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Pressemitteilungen

 

 

Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli: In Deutschland gibt es weiterhin zu viele Neuinfektionen<img alt="Prof. Thomas Berg, Leiter des Bereichs Hepatologie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL), betont&#58; „Wenn wir nur ein Zehntel des Einsatzes der deutschen Politik gegen das Corona-Virus auch bei der Hepatitis gehabt hätten, wären wir in diesem Land jetzt viel weiter.“" src="/presse/PressImages/pic_20200724101737_4d5711e9bf.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-07-23T22:00:00ZLeipzig. Deutschland verfehlt die WHO-Ziele zur Reduzierung der Zahl der Hepatitis-Neuinfektionen. Das sagt Prof. Thomas Berg, Leiter des Bereichs Hepatologie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli. Die Weltgesundheitsorganisation wollte die Neuinfizierten bis zu diesem Jahr um 30 Prozent weltweit senken. Hierzulande werde dies nicht erreicht werden können, bedauert der UKL-Experte. <p>Bis 2030 sollen es laut WHO sogar nur noch zehn Prozent der jetzigen Neuinfektionszahl sein, so der Plan. In Zahlen ausgedrückt heißt das, dass von den aktuell 1,75 Millionen Neuinfektionen weltweit nur noch 175.000 übrigbleiben sollen. Auch die Sterblichkeit soll global um zehn Prozent (Jahr 2020) bis 65 Prozent (Jahr 2030) sinken.&#160;</p> <p>&quot;In Deutschland ist jedoch kein klarer Eliminationsplan zu erkennen&quot;, erklärt Prof. Berg. Dabei gebe es hierzulande robuste Testmöglichkeiten für den Nachweis und für Hepatitis B sogar eine Impfung.&#160;Am wichtigsten sei es, daher auch das Motto des Welttages &quot;Finde die fehlenden Millionen&quot;, durch umfangreiche Testungen alle Infizierten zu finden. &quot;Das Virus ist nur von Mensch zu Mensch übertragbar, durch Blut oder bei Geschlechtsverkehr. Gibt es keine Infizierten mehr, findet auch keine Verbreitung statt&quot;, erklärt der leitende <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/hepatologie">Hepatologe am Universitätsklinikum Leipzig</a>. &quot;Die Ziele sind realistisch&quot;, so Berg. Länder mit einem funktionierenden Eliminierungsprogramm wie Island, Australien, aber auch Georgien und Ägypten machten es vor und seien sehr erfolgreich, sagt er.&#160;</p> <p>Durch das Corona-Virus und die weltweit geltenden Schutzmaßnahmen sorgt sich Prof. Berg derzeit um negative Konsequenzen für derartige Eliminierungsstrategien. Er betont aber auch, dass Patienten mit Hepatitis B oder C nach jetzigem Stand bei guter ärztlicher Betreuung kein höheres Risiko hätten, an Covid-19 zu erkranken oder einen schwereren Verlauf zu erleiden. Doch stellt er auch klar&#58; &quot;Wenn wir nur ein Zehntel des Einsatzes der deutschen Politik gegen das Corona-Virus auch bei der Hepatitis gehabt hätten, wären wir in diesem Land jetzt viel weiter.&quot;<br>Erfolge gebe es natürlich trotzdem, vor allem im Therapiebereich, aber&#58; &quot;Wir trocknen sozusagen die Neuinfektionen einfach nicht aus.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p>Eine Hepatitis B-Erkrankung kann heutzutage zumindest so gut behandelt werden, dass sie nicht mehr zum Tod führt. Eine vielleicht lebenslange Behandlung müssen Erkrankte dennoch fürchten. Doch es gibt neue Ansätze für eine Kurzzeitbehandlung von einem halben bis einem Jahr, um Hepatitis B zu heilen. Ein Beispiel ist die therapeutische Impfung, um das Immunsystem des Betroffenen zu aktivieren und die Krankheit auszuheilen.