Sie sind hier: Skip Navigation LinksKlinik und Poliklinik für Kardiologie

Pressemitteilungen

 

 

Laufen hält die Zellen jung<img alt="Prof. Ulrich Laufs. Direktor der Klinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Leipzig." src="/presse/PressImages/pic_20181128133318_311359ed49.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-11-27T23:00:00ZLeipzig. Kardiologen des Universitätsklinikums Leipzig konnten in einer aktuellen Studie zeigen, dass Ausdauertraining wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen die zelluläre Alterung vermindert. Dieser Effekt ist jedoch nicht nach reinem Kraft-Training zu beobachten. Diese Ergebnisse wurden in der heutigen Ausgabe des European Heart Journal veröffentlicht. <p>In der klinisch-experimentellen Studie im Bereich Kardiologie/Sportmedizin unter dem Titel &quot;Differential effects of endurance, interval, and resistance training on telomerase activity and telomere length in a randomized, controlled study&quot; wurden die molekularen und zellulären Wirkungen von körperlicher Aktivität untersucht und verglichen. Das Ergebnis sind neue Erkenntnisse zu den Effekten von Ausdauersport (aerobes Training und hochintensives Intervalltraining) und Krafttraining auf die Zellalterung.</p> <p>&quot;Wir konnten anhand von Blutzellen belegen, dass beide Ausdauertrainingsarten wichtige Regulatoren der Zellalterung, und zwar die Telomeraseaktivität und die Telomerlänge, günstig beeinflussten&quot;, erklärt Prof. Ulrich Laufs, Leiter der Studie und Direktor der Klinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Leipzig. &quot;Bei Krafttraining hingegen war dies nicht der Fall.&quot; Die Telomeraseaktivität und Telomerlänge gelten als wichtige Indikatoren für den Alterungsprozess der Zellen und deren Regenerationsfähigkeit, mit Auswirkungen auf ein gesundes Altern insgesamt. Entsprechend zeigten die Forscher auch mögliche Mechanismen dieser Effekte auf die Regulation gefäßschützender Substanzen wie Stickstoffmonoxid.<br><br>In dieser ersten Studie zu diesem Thema wurden 266 im Schnitt ca. 50-jährige gesunde Probanden ohne vorherige Sporterfahrungen untersucht. Die Studienteilnehmer absolvierten ein genau dosiertes, kontrolliertes und überwachtes Training über sechs Monate, jeweils drei mal 45 Minuten pro Woche. Vor und nach der Studie erfolgten Belastungstests und Blutentnahmen zur Isolation von Zellen aus dem Blut.<br><br>&quot;Unsere Ergebnisse zeigen, dass durch gezieltes Training ein eindeutiger positiver Vorsorge-Effekt erzielt werden kann&quot;, so Laufs. Gerade die kardiovaskuläre Zellalterung könne günstig beeinflusst werden, zudem könnte auf der Basis telomer-abhängiger Parameter die zelluläre Antwort auf ein Training gemessen und gesteuert werden. Laufs&#58; &quot;Unseren Patienten können wir also künftig auf der Basis dieser Ergebnisse mit Blick auf die Herzgesundheit klar raten&#58; Krafttraining kann eine Ergänzung zum Ausdauertraining sein, aber kein Ersatz.&quot;</p> <p>Publikation&#58;<br>&quot;<em>Differential effects of endurance, interval and resistance training on telomerase activity and telomere length in a randomized, controlled study&quot;,</em><br>by Christian Werner et al. European Heart Journal. doi&#58;10.1093/eurheartj/ehy585</p> <p>&#160;</p>
Herz außer Takt – UKL-Ärzte informieren über Vorhofflimmern<img alt="Zur diesjährigen Herzwoche informieren die UKL-Experten der Klinik und Poliklinik für Kardiologie am 6. November im Neuen Rathaus von Leipzig über das Thema Vorhofflimmern." src="/presse/PressImages/pic_20181101113808_8c5433a601.