Maßnahmen zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit aussehen können, wenn sich an die Infektion eine Long-Covid-Erkrankung anschließt&quot;, beschreibt Pierre Hepp die zwei zentralen Aspekte aus Sicht der Sportmedizin, die am 6. November diskutiert werden. &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;</p> <p>&#160;</p> <p>3. Symposium für Sport- und Bewegungsmedizin</p> <p>6. November 2022, 13.00 - 15.00 Uhr&#160;</p> <p>Quaterback Immobilien Arena, Am Sportforum 2, Leipzig &#160;</p> <p>&#160;&#160;</p>
Universitätsklinikum Leipzig nimmt drei neue Hochpräzisions-Operationssäle in Betrieb<img alt="Am 6. September 2022 wurde der Erweiterungsbau des Zentral-OPs am UKL feierlich eröffnet." src="/presse/PressImages/pic_20220906122351_127a3f7142.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-09-05T22:00:00ZLeipzig. Mit einer feierlichen Eröffnung am 6. September 2022 ist der Erweiterungsbau des Zentralen OP-Bereichs am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) in Betrieb genommen worden. Damit stehen für die Patient:innenversorgung jetzt drei zusätzliche Operationssäle mit intraoperativer Bildgebung zur Verfügung, deren Ausstattung mit modernster Navigations- und Gerätetechnik wie integriertem CT, MRT und Angiographie-System eine neue Form der Hochpräzisionschirurgie ermöglicht. Das UKL verfügt dadurch nun über die modernsten Operationssäle in Mitteldeutschland.<p>​​​​​​​​​​​​​Zweieinhalb Jahre An- und Umbau bei laufendem OP-Betrieb liegen hinter den Mediziner&#58;innen und Projektteams bei de​r Eröffnung des OP-Erweiterungsbaus am Universitätsklinikum Leipzig. In dieser Zeit wurde über dem 2017 fertiggestellten Gefäßmedizinischen Zentrum auf gut 1000 Quadratmetern ein neuer Trakt zur Ergänzung der vorhandenen 12 zentralen Operationssäle am UKL gebaut. Dessen Herzstück&#58; Drei moderne Säle mit innovativer hybrider Gerätetechnik für den Einsatz bildgebender Verfahren direkt während des Eingriffs in Verbindung mit Navigationstechniken als direkt angebundene Ergänzung des vorhandenen Zentral-OP. Zusammen bildet dies die Voraussetzung für eine computergestützte Hochpräzisionschirurgie der Extraklasse.</p> ​ <div class="embed-responsive embed-responsive-16by9"> <iframe width="1920" height="1080" class="embed-responsive-item" src="https&#58;//www.youtube-nocookie.com/embed/I9DqnE9RzQM" frameborder="0"></iframe><br>&#160;</div><p>&#160;</p>​ <p>Die Beso​​nderheiten&#58; In einem der neuen Säle sind ein 3-Tesla-MRT (Magnetresonanztomograph) und ein dazugehöriger radiologischer Arbeitsplatz integriert. Durch die direkte Verbindung des Operationsbereichs mit dem MRT können während einer Operation Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. Auf diese Weise wird geprüft, ob ein Tumor vollständig oder maximal umfassend erkannt und erfasst wurde - für das Überleben der Betroffenen ein entscheidender Faktor. Auf diese Weise werden wichtige Strukturen besser geschützt und erkranktes Gewebe dennoch sicher entfernt - ein Verfahren, das vor allem in der Neurochirurgie bei Hirntumoren eine wichtige Rolle spielt.​</p><p>Im zweiten neuen Saal können mit Hilfe eines mobilen Computertomographen (CT) und eines sogenannten 3D C- Bogens vor allem komplizierte Eingriffe an der Wirbelsäule, am Becken oder allen Gelenken mit integrierter Bildkontrolle noch während der Operation erfolgen. Dabei fließen die Daten des CT direkt an das ebenfalls integrierte Navigationssystem zur computergestützten Planung für das korrekte Setzen der Implantate - ein entscheidender Faktor für deren langfristige Stabilität und den Schutz wichtiger anatomischer Strukturen.</p><p>Im dritten Hybrid-Operationssaal steht den UKL-Gefäßspezialisten der Angiologie und Gefäßchirurgie eine hochmoderne strahlenreduzierte Angiographie-Anlage mit allen notwendigen Zusatzgeräten wie zum Beispiel einem kabellosen Ultraschall-Gerät zur Verfügung. Dieses System kommt vor allem bei komplizierten Operationen an der Aorta und anderen großen Blutgefäßen zur Behandlung von Aneurysmen zum Einsatz und zeigt den genauen Verlauf und Zustand der zu operierenden Gefäße.