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Pressemitteilungen

 

 

Prof. Christoph Lübbert: „Rationaler Einsatz von Antibiotika und Antiinfektiva enorm wichtig!“<img alt="Unter Federführung von Prof. Dr. Christoph Lübbert vom Zentrum für Infektionsmedizin (ZINF) am UKL ist nun die verbesserte Neuauflage des Antiinfektiva-Leitfadens erschienen." src="/presse/PressImages/pic_20221118101143_50f1d53f87.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-11-17T23:00:00ZLeipzig. Der Schlüssel zur Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen (AMR) in der Humanmedizin liege in gut strukturierten, nachhaltig angelegten "Antibiotic Stewardship" (ABS)-Programmen – als Ergänzung zur ärztlichen Verschreibungspflicht bei antiinfektiven Substanzen. Dies betont Prof. Dr. Christoph Lübbert vom Zentrum für Infektionsmedizin (ZINF) des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) anlässlich der World Antimicrobial Awareness Week (WAAW) vom 18. bis 24. November. <p>Es handelt sich hier um eine globale Kampagne, die alljährlich stattfindet. Sie soll beitragen, das Bewusstsein und das Verständnis für antimikrobielle Resistenzen (AMR) zu verbessern und bewährte Strategien und Praktiken in der Öffentlichkeit bei den Akteuren und politischen Entscheidungsträgern, die eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von AMR spielen, zu fördern. Als Europäischer Antibiotikatag 2022 ist vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) Freitag, der 18. November, ausgerufen worden.</p> <p>Aus diesem Anlass weist das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) auf die enorme Wichtigkeit des rationalen Einsatzes von Antibiotika beziehungsweise Antiinfektiva hin. Eine am Anfang des Jahres in der renommierten Fachzeitschrift &quot;The Lancet&quot; veröffentlichte systematische Analyse konnte zeigen, dass 2019 schätzungsweise 4,95 Millionen Todesfälle weltweit im Zusammenhang mit AMR auftraten, darunter 1,27 Millionen, die direkt auf bakterielle AMR zurückzuführen sind. Subsahara-Afrika mit 23,7 Todesfällen pro 100.000 Einwohner und Südasien gelten mit mehr als 20 Todesfällen pro 100.000 Einwohner als Regionen mit den meisten AMR-Problemen. In den westlichen Industrieländern liegt die Rate mit 13 Fällen je 100.000 Einwohner deutlich niedriger.</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Was es braucht, sind gut strukturierte, nachhaltig angelegte Antibiotic Stewardship (ABS)-Programme&quot;, betont daher Prof. Lübbert, <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/infektions-und-tropenmedizin">leitender Infektiologe des UKL</a>. Darunter versteht man das nachhaltige Bemühen einer medizinischen Einrichtung oder eines Gesundheitssystems, eine Verordnungspraxis von Antiinfektiva, wie beispielsweise Antibiotika, in einem rationalen Maß sicherzustellen und zu verbessern.&#160;</p> <p>Am UKL unterstützt ein <a href="/einrichtungen/zinf">interdisziplinäres Team aus Infektiolog&#58;innen, Mikrobiolog&#58;innen und klinischen Apotheker&#58;innen den bestmöglichen Einsatz der wertvollen Substanzen, ergänzt durch die Expertise des Teams der Krankenhaushygiene</a>. So erklärt denn auch die Leiterin der <a href="/einrichtungen/apotheke">UKL-Krankenhausapotheke</a> Dr. Yvonne Remane&#58; &quot;Durch den rationalen Einsatz von Antiinfektiva werden uns auch in Zukunft wirksame Therapien zur Verfügung stehen.&quot;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Neue Leitfaden-Auflage als Kitteltaschenbuch und App</strong></p> <p>Pünktlich zur diesjährigen WAAW erscheint die 5. Auflage des erstmals 2014 herausgegeben Antiinfektiva-Leitfadens des UKL als Kitteltaschenbuch und als PDF-Dokument für das hauseigene Intranet. Außerdem steht eine darauf basierende, anwendungsfreundlich gestaltete App zum Einsatz von Antibiotika bzw. Antiinfektiva für iOS/iPadOS und Android zur Verfügung. Diese kann in den entsprechenden &quot;Download-Stores&quot; heruntergeladen werden. Die App ist von Fachmedien wie beispielsweise dem Deutschen Ärzteblatt bereits positiv bewertet worden.