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Aktuelles aus dem UCCL

 

 

Spitzenversorgung für Krebspatienten in Sachsen und Thüringen<img alt="Das Mitteldeutsche Krebszentrum, der Zusammenschluss der onkologischen Zentren der Universitätsklinika Leipzig und Jena, ist eines von bundesweit 15 onkologischen Exzellenz-Zentren, gefördert von der Deutschen Krebshilfe. Auf einer Pressekonferenz am 26. Januar in Leipzig sind Strukturen, Aufgaben und Ziele des neuen Zentrums vorgestellt worden." src="/presse/PressImages/pic_20230126143554_a2b8fee6a5.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2023-01-25T23:00:00ZLeipzig/Jena. Das Exzellenz-Krebszentrum Mitteldeutschland (Comprehensive Cancer Center Central Germany, CCCG) hat nach der erfolgreichen Begutachtung seitens der Deutschen Krebshilfe seine Arbeit aufgenommen. In dem 2019 initiierten Zusammenschluss arbeiten die onkologischen Zentren der Universitätsklinika Leipzig und Jena zusammen, seit 1. Januar 2023 nun im Rahmen eines von der Deutschen Krebshilfe geförderten Onkologischen Spitzenzentrums. Das Mitteldeutsche Krebszentrum ist damit von bundesweit 15 onkologischen Exzellenz-Zentren das erste Bundesland-übergreifende. Sein Ziel: Die bestmögliche Krebsversorgung für die Betroffenen in der jeweiligen Region zu gewährleisten, auch indem aktuelle, innovative Erkenntnisse aus der Krebsforschung zügig in die klinische Praxis überführt werden. <p>Die Deutsche Krebshilfe hat im vergangenen Jahr ihre Bemühungen zur Weiterentwicklung der Krebsmedizin sowie zu einer Patientenversorgung auf höchstem Niveau verstärkt und zwei weitere Verbünde von Spitzenzentren auf den Weg gebracht. Eines davon ist das Konsortium der beiden Universitätsklinika Leipzig und Jena, die im Mitteldeutschen Krebszentrum seit 2019 die Bedingungen für diese Entwicklung geschaffen haben. Das neue Zentrum wird dabei mit 4,8 Millionen Euro für vier Jahre gefördert. &#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg unserer Krebsmediziner, von dem die Patient&#58;innen in ganz Mitteldeutschland profitieren werden&quot;, sagt Prof. Dr. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig (UKL). Damit habe nun die mit der Gründung des universitären Krebszentrums UCCL in Leipzig 2012 begonnene Entwicklung ein wichtiges Ziel erreicht. &quot;Dass wir den nächsten Schritt in der Krebsmedizin im engen Schulterschluss mit dem Universitätsklinikum Jena gehen, ist folgerichtig und zukunftsorientiert im besten Sinne&quot;, so Josten.&#160;</p> <p>&quot;Unsere Allianz ist die geeignete Antwort auf die Fragen der Zeit, die sich gerade auch bei der Volkskrankheit Krebs stellen&quot;, ergänzt Prof. Otto W. Witte, Medizinscher Vorstand des Universitätsklinikums Jena (UKJ). &quot;Indem wir unser Wissen und Können bündeln, helfen wir Betroffenen und künftigen Generationen auf die bestmögliche Art - nunmehr auch unterstützt durch die Deutsche Krebshilfe, wofür wir sehr dankbar sind&quot;.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Lücke in der Region geschlossen&#160;</strong></p> <p>&quot;Mit dem Mitteldeutschen Krebszentrum der Universitätsstandorte Leipzig und Jena wird die Versorgung von Krebspatienten in der gesamten Region auf höchstes Niveau gebracht. Dieses Comprehensive Cancer Center-Konsortium ist ein weiterer Baustein unseres Förderprogrammes zur Etablierung solcher Zentren. Damit wird in dieser Region eine Lücke geschlossen. Wichtige Comprehensive Cancer Center-Strukturen nach Vorstellungen der Deutschen Krebshilfe waren in Mitteldeutschland bisher nicht etabliert. Die Deutsche Krebshilfe fördert jetzt bundesweit 15 Onkologische Spitzenzentren, darunter sieben