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Pressemitteilungen

 

 

Neu am UKL: Prof. Dr. Timm Denecke leitet die Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie<img alt="Prof. Dr. Timm Denecke leitet die Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Leipzig." src="/presse/PressImages/pic_20190430112437_8311ab43a6.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-04-29T22:00:00ZLeipzig. Prof. Dr. Timm Denecke leitet seit dem 1. April die Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Leipzig. Der 43-Jährige übernahm diese Aufgabe im Zuge seiner Berufung auf den Lehrstuhl für Radiologie. Er löst damit Prof. Dr. Karl-Titus Hoffmann ab, der die Klinik seit der Emeritierung von Prof. Thomas Kahn vor einem Jahr kommissarisch zusätzlich zu seiner Funktion als Direktor der Abteilung für Neuroradiologie geleitet hat. <p>Für Prof. Dr. Timm Denecke ist der aktuelle Wechsel von der Charité ans UKL in Leipzig eine Rückkehr&#58; Hier hat der gebürtige Nürnberger Medizin studiert, bevor es ihn nach Berlin zog. Jetzt kommt der Radiologe zurück, um die Leitung der <a title="Radiologie" href="/einrichtungen/radiologie" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie</a> am Leipziger Universitätsklinikum zu übernehmen. Timm Denecke begann seine Laufbahn in der bildgebenden Diagnostik mit einer Promotion in der Nuklearmedizin und wechselte dann in die Radiologie. Da die beiden Fachgebiete an der Berliner Charité sehr eng verbunden sind, arbeitete er oft fachübergreifend. Nicht zuletzt deshalb schätzt er auch in Leipzig die Nuklearmedizin als essenzielle Ergänzung der Radiologie und damit als wichtige Partnerdisziplin in Diagnostik und Therapie.<br><br>An der Radiologie begeisterte ihn die breite Palette an Themen. &quot;In diesem klassischen Querschnittsfach gibt es Schnittstellen mit fast allen anderen Fachgebieten, und die Möglichkeiten der interdisziplinären Zusammenarbeit sind entsprechend sehr groß&quot;, erklärt Prof. Denecke. &quot;Mir ist es zudem sehr wichtig, am Patienten zu sein, die Radiologie als ein klinisches Fach zu leben und mich an den Therapieentscheidungen zu beteiligen.&quot; In Berlin habe er hier vor allem mit den Viszeralchirurgen eng zusammengearbeitet. &quot;So eine Kooperation ist für die Patienten von großem Vorteil&quot;, ist Denecke überzeugt, &quot;denn je genauer ich weiß, was der Chirurg machen will, umso besser kann ich ihn dabei mit einer präzisen radiologischen Bildgebung und deren Interpretation unterstützen.&quot; Am besten kläre man Details dabei direkt am Bild von Fachmann zu Fachmann. &quot;Das geht bis hin zu einer Beratung während einer Operation&quot;, so Denecke.<br><br>Der Schwerpunkt seiner klinischen Arbeit liegt entsprechend in der Transplantationsmedizin und Onkologie, in der Wissenschaft widmete er sich unter anderem der minimalinvasiven Tumortherapie. Dazu gehört zum Beispiel die CT-gestützte Brachytherapie. &quot;Ein wichtiges Feld, denn damit können wir in der Threpaie bestimmter Krebserkrankungen eine Lücke zwischen der medikamentösen Therapie und lokal wirksamen Verfahren schließen&quot;, so der Radiologie. Ebenfalls eingebracht hat er sich in die Erforschung möglicher gesundheitlicher Folgen des Einsatzes von bestimmten MRT-Kontrastmitteln. &quot;Hier haben wir Radiologen eine Verantwortung gegenüber unseren Patienten, derer wir uns stets bewusst sein müssen&quot;, ist der Familienvater überzeugt.