| 400 Gramm Hoffnung: Wie moderne Medizin, Mut und viel Engagement ein kleines Wunder möglich machen | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Prof. Ulrich Thome mit den Eltern | <img alt="Prof. Ulrich Thome mit den Eltern Chiara M. und Jannik K. sowie den Zwillingen Wilma (l.) und Marle auf der Frühgeborenenstation des UKL." src="/presse/PressImages/20251201-L-UKL-Zwillinge-Neonatologie-27711-693be8da340d2.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2025-12-11T23:00:00Z | Leipzig. Als sie am 30. Juli 2025 auf die Welt kam, war die kleine Wilma kaum so groß wie eine Hand und wog nur 400 Gramm. Sie gehört damit zu den extremen Frühgeborenen, die am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) unter höchsten medizinischen Standards versorgt werden. Trotz einiger Rückschläge und vieler banger Momente – gerade in den ersten Lebenswochen – gelang es dem Team der UKL-Neonatologie um Prof. Ulrich Thome, den Zustand des Kindes zunächst zu stabilisieren und anschließend dafür zu sorgen, dass sich Wilma jeden Tag ein Stück mehr in Richtung Normalität entwickelt. Die Basis dafür bilden neben der im UKL als Perinatalzentrum Level 1 vorhandenen medizinischen Expertise und interdisziplinären Zusammenarbeit vor allem das Engagement und die Fürsorge der Ärzt:innen und Pflegekräfte – und die unerschütterliche Zuversicht der jungen Familie. | <p>Als sich Ende vergangenen Jahres bei Chiara M. und Jannik K. Nachwuchs ankündigte, war die Freude groß – umso mehr, als bald feststand, dass sich die Familie mit Zwillingen gleich doppelt vergrößern würde. Nach etwa vier Monaten wurde aber deutlich, dass die Entwicklung eines der beiden eineiigen Föten nicht planmäßig verläuft. Eine Untersuchung in der 24. Schwangerschaftswoche gab dann Anlass zu großer Besorgnis: Eines der beiden Kinder, die kleine Wilma, war deutlich entwicklungsverzögert und hatte außerdem kaum noch Fruchtwasser zur Verfügung. „Von diesem Zeitpunkt an waren wir alle vier Tage zur Kontrolle“, berichtet Chiara.<br><br><strong>Herausforderung: Optimalen Entbindungszeitpunkt finden</strong><br><br>Als schließlich in der 27. Schwangerschaftswoche Wilmas Herztöne schwächer wurden, entschieden die Spezialisten der UKL-Neonatologie, sie und ihre Schwester Marle vorzeitig per Kaiserschnitt zu entbinden. „Da sich Marle normal entwickelt hatte, ging es für uns darum, den optimalen Zeitpunkt der Entbindung zu finden – um Wilma das Leben zu retten und gleichzeitig Marle so viel Zeit wie möglich zur Reife innerhalb des mütterlichen Körpers zu geben“, beschreibt Prof. Ulrich Thome, Leiter der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/neonatologie">Abteilung Neonatologie am UKL</a>, die Situation. Am 30. Juli 2025 war es schließlich soweit: Mit einem Geburtsgewicht von nur 970 Gramm wurde Marle entbunden, was ungefähr dem Normalgewicht zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft entsprach. Ihre Schwester Wilma wog zum Zeitpunkt ihrer Geburt hingegen nur 400 Gramm. „Bei so kleinen Frühchen kommt es aufgrund der massiven Entwicklungsverzögerung zu typischen Komplikationen wie einem multiplen Versagen lebenswichtiger Organe wie Darm, Lunge oder Nieren“, beschreibt Prof. Ulrich Thome die Herausforderung, vor der Ärzt:innen und Pflegepersonal in solchen Fällen stehen.