Pressemitteilungen

Prof. Dr. Timm Denecke neuer Vorstandsvorsitzenden der SRG

Herr Prof. Dr. Timm Denecke wurde auf der vom 10.-12.09.2021 in Chemnitz unter seiner Präsidentschaft erfolgreich durchgeführten 22. Jahrestagung der Sächsischen Röntgen-Gesellschaft (SRG) und der Thüringischen Gesellschaft für Radiologie und Nuklearmedizin (TGRN) zum neuen Vorstandsvorsitzenden der SRG bestimmt.

Dem scheidenden Vorsitzenden, Herrn Prof. Dr. N. Abolmaali, wünschen wir für seine neue Tätigkeit in Bochum alles Gute.

 

 

Nur zwei dieser Bauart in ganz Deutschland: Moderner Spektral-Computertomograph am Universitätsklinikum Leipzig in Betrieb genommen<img alt="Werden rund 15.000 Untersuchungen pro Jahr mit dem neuen Spektral-CT durchführen&#58; Prof. Karl-Titus Hoffmann (2.v.l.), Institutsdirektor Neuroradiologie am UKL und Dr. Cordula Scherlach (li.), Geschäftsführende Oberärztin Neuroradiologie sowie die Kollegen der Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie um Direktor Prof. Timm Denecke (re.), Oberarzt Dr. Sebastian Ebel (2.v.r.) und Dr. Alexis Klengel (Mi.)." src="/presse/PressImages/pic_20220107101129_c4395adcb3.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-01-06T23:00:00ZLeipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) verfügt seit kurzem über einen neuen hochmodernen Computertomographen (CT). In ganz Deutschland sind derzeit nur zwei Geräte dieser Bauart im Einsatz, neben dem am UKL noch in Heidelberg am Deutschen Krebsforschungszentrum. Die Entwicklung der Firma Philips arbeitet mit der Spektral-Detektor-Technologie, bei der Aufnahmen von zwei verschiedenen Energieniveaus eines Röntgenstrahls gemacht werden. Sie ermöglicht bei jeder Messung einen vielfach höheren Informationsgehalt im Vergleich zur herkömmlichen Computertomographie. Für Patienten heißt das: weniger Strahlenexposition, höhere diagnostische Aussagekraft, weniger benötigtes Kontrastmittel. Auch Untersuchungszeiten verringern sich. <p>Das Gerät arbeitet mit einem Dual-Layer-Detektor&#58; Die obere Schicht absorbiert die niederenergetischen Photonen des Röntgenstrahlspektrums, die untere die hochenergetischen. So werden automatisch bei jeder Untersuchung konventionelle plus spektrale Bildinformationen erfasst.&#160;</p> <p>Die spektrale Zerlegung der Röntgenstrahlen im Detektor liefert den Radiologen viele Zusatzinformationen. So werden - beispielsweise im Unterschied zu herkömmlichen Graustufenbildern - unterschiedliche Substanzen auch farblich dargestellt und Kontraste zwischen Gewebearten können verstärkt werden. Die Experten sind so in der Lage, auf diese Weise Aussagen nicht nur zu Form und Dichte des Gewebes treffen, sondern auch zu seiner stofflichen Zusammensetzung.</p> <p>Der Vorteil nun bei diesem Gerät&#58; Beide Datensätze sind, anders bei anderen Dual-Energy-CT-Techniken, immer und im vollen Untersuchungsquerschnitt verfügbar. Radiologen können also bei unklaren Befunden im Nachhinein auf einfachem Wege spektrale Analysen durchführen, ohne dass Abstriche der Untersuchungsqualität durch vorherige Einstellungen gemacht werden müssen.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Unser neuer Computertomograph gleicht zudem individuelle Besonderheiten von Patienten besser aus, um ein optimales Ergebnis zu erzielen&quot;, sagt Prof. Karl-Titus Hoffmann, Direktor des <a href="/einrichtungen/neuroradiologie">Instituts für Neuroradiologie</a> am UKL. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen der <a href="/einrichtungen/radiologie">Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie</a> nutzt er das neue Gerät und seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten&#58; &quot;Wir bringen diesen CT fachlich in die Breite&quot;, erklärt er, &quot;so sind nun Untersuchungen aller Organe mit niedrigerer Strahlenbelastung und den wichtigen Zusatzinformationen möglich.