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Pressemitteilungen des UCCL

 

 

Zentrum für erblichen Darmkrebs am UKL gegründet<img alt="&quot;Betroffene möglichst früh finden&quot;&#58; Prof. Ines Gockel, Leiterin des Bereichs Viszeralchirurgie am UKL." src="/presse/PressImages/pic_20180320105302_85736838d7.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-03-19T23:00:00ZDer erste Patient ist schon da: Er ist 43 Jahre alt, wurde wegen einer Darmkrebserkrankung operiert und seine Großmutter soll an Krebs gestorben sein. Nun will Zentrum für erblichen Darmkrebs, frisch gegründet am Leipziger Universitätsklinikum, ermitteln, ob er an einer erblichen Erkrankung litt. Denn das ist nicht nur für ihn, sondern auch für seine Geschwister und seine Kinder wichtig. <p>&quot;In unserem Zentrum für erblichen Darmkrebs werden <a href="https&#58;//chirurgie2.uniklinikum-leipzig.de/ck2.site%2cpostext%2cviszeralchirurgie.html" rel="ext" target="_blank">Viszeralchirurgie</a>, <a href="http&#58;//humangenetik.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Humangenetik</a>, <a href="http&#58;//gastroenterologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Gastroenterologie </a>und <a href="http&#58;//www.krebszentrum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Onkologie </a>Hand in Hand zusammenarbeiten, um betroffene Personen möglichst früh zu finden&quot;, so Prof. Dr. Ines Gockel, die die Viszeralchirurgie leitet. &quot;Dafür erarbeiten wir interdisziplinär ein einheitliches diagnostisches Vorgehen&#58; Welche Untersuchungen sind bei welchen Voraussetzungen nötig? Denn einerseits behandeln Gastroenterologen Patienten, die zwar noch keinen Darmkrebs haben, aber eine Beratung wegen Krebserkrankung eines Familienangehörigen suchen. &#160;Andererseits kommen zu uns in die Chirurgie Patienten, bei denen die Krebserkrankung schon ausgebrochen ist.&quot;</p> <p>Die große Herausforderung für das neue Zentrum für erblichen Darmkrebs wird also sein, die Antwort auf die Frage zu finden&#58; Wie gelingt es, alle gefährdeten Patienten zu identifizieren? Dafür wurden bei der konstituierenden Sitzung des Zentrums erste Rahmen gesteckt&#58; Darmkrebs-Patienten, die unter 45 Jahre alt sind und alle mit mehr als einem Tumor, diese werden genauer unter die Lupe genommen. <br>&quot;Wenn die Patienten bestimmte Testkriterien erfüllen, erfolgen molekularpathologische und zuletzt auch molekulargenetische Untersuchungen&quot;, erläutert Prof. Dr. Johannes Lemke (Foto), Leiter des Instituts für Humangenetik. &quot;Mit der Panel-Diagnostik haben wir eine Methodik, die uns aufzuklären hilft, ob eine Erkrankung eine genetische Ursache hat. Daraus erwächst dann die Chance, weiteren Familienmitgliedern eine zielgerichtete Untersuchung anbieten zu können.&quot;</p> <p>Bei der ersten Sitzung diskutierten die vier medizinischen Fachdisziplinen, welche Abläufe wichtig sind. Natürlich braucht es eine Dokumentation und eine zentrale Schaltstelle. Vorerst stellt das zertifizierte Zentrum für Darmkrebs am UKL den organisatorischen Rahmen, und es werden Viszeralchirurgie, Gastroenterologie und Onkologie bei ihren Patienten spezielle Kriterien erfragen, auf auffällige Krankengeschichten achten und diese dann zusammenführen. So wie mit dem Patienten Nr. 1 des Zentrums für erblichen Darmkrebs, der dann im Mittelpunkt der ersten interdisziplinären Sprechstunde stand. Das Ziel aber brachte der Viszeralchirurg Dr. Boris Jansen-Winkeln auf den Punkt&#58; &quot;So gut wir bei unserer Zusammenarbeit sind&#58; Wir müssen Automatismen entwickeln, damit uns keiner durchs Raster fällt.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Kontakt</strong>&#58;<br>Zentrum für erblichen Darmkrebs<br>Tel.&#58; 0341 / 97-17004</p>
