EMILIA – Früh verstehen, was später krank macht

​​​​​​​Warum entwickeln manche Menschen Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen – und andere nicht?

Warum ist der Verlauf von Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen interindividuell unterschiedlich? 

Und wie können wir eingreifen, bevor die Krankheit entsteht?


EMILIA (Early Medical Training in Lifestyle-Associated Chronic Vasculo-Metabolic Diseases)
 ist ein innovatives Ausbildungs- und Forschungsprogramm für Medizinstudierende, die mehr wollen als Lehrbuchwissen.

Aktuelle Informationen zum Programm

🔬 Unsere Mission

Wir erforschen die frühen Mechanismen lebensstilbedingter Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen – genau dort, wo Krankheitsverläufe ihren Ursprung haben. Im Fokus stehen entscheidende „Switch-Points“, an denen sich Gesundheit in Krankheit verwandelt – wir wollen diese erkennen und verstehen, um dann gezielte Diagnostik (precision diagnostic) oder gezielte Therapien (precision medicine) zu entwickeln.

🧠 Was dich erwartet

  • Einblick in modernste Forschung zu Stoffwechsel, Gefäßerkrankungen und Entzündung
  • Arbeiten in einer exzellenten Forschungsinfrastruktur am Standort Leipzig
  • Verknüpfung von klinischer Medizin und translationaler Forschung
  • Frühzeitige Mitarbeit an wissenschaftlichen Projekten mit echter Relevanz
  • Strukturierte, studierendennahe Ausbildung für angehende Clinician Scientists


 🚀 Warum EMILIA?

Weil Prävention in der Medizin dort beginnt, wo Verständnis entsteht.
EMILIA bereitet dich gezielt auf eine Karriere an der Schnittstelle von Patientenversorgung, Forschung und Innovation vor – personalisiert, zukunftsorientiert und praxisnah.

 
​👉 Werde Teil von EMILIA

Wenn du medizinische Zusammenhänge wirklich verstehen, Forschung aktiv mitgestalten und die Medizin von morgen mitentwickeln möchtest, bewirb dich jetzt.​


Risikofaktoren des modernen Lebensstils begünstigten eine Beschleunigung von Krankheitsverläufen – wobei jeder Krankheitsverlauf individuell ist. „switch points“, kritische mechanistische Ereignisse im Krankheitsverlauf, führen zu einer Chronifizierung vaskulo-metabolischer Erkrankungen. Die Untersuchung dieser „switch points“ und der damit verbundenen Krankheitsverläufe ermöglicht die Identifikation der zugrunde liegenden Mechanismen dieser „switch points“ sowie neuer pharmakologischer Zielstrukturen für chronische vaskulo-metabolische Erkrankungen (Adipositas, A; makrovaskuläre, B; und mikrovaskuläre, C, Erkrankungen).

PI`s können bereits kontaktiert werden, siehe Abbildung:


Beteiligte Principal Investigators (PIs): Weibliche (rot) und männliche (schwarz) Forschende am Universitätsklinikum Leipzig (UKL), der Medizinischen Fakultät (MF), am Helmholtz-Institut für Metabolische, Adipositas- und Gefäßforschung (HI-MAG) sowie am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (MPI-EVA).


Hinweis: Weitere Informationen zu den PIs und deren Kontaktmöglichkeiten Ausschreibungsunterlagen folgen. ​

Wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen wollen, schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an EMILIA@medizin.uni-leipzig.de​.​​​

Notwendige Unterlagen im Antrag für das Promotionskolleg

r die Bewerbung sind folgende Unterlagen einzureichen:

  • ​​Antrag (EMILIA_Antrag_Promotionskolleg_V2.pdf​​)​
  • Projektidee (max. 5 Seiten, nähere Information finden Sie im Antragsformular)
  • Lebenslauf der Auftragsstellerin/ des Antragstellers (maximal 1 Seite
  • Kopie des Abiturzeugnisses
  • Kopie der bisherigen Noten im Medizinstudium und des ersten Abschnittes der ärztlichen Prüfung
  • Immatrikulationsbescheinigung
  • Unterstützungsschreiben der Betreuung / des EMILIA PI's

Informationen für die Ausschreibung

​31.03.26




​Matching (PI und möglicher Doktorand kommen zusammen)

Kontakt​aufnahme Studenten (vorzugweise aus dem 5. / 6. Semester) mit EMILIA-PIs. Entwurf eines Promotionsthemas und Entschluss, die den Antrag gemeinsam zu stellen („matching“)
30.04.26



