Aktuelles aus dem UCCL

 

 

Seit über 30 Jahren im Dienste exzellenter tumorchirurgischer VersorgungUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Pro Sitzung werden rund 30 Fälle <img alt="Von den 15 spezialisierten Tumorboards am UKL besteht das Sarkomboard am längsten. Pro Sitzung werden rund 30 Fälle besprochen." src="/presse/PressImages/20260113-L-UKL-800-Sarkomboard-19770-69b92ac2ebf34.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2026-03-16T23:00:00ZLeipzig. Unlängst fand am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) das 800. Sarkomboard statt. Einmal pro Woche besprechen hier Experten verschiedener Fachrichtungen grundsätzliche Diagnostik- und Behandlungsschritte bei Tumoren des Bindegewebes und der Knochen sowie von Metastasen an Extremitäten und dem Stammskelett. Seit mehr als drei Jahrzehnten steht das im Jahr 1995 als „Tumororthopädische Konferenz“ ins Leben gerufene Gremium für die Tradition der muskoloskelettalen Tumorchirurgie in Leipzig, vor allem aber auch für gelebte interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit innerhalb des Sarkomzentrums, für wissenschaftliche Exzellenz und eine kontinuierlich verbesserte Versorgung von Patient:innen mit Knochen- und Weichteiltumoren.<p>„Sarkome gehören zu den seltensten Tumorarten“, sagt Prof. Christian Kleber. Der Leiter der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/oup/weitere-schwerpunkte">Tumororthopädie </a>und der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/oup/unfallchirurgie">Unfallchirurgie am UKL</a> sowie des Überregionalen Traumazentrums leitet seit Mai vergangenen Jahres auch das <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/sarkomzentrum">Sarkomzentrum</a>.&#160;<br><br>Als bösartige Wucherungen betreffen Sarkome das so genannte mesenchymale Gewebe, also beispielsweise Knochen, Muskeln, Fett- und Bindegewebe, aber auch Blut- und Lymphgefäße beziehungsweise Nerven- und Sehnenscheiden. Kennzeichnend ist ihre große Vielfalt. Man unterscheidet rund 70 Sarkom-Subtypen, von denen jeder einzelne sehr selten vorkommt. Bei Erwachsenen machen sie weniger als ein Prozent aller Krebserkrankungen aus.<br><br>Umso wichtiger ist der interdisziplinäre und interprofessionelle Ansatz bei der Diskussion jedes einzelnen Falls. In der täglichen Praxis bedeutet das, dass sich die unterschiedlichen Fachrichtungen gegenseitig mit ihrer Expertise unterstützen und ergänzen.&#160;<br><br><strong>Funktionalität von Gliedmaßen und damit Lebensqualität erhalten&#160;</strong><br><br>Im Mittelpunkt steht dabei immer, die bestmögliche Lösung für die Patient&#58;innen zu finden. Blieb früher oft nur die Amputation als einzige Lösung, lässt sich heutzutage das entfernte krankhafte Gewebe dank besserer Bildgebung, präziserer OP-Techniken und Rekonstruktionen mit Endoprothesen oder Knochentransplantaten immer häufiger ersetzen. Der Erhalt funktionierender Gliedmaßen bedeutet ein klares Plus an Lebensqualität für die Patient&#58;innen. Und die Entwicklung geht weiter. So wurde bespielsweise in jüngster Vergangenheit das psychoonkologische Screening ausgeweitet und die Integration in das <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.mitteldeutsches-krebszentrum.de/">Mitteldeutsche Krebszentrum (CCCG</a>) vorangetrieben, wobei insbesondere die Zusammenarbeit mit dem <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.uniklinikum-jena.de/">Universitätsklinikum Jena </a>ausgeweitet wurde.