Über diesen Link können Sie sich die aktuelle Broschüre zum Symposium 2026 als PDF herunterladen.
Freitag, 20. Februar 2026
13.00 Uhr
Anmeldung und Einschreibung
15:00 Uhr
Musikalischer Auftakt
Schola cantorum Leipzig
Leitung: Bernhard Steiner
Begrüßung
Prof. Dr. med. Michael Fuchs
Grußworte des Direktors der Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde
Prof. Dr. Andreas Dietz
15:50 Uhr
Hauptvortrag
Natürliche Umgebung und psychische Gesundheit
Prof. Dr. Andreas Meyer-Lindenberg (Mannheim/Heidelberg)
16:30 Uhr
Reflexion und Diskussion
16:40 Uhr
Vorstellung der Workshops und der Workshopleiter*innen
17:20 Uhr
Wechsel in den ersten Workshopdurchgang
17:30 Uhr
Workshops (Durchgang I)
(Die Workshops A bis D finden in vier Durchgängen jeweils parallel statt. Detaillierte Informationen finden Sie im Anschluss auf dieser Seite nach dem Programmteil.)
18:50 Uhr
Meet the experts, Pause mit Imbiss und Industrieausstellung
19:50 Uhr
Vortrag
Was ist "stimmliche Heimat" aus phoniatrischer Sicht und wie kann ich sie messen?
Prof. Dr. med. Michael Fuchs
20:15 Uhr
Reflexion und Diskussion
20:25 Uhr
Plenum-Workshop 1
"Und alle stimmen ein!" - Volkslied 3.0, Schlager und Hits für wirklich alle
Dr. Markus Detterbeck (Bensheim und Robert Göstl (Wernigerode)
Detaillierte Informationen finden Sie im Anschluss auf dieser Seite nach dem Programmteil.
21:30 Uhr
Ende des Veranstaltungstages
Samstag, 21.02.2026
09:00 Uhr
"Wacht auf!" - Singend in den Tag
Silke Hähnel-Hasselbach (Berlin)
09:20 Uhr
Wechseln
09:25 Uhr
Gespräch
„Wir sind das Volk!“ – aber wer ist „wir“ und was ist „das Volk“?
Gesellschafts- und kulturpolitische Reflexion zu Gebrauch und Missbrauch von Begriffen und Liedern
Dr. Regina Görner (Wallerfangen) und Regina van Dinther (Dortmund)
Moderation: Robert Göstl (Wernigerode)
10:10 Uhr
Reflexion und Diskussion
10:20 Uhr
Vortrag
Singen nach Plan
Vokalpädagogische Lehrpläne gestern und heute
Prof. Ilse-Christine Otto (Leipzig) und Prof. Sascha Wienhausen (Osnabrück)
10:45 Uhr
Reflexion und Diskussion
10:55 Uhr
Meet the experts, Pause mit Imbiss und Industrieausstellung
11:40 Uhr
Workshops Durchgang II
(Die Workshops A bis D finden in vier Durchgängen jeweils parallel statt. Detaillierte Informationen finden Sie im Anschluss auf dieser Seite nach dem Programmteil.)
13:00 Uhr
Mittagspause und Mittagessen in der Hochschule
Informelle Reflexionsphase, Zeit für individuelle Kommunikation und Industrieausstellung
14:10 Uhr
Musikalisches Intermezzo
amarcord singt gemeinsam mit dem Thomaner-Nachwuchs des formum-thomanum Leipzig und der Grundschule "Anna Magdalena Bach" Leipzig
14:30 Uhr
Vortrag
Bildungssprache Deutsch und mehrsprachige Lernende: Konzepte, Zugänge, Praktiken – ein Überblick
Prof. Dr. Dr. Csaba Földes (Erfurt)
14:55 Uhr
Reflexion und Diskussion
15:05 Uhr
Kurzvortrag
Mit LakoS durch die SprachenWelten - Mehrsprachigkeit in der Kita gestalten
Sarah Girlich (Leipzig) und Robert Jurleta (Leipzig)
15:20 Uhr
Kurzvortrag
Sprachentwicklungsstörungen - Praxisrelevante Neuigkeiten aus der S3-Leitlinie für Medizin, Therapie und Pädagogik
PD Dr. Sylvia Meuret (Leipzig)
15:35 Uhr
Meet the experts, Pause mit Imbiss und Industrieausstellung
16:30 Uhr
Workshops Durchgang III
(Die Workshops A bis D finden in vier Durchgängen jeweils parallel statt. Detaillierte Informationen finden Sie im Anschluss auf dieser Seite nach dem Programmteil.)