&#160;<br>&quot;An solchen Studien nehmen wir teil&quot;, erläutert Prof. Thomas Berg. &quot;Unser Forschungslabor unter Leitung von Oberarzt Dr. Florian van Bömmel war beteiligt an der Entwicklung neuer - und inzwischen international anerkannter - so genannter Biomarker, die eingesetzt werden, um herauszufinden, wie gut eine Hepatitis B-Ausheilung funktionieren kann.&quot;</p> <p>Für Hepatitis C ist weiterhin keine Impfung in Sicht. &quot;Das wäre natürlich das Beste&quot;, sagt der Leipziger Mediziner, &quot;doch wir haben gute Tests zum Nachweis und mit acht bis zwölf Wochen Behandlung erreichen wir in 99 Prozent der Fälle eine Ausheilung.&quot;<br>Für Reisen in Hepatitis A-Risikogebiete empfiehlt der Experte wiederum dringend, sich vorher dagegen impfen zu lassen.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Zahlen neu diagnostizierter und an das RKI gemeldeter Hepatitis-Fälle im Jahr 2018&#58;</strong></p> <p>·&#160; Hepatitis B&#58; 4500 in Deutschland, in Sachsen waren sechs von 100.000 Einwohnern infiziert</p> <p>·&#160; Hepatitis C&#58; 5900 in Deutschland, in Sachsen waren fünf von 100.000 Einwohnern infiziert</p> <p>&#160;</p>
Bakterien, Antibiotika und gefährliche Resistenzen<img alt="Prof. Dr. Christoph Lübbert, Leiter des Bereichs Infektions- und Tropenmedizin am Universitätsklinikum Leipzig" src="/presse/PressImages/pic_20200710102338_6fc943ecd5.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-07-09T22:00:00ZLeipzig. Nach der Corona-bedingten Zwangspause startet die Vorlesungsreihe "Medizin für Jedermann" jetzt wieder, aber als digitale Vorlesung im Internet. Jeweils zur gewohnten Zeit um 18.15 Uhr an den Vorlesungstagen können alle Interessierten im Internet die Übertragung des Vortrags verfolgen. Gleichzeitig beantwortet ein Experte Fragen der Zuschauer im Live-Chat. Zu finden ist der digitale Vortrag am 15. Juli ab 18.15 Uhr auf "www.uniklinikum-leipzig.de". <p>Antibiotika waren einst die schärfste Waffe gegen bakterielle Infektionen. Doch immer mehr Bakterien zeigen sich resistent. &quot;Bei meinem Vortrag zu Bakterien und der zunehmenden Gefahr durch Antibiotika-Resistenzen werde ich zuerst allgemeinverständlich erklären, wie Resistenzen entstehen&quot;, so Prof. Dr. Christoph Lübbert, Leiter des <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/infektions-und-tropenmedizin">Bereichs Infektions- und Tropenmedizin</a> am Universitätsklinikum Leipzig. Dabei spielt die Evolution eine Rolle&#58; Bakterien vermehren sich sehr schnell. Dabei können - gerade unter einem Selektionsdruck durch Antibiotikaanwendung - Mutationen entstehen, durch die ein Folge-Bakterium plötzlich resistent gegen ein Antibiotikum ist. Problem dabei&#58; Alle weiteren Nachkömmlinge dieses mutierten Bakteriums sind ebenfalls vor diesem Antibiotikum geschützt. Zudem können Bakterien die Resistenz auch an &quot;Freunde und Bekannte&quot; weitergeben. &quot;Wie sieht es mit Resistenzen weltweit aus? Und wie ist die Lage in Leipzig? Auch auf diese Fragen werde ich eingehen&quot;, verspricht der Leipziger Infektionsmediziner.&#160;</p> <p><strong>Medizin für Jedermann<br></strong>Mittwoch, 15. Juli, ab 18.15 Uhr<br><a href="/">www.uniklinikum-leipzig.de</a></p>