<br><br>&#160;In Zukunft wird es zunehmend möglich sein, Tumoroperationen per Datenbrille, die den Operateur&#58;innen alle notwendigen Informationen live einblenden, noch präziser und schneller durchzuführen. Am UKL wurde dazu im vergangenen November gemeinsam mit der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/neurochirurgie">Klinik für Neurochirurgie</a> das Forschungsprojekt „Spatial Computing – Datenbrillen in der Chirurgie“ gestartet. Angestrebt wird darüber hinaus die Zertifizierung des Sarkomzentrums durch die <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.krebsgesellschaft.de/">Deutsche Krebsgesellschaft (DKG</a>).&#160;<br><br><strong>Über Jahre hinweg gewachsene Interdisziplinarität</strong><br><br>&#160;Auch die Arbeit im Sarkomboard hat sich gewandelt&#58; Ins Leben gerufen wurde es vor über 30 Jahren von Prof. Georg Freiherr von Salis-Soglio als „Tumororthopädische Konferenz“. Ziel war es bereits damals, die am UKL auf diesem Gebiet vorhandene umfangreiche Expertise in Diagnostik und Therapie zu bündeln. Ein wesentlicher Meilenstein beim Übergang vom Tumor- zum Sarkomzentrum war die in den Jahren 2016/17 erfolgte Einbeziehung viszeraler Sarkome sowie sogenannter gastrointestinaler Stromatumoren (GIST), bei denen es sich um seltene, meist bösartige Bindegewebstumoren (Sarkome) des Magen-Darm-Trakts handelt. Wesentlich befördert wurde dies durch Prof. Ines Gockel, seinerzeit Leiterin der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/vttg">Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie (VTTG) am UKL</a> und Prof. Christoph Josten. Der heutige <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/wir-ueber-uns-ukl/der-vorstand">Medizinische Vorstand des UKL</a> hatte die Leitung des Sarkomboards im Jahr 2016 von Prof. Torsten Prietzel, dem Nachfolger von Prof. von Salis-Soglio, übernommen.&#160;<br><br>Prof. Daniel Seehofer, heutiger Geschäftsführender Direktor der Klinik und Poliklinik für VTTG, sieht darin die eigentliche Geburtsstunde des Sarkomboards in seiner heutigen Form&#58; „Unsere Klinik deckt das gesamte Spektrum der Chirurgie der inneren Organe, insbesondere des Bauch- und Brustraumes, sowie der Gefäße ab. Die Einbeziehung dieser unterschiedlichen Fachbereiche hat wesentlich zu einer weiteren Vertiefung der Interdisziplinarität und in der Fokussierung auf individuelle Versorgungskonzepte im Sarkomboard geführt.“ Seit dieser Zeit bildet die Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie (VTTG) neben der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/oup">Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie (OUP)</a> und dem <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/uccl">Universitären Krebszentrum (UCCL)</a> die dritte wesentliche Säule im Spektrum des Sarkomboard.&#160;<br><br>„Das Sarkomboard steht exemplarisch für den Mehrwert echter Interdiszipilinarität in der modernen Onkologie“, betont Prof. Florian Lordick, Direktor des Universitären Krebszentrums Leipzig (UCCL). „Durch die enge, strukturierte Zusammenarbeit aller beteiligter Fachdisziplinen wird jeder Patient individuell und umfassend diskutiert, so dass therapeutische Chancen bestmöglich genutzt werden können.“ Heute arbeiten im Sarkomboard Expert&#58;innen vieler Fachrichtungen eng zusammen – der Hals- Nasen- Ohrenkunde ebenso wie der Kinderchirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Viszeral- und Thoraxchirurgie, Radiologie, Nuklearmedizin, Dermatologie, Pathologie, Strahlentherapie, Onkologie und Hämatologie. Hinzu kommen Kooperationspartner wie beispielsweise Psychoonkologie, Onkologische Pflege, Physiotherapie und Ernährungsberatung.