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Pressemitteilungen

 

 

Hochmodernes Herzkatheterlabor am UKL eröffnetUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Oft wird dann eine Untersuchung oder <img alt="Nehmen die feierliche Eröffnung des Herzkatheterlabors vor (v. l.)&#58; Prof. Dr. Ulrich Laufs, Direktor Klinik und Poliklinik für Kardiologie; Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand UKL; Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand UKL; Marco Schüller, Kaufmännischer Departmentleiter; PD Dr. Karsten Lenk, Geschäftsführender Oberarzt Klinik und Poliklinik für Kardiologie; Thomas Block, Pflegerische Teamleitung Herzkatheter; Tancred Lasch, Geschäftsführender Pflegerischer Departmentleiter." src="/presse/PressImages/Herzkatheterlabor-reduziert-68f617d67513e.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2025-10-19T22:00:00ZLeipzig. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind eine weltweite Volkskrankheit, die zu den häufigsten Todesursachen zählt. Jährlich werden 1,57 Millionen Menschen in Deutschland aufgrund von Herzkrankheiten stationär behandelt. Oft wird dann eine Untersuchung oder ein Eingriff in einem Herzkatheterlabor benötigt, um das Herz auf schonende Weise zu untersuchen und zu behandeln. Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL), das ein Cardiac Arrest Center für Patient:innen nach einem Herzkreislaufstillstand und eine Brustschmerz-Ambulanz für die kardiologische Notfallversorgung bereithält, stehen nach monatelangen Umbauarbeiten dafür nun zwei vollausgestattete Anlagen zur Verfügung, die zu den modernsten der Welt zählen.<p>Die neuen Herzkatheter, für die zwei Millionen Euro aus Mitteln des Freistaates Sachsen investiert wurden, haben bereits den Betrieb aufgenommen und kommen sowohl in der Notfallversorgung von Patient&#58;innen mit akuten Herzproblemen als auch bei der Behandlung bestehender Herzerkrankungen am UKL zum Einsatz. Die Anlagen sind hochfrequentiert; täglich erfolgen hier bis zu 20 Prozeduren. „Umso herausfordernder war der Umbau bei laufendem Betrieb“, beschreibt Prof. Ulrich Laufs, Direktor der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/kardiologie">Klinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Leipzig</a>, die Situation der vergangenen Monate.<br><br>Dank des großen Einsatzes aller Beteiligten erfolgte die Versorgung der Patient&#58;innen in dieser Zeit ohne Abstriche, obwohl alte Geräte ersetzt und neue eingebaut wurden, einschließlich des Umbaus der Räume für die Vorbereitung und Nachbereitung. Im Ergebnis stehen den UKL-Kardiologen jetzt in unmittelbarer räumlicher Nähe zur Intensivstation, dem Herzecholabor sowie dem Herz-MRT zwei der weltweit modernsten Herzkatheteranlagen mit neuesten Technologien zur Verfügung.<br><br>„Wir erhalten damit während der Untersuchungen und Eingriffe ein besseres Bild von der Situation der Gefäße am Herzen, können aber gleichzeitig die dafür erforderliche Strahlenbelastung wesentlich verringern“, so Laufs. Die Anlagen liefern zudem zusätzliche Informationen, die den Kardiologen helfen, die Eingriffe schneller und auch präziser durchzuführen. „Mit der neuen Technologie können wir jetzt sogenannte Hochrisiko-Plaques identifizieren und entsprechend behandeln “, ergänzt PD Dr. Karsten Lenk, der Leiter des <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/kardiologie/behandlungsangebote/herzkatheter">Herzkatheterlabors am UKL</a>. „Insgesamt profitieren hier in hohem Maße unsere Patient&#58;innen von den technischen Neuerungen und dem ausgebauten Überwachungsbereich, aber auch die Mitarbeiter&#58;innen, die einer wesentlich geringeren Strahlenbelastung ausgesetzt sind.“<br><br><strong>Was ist ein Herzkatheterlabor?