CCC-Konsortien&quot;, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Große Chance für Krebskranke in Sachsen und Thüringen</strong> &#160;</p> <p>&quot;Teil dieses großen Verbunds zu sein ist eine große Aufgabe, der wir uns gern stellen&quot;, &#160;betont Prof. Dr. Florian Lordick, Sprecher des Vorstands des CCCG und Direktor des Universitären Krebszentrums am Universitätsklinikum Leipzig. Damit profitieren nun auch Patient&#58;innen in Mitteldeutschland von der bestmöglichen Versorgung eines onkologischen Spitzenzentrums. Multidisziplinäre Teams stellen hier sicher, dass jeweils die bestmögliche Versorgung bei verschiedensten Krebserkrankungen gewährleistet wird. &quot;Jährlich behandeln wir gemeinsam über 9000 Krebspatient&#58;innen und können jede/n Dritte/n in eine von über 500 an unserem Zentrum laufenden onkologischen Studien einschließen&quot;, so Lordick. Damit erhalten alle Patient&#58;innen innovative Therapien nach dem neuestem Stand der Forschung. &quot;Um möglichst breit wirksam zu werden, haben wir uns mit 76 Netzwerkpartnern zusammengeschlossen und bieten Zweitmeinungen unserer Expert&#58;innen oder auch die Besprechung von Patient&#58;innen aus dem Netzwerk in den wöchentlich stattfindenden multidisziplinären Tumorboards an&quot;, führt Lordick die Vorteile für die gesamte Region aus.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Kooperative Krebsforschung&#160;</strong><br>&quot;Als onkologisches Spitzenzentrum haben wir es uns zudem maßgeblich zum Ziel gesetzt, die klinische und translationale Krebsforschung voranzubringen&quot;, kommentiert Prof. Andreas Hochhaus, Vorstandsmitglied im CCCG und Leiter des Universitären Tumorzentrums am Universitätsklinikum Jena (UKJ). Dabei stehen mit Bezug auf die jeweiligen Forschungskompetenzen der einzelnen Kliniken die zwei übergreifenden Forschungsschwerpunkte &quot;Immun- und Zelltherapie - IMMUNE-ACT&quot; sowie &quot;Digital gestützte Präzisionschirurgie und Lokaltherapie - DISSECT&quot; im Fokus.</p> <p>Beide Klinika verfügen über Phase-I-Studieneinheiten, die Jena Early Clinical Trial Unit (JECTU) sowie die Early Clinical Trial Unit Leipzig (ECTUL), und somit über zentrale Bausteine für die translationale Forschung.&#160;</p> <p>&quot;Das gewährleistet den Zugang zu frühen klinischen Studien aller onkologischer Fachdisziplinen&quot;, sagt Hochhaus. Dieser schnelle Zugriff auf neueste Forschungsergebnisse sei vor allem für die Menschen zentral, deren Krebserkrankung wiederkehrt oder bei denen die Standardtherapie versage.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Zusätzlich legen wir größten Wert auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf allen Ebenen, vom Studium über die Doktoranden- bis zur Postgraduiertenphase.&quot; Jährlich findet zudem der Cancer Congress Compact statt, der allen Interessierten der Region fachliche Informationen zu aktuellen Entwicklungen in der Krebsmedizin und -forschung bietet und neben den vielen gemeinsamen Publikationen und Forschungsprojekten die exzellente onkologische Spitzenforschung in Mitteldeutschland belegt.</p> <p>&#160;</p> <p>Mike Mohring, Thüringer Landtagsabgeordneter, Mitglied im Patient&#58;innen- und Angehörigenbeirat des CCCG &#160;und Botschafter der Deutschen Krebshilfe, ergänzte aus seiner Sicht&#58; &quot;Die Deutsche Krebshilfe setzt mit ihrer Förderung gleich drei wichtige Zeichen für die Menschen, die in Mitteldeutschland zu Hause sind&#58; Exzellente Forschungsförderung findet auch im Osten statt. Für die Patient&#58;innen und ihre Angehörigen ist diese Botschaft, dass in der eigenen Region exzellente Krebsversorgung möglich ist, eine Ermutigung.