Auf Immuntherapie liegen im Kampf gegen Krebs die größten Hoffnungen<img alt="Das UCCL ist seit 2015 als zertifiziertes onkologisches Zentrum nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft anerkannt." src="/presse/PressImages/pic_20180129102659_26df67e811.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-01-28T23:00:00Z"Die Medizin ist wieder ein Stück besser geworden. Und wenn jeder Einzelne noch ein Stück besser wird und die Zusammenarbeit stimmt, kommen Mediziner, Wissenschaftler und Betroffene gemeinsam im Kampf gegen den Krebs voran", sagt Prof. Dr. Florian Lordick, Direktor des Universitären Krebszentrums Leipzig (UCCL), mit Blick auf den Weltkrebstag am 4. Februar. <p>Leider seien bösartige Tumorerkrankungen weiterhin - nach den Herz-Kreislauferkrankungen - die zweithäufigsten schweren und tödlich verlaufenden Krankheiten. Jedes Jahr werde in Deutschland bei einer halben Million Menschen Krebs neu diagnostiziert, so der Leipziger Onkologe. &quot;Aber die Erforschung der Krebserkrankungen macht große Fortschritte. Und das ist unglaublich wichtig. Denn wir müssen verstehen, wie und wodurch Krebs entsteht und wächst - dann hat man auch Lösungsansätze, ihn erfolgreich zu bekämpfen.&quot; Zudem können einige der häufigsten Krebserkrankungen, wie Brust- oder Darmkrebs, heute viel früher erkannt werden, wodurch die Krankheit eher bekämpft werden kann, wodurch wiederum die Überlebenschancen größer werden. Schon heute können weit mehr als die Hälfte der Patienten mit Krebs geheilt werden.</p> <p>Wie der Krebsexperte weiter sagt, hat sich die Qualität in der Versorgung der Krebspatienten deutlich verbessert. Gründe dafür sind&#58; Die medizinischen Fachdisziplinen arbeiten immer enger zusammen. Es wurden die besten Methoden und Mittel in der Krebsbehandlung erforscht und festgelegt, die in klaren, verbindlichen Leitlinien mündeten. Es gibt große technologische Fortschritte, wie präzisere Operationen, schonendere Bestrahlung sowie neue und besser wirksame Medikamente.</p> <p>&quot;Unsere größten Hoffnungsträger heute sind Immuntherapeutika, also Medikamente, die die Selbstheilungskräfte des Körpers stärken oder sogar genetisch veränderte körpereigene Immunzellen, die in den Körper zurückgeführt werden&quot;, so Prof. Lordick. Diese Entwicklung, die freilich noch stark an Forschung und Studien gebunden ist, wird am universitären Standort Leipzig vorangetrieben durch eine neu eingerichtete <a href="http&#58;//ikit.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Professur für Immunonkologie</a>. Mit der Berufung von Prof. Dr. Ulrike Köhl, einer Spezialistin für zelluläre Immuntherapeutika, wird die krebsmedizinische Expertise der Leipziger Universitätsmedizin verstärkt.</p> <p>Zum Weltkrebstag betont der <a href="http&#58;//www.krebszentrum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Direktor des UCCL</a>, dass jeder Einzelne die Chance hat, mit gesundheitsbewusstem Verhalten Krebserkrankungen zu vermeiden. &quot;Wir kennen die Hauptrisiken. Deshalb empfehle ich dringend, aufs Rauchen zu verzichten, immer schön in Bewegung zu bleiben, sich ausgewogen zu ernähren, Alkohol nur in Maßen zu genießen und das Normalgewicht zu halten. Zudem gibt es schon eine Impfung gegen eine der gefährlichsten Krebserkrankungen&#58; Die HPV-Impfung hilft heranwachsenden Frauen, das Risiko für Gebärmutterhalskrebs zu verringern.&quot;</p>