&quot;&#160;<br>&quot;Bei Untersuchungen des Herzens entstehen wegen der hohen Rotationsgeschwindigkeit der Röntgenröhre, die sich um die Patienten dreht, auch bei Menschen mit hoher und unregelmäßiger Herzfrequenz gestochen scharfe Bilder&quot;, ergänzt Dr. Sebastian Ebel, Oberarzt für kardiovaskuläre Bildgebung und Interventionen.</p> <p>Eingesetzt werden kann das System außerdem sehr gut für Untersuchungen des Gehirns nach einem Schlaganfall, um sehr frühzeitig therapierelevante Veränderungen zu erkennen oder die aktuelle Durchblutung des gesamten Gehirns in kürzester Zeit abzubilden.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Etwa 15.000 Untersuchungen im Jahr</strong></p> <p>&quot;Weil die Gantry, also die ringförmige Einheit unseres neuen CT, in der die Röntgenröhre und die Detektoreinheit gegenüberliegend untergebracht sind, mit 80 Zentimetern Durchmesser groß genug ist, können wir an dem Gerät sogar minimal-invasive Eingriffe durchführen&quot;, ergänzt Prof. Timm Denecke, Direktor der Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie.</p> <p>Rund 15.000 Untersuchungen im Jahr werden die Radiologen und Neuroradiologen am UKL mit dem neuen Gerät, dem ersten Spektral-CT am UKL, durchführen. &quot;Wegen der breiten Anwendungsmöglichkeiten und dem tieferen Informationsgehalt der Messungen wird mit dem System die Arbeit der Bildauswertung nicht unbedingt leichter, sondern eher komplexer&quot;, meint Prof. Denecke.&#160;<br>&quot;Doch diese Technik unterstützt uns auf dem Weg zu einer noch stärker individualisierten Medizin. Individuelle Gegebenheiten, wie etwa bestimmte Gewebemerkmale des einzelnen Patienten, können über die bisherige Diagnostik hinaus einbezogen werden&quot;, betont Prof. Hoffmann.</p> <p>&#160;</p> <p>Neben dem Einsatz in der klinischen Patientenversorgung soll das moderne Gerät auch zu Forschungszwecken genutzt werden. Eine ganze Reihe Projekte, unter anderem zur kardiovaskulären Diagnostik, zur muskulo-skelettalen Bildgebung und zu Fragen des Therapie-Monitorings der Onkologie seien in Planung, sagt Dr. Sebastian Ebel.&#160;</p>
Leipziger an sieben Forschungsprojekten zu COVID-19 im Netzwerk Universitätsmedizin beteiligt<img alt="Das UKL und die Medizinische Fakultät sind an sieben Forschungsvorhaben zu COVID-19 beteiligt." src="/presse/PressImages/pic_20201015135330_94ca7adb32.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-10-14T22:00:00ZLeipzig. Das Netzwerk zur Koordination der Forschungsaktivitäten der deutschen Universitätsmedizin zur Bekämpfung von COVID-19 nimmt seine Arbeit auf. Es erforscht, wie Patienten mit dieser Krankheit in Deutschland bestmöglich versorgt werden können. Insgesamt werden 13 klinikübergreifende Projekte mit 150 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Das UKL und die Medizinische Fakultät sind an sieben Forschungsvorhaben beteiligt. <p>Mit dem nationalen Forschungsnetzwerk der Universitätsmedizin (NUM) reagiert Deutschland auf die Herausforderungen durch die Corona-Krise. Ziel ist, die wissenschaftliche Arbeit zur Verbesserung der Behandlung von COVID-19 bundesweit zu bündeln und in Kooperationen zusammenzuführen. Insbesondere den Universitätskliniken kam in den zurückliegenden Monaten eine zentrale Rolle bei der Bewältigung der gesundheitlichen Folgen der Corona-Pandemie zu. Entsprechend konzentriert sich das einmalige Netzwerk auf die universitäre Medizin, um die Forschungsergebnisse schnell zu den Patienten bringen zu können. Koordiniert werden diese Aktivitäten, für die jetzt 150 Millionen Euro bereitgestellt wurden, durch die Berliner Charité. Für die Förderung wurden in den vergangenen Monaten gezielt Projekte ausgewählt, die einen größtmöglichen Mehrwert mit Blick auf den Umgang mit Pandemien insgesamt &#160;gewährleisten.