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-10-31T23:00:00ZInnerhalb der diesjährigen Herzwoche lädt die Klinik und Poliklinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Leipzig zu einer Informationsveranstaltung in den Festsaal des Neuen Rathauses ein. "Unter dem Motto ,Herz außer Takt' hat die Deutsche Herzstiftung in diesem Jahr das Thema Vorhofflimmern in den Mittelpunkt gerückt", sagt Prof. Dr. Ulrich Laufs, Direktor der Klinik. "Meine Mitarbeiter und ich werden in Vorträgen, bei einer Podiumsdiskussion und mit der Möglichkeit zum persönlichen Gespräch über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten dieser Herzrhythmusstörung informieren." <p><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">Nach Grußworten von Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und der Deutschen Herzstiftung wird das Herz im bewegten Bild gezeigt. &quot;Durch Ultraschallaufnahmen wird den interessierten Besuchern der Unterschied deutlich gemacht, wie ein gesundes und wie ein krankes Herz schlägt&quot;, so Prof. Laufs. Danach wird erläutert, wie das Vorhofflimmern erkannt und behandelt werden kann. &quot;Wir setzen auf patientenverständliche Erläuterungen, die auf Erkenntnissen der Leipziger Universitätsmedizin beruhen&quot;, betont der <a href="/einrichtungen/kardiologie" rel="ext" target="_blank">Leipziger Kardiologe</a>. Ein weiterer Vortrag beschäftigt sich mit Blutverdünnern von ASS bis Falithrom&#58; Was ist im Alltag zu beachten? Zudem werden neue Behandlungsmöglichkeiten bei Vorhofflimmern erläutert, wie die Katheterablation, bei der krankhafte Bereiche des Herzmuskelgewebes gezielt verödet werden.</span></p> <p><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">Bei der anschließenden Podiumsdiskussion stehen die Fragen der Besucher im Mittelpunkt. Auch Prof. Laufs hat als Moderator der Runde patientenbezogene Fragen im Köcher, wie zum Beispiel&#58; Kann ich als Herzpatient in die Sauna? Was kann der Herzpatient sich im Urlaub zumuten - und was lieber nicht? <br><span style="font-family&#58;Calibri;"><span style="color&#58;#000000;">&quot;Wir bieten am 6. November den Besuchern von &#160;</span><span style="color&#58;#000000;">,Herz außer Takt' eine ,Speaker’s corner' an, also die Gelegenheit, mit den Referenten ins persönliche Gespräch zu kommen. Bei unseren zurückliegenden Veranstaltungen kam dieses Angebot immer gut an&quot;, sagt Prof. Laufs.</span></span></span></p> <p><strong><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">&#160;<span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">Info&#58;</span></span></strong></p> <p><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">&quot;Herz außer Takt&quot; - Informationsveranstaltung im Rahmen der Herzwoche</span></p> <p><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">Dienstag, 6. November 2018</span></p> <p><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">17 bis 19.15 Uhr</span></p> <p><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">Festsaal im Neuen Rathaus</span></p> <p><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">Martin-Luther-Ring 4-6<br></span></p> <p><strong><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">Anmeldungen bitte unter&#58; </span></strong></p> <p><span style="font-family&#58;Calibri;"><span style="color&#58;#000000;">Tel&#58; 0341 97 14 192&#160; </span><span style="color&#58;#000000;">oder</span></span></p> <p><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">E-Mail&#58; <a href="mailto&#58;veranstaltungsmanagement@uniklinik-leipzig.de">veranstaltungsmanagement@uniklinik-leipzig.de</a> </span></p>
Universitäres Cardiac Arrest Center stellt Arbeit der Einrichtung vor<img alt="Logo Herzmedizin" src="/presse/PressImages/pic_20181019102443_112277ea65.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-10-18T22:00:00ZLeipzig. Im April dieses Jahres ist am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) das Universitäre Cardiac Arrest Center (UCAC) etabliert worden. Hier können schwer kranke Patienten, die außerhalb des Krankenhauses einen Herzkreislaufstillstand ("Cardiac Arrest") erlitten und wiederbelebt werden mussten, sehr schnell und umfassend weiterbehandelt werden. Mit einem Minisymposium am 24. Oktober stellt sich die Einrichtung ihren klinischen Partnern und den Mitarbeitern des Rettungs- und Notarztdienstes noch einmal vor. <p><span style="color&#58;#000000;">Unter der wissenschaftlichen Führung von Prof. André