&#160;</strong><br><br>Bei einer Untersuchung in einem Herzkatheterlabor werden in speziellen Räumen das Herz und die Herzkranzgefäße mit feinen Schläuchen, den sogenannten Kathetern, untersucht und behandelt – ohne große Operationen durchführen zu müssen. Dazu werden die Katheter über ein Blutgefäß, am UKL häufig über den Arm, eingeführt und bis zum Herzen geschoben. Darüber wird ein Kontrastmittel in die Blutgefäße gegeben, mit dessen Hilfe dank der gleichzeitig eingesetzten Röntgentechnik Engstellen oder Verschlüsse sichtbar werden. Anschließend erfolgt direkt die Behandlung – über den Katheter werden Stents eingeführt, die als kleine Gefäßstützen an den verengten Stellen platziert werden und die Gefäße offenhalten. Das alles erfolgt unter sterilen Bedingungen, ähnlich wie in einem Operationssaal.<br><br><strong>Dank an alle Beteiligten</strong><br><br>„Wir sind äußerst froh darüber, dass die sächsische Landesregierung uns die dringend erforderliche Modernisierung unserer alten Herzkatheteranlagen mit der Bereitstellung der notwendigen Mittel in Höhe von zwei Millionen Euro ermöglicht hat“, sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/">Universitätsklinikums Leipzig.</a> „Diese Mittel kommen ganz unmittelbar den Menschen in Leipzig und der Region zugute, die nun weiterhin eine hochwertige herzmedizinische Versorgung auf Spitzenniveau erhalten“.&#160;<br><br>Josten bedankte sich beim Team der Kardiologie sowie allen an den Baumaßnahmen und der Inbetriebnahme beteiligten Mitarbeiter&#58;innen des UKL. „Dieser Umbau erfolgte ganz ohne Einschnitte in der Versorgung unserer kardiologischen Patient&#58;innen“, so Prof. Josten. „Das war eine meisterhafte Teamleistung, die nur dank dem Einsatz sehr vieler Menschen aus allen Berufsgruppen und unterschiedlichen Bereichen unseres Hauses so möglich war. Vielen Dank dafür an alle in Namen unserer Patient&#58;innen!“&#160;<br><br>Mehr über das Thema erfahren Sie hier&#58; <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/kardiologie/informationen-für-patienten/was-passiert-im-herzkatheterlabor">Was passiert im Herzkatheterlabor?</a></p>
„Innovationen in der Inneren Medizin“: Fachübergreifende Neuigkeiten kompakt und praxisnah Universitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig , bereits zum siebten Mal zu ihrer 2025-09-03T22:00:00ZLeipzig. Die fünf internistischen Kliniken des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) laden am Samstag, 13. September 2025, bereits zum siebten Mal zu ihrer gemeinsamen Fortbildung „Innovationen in der Inneren Medizin“ ein.<p>Unter der Leitfrage <i>„</i>Was sollte jeder Internist wissen?<i>“</i> werden aktuelle Erkenntnisse und Fortschritte aus den verschiedenen Teilgebieten der Inneren Medizin zusammengefasst und kritisch eingeordnet. Ziel ist es, den Beitrag neuer Entwicklungen für die klinische Praxis praxisnah zu bewerten und gemeinsam zu diskutieren.</p><p>Das Programm umfasst Vorträge zu Metabolismus, Nephrologie, Onkologie, Kardiologie, Hämatologie, Angiologie, Gastroenterologie und Rhythmologie.</p><p>&#160;</p><p>Neben den fachlichen Impulsen steht auch die Verleihung des Innovationspreises für klinische Forschung in der Inneren Medizin im Mittelpunkt. Der mit 2.000 Euro dotierte Preis würdigt Publikationen junger Wissenschaftler&#58;innen, die einen wesentlichen Beitrag zum Fortschritt in Diagnostik oder Therapie leisten.</p><p>Die wissenschaftliche Leitung der Veranstaltung übernehmen Prof. Dr. Ulrich Laufs (Kardiologie), Prof. Dr. Florian Lordick (Onkologie, Gastroenterologie, Hepatologie und Pneumologie), Prof. Dr. Dierk Scheinert (Angiologie) sowie Prof. Dr. Michael Stumvoll (Endokrinologie, Nephrologie und Rheumatologie).</p><p>&#160;</p><p>Neben der Präsenzveranstaltung in Leipzig wird die Fortbildung zeitgleich als Hybrid-Event angeboten&#58; Alle Vorträge werden live übertragen und stehen auch überregional im virtuellen Raum zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung erfolgt online.</p><p><strong>&#160;</strong></p><p><strong>Zeit &amp; Ort&#58;</strong><br>Samstag, 13. September 2025, 8&#58;45 – 13&#58;30 Uhr<br>Großer Hörsaal Haus E&#160;</p><p>Universitätsklinikum Leipzig, Liebigstraße 27, 04103 Leipzig<br>Online unter&#58; <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.ukl-live.de/innovationen?utm_source=chatgpt.com">www.ukl-live.de/innovationen</a></p><p>&#160;</p>