(Über)-Leben mit Krebs<img alt="Am 14. Oktober findet der Patiententag Krebs des UCCL statt. Vorgestellt werden neue Therapien." src="/presse/PressImages/pic_20171006100649_e1f9c70bdf.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2017-10-05T22:00:00ZLeipzig. Neue Therapien bei Krebs – unter diesem Motto steht der diesjährige Patiententag des universitären Krebszentrums am Uniklinikum Leipzig. Am 14. Oktober stellen die Krebsexperten des UKL von 10 bis 14.30 Uhr die aktuellen Entwicklungen vor und stehen auch für individuelle Gespräche zur Verfügung. Rundgänge bieten Einblicke in Bereiche wie die Strahlentherapie, Pathologie, Nuklearmedizin aber auch die Roboterchirurgie und die Chemotherapie. <p>&quot;Viele Menschen erleben Krebserkrankungen heute als etwas, das zum Leben dazu gehört&quot;, erklärt Prof. Florian Lordick, Direktor des <a href="http&#58;//www.krebszentrum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">UKL-Krebszentrums UCCL</a>. &quot;Fast jeder ist damit konfrontiert, nicht nur direkt als Betroffener, sondern auch in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis.&quot;</p> <p>Dank der Fortschritte in Diagnostik und Therapie können viele Krebserkrankungen heute früh entdeckt und gut behandelt werden. Das macht Krebs zu einer Erkrankung, mit der immer mehr Menschen viele Jahre (über)leben.</p> <p>&quot;Für uns bedeutet dies, Angebote zu machen, die über die reine Beherrschung der Erkrankung hinausgehen&quot;, so Lordick. Wie geht es weiter nach der Therapie? Was ist zum Beispiel mit einem Kinderwunsch? Welche Verfahren sind in der jeweiligen Lebensphase individuell die besten? &quot;Vor allem aber wollen wir den Menschen die Angst nehmen, die oft noch mit einer Krebsdiagnose verbunden ist&quot;, so Lordick. Der Infotag will daher Krebsmedizin erlebbar machen, mit Einblicken in Klinikbereiche wie die Strahlentherapie, das PET/MRT oder die Pathologie.&#160; Und unter dem Titel &quot;Keine Angst vor der Chemotherapie&quot; lädt das UCCL zu einer Führung durch die Räume des Krebszentrums ein.</p> <p>Parallel zu den Führungen stellen&#160; Experten aller Fachbereiche in Kurzvorträgen neue Therapieansätze bei verschiedenen Krebsarten vor. Dazu gehört auch die Immuntherapie, ein Bereich, in dem derzeit die schnellsten und spannendsten Entwicklungen zu beobachten sind. Alle Experten stehen übrigens nach den Vorträgen noch zu &#160;persönlichen Gesprächen zur Verfügung.</p> <p>Ein besonderes Angebot finden zudem Patienten mit oder nach Lungenkrebs&#58; Leipzigs erste <strong>Selbsthilfegruppe Lungenkrebs</strong>, die zehn Tage später zur Gründungsveranstaltung am UKL einlädt, wird sich schon ein erstes Mal vorstellen.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Informationstag Krebs &quot;Neue Therapien 2017&quot;</strong></p> <ul> <li>Samstag, 14. Oktober 2017</li> <li>10 bis 14.30 Uhr</li> <li>Universitätsklinikum Leipzig, Liebigstraße 20&#160;&#160; &#160;</li> </ul>