Gries, Leiter der <a href="/einrichtungen/notaufnahme" rel="ext" target="_blank">Zentralen Notfallaufnahme</a> am UKL, und Prof. Ulrich Laufs, Direktor der Klinik und Poliklinik für&#160;<a href="/einrichtungen/kardiologie" rel="ext" target="_blank">Kardiologie</a> am UKL, &#160;</span><span style="color&#58;#000000;">werden die wesentlichen Schritte der medizinischen Versorgung durch die Rettungs- und Notarztdienste und die an der Versorgung reanimierter, das heißt wiederbelebter Patienten am UCAC beteiligten klinischen Fachdisziplinen vorgestellt. Dabei stehen Referate im Vordergrund, wie durch die Etablierung eines CAC die Prognose verbessert wird. Die UKL-Experten referieren außerdem über kardiologische Interventionen nach Reanimationen und über die Betreuung der Patienten auf der Intensivstation. Nach Vorträgen und Diskussion besteht Gelegenheit zu Gespräch und Erfahrungsaustausch. <br>Die zweistündige Fachveranstaltung im Haus 4, Liebigstraße 20, beginnt um 17 Uhr. </span></p>
Früherkennung von Vorhofflimmern durch 10-Tage-Langzeit-EKG deutlich verbessert<img alt="Studienleiter Prof. Rolf Wachter kam 2017 vom Uniklinikum Göttingen ans UKL. Der Kardiologe plant bereits eine größere Folgestudie." src="/presse/PressImages/pic_20181018131852_8afe805c09.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-10-17T22:00:00ZLeipzig. Die Früherkennung von Vorhofflimmern bei Schlaganfallpatienten verbessert sich in erheblicher Weise, wird bei diesen Patienten mehrfach ein zehntägiges Langzeit-EKG durchgeführt. Das ist das Ergebnis einer dreijährigen Studie, die von Prof. Rolf Wachter, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Kardiologie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL), geleitet wurde. Die Entdeckung des Vorhofflimmerns führt nicht nur zur Änderung der Therapie, sondern verhindert möglicherweise sogar einen erneuten Schlaganfall. <p><span style="color&#58;#000000;">Vorhofflimmern gilt als häufigste Rhythmusstörung des Herzens. Bei dieser Erkrankung wird der Herzrhythmus nicht mehr vom normalen Taktgeber, dem Sinusknoten, übernommen, sondern von schnellen Impulsen aus dem Herzvorhof. Allerdings fehlt dann das übliche Zusammenziehen des Herzvorhofs (Kontraktion), weshalb sich Blutgerinnsel im Herzen bilden können, die zum Schlaganfall führen. Vorhofflimmern ist deshalb ein Risikofaktor für die Entwicklung von Schlaganfällen.<br><span style="color&#58;#000000;">Für die Studie von Prof. Wachter waren 400 Patienten, die bereits einen Schlaganfall erlitten hatten, nach dem Zufallsprinzip zwei &quot;Armen&quot; zugeordnet worden. Im Standardarm erfolgte die Behandlung auf üblichem Wege, das heißt drei Tage Herz-Rhythmus-Überwachung und ein Langzeit-EKG über 24 Stunden. Die Probanden des zweiten Arms hingegen erhielten ein Langzeit-EKG über zehn Tage, welches nach drei und nach sechs Monaten wiederholt wurde.&#160;</span><span style="color&#58;#000000;">&#160;<br><span style="color&#58;#000000;">&quot;Die entscheidende Frage lautete&#58; Gelingt es mit dem mehrtägigen Langzeit-EKG mehr Patienten mit Vorhofflimmern zu identifizieren als üblich?&quot;, umreißt Prof. Wachter die Ausgangslage. Werde ein solches Flimmern festgestellt, so der <a href="/einrichtungen/kardiologie" rel="ext" target="_blank">UKL-Kardiologe</a>, ändere sich ja auch die Therapie, der Patient benötige ein blutverdünnendes Medikament, ohne Flimmern genüge Aspirin. </span></span></span></p> <p><span style="color&#58;#000000;"><span style="color&#58;#000000;">Wachter, der 2017 vom Uniklinikum Göttingen ans UKL wechselte, begleitete als Studienleiter beide Gruppen über drei Jahre hinweg. Die ersten Ergebnisse nach nun erfolgter Auswertung erfreuten den Herzspezialisten&#58; &quot;Was wir im Langzeit-EKG-Arm in den ersten drei Monaten fanden, ist ungefähr so viel wie nach drei Jahren auf konventionellem Weg, so dass man die Erstdiagnose 'Herz-Rhythmus-Störung' um fast drei Jahre nach vorn schieben kann&quot;, betont er. <span style="color&#58;#000000;">Ob damit Schlaganfälle verhindert werden können, lässt sich so allerdings nicht sagen, dafür war die Studie zu klein. Jedoch&#58; &quot;Die Tendenz geht in die richtige Richtung&quot;, sagt der Experte, &quot;Weniger Patienten des Langzeit-EKG-Arms erlitten einen weiteren Schlaganfall als solche des Standardarms.