<br>Was durch die schon geförderten Spitzenzentren in anderen Regionen Deutschlands längst erfahrbar ist, heißt für die mit der Schicksalsnachricht konfrontierten Patient&#58;innen, nur, weil ich weit entfernt von einer Universitätsklinik auf dem Land abgelegen und schlecht versorgt lebe, ist der Kampf gegen den Krebs nicht von vornherein aussichtslos, sondern mit dem Versprechen verbunden, an den Erfahrungen der Krebszentren, den Forschungsergebnissen und deren Umsetzung in Therapien genauso teilhaben zu können.</p> <p>Und drittens ist die Entscheidung der Deutschen Krebshilfe für das Mitteldeutsche CCCG auch eine manifestierte Erwartung an die Politik, das Exzellenz-Krebszentrum bei seiner weiteren Entwicklung vertrauensvoll und verlässlich zu begleiten und in die beiden Universitätsklinika planbar zu investieren, den Forschungsstandort Mitteldeutschland auszubauen, human- und zahnmedizinische Studienplätze auszubauen und die Studienbedingungen für alle Studierenden auf gleich hohem Niveau zu ermöglichen sowie die medizinische Versorgung im ländlichen Raum so zukunftsfest zu machen, dass der erste Weg der Patient&#58;innen nicht die Uniklinik selbst sein muss, sie aber von der Spitzenmedizin im vertrauten Umfeld profitieren können.&quot; &#160;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Hintergrund&#58; CCC-Comprehensive Cancer Center</strong></p> <p>&#160;</p> <p>Im Jahr 2007 richtete die Deutsche Krebshilfe ihr Programm zur Förderung und Initiierung von 'Onkologischen Spitzenzentren' in Deutschland ein mit dem Ziel einer flächendeckenden Patientenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau und nach aktuellem onkologischem Wissensstand. Als Vorbild dienten die &quot;Comprehensive Cancer Center&quot; in den USA. Die Vorgabe an die Zentren, die seitdem durch eine internationale Gutachterkommission ermittelt werden&#58; Versorgungsstrukturen und -abläufe weiterzuentwickeln, mit umliegenden Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzt&#58;innen, insbesondere onkologischen Schwerpunktpraxen, eng zu kooperieren sowie die Krebsmedizin durch innovative onkologische Forschung voranzubringen.&#160;</p> <p>Zu den Kernaufgaben eines Comprehensive Cancer Center (CCC) gehören das Vorhalten einer zentralen Anlaufstelle für Krebspatienten, interdisziplinäre Versorgung nach aktuellen medizinischen Leitlinien, innovative Krebsforschung sowie der Transfer von Innovationen an andere Versorgungseinrichtungen in der jeweiligen Region.</p> <p>Nach dem Verständnis der Deutschen Krebshilfe sollen die in den CCCs erzielten Fortschritte bundesweit allen onkologischen Versorgungseinrichtungen - wie den von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten 'Klinischen Onkologischen Zentren' und 'Organkrebszentren' - zugänglich gemacht werden, so dass alle Krebspatienten rasch von diesen profitieren.&#160;</p> <p>Aktuell fördert die Deutsche Krebshilfe 15 Spitzenzentren, darunter sieben CCC-Konsortien. Insgesamt hat die gemeinnützige Organisation seit dem Jahr 2007 für das Programm rund 185 Millionen Euro aus den ihr von der Bevölkerung anvertrauten Spendengeldern bereitgestellt.&#160;</p> <p>Die Onkologischen Spitzenzentren - in denen jährlich rund 250.000 Krebspatient&#58;innen umfassend versorgt werden - werden von der Deutschen Krebshilfe jeweils für einen Zeitraum von vier Jahren gefördert. Anschließend müssen sie sich erneut bewerben und sich einer eingehenden Prüfung durch eine internationale Gutachterkommission unterziehen.