&#160;</p> <p>Eigene Forschungsarbeiten unter Federführung von Prof. Lübbert zeigen, dass ein mehrgliedriger Ansatz mit Kitteltaschenbuch, PC-Version und App für mobile Geräte notwendig ist, um mehr als 90 Prozent der Klinikärzt&#58;innen zu erreichen.&#160;</p> <p>Vor allem bei junge Kolleg&#58;innen gelinge es so, ihr Verordnungsverhalten bei empirischen Antibiotikatherapien positiv zu beeinflussen, resümiert er&#58; &quot;Daraus resultieren am UKL deutlich verbesserte Therapiestrategien, sinkende Verbräuche von Antiinfektiva und deutlich fallende Resistenzraten, gerade bei wichtigen Antibiotikaklassen wie Cephalosporinen und Fluorchinolonen. Hinzu kommt eine relevante Absenkung der Therapiekosten über mehrere hunderttausend Euro jährlich.&quot; Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind in zwei größeren Arbeiten in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht worden.</p> <p>Zudem engagiert sich das Leipziger Universitätsklinikum in einer klinisch-wissenschaftlichen Partnerschaft mit dem &quot;Kiruddu National Referral Hospital&quot; sowie dem &quot;Infectious Diseases Institute&quot; (IDI) der Makerere-Universität in Kampala (Uganda) beim Aufbau von ABS-Programmen in Subsahara-Afrika, unter anderem durch Etablierung leistungsfähiger mikrobiologischer Laborkapazitäten nach deutschem Vorbild.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Hintergrund&#58;&#160;</strong></p> <p>Antimikrobielle Resistenz (AMR) tritt auf, wenn sich Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten im Laufe der Zeit verändern und nicht mehr auf Medikamente ansprechen, wodurch die Behandlung von Infektionen erschwert wird und das Risiko der Krankheitsausbreitung, schwerer Erkrankungen und des Todes steigt. Infolge von Arzneimittelresistenzen werden Antibiotika und andere antimikrobielle Medikamente unwirksam, die Behandlung von Infektionen somit immer schwieriger oder unmöglich.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>UKL-App &quot;Antibiotika - Antiinfektiva&quot;&#58;</strong></p> <p>siehe QR-Code für mehr Informationen&#160;</p> <p>&#160;</p>
Prof. Christoph Lübbert: „Rationaler Einsatz von Antibiotika und Antiinfektiva enorm wichtig!“<img alt="Unter Federführung von Prof. Dr. Christoph Lübbert vom Zentrum für Infektionsmedizin (ZINF) am UKL ist nun die verbesserte Neuauflage des Antiinfektiva-Leitfadens erschienen." src="/presse/PressImages/pic_20221118101143_50f1d53f87.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-11-17T23:00:00ZLeipzig. Der Schlüssel zur Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen (AMR) in der Humanmedizin liege in gut strukturierten, nachhaltig angelegten "Antibiotic Stewardship" (ABS)-Programmen – als Ergänzung zur ärztlichen Verschreibungspflicht bei antiinfektiven Substanzen. Dies betont Prof. Dr. Christoph Lübbert vom Zentrum für Infektionsmedizin (ZINF) des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) anlässlich der World Antimicrobial Awareness Week (WAAW) vom 18. bis 24. November. <p>Es handelt sich hier um eine globale Kampagne, die alljährlich stattfindet. Sie soll beitragen, das Bewusstsein und das Verständnis für antimikrobielle Resistenzen (AMR) zu verbessern und bewährte Strategien und Praktiken in der Öffentlichkeit bei den Akteuren und politischen Entscheidungsträgern, die eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von AMR spielen, zu fördern. Als Europäischer Antibiotikatag 2022 ist vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) Freitag, der 18. November, ausgerufen worden.