Programm zur Raucherentwöhnung gestartet<img alt="Professionelle Betreuung auf dem Weg zu einem Leben ohne Zigarette und Nikotin&#58; Mit einem Rauchstopp können sehr viele positive gesundheitliche Effekte erzielt werden." src="/presse/PressImages/pic_20200527133426_fe6833df81.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-05-26T22:00:00ZLeipzig. Mit einem neuen Angebot unterstützt das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) Patientinnen und Patienten beim Abschied von Zigarette und Co: Im aktuell erstmals gestarteten Programm zur Raucherentwöhnung helfen Experten des UKL jetzt bei der Umstellung auf eine gesündere Lebensweise. Das Programm dauert acht Wochen und wird von den Psychotherapeuten der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie betreut. <p>Das neue Programm zur Raucherentwöhnung ergänzt die Behandlungsangebote für Patienten des Universitätsklinikums Leipzig. &quot;Unser Ziel ist, damit die Therapie von verschiedenen Erkrankungen der Lunge, des Herzkreislaufsystems, aber auch bei Tumorerkrankungen im Sinne eines ganzheitlichen Behandlungsansatzes zu unterstützen&quot;, erklärt Prof. Anja Mehnert-Theuerkauf. Die Direktorin der <a href="/einrichtungen/medizinische-psychologie">Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie</a> am UKL betreut mit ihrem Team das neue Programm. &quot;Mit einem Rauchstopp können sehr viele positive gesundheitliche Effekte erzielt werden&quot;, beschreibt die Expertin. Diese reichen von einer Stärkung des Immunsystems, einer Verbesserung des Geschmacks- und Geruchssinns oder des Schlafs bis hin zur teilweisen Regeneration der Lunge und einer Blutdrucksenkung. Auch Chemotherapien werden dadurch oftmals besser vertragen. &quot;Dennoch fällt es den meisten auch nach einer ernsten Diagnose schwer, sich von der Gewohnheit des Rauchens ohne Hilfe zu lösen&quot;, ergänzt Antje Lehmann-Laue, die Leiterin des medizinpsychologischen Dienstes der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie.&#160;</p> <p>Sie und ihr Team bieten diese Hilfe in dem achtwöchigen verhaltenstherapeutischen Programm&#58; In Gruppensitzungen und bei Bedarf auch individuellen Treffen werden die Teilnehmer auf ihrem Weg zu einem Leben ohne Nikotin begleitet. Ziel ist dabei ein Rauchstopp vom ersten Tag an. Das gelingt oft besser als ein langsamer Ausstieg. &quot;Hier kommt es aber auch darauf an, wie stark die Sucht ausgeprägt ist und wie hoch die Motivation, diese zu beenden&quot;, so Anja Mehnert-Theuerkauf. Bei Bedarf wird das psychotherapeutische Programm auch um Medikamente zur Dämpfung der Entzugssymptome ergänzt. Hierzu arbeiten die Psychologen mit Prof. Markus Bleckwenn, dem Leiter der <a href="https&#58;//home.uni-leipzig.de/~allgemeinmedizin/">Abteilung für Allgemeinmedizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig</a>, zusammen. Zudem schließt sich eine Weiterbetreuung mit einzelnen Anschlußsitzungen zur Verhinderung von Rückfällen an. &#160;</p> <p>Dass sich ein Rauchstopp selbst bei starken Rauchern &#160;lohnt, bestätigt Prof. Hubert Wirtz, Direktor der <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/pneumologie">Pneumologie</a> am UKL. &quot;Nach der letzten Zigarette beginnt ein Veränderungsprozess, in dessen Verlauf Entzündungen zurückgehen, die Atmung sich verbessern kann und die Belastbarkeit insgesamt steigt.&quot; Raucherhusten und Kurzatmigkeit verschwinden. Lunge und Kreislauf stabilisieren sich, das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle ebenso wie für Lungenkrebs und andere Krebserkrankungen sinkt langfristig, wenn auch nicht auf das Niveau eines Nichtrauchers. &quot;Bewegung kann diese Prozesse noch verstärken&quot;, ergänzt Prof. Wirtz. &#160;&#160;</p> <p>Einen Anstoß zu einer Verhaltensänderung in Richtung Vorsorge gibt das neue Raucherentwöhnungsprogramm. Zwar können in der aktuellen Pilotphase nur Patientinnen und Patienten des UKL daran teilnehmen, entweder auf Empfehlung des behandelnden Arztes oder auf eigenen Wunsch. Künftig soll das Programm aber auch auf Angehörige sowie auf Mitarbeiter des UKL ausgeweitet werden. &#160; &#160;&#160;</p> <p>&#160;</p>
