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Pressemitteilungen

 

 

Zurück zur Höchstform – Mediziner schauen auf Leistungs- und Gesundheitssport<img alt="„Auch mit Blick auf die Sport- und Bewegungsmedizin sind wir am UKL breit aufgestellt“, sagt Prof. Ulrich Laufs, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kardiologie." src="/presse/PressImages/pic_20200917130224_f2818101a7.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-09-16T22:00:00ZLeipzig. Am Universitätsklinikum Leipzig findet am 19. September das 1. Leipziger Symposium Sport- und Bewegungsmedizin statt. Dabei wollen sich Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, die sich eine medizinische Expertise rund um Sport und Bewegung erarbeitet haben, mit dem schnellen Zurück zur Höchstform beschäftigen, wobei die Frage nach Ableitungen aus den speziellen Trainings- und Behandlungskonzepten des Leistungssports für den Gesundheitssport steht. <p>&quot;Am Universitätsklinikum sind wir auch mit Blick auf die Sport- und Bewegungsmedizin breit aufgestellt&quot;, sagt Prof. Dr. Ulrich Laufs, Direktor der <a href="/einrichtungen/kardiologie">Klinik und Poliklinik für Kardiologie</a>. &quot;Das reicht von der Grundlagenforschung über Bewegung als Teil unterschiedlichster Therapien bis zur Betreuung von Profi-Sportmannschaften. Wir wollen diese Kompetenzen bei einer ersten interdisziplinären Veranstaltung zusammenführen, um Grundlagen für eine künftig ganz praktische Zusammenarbeit zum Nutzen unserer Patienten zu legen. Das Konzept ist, dass wir nicht nur aus der Blickrichtung eines einzelnen Faches auf das Thema schauen, sondern den Sportler und den Patienten in den Mittelpunkt stellen und hierzu ganz unterschiedliche Kenntnisse zusammenbringen&quot;.</p> <p>Das erste Symposium der beteiligten Institutionen - <a>Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und plastische Chirurgie</a>, Klinik und Poliklinik für Kardiologie, <a href="http&#58;//www.medvz-leipzig.de/startseite.html">Medizinisches Versorgungszentrum am UKL</a> und <a href="https&#58;//anatomie.medizin.uni-leipzig.de/">Institut für Anatomie der Universität Leipzig</a> - steht unter dem Titel &quot;Return to Competition&quot;. Es geht also um den Wiedereinstieg in Training und Wettkampf, was für Sportler nach Verletzungen oder anderen Pausen oft eine große Herausforderung ist. &quot;Uns geht es aber nicht nur um den Leistungssportler und um das Wie, Wann und Wo seines Weges zu körperlicher Höchstform&quot;, so Prof. Laufs. &quot;Wir schauen auch, ob und wie wir Prozesse des Wieder-fit-Werdens im Leistungssport für den Gesundheitssport und Bewegungs-Therapie bei Krankheiten nutzen können.&quot;&#160;</p> <p>Besonders wertvoll ist aus Sicht des Leipziger Herzspezialisten, dass sich das Institut für Anatomie sogar in Gestalt seines Direktors einbringt&#58; Prof. Dr. Ingo Bechmann wird in seinem Vortrag der Fachveranstaltung für Mediziner sportanatomisch die Wirkung beispielsweise von Faszienrollen betrachten. Weitere Vorträge widmen sich der kardialen Bildgebung, dem Intervall- und Ausdauertraining sowie Bandverletzungen.</p>
Auftakt für Video-Wettbewerb „Schüler retten Leben“<img alt="Es kommt auf jede Minute an&#58; Sophie Kung (li.) und Doreen Kupfer (re.) vom „Jugendrotkreuz“ des DRK führen vor der Kulisse des Leipziger Neuen Rathauses Wiederbelebungsmaßnahmen an einer Übungspuppe, einem so genannten Dummy, durch." src="/presse/PressImages/pic_20200914144410_731592aca5.