&quot;<br><span style="color&#58;#000000;">Eine neue, größere Studie ist auch bereits geplant - dann mit Beteiligung von 50 neurologischen Kliniken in ganz Deutschland und über 5000 Patienten. Die Studienleitung wird ein weiteres Mal Prof. Wachter innehaben. &quot;Dann wollen wir zeigen, dass mit dieser Methode auch Schlaganfälle verhindert werden können&quot;, erläutert er eines der Ziele. </span></span></span></span></p> <p><span style="color&#58;#000000;"><span style="color&#58;#000000;">Die Ergebnisse seiner Studie durfte der Herzspezialist vom UKL in dieser Woche nun sogar vor Experten aus der ganzen Welt auf der Eröffnungssitzung des &quot;11. World Stroke Congress&quot; im kanadischen Montreal vorstellen. &quot;Das ist eine große Ehre für mich&quot;, sagt Prof. Rolf Wachter.&#160;&#160;&#160;</span></span></p> <p><span style="color&#58;#000000;">&#160;</span></p>
Herzschrittmacher der neuesten Generation: Kleine kabellose Kapseln<img alt="Neu und alt im Größenvergleich&#58; Oberarzt Dr. Daniel Jurisch mit dem kleinen kapselartigen Herzschrittmacher, rechts dazu ein bisheriges Modell mit Kabel und Sonde." src="/presse/PressImages/pic_20180720100820_494020ff8e.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-07-19T22:00:00ZLeipzig. Geräte, die ohne Kabel auskommen, setzen nicht nur in der Unterhaltungselektronik die Standards. Auch in der Medizintechnik dauert die technische Weiterentwicklung an. Davon profitieren nun Patienten mit Herzerkrankungen. An der Klinik und Poliklinik für Kardiologie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) kommen seit kurzem kabellose Herzschrittmacher und subkutane Defibrillatoren zum Einsatz. Wichtige Gemeinsamkeit beider Geräte: keine Sonden im Herz mehr. <p><a href="/einrichtungen/kardiologie" rel="ext" target="_blank">Klinikdirektor Prof. Ulrich Laufs</a> erläutert&#58; &quot;Bei ausgewählten Patienten, die eine Schrittmacherstimulation nur in der Herzkammer und nicht auch in der Vorkammer benötigen, können wir nun ein kabelloses Gerät verwenden.&quot;<br>Bisher wird ein kleines metallisches Aggregat unter die Haut implantiert, von dort führen Kabel zu den Sonden im Herz. &quot;Der neue Schrittmacher wird direkt in die Herzspitze gesetzt. Es ist etwa zwei Zentimeter klein, kapselartig, am ehesten vergleichbar mit einer Kugelschreiberspitze. Vorn sind kleine 'Anker' befestigt. Sie halten das Gerät im Herzmuskel fest&quot;, erläutert er. Einmal verankert, führt der Schrittmacher die Messungen und die nötigen Stimulationen durch. <br>Nicht nur, dass das Gerät kleiner als bisher ist, der Patient erfährt laut Prof. Laufs auch darüber hinaus keinerlei andere Beeinträchtigungen mehr&#58; &quot;Nicht einmal eine Narbe bleibt zurück, denn der Herzschrittmacher wird über einen Katheter und die Vene eingeführt.&quot; &#160;</p> <p><strong>Subkutane Defibrillatoren</strong><br>Menschen mit hohem Risiko für ein Kammerflimmern benötigen in vielen Fällen einen eingebauten Defibrillator, der bei einsetzendem Flimmern für die nötige Stimulation mit elektrischem Strom sorgt. Auch bei diesen Geräten führen bisher Kabel zu den Sonden im Herz. &quot;Die Sonden allerdings können sich infizieren. Dies gilt besonders bei Menschen mit einem gestörten Immunsystem oder bei jenen, die Infektionsherde oder weitere Fremdkörper wie Katheter in sich tragen&quot;, sagt UKL-Klinikdirektor Laufs.<br>Auch die neuen subkutanen Defibrillatoren kommen ohne Sonde im Herzen aus. Nur ein Kabel wird am Brustbein unter die Haut gelegt, das Aggregat sitzt an der Herzspitze und kann das Organ so sicher schocken.</p>

Liebigstraße 20, Haus 4
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 12650
Patientenmanagement:
0341 - 97 12656
Fax:
0341 - 97 12659
Map