Interdisziplinäre zentrale Ultraschalleinheit des UKL als Ausbildungsstätte anerkannt<img alt="Privatdozent Dr. Thomas Karlas leitet die nun als Ausbildungsstätte zertifizierte Interdisziplinäre Ultraschalleinheit des UKL." src="/presse/PressImages/pic_20200515103403_20bb2d9a50.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-05-14T22:00:00ZLeipzig. Als anerkannte Ausbildungsstätte der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) wurde jetzt die Interdisziplinäre Ultraschalleinheit der Klinik für Onkologie, Gastroenterologie, Hepatologie, Pneumologie und Infektiologie am Universitätsklinikum Leipzig zertifiziert. <p>&quot;Das ist der Beleg, dass wir eine qualitativ hochwertige standardisierte Ausbildung bieten können&quot;, so PD Dr. Thomas Karlas, Leiter der <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/gastroenterologie">Interdisziplinären zentralen Ultraschalleinheit</a>. Während die Zertifizierung von einzelnen Ärzten als Untersucher und Ausbilder in der höchsten Qualitätsstufe der DEGUM bereits seit längerem besteht, erhält nun die Abteilung als gesamte Einheit dieses seltene Gütesiegel.</p> <p>Wie Dr. Karlas erläutert, ist die Anerkennung als zertifizierte Ausbildungsabteilung einerseits wichtig für Ärzte in Weiterbildung. Sie erhalten in der Ultraschalleinheit eine ausgezeichnete Ausbildung im gesamten Spektrum der Ultraschalldiagnostik der Inneren Medizin von der Schilddrüse bis in den Bauchraum. Zudem können interessierte Ärzte auch die Voraussetzungen für personengebundene DEGUM-Qualitätsstufen erlangen, und Studierende erhalten eine qualitätsgesicherte Lehre. Nicht zuletzt können Patienten an der Zertifizierung erkennen, dass in dieser Einrichtung Ultraschalldiagnostik auf hohem Niveau eingesetzt wird.</p> <p>An fünf Arbeitsplätzen werden im Ultraschallzentrum Untersuchungen des Bauchraumes, dabei besonders der Leber, der Gallenwege und des Darms, vorgenommen. Aber auch Untersuchungen der Nieren und Harnwege sowie der Schilddrüse und der Extremitäten gehören zum Standard. An einem Interventionsarbeitsplatz können Ultraschall-geführte Eingriffe vorgenommen werden, beispielsweise Organ-Biopsien und die Platzierung von Drainagen. Durch die Sonografie kann sozusagen live die Position einer Biopsienadel kontrolliert oder die Drainage exakt einem Abszess platziert werden.</p> <p>&quot;In der Interdisziplinären Ultraschalleinheit stehen den Patienten des gesamten Universitätsklinikums High-End-Geräte zentralisiert und genutzt durch Ärzte der gesamten Inneren Medizin und der Radiologie zur Verfügung&quot;, erläutert Dr. Karlas. &quot;Genutzt werden diese von den Medizinern, die bei uns und von uns weitergebildet worden sind. Außerdem bilden wir Studierende aus, die ihre Kenntnisse in der Lernklinik der Medizinischen Fakultät an Kommilitonen weitervermitteln. Das ist ein wichtiger Schritt, die Vorgaben des Nationalen kompetenzbasierten Lernzielkatalogs 2020 zu erreichen. Insgesamt ist es unser Bestreben, dass alle Mitarbeiter und Studierenden, die wir ausbilden, die Sonografie ausgezeichnet beherrschen&quot;, so Dr. Karlas.</p> <p>&#160;</p>