<br><br>Weil er auch an seiner neuen Wirkungsstätte gern &quot;an vorderster Front und direkt am Patienten&quot; tätig sein möchte, soll die Klinik für Radiologie mit ihrer Ambulanz für interventionelle Onkologie künftig am UKL gut sichtbar im neuen Haus 7 in den Ambulanzen des universitären Krebszentrums angesiedelt werden. &quot;Wir treffen unsere Therapieentscheidungen ja nicht allein, sondern in interdisziplinärer Abstimmung mit den Onkologen&quot;, so Denecke. &quot;Da macht es viel Sinn, unsere Expertisen auch räumlich zu verbinden.&quot; Insgesamt biete die Radiologie heute immer mehr verschiedene Verfahren zur Therapie an, sei immer enger verzahnt mit den chirurgischen Fächern, der Strahlentherapie oder der Nuklearmedizin. Diesen Projekten blickt er mit großem Tatendrang entgegen. &quot;Ich habe hier in Leipzig ein tolles Team, das auf sehr hohem Niveau arbeitet, und eine Klinik mit einer guten Ausstattung&quot;, fasst der neue Radiologieleiter zusammen. &quot;Ich freue mich, hier zu sein - auch, weil sich die Stadt und der Uniklinik-Campus entlang der Liebigstraße seit meiner Studentenzeit in den 1990ern großartig entwickelt haben.&quot;</p>
Neues Großgerät für molekulare Hybridbildgebung in der Nuklearmedizin des UKL<img alt="Freude über die Inbetriebnahme der neuen SPECT/CT-Gammakamera (v.l.n.r)&#58; Medizinphysiker Thomas Scholz, Cornelia Pötzsch, leitende MTRA, Architekt M. Vogel vom Ingenieurbüro Noske &amp; Co, UKL-Projektleiterin Kerstin Sommerfeld, Prof. Bernhard Sattler, Leiter der Arbeitsgruppe Medizinische Physik, und Oberarzt Dr. Thomas Lincke, Ärztlicher Leiter der Radionuklidtherapie-Station." src="/presse/PressImages/pic_20190104111805_1b1fb3f59e.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-01-03T23:00:00ZLeipzig. Ein neues Großgerät zur kombinierten szintigrafischen und computertomografischen molekularen Hybridbildgebung ist im stationären Bereich der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) installiert worden. Dieses Großgerät, auch SPECT/CT-Gammakamera genannt, löst ein inzwischen 16 Jahre altes System ab. Die Szintigrafie gehört zu den nuklearmedizinischen Untersuchungsverfahren, welche Organfunktionen und krankhafte Prozesse im Körper sicht- und messbar machen. Dafür wird ein radioaktiv markiertes Medikament verabreicht und die Verteilung dieses sog. Radiopharmakons mit einer Gammakamera abgebildet. Dank des neuen Geräts können Patienten nun schneller und präziser versorgt werden. <p><span style="font-family&#58;Calibri;"><span style="color&#58;#000000;">Im stationären Bereich der <a href="http&#58;//nuklmed.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin</a> werden Patienten bei so genannten Radionuklidtherapien mit offenen radioaktiven Stoffen behandelt. Häufigste Form ist die die Radioiodtherapie, eine &quot;innere&quot; Strahlentherapie mit Iod-131. Diese wird bei gutartigen und bösartigen Schilddrüsenerkrankungen eingesetzt. </span><span style="color&#58;#000000;">Eine Radionuklidtherapie muss für jeden Patienten individuell geplant, überwacht, verifiziert und dokumentiert werden.