&#160;<br><br><strong>Starke Zunahme der pro Board diskutierten Fälle</strong><br><br>Anfangs traf man sich einmal im Monat, später 14-tägig und seit 2017 wöchentlich. Rund 25 Jahre lang fanden das Tumor- und das daraus hervorgegangene Sarkomboard in Präsenz statt. Es war der damalige Leiter des Sarkomboards, Prof. Georg Osterhoff, der den Umstieg in ein virtuelles Format seit Mai 2020 maßgeblich vorantrieb. Dadurch wurde zum einen die Fortsetzung der Arbeit des Boards unter Pandemiebedingungen gesichert. Zum anderen eröffnete es die Möglichkeit, mehr Teilnehmer aus unterschiedlichen Fachdisziplinen hinzuzuziehen und die Zeiten bis zu einem Beschluss des Gremiums zu verkürzen. Im Ergebnis hat sich seitdem die Zahl der diskutierten Fälle pro Zusammenkunft deutlich erhöht&#58; von durchschnittlich zwölf Fällen im Jahr 2017 über 20 Fälle im Jahr 2020 bis zu rund 30 Fällen – in der Spitze sogar mehr als 40 – im vergangenen Jahr. In Summe wurden 2025 in allen 51 Sarkomboards insgesamt 1.582 Fälle besprochen. Dies erfordert von allen Beteiligten während der rund einstündigen Zusammenkunft konzentriertes Arbeiten und eine fokussierte Diskussion. Anschließend erfolgt eine fünf- bis sechsstündige Nachbearbeitung einschließlich der Information der Patient&#58;innen und der zuweisenden Ärzt&#58;innen. Parallel dazu wuchs die Zahl der Sarkom-Resektionen am UKL in den vergangenen Jahren – von 21 im Jahr 2019 auf 70 im Jahr 2025. Wesentliche Voraussetzung dafür war, dass seit dem Jahr 2020 am UKL ein eigener Operationssaal für Biopsien und Tumor-Operationen zur Verfügung steht.&#160;<br><br><strong>Eines von 15 spezialisierten Tumorboards am UKL</strong><br><br>Anlässlich des 800. Sarkomboards dankte Prof. Christian Kleber all seinen Vorgängern für die geleistete Arbeit&#58; „Jeder einzelne hat dazu beigetragen, dass das Board heute eine große Wertschätzung erfährt und über die Grenzen Leipzigs hinaus ausstrahlt, wie unter anderem Nennungen in der Ärzte- bzw. Klinikliste des Focus zeigen. Auch die aktive Arbeit in der Arbeitsgemeinschaft Knochentumoren trägt dazu bei.“&#160;<br><br>Rückblickend auf die lange und erfolgreiche Tradition des Sarkomboards verweist Prof. Florian Lordick auf einen weiteren Aspekt&#58; „Es hat maßgeblich dazu beigetragen, dass am UKL heute zahlreiche Organtumorboards etabliert sind, in denen Behandlungsentscheidungen konsequent evidenz- und leitlinienbasiert getroffen werden.“ Derzeit gibt es am UKL 15 spezialisierte Tumorboards beziehungsweise strukturierte interdisziplinäre Fallbesprechungen, die eine breite Palette an Organbereichen und Tumorentitäten abdecken – vom endokrinen Tumorboard über Boards für Lebertumore, gynäkologische, urologische beziehungsweise gastrointensinale Tumore bis zum molekularen Tumorboard und dem interdisziplinären Hämatologie-Board.</p>
Zentrum für personalisierte onkologische Medizin des Universitätsklinikums Leipzig erfolgreich zertifiziertUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Standort ist damit erstes Zentrum in <img alt="Expert&#58;innen des Zentrums für personalisierte Medizin - Onkologie freuen sich über die erfolgreiche Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)." src="/presse/PressImages/20260225-UKL-UCCL-12569-69a16490e2b96.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2026-02-26T23:00:00ZLeipzig. Das Zentrum für personalisierte Medizin (ZPM) – Onkologie des Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist erfolgreich durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert worden. Damit ist die Einrichtung, die zum universitären Krebszentrum des UKL (UCCL) gehört, ihrem Ziel einen entscheidenden Schritt nähergekommen: die Versorgung von Patient:innen mit einer fortgeschrittenen oder seltenen Krebserkrankung zu verbessern. Konkret geht es Prof. Dr. med. Florian Lordick, dem Leiter des UCCL, und Kolleg:innen darum, Betroffenen in der Region Mitteldeutschland eine individuell angepasste Behandlung anbieten zu können. Mit der Zertifizierung ist das ZPM des UKL jetzt auch offizielles Mitglied im Deutschen Netzwerk für personalisierte Medizin (DNPM) – neben 25 anderen. Dabei ist der Standort Leipzig der erste in Mitteldeutschland.