Einreichungsfrist der Anträge

Frist zum einreichen des Antrages. Formular ist auf der webpage hinterlegt.
31.05.26Auswahl durch das EMILIA Steering Committee
31.07.26Vorbereitung der Studenten in ausgewählten Kursen
01.08.26Beginn Promotionszeit 1 Kohorte
31.07.27maximale Förderzeit 1 Kohorte

Bitte also schon jetzt daran denken, dass Bewerbungen (Vorlage folgt noch; wird sich eng an der Vorgabe der Fakultät orientieren) bis Ende April eingereicht werden sollen. Die Forschungs- und Förderzeit beginnt dann am 01.08.2026 für mind. 9 (Vorgabe der EKFS), max. 12 Monate.

 

Zusammenfassend die Kerninformationen:

Wer wird gefördert?

  • Studenten, die eine Promotionsarbeit an der Medizinischen Fakultät Leipzig absolvieren wollen und sich mind. 9 Monate dafür „frei“ (Forschungszeit) nehmen.
  • Beginn August 2026, vorzugsweise mit Beginn des 7. Semesters.
  • Studenten erhalten eine Förderung in Höhe von ca. 992 € pro Monat.
  • Das Projekt wird mit ca. 900 € für Verbrauchsmaterial pro Monat unterstützt; ggf. plus Kosten für Tierversuche.
  • Förderung der Studenten (z.B. technische skills, soft-skills) im Rahmen eines spezifischen EMILIA Curriculums.

Informationen zu den PIs und Projekten

Wir stellen uns vor (PIs)

Wir fördern Eigenständigkeit, Kreativität und wissenschaftliche Exzellenz. Wer mechanistische Tiefe mit klinischer Relevanz verbinden und innovative Therapiestrategien mitgestalten möchte, findet hier ideale Bedingungen, um sichtbar und wirksam Wissenschaft zu gestalten.

Prof. Dr.
Berend Isermann







​​Die AG Isermann befasst sich mit Aspekten der Gefäßalterung und deren Bedeutung für Organschäden. Die zentrale Idee ist, ​dass eine Gefäßalterung durch verschiedene Mechanismen (Gefäßseneszenz, Entzündung, gestörte Barrierefunktion und damit einhegender veränderter Metabolismus) zur Parenchym- und Organschädigung führt. Um diese Fragestellung systematisch zu untersuchen, hat die AG Isermann ein einzigartiges Mausmodell mit induzierbarer endothelialer Dysfunktion (ko​mbinierter Verlust von Thrombomodulin und eNOS) etabliert. Diese Model ahmt zwei zentrale Mechanismen der endothelialen Dysfunktion, wie sie bei Stoffwechselerkrankungen auftritt, nach. Die Promovierenden werden verfügbare Gewebe- und omics-Daten (z.B. snRNAseq, lipidomics, proteomics) in Kombination mit Zell-versuchen und humanen Daten nutzen, um die Relevanz der Endothelzelldysfunktion für organspezifische Zell-zu-Zell-Interaktion im Zusammenhang mit metabolischen Erkrankungen zu untersuchen. Ziel ist es, die Kinetik und Mechanismen der parenchymalen Organschädigung zu identifizieren, z. B. in Nieren, Herz, oder Fettgewebe.

Prof. Dr.
Ulrich Laufs

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​Die AG Laufs erforscht die molekularen und zellulären Mechanismen der Atherosklerose (ASCVD) als führender Ursache kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität. Im Fokus stehen endotheliale Dysfunktion, Plaque-Entwicklung und akute vaskuläre Syndrome sowie deren Progression zu Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt oder Schlaganfall. Besonderes Interesse gilt lebensstilassoziierten Faktoren wie Lipidstoffwechsel, körperlicher Aktivität und Adipositas. Offene Fragen betreffen sterile Inflammation (Inflammasom), nicht-kodierende RNAs, spezifische Lipidphänotypen (z. B. Statinintoleranz) sowie Therapieansprechen. Die AG verbindet modernste molekularbiologische Methoden, Non-Coding-RNA-Expertise, Bioinformatik und Tiermodelle mit großen klinischen Kohorten und Studienzentren. Doktorand:innen profitieren von echter Translation – von Patient:innenproben über Datenanalyse bis zur Konzeption klinischer Studien – eingebettet in starke nationale und internationale Kooperationen.​