</p> <p>Aus diesem Anlass weist das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) auf die enorme Wichtigkeit des rationalen Einsatzes von Antibiotika beziehungsweise Antiinfektiva hin. Eine am Anfang des Jahres in der renommierten Fachzeitschrift &quot;The Lancet&quot; veröffentlichte systematische Analyse konnte zeigen, dass 2019 schätzungsweise 4,95 Millionen Todesfälle weltweit im Zusammenhang mit AMR auftraten, darunter 1,27 Millionen, die direkt auf bakterielle AMR zurückzuführen sind. Subsahara-Afrika mit 23,7 Todesfällen pro 100.000 Einwohner und Südasien gelten mit mehr als 20 Todesfällen pro 100.000 Einwohner als Regionen mit den meisten AMR-Problemen. In den westlichen Industrieländern liegt die Rate mit 13 Fällen je 100.000 Einwohner deutlich niedriger.</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Was es braucht, sind gut strukturierte, nachhaltig angelegte Antibiotic Stewardship (ABS)-Programme&quot;, betont daher Prof. Lübbert, <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/infektions-und-tropenmedizin">leitender Infektiologe des UKL</a>. Darunter versteht man das nachhaltige Bemühen einer medizinischen Einrichtung oder eines Gesundheitssystems, eine Verordnungspraxis von Antiinfektiva, wie beispielsweise Antibiotika, in einem rationalen Maß sicherzustellen und zu verbessern.&#160;</p> <p>Am UKL unterstützt ein <a href="/einrichtungen/zinf">interdisziplinäres Team aus Infektiolog&#58;innen, Mikrobiolog&#58;innen und klinischen Apotheker&#58;innen den bestmöglichen Einsatz der wertvollen Substanzen, ergänzt durch die Expertise des Teams der Krankenhaushygiene</a>. So erklärt denn auch die Leiterin der <a href="/einrichtungen/apotheke">UKL-Krankenhausapotheke</a> Dr. Yvonne Remane&#58; &quot;Durch den rationalen Einsatz von Antiinfektiva werden uns auch in Zukunft wirksame Therapien zur Verfügung stehen.&quot;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Neue Leitfaden-Auflage als Kitteltaschenbuch und App</strong></p> <p>Pünktlich zur diesjährigen WAAW erscheint die 5. Auflage des erstmals 2014 herausgegeben Antiinfektiva-Leitfadens des UKL als Kitteltaschenbuch und als PDF-Dokument für das hauseigene Intranet. Außerdem steht eine darauf basierende, anwendungsfreundlich gestaltete App zum Einsatz von Antibiotika bzw. Antiinfektiva für iOS/iPadOS und Android zur Verfügung. Diese kann in den entsprechenden &quot;Download-Stores&quot; heruntergeladen werden. Die App ist von Fachmedien wie beispielsweise dem Deutschen Ärzteblatt bereits positiv bewertet worden.&#160;</p> <p>Eigene Forschungsarbeiten unter Federführung von Prof. Lübbert zeigen, dass ein mehrgliedriger Ansatz mit Kitteltaschenbuch, PC-Version und App für mobile Geräte notwendig ist, um mehr als 90 Prozent der Klinikärzt&#58;innen zu erreichen.&#160;</p> <p>Vor allem bei junge Kolleg&#58;innen gelinge es so, ihr Verordnungsverhalten bei empirischen Antibiotikatherapien positiv zu beeinflussen, resümiert er&#58; &quot;Daraus resultieren am UKL deutlich verbesserte Therapiestrategien, sinkende Verbräuche von Antiinfektiva und deutlich fallende Resistenzraten, gerade bei wichtigen Antibiotikaklassen wie Cephalosporinen und Fluorchinolonen. Hinzu kommt eine relevante Absenkung der Therapiekosten über mehrere hunderttausend Euro jährlich.&quot; Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind in zwei größeren Arbeiten in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht worden.</p> <p>Zudem engagiert sich das Leipziger Universitätsklinikum in einer klinisch-wissenschaftlichen Partnerschaft mit dem &quot;Kiruddu National Referral Hospital&quot; sowie dem &quot;Infectious Diseases Institute&quot; (IDI) der Makerere-Universität in Kampala (Uganda) beim Aufbau von ABS-Programmen in Subsahara-Afrika, unter anderem durch Etablierung leistungsfähiger mikrobiologischer Laborkapazitäten nach deutschem Vorbild.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Hintergrund&#58;&#160;</strong></p> <p>Antimikrobielle Resistenz (AMR) tritt auf, wenn sich Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten im Laufe der Zeit verändern und nicht mehr auf Medikamente ansprechen, wodurch die Behandlung von Infektionen erschwert wird und das Risiko der Krankheitsausbreitung, schwerer Erkrankungen und des Todes steigt. Infolge von Arzneimittelresistenzen werden Antibiotika und andere antimikrobielle Medikamente unwirksam, die Behandlung von Infektionen somit immer schwieriger oder unmöglich.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>UKL-App &quot;Antibiotika - Antiinfektiva&quot;&#58;</strong></p> <p>siehe QR-Code für mehr Informationen&#160;</p> <p>&#160;</p>