UCCL: Seit fünf Jahren Rundum-Betreuung auf höchstem Niveau<img alt="Professor Florian Lordick, Direktor des UCCL, hier im Gespräch mit Schwester Anke Treichel." src="/presse/PressImages/pic_20170901103819_0f168ce890.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2017-08-31T22:00:00ZLeipzig. Vor fünf Jahren, am 1. September 2012, fiel der Startschuss für das Universitäre Krebszentrum Leipzig (UCCL) am Universitätsklinikum Leipzig. Unter der Leitung von Prof. Florian Lordick hat sich das Zentrum seitdem zu einer zentralen Anlaufstelle für Patienten mit Krebserkrankungen entwickelt. Ihnen stehen im UCCL Experten aller für die Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen benötigten Fachrichtungen zur Verfügung. Gemeinsam setzen sie für ihre Patienten eine optimale und individuelle Therapie um. <p>Eine zentrale Anlaufstelle für Patienten mit einem Krebsverdacht oder einer Krebserkrankung am UKL aufzubauen - mit diesem Anspruch startete das <a href="http&#58;//www.krebszentrum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">UCCL </a>vor fünf Jahren. &quot;Das ist dem Team um Prof. Lordick hervorragend gelungen&quot;, bilanziert Prof. Wolfgang E. Fleig, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. &quot;Das Krebszentrum bietet unseren Patienten im Zusammenspiel mit allen Eirichtungen des UKL eine hochkompetente Rundum-Betreuung, in der Menschen mit Krebs während der Abklärung und Behandlung begleitet und auch umfassend unterstützt werden&quot;, so Fleig weiter.</p> <p>Dass dieses Angebot benötigt und angenommen wird, belegen die Zahlen&#58; Allein im ersten Quartal dieses Jahres verzeichneten das UCCL-Team 5000 Patientenkontakte. &quot;Bei unserem Start, im vierten Quartal 2012, waren es 1400&quot;, erklärt Professor Florian Lordick, Direktor des UCCL. &quot;Diese sehr gute Entwicklung macht uns stolz, denn auf diese Weise können mehr Patienten mit Krebs von den Leistungen der universitären Medizin profitieren&quot;, so Lordick.</p> <p>Im UCCL werden diese Leistungen faktisch gebündelt - hier ist der erste Anlaufpunkt für Menschen mit einer Verdachtsdiagnose oder komplizierten Tumorerkrankungen. In den Sprechstunden kommen multidisziplinäre Teams zusammen, um jeden Fall individuell zu betrachten und das für den Patienten beste weitere Vorgehen zu planen. Das kann eine Folgebehandlung beim niedergelassenen Kollegen ebenso beinhalten wie eine Operation oder die Aufnahme des Patienten in aktuell laufende klinische Studien. Solche Studien bieten früh Zugang zu medizinischen Innovationen wie neuesten Operations- und Bestrahlungsverfahren und wirksameren Medikamenten und sind ein großer Vorteil einer universitätsmedizinischen Betreuung. &quot;Unsere Patienten sollen das Beste erhalten, was moderne Krebsmedizin bieten kann, das ist unser Credo&quot;, so der UCCL-Direktor.</p> <p>In jedem Fall wird daher frühzeitig auch das Beratungsangebot des UCCL, das von psychoonkologischer Unterstützung bis zu sozialer Beratung reicht, in die Behandlung integriert. &quot;Gerade am Anfang, wenn die Diagnose gestellt wird, ist die Unsicherheit und damit der Unterstützungsbedarf sehr groß&quot;, beschreibt Lordick. &quot;Da müssen wir den Patienten das Licht am Ende des Tunnels aufzeigen&quot;. Besonders jungen Menschen mit Krebserkrankungen helfen die Unterstützungsangebote, trotz Krebs ihre Lebensziele wie Ausbildung oder&#160; Familiengründung weiterzuverfolgen. Denn viele&#160; Krebserkrankungen können heute besser behandelt werden. &quot;Für unserer Patienten bedeutet das, sich auf das Leben mit Krebs oder nach Überwindung der Erkrankung einzurichten&quot;, so der UKL-Krebsexperte.