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-09-13T22:00:00ZLeipzig. Startschuss für die Video-Challenge "Schüler retten Leben": Am heutigen Montag, 14. September, hat die gemeinsame Aktion des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) und seiner Partner im Aktionsbündnis "Leipzig drückt" begonnen. Alle Leipziger Schüler ab Klassenstufe 5 sind aufgerufen, in einem kurzen Video andere für das Thema Wiederbelebung zu begeistern. Bis zum 16. Oktober können nun die Filme erstellt und auf einer Aktionsseite hochgeladen werden. Die besten Beiträge werden von einer Jury ausgewählt und prämiert. Schirmherr ist Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung. <p>Was tun, wenn plötzlich jemand neben einem bewusstlos wird? Den Notruf 112 wählen, ganz klar. Und dann? Bis der Rettungsdienst eintrifft, vergehen im Schnitt sieben Minuten. Doch wenn das Herz nicht mehr schlägt, ist das zu lang, und es gibt nur einen Menschen, der das Leben der betroffenen Person retten kann&#58; man selbst. Laienreanimation braucht Menschen, die sich trauen. Jeder kann helfen. Aber viele sind im Ernstfall unsicher, ausgelöst durch das Gefühl, nicht richtig zu wissen, was zu tun ist.&#160;</p> <p>Der mit dem heutigen Tag gestartete Wettbewerb stellt eine Corona-bedingte Alternative zum zentralen Aktionstag anlässlich der &quot;Woche der Wiederbelebung&quot; dar.&#160;Wie bereits in den vergangenen Jahren ist auch 2020 das Motto der bundesweiten Aktionswoche&#58; &quot;Ein Leben retten. 100 pro Reanimation&quot; - eine bundesweite Initiative verschiedener Fachgesellschaften, die auch durch Gesundheitsminister Jens Spahn unterstützt wird.</p> <p>Ab sofort haben alle Leipziger Schüler ab Klassenstufe 5 die Möglichkeit, sich anzumelden, Videos von maximal drei Minuten Länge zu erstellen und über die gemeinsame Aktionsseite <a href="http&#58;//www.schuelerrettenleben-leipzig.de/">www.schuelerrettenleben-leipzig.de</a> hochzuladen. Einsendeschluss ist der 16. Oktober.&#160;<br>Eine fachkundige Jury ermittelt die besten Beiträge in den Kategorien &quot;Gruppenarbeit&quot;, &quot;Einzel- oder Tandemarbeit&quot; sowie &quot;Jugendgruppen der Hilfsorganisationen&quot;. Sie werden bei einer feierlichen Abschlussveranstaltung am 7. November am UKL prämiert. Zusätzlich wird ein Publikumspreis vergeben. Auf die Gewinner warten attraktive Geld- und Sachpreise.&#160;<br>Unabhängig von einem Gewinn erhalten alle Schüler, die ein Video eingeschickt haben, als Dankeschön und Anerkennung ein kleines Überraschungspaket.&#160;<br><br></p> <p>&quot;Macht euch schlau in Sachen Wiederbelebung. Dreht einen kleinen Film zum Thema Wiederbelebung und lasst eurer Kreativität freien Lauf&quot;, sagt Dr. Alexandra Ramshorn-Zimmer, Oberärztin der <a href="/einrichtungen/notaufnahme">Zentralen Notfallaufnahme (ZNA)</a> des UKL, &quot;zeigt, wie ihr in einer solchen Situation reagiert. Zeigt, wie ihr andere Menschen dazu bringt, nicht nur zu gaffen oder Fotos zu machen.&quot; Als Notärztin weiß sie, wie Wiederbelebung funktioniert. Dieses Wissen möchte sie gern an viele junge Menschen weitergeben und hofft auf rege Beteiligung&#58; &quot;Es ist egal, ob ihr in der Klasse, mit euren Freunden oder allein dreht - schickt uns einfach bis zum 16. Oktober euer Video.&quot;&#160;<br>Minderjährige Teilnehmer benötigen für ihre Anmeldung die Genehmigung der Eltern oder der Erziehungsberechtigten.</p> <p>Zur Auftaktveranstaltung im Neuen Rathaus sagte Prof. Thomas Fabian, Bürgermeister für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule&#58; &quot;Leipzig steht an sich gut da, alle Akteure arbeiten eng zusammen. Und doch ist diese Aktion des UKL und seiner Partner sehr wertvoll.&quot; Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL, ergänzte&#58; &quot;Das Lernverhalten der Menschen verändert sich. Junge Menschen von heute können am meisten über bewegte Bildern von einer Sache überzeugt werden, und die Jungen sind es auch, die am ehesten bereit sind zu helfen.