</p><p>Das eröffnet zudem in der Versorgung von Unfallverletzten und Notfällen neue Möglichkeiten, auch dank der direkten Anbindung aller zentralen Operationssäle am UKL an die Notaufnahme und die Intensivstationen.</p><p>&quot;Diese drei hybriden Operationssäle läuten für uns eine neue Ära der High-End-Chirurgie ein&quot;, sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL, zur Eröffnung. &quot;Mit Hilfe der neuen Geräte und der Software können wir komplexeste Eingriffe hochpräzise und für unsere Patient&#58;innen maximal sicher und schonend durchführen, Komplikationen weitestgehend vermeiden und am Ende Leben retten&quot;, so Josten. &quot;Dass wir dies können, verdanken wir dem Freistaat Sachsen, der dies mit einer Förderung von über 30 Millionen Euro für den Bau sowie die Ausstattung und Geräte ermöglicht hat&quot;, ergänzt Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand des UKL.</p><p>Dass diese Gelder gut investiert wurden, davon überzeugte sich bei der Eröffnung Staatsminister Sebastian Gemkow direkt vor Ort. &quot;Das Universitätsklinikum Leipzig verfügt seit vielen Jahren über eine kontinuierlich ausgebaute große Kompetenz bei der operativen Versorgung komplexer Fälle, insbesondere auch in der Notfallmedizin&quot;, so der sächsische Wissenschaftsminister. &quot;Die hochmodernen Säle tragen dazu bei, diese Kompetenz weiter auszubauen und damit die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger der gesamten Region weiter zu verbessern. Ich freue mich sehr, diesen Ort der Hochleistungs-Chirurgie heute mit in Betrieb nehmen zu können.&quot;</p><p> <strong>Herausforderung&#58; Anbau im laufenden Betrieb&#160;</strong></p><p>Um die neuen Säle an den bestehenden OP-Trakt des UKL mit 12 Sälen anzubinden, wurden drei Verbindungsbrücken gebaut, die direkt an vorhandene OP-Sterilflure anschließen. Zudem entstanden durch die Erweiterung der Holding Area (Einschlaf- und Aufwachraum) und OP-Nebenraumzonen auch großzügigere Sterilgut-Lagerräume, erweiterte Personalschleusen, ein schöner Aufenthaltsraum und neue Büroräume für das OP-Personal am UKL. Das hatte als besondere Aufgabe neben der Pandemie in den vergangenen Jahren auch den Umbau zu stemmen. Denn der Betrieb lief in den vorhandenen Sälen jeweils weiter, getrennt vom Baustellenbereich durch Schutzmaßnahmen wie Staubschutzwänden - eine große Herausforderung in einem sterilen Bereich, dessen Arbeit nur für eine kurze Zeit durch Verlagerungen der Operationen innerhalb des Klinikums unterbrochen wurde. Viele einzelne Bereiche des OP zogen dafür sogar mehrfach um.&#160;</p><p>Um den Neubau mit dem bestehenden Gebäudeteil zu verbinden, waren zudem anspruchsvolle Arbeiten mit vielzähligen Bohrungen und Stemmarbeiten in die vorhandene Baukonstruktion notwendig.&#160; &quot;Alle diese Maßnahmen haben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein hohes Maß an Flexibilität und Einsatzbereitschaft abverlangt&quot;, sagt Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand des UKL. &quot;Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz ausdrücklich bei allen Mitarbeiter&#58;innen, aber auch unseren Patient&#58;innen sowie unseren Partner&#58;innen für das Verständnis für die mit dem Bau verbundenen Belastungen der letzten Jahre&quot;, so Jacob.