„Total zentral“: Leber steht im Mittelpunkt zweier Online-Patientenveranstaltungen am UKL<img alt="Prof. Thomas Berg (Mi., in einer Sprechstunde mit Patientin) freut sich auf Teilnehmer&#58;innen für die beiden Online-Patient&#58;innen-Veranstaltungen am 19. und am 22. November, die das Thema Leber in ihren Mittelpunkt stellen." src="/presse/PressImages/pic_20221115113354_c9ac0159c9.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-11-14T23:00:00ZLeipzig. Die Leber: Sie ist DAS zentrale Stoffwechselorgan des menschlichen Körpers. Ist sie geschädigt, kann das Auswirkungen auf viele andere Organe haben. So wundert es nicht, dass das Motto des 11. Arzt-Patienten-Seminars zum Deutschen Lebertag am 22. November "Total zentral: die Leber!" lautet. Hauptanliegen der UKL-Expert:innen: "Aufmerksamkeit schaffen für die Leber-Gesundheit." Bereits drei Tage zuvor, am 19. November, findet der 10. Patiententag Lebertransplantation statt. Hier können Betroffene und Interessierte sich mit ihren Fragen direkt an Ärzt:innen wenden. Beide Veranstaltungen laufen ausschließlich als Webcast online im Internet. <p>&quot;Störungen der Leber können Effekte auf andere Organe des Körpers wie das Herz, die Nieren, die Bauchspeicheldrüse, ja selbst das Gehirn haben.&quot; Umgekehrt könnten wiederum bestimmte Erkrankungen wie Diabetes oder Adipositas ihrerseits &quot;auf die Leber schlagen&quot;, sagt Prof. Thomas Berg. Er leitet am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) den <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/hepatologie">Bereich Hepatologie</a>. Seit vergangenem Jahr ist er zudem zum Generalsekretär der Europäischen Arbeitsgemeinschaft zum Studium der Leber (EASL) gewählt worden. In dieser Funktion setzt sich Prof. Berg für die Anliegen Lebererkrankter in der europäischen Gesundheitspolitik ein. So zum Beispiel bei der &quot;EASL-Lancet Liver Commission&quot; - einer Zusammenarbeit zwischen der Fachgesellschaft EASL und der renommierten Fachzeitschrift &quot;Lancet&quot; -, die Ende 2021 in &quot;Lancet&quot; wichtige Kernthesen zur Lebergesundheit als &quot;Fenster für generelle Gesundheitsherausforderungen im Europa des 21. Jahrhunderts&quot; formulierten.</p> <p>Denn&#58; &quot;Lebererkrankungen werden häufiger&quot;, betont Prof. Thomas Berg. &quot;Untersuchungen zeigen, dass sie eine der Hauptursachen für den Verlust von Arbeitsproduktivität bei jungen Erwachsenen ist.&quot; Ursachen seien oft ungesundes Essen, hoher Alkoholkonsum und die gleichzeitige Zurückhaltung Betroffener, sich behandeln zu lassen - aus Angst vor Stigmatisierung. Dabei könnten, so der UKL-Experte, adäquate Präventionsmaßnahmen Jahr für Jahr das Leben von 300.000 Europäern retten.&#160;</p> <p>Doch gehe es nicht darum, ein Organ als vielleicht wichtiger als andere darzustellen, so Leberexperte Berg, vielmehr solle der Blick auf das Zusammenspiel der Leber mit anderen Organerkrankungen gerichtet werden.</p> <p><strong>Herz und Leber, Zysten, Innovationen</strong></p> <p>Beim Arzt-Patienten-Seminar am 22. November, durch das Berg zusammen mit Prof. Daniel Seehofer, Leiter des <a href="/einrichtungen/vttg/hepatobiliäre-chirurgie-viszerale-transplantation">Bereichs Hepatobiliäre Chirurgie und Viszerale Transplantation</a>, führt, erwartet die Besucher&#58;innen neben einer Fragerunde mit Expert&#58;innen aus Leipziger und Erfurter Kliniken auch kurze Vorträge von UKL-Ärzt&#58;innen zu zentralen Themen. So spricht <a href="/einrichtungen/kardiologie">UKL-Chefkardiologe Prof. Ulrich Laufs</a> zur Frage &quot;Herz und Leber - wie hängt das zusammen?