| „Innovationen in der Inneren Medizin“: Fachübergreifende Neuigkeiten kompakt und praxisnah | Universitätsklinikum Leipzig
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Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1
04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6
04103 Leipzig , bereits zum siebten Mal zu ihrer | | 2025-09-03T22:00:00Z | Leipzig. Die fünf internistischen Kliniken des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) laden am Samstag, 13. September 2025, bereits zum siebten Mal zu ihrer gemeinsamen Fortbildung „Innovationen in der Inneren Medizin“ ein. | <p>Unter der Leitfrage <i>„</i>Was sollte jeder Internist wissen?<i>“</i> werden aktuelle Erkenntnisse und Fortschritte aus den verschiedenen Teilgebieten der Inneren Medizin zusammengefasst und kritisch eingeordnet. Ziel ist es, den Beitrag neuer Entwicklungen für die klinische Praxis praxisnah zu bewerten und gemeinsam zu diskutieren.</p><p>Das Programm umfasst Vorträge zu Metabolismus, Nephrologie, Onkologie, Kardiologie, Hämatologie, Angiologie, Gastroenterologie und Rhythmologie.</p><p> </p><p>Neben den fachlichen Impulsen steht auch die Verleihung des Innovationspreises für klinische Forschung in der Inneren Medizin im Mittelpunkt. Der mit 2.000 Euro dotierte Preis würdigt Publikationen junger Wissenschaftler:innen, die einen wesentlichen Beitrag zum Fortschritt in Diagnostik oder Therapie leisten.</p><p>Die wissenschaftliche Leitung der Veranstaltung übernehmen Prof. Dr. Ulrich Laufs (Kardiologie), Prof. Dr. Florian Lordick (Onkologie, Gastroenterologie, Hepatologie und Pneumologie), Prof. Dr. Dierk Scheinert (Angiologie) sowie Prof. Dr. Michael Stumvoll (Endokrinologie, Nephrologie und Rheumatologie).</p><p> </p><p>Neben der Präsenzveranstaltung in Leipzig wird die Fortbildung zeitgleich als Hybrid-Event angeboten: Alle Vorträge werden live übertragen und stehen auch überregional im virtuellen Raum zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung erfolgt online.</p><p><strong> </strong></p><p><strong>Zeit & Ort:</strong><br>Samstag, 13. September 2025, 8:45 – 13:30 Uhr<br>Großer Hörsaal Haus E </p><p>Universitätsklinikum Leipzig, Liebigstraße 27, 04103 Leipzig<br>Online unter: <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.ukl-live.de/innovationen?utm_source=chatgpt.com">www.ukl-live.de/innovationen</a></p><p> </p> |
| Neue „Cancer Survivorship“-Sprechstunde am Universitätsklinikum Leipzig startet im September 2025 | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Prof. Dr. Judith Gebauer leitet die | <img alt="Prof. Dr. Judith Gebauer leitet die neue Spezialsprechstunde." src="/presse/PressImages/IMG-0594-02-68b0194f423dc.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2025-08-27T22:00:00Z | Leipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) erweitert sein Versorgungsangebot und richtet im September 2025 eine neue Spezialsprechstunde für ehemals krebserkrankte Menschen ein. Damit wird erstmals in Leipzig eine Anlaufstelle geschaffen, die sich gezielt der medizinischen und psychosozialen Nachsorge bei sogenannten Cancer Survivors widmet. | <p>Initiiert und geleitet wird die Sprechstunde von Prof. Judith Gebauer, die seit dem 1. Mai 2025 die neu geschaffene Professur<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/Seiten/Arbeitsgruppe-Cancer-Survivorship-neu.aspx"> „Cancer Survivorship“ </a>am Universitären Krebszentrum Leipzig (UCCL) innehat. Mit dieser Professur – einer der ersten ihrer Art in Deutschland und der einzigen mit einer klaren klinischen Ausrichtung – wird die bisherige Versorgungslücke für die stetig wachsende Zahl von Langzeitüberlebenden einer Krebserkrankung geschlossen.</p><p> </p><p><strong>Versorgungslücke und neue Perspektiven</strong></p><p>In Deutschland leben inzwischen mehrere Millionen Menschen, die eine Krebserkrankung überstanden haben. Viele von ihnen sind jedoch mit Spätfolgen konfrontiert: dies können Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hormonelle Erkrankungen, Nervenschäden oder auch Zweittumoren sein. Darüber hinaus finden sich gehäuft psychische Folgen wie Fatigue, Ängste, belastende Erinnerungen und Depressionen. Dennoch fehlen bislang flächendeckend gezielte Nachsorgeangebote für diese Betroffenen.