</span></span></p> <p><span style="font-family&#58;Calibri;"><span style="color&#58;#000000;">&quot;Die möglichst genaue Erhebung der örtlichen Verteilung des radioaktiven Therapeutikums im Körper und deren zeitlicher Verlauf sind essentielle Voraussetzungen zur Ermittlung der Strahlendosis in der Zielregion, dem Tumorgewebe, einerseits und den Risikobereichen, zum Beispiel dem Knochenmark oder den Nieren, andererseits&quot; sagt Prof. Osama Sabri, Direktor der Klinik. &quot;Um diese regulatorische Anforderung und physikalisch-technisch anspruchsvolle Aufgabe zu erfüllen, setzen wir dieses neue Hybridbildgebungssystem, die SPECT/CT-Gammakamera Discovery 670, ein&quot; ergänzt Prof. Bernhard Sattler, Leiter der Arbeitsgruppe Medizinische Physik.<br></span><span style="color&#58;#000000;"> Oberarzt Dr. Thomas Lincke, der die Radionuklidtherapie-Station ärztlich leitet, führt aus, dass die Patienten &quot;nun viel schneller und präziser als mit dem Vorgängersystem untersucht werden können, was den zum Teil schwer kranken Patienten die Untersuchung erheblich erleichtert und für einige überhaupt erst ermöglicht&quot;. Zusammen mit der SPECT/CT-Kamera wurden zudem noch Computersysteme und Softwaremodule angeschafft. Sie ermöglichen ebenso effizient die Auswertung, Speicherung und Dokumentation der komplex erhobenen Daten.</span></span></p> <p><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">Dank der Anstrengung aller Beteiligten bei der Herstellerfirma, dem beauftragten Ingenieurbüro und innerhalb des UKL konnte die Inbetriebnahme des Systems rechtzeitig vor Inkrafttreten der neuen Strahlenschutzgesetzgebung erfolgen. Seit 1. Januar 2019 ist die individuelle Planung, Überwachung und Verifikation sämtlicher Radionuklidtherapien gesetzlich vorgeschrieben. Auch die zuständige Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde hat dem Routinebetrieb des Systems im Rahmen der Radionuklidtherapie und als Ersatzsystem im Falle des Ausfalls eines der bildgebenden Systeme in der diagnostischen Nuklearmedizin in vollem Umfang zugestimmt.</span></p> <p><strong><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">Weitere Radionuklidtherapien zur Tumorbehandlung</span></strong><br><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">Das Spektrum der durch die UKL-Nuklearmedizin angebotenen Radionuklidtherapien umfasst über die Radioiodtherapie hinaus Tumorbehandlungen mit Lutetium-177 (Lu-177) markierten Eiweißverbindungen (Peptidtherapien), welche bei so genannten neuro-endokrinen Tumoren und mit dem Lu-177-markierten prostata-spezifischen Membran-Antigen (Lu-177-PSMA) beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom angewendet werden. Weitere häufige Radionuklidtherapien betreffen das kastrationsresistente Prostatakarzinom mit Einsatz des Alphastrahlers Radium-223 sowie - in Kooperation mit der <a href="/einrichtungen/radiologie" rel="ext" target="_blank">Interventionellen Radiologie</a> - die selektive interne Radio(nuklid)therapie von Lebertumoren und ‑metastasen mit radioaktiv beladenen Partikeln (Yttrium-90 markierte Mikrokügelchen).</span></p> <p>&#160;</p>
Interventionelle Radiologie: Sämtliche Prozeduren und alle Ärzte zertifiziert<img alt="Zertifiziert&#58; OA Dr. Tim-Ole Petersen (Mitte), Leiter der Interventionellen Radiologie, mit seinen Oberarzt-Kollegen Dr. Bettina Maiwald und Dr. Steffen Strocka." src="/presse/PressImages/pic_20180621115342_94fd74dcde.