&#160;</p> <p><br><strong>Leipzig an sieben Vorhaben beteiligt&#160;</strong></p> <p>Die Leipziger Unimediziner sind an insgesamt sieben der vom BMBF geförderten Vorhaben beteiligt. Die Themen der Projekte reichen von der Zusammenführung radiologischer Befunde (<a href="/Seiten/num.aspx#Radiological%20Cooperative%20Network%20zur%20COVID-19%20Pandemie%20%28RACOON%29">RACCON</a>) über die Erfassung und Auswertung von Daten aus den Notfallaufnahmen (<a href="/Seiten/num.aspx#Echtzeit-Versorgungsforschung%20mit%20dem%20AKTIN-Notaufnahmeregister%20%28AKTIN-EZV%29">AKTIN</a>), die Untersuchung von Test- und Überwachungsstrategien (<a href="/Seiten/num.aspx#Bundesweites%20Forschungsnetz%20Angewandte%20Surveillance%20und%20Testung%20%28B-FAST%29">B-FAST</a>) sowie den Aufbau eines nationalen Evidenznetzwerkes zu COVID-19 (<a href="/Seiten/num.aspx#Aufbau%20eines%20Covid-19%20Evidenz-%c3%96kosystems%20zur%20Verbesserung%20von%20Wissensmanagement%20und%20Translation">CEO-sys)</a>. Die Projekte widmen sich auch den Bereichen eines nationalen Pandemiemanagements (<a href="/Seiten/num.aspx#Entwicklung%2c%20Testung%20und%20Implementierung%20von%20regional%20adaptiven%20Versorgungsstrukturen%20und%20Prozessen">EVIPan</a>), der &#160;Etablierung einer nationalen Forschungsdatenplattform (<a href="/Seiten/num.aspx#Nationale%20Forschungsdatenplattform%20%28FoDaPl%29">FoDAPla</a>) und eines nationalen Pandemie-Kohorten-Netzes, das eine wissenschaftliche Begleitung von Patienten auch nach dem Klinikaufenthalt ermöglicht (<a href="/Seiten/num.aspx#Nationales%20Pandemie%20Kohorten%20Netz%20%28NAPKON%29">NAPKON</a>).&#160;</p> <p>Entsprechend arbeiten Experten aus vielen Disziplinen wie Intensivmedizin, der Notfallmedizin, der Hygiene, der Radiologie, der Pulmonologie aber auch der Medizininformatik und der Epidemiologie in den NUM-Projekten mit. In den nächsten Wochen sollen nun die Vernetzungsaktivitäten intensiviert und ausgebaut werden, wobei die Erfahrungen der letzten Monate hier einfließen werden. &#160; &#160;</p> <p>Mehr Informationen zu den Aktivitäten des UKL in der Corona-Pandemie finden Sie auf den <a href="/Seiten/corona-aktuelle-nachrichten.aspx">Corona-Seiten des UKL</a> sowie der <a href="https&#58;//www.uni-leipzig.de/universitaet/service/themen-rund-um-die-coronavirus-pandemie/">Universität Leipzig</a>, &#160;wo Expertinnen und Experten Antworten auf Fragen geben, wie sich das Virus auf unser Leben und unsere Gesellschaft auswirkt. &#160; &#160; &#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
Algorithmen und Künstliche Intelligenz als Helfer in der Radiologie<img alt="KI erschließt Datenschätze in der Radiologie, die sonst gar nicht zugänglich wären&#58; Klinikdirektor Prof. Timm Denecke spricht am 16. September bei „Medizin für Jedermann“ online auf www.uniklinikum-leipzig.de" src="/presse/PressImages/pic_20200914085237_290dc6caba.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-09-13T22:00:00ZLeipzig. "Gerade die Radiologie bietet beste Vorlaussetzungen für die Arbeit mit Hochtechnologie", sagt Prof. Dr. Timm Denecke, Direktor der Klinik und Poliklinik für diagnostische und interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Leipzig. Damit meint er nicht nur die Bildgebung mit CT und MRT, sondern vor allem auch die Auswertung dieser Aufnahmen. In seinem Vortrag "Der Rechner als Kollege in der Radiologie – künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch" am 16. September will er darlegen, was Algorithmen und Künstliche Intelligenz für die Radiologen leisten können.<p>Beispielsweise wird Prof. Denecke darlegen, dass mit geeigneter Software CT- und MRT-Bilder nachberechnet werden können. So kann zum Beispiel die Untersuchungszeit für den Patienten reduziert oder die Strahlenexposition gesenkt werden. Zudem können immer bessere KI-Algorithmen die aufwändige Auswertung der Bilder erleichtern, indem sie dem Radiologen zum Beispiel zeigen, welcher Bildbereich noch genauer betrachtet werden soll. &quot;Am Ende könnte der Befund sogar von der Software allein erhoben werden, der Radiologe kontrolliert nur noch nach&quot;, so <a href="/einrichtungen/radiologie">Prof. Denecke</a>. &quot;Das ist aber ein sehr kritischer Punkt, es entstehen bedeutsame ethische und rechtliche Fragen. Auch darauf werde ich in meinem Vortrag eingehen.