&quot; Prof. Florian van Bömmel erörtert, wie Leberkrebs entsteht und wie gefährlich dieser sein kann. Prof. Seehofer nimmt sich des Themas &quot;Zysten in der Leber&quot; an - sind sie harmlos oder nicht? Einen positiven Ausblick auf Innovationen in der Medikamentenentwicklung und neue Behandlungsmöglichkeiten gibt schließlich Dr. Toni Herta.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>10. Patiententag Lebertransplantation</strong></p> <p>In enger Kooperation mit dem Verein &quot;Lebertransplantierte Deutschland&quot; findet am 19. November zum zehnten Mal der &quot;Patiententag Lebertransplantierte&quot; statt. Hier widmen sich jährlich die Leber- und Transplantationsexpert&#58;innen, aber auch Fachleute weiterer Bereiche des UKL aktuellen Themen für Patient&#58;innen auf der Warteliste oder bereits Transplantierte.&#160;</p> <p>In kurzen Referaten sprechen die Mediziner&#58;innen zum Beispiel über neue Entwicklungen in der Organkonservierung, Stichwort&#58; maschinelle Perfusion, oder präsentieren Langzeitergebnisse nach Lebertransplantation, zusammen mit der Fragestellung, wie hoch die Rezidivrate der Grunderkrankung ist.</p> <p>Prof. Georg Schomerus, Direktor der <a href="/einrichtungen/psychiatrie-psychotherapie">UKL-Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie</a>, wird außerdem einen Kurzvortrag zum Thema &quot;Stigma bei Alkohol-assoziierten Lebererkrankungen&quot; halten. Hier geht es sowohl um die Suche nach Hilfe, als auch um die oftmals unzureichende ärztliche Behandlung. &quot;Dies ist ein wichtiges Thema - auch und gerade für Patient&#58;innen nach Lebertransplantation&quot;, freut sich Prof. Thomas Berg, dass sich diese Thematik auf der Veranstaltungs-Agenda wiederfindet.&#160;</p> <p>Selbstverständlich können Teilnehmer&#58;innen der Online-Veranstaltung auch ihre Fragen direkt an die Expert&#58;innen richten und mit diesen ins Gespräch kommen.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Informationen</strong></p> <ul> <li>11. Arzt-Patienten-Seminar zum Deutschen Lebertag 2022<br>Dienstag, 22. November 2022 | 18&#58;00 - 20&#58;00 Uhr<br><a href="https&#58;//ukl-live.de/lebererkrankungen/">https&#58;//ukl-live.de/lebererkrankungen/</a></li> </ul> <p>&#160;</p> <ul> <li>10. Patiententag Lebertransplantation<br>Sonnabend, 19. November 2022 | 10&#58;00 - 13&#58;00 Uhr<br><a href="https&#58;//ukl-live.de/lebertransplantation/">https&#58;//ukl-live.de/lebertransplantation/</a></li> </ul> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
„Total zentral“: Leber steht im Mittelpunkt zweier Online-Patientenveranstaltungen am UKL<img alt="Prof. Thomas Berg (Mi., in einer Sprechstunde mit Patientin) freut sich auf Teilnehmer&#58;innen für die beiden Online-Patient&#58;innen-Veranstaltungen am 19. und am 22. November, die das Thema Leber in ihren Mittelpunkt stellen." src="/presse/PressImages/pic_20221115113354_c9ac0159c9.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-11-14T23:00:00ZLeipzig. Die Leber: Sie ist DAS zentrale Stoffwechselorgan des menschlichen Körpers. Ist sie geschädigt, kann das Auswirkungen auf viele andere Organe haben. So wundert es nicht, dass das Motto des 11. Arzt-Patienten-Seminars zum Deutschen Lebertag am 22. November "Total zentral: die Leber!" lautet. Hauptanliegen der UKL-Expert:innen: "Aufmerksamkeit schaffen für die Leber-Gesundheit." Bereits drei Tage zuvor, am 19. November, findet der 10. Patiententag Lebertransplantation statt. Hier können Betroffene und Interessierte sich mit ihren Fragen direkt an Ärzt:innen wenden. Beide Veranstaltungen laufen ausschließlich als Webcast online im Internet. <p>&quot;Störungen der Leber können Effekte auf andere Organe des Körpers wie das Herz, die Nieren, die Bauchspeicheldrüse, ja selbst das Gehirn haben.