&quot;<br>Trotz aller bereits etablierten Maßnahmen sei die Wiederbelebungsquote nicht gut genug, erklärte Prof. André Gries, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notfallaufnahme am UKL, aus fachlicher Sicht. &quot;Die Zeit zwischen Herz-Kreislauf-Stillstand und Erste-Hilfe-Maßnahmen muss deutlich verkürzt werden&quot;, so Prof. Gries.<br><br></p> <p>Partner im Aktionsbündnis &quot;Leipzig drückt&quot; sind neben dem UKL der Arbeiter Samariter Bund, der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter Hilfsgemeinschaft, das Deutsche Rote Kreuz, die Branddirektion Leipzig, das HELIOS Herzzentrum, das Landesamt für Schule und Bildung und die Stadt Leipzig.</p> <p>Unterstützt wird die Aktion von einer ganzen Reihe wichtiger gesellschaftlicher und fachlicher Akteure. Darunter sind der Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA), die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie &amp; Intensivmedizin (DGAI), das Deutsche Reanimationsregister (German Resuscitation Council, GRC), der Deutsche Rat für Wiederbelebung und die Initiative &quot;Ich kann Leben retten&quot; (IKLR). Weiterhin unterstützen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die Leipziger Gruppe, Porsche Leipzig, der SC DHfK Leipzig, die Firma &quot;commlab&quot; sowie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), Redaktion Wissen und Bildung, und Radio Leipzig.&#160;<br><br></p> <p><strong>Aktionsseite mit allen wichtigen Informationen und Teilnahmebedingungen&#58;</strong><br><a href="http&#58;//www.schuelerrettenleben-leipzig.de/">http&#58;//www.schuelerrettenleben-leipzig.de/</a></p>
Aktuelle Untersuchung am Universitätsklinikum Leipzig zeigt: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vermindert die körperliche Belastbarkeit von Gesunden<img alt="Studienleiter Dr. Sven Fikenzer mit jeweils einer der Masken, die bei der Untersuchung von den Teilnehmern getragen wurde, rechts die chirurgische Maske und links die FFP2-Maske." src="/presse/PressImages/pic_20200720101712_bce843dd76.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-07-19T22:00:00ZLeipzig. "Maske auf" – das Tragen eines so genannten Mund-Nasen-Schutzes (MNS) ist wegen der Corona-Pandemie fast schon integraler Bestandteil des Alltags geworden. Viele Menschen müssen die Maske auch während körperlicher Anstrengung, zum Beispiel bei der Arbeit, tragen. Wie dies die Belastbarkeit von Gesunden beeinträchtigt, ist nun am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) deutschlandweit zum ersten Mal wissenschaftlich belegt worden. Die Ergebnisse stellten jedoch keinesfalls eine Kritik an der Maske als Corona-Schutzmaßnahme dar, betonen die Autoren. <p>Für ihre Untersuchung arbeiteten die Experten der <a href="/einrichtungen/kardiologie">Klinik und Poliklinik für Kardiologie</a> des UKL um Klinikdirektor Prof. Ulrich Laufs und Studienleiter Dr. Sven Fikenzer mit ihrem UKL-Kollegen Prof. Pierre Hepp, Leiter des <a href="/einrichtungen/oup/arthroskopische-spezielle-gelenkchirurgie-sportverletzungen">Bereichs Arthroskopische &amp; Spezielle Gelenkchirurgie / Sportverletzungen</a>, sowie Prof. Martin Busse, Direktor des Instituts für Sportmedizin und Prävention der Universität Leipzig, zusammen.<br>Sie nutzten dabei zwei weit verbreitete Typen von Gesichtsmasken, chirurgische Masken sowie FFP2-Masken, um deren Einfluss auf die körperliche Belastbarkeit von gesunden Personen zu untersuchen.&#160;Die Messungen erfolgten mit dem methodischen &quot;Goldstandard&quot;, der Spiroergometrie. Freiwillige gesunde Probanden wurden jeweils ohne Maske, chirurgischen Masken und FFP2-Masken körperlich belastet. Dabei mussten sie den Mund-Nasen-Schutz unter der Spiroergometrie-Maske tragen. Die Untersuchungen erfolgten jeweils mit einigen Tagen Abstand, die Reihenfolge wurde nach dem Zufallsprinzip festgelegt.