&#160;</p><p> <strong>Erste Operationen am 5. September<br></strong>Die ersten Operationen in den neuen Sälen führten am 5. September die Gefäßchirurgen zusammen mit den Angiologen am neuen Angiographie-System durch. Dabei wurden bei einem 66 Jahre alten Patienten sowie einem 82-Jährigen Aneurysmen (Aussackungen) der Hauptschlagader &#160;mit &#160;sogenannten Stentgrafts behandelt. Diese aufwändigen und lebensrettenden Eingriffe, bei denen individuell angepasste Gefäß-Endoprothesen eingesetzt wurden, erfolgten minimal-invasiv und damit für die Patienten sehr schonend. &#160;<br><br></p><p> <a href="https&#58;//bit.ly/3Bhj5GL"> <strong>Einblick hinter OP-Türen</strong>&#160;</a>- schauen Sie hinter die Kulissen und in die neuen Räume in unserem <a href="https&#58;//youtu.be/ZdlSlHUTg4M">Video.&#160;</a>Weitere Informationen zu den neuen OP-Sälen&#160;und ein Interview mit OP-Manager Dr. Gerald Huschak finden Sie <a href="/Seiten/high-end-op.aspx">hier</a>.</p>
Zahnärzte helfen Orthopäden bei künstlichen Gelenken<img alt="Von der Zahnärztekammer des Nachbarbundeslandes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet&#58; Privatdozent Dr. Gerhard Schmalz von der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des UKL." src="/presse/PressImages/pic_20220512094126_5f17e3cfa5.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-05-11T22:00:00ZLeipzig. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe unter Leitung von Privatdozent Dr. Gerhard Schmalz von der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des Universitätsklinikums Leipzig wurde mit dem Förderpreis der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt, dotiert mit 2500 Euro, ausgezeichnet. <p>Die Gruppe, zu der neben den Professoren Andreas Roth <a href="/einrichtungen/oup/endoprothetik-orthopädie">(Orthopädie)</a> und Dirk Ziebolz (Zahnerhaltung) auch Florentine Reuschel, Markus Bartl, Laura Schmidt, Szymon Goralski gehörten, überzeugte die Förderpreis-Jury mit einem neuartigen Betreuungskonzept zur Risikoreduktion für infektiöse Frühkomplikationen bei Patienten, die ein künstliches Gelenk erhielten.</p> <p>&quot;Wir Zahnärzte haben alle Patienten, die an der Studie teilnahmen, auf Erkrankungen der Mundhöhle wie Karies und Parodontitis untersucht und diese dann einer Behandlung zugewiesen. Die Orthopäden operierten die Patienten erst, nachdem Entzündungen in der Mundhöhle ausgeschlossen oder therapiert waren&quot;, erklärt <a href="/einrichtungen/zahnerhaltung">Privatdozent Dr. Schmalz</a>. &quot;Beinahe alle Patienten wiesen vor Einsetzen des künstlichen Gelenkes einen hohen parodontalen Behandlungsbedarf sowie häufig auch chronische Entzündungen an Zahnwurzeln auf. Durch intensive Behandlung wurde die Mundgesundheit deutlich verbessert. Das Ergebnis&#58; Unter den Teilnehmenden der Studie entwickelten nur zwei operierte Patienten infektiöse Frühkomplikationen, die jedoch beide keinen oralen Fokus hatten.&quot;</p> <p>Die Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt würdigt, dass die Studie gezeigt habe, dass ein strukturiertes zahnärztliches Behandlungskonzept vor Einsetzen von Gelenkprothesen sinnvoll zu sein scheint.</p>
„Wir sind die Problemlösungs-Chirurgie“<img alt="In den zehn Jahren seines Bestehens haben Prof. Stefan Langer (5.v.r.) und sein Team um den Leitenden Oberarzt PD Dr. Nick Spindler (re.) den Bereich Plastische, Ästhetische und Spezielle Handchirurgie zu einer erfolgreichen Einrichtung innerhalb des UKL geführt. Selbstverständlich tragen alle Mitarbeiter&#58;innen weiterhin die geforderten FFP2-Masken innerhalb des Klinikums. Nur für die Erstellung des Fotos hatten sie diese abgenommen." src="/presse/PressImages/pic_20220503103629_937c8fddbe.