<br><br><strong>UKL bietet höchstes Niveau bei der Versorgung Frühgeborener</strong><br><br>Um extreme Frühchen wie Wilma, die weniger als 1250 Gramm wiegen oder vor der 29. Schwangerschaftswoche geboren werden, überhaupt behandeln zu dürfen, müssen Kliniken wie das UKL als sogenanntes Perinatalzentrum Level 1, also als Zentrum der höchsten Versorgungsstufe, bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Neben einer speziellen Ausstattung und hochqualifiziertem Personal muss eine bestimmte Mindestfallzahl erreicht sein. „Bei uns werden extreme Frühchen mit einem umfassenden Versorgungskonzept betreut“, so Prof. Thome. Neben einer auf Frühgeborene spezialisierten Intensivstation und hochleistungsfähiger Beatmungs- und Überwachungsverfahren für unreife Organe zählt dazu auch eine enge Beteiligung der Eltern, Frühförderung und die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Mit anderen Worten: Neonatologen, Geburtshelfer und Kinderchirurgen sind rund um die Uhr verfügbar und arbeiten bei Bedarf mit Kinderchirurgen, Neuropädiatern, Kardiologen und anderen Fachrichtungen zusammen. Die Neonatologie am Universitätsklinikum Leipzig beteiligt sich außerdem aktiv in der medizinischen Forschung zu Fragen der Versorgung von extremen Frühgeborenen. Hierbei geht es vor allem darum, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu optimierten Beatmungsverfahren, zur Prävention von Langzeitfolgen und anderen innovativen Therapien für Frühgeborene zu gewinnen.<br><br><strong>Zeit voller Ungewissheit, Sorgen und Hoffnung</strong><br><br>Auch bei Wilma war die Atmung, konkret das Ingangsetzen der Lungenfunktion, überlebenswichtig. Da sie anfangs zu schwach war, um allein zu atmen, wurde ihr in den ersten fünf Lebenswochen Sauerstoff per Intubation zugeführt – so lange, bis ihr die ersten Atemzüge aus eigenem Antrieb gelangen. Bereits an ihrem zweiten Lebenstag kam es zu einer Darmperforation, da ihr noch nicht voll funktionsfähiger Darm nicht in der Lage war, die Muttermilch zu verarbeiten. Daraufhin wurde sie auf intravenöse Ernährung umgestellt. Mit der Operation wurde bis zum 8. August gewartet; da wog Wilma 500 Gramm. Dieser Eingriff verlief ebenso erfolgreich wie einen Monat später das chirurgische Verschließen eines Ductus arteriosus. Dabei handelt es sich um eine offene Verbindung im Herzen, durch die das Blut ungeborener Kinder am Lungenkreislauf vorbeigeleitet wird. Wenn das Neugeborene nach der Geburt selbstständig atmet, schließt sich diese offene Stelle normalerweise von selbst. „Diese Komplikation tritt deshalb gehäuft bei Frühchen auf, die am Anfang noch nicht in der Lage sind, selbstständig zu atmen“, sagt Prof. Ulrich Thome. „Im Schnitt haben wir jedes Jahr rund eine Handvoll so kleine Frühgeborenen wie Wilma, die rund drei Monate vor dem errechneten Termin mit weniger als der Hälfte des zu diesem Zeitpunkt normalen Gewichts zur Welt kommen“, so der Neonatologe. Da sei ungewiss, ob sie überhaupt überleben werden. Auch für die Eltern ist dies eine Zeit voller Sorgen und Ungewissheit. „Jeden Abend, wenn ich die Klinik verlassen habe, habe mich von meiner Tochter verabschiedet“, sagt ihre Mutter rückblickend. Aber die kleine Wilma kämpft und macht Fortschritte. Ärz:innen und Pflegepersonal auf der neonatologischen Station helfen und unterstützen sie und ihre Familie, wo sie nur können. Inzwischen wiegt „Wilma Wunder“, wie sie von ihren Eltern genannt wird, 3.250 Gramm. Marle war am 29. Oktober, dem errechneten Geburtstermin der beiden Mädchen, mit einem Gewicht von 3.200 Gramm nach Hause entlassen worden. Wenn sie ihre Schwester jetzt in der Klinik besucht, liegen beide Babys nebeneinander, strampeln und lernen sich nach ihrem außergewöhnlichen Start ins Leben nun allmählich näher kennen.<br><br><strong>Wilmas Lunge braucht noch Unterstützung</strong><br><br>Nach wie vor benötigt Wilma Unterstützung beim Atmen, da ihre Lunge noch nicht voll ausgereift ist. Nächstes Ziel ist es, die Zeiten am Atemunterstützungsgerät schrittweise zu reduzieren – bis sie eines Tages in der Lage sein wird, selbstständig zu atmen. Wie lange das noch dauern wird, ist momentan noch nicht genau absehbar. Ebenso ist nicht klar, ob alle vier schon in ein paar Tagen ihr erstes Weihnachtsfest gemeinsam zu Hause verbringen können. „Darauf kommt es uns aber eigentlich auch gar nicht an“, sagen ihre Eltern unisono. „Das Wichtigste für uns ist im Moment, dass Wilma weiter so gute Fortschritte macht und wir dann im kommenden Jahr mit unseren Kindern unser erstes ‚richtiges‘ Weihnachten feiern können.“</p> |