&#160;</p> <p>Die Daten zeigen, dass die so genannte kardiopulmonale Leistungsfähigkeit durch beide Masken-Typen signifikant reduziert wird. Die Masken beeinträchtigen die Atmung, vor allem das Volumen und die höchstmögliche Geschwindigkeit der Luft beim Ausatmen. Die maximal mögliche Kraft auf dem Fahrrad-Ergometer war deutlich reduziert. Im Stoffwechsel wurde eine schnellere Ansäuerung des Blutes bei Anstrengung registriert (Laktat).<br>Mit Fragebögen beurteilten die Teilnehmer zudem systematisch ihr subjektives Empfinden. Auch hier zeigte sich eine erhebliche Beeinträchtigung verschiedener Parameter des Wohlbefindens.</p> <p>&quot;Die Ergebnisse unserer Untersuchung bestätigen das subjektive Gefühl vieler Menschen&quot;, erklärt Kardiologie-Klinikdirektor Prof. Ulrich Laufs, &quot;die Studie hat die Einschränkung der Leistungsfähigkeit nun auch wissenschaftlich quantifiziert.&quot; Er sieht die Ergebnisse für viele Lebensbereiche als potentiell interessant an&#58; &quot;Übertragen auf die Arbeitswelt stellt sich schon die Frage, ob Menschen, die mit Maske körperlich anstrengende Arbeit leisten, öfter Pausen machen müssten als bisher.&quot;</p> <p>Keinesfalls sei die Arbeit als Kritik oder als ein Infragestellen der Maskenpflicht gedacht, betont Prof. Laufs, denn der Mund-Nasen-Schutz sei wertvoll, um die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verhindern oder zu verlangsamen, &quot;aber wir zahlen halt einen Preis dafür.&quot; In der Gesamtbetrachtung der Corona-Schutzmaßnahmen müssten daher die nun nachgewiesenen Einschränkungen der körperlichen Belastbarkeit von gesunden Menschen durch das Maskentragen berücksichtigt werden, meint der UKL-Kardiologe.&#160;<br>Die detaillierten Ergebnisse des wissenschaftlichen Projekts sind nun aktuell im Fachmagazin &quot;Clinical Research in Cardiology&quot; (<a href="https&#58;//link.springer.com/article/10.1007/s00392-020-01704-y">https&#58;//link.springer.com/article/10.1007/s00392-020-01704-y</a>) veröffentlicht worden.</p>
Cardiac Arrest Center (CAC) am Universitätsklinikum Leipzig erfolgreich zertifiziert<img alt="Für die optimale Versorgung der Patienten arbeiten sie im nun zertifizierten Cardiac Arrest Center eng zusammen (v. r. n. l.)&#58; Prof. Ulrich Laufs (Kardiologie), Prof. Sebastian Stehr (Anästhesiologie und Intensivtherapie), Prof. André Gries (Zentrale Notfallaufnahme), Prof. Sirak Petros (Internistische Intensivmedizin) und Prof. Joseph Claßen (Neurologie)." src="/presse/PressImages/pic_20191203105546_37a7924b8c.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-12-02T23:00:00ZLeipzig. Das Cardiac Arrest Center (CAC) am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist erfolgreich zertifiziert worden. Der Deutsche Rat für Wiederbelebung (German Resuscitation Council, GRC) und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) bestätigen damit, dass am UKL die höchsten Qualitätsanforderungen erfüllt werden. An einem CAC können Patienten, die außerhalb des Krankenhauses einen Herzkreislaufstillstand ("Cardiac Arrest") erleiden, und wiederbelebt werden müssen, sehr schnell und umfassend weiterbehandelt werden. <p>Das Cardiac Arrest Center ist eine interdisziplinäre Einrichtung. Für die optimale Versorgung der Patienten arbeiten am UKL neben der <a href="/einrichtungen/notaufnahme" rel="ext" target="_blank">Zentralen Notfallaufnahme (ZNA)</a> die Kliniken für <a href="/einrichtungen/kardiologie" rel="ext" target="_blank">Kardiologie</a>, <a href="http&#58;//www.kai-uniklinik-leipzig.de/index.php/de/" rel="ext" target="_blank">Anästhesiologie und Intensivtherapie</a>, <a href="/einrichtungen/neurologie" rel="ext" target="_blank">Neurologie</a> sowie die <a href="/einrichtungen/internistische-intensivmedizin" rel="ext" target="_blank">Internistische Intensivmedizin</a> zusammen.