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Das Mitteldeutsche Krebszentrum &#160;</strong><br>Im Mitteldeutschen Krebszentrum (Comprehensive Cancer Center Central Germany, CCCG) arbeiten die zertifizierten onkologischen Zentren der Universitätsklinika Leipzig (UCCL) und Jena (UTC) seit 2019 zusammen. Seit dem 01.01.2023 wird das CCCG nach internationaler Begutachtung durch eine Förderung der Deutschen Krebshilfe als onkologisches Spitzenzentrum ausgewiesen. Das Mitteldeutsche Krebszentrum ist damit das erste Bundesland-übergreifende Spitzenzentrum in Deutschland.&#160;</p> <p>Jährlich werden in Leipzig und Jena gemeinsam über 9000 Krebspatient&#58;innen behandelt. Dies zeigt den großen Bedarf an einer exzellenten Krebsbehandlung in der Stadt und Region.</p> <p>Bereits jetzt gehören 76 Kooperationspartner in der Region Mitteldeutschland zum Konsortium des CCCG und bilden somit ein breites Netzwerk zur gemeinsamen hochqualitativen Versorgung onkologischer Patient&#58;innen. &#160;</p> <p>Die Wissenschaftler&#58;innen am Mitteldeutschen Krebszentrum arbeiten in Grundlagenforschung und Entwicklung innovativer Therapieansätze eng mit wichtigen Großforschungs</p>
Zeit für Gespräche und Lösungen für Probleme<img alt="Sie beraten Kolleg&#58;innen, Patient&#58;innen und nun auch Angehörige aus pflegerischer Sicht zu vielen Fragen rund um die Behandlung von Krebserkrankungen&#58; Annett Sudarma (re.), Matthias Herrmann (2.v.r.) und Sarah Pollrich 2.v.l.). Die Mitarbeiterin links auf dem Foto gehört dem Team des pflegerisch-onkologisch Konsildienstes aktuell nicht mehr an." src="/presse/PressImages/pic_20230117111347_0f4da34bbe.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2023-01-16T23:00:00ZLeipzig. Seit drei Jahren gibt es am Universitätsklinikum Leipzig einen Pflegerisch-Onkologischen Konsildienst (POK). Dieser Dienst berät, befragt, informiert und analysiert die Situation onkologischer Patient:innen – aus Sicht der pflegerisch Verantwortlichen am UKL ein Erfolg, aber auch Ärzt:innen sehen positive Effekte. Seit kurzem gehört dazu neben der Beratung der betreuenden Kolleg:innen und der behandelten Patient:innen auch die Beratung von Angehörigen. <p>&quot;Wir haben am UKL vor drei Jahren den Pflegerisch-Onkologischen Konsildienst zunächst als kollegiale Beratung und Anlaufstelle für Patient&#58;innen aufgebaut&quot;, berichtet Matthias Herrmann, Pflegerischer Bereichsleiter der <a href="/einrichtungen/uccl/über-das-uccl/onkologische-pflege">Palliativmedizin/Onkologische Pflege.</a> &quot;Damit gelang es uns, die Pflegequalität zu verbessern, fachliche Kompetenz zu bündeln und der Zielgruppe, Patient&#58;innen mit Krebserkrankungen, größtmögliche Fürsorge und Unterstützung angedeihen zu lassen.&quot; Seit dem vergangenen Jahr wurde das Angebot nun um die sehr wichtige Beratung für Angehörige erweitert. &#160;&#160;</p> <p>In einer renommierten deutschen Zeitung habe es mal in einem Artikel geheißen, dass an Kliniken oft keine Zeit für Menschlichkeit sei - bedingt durch zu wenig Personal, Zeitdruck und andere Faktoren. Daher galt es Wege zu finden, sagt Herrmann, gerade den besonders gesundheitlich schwer betroffenen Patient&#58;innen sowie deren Angehörigen zusätzliche Hilfe und Unterstützung anzubieten. &quot;Für diese nun geschaffene Gesprächszeit mit unserem speziell dazu ausgebildeten Fachpersonal sind die Patient&#58;innen sehr dankbar&quot;, erklärt er.&#160;<br>Eingebunden in diesen Konsildienst, der an Krebs Erkrankte betreut, berät, informiert, Beratungsgespräche evaluiert und sich somit bestmöglich um deren Belange kümmert, sind am UKL rund 60 onkologische Pflegefachkräfte. &quot;Das ist ein großes Team, auf das wir auch sehr stolz sind&quot;, so Herrmann.