17:50 Uhr
Wechsel
17:55 Uhr
Plenum-Workshop 2
Voice Distortions: Cultural Context, Science, and Practice
Mauro Fiuza (Madrid, Spanien)
19:00 Uhr
Abend mit den Referent:innen und Workshopleiter:innen
21:15 Uhr
Konzert
amarcord
anschließend
Ende des Veranstaltungstages
Sonntag, 22.02.2026
09:00 Uhr
Workshops Durchgang IV
(Die Workshops A bis D finden in vier Durchgängen jeweils parallel statt. Detaillierte Informationen finden Sie im Anschluss auf dieser Seite nach dem Programmteil.)
10:20 Uhr
Wechsel
10:40 Uhr
Vortrag
Heimaten im Klang – Singen als Raum der Zugehörigkeit und Begegnung
Kinderstimmen zwischen Identität, Inklusion und kultureller Resonanz
Prof. Johann van der Sandt (Bozen, Italien)
11:05 Uhr
Reflexion und Diskussion
11:15 Uhr
Vortrag
Heimat Dialekt - Vielfalt des Sprechens - Dialekt auf der Bühne: eine Zusammenschau
Walter Prettenhofer (Berlin/Wien, Österreich)
11:40 Uhr
Reflexion und Diskussion
11:50 Uhr
Meet the experts, Pause mit Imbiss und Industrieausstellung
13:00 Uhr
Praxisbeispiel
Vielstimmige Heimaten im Einklang: Musik als Brücke zum Zusammenhalt?
Johanna Nickol (Daaden)
13:25 Uhr
Vortrag
Lied - Sprache - Heimat
Ezchial Nikiema (Dresden)
13:50 Uhr
Reflexion und Diskussion / Dank
14:00 Uhr
Künstlerischer Abschluss
Ezè
14:30 Uhr
Ende der Veranstaltung
WORKSHOPS
Die vier Workshops A bis D dauern jeweils 80 Minuten und finden parallel zu folgenden Zeiten statt:
I. Durchgang: Freitag, 20.02.2026, 17.30 bis 18.50 Uhr
II. Durchgang: Samstag, 21.02.2026, 11.40 bis 13.00 Uhr
III. Durchgang: Samstag, 21.02.2026, 16.30 bis 17.50 Uhr
IV. Durchgang: Sonntag, 22.02.2026, 09.00 bis 10.20 Uhr
Daher ist für jeden die Teilnahme an jedem Workshop möglich. Die Einteilung der Teilnehmer in die einzelnen Workshops findet bei der Anmeldung statt und wird mit einem Farbsystem kodiert.
Für die Teilnahme an einigen Workshops ist eine bequeme Kleidung empfehlenswert, um bewegungsintensive Körperübungen mit nachvollziehen zu können.
Workshop A
Konzertsaal
Heimaten (be-)stimmen – wo Stimme Wurzeln schlägt
Eine Spurensuche in Stimme, Körper und kultureller Resonanz
Dr. Markus Detterbeck (Bensheim)
Was heißt es, mit der eigenen Stimme beheimatet zu sein? Wo schlägt sie Wurzeln – im Körper, im kulturellen Gedächtnis, im Miteinander?
Stimm-Heimaten werden erlebbar: über den Körper, durch die Stimme, in der Bewegung. Der Workshop Heimaten (be-)stimmen lädt ein zur klanglich-körperlichen Spurensuche – zwischen Bewegung und Erinnerung, kultureller Verortung (Europa ↔ Subsahara-Afrika) und klanglichem Wiederentdecken.
Im Mittelpunkt stehen körperorientierte Stimmbildung, rhythmisch-bewegte Übungen, Loops und Lieder aus verschiedenen Kulturen, die Gruppenklang, Präsenz und Resonanz fördern. Zurückhaltende Kinder und Jugendliche werden durch niederschwellige, bewegungsnahe Methoden besonders gut erreicht.
Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Impulse für Schule, Chorarbeit, Therapie und Stimmbildung – inklusive Übungen, Repertoireideen und Praxistransfer. Reflexionen zu kultureller Authentizität und Aneignung eröffnen neue Perspektiven – auch auf europäische Musik im globalen Kontext.