| Welttag der Frühgeborenen 2025: Lila Lichter für die Kleinsten | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Jedes zehnte Kind startet zu früh | <img alt="Am 17. November, dem Welttag der Frühgeborenen, werden sich Familien gemeinsam mit dem Klinikteam wieder zu einem Umzug entlang der Liebigstraße versammeln." src="/presse/PressImages/MBZ8225-6911db1278908.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2025-11-09T23:00:00Z | Leipzig. Zum diesjährigen Welttag der Frühgeborenen lädt das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) am Montag, dem 17. November 2025, alle ehemaligen Frühchen, ihre Familien sowie Interessierte zum traditionellen Lampionumzug ein. Unter dem Motto „Lila Lichter für die Kleinsten“ erstrahlt das Klinikgelände erneut in violettem Licht – der Symbolfarbe für Frühgeborene weltweit. Mit dieser Aktion will das UKL die Aufmerksamkeit auf die besonderen Bedürfnisse, Herausforderungen und Erfolge von Kindern lenken, die einen schweren Start ins Leben hatten. | <p>Weltweit kommt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa jedes zehnte Kind – rund 13 Millionen Neugeborene pro Jahr – zu früh zur Welt. Frühgeburten sind damit eine der häufigsten Ursachen für Komplikationen und Todesfälle im Neugeborenenalter. Auch in Deutschland bleibt die Zahl seit Jahren auf hohem Niveau: Jährlich werden hierzulande rund 9 000 Babys mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht von weniger als 1 500 Gramm geboren. Am Universitätsklinikum Leipzig erblicken jährlich rund 87 so kleine Frühgeborene das Licht der Welt.<br><br>„Frühgeborene kämpfen mit vielen Problemen“, sagt Prof. Ulrich Thome, Leiter der Abteilung für Neonatologie am UKL. „Viele von ihnen starten ihr Leben unter extrem schwierigen Bedingungen, und dennoch erleben wir immer wieder, wie sie sich dank immer ausgereifterer medizinischer Unterstützung, engagierter Pflege und der unermüdlichen Liebe ihrer Familien erstaunlich entwickeln.“<br><br>Als Perinatalzentrum Level 1 bietet das UKL die höchstmögliche Versorgungsstufe für Früh- und Risikogeburten. Rund um die Uhr stehen spezialisierte Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte bereit, um selbst extrem kleine und schwer erkrankte Frühgeborene optimal zu behandeln. Dabei arbeiten Neonatologie, Geburtsmedizin, Kinderchirurgie und viele weitere Fachbereiche eng zusammen – ein Zusammenspiel, das lebensentscheidend sein kann.<br><br>Trotz aller Fortschritte bleibt die Frühgeburt eine große Herausforderung. Viele Kinder kämpfen langfristig mit Folgen wie chronischen Lungenproblemen, Entwicklungsverzögerungen, psychischen Belastungen oder Einschränkungen in der sozialen Teilhabe. „Unsere Aufgabe endet nicht mit der Entlassung aus der Klinik“, betont Prof. Thome. „Wir begleiten die Familien oft über Jahre hinweg, um sicherzustellen, dass die Kinder bestmögliche Chancen auf ein gesundes Leben haben.“<br><br>Neben modernster Intensivmedizin setzt das UKL auch auf natürliche Unterstützung: Die Frauenmilchbank des Klinikums zählt zu den ältesten und größten Deutschlands. Frühgeborene, deren Mütter selbst (noch) keine Milch geben können, erhalten dort Spenderinnenmilch, die reich an über 300 lebenswichtigen Nährstoffen ist. Sie hilft, das empfindliche Verdauungssystem der Kinder zu stabilisieren und gefährliche Darmentzündungen zu vermeiden. <br><br>Auch chirurgisch ist das UKL hervorragend aufgestellt: Die Neugeborenenchirurgie des Hauses verfügt über eine 24-Stunden-Bereitschaft, sodass jederzeit ein Facharzt verfügbar ist – ein Versorgungsniveau, das nur wenige Kliniken bieten können. Hier werden komplexe Eingriffe, etwa bei angeborenen Fehlbildungen, mit höchster Präzision durchgeführt.