</p> <p>Manchmal geht es aber auch darum, die verbleibende Zeit so gut und so lebenswert wie möglich zu gestalten. &quot;Dann besteht unsere Aufgabe darin, unsere Patienten und die Angehörigen auf dem schweren Weg zu begleiten und zu unterstützen, beispielsweise um Vorkehrungen zu treffen oder mit den Symptomen umgehen zu können&quot;, erläutert Lordick. Gerade Schmerzkontrolle wird für viele wichtig. Um hier besser helfen zu können, wurde gerade eine neue Sprechstunde im UCCL eingerichtet. Hier beraten palliativmedizinisch geschulte Experten die Patienten und helfen dabei, solange wie möglich so viel Lebensqualität wie möglich zu erhalten.&#160;</p> <p><strong>Qualitätssiegel und neue Räume </strong></p> <p>Einen besonderen Meilenstein in seiner jungen Entwicklung hat das UCCL 2015 mit der Verleihung des Siegels &quot;Onkologisches Zentrum&quot; durch die &#160;Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) erreicht. Das Leipziger Zentrum ist damit eines der größten nach den strengen Qualitätskriterien der DKG zertifizierten Zentren in Deutschland. &quot;Unsere Patienten können sich darauf verlassen, dass unsere Arbeit umfassend geprüft wurde und höchsten Qualitätskriterien entspricht&quot;, so Lordick.</p> <p>Den nächsten Meilenstein erreicht das UCCL im kommenden Jahr. Mit der Fertigstellung des neuen Klinikzentrums Haus 7 wird auch das Krebszentrum neue, großzügige Räume erhalten. Die Ambulanzen werden sich vergrößern und mehr Platz für die steigende Zahl an Patienten bieten. Zudem rücken alle onkologischen Bereiche des UKL durch den Neubau noch enger zusammen. &quot;Wir freuen uns sehr, so gute Bedingungen für unsere Patienten und unsere Arbeit zu erhalten&quot;, so Lordick. &quot;Mit der entstehenden neuen Portalambulanz wird auch noch deutlicher sichtbar, dass die Krebsbehandlung am UKL von vielen Spezialisten getragen wird, aber aus einer Hand kommt.&quot; &#160;&#160;&#160;</p>
Brustzentrum und Darmzentrum am UKL erfolgreich zertifiziert<img alt="Dr. Susanne Briest ist Leiterin des zertifizierten Brustzentrums am UKL." src="/presse/PressImages/pic_20170817105215_562cd9c076.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2017-08-16T22:00:00ZLeipzig. Das Brustzentrum sowie das Darmzentrum am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) sind erfolgreich zertifiziert worden. Das unabhängige Prüfinstitut OnkoZert bescheinigt beiden Zentren damit, den höchsten Qualitätsrichtlinien in vollem Umfang zu genügen. <p>OnkoZert betreut im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) das Zertifizierungssystem. In einem mehrmonatigen Prozess mussten beide UKL-Zentren nachweisen, alle geforderten fachlichen Anforderungen zu erfüllen.</p> <p><strong>Brustzentrum</strong></p> <p>Neben dem erfolgreichen Nachweis einer außerordentlichen Erhöhung der Fallzahlen spielte der Nachweis einer engen interdisziplinären Verzahnung eine herausragende Rolle. Im <a href="http&#58;//brustzentrum.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">UKL-Brustzentrum Leipzig</a> arbeiten Ärzte aus allen Kliniken und Instituten zusammen, die für die Betreuung einer Patientin mit einem Brustkrebs wichtig sind - von der Diagnostik über die Anwendung besonderer OP-Methoden bis hin zur Plastischen Chirurgie, sollten komplexe rekonstruktive Maßnahmen nach Entfernung des Krebs notwendig werden.</p> <p>Das so genannte vollumfängliche Versorgungsspektrum wird von jedem durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifizierten Brustzentrum gefordert. Allerdings besteht an Kliniken wie dem UKL der Vorteil, dass alle an der Betreuung der Patientin beteiligten Ärzte und Mediziner in &quot;einem Haus&quot; sind. Das vereinfacht die Kommunikation zwischen den Kollegen und erspart lange Wege. So kann beispielsweise eine Patientin die Chemotherapie direkt in der Zentralen Ambulanz des <a href="http&#58;//www.krebszentrum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Universitären Krebszentrums Leipzig (UCCL)</a> erhalten, wo sich ein Team hochspezialisierter Experten um sie kümmert.