&quot; Umgekehrt könnten wiederum bestimmte Erkrankungen wie Diabetes oder Adipositas ihrerseits &quot;auf die Leber schlagen&quot;, sagt Prof. Thomas Berg. Er leitet am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) den <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/hepatologie">Bereich Hepatologie</a>. Seit vergangenem Jahr ist er zudem zum Generalsekretär der Europäischen Arbeitsgemeinschaft zum Studium der Leber (EASL) gewählt worden. In dieser Funktion setzt sich Prof. Berg für die Anliegen Lebererkrankter in der europäischen Gesundheitspolitik ein. So zum Beispiel bei der &quot;EASL-Lancet Liver Commission&quot; - einer Zusammenarbeit zwischen der Fachgesellschaft EASL und der renommierten Fachzeitschrift &quot;Lancet&quot; -, die Ende 2021 in &quot;Lancet&quot; wichtige Kernthesen zur Lebergesundheit als &quot;Fenster für generelle Gesundheitsherausforderungen im Europa des 21. Jahrhunderts&quot; formulierten.</p> <p>Denn&#58; &quot;Lebererkrankungen werden häufiger&quot;, betont Prof. Thomas Berg. &quot;Untersuchungen zeigen, dass sie eine der Hauptursachen für den Verlust von Arbeitsproduktivität bei jungen Erwachsenen ist.&quot; Ursachen seien oft ungesundes Essen, hoher Alkoholkonsum und die gleichzeitige Zurückhaltung Betroffener, sich behandeln zu lassen - aus Angst vor Stigmatisierung. Dabei könnten, so der UKL-Experte, adäquate Präventionsmaßnahmen Jahr für Jahr das Leben von 300.000 Europäern retten.&#160;</p> <p>Doch gehe es nicht darum, ein Organ als vielleicht wichtiger als andere darzustellen, so Leberexperte Berg, vielmehr solle der Blick auf das Zusammenspiel der Leber mit anderen Organerkrankungen gerichtet werden.</p> <p><strong>Herz und Leber, Zysten, Innovationen</strong></p> <p>Beim Arzt-Patienten-Seminar am 22. November, durch das Berg zusammen mit Prof. Daniel Seehofer, Leiter des <a href="/einrichtungen/vttg/hepatobiliäre-chirurgie-viszerale-transplantation">Bereichs Hepatobiliäre Chirurgie und Viszerale Transplantation</a>, führt, erwartet die Besucher&#58;innen neben einer Fragerunde mit Expert&#58;innen aus Leipziger und Erfurter Kliniken auch kurze Vorträge von UKL-Ärzt&#58;innen zu zentralen Themen. So spricht <a href="/einrichtungen/kardiologie">UKL-Chefkardiologe Prof. Ulrich Laufs</a> zur Frage &quot;Herz und Leber - wie hängt das zusammen?&quot; Prof. Florian van Bömmel erörtert, wie Leberkrebs entsteht und wie gefährlich dieser sein kann. Prof. Seehofer nimmt sich des Themas &quot;Zysten in der Leber&quot; an - sind sie harmlos oder nicht? Einen positiven Ausblick auf Innovationen in der Medikamentenentwicklung und neue Behandlungsmöglichkeiten gibt schließlich Dr. Toni Herta.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>10. Patiententag Lebertransplantation</strong></p> <p>In enger Kooperation mit dem Verein &quot;Lebertransplantierte Deutschland&quot; findet am 19. November zum zehnten Mal der &quot;Patiententag Lebertransplantierte&quot; statt. Hier widmen sich jährlich die Leber- und Transplantationsexpert&#58;innen, aber auch Fachleute weiterer Bereiche des UKL aktuellen Themen für Patient&#58;innen auf der Warteliste oder bereits Transplantierte.&#160;</p> <p>In kurzen Referaten sprechen die Mediziner&#58;innen zum Beispiel über neue Entwicklungen in der Organkonservierung, Stichwort&#58; maschinelle Perfusion, oder präsentieren Langzeitergebnisse nach Lebertransplantation, zusammen mit der Fragestellung, wie hoch die Rezidivrate der Grunderkrankung ist.</p> <p>Prof. Georg Schomerus, Direktor der <a href="/einrichtungen/psychiatrie-psychotherapie">UKL-Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie</a>, wird außerdem einen Kurzvortrag zum Thema &quot;Stigma bei Alkohol-assoziierten Lebererkrankungen&quot; halten. Hier geht es sowohl um die Suche nach Hilfe, als auch um die oftmals unzureichende ärztliche Behandlung. &quot;Dies ist ein wichtiges Thema - auch und gerade für Patient&#58;innen nach Lebertransplantation&quot;, freut sich Prof. Thomas Berg, dass sich diese Thematik auf der Veranstaltungs-Agenda wiederfindet.