Dr. Dr.
Silke Meyer-Zimmermann  

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Die AG Meyer-Zimmermann bietet ein dynamisches, translationales Forschungsumfeld für die nächste Generation exzellenter Wissenschaftler:innen. Wir untersuchen die Gefäß-Gehirn-Achse als zentralen Mechanismus systemischer Erkrankungen und entschlüsseln, wie endotheliale Dysfunktion, Thrombomodulin-Verlust und Gerinnungssignale kognitiven Abbau antreiben. Unsere Forschung verbindet klinische Biomarker-Entdeckung, KI-gestützte prädiktive Modellierung und Multi-Omics-Analysen mit Single-Nuclei-RNA-Sequenzierung, konditionalen Knockout-Modellen und in-vivo-Verhaltenstests. So identifizieren wir neuartige neuroinflammatorische Signalwege und interzellulären Crosstalk als therapeutische Targets. Enge klinische und internationale Kooperationen ermöglichen echte Translation – vom Mausmodell in die Klinik – eingebettet in ein Netzwerk mit internationaler Kooperation.

Dr.
Christa-Caroline Bergner

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Die AG Bergner untersucht lipidinduzierte myeloide Zellaktivierung als gemeinsamen Mechanismus von X-chromosomaler Adrenoleukodystrophie (X-ALD) und Atherosklerose. Chronische Entzündung durch gestörten Lipidabbau in Makrophagen und Mikroglia steht im Zentrum – mit Parallelen zwischen seltenen genetischen Leukodystrophien und lebensstilassoziierten Gefäßerkrankungen. Unsere Daten zeigen eine proinflammatorische Polarisierung, gestörte Myelin-Degradation sowie Lipidtröpfchen- und Cholesterinkristallbildung in patientenabgeleiteten Zellen und CNS-Gewebe. Ziel ist es, Mechanismen der gestörten Cholesterinhomöostase und foam-cell-ähnlichen Transformation im ZNS zu entschlüsseln und therapeutisch zu adressieren. Methodisch kombinieren wir iPSC-Mikroglia, Tiermodelle, Lipidomik, Single-Cell- und Spatial-Transcriptomics sowie die Analyse einer großen Leukodystrophie-Registry – eingebettet in starke nationale und internationale Kooperationen.

PD Dr.
Anne Dathan-Stumpf

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​Gestationsdiabetes mellitus und hypertensive Störungen in der Schwangerschaft zählen zu den häufigsten und bedeutendsten maternalen Komplikationen in der Schwangerschaft weltweit und gelten mittlerweile als geschlechtsspezifische Risikofaktoren für spätere kardiovaskuläre Erkrankungen. Mittels non-invasiver, moderner OCT-Angiographie können Veränderungen der retinalen Mikrovaskulatur dargestellt werden. Ziel ist es, empfindliche Marker zu identifizieren, die das individuelle Risiko für langfristige kardiovaskuläre und metabolische Folgeerkrankungen nach schwangerschaftsassoziierten Komplikationen frühzeitig abbilden und vorhersagen können. Dieses Projekt bietet Medizinstudierenden die Möglichkeit, aktiv an Datenerhebung, Bildanalyse und wissenschaftlicher Auswertung mitzuwirken und vertiefte Einblicke in klinische Forschung, Bildgebungstechnologien und translational orientierte Medizin zu gewinnen.

Prof. Dr.
Holger Stepan

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​Präeklampsie und Gestationsdiabetes gehören zu den Hauptursachen maternaler und fetaler Morbidität. Ihre genauen Mechanismen sind noch nicht vollständig geklärt, doch zeigen Studien, dass metabolische Veränderungen in der Plazenta, eine zentrale Rolle spielen. Dieses Projekt untersucht, wie die mütterlichen Faktoren die Plazentafunktion, Gerinnungssystem und Schwangerschaftsergebnisse beeinflusst. Klinische Daten werden mit Laboranalysen kombiniert, einschließlich Zellkulturmodellen (Kooperation mit ILM) und Untersuchungen humaner Proben wie mütterlichem Blut und Plazentagewebe. Ziel ist es, ein Verständnis der metabolischen Mechanismen zu entwickeln, die Gestationsdiabetes und Präeklampsie mit maternalen und fetalen Folgen verbinden.