<br><br>Am Welttag der Frühgeborenen kommen diese Familien zusammen – um Hoffnung, Zusammenhalt und Dankbarkeit zu feiern. Der Lampionumzug, der auch in diesem Jahr wieder mit tatkräftiger Unterstützung der Minilöwen Leipzig – Förderverein für Frühgeborene und kranke Neugeborene Leipzig e. V. sowie der Freiwilligen Feuerwehr Mölkau organisiert wird, führt erneut von der Kinderklinik entlang der Liebigstraße bis zur violett erleuchteten Kopfklinik am Bayerischen Platz. Die Feuerwehr begleitet den Zug mit einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) – ein Highlight für kleine und große Besucherinnen und Besucher.<br><br>„Jedes Licht, das an diesem Abend leuchtet, steht für ein Kind, das seinen eigenen Weg ins Leben gefunden hat“, sagt Prof. Thome. „Es ist ein stilles, aber starkes Zeichen für Mut, Hoffnung und medizinischen Fortschritt.“<br><br><strong>Einladung an die Redaktionen</strong><br>Wir laden Sie herzlich ein, den Lampionumzug der Frühgeborenen und ihrer Familien zu begleiten. Es besteht die Möglichkeit zu Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der Pflege, der ärztlichen Teams sowie mit den Familien. <br><br><strong>Montag, 17. November 2025, 16 Uhr </strong><br><strong>Universitätsklinikum Leipzig</strong><br><strong>Zentrum für Frauen- und Kindermedizin, Haus 6</strong><br><strong>Liebigstraße 20a, 04103 Leipzig</strong></p> |
| Welttag der Frühgeborenen 2024: Auf der Liebigstraße leuchten lila Lampions zur Feier des Lebens | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Ziel ist es, die Gesundheit von Früh | <img alt="Am 17. November, dem Weltfrühchentag, treffen sich ehemalige Frühchen und deren Familien wieder mit Ärzt:innen und Pflegenden zum Laternenumzug am UKL." src="/presse/PressImages/pic_20241107170741_0173ea48d9.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2024-11-07T23:00:00Z | Leipzig. Zum diesjährigen Welttag der Frühgeborenen treffen sich am Sonntag, dem 17. November. ehemalige Frühchen sowie deren Eltern und Geschwister mit Ärzt:innen und Pflegekräften der neonatologischen Station des Universitätsklinikums Leipzig (UKL). Mit dem traditionellen Lampionumzug, der in diesem Jahr entlang der Liebigstraße von der Kinderklinik bis zur purpur angestrahlten Kopfklinik am Bayrischen Platz führt, soll auf die besondere Situation zu früh geborener Kinder und deren Angehörigen aufmerksam gemacht werden. Ziel ist es, die Gesundheit von Früh- und Neugeborenen zu verbessern und ihnen den Start ins Leben zu erleichtern. | <p>Fünf bis zehn Prozent aller Lebendgeborenen kommen vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt und zählen damit als Frühgeborene. Sie benötigen nicht nur besonders viel Zuwendung, sondern auch eine umgehende intensivmedizinische Behandlung. Dies verlangt nicht nur von den betreuenden Ärzt:innen und Pflegenden Einsatz rund um die Uhr, sondern ist auch für die betroffenen Eltern und Familien eine anstrengende und emotional bewegende Zeit. Um auf diese besonderen Umstände hinzuweisen und Frühgeborenen sowie deren Familien eine Stimme zu geben, hat die <a href="https://www.efcni.org/">European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI)</a> bereits 2008 den Welttag der Frühgeborenen ins Leben gerufen, der seitdem in jedem Jahr am 17. November weltweit gefeiert wird.</p>