<p>Eine zielgerichtete Therapieoption für Patient&#58;innen zu finden, bei denen die Standard-Therapieoptionen absehbar ausgeschöpft sind – das ist es, was die Mitarbeiter&#58;innen des <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/uccl">UCCL </a>um Prof. Lordick treibt. „Dafür suchen sie im Tumormaterial der Patient&#58;innen mittels moderner Sequenzierverfahren nach Veränderungen in den Genen, die Hinweise darauf liefen können, ob es zielgerichtet Behandlungsmöglichkeiten gibt, die einen größtmöglichen Therapieerfolg versprechen“, erklärt Prof. Dr. med. Ulrich Hacker. Der Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie leitet innerhalb des UCCL das molekulare Tumorboard (MTB), ein interdisziplinär zusammengesetztes Team, das auf Basis der gefundenen Ergebnisse am Ende eine Empfehlung für ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept ausspricht. Das MTB findet dabei gemeinsam mit Kolleg&#58;innen des <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.uniklinikum-jena.de/">Universitätsklinikums Jena</a> im Rahmen des gemeinsamen onkologischen Spitzenzentrums, des <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.mitteldeutsches-krebszentrum.de/">Mitteldeutschen Krebszentrums (CCCG)</a>, statt.<br><br>Zur Sicherung der Qualität wurde das Zentrum nun erfolgreich durch die <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.krebsgesellschaft.de/">Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)</a> zertifiziert und kann damit als Vollmitglied in den Kreis der bereits existierenden Zentren für personalisierte Medizin im Bereich der Onkologie aufgenommen werden. „Das Feld entwickelt sich sehr schnell“, sagt Prof. Hacker. „Wir freuen uns über den Erfolg der Zertifizierung, die uns mit kurzem Vorlauf gelungen ist. Unser Dank gilt allen kooperierenden Einrichtungen. So arbeiten wir gemeinsam weiter daran, die Versorgung von Tumorpatient&#58;innen kontinuierlich zu verbessern.“<br><br>Universitäres Krebszentrum Leipzig<br>Liebigstr. 22, Haus 7<br>04103 Leipzig<br>Tel.&#58; 0341 97-12560<br>E-Mail&#58; <a href="mailto&#58;direktion.uccl@medizin.uni-leipzig.de">direktion.uccl@medizin.uni-leipzig.de</a><br><br><a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/uccl/über-das-uccl/zentrum-für-personalisierte-medizin">Homepage des Zentrums für Personalisierte Medizin – Onkologie (ZPM-O) Leipzig</a></p>
Fünf Jahre Fitness-Parcours am UCCLUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Heute zeigt sich: Das Angebot hat <img alt="Prof. Florian Lordick eröffnete vor fünf Jahren mitten in der Pandemie den Sport-Parcours für Krebspatient&#58;innen am UKL. Heute zeigt sich&#58; Das Angebot hat sich bewährt." src="/presse/PressImages/I-20210129055688-6916ff7020998.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2025-11-13T23:00:00ZLeipzig. Fünf Jahre nach Eröffnung eines speziellen Fitness-Parcours für Krebspatient:innen zieht das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) eine positive Bilanz. Unsere Erwartungen haben sich mehr als erfüllt, sagte Prof. Dr. med. Florian Lordick, der als Direktor des universitären Krebszentrums Leipzig (UCCL) am UKL den Parcours 2020 im Rahmen eines deutschlandweiten Studienprojekts mit aufgebaut hat. Ziel des gemeinsamen Projekts von insgesamt elf onkologischen Zentren unter Federführung des Universitätsklinikums Köln war es, herauszufinden, welchen Einfluss Sport auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit von Patient:innen nehmen kann, die sich einer Krebsbehandlung unterziehen. Fünf Jahre später liegen die ersten Ergebnisse vor. Sie legen nahe, dass Sport in der Onkologie mehr kann, als eine Therapie nur zu unterstützen.