</p><p>Genau hier setzt die neue Sprechstunde am Universitätsklinikum Leipzig an. Sie richtet sich an Menschen, die im Kindes- oder jüngeren Erwachsenenalter (zwischen 0-39 Jahren) an Krebs erkrankt sind – unabhängig davon, wie alt sie heute sind - und deren erste Krebserkrankung mindestens fünf Jahre zurückliegt. Für die kommenden Jahre ist geplant, diese Sprechstunde auch für weitere Langzeitüberlebende zu öffnen.</p><p> </p><p>In enger Zusammenarbeit von ärztlichen und psychologischen Fachkräften wurde eine ganzheitliche Betreuung etabliert, die sowohl medizinische als auch psychosoziale Aspekte in den Blick nimmt. Darüber hinaus wird die Sprechstunde wissenschaftlich begleitet, um Erkenntnisse über wirksame Strukturen und Interventionen zu gewinnen. Damit verbindet sie klinische Versorgung mit Forschung und leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Bereiches Cancer Survivorship in Deutschland.</p><p> </p><p>„Wir wollen den Menschen, die eine Krebserkrankung überstanden haben, zeigen: Ihr seid nicht allein mit den Folgen. Unsere Sprechstunde soll ein Ort sein, an dem Sorgen und Folgeerkrankungen erkannt und ernst genommen und Wege zu einem gesunden Weiterleben gefunden werden“, betont Prof. Judith Gebauer. Auch Prof. Florian Lordick, Direktor des <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/uccl">Universitären Krebszentrums Leipzig</a>, sieht in dem Angebot einen wichtigen Meilenstein: „Mit der Survivorship-Sprechstunde erweitern wir die onkologische Versorgung entscheidend. Sie ergänzt die Akuttherapie um eine nachhaltige Betreuung und schließt eine relevante Versorgungslücke. Denn während die Heilungsraten bei Krebs steigen, hinken wir mit der Langzeitbetreuung und Früherkennung sowie Behandlung von Folgeerkrankungen hinterher.“</p><p> </p><p>Mit dem neuen Angebot übernimmt das Universitätsklinikum Leipzig eine Vorreiterrolle in der Betreuung von Cancer Survivors und setzt einen wichtigen Impuls für die Etablierung vergleichbarer Strukturen an anderen Standorten. Die <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/Seiten/Arbeitsgruppe-Cancer-Survivorship-neu.aspx">Survivorship-Sprechstunde am UCCL</a> startet im September 2025 und eröffnet Betroffenen damit eine dringend benötigte Anlaufstelle, die Hilfe, Orientierung und nachhaltige Unterstützung bietet.</p><p>Betroffene können sich zur Terminvereinbarung an das UCCL-Ambulanzteam wenden, bevorzugt über E-Mail.</p><p> </p><p><strong>Kontaktdaten Cancer Survivorship Sprechstunde</strong></p><p>E-Mail:<a href="mailto:uccl.ambulanz@medizin.uni-leipzig.de">uccl.ambulanz@medizin.uni-leipzig.de</a><br>Telefon: 0341 97 17365</p><p> </p><p>Universitäres Krebszentrum Leipzig (UCCL)<br>Liebigstraße 22, Haus 7<br>Universitätsklinikum Leipzig</p><p> </p><p> </p><p><strong>Direkt zur -> </strong><a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/Seiten/Arbeitsgruppe-Cancer-Survivorship-neu.aspx"><strong>Ambulanz</strong></a></p><p><strong>Mehr über die neue Cancer Survivorship-Professur erfahren</strong>: <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/presse/Seiten/Pressemitteilung_8047.aspx">https://www.uniklinikum-leipzig.de/presse/Seiten/Pressemitteilung_8047.aspx</a></p><p> </p><p> </p><p> </p> |
| Prof. Florian Lordick mit Wilhelm-Warner-Preis für herausragende Leistungen in der Krebsforschung ausgezeichnet | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Prof. Lordick, der unter anderem in | <img alt="Als Preisträger des diesjährigen Wilhelm-Warner-Preises erhält Prof. Florian Lordick (r.) im Rahmen eines Festaktes die Urkunde aus den Händen von Prof. Carsten Bokemeyer, Vorstand der Wilhelm-Warner-Stiftung und Direktor der Medizinischen Klinik II am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)." src="/presse/PressImages/120625-WWP-Urkunde-Prof-Lordick-2-UCC-Hamburg-685166357ae7f.