Schlaganfallrisiken Bluthochdruck und VorhofflimmernUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Auf dem Bild von links: Prof. Tom <img alt="Auf dem Bild von links&#58; Prof. Tom Lindner, Prof. Dominik Michalski, Prof. Rolf Wachter." src="/presse/PressImages/I-20250508077964-681c7ff70d19c.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2025-05-07T22:00:00ZLeipzig. In Deutschland erleiden jährlich rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Laut Statistik sterben bis zu 40 Prozent der Betroffenen innerhalb des ersten Jahres, bis zu 60 Prozent sind auch ein Jahr nach dem Schlaganfall auf Therapien oder Pflege angewiesen. Damit zählt der Schlaganfall zu den sogenannten Volkskrankheiten. Dabei gehen die Expert:innen davon aus, dass ein großer Teil der Schlaganfälle vermieden werden könnte.<p style="text-align&#58;justify;">Um für die Erkrankung zu sensibilisieren, stellt die <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.schlaganfall-hilfe.de/de/start">Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe</a> den diesjährigen bundesweiten „Tag gegen den Schlaganfall“ am 10. Mai unter das Motto „Stopp den Schlaganfall“ und fokussiert dabei auf typische Risikofaktoren der Erkrankung. Hierzu zählen neben anderen der Bluthochdruck und das Vorhofflimmern. Beide gelten als wesentliche Ursachen für einen Schlaganfall – nicht zuletzt, weil sie oft zu spät erkannt und nicht konsequent behandelt werden. Diese Erfahrung machen auch Prof. Dr. Dominik Michalski, Oberarzt der Schlaganfallspezialstation der Klinik und <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/neurologie">Poliklinik für Neurologie</a>, Prof. Dr. Tom Lindner, Leiter des <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/medizinische-klinik-3/bereich-nephrologie">Bereichs Nephrologie</a>, und Prof. Dr. Rolf Wachter, stellvertretender Direktor der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/kardiologie">Klinik und Poliklinik für Kardiologie</a>, die am <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/">Universitätsklinikum Leipzig (UKL)</a> gemeinsam Betroffene behandeln.</p><p style="text-align&#58;justify;"><br><strong>Was genau passiert bei einem Schlaganfall?</strong><br>&#160;</p><p style="text-align&#58;justify;"><strong>Prof Michalski&#58;</strong> Bei einem Schlaganfall liegt meist ein plötzlich auftretender Gefäßverschluss vor, der zu einer Mangelversorgung des Gehirns mit Blut und Sauerstoff führt. Folge ist eine gestörte Funktion oder sogar ein Absterben der Nervenzellen innerhalb des betroffenen Hirngebiets, was zu Symptomen wie beispielsweise halbseitigen Gefühlsstörungen und Lähmungen, aber auch Sprach- bzw. Sprechstörungen führen kann. Der zu Grunde liegende Gefäßverschluss entsteht entweder durch Veränderungen in den Gefäßwänden, die sogenannte Arteriosklerose, die sich über einen längeren Zeitraum ausgebildet haben, oder ein Blutgerinnsel, welches über die Blutbahn transportiert wird und in dieser steckenbleibt. Bei einer anderen Form des Schlaganfalls, der sogenannten Hirnblutung, kommt es dagegen zu einem Einriss eines Gefäßes innerhalb des Gehirns. Dadurch tritt Blut aus, was zu einer Beeinträchtigung der Nervenzellen führt.</p><p style="text-align&#58;justify;">&#160;</p><p style="text-align&#58;justify;"><strong>Welche Risikofaktoren für Schlaganfälle gibt es?