<p style="text-align&#58;justify;">Dass Krebspatient&#58;innen, die sich regelmäßig aktiv sportlich betätigen, ihre Leistungsfähigkeit und ihr Wohlbefinden steigern können, ist in der Wissenschaft hinlänglich bewiesen. Die Gründe dafür lägen auf der Hand, sagt Prof. Florian Lordick&#58; Sport wirke sich positiv auf das Befinden und das Immunsystem aus und beuge außerdem chronischen Entzündungen und dem Muskelabbau vor, zwei der häufigsten Probleme von Krebspatient&#58;innen.</p><p style="text-align&#58;justify;">Neuesten Erkenntnissen zufolge hat ein moderates Trainingsprogramm für onkologische Patient&#58;innen aber weitaus größere Effekte&#58; „Wir sehen Effekte auf die Überlebenswahrscheinlichkeit der von Krebs Betroffenen, jüngst gezeigt in einer internationalen Studie zum Dickdarmkrebs&#160; – in einem Ausmaß, wie ich es nicht erwartet hätte“, sagt Prof. Lordick. Überlebenswahrscheinlichkeit sei eines der wesentlichen Wirksamkeitskriterien in der Onkologie. „Wenn Sie neue Medikamente zulassen wollen zum Beispiel, dann wird oft verlangt, dass sie die Überlebenswahrscheinlichkeit verbessern.“</p><p style="text-align&#58;justify;">Eine Krebsbehandlung durch Angebote aus dem Bereich der Sporttherapie zu ergänzen, ist nach Meinung von Prof. Lordick deshalb mehr als sinnvoll. Der Onkologe und seine Mitstreiter&#58;innen vom deutschlandweiten Studienprojekt gehen sogar noch einen Schritt weiter&#58; Sie wollen Sport zu einer verschreibbaren und von den Krankenkassen übernommenen Regelleistung für Krebspatient&#58;innen machen. Ein entsprechendes Verfahren zur Anerkennung der sogenannten onkologischen Trainingstherapie laufe bereits, sagt Prof. Lordick nicht ohne Stolz. „Durch die Einrichtung unseres Sportparcours und durch das Angebot, was wir unseren Patient&#58;innen damit machen konnten, haben wir wesentlich dazu beigetragen, dass ein sehr sinnvolles Programm jetzt auch in die Regelleistung geht.“</p><p style="text-align&#58;justify;">Bis es so weit ist, setzen Prof. Lordick und sein Team, zu dem neben Ärzt&#58;innen auch Physio- und Sporttherapeut&#58;innen gehören, ihre Forschungen fort, weil noch längst nicht alle Fragen beantwortet sind. „Wir haben außerdem vor, die Frage nach dem Einfluss von Sport auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit von Krebspatient&#58;innen auszuweiten.“ Prof. Lordick denkt dabei etwa an Menschen, die ihre Krebserkrankung bereits hinter sich gelassen haben und nicht mehr in Behandlung sind. Auch dieser Gruppe von Patient&#58;innen wollen er und seine Kolleg&#58;innen vom UCCL ein spezielles Sportangebot unterbreiten, um eventuelle Rückfälle oder Folgeerkrankungen an anderen Organsystemen vorzubeugen. „Wir wissen um das Risiko, im Nachgang einer Krebserkrankung erneut an Krebs – sei es dieselbe oder eine andere Art – zu erkranken. Auch Folgeerkrankungen am Herz-Kreislauf- oder am Stoffwechselsystem sind leider häufig, sodass ehemalige Krebspatient&#58;innen über Jahre weiter beobachtet und/oder rehabilitiert werden müssen.“ Unterstützt werden der UCCL-Direktor und sein Team dabei durch Spenden. So habe es jüngst in Verbindung mit einem Radevent auf der Teststrecke der Porsche Leipzig GmbH in Schkeuditz eine großzügige Spende des Konzerns von 5.000 Euro gegeben „zur Förderung unserer onkologischen Sportforschung.