Forschungsschwerpunkte

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Forschungsschwerpunkte

Forschungsschwerpunkte unserer Abteilung sind die (Patho)physiologie des Lungenepithels, die Ureaplasmen-Infektion Früh- und Neugeborener sowie Pathomechanismen einer adversen neonatalen Inflammation. Unsere Untersuchungen sollen zugrundeliegende Mechanismen aufklären und neue Therapieoptionen für Früh- und schwerkranke Neugeborene eröffnen.

Lungenentwicklung und Pathophysiologie des Lungenepithels Frühgeborener

In Deutschland und weltweit kommen rund 10 Prozent aller Neugeborenen als Frühgeborene zur Welt. Entscheidend für das Überleben eines Frühgeborenen ist das Ausmaß der Lungenreife, da sich die Lunge erst relativ spät in der Embryonalentwicklung vollständig ausbildet. Das Lungenepithel spielt die Hauptrolle bei der Entfernung des Lungenwassers und der Belüftung der Lunge, indem es überschüssiges Fruchtwasser aufnimmt und in die Blutgefäße pumpt. Dieser Vorgang ist bei kranken Neugeborenen und Frühgeborenen oft beeinträchtigt, was die Lungenfunktion in Mitleidenschaft zieht und eine mechanische Beatmung notwendig machen kann.

Neonatale Ureaplasmen-Infektion

Neu- und insbesondere Frühgeborene haben ein hohes Risiko für schwere Infektionen und Folgeerkrankungen wie die einer chronischen Lungenerkrankung oder einer perinatalen Hirnschädigung. Eine besondere Bedeutung könnte Ureaplasmen zukommen - Bakterien, die den Genitaltrakt Erwachsener meist symptomlos besiedeln. Eine durch Ureaplasmen hervorgerufene Entzündungsreaktion stellt insbesondere bei sehr unreifen Frühgeborenen einen Risikofaktor für eine Schädigung von Lunge und Gehirn dar.

Neonatales Immunsystem & adverse Entzündungsreaktionen

Das Immunsystem Früh- und Neugeborener weist am ehesten Unreife-bedingte Besonderheiten auf. Diese könnten das Auftreten von überschießenden oder persistierenden Entzündungsreaktionen mit nachfolgenden Organkomplikationen besonders bei Frühgeborenen begünstigen. Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich besonders mit der Funktion neonataler Monozyten.

Pathophysiologie der Nekrotisierenden Enterokolitis

Dieses interdisziplinäre Projekt, das in Kooperation mit dem Institut für Pathologie am Universitätsklinikum Leipzig (Dr. R. Hiller), der Kinderklinik und der Chirurgischen Klinik I am Universitätsklinikum Würzburg (Prof. Dr. C. Härtel, Prof. Dr. N. Schlegel) und dem Institut für Biotechnologie an der technischen Universität Berlin (Prof. Dr. S. Bartfeld) durchgeführt wird, untersucht die Funktion des neonatalen intestinalen Epithels und die Rolle bestimmter Signalwege in der Entstehung von Darmentzündungen, insbesondere der Nekrotisierenden Enterokolitis (NEC), bei sehr unreifen Frühgeborenen.

Klinische Studien

Einen weiteren wesentlichen Schwerpunkt stellen klinische Studien (bitte Link zur gesonderten Darstellung) dar. Diese sind eine wesentliche Voraussetzung für die Etablierung neuer und die Anpassung bestehender Versorgungsstandards sowie die Einführung neuer Therapieverfahren. In den letzten Jahrzehnten konnten maßgebliche Verbesserungen der Behandlungsergebnisse von Früh- und Neugeborenen erreicht werden.

Derzeit laufende Studien erforschen folgende Themen:

  • Bedeutung der neonatalen Ureaplasmen-Infektion
  • Optimierung des Managements und Verbesserung des Outcomes nach perinataler Asphyxie
  • Prävention der chronischen Lungenerkrankung Frühgeborener (Bronchopulmonale Dysplasie, BPD)
  • Optimierung der maschinellen Beatmung Früh- und Neugeborener
  • Prävention neonataler, insbesondere nosokomialer Infektionen


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