&#160;</p> <p>Selbstverständlich können Teilnehmer&#58;innen der Online-Veranstaltung auch ihre Fragen direkt an die Expert&#58;innen richten und mit diesen ins Gespräch kommen.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Informationen</strong></p> <ul> <li>11. Arzt-Patienten-Seminar zum Deutschen Lebertag 2022<br>Dienstag, 22. November 2022 | 18&#58;00 - 20&#58;00 Uhr<br><a href="https&#58;//ukl-live.de/lebererkrankungen/">https&#58;//ukl-live.de/lebererkrankungen/</a></li> </ul> <p>&#160;</p> <ul> <li>10. Patiententag Lebertransplantation<br>Sonnabend, 19. November 2022 | 10&#58;00 - 13&#58;00 Uhr<br><a href="https&#58;//ukl-live.de/lebertransplantation/">https&#58;//ukl-live.de/lebertransplantation/</a></li> </ul> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
UKL-Internist Prof. Dr. Joachim Mössner und Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie-Experte Prof. Dr. Dr. Alexander Hemprich mit Bundesverdienstkreuz geehrt<img alt="Ministerpräsident Kretschmer überreicht an Bürgerinnen und Bürger den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. v.l. Prof. Dr. Alexander Hemprich, Prof. Dr. Joachim Mössner, Ministerpräsident Michael Kretschmer, Hanna Kämmer, Prof. Max Uhlig, Dr. Bernd Müller-Kaller." src="/presse/PressImages/pic_20220711105443_822554e540.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-07-10T22:00:00ZLeipzig. Prof. Dr. Joachim Mössner, langjähriger Direktor der Klinik für Gastroenterologie und Rheumatologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) und Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig, sowie Prof. Alexander Hemprich, 25 Jahre lang Direktor der UKL-Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, wurden für ihre Verdienste mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Die Orden sind den Emeriti am 9. Juli 2022 in Dresden durch den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer überreicht worden. <p>Prof. Joachim Mössner leitete 25 Jahre lang bis zu seiner Emeritierung 2018 die <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2">Klinik und Poliklinik für Gastroenterologie und Rheumatologie</a> am Universitätsklinikum Leipzig. In dieser Zeit begleitete er den Neustart der universitären Medizin nach der Wende, von 1996 bis 2002 auch als Prodekan und Dekan der Medizinischen Fakultät. Dazu gehörten neben dem Ausbau der renommierten Gastroenterologie am UKL auch viele Neuberufungen von Professoren und Klinikdirektoren und damit wichtige Weichenstellungen für die gesamte weitere Entwicklung des Medizinstandortes Leipzig. &#160;&#160;</p> <p>Für diese bedeutende Lebensleistung und seine Verdienste um Leipzig und Sachsen wird der 71-Jährige nun mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt. &#160;&#160;</p> <p>&quot;Diese Auszeichnung freut uns sehr&quot;, sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL. &quot;Prof. Mössner schätzen wir nicht nur als einen hervorragenden Arzt mit großem Engagement für seine Patient&#58;innen, sondern auch als brillanten Forscher und starke Führungspersönlichkeit. Auf all diesen Gebieten hat er entscheidend dazu beigetragen, die Universitätsmedizin Leipzig zu dem Leuchtturm zu machen, der sie heute ist.&quot;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Prof. Mössner hat den Wissenschaftsstandort Leipzig wie auch die Medizinische Fakultät sehr nachhaltig geprägt. Das von ihm eingeführte System der leistungsbezogenen Forschungsbewertung wenden wir bis heute an, um Forschungsgelder auf Basis von nachgewiesenen Erfolgen zielgerichtet verteilen zu können&quot;, ergänzt Prof. Michael Stumvoll, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. &#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Auch zum heutigen Stand der Inneren Medizin hat Prof. Mössner an vielen Stellen einen Beitrag geleistet. 