“</p><p style="text-align&#58;justify;">Dass das wachsende Sportangebot gut angenommen werden wird, steht für Prof. Lordick außer Frage. Der Wille sei da – auch auf Seiten der Betroffenen. Viele von ihnen motiviere der Gedanke, selbst etwas zum Erfolg ihrer Behandlung beitragen zu können. „Sonst sind Patient&#58;innen doch recht passiv der Therapie ausgesetzt&#58; Sie werden operiert oder bestrahlt, mit Chemotherapie oder Tabletten behandelt. Alles Dinge, die die Patient&#58;innen auszuhalten haben, aber nur begrenzt beeinflussen können. Deshalb haben viele das Bedürfnis, etwas tun zu wollen, was ihre Behandlung positiv unterstützt. Und da empfehlen wir mittlerweile mit Überzeugung ein individuell angepasstes und im besten Falle fachlich begleitetes Maß an sportlicher Betätigung – allein oder in der Gruppe. Hauptsache, es findet regelmäßig und langfristig statt.“</p><p>&#160;</p><p>Mehr zum Thema &quot;Sport und Medizin&quot; gibt es in der aktuellen Ausgabe des UKL-Gesundheitsmagazins &quot;<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/HealthMagazine/1125.pdf">Liebigstraße aktuell</a>&quot;. &#160;&#160;</p><p>&#160;</p><p>&#160;</p>
Neue „Cancer Survivorship“-Sprechstunde am Universitätsklinikum Leipzig startet im September 2025Universitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Prof. Dr. Judith Gebauer leitet die <img alt="Prof. Dr. Judith Gebauer leitet die neue Spezialsprechstunde." src="/presse/PressImages/IMG-0594-02-68b0194f423dc.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2025-08-27T22:00:00ZLeipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) erweitert sein Versorgungsangebot und richtet im September 2025 eine neue Spezialsprechstunde für ehemals krebserkrankte Menschen ein. Damit wird erstmals in Leipzig eine Anlaufstelle geschaffen, die sich gezielt der medizinischen und psychosozialen Nachsorge bei sogenannten Cancer Survivors widmet.<p>Initiiert und geleitet wird die Sprechstunde von Prof. Judith Gebauer, die seit dem 1. Mai 2025 die neu geschaffene Professur<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/Seiten/Arbeitsgruppe-Cancer-Survivorship-neu.aspx"> „Cancer Survivorship“ </a>am Universitären Krebszentrum Leipzig (UCCL) innehat. Mit dieser Professur – einer der ersten ihrer Art in Deutschland und der einzigen mit einer klaren klinischen Ausrichtung – wird die bisherige Versorgungslücke für die stetig wachsende Zahl von Langzeitüberlebenden einer Krebserkrankung geschlossen.</p><p>&#160;</p><p><strong>Versorgungslücke und neue Perspektiven</strong></p><p>In Deutschland leben inzwischen mehrere Millionen Menschen, die eine Krebserkrankung überstanden haben. Viele von ihnen sind jedoch mit Spätfolgen konfrontiert&#58; dies können Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hormonelle Erkrankungen, Nervenschäden oder auch Zweittumoren sein. Darüber hinaus finden sich gehäuft psychische Folgen wie Fatigue, Ängste, belastende Erinnerungen und Depressionen. Dennoch fehlen bislang flächendeckend gezielte Nachsorgeangebote für diese Betroffenen.</p><p>Genau hier setzt die neue Sprechstunde am Universitätsklinikum Leipzig an. Sie richtet sich an Menschen, die im Kindes- oder jüngeren Erwachsenenalter (zwischen 0-39 Jahren) an Krebs erkrankt sind – unabhängig davon, wie alt sie heute sind - und deren erste Krebserkrankung mindestens fünf Jahre zurückliegt. Für die kommenden Jahre ist geplant, diese Sprechstunde auch für weitere Langzeitüberlebende zu öffnen.