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-06-20T22:00:00ZLeipzig. Für ihr Qualitätsmanagement ist die Interventionelle Radiologie des UKL erfolgreich zertifiziert worden. Die Urkunde der Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR) bestätigt zudem die Qualifizierung zum Ausbildungszentrum für Interventionelle Radiologie. Zusätzlich sind alle drei Oberärzte individuell über die DeGIR zertifiziert worden. Damit werden nun sämtliche Prozeduren von zertifizierten Spezialisten durchgeführt. Oberärztin Dr. Bettina Maiwald ist zudem die einzige Interventionelle Radiologin in ganz Europa, die eine Chemosaturation durchführt. <p>&quot;Mit diesem Zertifikat haben wir den Nachweis über die höchste Qualität an unserer Einrichtung sowie über die geforderte hohe Anzahl an Prozeduren erhalten&quot;, sagt Oberarzt Dr. Tim-Ole Petersen, Leiter der <a href="http&#58;//radiologie.uniklinikum-leipzig.de/radiologie.site%2cpostext%2ceingriffe-intervention.html" rel="ext" target="_blank">Interventionellen Radiologie</a>. &quot;Dies berechtigt uns, den Titel als Ausbildungszentrum zu tragen und damit nicht nur unsere eigenen Ärzte in Weiterbildung, sondern auch Ärzte aus anderen Kliniken in unseren speziellen Methoden auszubilden&quot;, freut er sich. &quot;Diese Zertifizierung zeigt die großartige Leistung des gesamten Teams bei der Betreuung und Behandlung unserer Patienten&quot;, lobt Dr. Petersen.<br> Zusätzlich haben sich neben ihm selbst auch seine zwei Oberarzt-Kollegen Dr. Bettina Maiwald und Dr. Steffen Strocka individuell als Interventionelle Radiologen zertifizieren lassen. &quot;Es ist in Deutschland eine Ausnahme, dass alle Interventionalisten einer Klinik von der Fachgesellschaft beurteilt werden, aber diese Besonderheit zeigt unseren hohen Anspruch an die Qualifikation jedes Einzelnen&quot;, betont Petersen.</p> <p><strong>Vielfältige moderne Verfahren zur Tumorbehandlung</strong><br>Von dieser nachgewiesenen Qualifikation profitieren in erster Linie natürlich die Patienten&#160; des Universitätsklinikums Leipzig. Modernste Therapien und Techniken stehen für eine umfassende Behandlung zur Verfügung. <br> Als einen Schwerpunkt der Interventionellen Radiologie am UKL sehen die medizinischen Experten die radiologische Tumorbehandlung, beispielsweise von Leberkrebs (HCC), Gallengangkrebs (CCC) und Lebermetastasen. Die minimal-invasive Behandlung von Tumorerkrankungen (interventionelle Onkologie) setze sich wegen ihrer großen Effektivität bei geringer Beeinträchtigung der Patienten zunehmend durch. <br> &quot;Viele Patienten&quot;, erklärt Dr. Strocka, &quot;wünschen sich zudem, nicht operiert werden zu müssen oder auf eine herkömmliche Chemotherapie verzichten zu können.&quot; Dafür stehen den Experten vom UKL Methoden wie die Chemosaturation zur Verfügung. &quot;Im letzten Quartal 2017 war das Leipziger Universitätsklinikum deutschlandweit das Zentrum mit den meisten Behandlungen mit dieser Methode&quot;, ergänzt Dr. Maiwald, die einzige Interventionelle Radiologin in ganz Europa, die Chemosaturationen durchführt. &quot;Diese beschreibt eine besondere Art der isolierten Chemotherapie der Leber, die nur wenige Zentren in Deutschland anbieten können&quot;, erläutert sie.</p> <p>Weitere onkologische Behandlungsschwerpunkte stellen die transarterielle Chemoembolisation (TACE) und die selektive interne Radiotherapie (SIRT) dar. Bei letzterer werden zur Behandlung von Lebermetastasen oder Leberkrebs strahlende Mikrokügelchen präzise in die Lebergefäße injiziert. Die TACE stellt eine weitere schonende Methode zur Behandlungen von Tumoren des Lebergewebes und von Lebermetastasen zum Beispiel bei Brust- oder Darmkrebs dar und kommt vornehmlich dann zum Einsatz, wenn nur wenige Metastasen vorhanden sind.