</strong><br>&#160;</p><p style="text-align&#58;justify;"><strong>Prof. Michalski&#58;</strong> Es existieren vielfältige Risikofaktoren für einen Schlaganfall, die bei Betroffenen individuell in unterschiedlichem Ausmaß ausgeprägt sein können. Neben dem Rauchen, der fehlenden körperlichen Bewegung und dem Übergewicht sowie Störungen des Fett- und Zuckerstoffwechsels sind das vor allem der Bluthochdruck und das Vorhofflimmern, eine besondere Form der Herzrhythmusstörung.</p><p style="text-align&#58;justify;">&#160;</p><p style="text-align&#58;justify;"><strong>Warum nehmen der Bluthochdruck und das Vorhofflimmern eine so besondere Rolle ein?</strong><br>&#160;</p><p style="text-align&#58;justify;"><strong>Prof. Michalski&#58;</strong> Beide Risikofaktoren können über einen längeren Zeitraum unentdeckt bleiben, weil sie für sich genommen nicht unbedingt Beschwerden verursachen. Genau hier liegt die Gefahr, denn oft werden beide Risikofaktoren erst im Rahmen medizinischer Untersuchungen oder sogar erst nach dem eingetretenen Schlaganfall erkannt.</p><p style="text-align&#58;justify;">&#160;</p><p style="text-align&#58;justify;"><strong>Prof. Lindner&#58; </strong>Hinzu kommt, dass der Blutdruck zu den gut beeinflussbaren Risikofaktoren gehört, sodass mit einer konsequenten Therapie ein echter Beitrag zur Verhinderung von Schlaganfällen geleistet werden kann.</p><p style="text-align&#58;justify;">&#160;</p><p style="text-align&#58;justify;"><strong>Prof. Wachter&#58;</strong> Beim Vorhofflimmern ist es ähnlich – einmal nachgewiesen, gibt es effektive Methoden, die zu einer Senkung des Risikos für einen Schlaganfall führen. Hierzu zählt in erster Linie die Anwendung sogenannter Antikoagulanzien, die, vereinfacht gesagt, zu einer Blutverdünnung führen und damit die Bildung von Gerinnseln verhindern sollen.</p><p style="text-align&#58;justify;">&#160;</p><p style="text-align&#58;justify;"><strong>Wie kann man vor diesem Hintergrund einem Schlaganfall am besten vorbeugen?</strong><br>&#160;</p><p style="text-align&#58;justify;"><strong>Prof. Lindner&#58; </strong>Für den Blutdruck gilt, dass er regelmäßig gemessen werden sollte. Dies kann in der betreuenden hausärztlichen Praxis oder auch mit einem eigenen Blutdruckgerät zu Hause erfolgen. Im Optimalfall misst man den Blutdruck morgens und abends jeweils zwei- bis dreimal in sitzender Position nach einer Ruhezeit von circa fünf Minuten. Mit den hierbei aufgeschriebenen Werten und einer eventuell noch ergänzten Langzeit-Blutdruckmessung über einen oder mehrere Tage, wofür entsprechende Geräte existieren, können die betreuenden Hausärzt&#58;innen entscheiden, ob ein Bluthochdruck vorliegt und eine Behandlung notwendig ist.</p><p style="text-align&#58;justify;">&#160;</p><p style="text-align&#58;justify;"><strong>Prof. Wachter&#58;</strong> Das Vorhofflimmern wird klassischerweise mit einem EKG diagnostiziert, das entweder in der hausärztlichen Praxis oder im Krankenhaus durchgeführt wird. In der Primärprophylaxe, das heißt vor einem Schlaganfall, liegen keine Empfehlungen zur Frage vor, wie oft ein solches EKG bei sonst gesunden Personen erfolgen soll. Bei Beschwerden wie einem Herzstolpern oder einem phasenweise beschleunigten Puls, sollte ein EKG jedoch zur Routinediagnostik gehören. Unklar ist aktuell noch, welchen Stellenwert moderne Technologien in manchen Smart Watches bei der Erkennung des Vorhofflimmerns haben. Sicher ist aber, dass ein häufigeres Suchen nach einem Vorhofflimmern auch mit einem häufigeren Nachweis einhergeht.</p><p style="text-align&#58;justify;">&#160;</p><p style="text-align&#58;justify;"><strong>Was tun, wenn es doch zu einem Schlaganfall kommt und erhöhte Blutdruckwerte vorliegen bzw. ein Vorhofflimmern festgestellt wird?