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2025-06-17T22:00:00Z | Leipzig. Die Wilhelm-Warner-Stiftung hat Prof. Florian Lordick, Professor für Onkologie an der Universität Leipzig und Direktor des Universitären Krebszentrums Leipzig (UCCL), mit dem Wilhelm-Warner-Preis ausgezeichnet. Die in Hamburg ansässige Stiftung würdigt damit seine zukunftweisenden Beiträge zur Erforschung und Entwicklung neuer Diagnose- und Therapieverfahren bei der Behandlung von Krebserkrankungen des Magens und der Speiseröhre. | <p>Prof. Lordick, der unter anderem in seiner Zeit als Mitglied des Vorstands der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.krebsgesellschaft.de/">Deutschen Krebsgesellschaft </a>sowie der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.esmo.org/">Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO)</a> und als Präsident der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.igca.info/">Internationalen Magenkarzinom Assoziation (IGCA)</a> ein weltweites Forschungsnetzwerk aufbaute, erhält die mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine bahnbrechenden Studien, die zu einer Verbesserung der Therapie der schwer behandelbaren Krebserkrankungen des Magens und der Speiseröhre beitrugen. Die hoch publizierten Studienergebnisse fanden Eingang in die Therapieempfehlungen der Fachgesellschaften in Deutschland, Europa und weltweit. <br><br>Der international anerkannte Onkologe, der seit 2012 die Leitung des <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/uccl">UCCL </a>innehat, betrachtet die Ehrung mit dem Wilhelm-Warner-Preis als große Anerkennung der kontinuierlichen Arbeit, welche er in der Forschung für eine bessere Behandlung von Patient:innen mit gastrointestinalen Tumoren leistet. „Das Thema begleitet mich seit dem Beginn meiner akademischen Karriere vor 25 Jahren“, so Prof. Lordick. „Von Anfang an und bis heute standen und stehen dabei die Verbesserung der Heilungschancen und der Lebensqualität unserer Patient:innen im Mittelpunkt. Wir wissen, wie sehr unsere Patient:innen auf weitere Verbesserungen angeweisen sind. Ich setze deshalb mit unveränderter Begeisterung und Energie die Forschung mit meinem hoch motivierten und talentierten Team in Leipzig fort."<br><br>Der Wilhelm-Warner-Preis ging bereits an namhafte Preisträgerinnen und Preisträger unterschiedlicher deutscher Universitätsstandorte – darunter die späteren Nobelpreisträger Georges J. F. Köhler und Harald zur Hausen – , aber noch nie nach Leipzig und erst einmal in den Osten Deutschlands. „Das erfüllt mich mit besonderem Stolz, wird dadurch doch deutlich, welchen Stellenwert die traditionsreiche klinische Krebsforschung hier in Leipzig erreicht hat und welche Wertschätzung ihr mittlerweile deutschlandweit zuteil wird“, betont Prof. Florian Lordick. <br><br>Die Wilhelm-Warner-Stiftung mit Sitz in Hamburg wurde 1961 von dem Hamburger Gastronomen Wilhelm Warner kurz vor seinem Tode gegründet. Seit 1962 zeichnet sie jährlich mit dem Wilhelm-Warner-Preis Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, die sich auf dem Gebiet der Krebsforschung und Krebsbehandlung besondere Verdienste erworben haben.</p> |
| Darmkrebs trifft immer häufiger auch junge Menschen | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Auch das trägt dazu bei, dass die | <img alt="Dr. Benjamin Kobitzsch, Facharzt für Innere Medizin, (hier in der Sprechstunde), betreut am Krebszentrum des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) auch immer mehr junge Patient:innen mit Darmkrebserkrankungen." src="/presse/PressImages/I-20250314077584-67d7ffc341808.jpg" style="BORDER:0px solid;" /> | 2025-03-16T23:00:00Z | Leipzig. Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen, jährlich erhalten in Deutschland etwa 55.000 Menschen diese Diagnose. Dank umfassender Vorsorgeprogramme werden viele der Tumoren früh erkannt und können so gut behandelt werden. Doch inzwischen sind zunehmend auch junge Menschen zwischen 20 und 50 von Darmkrebserkrankungen betroffen. | <p>„Das Vorsorgescreening ist die wirksamste Maßnahme, um Darmkrebs gut behandeln und heilen zu können, das zeigt inzwischen auch eine große internationale Studie“, sagt Dr. Benjamin Kobitzsch, Facharzt für Innere Medizin am <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/uccl">Krebszentrum des Universitätsklinikums Leipzig </a>(UKL). „Die Darmspiegelung, in der Polypen und Krebsvorstufen entfernt und Tumoren sehr früh erkannt werden, ist damit ein sehr guter Schutz vor einer schweren Darmkrebserkrankung“, so der auf Darmkrebs spezialisierte Arzt. „Die Studie zeigt, dass die Vorsorgeuntersuchung mit 80 Prozent der wichtigste Grund dafür ist, dass heute weniger Menschen an Darmkrebs sterben als früher.“</p><p>Anspruch auf diese Vorsorgeuntersuchung haben in Deutschland alle ab dem Alter von 55, Männer bereits ab dem 50. Lebensjahr. Frauen wird ab dem 50. Lebensjahr ein jährlicher Test auf minimale Mengen Blut im Stuhl empfohlen. Auch das trägt dazu bei, dass die Zahl der Erkrankungen in höheren Altersgruppen eher rückläufig ist.</p><p> </p><p>Sorgen machen den Experten hingegen die steigenden Zahlen junger Darmkrebspatient:innen: Seit einigen Jahren werden in Ländern mit hohem Einkommen wie Deutschland immer mehr Darmkrebserkrankungen bei jungen Erwachsenen diagnostiziert. In Deutschland sind fünf Prozent der Menschen, die an Darmkrebs erkranken, jünger als 50 Jahre, in den USA sind es sogar bis zu 12 Prozent. „Das sehen auch wir in unserer Sprechstunde“, so Dr. Kobitzsch. Inzwischen sind 12 Prozent der hier Behandelten jünger als 50 Jahre. Problematisch sei diese Entwicklung, weil Darmkrebs als Ursache von Beschwerden bei jungen Menschen oft gar nicht in Betracht gezogen wird. „Die Folge ist, dass die Tumoren erst spät entdeckt werden und schlechter behandelbar sind“, erläutert der Darmkrebsexperte.<br><br> </p><p>Ist das der Fall und greifen die vorhandenen Therapien nicht oder nicht mehr, können die Krebsmediziner am UKL seit einiger Zeit auf die Methoden der Präzisionsonkologie zugreifen. „Dabei suchen wir nach genetischen Besonderheiten der Tumoren, für die es passgenaue Therapiemöglichkeiten gibt, die genau an den Stellen angreifen, an denen der Tumor verwundbar ist“, führt Kobitzsch aus. Werden diese gefunden, kann der Krebs sehr erfolgreich behandelt werden. „Das trifft zwar nur auf einen sehr Teil unserer Patient:innen zu,“ schränkt Dr. Kobitzsch ein; „für diese Patienten kann die personalisierte Behandlung aber deutlich lebensverlängernd oder sogar lebensrettend sein.“<br><br>Umfassendere neue Chancen bietet ein seit Herbst zugelassenes neues Medikament in Tablettenform, mit dessen Hilfe auch fortgeschrittene metastasierte Tumoren effektiv behandelt werden können. An der Studie zur Zulassung dieses Mittels aus der Gruppe der Enzymhemmer waren die Leipziger Krebsmediziner mit beteiligt. “Umso mehr freut es uns, dass wir jetzt diese Behandlungsoptionen unseren Patient:innen auch außerhalb einer klinischen Studie anbieten können“, sagt Kobitzsch.<br><br>Idealerweise aber würde es gar nicht so weit kommen, dank einer guten Vorsorge. „Wichtig wäre zudem, dass wir angesichts der neuen Entwicklungen stärker als bisher bei jungen Menschen mit typischen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt auch an die Möglichkeit einer Darmkrebserkrankung denken und dies rechtzeitig abklären“, betont der Internist. Damit könnte auch hier für eine bessere Früherkennung und damit erfolgreichere Therapie gesorgt werden.<br><br> </p><p><strong>Hier geht es zur Sprechstunde</strong></p><p>Universitäres Krebszentrum Leipzig<br>Liebigstraße 22, 04103 Leipzig, Haus 7<br>Tel. 0341 - 97 17365</p><p> </p><p><a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/uccl/Seiten/sprechstunden.aspx"><strong>Zu allen Sprechstunden des UCCL</strong></a><br> </p> |
| „Nicht zufriedengeben mit der Situation“ | Universitätsklinikum Leipzig
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Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1