</p> <p><strong>Mit fokussiertem Ultraschall gegen Uterusmyome</strong><br>Andere minimal-invasive Therapiemöglichkeiten von Tumoren sind die so genannten perkutanen Ablationen. Dabei wird Tumorgewebe ganz gezielt durch Hitze zerstört. Beispiele dafür sind die Radiofrequenz- oder Mikrowellen-Ablation (RFA oder MWA) zur Behandlung von Metastasen oder Tumoren in Leber, Lunge, Niere oder Knochen durch Hitze. Dabei platziert der Arzt eine Nadel, die in etwa nur die Dicke einer Kugelschreiberminenspitze hat, durch die Haut direkt im Tumor. Von der Nadelspitze aus breitet sich die Hitze aus und zerstört so die Tumorzellen. Solch ein minimal-invasiver Eingriff wird am UKL meistens in Narkose durchgeführt und ist somit sehr schonend für den Patienten. <br> Für alle genannten Therapien gilt&#58; Nach ein bis zwei Tagen können Patienten in der Regel wieder nach Hause entlassen werden.</p> <p>In Kooperation mit der <a href="http&#58;//frauenklinik.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde</a> bietet das UKL als einziges Krankenhaus in Mitteldeutschland alle modernen Verfahren zur Behandlung von Uterusmyomen - gutartigen Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut - an. Darunter ist neben der Myomembolisation auch ein neues, nicht-invasives, MRT-gesteuertes Verfahren, bei dem Ultraschallwellen präzise auf das Myom fokussiert werden, kurz MR-HIFU. Die Bezeichnung steht für &quot;Hochintensiver fokussierter Ultraschall&quot;. Das Besondere&#58; Es ist sehr schonend und schmerzarm. Schnitte oder Punktionen sind nicht erforderlich.<br>&quot;Wir hoffen, dass wir bald auch Patienten mit anderen Erkrankungen mit diesem nicht-invasiven Verfahren behandeln können&quot;, gibt Dr. Petersen einen Ausblick in die aktuelle Forschung.</p> <p><span style="text-decoration&#58;underline;"><br>Weitere Informationen zu Therapiemöglichkeiten im Internet&#58;</span></p> <ul> <li><a href="http&#58;//radiologie.uniklinikum-leipzig.de/radiologie.site%2cpostext%2ctumorbehandlung%2ca_id%2c594.html">TACE</a></li> <li><a href="http&#58;//radiologie.uniklinikum-leipzig.de/radiologie.site%2cpostext%2ctumorbehandlung%2ca_id%2c595.html">SIRT</a></li> </ul> <p><span style="text-decoration&#58;underline;"><br>Sprechstunden&#58;</span></p> <ul> <li><a href="http&#58;//radiologie.uniklinikum-leipzig.de/radiologie.site%2cpostext%2cambulanz.html">Ambulanz für minimal-invasive Diagnostik und Therapie (AMIT)</a><br>montags, 9 bis 12 Uhr</li> </ul> <ul> <li><a href="http&#58;//frauenklinik.uniklinikum-leipzig.de/ufkcms.site%2cpostext%2csprechstunden%2ca_id%2c786.html">Interdisziplinäre Myomsprechstunde</a><br>freitags, 9 bis 11 Uhr</li> </ul>
Modernste Angiographie-Anlagen in Betrieb gegangen<img alt="Oberarzt Tim-Ole Petersen (Mitte), Leiter der Interventionellen Radiologie, mit seinen Kollegen Oberärztin Dr. Bettina Maiwald und Oberarzt Dr. Steffen Strocka an der neuen 1-Ebenen-Anlage." src="/presse/PressImages/pic_20180316093944_30960ce77e.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-03-15T23:00:00ZLeipzig. Am Universitätsklinikum Leipzig sind seit Beginn dieses Jahres zwei neue hochmoderne Angiographie-Anlagen in Betrieb. Genutzt werden sie von der Interventionellen Radiologie und der Neuroradiologie. Angiographie bezeichnet die radiologische Darstellung von Gefäßen mittels diagnostischer Bildgebungsverfahren wie Röntgen oder MRT. Hierzu wird häufig ein Kontrastmittel in das Blutgefäß injiziert. Für Patienten bedeuten die neuen Geräte weniger Belastungen