PD Dr.
Shrey Kohli

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​„Thrombo-inflammation“ wird zunehmend als zentraler Mechanismus schwerer Schwangerschaftskomplikationen erkannt und verbindet Grundlagenforschung mit klinischer Geburtshilfe. Während der Schwangerschaft ist ein fein abgestimmtes Gleichgewicht zwischen Immun- und Gerinnungssystem notwendig; Störungen können die Plazentafunktion und die mütterliche Gefäßgesundheit beeinträchtigen. Klinisch tragen diese Prozesse zu wichtigen Ursachen maternaler und fetaler Morbidität und Mortalität bei, darunter Präeklampsie, fetale Wachstumsrestriktion und Plazentainsuffizienz. Dieses Projekt untersucht die Wechselwirkung zwischen dem Gerinnungssystem und dem Immunsystem mit Schwerpunkt auf der Thrombozytenaktivierung, der Bildung von Neutrophilen-Extrazellulären-Traps und der Trophoblastenfunktion. Inhalte umfassen molekulare Mechanismen, mütterliche Risikofaktoren sowie Zellkulturmodelle und Analysen humaner Proben aus mütterlichem Blut und Plazentagewebe. Ziel ist das Verständnis thrombo-inflammatorischer Pathophysiologie und deren Bedeutung für Schwangerschaftskomplikationen.

Prof. Dr.
Ruth Martha Stassart

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Die AG Stassart erforscht metabolische Determinanten der Nervenintegrität mit Fokus auf Adipositas-assoziierte Polyneuropathie. Diese häufige Komplikation von Adipositas und Typ-2-Diabetes beruht auf komplexen Wechselwirkungen zwischen systemischer Stoffwechselstörung, mikro-vaskulärer Schädigung und direkter Neurotoxizität. Im Zentrum stehen Schwann-Zellen, deren metabolische Adaptation entscheidend für Nervenregeneration ist. Unsere Arbeiten zeigen, dass systemische Signale wie Leptin die gliale Stoffwechselanpassung modulieren, während chronische metabolische Belastung regenerative Kapazitäten einschränkt. Ziel ist es, metabolische und vaskuläre Mechanismen der Nervenschädigung zu entschlüsseln und therapeutische Targets zu identifizieren. Methodisch kombinieren wir konditionale Mausmodelle, Verhaltens- und Elektrophysiologie, 3D-Ultrastruktur, Single-Cell- und Spatial-Transcriptomics – eingebettet in starke internationale Kooperationen.

Prof. Dr.
Rolf Wachter

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Die AG Wachter steht für exzellente investigator-initiierte Studien (IITs) in Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern und Schlaganfall. Unsere Arbeiten zeigen u. a., dass Spironolacton die diastolische Funktion bei HFpEF verbessert, strukturiertes Training die Leistungsfähigkeit steigert und verlängertes Rhythmusmonitoring mehr Vorhofflimmern nach Schlaganfall detektiert. Aktuell leiten wir eine >5.200 Patient:innen umfassende randomisierte Studie zur Schlaganfallrezidiv-Prävention sowie die größte sham-kontrollierte Ablationsstudie bei Vorhofflimmern. Zentrale Fragen betreffen natriuretische Peptide als Treiber von Vorhofflimmern, lebensstilassoziierte Krankheitsbeschleuniger und den Mehrwert von Omics-Technologien. Mit umfassender Expertise in Studiendesign, Durchführung und Analyse sowie starken internationalen Kooperationen bietet die AG ein ideales Umfeld für klinisch-translational orientierte Nachwuchsforschende.

Prof. Dr.
Thomas Ebert

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Die AG Ebert erforscht die Modulation mikrovaskulärer Dysfunktion mit Schwerpunkt auf Adipositas- und Diabetes-Subphänotypen sowie kardiometabolischen Biomarkern. Mikroangiopathische Komplikationen wie Nephro-, Retino- und Neuropathie werden maßgeblich durch oxidative Stress- und Entzündungsprozesse getrieben, systemische Therapieansätze sind jedoch unzureichend verstanden. Unsere Arbeiten kombinieren longitudinale Human-Kohorten mit Mausmodellen, um adipöse Gewebedysfunktion, Insulinresistenz und antioxidative Therapien mechanistisch zu untersuchen. Zentrale Fragen betreffen die Identifikation klinisch relevanter Subphänotypen, prädiktiver Biomarker für Progression und Lebensstilinterventionen sowie neue antioxidative Strategien. Methodisch bieten wir Ausbildung in klinischem Studiendesign, Biostatistik, Omics-Technologien und translationaler Forschung – eingebettet in starke internationale Kooperationen mit Stockholm, Nashville und Boston.