</p><p>&#160;</p><p>In enger Zusammenarbeit von ärztlichen und psychologischen Fachkräften wurde eine ganzheitliche Betreuung etabliert, die sowohl medizinische als auch psychosoziale Aspekte in den Blick nimmt. Darüber hinaus wird die Sprechstunde wissenschaftlich begleitet, um Erkenntnisse über wirksame Strukturen und Interventionen zu gewinnen. Damit verbindet sie klinische Versorgung mit Forschung und leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Bereiches Cancer Survivorship in Deutschland.</p><p>&#160;</p><p>„Wir wollen den Menschen, die eine Krebserkrankung überstanden haben, zeigen&#58; Ihr seid nicht allein mit den Folgen. Unsere Sprechstunde soll ein Ort sein, an dem Sorgen und Folgeerkrankungen erkannt und ernst genommen und Wege zu einem gesunden Weiterleben gefunden werden“, betont Prof. Judith Gebauer. Auch Prof. Florian Lordick, Direktor des <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/uccl">Universitären Krebszentrums Leipzig</a>, sieht in dem Angebot einen wichtigen Meilenstein&#58; „Mit der Survivorship-Sprechstunde erweitern wir die onkologische Versorgung entscheidend. Sie ergänzt die Akuttherapie um eine nachhaltige Betreuung und schließt eine relevante Versorgungslücke. Denn während die Heilungsraten bei Krebs steigen, hinken wir mit der Langzeitbetreuung und Früherkennung sowie Behandlung von Folgeerkrankungen hinterher.“</p><p>&#160;</p><p>Mit dem neuen Angebot übernimmt das Universitätsklinikum Leipzig eine Vorreiterrolle in der Betreuung von Cancer Survivors und setzt einen wichtigen Impuls für die Etablierung vergleichbarer Strukturen an anderen Standorten. Die <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/Seiten/Arbeitsgruppe-Cancer-Survivorship-neu.aspx">Survivorship-Sprechstunde am UCCL</a> startet im September 2025 und eröffnet Betroffenen damit eine dringend benötigte Anlaufstelle, die Hilfe, Orientierung und nachhaltige Unterstützung bietet.</p><p>Betroffene können sich zur Terminvereinbarung an das UCCL-Ambulanzteam wenden, bevorzugt über E-Mail.</p><p>&#160;</p><p><strong>Kontaktdaten Cancer Survivorship Sprechstunde</strong></p><p>E-Mail&#58;<a href="mailto&#58;uccl.ambulanz@medizin.uni-leipzig.de">uccl.ambulanz@medizin.uni-leipzig.de</a><br>Telefon&#58; 0341 97 17365</p><p>&#160;</p><p>Universitäres Krebszentrum Leipzig (UCCL)<br>Liebigstraße 22, Haus 7<br>Universitätsklinikum Leipzig</p><p>&#160;</p><p>&#160;</p><p><strong>Direkt zur -&gt; </strong><a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/Seiten/Arbeitsgruppe-Cancer-Survivorship-neu.aspx"><strong>Ambulanz</strong></a></p><p><strong>Mehr über die neue Cancer Survivorship-Professur erfahren</strong>&#58; <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/presse/Seiten/Pressemitteilung_8047.aspx">https&#58;//www.uniklinikum-leipzig.de/presse/Seiten/Pressemitteilung_8047.aspx</a></p><p>&#160;</p><p>&#160;</p><p>&#160;</p>
Lungenkrebszentrum am UKL erfolgreich zertifiziertUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Damit wird die hohe Qualität der <img alt="Operationen von Lungentumoren, wie hier vom Team um Prof. Steinert durchgeführt, sind ein wichtiger Bestandteil der Arbeit im Lungenkrebszentrum des UKL." src="/presse/PressImages/I-20250523078163-688b14c475a51.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2025-07-30T22:00:00ZLeipzig. Das Lungenkrebszentrum am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist erstmals höchst erfolgreich nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert worden. Damit wird die hohe Qualität der Diagnostik und Behandlung von Lungenkrebserkrankungen am Leipziger Zentrum bestätigt. Die Zertifizierung ergänzt die im Universitären Krebszentrum UCCL konzentrierte Expertise um einen weiteren Bestandteil und rundet so das Spektrum der Krebsmedizin am UKL ab.