</strong><br>&#160;</p><p style="text-align&#58;justify;"><strong>Prof. Michalski&#58;</strong> Im Falle eines Schlaganfalls überprüft die behandelnden Schlaganfallspezialstation die typischen Risikofaktoren und ergänzt in Abhängigkeit von den Begleiterkrankungen auch noch eine Suche nach seltenen Ursachen. Meine Kollegen und ich sind uns einig, dass die von den Fachgesellschaften ausgearbeiteten konkreten Empfehlungen zur Behandlung individuell vorliegender Risikofaktoren einen echten medizinischen Fortschritt darstellen. So wird langfristig ein Blutdruck von weniger als 140/90 angestrebt. Bei guter Verträglichkeit kann der Blutdruck sogar auf systolische Werte von 120 bis 130 gesenkt werden, wofür mehrere Präparate innerhalb der Gruppe der sogenannten Antihypertensiva zur Verfügung stehen. Wird ein Vorhofflimmern festgestellt oder ist dieses bereits aus zurückliegenden Untersuchungen bekannt, sollten die bereits erwähnten Antikoagulanzien eingesetzt werden, sofern keine Gründe gegen deren Anwendung vorliegen. Wichtig ist, dass diese Präparate dabei konsequent eingenommen, das heißt nicht vergessen oder unbegründet in einer reduzierten Dosis eingenommen werden, da dies mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle einhergehen kann.</p><p style="text-align&#58;justify;">&#160;</p><p style="text-align&#58;right;">&#160;</p>
Herzzentrum Leipzig und Universitätsklinikum Leipzig arbeiten bei neuer Therapiemethode für Herzrhythmusstörungen zusammenUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Franziska Nägler (v. l. n. r <img alt="Priv.-Doz. Dr. med. Sotirios Nedios, Priv.-Doz. Dr. med. Kerstin Bode, Daniel Hrivnak, Prof. Dr. Dr. med. Nils Nicolay, Dr. med. Franziska Nägler (v. l. n. r.)" src="/presse/PressImages/pic_20250204170234_46389f11f0.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2025-02-09T23:00:00ZDas Herzzentrum Leipzig und das Universitätsklinikum Leipzig haben erfolgreich eine neue Therapiemethode bei einem Patienten mit einer potenziell lebensgefährlichen Herzrhythmusstörung angewendet. Bei der sogenannten "stereotaktischen Arrhythmie-Radioablation" (STAR) wird das betroffene Gewebe in einem hochmodernen Verfahren mit einer hochdosierten Strahlung in höchster Präzision behandelt, um die elektrische Erregbarkeit dieses Areals zu vermindern. Das neue Verfahren wollen beide Kliniken auch künftig gemeinsam anbieten. <p>Patienten mit schwersten Herzerkrankungen, wie sie etwa nach einem Herzinfarkt auftreten, leiden häufig an Herzrasen aus den Herzkammern (ventrikuläre Tachykardie) - einer potenziell lebensgefährlichen Herzrhythmusstörung. Im Normalfall wird hier eine kathetergestützte Ablation durchgeführt, bei der die betroffenen Gewebeareale im Herzen gezielt verödet werden. Doch bei manchen Patienten sind diese Areale nur schwer zugänglich oder die Ablation zeigt keine ausreichende Wirkung.&#160;<br><br>Mit der stereotaktischen Arrhythmie-Radioablation (STAR) können genau diese Herausforderungen überwunden werden. Dabei handelt es sich um ein nicht-invasives hoch präzises Verfahren, bei dem die betroffenen Narbenareale des Herzens sehr genau und einmalig mit hochdosierter Strahlentherapie behandelt werden. Dies verändert die elektrische Erregbarkeit des Herzens und minimiert so das Risiko weiterer potentiell lebensgefährlicher Rhythmusstörungen.&#160;<br><br>Die Therapie ist möglich durch die enge Zusammenarbeit der Abteilung für Rhythmologie am <a href="https&#58;//www.helios-gesundheit.de/standorte-angebote/kliniken/leipzig-herzzentrum/">Herzzentrum Leipzig</a> unter Leitung von Priv.-Doz. Dr. med. Kerstin Bode und der zum <a href="/">Universitätsklinikum Leipzig</a> gehörenden <a href="/einrichtungen/strahlentherapie">Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie</a> unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Dr. Nils Nicolay.&#160;<br><br><strong>Für welche Patientengruppen kommt STAR in Frage?