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Biopsien und Drainagen in der Interventionellen Radiologie

​Die Interventionelle Radiologie kann, geführt durch Ultraschall, CT oder MRT, schnell und sicher Gewebe- oder Flüssigkeitsproben aus dem Körper entnehmen.

Allgemein

​Das Entnehmen von Gewebeproben kann notwendig werden bei 

  • einer unklaren Lymphknotenschwellung
  • Verdacht auf Metastasen bei unbekanntem Haupttumor
  • Metastasen bei Vorliegen mehrerer Tumorerkrankungen

um die beste Therapie planen zu können.

Eine weitere Möglichkeit ist die Untersuchung oder Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen durch Drainagen z.B. von Abszessen (entzündete Flüssigkeitsansammlungen) im Körperinneren. Neben der überweisenden Fachabteilung gibt es hier eine enge Zusammenarbeit mit den diagnostischen Fächern der Pathologie und Mikrobiologie.

Da die Nadelspitze nach ihrem Eintritt in die Haut von außen nicht mehr sichtbar ist, braucht es eine Methode, mit der die Nadelspitze auf innerhalb des Körpers sichtbar gemacht werden kann. Die gängigsten Verfahren sind der Ultraschall und die Computertomographie.

Die Interventionelle Radiologie ist aber in der Lage, solche Eingriffe auch im MRT unter Navigation durchzuführen. Dies kombiniert die Vorteile der modernsten Bildgebung z.B. auch mit einer Freiheit von Röntgenstrahlen. Insbesondere muss hier die MRT-gestützte Biopsie der Prostata hervorgehoben werden.

Im Gegensatz zu operativen Eingriffen sind radiologisch gestütze Interventionen bzw. Therapieverfahren mit weniger Komplikationen und Risiken verbunden (kleiner bzw. kein Schnitt; in der Regel ist keine Vollnarkose notwendig).

Ablauf der Untersuchung

​Zunächst wird gemeinsam mit dem überweisenden Kollegen die Notwendigkeit und Machbarkeit der Untersuchung besprochen. Über die speziellen und individuellen Risiken der Therapie werden unsere Patienten in einem ausführlichen Gespräch durch einen ärztlichen Mitarbeiter der interventionellen Radiologie vor der Behandlung aufgeklärt.

Während der Untersuchung bzw. des Eingriffs liegen Sie auf einer bequemen Liege, je nach Eingriff in Rücken- oder Bauchlage. Der Verlauf der Nadel wird vom Einstichpunkt bis zum Ziel immer wieder mit dem entsprechenden Untersuchungsverfahren (Ultraschall, CT oder MRT) überprüft.

Im Falle eines CT oder MRT erfolgen zunächst Aufnahmen zur Planung des Eingriffs. Selten muss ergänzend eine geringe Menge Kontrastmittel gegeben werden, um einzelne Strukturen besser sichtbar zu machen und möglichen Verletzungen vorzubeugen.

Nach Markierung der entsprechenden Körperregion (auf der Haut) erfolgt eine örtliche Betäubung, die den anschließenden Eingriff schmerzfrei werden lässt. Im Falle einer Drainagenanlage wird zusätzlich noch ein starkes Schmerzmittel über die Vene gespritzt. Während des gesamten Eingriffs kann der Patient mit dem Arzt sprechen.

Wenn die Kanüle erfolgreich platziert wurde, werden mehrere Gewebeproben entnommen, die anschließend von einem Pathologen mikroskopisch aufgearbeitet wird. Diese Aufarbeitung dauert etwa drei bis fünf Tage.

Geht es um die Untersuchung / Behandlung einer entzündlichen Flüssigkeitsansammlung, ist es meistens sinnvoll, neben einer unmittelbaren Entlastung zusätzlich eine Drainage (dünner Plastikschlauch) einzubringen, um nachlaufende Flüssigkeit über einen längeren Zeitraum ableiten zu können. Eine solche Drainage bleibt in der Regel ca. sieben bis zehn Tage vor Ort, bis die Behandlung abgeschlossen ist. Die Flüssigkeit wird zusätzlich untersucht, so dass z.B. eine individuell zugeschnittene Antibiotika-Therapie durchgeführt werden kann.

Abschließend erfolgt nach allen Eingriffen eine Kontrollbildgebung, um eventuelle Komplikationen auszuschließen und die Lage einer Drainage zu dokumentieren.

Nachsorge

​Nach dem Eingriff sollten Sie in der Regel zwei bis sechs Stunden Bettruhe einhalten und sich am Tag des Eingriffs sowie am nächsten Tag körperlich schonen, z.B. keine schweren Gegenstände heben.

 

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