</p> <p>Besonders hoben die Prüfer von OnkoZert das hohe Niveau der psychoonkologischen Betreuung hervor. Zum einen ist im Brustzentrum selbst eine Sprechstunde etabliert, zum anderen werden alle Patientinnen, die stationär behandelt werden, von den Kollegen aus der Psychoonkologie betreut und über mögliche Behandlungsangebote informiert.<br>Darüber hinaus gibt es für die Patientinnen vielfältige Betreuungsangebote in der Selbsthilfe. innerhalb des jährlich stattfindenden Patiententages des UCCL können sich Betroffene und Angehörige umfassend über Behandlungsmethoden und neue Therapien informieren. Nächster Termin für den Patiententag ist der 14. Oktober.</p> <p>Dr. Susanne Briest<strong>,</strong> Leiterin des Brustzentrums, freut sich über die Zertifizierung. Sie sei Ausdruck der sehr guten Entwicklung des Zentrums in den vergangenen Jahren&#58; &quot;Unsere Patientinnen haben einen Anspruch auf höchste Qualität. Wir möchten diesen Anspruch erfüllen. Dieses Zertifikat ist der Nachweis unserer Qualifikation.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Darmzentrum</strong></p> <p>Bei der Zertifizierung des <a href="https&#58;//chirurgie2.uniklinikum-leipzig.de/ck2.site%2cpostext%2cdarmzentrum.html" rel="ext" target="_blank">Darmzentrums </a>zeigten sich die Auditoren - Prüfer - besonders beeindruckt von der hohen chirurgischen Qualität, die zur Anwendung kommt. Fast alle Operationen können minimal-invasiv angeboten werden, selbst bei zum Beispiel sehr tief sitzenden Rektumkarzinomen. Neue Techniken wie das Neuromonitoring sichern den Funktionserhalt betroffener Organe oder Körperteile.<br> Im Untersuchungszeitraum musste bei keiner einzigen Operation wegen Komplikationen ein erneuter Eingriff erfolgen - ein Ausdruck höchster Qualität.</p> <p>Die erforderliche Erhöhung der Fallzahlen konnte das Darmzentrum ebenfalls nachweisen, für dieses Jahr wird eine weitere Leistungssteigerung erwartet. Breit gefächert stellt sich auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb des UKL dar. Für eine optimale Behandlung der Patienten kooperieren im Darmzentrum die Viszeralchirurgie, Gastroenterologie, Hämatologie/Onkologie, Strahlentherapie, Pathologie und die Radiologie. Kontinuierlich in den Behandlungsprozess eingebunden sind ebenso das Ernährungsteam, die Psychoonkologen, gegebenenfalls die Stomatherapie&#160; und die Physiotherapie als so genannte Supportivbereiche.</p> <p>&quot;Wir haben unsere Kontakte zu den niedergelassenen Gastroenterologen weiter ausgebaut&quot;, sagt Oberarzt Dr. Boris Jansen-Winkeln von der Klinik &#160;für <a href="https&#58;//chirurgie2.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie</a>, der gemeinsam mit der Geschäftsführenden Klinikdirektorin Prof. Ines Gockel das Darmzentrum leitet, &quot;diese weisen die Patienten zu. Die steigenden Zahlen zeigen das große Vertrauen der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen in uns. Sie erwarten vom UKL sehr gute Qualität, und wir erfüllen diese Erwartungen.&quot;</p> <p>Die Zertifikate beider Zentren sind jeweils drei Jahre gültig, werden aber jedes Jahr einer Zwischenprüfung unterzogen.</p>

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