durch Strahlung. Behandlungen werden zielgerichteter und damit kürzer. <p>Der <a href="http&#58;//neuroradiologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Abteilung für Neuroradiologie</a> und der <a href="http&#58;//radiologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Interventionellen Radiologie</a> stehen nun eine biplanare oder 2-Ebenen-Angiographie-Anlage und eine 1-Ebenen-Anlage der jeweils neuesten Generation zur Verfügung. Diese hochmodernen Geräte werden zur Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Blutgefäße aller Organe eingesetzt. In der Abteilung für Neuroradiologie können damit komplizierte Eingriffe an Gehirn und Rückenmark optimiert durchgeführt werden.</p> <p>Eine 2-Ebenen-Anlage ermöglicht die zeit- und kontrastmittelsparende, gleichzeitige Abbildung von Blutgefäßen aus jeweils zwei Blickrichtungen. Am Gehirn ist das aufgrund der räumlich sehr komplex verlaufenden Blutgefäße besonders vorteilhaft und schonend.<br>Die Gefäße können jetzt noch präziser dreidimensional dargestellt werden, um Eingriffe effektiver zu planen und die Auswahl von Implantaten stetig zu optimieren. &quot;Die Dosis der Röntgenstrahlung wird dabei dank innovativer Technik auf das notwendige Minimum reduziert. Für die Patienten verringert das die Zahl möglicher Komplikationen und die Länge der Untersuchung&quot;, erläutert Prof. Karl-Titus Hoffmann, Leiter der Abteilung Neuroradiologie.</p> <p>&#160;<strong>&quot;Großartige Entwicklung&quot;</strong><br>Für den Arzt bietet das Gerät weitere sinnvolle Funktionen&#58; &quot;Wir können eine zusätzliche Computertomographie für wichtige Zusatzinformationen durchführen, ohne den Patienten an ein anderes Gerät transportieren zu müssen. Auch können wir nun erstmalig sekundengenaue Hirndurchblutungsanalysen erstellen. Eine weitere neue Technik nutzen wir für Millisekunden-genaue Flussanalysen von Aneurysmen zur Therapiekontrolle, die damit viel aussagekräftiger möglich ist&quot;, zeigt sich Prof. Hoffmann begeistert. &quot;Und das alles, ohne die Untersuchung dadurch zu verlängern&quot;, betont der Neuroradiologe.<br>Es würden nun Erkrankungen der Gefäße erfolgreich therapiert, die vor einigen Jahren noch nicht zufriedenstellend behandelt werden konnten, meint der UKL-Experte&#58; &quot;Das ist eine großartige Entwicklung.&quot;</p> <p>Prof. Hoffmann kann die neue Technik mit seinem Team gut einsetzen, freut er sich doch über steigende Eingriffszahlen.&#160; Das seien neben Notfällen auch immer mehr Menschen, die sich bewusst für eine Behandlung mittels eines minimal-invasiven Eingriffs am Gefäßsystem von Hirn und Rückenmark am UKL entschieden, meint er. Nach über 300 Eingriffen im Jahr 2017 wurden zu Jahresbeginn bereits 50 registriert. Dies sei selbstverständlich vor allem auf die Expertise der Mitarbeiter seiner Abteilung zurückzuführen, so Hoffmann, doch füge sich das moderne Gerät hervorragend in diese Entwicklung ein und bringe sie weiter voran.</p> <p><strong>Interventionelle Onkologie als Schwerpunkt</strong><br>Mit einer 1-Ebenen-Anlage der allerneuesten Baureihe arbeiten seit Januar die Ärzte der Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie. Auch hier bedeutet das weniger Strahlung und eine bessere Bildqualität, was wiederum eine präzisere Steuerung der Behandlungen ermöglicht. Das Gerät ist mit zusätzlichen Programmen ausgestattet, die die Behandlungen für die Patienten erleichtert. &quot;Viele Eingriffe dauern nun kürzer und können zielsicherer gestaltet werden&quot;, erläutert Oberarzt Tim-Ole Petersen, Leiter der Interventionellen Radiologie, &quot;wir können nun auch solche Behandlungen vornehmen, die vorher technisch noch nicht möglich gewesen sind.