Forschungsschwerpunkte
- Pathophysiologie und molekulare Mechanismen der akuten Pankreatitis
- Molekulare Mechanismen der Pankreastumorgenese
- Biomarkerforschung bei Pankreaserkrankungen
- Molekulare Charakterisierung von Pankreasgewebe
- Translationale Forschung zu Pankreaserkrankungen
Aufbau einer Biobank
Das Pankreas ist ein komplexes Organ, dass viele wichtige exokrine und endokrine Funktionen erfüllt, wie die Bereitstellung von Verdauungsenzymen und die Produktion von Insulin und anderen Hormonen. Schäden und Funktionsstörungen dieses Organs können mit schwerwiegenden Konsequenzen wie exokriner Insuffizienz, Diabetes, Pankreatitis (akut/chronisch) und malignen Tumoren einhergehen. Die Ursachen für diese Erkrankungen sind sehr vielfältig und die Therapie sehr anspruchsvoll. Es besteht nach wie vor ein hoher Forschungsbedarf.
Im Rahmen von Untersuchungen bzw. Behandlungen werden von den Patienten verschiedene Biomaterialien, darunter Serum, Plasma, Vollblut, Aszites, Urin, Stuhl, Gewebeproben und Abstriche, gewonnen und archiviert. Die Entnahme und Verwendung der Biomaterialien erfolgt nach vorheriger Einwilligung der Patienten und auf Grundlage des entsprechenden Votums der Ethikkommission der Universität Leipzig.
Unser Ziel ist der Aufbau einer strukturierten, longitudinalen Biomaterialsammlung. Das heißt, es werden mehrere Proben im zeitlichen Verlauf der Erkrankung und der Therapie gewonnen. Diese sollen dem Zweck der medizinischen Forschung dienen, um die zu Grunde liegenden pathophysiologische Mechanismen Pankreas-assoziierter Erkrankungen zu untersuchen und Marker zu identifizieren, die präventive, diagnostische, prognostische und therapeutische Ziele in der Patientenversorgung darstellen können. Damit soll die Lebensqualität und Überlebensrate der Patienten und Patientinnen erhöht werden und Langzeitschäden sollen reduziert werden.