&#160;</p><p>Was nicht in Frage steht&#58; Software oder gar Künstliche Intelligenzen haben einen nüchternen mathematischen Ansatz, ganz anders als die bildliche Interpretation durch das Auge des Radiologen. &quot;Unsere Aufnahmen verfügen über so viele unterschiedliche Grautöne, dass vieles an Daten, die in den Bildern stecken, vom menschlichen Auge gar nicht erfassbar, geschweige denn objektiv auswertbar ist. Die KI erschließt also Datenschätze, die uns sonst gar nicht zugänglich sind, und wäre hilfreich, beispielsweise durch eine hocheffektive Auswertung archivierter Aufnahmen uns den Blick nach vorn zu schärfen. Immerhin haben wir unser komplettes Bildmaterial der vergangenen 20 Jahre primär digital archiviert. Aus diesem riesigen Datenpool könnten wir großen Nutzen, beispielsweise durch die Identifikation von Risikoprofilen oder Vorhersage eines therapeutischen Nutzens, für die Patienten von heute ziehen. Das würde ich auch detailliert am 16. September erläutern wollen.&quot;</p><div class="embed-responsive embed-responsive-16by9"> <iframe width="1920" height="1080" class="embed-responsive-item" src="https&#58;//www.youtube.com/embed/4fpkDyj6nSo" frameborder="0"></iframe>&#160;</div><p> &#160;&#160; <strong></strong></p><p><strong>Info&#58;<br></strong>Öffentliche Vorlesungsreihe &quot;Medizin für Jedermann&quot;<br>Nächstes Thema&#58; &quot;Der Rechner als Kollege in der Radiologie - künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch&quot;<br>Mittwoch, 16.09.2020, ab 18.15 Uhr&#160;<br>auf der Website <a href="/">www.uniklinikum-leipzig.de</a></p><p>&#160;</p>
Hoffnung für Leberpatienten<img alt="Mit der Gründung des neuen Zentrums am UKL wollen die Mediziner jetzt zum Beispiel den an Leberzirrhose Erkrankten wirksamer als bisher helfen." src="/presse/PressImages/pic_20200805105734_ed33392d3a.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-08-04T22:00:00ZLeipzig. Jährlich müssen in Deutschland mehrere tausend Menschen aufgrund eines Leberversagens in Krankenhäusern behandelt werden. Bis zu 20.000 versterben hierzulande jedes Jahr an den Folgen einer Leberzirrhose. Um das Expertenwissen für die Behandlung und Erforschung dieser Erkrankungen zu bündeln und so den Betroffenen besser helfen zu können, wurde am UKL nun ein spezialisiertes Zentrum gegründet. <p>Im interdisziplinären Forschungs- und Behandlungszentrum für Leberversagen am UKL kommen alle für die Therapie und Diagnostik der Lebererkrankungen relevanten Fachbereiche zusammen&#58; Neben der <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/hepatologie">Hepatologie</a> sind dies die <a href="/einrichtungen/internistische-intensivmedizin">Internistische Intensivmedizin</a>, die <a href="/einrichtungen/vttg/hepatobiliäre-chirurgie-viszerale-transplantation">Transplantationschirurgie</a>, die <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/gastroenterologie">Gastroenterologie</a>, die <a href="/einrichtungen/radiologie">Radiologie</a> und die <a href="/einrichtungen/labormedizin">Laboratoriumsmedizin</a> . Sie alle sind Teil eines Expertennetzes, das Patienten helfen will, deren Leber versagt. Eine solche schwerwiegende Funktionsstörung tritt ein, wenn das Organ infolge einer akuten Erkrankung, zum Beispiel einer Infektion oder einer Vergiftung, nicht mehr richtig arbeiten kann. Sie kann aber auch als Verschlechterung einer chronischen Lebererkrankung im Sinne eines Akut-auf-chronischen Leberversagens (&quot;acute-on-chronic liver failure&quot;, ACLF) auftreten. &quot;In allen Fällen ist es wichtig, das Problem rasch zu erkennen, um entsprechend mit Therapiemaßnahmen beginnen zu können&quot;, erklärt Prof. Thomas Berg die medizinische Herausforderung im Fall eines Leberversagens. Der Hepatologe leitet das neugegründete Zentrum am UKL. &quot;Es ist eine Frage der Zeitspanne, die zwischen dem Auftreten der Störung und dem Behandlungsbeginn vergeht, ob und wie wir den Patienten helfen können&quot;, so Berg.