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<p>Traditionell treffen sich an diesem Tag ehemalige Frühchen, die am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) das Licht der Welt erblickten, und deren Angehörige mit dem Klinikteam zum traditionellen Lampionumzug. Besonderes Highlight in diesem Jahr: Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Mölkau werden den Zug auf der Liebigstraße begleiten. Dazu bringen sie ein echtes Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) mit, das vor Ort besichtigt werden kann und bestimmt für staunende Gesichter und leuchtende Kinderaugen sorgt.</p>
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<p>"Pro Jahr kommen in unserer Abteilung durchschnittlich rund 100 sehr kleine Frühgeborene zur Welt, das sind etwa 3,6 Prozent aller Neugeborenen. Dabei handelt es sich um Kinder mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1.500 Gramm", sagt Prof. Ulrich Thome, Leiter der <a href="/einrichtungen/neonatologie">Abteilung für Neonatologie am UKL</a>, der größten Einrichtung für Frühgeborene in der Region. "Mit den bei uns vorhandenen medizinisch-technischen und personellen Ressourcen erhalten sie die bestmögliche Versorgung", fügt der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin hinzu. </p>
<p>Als sogenanntes Level-1-Perinatalzentrum verfügt die Frühgeborenenabteilung des UKL unter anderem über eine ständige Hebammen- und Arztbereitschaft. Zudem ist für jedes intensivtherapiebedürftige beziehungsweise zwei intensivüberwachungsbedürftige Frühgeborene unter 1.500 Gramm eine Pflegekraft mit besonderer pädiatrischer Qualifikation anwesend. Versorgt werden hier auch extrem kleine Frühchen, die vor Ende der 29. Schwangerschaftswoche geboren wurden, ebenso wie zeitige Geburten, bei denen der Verdacht auf angeborene Fehlbildungen besteht, und Mehrlingsschwangerschaften ab vier Kindern. Seit diesem Jahr dürfen Frühgeborene unter 1.250 Gramm Aufnahmegewicht grundsätzlich nur in Level-1-Perinatalzentren versorgt werden, die jährlich mindestens 25 dieser besonders leichten Frühgeborenen vesorgen. Am UKL betraf dies im vergangenen Jahr 49 Frühchen und damit 2,15 Prozent aller 2.275 am Klinikum geborenen Kinder. </p>
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<p>"Dank einer intensiven und eingespielten Zusammenarbeit mit den anderen Fachbereichen des UKL wie der <a href="/einrichtungen/kinderklinik">Kinderklink</a> und der <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie">Kinderchirurgie</a>, die an der Versorgung Frühgeborener beteiligt sind, können wir auf effiziente Strukturen und ein wirksames Sicherheitsnetz zurückgreifen", sagt Prof. Ulrich Thome. Komplikationen ergeben sich bei Frühgeborenen häufig hinsichtlich der unzureichenden Funktion der noch nicht vollständig ausgereiften Lunge beziehungsweise des Darmes sowie in der erhöhten Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Hirnblutungen und Schädigungen der Augen, hier insbesondere der Netzhaut. So widmet sich das Team um Prof. Ulrich Thome bereits seit Jahren besonders dem Thema der Beatmung Frühgeborener und hat dazu eine Reihe von Studien durchgeführt beziehungsweise initiiert. "Als Resultat daraus wird beispielsweise das für das jeweilige Frühgeborene am besten geeigneten Beatmungsverfahren mit Blick auf die individuellen Gegebenheiten immer wieder neu geprüft und entschieden", erläutert Prof. Ulrich Thome. </p>
<p>Bei der Vermeidung von Verdauungsproblemen wirkt sich positiv aus, dass das UKL über <a href="/einrichtungen/neonatologie/frauenmilchbank">eine der größten Frauenmilchbanken Deutschlands</a> verfügt. "Frauenmilch enthält über 300 natürliche Nährstoffe und kann deshalb nicht künstlich ersetzt werden", sagt der Professor für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie. "Sie wird gut vom Verdauungssystem der Frühchen aufgenommen, was entscheidend dazu beiträgt, das Risiko von Komplikationen wie Darmentzündungen zu minimieren."</p>