Ein Workshop für alle, die mit Stimme und Bewegung arbeiten – und neue Klang/Heimaten entdecken möchten.
Workshop B
Lutherkirche, forum thomanum
Die bewegte Kehle als Heimat der Seele: Singend tanzen
Prof. Dr. Siegfried Macht (Bayreuth)
Beginnend mit biblischen Zeugnissen werden wir in diesem Workshop die Spur des Singetanzes durch etliche Jahrhunderte verfolgen und Kontrapunkte zur allzuoft beschrienen christlichen Leibfeindlichkeit setzen. Wir werden ein geistliches Volkslied kennenlernen, das im Sitzen gar nicht gesungen werden kann, schon zur Lutherzeit zum Tanz einladende Choräle, ein Kinderlied, das spielerisch die Tradition jüdischer Wallfahrtspsalmen aufgreift, den beziehungsstiftenden Sitztanz des Bartimäus u.v.a.m. Im Vordergrund steht dabei stets der praktische „Um-Gang“ im wahrsten Sinne des Wortes, d.h. wir werden singend und insbesondere tanzend erfahren, dass bewegende Inhalte und bewegte Ausdrucksformen sich gegenseitig durchdringen (müssen).
Nebenbei werden damit neueren Studien über den Zusammenhang rhythmischer Bewegung und sprachlicher Verbesserung Praxiselemente zugespielt - die Beteiligung an allen Mitmachaktionen ist selbstverständlich freigestellt.
Workshop C
Orchesterprobensaal
Yodeling – Yoga für die Stimme – Crashkurs
Susanne Maria Lang alias Susie Südstadt (Nürnberg)
Schluss mit dem faden Beigeschmack von Hochgeschwindigkeitsjodeln und Volkstümelei. Gejodelt wird auf der ganzen Welt. Ob joiken, juchzen, jubilieren. Babys tun es, Jungs im Stimmwechsel. In der Rock- und Popmusik ist der hörbar gemachte Registerwechsel genauso zuhause wie in der Volksmusik. Jodeln ist gesünder als Yoga! Das haben Wissenschaftler der Universität Graz herausgefunden. Jodeln entspannt, baut Stress ab und kräftigt die Lungen. Unkonventionell und humorvoll entmystifiziert Susie Südstadt diese Stimmtechnik. Sie möchte die Freude an der Stimme und Spass am textlosen Singen wecken. Nach Körper- und Stimmübungen lernen wir, wie der kontrollierte, der hörbar gemachte Registerwechsel zwischen Brust- und Kopfstimme, der sog. Schnaggler, funktioniert und probieren das mit einer einfachen Jodelmelodie aus. Willkommen ist jeder, der von sich behauptet, nicht singen zu können oder dem das einst gesagt wurde. Für alle, die in ein gemeinsames Vokalbad mit Jammerfaktor eintauchen und einmal grundlos laut sein möchten.
Ohne Noten, ohne Texte und deren Bedeutung. Spüre die befreiende Kraft des Jodelns!
Fürs Mitmachen braucht man Neugier, aber keine Vorkenntnisse. Die gute Laune kommt von allein. Trau dich - lets jodel truljö!
Workshop D
Universitätsbibliothek, Vortragssaal
Kulturelle Aneignung und Kulturelle Identität.
Wie lässt sich Musik kultursensibel vermitteln?
Dr. habil. Nepomuk Riva (Würzburg)
Noch vor wenigen Jahren versprach die Vermittlung internationaler Musik ein multikulturelles und multireligiöses Zusammenleben zu fördern. Inzwischen steht sie unter dem Generalverdacht der kulturellen Aneignung. Welche Formen des musikalischen Austauschs sind aber tatsächlich von Missbrauch und Ausbeutung betroffen? Gehören bestimmte musikalische Praktiken ethnischen Gruppen? Warum ist es gefährlich, Musikstile essenziell mit kulturellen Identitäten zu verbinden?
Der Workshop führt in die Theoriebildung zur kulturellen Aneignung in der Musik ein. Die Teilnehmer*innen lernen grundlegende Theorien zu musikalischen Transferprozessen kennen und werden angeleitet, verschiedene Phänomene internationaler Musik kritisch zu analysieren. Sie werden darin geschult, die Punkte zu erkennen, an denen ein kultursensibler Austausch in eine ausbeuterische Form der Aneignung wechselt.