<br><br></strong>Die STAR-Therapie bietet sich insbesondere für zwei Gruppen von Patienten an&#58;<br><br>- Patientinnen und Patienten mit schwersten strukturellen Herzerkrankungen, bei denen die medikamentöse Therapie und die vorangegangenen Ablationen nicht den gewünschten Effekt erzielt haben.<br><br>- Patientinnen und Patienten mit einer oder zwei mechanischen Herzklappen, bei denen eine kathetergestützte Behandlung aufgrund technischer Einschränkungen nicht durchführbar ist.<br><br><strong>Technik und Herausforderungen der STAR-Therapie<br><br></strong>Im Gegensatz zu statischen Organen wie Darm oder Leber bewegt sich das schlagende Herz ständig - eine der großen Herausforderungen bei der Planung und Durchführung der Bestrahlung. &quot;Um die betroffenen Areale möglichst präzise lokalisieren zu können, fusionieren wir die Bilddaten aus der CT-Untersuchung mit elektrophysiologischen Mapping-Daten, die im Vorfeld erstellt wurden&quot;, erläutert Privatdozentin Dr. Kerstin Bode. &quot;So können wir die krankheitsverursachenden Bereiche in der Bildgebung millimetergenau identifizieren und markieren. Ziel ist es, die umliegenden Gewebe bei der Bestrahlung so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.&quot; Die aufwendige Vorbereitung wurde federführend durch Privatdozent Dr. Sotirios Nedios aus dem Herzzentrum und Dr. Franziska Nägler aus der Poliklinik für Strahlentherapie umgesetzt.<br><br><strong>Genauigkeit im Millimeterbereich<br><br></strong>&quot;Die Bestrahlung erfolgt unter Einsatz eines sogenannten Linearbeschleunigers der neuesten Generation. Wir erreichen dadurch eine hochpräzise Kontrolle der Strahlendosis mit einer Genauigkeit im Millimeterbereich&quot;, erläutert Prof. Nils Nicolay. &quot;Durch die spezielle Konstruktion des Gerätes sind wir in der Lage, selbst kleinste Bestrahlungsbereiche sicher mit der notwendigen hohen Dosis zu versorgen. Zusätzlich ermöglichen es modernste Bildgebungssysteme im Behandlungsraum, in Echtzeit die Bewegung von Herz und Lunge zu überwachen und kleinste Abweichungen während der Behandlung sofort zu korrigieren.&quot; Die Behandlung ist für den Patienten absolut schmerzfrei und kann bei vollem Bewusstsein durchgeführt werden. <br><br>Bei dem ersten Patienten zeigte sich schon nach wenigen Wochen eine deutliche Beruhigung der Herzrhythmusstörungen. Dieser Erfolg - insbesondere, weil alle Therapien davor keine Besserung gebracht hatten - bestärkte Herzzentrum Leipzig und Universitätsklinikum Leipzig darin, weiterhin eng für die Behandlung dieser gefährlichen Rhythmusstörungen zusammenzuarbeiten. Ziel ist es, durch die Verbindung von fachlicher Expertise und hochmoderner Technik den Patienten diese vielversprechende neue Therapiemethode anzubieten und sie während ihrer Behandlung nahtlos begleiten zu können.<br><br><strong>Neue Lebensqualität<br><br></strong>Der Patient, der 37-jährige Daniel Hrivnak, war bei bester Gesundheit, als eine zunächst unentdeckte Herzmuskelentzündung sein Herz stark beschädigte. Er kollabierte im Schwimmbad mit lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen und musste reanimiert werden. Seitdem kämpfte der gebürtige Quedlinburger mit immer wiederkehrenden Herzrhythmusstörungen. Nach medikamentöser Therapie und mehreren Ablationen, die das Herzrasen nicht beheben konnten, wurde ihm zur Strahlentherapie geraten. &quot;Mir wurde letztes Jahr, passend zu Weihnachten, neue Lebensqualität geschenkt - vom bettlägerigen Patienten werde ich langsam wieder zum alltagstauglichen Menschen. Seit dem Eingriff hatte ich keine einzige lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung mehr. Meine Familie und ich sind den Ärzten vom Herzzentrum Leipzig und dem Universitätsklinikum Leipzig unendlich dankbar&quot;, beschreibt Hrivnak.&#160;<br><br><strong>Für Rückfragen zur STAR-Therapie können sich Patientinnen und Patienten gerne wenden an&#58;<br><br></strong>- Kommunikationscenter der Abteilung für Rhythmologie am Herzzentrum Leipzig&#58; Telefon&#58; (0341) 865-1413, -1431 oder per E-Mail unter termine.herzzentrum@helios-gesundheit.de<br><br>- Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie am Universitätsklinikum Leipzig; Telefon&#58; (0341) 97-18400 / E-Mail&#58; strahlen@medizin.uni-leipzig.de<br><br>- Rhythmologische Ambulanz, Klinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Leipzig; Telefon&#58; (0341) 97-12415 / E-Mail&#58; kardiologie@uniklinik-leipzig.de</p>