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<p>Dank modernster intensivmedizinischer Bedingungen gebe es immer bessere Möglichkeiten bei der Behandlung Frühgeborener. Daduch könne man den Fokus nicht mehr nur auf das bloße Überleben der Kleinsten, sondern immer stärker auch auf deren langfristig bestmögliche Entwicklung richten, so Prof. Thome. Wenn also am Welt-Frühchentag die ehemaligen kleinen Patient:innen und ihre Angehörigen zusammenkommen, feiern sie auch, dass medizinischer Fortschritt und die gemeinsame Anstrengung von Medziner:innen, Pfleger:innen sowie des familiären Umfeldes gemeinsam den Grundstein für die eigene gute Entwicklung gelegt haben.</p>
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<p>Treffpunkt ist am Sonntag, dem 17. November 2024, um 16 Uhr am "Lurch" im Foyer des Zentrums für Frauen- und Kindermedizin des UKL (Haus 6) in der Liebigstraße 20a. Nach der Begrüßung durch Prof. Ulrich Thome startet der Lampionumzug. Lila Lampions werden bereitgestellt.</p>
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<p><strong>Einladung an die Redaktionen</strong></p>
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<p>Wir laden Sie ein, den Lampionumzug der Frühgeborenen und ihrer Familien zu begleiten. </p>
<p>Es besteht die Möglichkeit zu Gesprächen mit Vertretern der Pflegenden, der Ärzt:innen und mit den Familien. </p>
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<p>·         Sonntag, 17. November, 16 Uhr</p>
<p>·         Universitätsklinikum Leipzig, Zentrum für Frauen- und Kindermedizin, Haus 6,</p>
<p>·         Liebigstraße 20a, 04103 Leipzig</p> |
| Frauenmilchbank des Universitätsklinikums Leipzig sucht dringend Spenderinnen | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Mariell Nebe und Tom Thiele sind | <img alt="Mariell Nebe und Tom Thiele sind dankbar für die Möglichkeit, dass ihr am Universitätsklinikum Leipzig zu früh geborener Sohn Oscar in seinen ersten Lebenswochen Spendemilch aus der Frauenmilchbank des UKL erhalten konnte." src="/presse/PressImages/pic_20240815111500_fe10334251.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2024-08-14T22:00:00Z | Leipzig. Frauenmilchbanken wie die am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) sichern eine durchgängige Milchversorgung von Neugeborenen in ihren ersten Lebenswochen. Da der Vorrat zurzeit einige Lücken aufweist, sucht die Leipziger Frauenmilchbank dringend Spenderinnen. | <p>Muttermilch ist die optimale Nahrung für Neugeborene. Für Kinder, die zu früh das Licht der Welt erblicken, ist sie sogar überlebenswichtig. Durch die zu zeitige Geburt sind deren Mütter oftmals noch nicht in der Lage, ihr Kind selbst zu stillen. Auch wenn die Mutter unter einer schweren Erkrankung leidet, kommt Spendemilch zum Einsatz. </p>
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<p>Spenden kann prinzipiell jede gesunde Frau, die mehr Milch zur Verfügung stellen kann als ihr eigenes Kind benötigt. "Wir sind auch sehr an Spenden von Müttern außerhalb unseres Klinikums interessiert", sagt Dr. Corinna Gebauer, Ärztliche Leiterin der <a href="/einrichtungen/neonatologie/frauenmilchbank">Frauenmilchbank des UKL</a>. "Generell gibt es für Säuglinge nichts Besseres als menschliche Milch, denn in ihr finden sich mehr als 300 wertvolle Inhaltsstoffe, die sich größtenteils nicht künstlich ersetzen lassen", unterstreicht die Kinderärztin. </p>
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<p>Bevor die gespendete Milch zu den Neugeborenen gelangt, wird sie in der Frauenmilchbank des <a href="/">Universitätsklinikums Leipzig</a> gründlich untersucht und verarbeitet. Bis unmittelbar vor der Verwendung wird sie außerdem durchgängig gekühlt. Eventuelle Bedenken wegen einer Infektionsgefahr sind somit unbegründet.</p>