<p>Lungenkrebs gehört in Deutschland zu den häufigsten Krebserkrankungen. Jährlich erkranken rund 57.500 Menschen neu daran, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen. Hauptsächlicher Risikofaktor bleibt das Rauchen. Oft wird die Krankheit spät diagnostiziert, was ihre Behandlung zusätzlich erschwert. „Dank moderner Verfahren in der Diagnostik und Therapie haben wir hier in den letzten Jahren neue Möglichkeiten erschlossen, mit deren Einsatz wir auch fortgeschrittene Tumoren erfolgreich operieren und behandeln können“, beschreibt Prof. Matthias Steinert, Leiter der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/vttg/thoraxchirurgie">Thoraxchirurgie</a>, die Entwicklungen. Die Basis dafür sind die starken Strukturen, die am UKL geschaffen wurden und weiter ausgebaut werden. In einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit der Thoraxchirurgen, Pneumologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Nuklearmediziner, Pathologen und Onkologen wurden die Prozesse in der Lungenkrebsbehandlung so angepasst, dass sie zum einen optimal den Bedürfnissen der Patient&#58;innen und gleichzeitig dem neuesten Stand des Wissens auf diesem Gebiet entsprechen.<br>Diese Anstrengungen wurden jetzt mit einem sehr guten Ergebnis in einem externen Prüfverfahren von Fachexperten der<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.krebsgesellschaft.de/"> Deutschen Krebsgesellschaft</a> belohnt. Das Audit wurde ohne Anmerkungen abgeschlossen, wobei dem Zentrum ein sehr positiver Gesamteindruck bescheinigt wurde. „Das freut uns natürlich sehr und bestätigt uns in unserem Bestreben, möglichst das beste Ergebnis für unsere Patientinnen und Patienten erzielen zu wollen“, so Prof. Hubert Wirtz, Leiter der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/pneumologie">Pneumologie </a>am UKL.</p><p>Grundlage für den jetzigen Erfolg ist zum einen die Einhaltung der erforderlichen Mindestfallzahlen von 200 sogenannten Primärtumorfällen und 75 chirurgischen Resektionen, die am UKL im letzten Jahr deutlich übertroffen wurden. Entscheidend für diesen Erfolg ist auch ein wachsendes Netzwerk aus niedergelassenen Kolleg&#58;innen, internen und externen Partnern wie dem <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.sana.de/leipzigerland">Sana Klinikum Leipziger Land</a> und der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.asklepios.com/weissenfels/">Asklepios Klinik Weißenfels</a>, das gemeinsam an der Versorgung der Lungenkrebsbetroffenen in Leipzig und der gesamten Region arbeitet. Diese profitieren am UKL-Zentrum besonders vom Zugang zu neuesten Technologien und Studien, die in der universitären Medizin sehr schnell in die Diagnostik und Therapie integriert werden können. So sind die UKL-Radiologen und Pneumologen beispielsweise bereits gut vorbereitet, um die anstehende Einführung eines Screeningprogramms für die Früherkennung von Lungenkrebserkrankungen umsetzen zu können.</p><p>&#160;</p><p>„Die jetzt erfolgte Zertifizierung des <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/lungenkrebszentrum">Lungenkrebszentrums</a> ist eine wichtige Ergänzung unseres Leistungsspektrums im <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/uccl">Universitären Krebszentrum UCCL</a>“, sagt Prof. Florian Lordick, Leiter des UCCL. „Wir sind sehr stolz, dass wir dieses Gütesiegel für unsere Arbeit erhalten haben und damit verbunden die Bestätigung, auf dem richtigen Weg für die bestmögliche Versorgung unserer Patientinnen und Patienten zu sein.“</p>

Liebigstr. 22, Haus 7
04103 Leipzig
Termine:
0341 - 97 17365
Sekretariat:
0341 - 97 12560
Fax:
0341 - 97 17049
Map