Plenum-Workshops und Gespräch
Plenum-Workshop 1
„Und alle stimmen ein!“ – Volkslied 3.0, Schlager und Hits für wirklich alle
Dr. Markus Detterbeck (Bensheim) und Robert Göstl (Wernigerode)
Ein Plenumsworkshop über das gemeinsame Singen als kulturelle Heimat. Von Volkslied bis Pop, von Gassenhauer bis Schlager werden Lieder erkundet und gesungen, die Menschen verbinden – früher, heute und morgen. In welche Lieder können wir spontan einstimmen, in welche stimmen Kinder und Jugendliche aus welchem Kontext ein? Wann wird ein Hit zum Volkslied 3.0? Und, ganz direkt: Braucht es so etwas heute eigentlich noch – gemeinsames, spontanes Singen? Auch die Frage, wie Lieder ihren Weg in Schulen und Köpfe finden, spielt eine Rolle: Wie findet man die geeigneten Lieder für ein Schulmusikbuch – und was kommt wirklich an bei Pädagoginnen, Pädagogen und Kindern / Jugendlichen? Ein erlebnisorientierter Abend, der gemeinsames Singen, Nachdenken und Diskutieren verbindet – als musikalisch-gesellschaftliches Experiment zwischen Tradition und Gegenwart.
Gespräch
„Wir sind das Volk!“ – aber wer ist „wir“ und was ist „das Volk“?
Gesellschafts- und kulturpolitische Reflexion zu Gebrauch und Missbrauch von Begriffen und Liedern
Dr. Regina Görner (Wallerfangen) und Regina van Dinther (N.N.)
Moderation: Robert Göstl (Wernigerode)
Dieses Gespräch greift den Freitagabend-Workshop auf und richtet den Blick auf zentrale Fragen: Wer meint „wir“, wenn wir singen? Und welches „Volk“ steht im Raum, wenn Lieder als verbindendes oder ausgrenzendes Mittel eingesetzt werden? Gibt es alternativ hierzu Weltlieder? Dabei wird bewusst auch über die üblichen musikalischen Kontexte hinausgeschaut – etwa auf Fangesänge aus dem Fußball, in denen Zugehörigkeit, Emotion und kollektive Identität ebenso erfahrbar werden wie Abgrenzung, Rivalität und gruppenbezogene Ausgrenzung. Welche Rolle spielt Musik als Ort von Zugehörigkeit und Fremdheit, als Heimat in der Fremde oder als Brücke zwischen Kulturen – oder als Mittel der Missionierung? Und schließlich: Kann ein Mensch zwei oder mehr Heimaten haben – und was verrät das über das „Wir“, das wir im gemeinsamen Singen suchen?
Es diskutieren Regina Görner, frühere saarländische Ministerin für Frauen, Arbeit, Gesundheit und Soziales (1999–2004), Gewerkschafterin und Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), ehrenamtlich unter anderem im AMJ als Funktionsträgerin in der Chorszene aktiv, und Regina van Dinther, langjähriges Mitglied und Präsidentin des nordrhein-westfälischen Landtags (2005–2010), heute Vorsitzende des Chorverbandes NRW und Vizepräsidentin des Deutschen Chorverbandes.
Beide sind leidenschaftliche Chorsängerinnen, die in ihren jeweiligen gesellschaftlichen Rollen für Klartext und Integration anstelle von Ausgrenzung stehen. Das Gespräch öffnet sich bewusst dem Publikum und lädt zu einem lebendigen, ehrlichen Diskurs ein.
Plenum-Workshop 2
Voice Distortions: Cultural Context, Science, and Practice
Mauro Fiuza (Madrid, Spanien)
This workshop delves into the world of Intentional Vocal Distortions (IVD). Attendees will embark on a hands-on, exploratory journey through the historical, cultural, and physiological dimensions of IVDs. Through guided exercises, participants will learn how different structures in the vocal apparatus interact to generate the characteristic roughness of distorted voices.
To provide context, the workshop includes examples of how IVDs are applied across a wide range of musical genres, with real-life examples from renowned singers. Additionally, participants will explore strategies for preserving vocal health, ensuring that singers can maintain their unique vocal identity while expanding their artistic possibilities.