&#160;</p> <p>Denn letztlich bleibt bei einem Leberversagen eine Organübertragung oft die einzige Option auf Heilung. &quot;Damit können wir derzeit aber nur einem Bruchteil unserer Patienten helfen&quot;, sagt Prof. Thomas Berg. &quot;Im vergangenen Jahr wurden in ganz Deutschland 813 Lebern transplantiert - aber es starben bis zu 20.000 Menschen an den Folgen einer Leberzirrhose, und damit einem Versagen dieses lebenswichtigen Organs.&quot;&#160;</p> <p>Mit der Gründung des neuen Zentrums am UKL wollen die Mediziner um Prof. Berg jetzt dieser besonderen Patientengruppe wirksamer als bisher helfen. &quot;Leberzirrhose wird immer noch als eine Erkrankung betrachtet, die nicht heilbar ist&quot;, beschreibt Berg. Das sei allerdings nicht so. &quot;Neue Behandlungsansätze bieten Hoffnung für unsere Patienten, mit der Möglichkeit, die Erkrankung langfristig zu stabilisieren oder die Zirrhoseentwicklung sogar rückgängig zu machen&quot;, so der Leberexperte.</p> <p>Dazu gehören Therapien der Grunderkrankung, der Leberregeneration, Verfahren der interventionellen Radiologie, wie die TIPS Anlage, aber vor allem auch Verfahren zur Leberunterstützung (sogenannte Leberdialyse bzw. Plasmapherese), um die gefährlichen Prozesse bei einem Leberversagen zu stoppen und die Patienten wieder zu stabilisieren. Das sei erforderlich, um eine anschließende Transplantation zu ermöglichen. &quot;Bei einem akuten oder akut-auf-chronischem Leberversagen haben wir nur ein sehr kleines Zeitfenster, in dem wir die Chance haben, mit einer Transplantation das Leben des Patienten zu retten&quot;, so Berg. &quot;Dieses Fenster müssen wir nutzen und, wenn möglich, vergrößern, um mehr Patienten eine Überlebenschance durch eine Transplantation bieten zu können&quot;.&#160;</p> <p>Ein Problem besteht aktuell darin, dass das &#160;Leberversagen oft zu spät erkannt wird. Hier soll das Zentrum dazu beitragen, das Wissen um dieses Krankheitsbild stärker zu vermitteln und Ärzte dafür zu sensibilisieren.&#160;</p> <p>Eine weitere Aufgabe des Zentrums wird darin bestehen, mehr Patienten den Zugang zu klinischen Studien zu ermöglichen, in denen neue Medikamente und Verfahren zur Verfügung stehen. Auch dafür ist der interdisziplinäre Verbund der Spezialisten im Zentrum ein Garant. &quot;Hier kommen alle zusammen, die das erforderliche Wissen um diese besondere Erkrankung mitbringen und entsprechend reagieren können&quot;, so Berg. Dieses Wissen stellen die Leipziger Mediziner gern allen Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung - zum einen in Weiterbildung, zum anderen aber auch als Ansprechpartner für Fragen bei ganz konkreten Fällen. &quot;Hier stehen wir jederzeit zur Verfügung, um zu unterstützen und den Betroffenen schnell helfen zu können&quot;, betont Prof. Berg.&#160;</p>
Neu am UKL: Prof. Dr. Timm Denecke leitet die Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie<img alt="Prof. Dr. Timm Denecke leitet die Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Leipzig." src="/presse/PressImages/pic_20190430112437_8311ab43a6.