Stärke Dein Herz!Universitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Ein Blick in die Statistik macht die <img alt="" src="/presse/PressImages/pic_20241121090836_e747ddbea9.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2024-11-20T23:00:00ZLeipzig: Luftnot beim Treppensteigen, dicke Beine, Panikattacken, wenn das Herz wieder einmal rast – Herzschwäche ist nicht nur eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland, sondern schränkt auch wie nur wenige andere Krankheiten die Betroffenen massiv in ihrer Lebensqualität ein. Zwar lässt sich eine Herzschwäche mittlerweile gut behandeln. Spezialisten wie Prof. Dr. med. Ulrich Laufs, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL), raten dennoch dazu, der Erkrankung vorzubeugen. "Stärke Dein Herz – Herzschwäche erkennen und behandeln" ist denn auch das Motto der diesjährigen Herzwochen. Das UKL unterstützt die Aufklärungskampagne der Deutschen Herzstiftung mit einer Veranstaltung für Betroffene, Angehörige und Interessierte in den Salles de Pologne am 28. November 2024. <p>Ein Blick in die Statistik macht die Bedeutung des Themas offensichtlich. Demnach werden rund 440.000 Menschen mit Herzschwäche pro Jahr in Deutschland ins Krankenhaus eingeliefert. Ihre Überlebenschancen sind in den vergangen Jahren gestiegen, gleichzeitig aber auch die Wahrscheinlichkeit, an einer Herzinsuffizienz, wie die Herzschwäche in der Fachsprache heißt, zu erkranken. Ursache hierfür ist die zunehmende Alterung unserer Bevölkerung. Für Prof. Ulrich Laufs ein Grund mehr, über Herzschwäche und ihre Behandlung aufzuklären. &quot;Dank kontinuierlicher Forschung und Entwicklung können wir Patient&#58;innen mit Herzinsuffizienz immer besser behandeln&quot;, sagt der Kardiologe, &quot;sei es mit Medikamenten oder operativen Eingriffen an den verschiedenen Herzklappen.&quot; Auch im Bereich Herz-Rhythmus-Störungen habe sich viel getan. &quot;Hier haben wir die Möglichkeit, Patient&#58;innen noch schonender und auch noch schneller zu behandeln - insbesondere das häufige Vorhofflimmern.&quot;&#160;<br><br>Mit Blick auf die Schwere der Erkrankung klärt Prof. Laufs seine Patient&#58;innen parallel über die Möglichkeiten der Vorbeugung auf. Hier spielt Bewegung eine große Rolle. &quot;Mit Sport lässt sich ein schwaches Herz nachhaltig stärken - vorausgesetzt die körperliche Belastung passt zum Krankheitsbild. Das sollten Herzpatient&#58;innen immer mit ihren behandelnden Ärzt&#58;innen besprechen.&quot;&#160;<br><br>Gelegenheit dazu bieten die Sprechstunden der kardiologischen Ambulanzen des <a href="/">UKL</a> - und die Veranstaltung von Prof. Laufs und Kolleg&#58;innen anlässlich der Herzwochen der <a href="https&#58;//herzstiftung.de/">Deutschen Herzstiftung</a>. In diesem Rahmen wird es verschiedene Vorträge und ein Reanimationstraining geben. Im Anschluss daran stehen die Spezialist&#58;innen für allgemeine und individuelle Gespräch zur Verfügung.&#160;<br><br><strong>&quot;Stärke Dein Herz! Herzschwäche erkennen und behandeln&quot;&#160;<br></strong>Veranstaltung im Rahmen der Herzwoche<br>Donnerstag, 28. November 2024<br>17&#58;00 - 20&#58;00 Uhr<br><br><a href="http&#58;//www.ukl-live.de/herzmedizin">www.ukl-live.de/herzmedizin</a></p>

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