</p> <p>&quot;Die Qualitätskriterien sind von Fachgesellschaften aufgestellt worden und basieren auf Leitlinien. Wiederbelebte Patienten, die dann in einer entsprechend spezialisierten Klinik behandelt werden, die diese Kriterien und Qualitätsmerkmale umsetzt, haben nachweislich eine höhere Überlebensrate&quot;, betont Prof. André Gries, Sprecher des CAC und Ärztlicher Leiter der ZNA. &quot;Nun haben wir auch die formelle Bestätigung, dass am UKL alle Kriterien erfüllt werden&quot;, freuen sich auch Prof. Ulrich Laufs, Direktor der Klinik für Kardiologie, und Prof. Sirak Petros, Leiter der Internistischen Intensivmedizin.</p> <p>Ein wesentlicher Punkt ist dabei die gute und reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen Fachgebiete und Abteilungen. &quot;Es gibt ganz klare Behandlungswege, alles ist abgestimmt und besprochen. Das Personal ist entsprechend eingewiesen und geschult&quot;, erläutert Prof. Gries. Dass dies alles funktioniere, so der Notfallmediziner, sei nun bestätigt worden. Am CAC des UKL werden etwa 100 Patienten pro Jahr nach einer oder während einer noch laufenden Wiederbelebung behandelt.<br>In einem nächsten Schritt soll die Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten, den Notärzten und anderen Kliniken noch weiter verbessert werden, so dass möglichst alle betroffenen Patienten aus dem Leipziger Bereich einem CAC zugeführt werden können.</p> <p>Ein CAC allein reiche allerdings nicht, sagt Gries&#58; Jeder Einzelne sei gefragt. Die Behandlung könne nur dann optimal verlaufen, wenn alle Glieder der so genannten Rettungskette gut miteinander funktionieren&#58; &quot;Muss jemand wiederbelebt werden, dann bitte unverzüglich den Rettungsdienst unter 112 rufen, eine Herzdruckmassage beginnen und so die Rettungskette in Gang setzen. Man kann dabei nichts falsch machen&quot;, betont er. &quot;Kommt der Betroffene dann noch in ein CAC, ist eine optimale Weiterversorgung gewährleistet.&quot;</p>
Wiederbelebung als Kompetenz jedes Einzelnen: UKL kooperiert mit Herzretter-Initiative „Ich kann Leben retten!“<img alt="Die UKL-Mitarbeiter Dr. Paul Baum (kniend) und Joshua Kandels stellen auf der Veranstaltung zum plötzlichen Herztod Anfang November im Paulinum der Universität Leipzig die Herzretter-Initiative vor und erläutern den Besuchern Wiederbelebungs-Maßnahmen." src="/presse/PressImages/pic_20191122103318_b2de541293.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-11-21T23:00:00ZLeipzig. Ab Anfang Dezember trainieren speziell ausgebildete Schauspieler sowie Mitarbeiter des Cardiac Arrest Centers (CAC) am Universitätsklinikum Leipzig Patienten und deren Angehörige in Laienreanimation. Wiederbelebung, nicht ausschließlich vermittelt von Medizinern – das ist Teil des Konzepts der "Herzretter-Initiative", eines vom Hamburger Arzt Dr. Martin Buchholz entwickelten Kursmodells, durch das in der Hansestadt schon sehr erfolgreich mehr als 15.000 Schüler ausgebildet worden sind. Das Prinzip wird nun auch auf Leipzig übertragen. Einer der Kooperationspartner des Projekts ist das Universitätsklinikum Leipzig (UKL). Anfang November ist der Vertrag besiegelt worden. <p>Hinter dieser Kooperation steht das Ziel, ein Bewusstsein für dieses Thema in der Bevölkerung zu schaffen und die Laienreanimations-Quote im Großraum Leipzig zu erhöhen, zum Beispiel durch den gegenseitigen Austausch fachlicher Expertise. Für Dr. Buchholz, den Hamburger Gründer der Herzretter-Initiative, steht als oberster Impuls, ein Grundwissen über die Herzrettung zur Lebenskompetenz eines jeden einzelnen Bürgers zu machen. Dazu sollen Schulen, Unternehmen, Behörden, Verbände und auch Privatpersonen angesprochen werden, um langfristig gute Erfolge in der Laienreanimation zu entwickeln.