&#160;<br><br></p> <p>&quot;In den interdisziplinären Fallbesprechungen mit Ärzt&#58;innen, Psychoonkolog&#58;innen, Ernährungsberater&#58;innen und Logopäd&#58;innen, sowie auch bei den onkologischen Pflegevisiten und Angehörigenberatungen sammeln wir sozusagen Wissen und Erfahrungen ein, die dann letztlich in Standards münden, welche klinikweit für onkologische Pflegekräfte gelten&quot;, erläutert Matthias Herrmann.<br>Die Rückmeldungen der Patient&#58;innen seien ausgesprochen positiv&#58; &quot;Wir reden mit ihnen, hören ihnen zu und versuchen - auch stationsübergreifend - uns ihrer Probleme und Sorgen anzunehmen und Lösungen zu finden.</p> <p>&#160;</p> <p>Prof. Dr. Florian Lordick, Direktor des <a href="/einrichtungen/uccl">Universitären Krebszentrums Leipzig</a>, schätzt die große Erfahrung der onkologisch Pflegenden und ihre persönliche Einsatzbereitschaft. &quot;Sie tragen wesentlich dazu bei, dass sich unsere Patient&#58;innen sicher fühlen im Umgang mit der Krankheit und den Therapiemaßnahmen. Raum für Beratung und Gespräche mit den Patient&#58;innen sind immer besonders wichtig, um auf Bedürfnisse und Sorgen reagieren zu können. Dabei haben die Pflegekräfte mit Blick auf die Patient&#58;innen eine andere Perspektive und andere Zugangswege als unsere Ärzt&#58;innen. Aber genau das vervollständigt die umfassende Betreuung in unserer Einrichtung.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Konsildienst um Angehörigenberatung erweitert</strong></p> <p>Der 46-jährige Matthias Herrmann beschreibt ein Beispiel&#58; &quot;Ein Patient klagt über starke Nebenwirkungen bei der Chemotherapie, er leidet ständig unter großer Übelkeit. Hier würden wir nun mit den entsprechenden fachlichen Partnern überlegen, ob und wie wir mit zusätzlichen Mitteln diese Übelkeit mildern kann - gegebenenfalls auch mit komplementären Möglichkeiten. Hier greifen beispielsweise das Angebot der Aromapflege oder ein weiterer Ansatz, die Akupressur.&quot; Generell liegt das Hauptaugenmerk der Beratung des Fachpflegeteams auf einer sehr breiten und ganzheitlichen Betrachtung einschließlich der Vermittlung von Kontakten zu anderen Berufsgruppen wie Ernährungsberatern oder dem Sozialdienst. &#160;&#160;<br><br></p> <p>Besondere Bedeutung haben dabei auch die Angehörigenberatungen, weshalb der Konsildienst auch um diesen Aspekt erweitert wurden. &quot;Wir wissen, dass die Familie ein wichtiger Pfeiler des sozialen Umfelds ist, also eine Art Kraftzentrum, dass schwer erkrankten Patient&#58;innen innere Stärke, Mut und Zuversicht gibt. Aber auch die Angehörigen benötigen manchmal Unterstützung und Beratung, damit sie ihrem erkrankten Familienmitglied unterstützend und begleitend zur Seite stehen können&quot;, betont Herrmann.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Kontakt</strong></p> <p>Den Kontakt zum pflegerisch-onkologisch Konsildienst erhalten Patienten&#58;innen, die am UKL in Behandlungen sind, und deren Angehörige entweder über das Stationspersonal oder direkt unter Telefon 0341-97 11722.&#160;</p> <p>&#160;</p>
Wie Patienten von der Krebsforschung profitieren<img alt="Wie hier bei einer früheren Veranstaltung heißt Prof. Florian Lordick (hinten, stehend) Patient&#58;innen und Gäste zum Informationstag Krebs am 3. September am UCCL willkommen." src="/presse/PressImages/pic_20220826114518_4f1f13c828.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-08-25T22:00:00ZLeipzig. "Man muss Krebserkrankungen besser verstehen, um neue Therapieansätze entwickeln und diese in den klinischen Alltag überführen zu können", betont Prof. Dr. Florian Lordick, Direktor des Universitären Krebszentrums Leipzig (UCCL). Zum 10-jährigen Bestehen der Einrichtung sind Interessierte am 3. September herzlich eingeladen zu einem Informationstag, bei dem Bilanz gezogen und in die Zukunft geblickt wird. <p>&quot;Wir wollen uns ganz dem Thema Krebsforschung widmen und dabei aufzeigen, wie unsere Patienten bereits heute von den Forschungsergebnissen profitieren können&quot;, so Prof. Lordick. Hierfür haben wir ein spannendes Programm aus Vorträgen und Diskussionen für Sie zusammengestellt. Zudem können Sie in informativen Führungen hinter die Kulissen blicken und an diversen Informationsständen mehr über Forschung und Innovationen am <a href="/einrichtungen/uccl">UCCL</a> erfahren.