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-05-02T22:00:00ZLeipzig. Mit 300 Patienten im Jahr fing es an, heute sind es rund 1000: Seit einem Jahrzehnt besteht am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) der Bereich "Plastische, Ästhetische und Spezielle Handchirurgie". Die Spezialgebiete umfassen die rekonstruktive Chirurgie, Brustchirurgie, postbariatrische (körper-formende) Chirurgie, ästhetische Chirurgie sowie die spezielle Handchirurgie. <p>&quot;Vor zehn Jahren war es&quot;, erinnert sich <a href="/einrichtungen/oup/plastische-ästhetische-spezielle-handchirurgie">Prof. Dr. Stefan Langer, Leiter des Bereichs</a>, der zur <a href="/einrichtungen/oup">Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie des UKL</a> gehört, &quot;da kam ich aus der BG Unfallklinik Bochum nach Leipzig, schaute mir alles an, fand es gut und unterschrieb den Vertrag. Es ging alles sehr schnell. Seither leite ich den Bereich Plastische, Ästhetische und Spezielle Handchirurgie, der sich Jahr für Jahr weiterentwickelt hat. Mitgebracht habe ich damals Dr. Nick Spindler; aus uns zwei Ärzten sind heute acht geworden. Und das Repertoire unserer Fähigkeiten ist deutlich größer geworden.&quot;</p> <p>Gleich mit Volldampf sei losgegangen, als er nach Leipzig gekommen war, blickt Prof. Langer zurück. &quot;Mir wurde am ersten Tag mein kleines Reich gezeigt&#58; Ich ging in einen leeren Raum mit Schreibtisch ohne Stuhl - das Telefon läutete. Ich ging ran&#58; Es war das Herzzentrum Leipzig, das sich über den neuen plastischen Chirurgen und auf die Zusammenarbeit freute. Die Herzchirurgen brauchten Unterstützung bei der Versorgung von Patienten, bei denen nach einer Herz-OP es zu einer Wundheilungsstörung am Brustbein kam. Ich machte mich gleich auf den Weg, und noch heute sind wir auch für das Herzzentrum die Problemlösungs-Chirurgie.&quot;</p> <p>Mit diesem Begriff meint Prof. Langer die breite Palette der Operationen, die er und sein Team ausführen. Diese reicht von der wiederherstellenden Brustchirurgie über körperformende Eingriffe nach heftiger Gewichtsabnahme und Rekonstruktionen bei Unfallopfern bis zu geschlechtsangleichenden Operationen. So seien die plastischen Chirurgen beispielsweise gefordert, wenn nach einem Unfall, nach einer Krebsoperation oder bei angeborenen Fehlbildungen Form und Funktionen des Körpers wiederhergestellt werden müssten. &quot;Der Tumor-Operateur kann in Ruhe seinen Eingriff ausführen, ohne sich darum Sorgen machen zu müssen, wie er den Defekt am Oberschenkel wieder verschließt oder die fehlende Brust ersetzt. Wir kriegen das alles wieder hin.&quot;</p> <p>Abgetrennte Finger nach Silvester, Wundheilungsstörungen das ganze Jahr, hin und wieder ein paar Schönheits-OP - auch das gehört zum Repertoire der Plastischen Chirurgie. Vor zehn Jahren hatte der Bereich von Prof. Langer rund 300 Patienten im Jahr. Heute sind es etwa 1000.</p> <p>&quot;Wenn bei einem Adipositaspatienten eine Magen-OP vorgenommen wird, wird dieser nach einem halben Jahr mit dem Problem überhängender Hautlappen kommen&quot;, nennt Prof. Langer ein weiteres Betätigungsfeld. &quot;Da muss mit Straffungsoperationen geholfen werden. Gleiches gilt für Patienten, die nach Behandlung eines Tumorleidens von einem Lymphödem betroffen sind. Eine große Herausforderung sind aber auch Verletzungen der Hand, denn sie gibt dem Menschen ja unvergleichliche handwerkliche, künstlerische und emotionale Fähigkeiten.&quot;&#160;<br>Geschlechtsangleichende Operationen bei Transsexuellen wiederum seien unheimlich komplex, berichtet der UKL-Experte&#58; &quot;Da ist zum einen eine enge Zusammenarbeit mit Psychologen, Frauenärzten, Urologen und Hormonspezialisten wichtig. Zum anderen sind hohes Können und große Erfahrung nötig, um beispielsweise für einen Frau-zu-Mann-Transsexuellen einen künstlichen Penis zu rekonstruieren oder für einen Mann-zu-Frau-Transsexuellen eine 'Neoscheide' aufzubauen. Dazu kommt&#58; Das Team passt. Daher kommen transsexuelle Menschen aus ganz Deutschland zu uns nach Leipzig.&quot;</p> <p>Mit einem Kurzsymposium am heutigen 3. Mai anlässlich &quot;10 Jahre Plastische Chirurgie am UKL&quot; begehen Prof. Langer und Team ihr kleines Jubiläum im Kreise von Fachkollegen, um so die Möglichkeit zu nutzen, die in den vergangenen Jahren aufgebauten Schwerpunkte ihrer Arbeit vorzustellen.&#160;</p>