1999 war er einer der jüngsten Präsidenten seines Gebietes, der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten und durfte den Kongress in der neu erbauten Messe ausrichten. 2012 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, 2017 zeichnete ihn die europäische Pankreas-Gesellschaft für sein Lebenswerk aus. Und nicht zuletzt bekam er 2018 die Ernst-von-Bergmann-Plakette, eine hohe Auszeichnung der Bundesärztekammer, für das Engagement in der Fort- und Weiterbildung der Ärzteschaft. Ehrenhafte Aufgaben wie Mitglied der nationalen Akademie der Wissenschaften, der Leopoldina, und Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften runden die außergewöhnliche Leistung von Prof. Mössner als Wissenschaftler ab. Nun schließt sich die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an.&#160;</p> <p>&quot;Ich fühle mich sehr geehrt&quot;, sagt Prof. Joachim Mössner. &quot;Es war und ist mir ein großes Anliegen, mit meinem Wissen und Können etwa für die Menschen in Leipzig und Sachsen tun zu können. Es freut mich, dass dies offenbar so wahrgenommen wird und mit dieser hohen Auszeichnung Anerkennung findet.&quot; &#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Prof. Dr. Dr. Alexander Hemprich&#58; Hunderten Kindern ein normales Lächeln geschenkt</strong></p> <p>Nach einem Vierteljahrhundert an der Spitze der <a href="/einrichtungen/mkg">Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie</a> des Universitätsklinikums Leipzig ging Prof. Dr. Dr. Alexander Hemprich zum Jahresende 2018 in den Ruhestand. 1993 wurde er nach Leipzig berufen. Unter Prof. Hemprich sind in den folgenden Jahren viele moderne Therapien ins Leistungsspektrum aufgenommen worden, darunter Operationen zur Behebung von Kieferfehlstellungen, die Behandlung von Schädelfehlbildungen, Lappenrekonstruktionen und mikrovaskuläre Chirurgie zur Korrektur angeborener und erworbener Defekte.&#160;</p> <p>Die wichtigste Entwicklung, die die Klinik nahm, war aber die hin zu einem der erfolgreichsten Spalt-Zentren Europas. Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten zählen zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen bei Neugeborenen. Jedes Jahr werden am UKL etwa 60 bis 70 neue Spalt-Kinder behandelt. Eine erfolgreiche Therapie ist nur gewährleistet, wenn verschiedene Fachdisziplinen in einem Behandlungsteam eng zusammenarbeiten. Das dies heute so ist, gilt unter anderem als Verdienst Prof. Hemprichs. Viele Operationen führte der renommierte Plastische Gesichtschirurg selbst aus.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Vier Jahre lang war er Präsident und Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft für MKG-Chirurgie, 2002 holte Hemprich den Deutschen MKG-Kongress nach Leipzig, 2018 sogar den Weltkongress Lippen-Kiefer-Gaumenspalten.</p> <p>Er war Gründer der Deutsch-Vietnamesischen Gesellschaft zur Förderung der Medizin (DEVIEMED), deren Präsident er noch immer ist und operiert seit vielen Jahren unzählige Kinder in Vietnam.</p> <p>&quot;Prof. Alexander Hemprich ist ein würdiger Empfänger dieser hohen Auszeichnung. Er entwickelte das Universitätsklinikum Leipzig bei der Behandlung von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten zu einem national und international bekannten Zentrum. Hunderten Kindern wurde aufgrund seiner Leistungen ein normales Lächeln geschenkt&quot;, hebt anerkennend UKL-Vorstand Prof. Christoph Josten hervor. &quot;Dass sich unter den durch Ministerpräsident Michael Kretschmer Geehrten gleich zwei ehemalige Klinikdirektoren des UKL befinden, spricht für die hohe Qualität unseres Klinikbetriebs und macht uns sehr stolz.&quot;</p>

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