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<p>In der Frauenmilchbank des UKL - eine der deutschlandweit größten und mit dem Gründungsjahr 1951 auch eine der ältesten - haben im vergangenen Jahr 51 Frauen insgesamt 622 Liter gespendet. Damit wurden nicht nur die 58 besonders kleinen Frühgeborenen, die 2023 mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1,5 Kilogramm am UKL zur Welt kamen, versorgt, sondern es konnten auch andere Kliniken im gesamten Bundesgebiet beliefert werden.</p>
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<p>Zu den zu früh geborenen neuen Erdenbürger zählt auch der kleine Oscar, der am 4. Mai 2024 in der 23. Schwangerschaftswoche auf der Geburtsstation des UKL das Licht der Welt erblickte. Mit einem Geburtsgewicht von lediglich 580 Gramm war er von Beginn an nicht nur auf die Fürsorge und umfassende ärztliche Betreuung durch das medizinische Personal der Neonatologie angewiesen, sondern benötigte auch gespendete Frauenmilch zum Überleben. </p>
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<p>Seine Eltern Mariell Nebe und Tom Thiele sehen es daher als Glücksfall, dass ihr Sohn auf diese Weise von Beginn an gesund und vollwertig ernährt werden konnte. "Obwohl er noch so winzig ist und sein Verdauungssystem noch nicht vollständig ausgereift sein konnte, hatte Oscar nie Probleme mit der Verträglichkeit der Milch", sagt die 21-jährige Mariell Nebe. "Durch die Mitarbeiter:innen der Frauenmilchbank wurden wir vorher umfassend über die Vorteile einer Ernährung mit gespendeter Milch informiert. Somit gab es für uns gar kein Zögern bei dieser Entscheidung." </p>
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<p>Mittlerweile ist Oscar rund 2.600 Gramm schwer und der Tag der Entlassung aus dem UKL rückt langsam näher. Die jungen Eltern sind glücklich und dankbar, dass es eine Einrichtung wie die Frauenmilchbank gibt: "Sie hat uns und vor allem unseren Sohn in seinen ersten Lebenswochen sehr unterstützt und entscheidend dazu beigetragen, dass er sich so gut entwickelt hat. Wir wünschen uns, dass auch anderen Eltern und ihren Kindern, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, auch in Zukunft auf diese Weise geholfen werden kann."</p>
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| Seid Ihr aber groß geworden! | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Wie schon in den Jahren davor | <img alt="Wie schon in den Jahren davor, treffen sich nun wieder ehemalige Frühgeborene und ihre Familien zu einem entspannten Nachmittag im Park des Leipziger Universitätsklinikums." src="/presse/PressImages/pic_20240612113427_c9e63b6cec.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2024-06-11T22:00:00Z | Leipzig. Das Team der Abteilung Neonatologie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) um Prof. Ulrich Thome lädt auch in diesem Jahr Eltern und deren Kinder ein, die als Frühgeborene auf die Welt kamen und auf der Intensivstation für die ganz Kleinen versorgt wurden. Frühchenpicknick ist der Name dieser schönen Tradition. | <p>Am Freitag, 14. Juni, ist es wieder soweit, dann werden ab 15 Uhr bei schönem Wetter die Decken im Klinikpark hinter Haus 6 ausgerollt, und es gibt Kaffee und Kuchen für die Großen und Spiel und Spaß für die Kleinen. Die <a href="/einrichtungen/neonatologie">Pflegeteams und alle Ärzt:innen</a> freuen sich auf ein Wiedersehen in entspannter Runde. Mit dabei sind wie immer auch die "Minilöwen".</p>
<p>Sollte es das Wetter nicht erlauben, sich auf der Wiese am "Nuckelbaum" zu treffen, wird das Ganze in das Haus 6, Liebigstraße 20a, an den "Lurch" im Foyer und den Raum "Cerutti" verlegt. </p> |