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-04-29T22:00:00ZLeipzig. Prof. Dr. Timm Denecke leitet seit dem 1. April die Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Leipzig. Der 43-Jährige übernahm diese Aufgabe im Zuge seiner Berufung auf den Lehrstuhl für Radiologie. Er löst damit Prof. Dr. Karl-Titus Hoffmann ab, der die Klinik seit der Emeritierung von Prof. Thomas Kahn vor einem Jahr kommissarisch zusätzlich zu seiner Funktion als Direktor der Abteilung für Neuroradiologie geleitet hat. <p>Für Prof. Dr. Timm Denecke ist der aktuelle Wechsel von der Charité ans UKL in Leipzig eine Rückkehr&#58; Hier hat der gebürtige Nürnberger Medizin studiert, bevor es ihn nach Berlin zog. Jetzt kommt der Radiologe zurück, um die Leitung der <a title="Radiologie" href="/einrichtungen/radiologie" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie</a> am Leipziger Universitätsklinikum zu übernehmen. Timm Denecke begann seine Laufbahn in der bildgebenden Diagnostik mit einer Promotion in der Nuklearmedizin und wechselte dann in die Radiologie. Da die beiden Fachgebiete an der Berliner Charité sehr eng verbunden sind, arbeitete er oft fachübergreifend. Nicht zuletzt deshalb schätzt er auch in Leipzig die Nuklearmedizin als essenzielle Ergänzung der Radiologie und damit als wichtige Partnerdisziplin in Diagnostik und Therapie.<br><br>An der Radiologie begeisterte ihn die breite Palette an Themen. &quot;In diesem klassischen Querschnittsfach gibt es Schnittstellen mit fast allen anderen Fachgebieten, und die Möglichkeiten der interdisziplinären Zusammenarbeit sind entsprechend sehr groß&quot;, erklärt Prof. Denecke. &quot;Mir ist es zudem sehr wichtig, am Patienten zu sein, die Radiologie als ein klinisches Fach zu leben und mich an den Therapieentscheidungen zu beteiligen.&quot; In Berlin habe er hier vor allem mit den Viszeralchirurgen eng zusammengearbeitet. &quot;So eine Kooperation ist für die Patienten von großem Vorteil&quot;, ist Denecke überzeugt, &quot;denn je genauer ich weiß, was der Chirurg machen will, umso besser kann ich ihn dabei mit einer präzisen radiologischen Bildgebung und deren Interpretation unterstützen.&quot; Am besten kläre man Details dabei direkt am Bild von Fachmann zu Fachmann. &quot;Das geht bis hin zu einer Beratung während einer Operation&quot;, so Denecke.<br><br>Der Schwerpunkt seiner klinischen Arbeit liegt entsprechend in der Transplantationsmedizin und Onkologie, in der Wissenschaft widmete er sich unter anderem der minimalinvasiven Tumortherapie. Dazu gehört zum Beispiel die CT-gestützte Brachytherapie. &quot;Ein wichtiges Feld, denn damit können wir in der Threpaie bestimmter Krebserkrankungen eine Lücke zwischen der medikamentösen Therapie und lokal wirksamen Verfahren schließen&quot;, so der Radiologie. Ebenfalls eingebracht hat er sich in die Erforschung möglicher gesundheitlicher Folgen des Einsatzes von bestimmten MRT-Kontrastmitteln. &quot;Hier haben wir Radiologen eine Verantwortung gegenüber unseren Patienten, derer wir uns stets bewusst sein müssen&quot;, ist der Familienvater überzeugt.<br><br>Weil er auch an seiner neuen Wirkungsstätte gern &quot;an vorderster Front und direkt am Patienten&quot; tätig sein möchte, soll die Klinik für Radiologie mit ihrer Ambulanz für interventionelle Onkologie künftig am UKL gut sichtbar im neuen Haus 7 in den Ambulanzen des universitären Krebszentrums angesiedelt werden. &quot;Wir treffen unsere Therapieentscheidungen ja nicht allein, sondern in interdisziplinärer Abstimmung mit den Onkologen&quot;, so Denecke. &quot;Da macht es viel Sinn, unsere Expertisen auch räumlich zu verbinden.&quot; Insgesamt biete die Radiologie heute immer mehr verschiedene Verfahren zur Therapie an, sei immer enger verzahnt mit den chirurgischen Fächern, der Strahlentherapie oder der Nuklearmedizin. Diesen Projekten blickt er mit großem Tatendrang entgegen. &quot;Ich habe hier in Leipzig ein tolles Team, das auf sehr hohem Niveau arbeitet, und eine Klinik mit einer guten Ausstattung&quot;, fasst der neue Radiologieleiter zusammen. &quot;Ich freue mich, hier zu sein - auch, weil sich die Stadt und der Uniklinik-Campus entlang der Liebigstraße seit meiner Studentenzeit in den 1990ern großartig entwickelt haben.&quot;</p>

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