Welt-Asthma-Tag am 5. Mai 2020: Antikörper statt hochdosiertes Cortison<img alt="Prof. Hubert Wirtz, Leiter des Bereichs Pneumologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL), behandelt vor allem Fälle von schwerem Asthma." src="/presse/PressImages/pic_20200504144051_058f544c73.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-05-03T22:00:00ZLeipzig. Bei der Behandlung von Asthma haben sich in den vergangenen Jahren neue Herangehensweisen etabliert, die es den Betroffenen erleichtern, mit dieser Krankheit zu leben. So setzen die Mediziner bei schwerem Asthma zunehmend Antikörper statt hochdosiertes Cortison ein. Bei leichteren Verläufen sollen atemwegsweitende Substanzen nun eher bei Bedarf statt kontinuierlich eingenommen werden. <p>Zum Welt-Asthma-Tag am 5. Mai erinnert Prof. Hubert Wirtz, Leiter des <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/pneumologie">Bereichs Pneumologie</a> am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) daran, dass die Erkrankung in jeder Altersgruppe auftreten kann&#58; &quot;Es ist immer noch möglich, daran zu sterben&quot;, so der Experte.&#160;<br>Standen früher für die Behandlung von schwerem Asthma meist Cortison-Tabletten an erster Stelle, stehen den Ärzten heutzutage mehr und mehr Medikamente auf Antikörper-Basis zur Verfügung. &quot;Das erspart den Patienten die negativen Auswirkungen höherer Cortison-Dosierungen&quot;, erläutert Prof. Wirtz. Zwar müssten die Antikörper alle zwei bis drei Wochen injiziert werden, doch könnten sich die Patienten die Spritze auch selbst setzen. &quot;Das ist ein Riesenfortschritt an Lebensqualität&quot;, betont der Pneumologe.&#160;Ist die normale Therapie - unter anderem mit inhalierbarem Cortison, welches selbst hochdosiert noch schwächer ausfalle als die früher verwendeten Tabletten - ausgereizt, dann dürfen Antikörper gegeben werden, so Prof. Wirtz.<br>Antikörper erhalten - nicht nur wegen des hohen Preises der Präparate - vor allem die Gruppe der Schwererkrankten. Sie werden auch stationär am UKL behandelt, sonst kann Asthma nach Aussage von Prof. Wirtz zu weiten Teilen ambulant behandelt werden. Weiterer Vorteil der Antikörper&#58; Sie können für alle Arten von kombinierten Therapien genutzt werden. Das bedeutet, mehrere Allergieerscheinungen wie Asthma und Heuschnupfen oder Asthma und Hauterkrankungen können so behandelt werden.&#160;</p> <p><strong>Medikamente nur bei Bedarf einnehmen</strong><br>Bei leichtem Asthma setzt sich aktuell eine bedarfsadaptierte Herangehensweise durch, die sich daran orientiert, ob Beschwerden auftreten oder nicht. &quot;Früher hat man eher darauf gesetzt, Substanzen, die die Atemwege weit machen, kontinuierlich einzuatmen&quot;, erläutert es Prof. Wirtz näher, &quot;jetzt hat man erkannt, dass es besser sei, auch Menschen mit leichtem Asthma ein Präparat für eigentlich mittelschweres Asthma zu verschreiben, welches sie dann allerdings ausschließlich bei Bedarf einnehmen.&quot; Auch dies stelle für viele Betroffene eine Erleichterung im Alltagsleben dar, da die ständige Inhalation von vielen, ob bewusst oder unbewusst, nicht eingehalten worden sei, so Prof. Hubert Wirtz.</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>

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