</p> <p>&quot;Immer wieder müssen wir feststellen&#58; Deutschland steht beim Thema Laienreanimation im internationalen Vergleich nicht gut da&quot;, sagt Dr. Alexandra Ramshorn-Zimmer, Oberärztin in der <a href="/einrichtungen/notaufnahme" rel="ext" target="_blank">Zentralen Notfallaufnahme (ZNA) </a>am UKL. &quot;Dabei sind die ersten Minuten nach einem Herzstillstand entscheidend.&quot; Sie und ihre Kollegen des CAC engagieren sich bereits seit etlichen Jahren beim Thema Reanimation, schulen Kollegen im Uniklinikum und Rettungssanitäter. An einem CAC können Patienten, die außerhalb des Krankenhauses einen Herzkreislaufstillstand (&quot;Cardiac Arrest&quot;) erlitten hatten und wiederbelebt werden mussten, sehr schnell und umfassend weiterbehandelt werden.</p> <p><strong>Barrieren in Köpfen abbauen</strong><br>Immer auch auf der Suche nach neuen Ansätzen, knüpft Dr. Ramshorn-Zimmer im Februar dieses Jahres während der &quot;Bad Boller Reanimationsgespräche&quot; Kontakte zu Dr. Buchholz und dessen Verein &quot;Ich kann Leben retten!&quot;. Überzeugt vom Konzept, holt die Leipziger Ärztin die Idee in ihre Stadt.<br>Hinter dem Gedanken, auch Schauspieler dafür zu engagieren, steckt die Erkenntnis, das nötige Grundwissen an Reanimation möglichst einfach an Laien heranzutragen, auch um Barrieren in den Köpfen abzubauen. Die Schauspieler aus Leipzig und Hamburg sind fach- und leitliniengerecht ausgebildet worden und somit in der Lage, eine Laienreanimation zu vermitteln. Doch auch der akademische Nachwuchs soll früh herangezogen werden&#58; &quot;Ab kommendem Jahr soll es für die Leipziger Medizinstudenten eine Wahlpflichtveranstaltung geben, in der ihnen die fachlichen und didaktischen Kompetenzen vermittelt werden, selbst Laienretter gemäß des 'Herzretter-Konzeptes' zu schulen und auszubilden&quot;, erläutert Dr. Ramshorn-Zimmer.<br>Zudem können regionale Unternehmen das Projekt fördern. Damit würden sie nicht nur die Ausbildung von Kindern und Schülern sichern, so Ramshorn-Zimmer, sondern könnten auch ihre eigenen Mitarbeiter schulen lassen oder sich selbst als &quot;Heartsafe Company&quot; zertifizieren lassen.</p> <p><strong>Erster Kurs im Dezember</strong><br>Der erste Lebensretter-Kurs für Patienten und Angehörige am UKL beginnt am Montag, 2. Dezember, vorerst im Zwei-Monats-Rhythmus. Ein Kurs dauert ein bis zwei Stunden. &quot;Über unser Kursangebot möchten wir eine große Anzahl Menschen erreichen&quot;, erläutert Privatdozent Dr. Karsten Lenk aus der <a href="/einrichtungen/kardiologie" rel="ext" target="_blank">Klinik für Kardiologie</a>, der an der Durchführung beteiligt ist. Für den Anfang würden unter anderem bestehende Kontakte zu Schulen genutzt. Langfristig soll ein nachhaltiges Projekt mit festen Strukturen entstehen.<br>&quot;Indem wir das allererste Glied in der so genannten Überlebenskette stärken und festigen, leisten wir einen wichtigen Beitrag, die gegenwärtige Situation bei der Wiederbelebung durch Laien zu verbessern&quot;, sind sich die Notfallmedizinerin und der Kardiologe sicher. &quot;Wir wollen viele Menschen in die Lage versetzen zu sagen 'Ich kann selbst etwas tun, selbst helfen'&quot;, umreißt Alexandra Ramshorn-Zimmer auch ihre persönliche Motivation&#58; &quot;Denn am Ende ist Reanimation nur dann erfolgreich, wenn alle Akteure gemeinsam die 'Überlebenskette' schließen.&quot;</p> <p><strong>1. Herzretter-Kurs zur Laienreanimation für Patienten und Angehörige</strong><br>Montag, 2. Dezember, 16 Uhr<br>Universitätsklinikum Leipzig<br>Seminarraum der Klinik und Poliklinik für Kardiologie<br>Haus 4, Raum F 1001<br>Liebigstraße 20<br>04103 Leipzig</p> <p>Informationen und Anmeldung über <a href="http&#58;//www.iklr.de">www.iklr.de</a></p> <p>&#160;</p>

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