&quot; Gerade die minimal-invasive Tumorbehandlung, die Interventionelle Onkologie mit den Behandlungsschwerpunkten Lebermetastasen und Leberkrebs verzeichne steigende Patientenfälle.</p> <p>Gründe hierfür sehe er, so Oberarzt Petersen, bei dem Wunsch der Patienten, nicht operiert werden zu müssen oder auf eine herkömmliche Chemotherapie verzichten zu können, aber auch bei den vielen am UKL eingesetzten Methoden wie der Chemosaturation. &quot;Im letzten Quartal 2017 war das Leipziger Universitätsklinikum deutschlandweit das Zentrum mit den meisten Behandlungen mit dieser Methode&quot;, sagt der Experte. Die Chemosaturation beschreibt eine besondere Art der isolierten Chemotherapie der Leber, die nur wenige Zentren in Deutschland anbieten können.<br>Weitere onkologische Behandlungsschwerpunkte stellen die transarterielle Chemoembolisation (TACE) und die selektive interne Radiotherapie (SIRT) dar. Bei letzterer werden zur Behandlung von Lebermetastasen oder Leberkrebs strahlende Mikrokügelchen präzise in die Lebergefäße injiziert.</p> <p><strong>Musik und Licht&#58; Individuelles Raumambiente möglich</strong><br>Bei allen Verbesserungen, welche die modernen Geräte für die Behandlungen mit sich bringen, haben die UKL-Mediziner stets auch das allgemeine Wohlbefinden der Menschen vor Augen. So wurden in nur drei Monaten Bauzeit die Räumlichkeiten umgebaut, vergrößert und freundlicher gestaltet. Die Zahl der Überwachungsplätze stieg von drei auf fünf. Um Patienten eine Behandlung angenehmer zu machen, können nun sogar die Farbe des Lichtes verändert und Musik in den Räumen eingespielt werden.</p>
Mit neuer Ultraschallbehandlung nimmt das UKL Uterusmyome in den Fokus<img alt="Mit hochintensivem fokussiertem Ultraschall gegen Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut&#58; Assistenzarzt Nikolaos Bailis, Oberarzt Tim-Ole Petersen, Leiter der Interventionellen Radiologie, Privatdozent Dr. Patrick Stumpp, Leitender Oberarzt und Stellvertretender Klinikdirektor, und Assistenzarzt Leonard Leifels (v.r.n.l.)." src="/presse/PressImages/pic_20171005110817_ab10c50dc6.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2017-10-02T22:00:00ZLeipzig. Als einzige Klinik in Mittel- und Ostdeutschland bietet das Universitätsklinikum Leipzig alle modernen Verfahren zur Behandlung von Uterusmyomen – gutartigen Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut – an. Neu ist ein nicht-invasives, magnetresonanz-gesteuertes Verfahren, bei dem Ultraschallwellen auf das Myom fokussiert werden, kurz MR-HIFU. Die Bezeichnung steht für "Hochintensiver fokussierter Ultraschall". Das Besondere: Es ist ein sehr schonendes und schmerzarmes Verfahren für die Patientinnen. Keine Schnitte oder Punktionen sind erforderlich. <p>&quot;Etwa jede vierte Frau über 30 hat Myome in der Gebärmutter. Diese gutartigen Tumore sind oft verantwortlich für Unterleibsschmerzen, verstärkte Regelblutungen oder in manchen Fällen auch für einen unerfüllten Kinderwunsch&quot; weiß OÄ Dr. Romy Handzel. Die Gynäkologin leitet die neue interdisziplinäre Myomsprechstunde des UKL. &quot;Wenn Myome Beschwerden verursachen, ist meist eine längerfristige, hormonelle Behandlung, eine operative Entfernung oder eben eine interventionelle Therapie notwendig&quot; erläutert Leonard Leifels, der die Patientinnen zu den minimal- oder nicht-invasiven Verfahren der Radiologie berät.