PD Dr.
Claudia Stäubert

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Veränderte metabolische Profile sind ein frühes Kennzeichen lebensstilbedingter chronischer kardiovaskulärer und metabolischer Erkrankungen wie Adipositas, metabolisches Syndrom, Dyslipidämien und Typ-2-Diabetes. Entscheidend ist daher zu verstehen, über welche molekularen Mechanismen Gefäß- und Immunzellen Metabolite wahrnehmen und wie sie darauf reagieren. Eine zentrale Rolle spielen dabei G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR), die gezielt durch Metabolite wie Succinat, Lactat, Fett- oder Aminosäuren aktiviert werden.
Die Arbeitsgruppe von Claudia Stäubert untersucht die zelluläre Wahrnehmung von Metaboliten durch GPCR mit besonderem Fokus auf spezifische Immunzelltypen wie Makrophagen. Zentrale Frage ist, wie diese GPCR die Regulation und funktionelle Programmierung von Makrophagen in pro- oder antiinflammatorischen Phänotypen beeinflussen.

Prof. Dr.
Jes-Niels Boeckel

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​Atherosklerose ist eine der häufigsten Ursachen für Herzinfarkt und Schlaganfall und wird maßgeblich durch Veränderungen der Gefäßinnenwand vorangetrieben. Dabei können Endothelzellen ihre ursprüngliche Funktion verlieren und sich in bindegewebsartige Zellen umwandeln – ein Prozess, der als endothelial-mesenchymale Transition (EndMT) bezeichnet wird und zur Instabilität von Gefäßplaques beiträgt. Die zugrunde liegenden molekularen Mechanismen dieser Zellumwandlung sind bislang unzureichend verstanden. Der/Die Doktrand/in untersucht, wie Veränderungen der Genregulation während der Transkription – insbesondere eine beschleunigte Verlängerung neu gebildeter RNA durch den sogenannten Super Elongation Complex – die Entstehung von EndMT und die Plaqueentwicklung fördern. In experimentellen Modellen konnte gezeigt werden, dass eine pharmakologische Hemmung dieses Mechanismus die Umwandlung von Endothelzellen reduziert und atherosklerotische Plaques stabilisiert. Langfristig sollen daraus neue Therapieansätze entstehen, die gezielt die Gefäßinnenwand schützen und so das Risiko schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern.

Prof. Dr.
Uta Ceglarek

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​Von Zellen wahrgenommene oder aufgenommene Metaboliten sind wahrscheinlich Mediatoren für die Aufrechterhaltung von metabolischen Krankheiten. Die AG Ceglarek untersucht die Auswirkungen einer veränderten Lipidzusammensetzung in der Ernährung, z. B. Phytosterole, und deren Stoffwechsel auf die Zusammensetzung der Zellmembranen und die Zellfunktion, z. B. in Makrophagen. Zum Einsatz kommen dabei state of the art LC-MS/MS Analysen in Kombination mit Zellexperimenten und human Proben.







Prof. Dr.
Antje Körner

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​Die AG Körner untersucht Kinder, die einem Risiko für durch den Lebensstil bedingte kardiometabolische Erkrankungen ausgesetzt sind. Sie verfolgen folgende Ziele: (i) Validierung von Biomarkern und Entwicklung von Diagnosescores für Risikokinder, (ii) Untersuchung, welche molekularen Faktoren mit einer frühen kardiometabolischen Verschlechterung bei Kindern mit Adipositas in Verbindung stehen, und (iii) Feststellung, ob diese Faktoren Subphänotypen einer frühen und fortschreitenden kardiometabolischen Verschlechterung identifizieren.





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Prof. Dr.
Matthias Blüher

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​Die AG Blüher widmet sich der klinischen Adipositasforschung mit dem Ziel, die molekularen Grundlagen gestörter Energiebalance und metabolischer Dysregulation zu entschlüsseln. Adipositas betrifft rund 23 % der Bevölkerung in Deutschland und erhöht Morbidität und Mortalität erheblich. Trotz moderner Pharmakotherapien wie GLP-1- und Dual-Agonisten bleibt das Therapieansprechen heterogen und mechanistisch unzureichend verstanden. Im Fokus stehen metabolisches Gedächtnis im Fettgewebe, epigenetische Modifikationen, genetische Marker des Non-Response sowie Expressionssignaturen zur Subphänotypisierung. Methodisch vereint die AG hochauflösende RNA-Sequenzierung (inkl. Single-Nuclei und Spatial Transcriptomics), Serum-Proteomik, umfassende Phänotypisierung in metabolischen Kammern sowie die einzigartige Leipziger Fettgewebe-Biobank – ein ideales Umfeld für translational orientierte, personalisierte Adipositasforschung.