&quot;</p> <p>Beispielsweise wird Prof. Dr. Anja Mehnert-Theuerkauf einen Vortrag darüber halten, was wirklich für die Patienten zählt. Prof. Dr. Ines Gockel geht der Frage nach, ob Genuntersuchungen helfen, Krebserkrankungen früher zu erkennen und besser zu behandeln. Immuntherapie, roboterunterstützte Operationen und künstliche Intelligenz sind weitere Themen der Veranstaltung, begleitet von Führungen und Demonstrationen. Zudem erhält der Runde Tisch der Selbsthilfe am UCCL die Gelegenheit, Entwicklungen der Krebsmedizin zu bewerten und den Blick in die Zukunft aus Patientenperspektive zu richten.<br><br></p> <p><strong>Informationstag Krebs<br></strong>Aktuelles aus der Krebsforschung - wie können Patienten schon heute profitieren?<br>Sonnabend, 3. September<br>9.30 bis 13 Uhr<br>Hörsaal im Haus 4<br>Liebigstr. 20<br>04103 Leipzig</p>
Versorgung von Krebspatienten in Mitteldeutschland auf höchstem Niveau<img alt="Hocherfreut zeigt sich Prof. Florian Lordick, Direktor des Universitären Krebszentrums am Uniklinikum Leipzig und Vorstand des CCCG, angesichts der nun bestätigten Aufnahme in das Förderprogramm der Deutschen Krebshilfe (DKH) zur Initiierung und Weiterentwicklung von Exzellenz-Krebszentren." src="/presse/PressImages/pic_20220726112447_eb69a3cb92.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-07-25T22:00:00ZLeipzig/Jena. Seit 2019 arbeiten die beiden Universitätskliniken Leipzig und Jena in am Aufbau eines Onkologischen Spitzenzentrums für Mitteldeutschland (Comprehensive Cancer Center Central Germany – CCCG). Ende 2020 wurde das Zentrum mit der Unterzeichnung eines entsprechenden Kooperationsvertrages beider Unikliniken offiziell gegründet. Durch die aktuell bestätigte Aufnahme dieses CCCG in das Förderprogramm der Deutschen Krebshilfe (DKH) zur Initiierung und Weiterentwicklung von Exzellenz-Krebszentren wurde die gemeinsame Arbeit durch ein internationales Expertengremium gewürdigt. <p>&quot;Die Förderung als Exzellenz-Krebszentrum ist ein wunderbares Signal für die Patient&#58;innen in unserer bisher an dieser Stelle nicht optimal versorgten Region&quot;, betont Prof. Florian Lordick, Direktor des <a href="/einrichtungen/uccl">Universitären Krebszentrums am Uniklinikum Leipzig</a> und Vorstand des CCCG. &quot;So können noch mehr an Krebs erkrankte Menschen von einer schnellen Übertragung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und moderner Verfahren in der Krebsdiagnostik und -therapie profitieren als bisher.&quot; &#160;Er wies ferner darauf hin, dass der Standort Leipzig bereits seit 2018 durch die DKH zur Entwicklung eines Onkologischen Spitzenzentrums gefördert werde.</p> <p>Prof. Andreas Hochhaus, Vorstandsmitglied des CCCG und Direktor der Klinik für Innere Medizin II, Hämatologie und Internistische Onkologie am Universitätsklinikum Jena betont&#58; &quot;Wir freuen uns sehr, dass unsere Bewerbung erfolgreich war und wir ins Förderprogramm der Deutschen Krebshilfe aufgenommen worden sind. Damit ist der Weg frei für Versorgungsstrukturen in Thüringen und in Sachsen, die es künftig ermöglichen, Krebspatienten aus dem ländlichen Raum wohnortnah die gleichen Behandlungschancen zu ermöglichen wie unmittelbar vor Ort an einem Uniklinikum.