</p> <p>Die seit Jahren bestehende gute Kooperation zwischen der <a href="http&#58;//frauenklinik.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde</a> mit ihrer neuen Direktorin Prof. Bahriye Aktas und der <a href="http&#58;//radiologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie</a> unter der Leitung von Prof. Thomas Kahn findet in der interdisziplinären Myomsprechstunde seit Anfang Juli eine feste Struktur.</p> <p><strong>Gebündelte Ultraschallwellen, fokussiert auf einen winzigen Punkt </strong><br> &quot;Den Anlass, unsere Zusammenarbeit weiter auszubauen, ergab sich durch die Kooperation der Radiologie mit dem <a href="https&#58;//www.iccas.de/" rel="ext" target="_blank">Innovationszentrum für Computerassistierte Chirurgie der Universität Leipzig (ICCAS)</a> von Prof. Andreas Melzer. Dadurch konnte unser neuester Magnetresonanztomograph (MRT) mit einem überregional einzigartigen, nicht-invasiven Therapieverfahren, dem hochintensiven fokussierten Ultraschall, MR-HIFU, ausgestattet werden&quot; freut sich der Leitende Oberarzt der Radiologie, Privatdozent Dr. Patrick Stumpp. <br> &quot;Das Besondere an diesem Verfahren ist, dass weder ein Schnitt noch eine Punktion notwendig sind&quot; berichtet Oberarzt Tim-Ole Petersen, Leiter der Interventionellen Radiologie. &quot;Die gebündelten Ultraschallwellen dringen durch die Haut ein, wie es viele Menschen von ganz normalen Untersuchungen mit Ultraschall kennen. Wir fokussieren diese Wellen dann auf einen winzigen Punkt, an dem durch Hitze die Myomzellen verödet werden, ohne das angrenzende Gewebe zu verletzen.&quot; Das neue Verfahren ergänze hervorragend die bisherige interventionelle Technik der Myom-Embolisation (UFE), bei der das Myom letztlich einfach ausgetrocknet werde, dies eröffne mehr Möglichkeiten für eine individualisierte Therapie, führt Leifels weiter aus.</p> <p><strong>Besonders für Frauen mit Kinderwunsch geeignet</strong><br>Vor einer möglichen Behandlung werden Patientinnen in der Sprechstunde zunächst bei einem ausführlichen Gespräch zu den verschiedenen Therapiemöglichkeiten beraten. So wird festgestellt, ob das neue Verfahren in Frage kommt.<br> Eine Behandlung mit MR-HIFU dauert zwischen drei und vier Stunden. Bereits nach wenigen Tagen können die Frauen in ihren Alltag zurückkehren. Eine Besserung der Symptome setzt oftmals schon in den ersten Tagen nach der Behandlung ein. Durch den Erhalt der Gebärmutter ist dieses schonende und schmerzarme Verfahren besonders auch für Frauen mit Kinderwunsch geeignet. Die hohe Wirksamkeit des Verfahrens konnte bereits in zahlreichen Studien belegt werden. In den Monaten nach der Behandlung wird der Therapieerfolg in festgelegten Zeitabständen mittels MRT kontrolliert.</p> <p><strong>MYOMSPRECHSTUNDE </strong></p> <ul> <li>Sprechzeiten&#58; donnerstags von 8 bis 10 Uhr<br>Dr. Romy Handzel (Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde)<br>Leonard Leifels (Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie)</li> </ul> <ul> <li>Liebigstr. 20a, Haus 6<br> 04103 Leipzig</li> </ul> <p>&#160;<strong>ANMELDUNG</strong></p> <ul> <li>Telefon&#58; 0341 / 97-23433</li> <li>montags bis freitags&#58; 8 bis 15 Uhr</li> </ul>

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