PD ​Dr.
Bilal Sheikh

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​Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas und Diabetes erhöhen das Risiko für Demenz um mehr als das Sechsfache — doch die zugrunde liegenden Mechanismen sind weitgehend unbekannt, und wirksame Präventionsstrategien fehlen bislang. Dieses Projekt zielt darauf ab, neuartige molekulare Zielstrukturen in Gefäßzellen des Gehirns zu identifizieren, die das Fortschreiten von Demenz verlangsamen oder stoppen könnten, insbesondere bei Menschen mit Stoffwechselstörungen. Das Projekt bietet die Möglichkeit, an der Spitze translationaler Forschung zu arbeiten und Entdeckungen sowohl in humanen Systemen als auch in modernen Tiermodellen zu testen. In Zusammenarbeit mit führenden pharmazeutischen Partnern werden wir die vielversprechendsten Targets in Richtung klinischer Anwendung vorantreiben. Insgesamt verspricht dieses Projekt, Grundlagenbiologie, Krankheitsmechanismen und praxisnahe Therapien miteinander zu verbinden — und so die Zukunft der Demenzprävention mitzugestalten.

Dr.
Hugo Zeberg

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Prof. Dr.
Johannes Krause

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​Zeberg und Krause untersuchen, wie Haplotypen, die von archaischen Menschen wie Neandertalern introgressiert wurden, wichtige menschliche Merkmale und Krankheitsverläufe beeinflussen. Sie integrieren unter anderem alte Genome mit modernen Biobankdaten, um Genomregionen zu identifizieren, die durch Selektion als Reaktion auf Ernährungsumstellungen im Zusammenhang mit dem Übergang zur Landwirtschaft in den letzten Jahrtausenden und den medizinischen Folgen von Fehlanpassungen geprägt sind. Medizinstudenten, die mit diesen PIs zusammenarbeiten, werden Allelfrequenzverläufe (vom Mesolithikum über das Neolithikum und die Bronzezeit bis zur Gegenwart) rekonstruieren, um Schlüssel-Loci (z. B. für die Fettsäure-Desaturierung, wie SLC16A11) zu identifizieren, diese Veränderungen mit kulturellen Übergängen in Verbindung zu bringen und die Wechselwirkung zwischen Genen und Umwelt zu modellieren. Die einzigartige Expertise der PIs in Kombination mit den Kohorten und klinischen Datensätzen bildet einen neuartigen Ansatz, um die Entwicklung kardiometabolischer Erkrankungen zu verstehen und so mögliche veränderbare Krankheitsmechanismen zu identifizieren. 

Alte Genome und heutige Gesundheit (Hugo Zeberg) - MPl für evolutionäre Anthropologie

Abteilung für Archäogenetik (Prof. Johannes Krause) - MPI für evolutionäre Anthropologie





Dr.
Rima Chakaroun

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​Die AG Chakaroun erforscht das Darmmikrobiom als dynamische Schnittstelle zwischen Ernährung, Hormonhaushalt und kardiometabolischer Gesundheit. Im Zentrum steht die Frage, wie Ernährungsmuster – insbesondere der Konsum verarbeiteter und unverarbeiteter Lebensmittel – die mikrobielle Gemeinschaft des Darms, ihre metabolischen Potenziale und letztlich die Gefäß- und Stoffwechselgesundheit formen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Wechselwirkung zwischen Mikrobiom und Hormonsystemen: Wir untersuchen, wie sich hormonelle Veränderungen – etwa in der Menopause oder bei Personen in einer Gegengeschlechtlichen Hormontherapie – auf die mikrobielle Ökologie auswirken und welche Konsequenzen dies für Stoffwechsel und Gesundheit hat. Methodisch verbinden wir Multi-Omics-Analysen großer Kohorten mit gezielten in-vitro-Experimenten und integrieren Mikrobiomdaten mit der Organphysiologie von Fettgewebe und Leber, um inter-organische Kommunikationswege zu kartieren. Unsere Arbeit ist eingebettet in ein aktives internationales Netzwerk mit Kooperationspartner:innen in Frankreich und Schweden – mit der Möglichkeit, im Rahmen gemeinsamer Projekte Forschungsaufenthalte im Ausland zu absolvieren und so wissenschaftliche Perspektiven über Grenzen hinweg zu verbinden.​

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Leitstelle (24h):
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