Wenn Handgelenk und Unterarm schmerzen<img alt="Wer an eine Sehnenscheidenentzündung leidet, wird den Schmerz, der dadurch ausgelöst wird, auch beim Schreiben spüren. Die UKL-Handexpert&#58;innen können in solchen Fällen helfen." src="/presse/PressImages/pic_20220228114543_ba0a4ee5cc.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-02-27T23:00:00ZLeipzig. Eine akute Sehnenscheidenentzündung könne sich zu einer chronischen Erkrankung entwickeln, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werde. Darauf weisen die Handchirurgie-Spezialist:innen des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) zum "Tag der Hand" am 1. März hin. Ursache seien oft Über- und Fehlbelastungen. <p>Die menschliche Hand ist ein kleines Wunderwerk&#58; 27 Einzelknochen, zahlreichen Sehnen, Bänder, Nerven und Muskeln spielen virtuos zusammen - wie das Klavierspieler, Chirurgen, Künstler und auch Handwerker eindrucksvoll zeigen. Das Zusammenwirken all dieser Teile ist äußerst komplex; selbst kleine Verletzungen können große Auswirkungen haben. Und dann ist ein hochspezialisierter Mediziner gefragt&#58; der Handchirurg. &quot;Jedes Jahr gibt es am 1. März einen 'Tag der Hand', an dem wir erklären, welch schwerwiegende Folgen Handverletzungen haben können und wie wichtig Präventionsmaßnahmen sind&quot;, sagt Simon Heister, Assistenzarzt im <a href="/einrichtungen/oup/plastische-ästhetische-spezielle-handchirurgie">Bereich Plastische, Ästhetische und Spezielle Handchirurgie</a> am Universitätsklinikum Leipzig (UKL). In diesem Jahr stehen Sehnenscheidenentzündungen im Fokus.</p> <p>Die Sehnenscheide ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Hülle, in der die Sehnen, die Knochen und Muskeln verbinden, gut gleiten können. Bei wiederkehrenden Über- oder Fehlbelastungen, beispielsweise am Computer, an Musikinstrumenten oder Sportgeräten, kann sich die Sehnenscheide entzünden. Das ist oft an Unterarm und Handgelenk der Fall.</p> <p>&quot;Bei einer Sehnenscheidenentzündung kommt es zu Entzündungs- und Reizzuständen des Sehnengleitgewebes, die meist durch eine mechanische Überlastung der betroffenen Region entstehen&quot;, erläutert Simon Heister. &quot;Seltener kommen auch nicht-mechanisch bedingte Entzündungen vor, zum Beispiel nach Infektionen oder im Rahmen von Grunderkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis. Bei Sehnenscheidenentzündungen an der Hand sind wir Handchirurgen die richtigen Ansprechpartner - auch wenn (noch) keine Operation ansteht. Wir diagnostizieren die Erkrankung, beurteilen deren Stadium und geben eine geeignete Therapieempfehlung.&quot; Schließlich könnte eine akute Sehnenscheidenentzündung chronisch werden, was über Monate zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen könnte.</p> <p>Bei der Behandlung werden zunächst konservative Möglichkeiten wie Ruhigstellung, entzündungshemmende Medikamente oder Injektionen ausgeschöpft. Bleiben diese Maßnahmen erfolglos, können chirurgische Verfahren helfen. &quot;Wichtig ist&#58; Nur der Handchirurg kann entscheiden, wann eine Operation angezeigt ist und welcher Eingriff im individuellen Fall für den Patienten sinnvoll ist.&quot; Deshalb rät der Handchirurg&#58; &quot;Lassen Sie sich rechtzeitig von Spezialist&#58;innen beraten!&quot;&#160;</p> <p>Der Bereich Plastische, Ästhetische und Spezielle Handchirurgie besteht jetzt seit zehn Jahren am UKL. Die Expert&#58;innen verfügen über eine umfassende Expertise. Fast jeden Tag ist eine Hand zu versorgen; meist sind es Verletzungen, mit denen die Betroffenen Hilfe suchen.</p><h2>Handsprechstunde am Uniklinikum Leipzig</h2><p>Informationen zur Handsprechstunde des Bereichs Plastische, Ästhetische und Spezielle Handchirurgie finden Sie <a href="/einrichtungen/oup/Seiten/sprechstunden.aspx#Handsprechstunde" target="_blank">hier</a>.</p>

Liebigstraße 20, Haus 4
04103 Leipzig
Ambulanz:
0341 - 97 17004
Patientenmanagement:
0341 - 97 23103
Fax:
0341 - 97 17309
Map