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04103 Leipzig "Nur an einer Stelle, an einem | <img alt="" src="/presse/PressImages/pic_20250130102830_71bce7dc83.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2025-01-29T23:00:00Z | Leipzig. "Gemeinsam einzigartig" ist das Motto des Weltkrebstags 2025. Die personalisierte Tumormedizin steht in besonderer Weise für diesen Blick auf Krebserkrankungen. Denn die Suche nach individuellen Therapieansätzen auf molekularer Ebene, wie im Zentrum für personalisierte Medizin des Universitätsklinikums Leipzig, zeigt, was auch bei schweren Diagnosen wie fortgeschrittenem Lungenkrebs möglich ist. | <p>Ein Beispiel steht in besonderer Weise für die Optionen, die eine maßgeschneiderte Therapie heute bieten kann: "Unser Patient kam in letzten Frühjahr mit einem fortgeschrittenen Lungenkarzinom zu uns, mit Metastasen in mehreren Organen", schildert PD Dr. Armin Frille, Oberarzt der <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/pneumologie">Klinik für Pneumologie</a>, die Situation zum Start der Behandlung im <a href="/einrichtungen/uccl">Universitären Krebszentrum.</a> <br><br>"Die Analysen ergaben eine spezielle Erbgutveränderung, eine sogenannte EGFR-Treibermutation, die den Lungenkrebs zu starkem Wachstum antreibt", so der behandelnde Pneumologe. Etwa zehn Prozent aller Lungenkrebspatienten weisen eine solche Abweichung auf. Für diese Form des Lungenkarzinoms stehen mehrere Wirkstoffe zur Verfügung, die in Tablettenform eingesetzt werden können. Das nutzten die Krebsmediziner am UKL-Zentrum. Mit Erfolg, die Tablettentherapie schlug an, die Tumoren gingen zurück. "Nur an einer Stelle, an einem Lymphknoten, nicht", erinnern sich Oberarzt Frille und Prof. Dr. Hubert Wirtz, Leiter der Pneumologie am UKL. Statt einfach auf einen der anderen verfügbaren Wirkstoffe gegen die EGFR-Treibermutation umzustellen, veranlassten die Krebsmediziner weitere Untersuchungen mit den modernsten Verfahren zur Genanalyse aus diesem Lymphknoten. Zur Bewertung der Ergebnisse nutzten sie am UKL die Möglichkeiten des molekularen Tumorboards: Hier werden die genetischen Befunde schwer behandelbarer Tumoren besprochen, um die empfindlichen Stellen zu identifizieren, an denen eine Therapie ansetzen kann.<br><br>"Bei dieser gezielten Untersuchung fanden wir eine andere Erbgutveränderung, eine neue Variante, die mit der bisherigen Therapie nicht behandelt werden konnte und sich bisher nicht gezeigt hatte", so Frille. Daraufhin wurde die Therapie komplett umgestellt auf eine neue Substanz, die das nunmehr als Auslöser identifizierte Protein gezielt angriff und den Krebs weiter zurückdrängen konnte.<br><br>Auch wenn die Prognosen bei solch fortgeschrittenen Erkrankungen keine guten sind - mit einer zielgerichteten Therapie kann die Überlebenswahrscheinlichkeit der Betroffenen verdoppelt und verdreifacht werden. <br><br>Voraussetzung ist die Suche nach den individuellen Ursachen der Krebserkrankung, nach dem Ansatzpunkt auf molekularer Ebene. Denn die klassischen Optionen in solchen Fällen - eine Chemotherapie, eine Immuntherapie oder eine Kombination aus beiden - wären bei diesem Patienten wahrscheinlich wirkungslos geblieben. <br><br>"Beide Ansätze funktionieren bei dieser Variante des Lungenkrebses nicht so wirkungsvoll, weil die antreibende Genmutation nicht erreicht und deren Wirkung nicht gehemmt wird," erklärt Pneumologe Frille. Deshalb suchen die Teams im <a href="/einrichtungen/uccl/zuweiser-tumorboards/molekulares-tumorboard">Zentrum für personalisierte Medizin</a> im Erbgut des Tumors nach der einen Mutation, die behandelt werden muss, um Erfolg zu haben. In diesem konkreten Fall wurde sogar doppelt gesucht. "Es zeigt sich, dass es sich lohnt, sich mit der Situation nach der ersten Therapie nicht zufrieden zu geben und weiter zu suchen, auch wenn nur eine einzige Stelle auffällig ist", fasst Prof. Wirtz zusammen. "Wir und der Patient wurden für unsere Hartnäckigkeit belohnt." <br><br>Mehr über das Zentrum für personalisierte Medizin am Universitätsklinikum Leipzig erfahren Sie <a href="/einrichtungen/uccl/zuweiser-tumorboards/molekulares-tumorboard">hier</a>. </p>
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