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p>Kernaufgabe eines onkologischen Spitzenzentrums ist die Weiterentwicklung der multidisziplinären Patientenversorgung. Das bedeutet konkret auch, Versorgungsstrukturen und -abläufe weiterzuentwickeln, mit Krankenhäusern der Region, niedergelassenen Ärzten und Reha-Einrichtungen eng zu kooperieren.</p> <p>76 Kooperationspartner in der Region Mitteldeutschland gehören schon heute zum Konsortium des CCCG.</p> <p>Ein Beispiel für die neue Qualität des CCCG ist das gemeinsame molekulare Tumorboard&#58; Hier besteht für alle Versorger in der Region die Möglichkeit, eigene Patienten vorzustellen und gemeinsam individuell zugeschnittene Lösungen zu finden.</p> <p>Allein 2021 sind im CCCG insgesamt 9500 Patienten behandelt worden.</p> <p>Ein weiterer Schwerpunkt des CCCG ist es, die Krebsmedizin durch innovative onkologische Forschung speziell auf den Gebieten der digital gestützten Präzisionschirurgie sowie Immun- und Zelltherapie voranzubringen.</p> <p>&#160;</p> <p>Mit dem Mitteldeutschen Krebszentrum werden deutschlandweit jetzt 15 Spitzenzentren gefördert, jeweils für einen Zeitraum von zunächst vier Jahren.&#160;</p> <p>Neben diesen Spitzenzentren zertifiziert die Deutsche Krebsgesellschaft auf der zweiten Ebene Onkologische Zentren und als dritte Ebene Organkrebszentren. Diese Strukturen stellen sicher, dass Tumorpatienten in Deutschland flächendeckend nach einheitlichen, hohen Qualitätsstandards behandelt und versorgt werden.</p> <p>&#160;</p>
Darmkrebsmonat März: Der Tumor wartet nicht auf das Ende der Pandemie<img alt="Experten verschiedener Fachrichtungen beantworten am 11. März von 14 bis 16 Uhr Fragen zum Thema Darmkrebs am Telefon." src="/presse/PressImages/pic_20220307115310_3ef5cf238a.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-03-06T23:00:00ZLeipzig. Darmkrebs gilt derzeit in Deutschland bei Männern als dritt- und bei Frauen als zweithäufigste bösartige Tumorerkrankung. Doch selbst wenn diese zu einem frühen Zeitpunkt entdeckt wird, ist eine Operation meist unumgänglich – kann dann in aller Regel aber minimal-invasiv ausgeführt werden. Mediziner:innen raten daher immer zu Vorsorgeuntersuchungen. Am 11. März 2022 beantworten Krebs-Expert:innen des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) bei einer Telefonaktion die Fragen von Betroffenen und Interessierten. <p>Zwischen 14 und 16 Uhr stehen an diesem Tag Ärzt&#58;innen der Viszeralchirurgie, Onkologie, Gastroenterologie und Psychoonkologie im Rahmen des Darmkrebsmonats März für die Fragen ihrer Anrufer zur Verfügung.&#160;<br><br></p> <p>&quot;Trotz moderner Möglichkeiten in der Chirurgie bleibt das beste immer noch die Vorsorge - auch und gerade in Zeiten der Pandemie&quot;, erklärt Privatdozent Dr. Sigmar Stelzner, leitender Oberarzt in der Viszeralchirurgie des UKL und neuer Leiter des Darmkrebszentrums. &quot;Denn&quot;, so betont er, &quot;der Darmkrebs wartet nicht, sondern bildet sich in über 90 Prozent aller Fälle ganz spontan. Trotzdem helfen aber regelmäßige körperliche Betätigung, wie zum Beispiel ein täglicher Spaziergang, eine ausgewogene, fleischarme Kost und wenig bis gar kein Alkohol und Nikotin, die Entstehung von Darmkrebs zu verhindern.&quot;<br><br></p> <p><strong>Chance auf Heilung bei frühzeitiger Entdeckung gut<br></strong>Aus seiner Sicht sei es sogar verständlich, dass wegen der Corona-Pandemie viele Menschen vermeintlich weniger dringliche Probleme verschoben haben, wie eben auch eine Vorsorgekoloskopie, meint PD Dr. Stelzner. Diese wird in Deutschland ab dem 55. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen und auch von den meisten privaten Versicherungen bezahlt und zielt auf die Erkennung von Darmkrebs oder von Vorstufen, welche in aller Regel gut behandelt werden können.&#160;</p> <p>&quot;Wird ein Darmkrebs in einem frühen Stadium entdeckt, ist eine Operation oft unumgänglich. Dennoch bietet die Frühform entscheidende Vorteile&quot;, erläutert der UKL-Experte.</p> <p>In aller Regel könne die notwendige Operation minimal-invasiv ausgeführt werden, entweder als klassische &quot;Knopflochchirurgie&quot; oder mit Hilfe eines Operationsroboters, wie er auch am UKL im Einsatz ist.&#160;</p> <p>Frühform heiße aber vor allem, so PD Dr. Stelzner, dass die Chancen auf Heilung sehr gut stünden, da die Tumoren dann noch nicht gestreut hätten, weder in andere Organe wie Leber oder Lunge, noch in die darmnahen Lymphknoten.</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Ein sehr emotionales Thema ist auch der schließmuskelnahe Enddarmkrebs&quot;, weiß der Viszeralchirurg aus seiner langjährigen Erfahrung. &quot;Musste in der Vergangenheit häufig ein dauerhaftes Stoma, also ein künstlicher Darmausgang, angelegt werden, kann innerhalb eines Darmkrebszentrums, wie wir es hier am UKL haben, durch das Zusammenwirken vieler Fachrichtungen häufig doch ein Schließmuskelerhalt erzielt werden.&quot;&#160;</p> <p>Eine individuelle Beurteilung, ein maßgeschneidertes Therapiekonzept und eine präzise Operationstechnik seien wichtige Voraussetzungen für den Erfolg. &quot;Wir ringen bei diesen Operationen um jeden Millimeter&quot; meint der Darmoperateur, der für diese komplexen Eingriffe auch umfangreiche anatomische Studien durchgeführt hat.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Telefonaktion am 11. März 2022, 14 bis 16 Uhr</strong></p> <p>Mit diesen Expert&#58;innen können Betroffene und Interessierte in der genannten Zeit sprechen&#58;</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; PD Dr. Sigmar Stelzner, <a href="/einrichtungen/vttg/viszeralchirurgie/viszeralchirurgie">Viszeralchirurgie</a> / Telefon&#58; 0341 97-20755</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Dr. Matthias Mehdorn, Viszeralchirurgie / Telefon&#58; 0341 97-20582</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Prof. Dr. Ines Gockel, Viszeralchirurgie / Telefon&#58; 0341 97-17201</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Prof. Dr. Ulrich Hacker, <a href="/einrichtungen/uccl">UCCL/Onkologie</a> / Telefon&#58; 0341 97-26586</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Dr. Jürgen Feisthammel, <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/gastroenterologie">Gastroenterologie</a> / Telefon&#58; 0341 97-19963</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Dr. psych. Helge Danker, <a href="/einrichtungen/medizinische-psychologie">Psychoonkologie</a> / Telefon&#58; 0341 97-17866</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Webcast&#58; &quot;Das kolorektale Karzinom im Fokus&quot;</strong></p> <p>Bereits zwei Tage vor der Telefonaktion, am 9. März, laden PD Dr. Stelzner und Prof. Ines Gockel, Leiterin der UKL-Viszeralchirurgie, ihre Kolleg&#58;innen zu einer Online-Fachveranstaltung mit dem Titel &quot;Das kolorektale Karzinom im Fokus&quot;.&#160;</p> <p>Noch immer werde die Gesundheitslandschaft in Deutschland von der Corona-Pandemie mit ihren weitreichenden Auswirkungen geprägt, so die Veranstalter. Davon seien auch Patient&#58;innen mit kolorektalem Karzinom betroffen. Mit der Veranstaltung möchten die UKL-Mediziner&#58;innen signalisieren, dass trotz aller Umstände die Vorsorge, Diagnose und Therapie des kolorektalen Karzinoms vollumfänglich gewährleistet werden könne.</p> <p>&#160;</p>

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