Programm

Freitag, 28. Februar 2020

13.00    Anmeldung / Einschreibung 

15.00

Musikalischer Auftakt 
Mädchenchor PLUS der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg (Leitung:  Virginie Ongyerth)

Begrüßung      
Prof. Dr. Michael Fuchs 

Grußworte des Direktors der Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde     
Prof. Dr. Andreas Dietz 

15.45    Fehlerforschung in der Musik
             Umgang mit Fehlern beim Üben, Musizieren und Unterrichten 
             Prof. Dr. Silke Kruse-Weber (Graz) 

16.10    Reflexion und Diskussion 

16.20

​Kritikkultur und Fehlermanagement in der Medizin    
Auf dem Weg zu einer Sicherheitskultur der Medizin. Wie wir einen angemessenen Umgang mit der Fehleranfälligkeit menschlichen Handelns entwickeln können
Dr. Walter Schlittenhardt (Geislingen)

16.45    Reflexion und Diskussion 

16.55    Theorie des Feedback-Gebens und -Nehmens
             Erfolgreiches Feedback – Was wirkt in Pädagogik und Medizin?
             Prof. Dr. Rainer Haak, MME (Leipzig) 

17.20    Reflexion und Diskussion 

17.30    Meet the experts, Pause mit Imbiss und Industrieausstellung

18.15

Workshops (Durchgang I)
(Die Workshops A bis D finden in vier Durchgängen jeweils parallel statt.)

19.35    Wechsel 

19.45

Fehlerkultur in Musikpädagogik und Psychologie
Fehlerbewusstsein, Feedbackkultur, Beziehungssicherheit. Konzepte und   empirische Ergebnisse zu Fehlerkultur in Lernprozessen 
Prof. Dr. Maria Spychiger (Frankfurt / Main)

20.10    Reflexion und Diskussion

​20.20

 

Ausklingen oder Ausklinken – Sie haben die Wahl! 
Helmut Steger (Hirschberg/Bergstraße)

20.45    Ende des Veranstaltungstages

Samstag, 29. Februar 2020

09.00

​„Wacht auf" - Musikalisch in den Tag – Zutaten für den „Methoden- Koffer"    
Silke Hähnel-Hasselbach (Berlin)   

09.20    Umbau 

09.25    Psychoemotionale Dissonanz als Ursache für Stimmstörungen
             Psychogene Dysphonie und Aphonie
             Prof. Dr. Bernhard Richter (Freiburg/Br.)

09.50    Reflexion und Diskussion

10.00

Auftrittsangst und Lampenfieber
Die Bedeutung von Selbstwirksamkeit und Selbstkonzept für das Erlernen des Auftretens
Prof. Dr. Claudia Spahn (Freiburg / Br.)

10.25    Reflexion und Diskussion 

10.35    Meet the experts, Pause mit Imbiss und Industrieausstellung 

​11.20

Workshops Durchgang II
(Die Workshops A bis D finden in vier Durchgängen jeweils parallel statt.)   

12.40    Mittagspause mit Mittagessen in der Hochschule
             Informelle Reflexionsphase
             Zeit für individuelle Kommunikation (Kommunikationspunkte)
             Industrieausstellung 

14.00

Workshops III
(Die Workshops A bis D finden in vier Durchgängen jeweils parallel statt.)

15.20    Wechsel

15.30

Elternarbeit als Element in Pädagogik und Therapie            
Elternarbeit im (musik-)pädagogischen und (stimm-)therapeutischen Kontext Wie kann ein wertschätzender Umgang und ein guter Schulterschluss mit   Eltern gelingen?            
Dr. Maud Rix (Dresden) und Katja Scholz (Dresden) 

15.55    Reflexion und Diskussion 

16.10    Meet the experts, Pause mit Imbiss und Industrieausstellung 

16.50    Entwicklungspsychologie
             Die Kunst einen Kaktus zu umarmen – Herausforderungen der Pubertät
             PD Dr. med. Mirko Döhnert (Leipzig) 

17.15    Reflexion und Diskussion 

17.25

​Erziehungs- und Führungsstile 
Störung und Ermöglichung: Überlegungen zur Lehrer-Schüler-Eltern- Beziehung aus konstruktivistischer Sicht
Prof. Dr. Wolfgang Lessing (Freiburg/Br.)    

17.50    Reflexion und Diskussion

18.00    Plenum-Workshop    
             Steigere die Leistung durch ein verbessertes Gehirn - Life Kinetik®
             Horst Lutz (Ebenhausen) und Daniela Busse (Leipzig)

18.45    Abend mit den Referenten und Workshopleitern 

20.15

Konzert
„Die Musicalische Rüstkammer" (Leipzig, 1719)            
Populäre Arien und heitere Geschichten aus dem barocken Leipziger  Opernhaus

Jan Kobow - Tenor
Privatdozent Dr. habil. Michael Maul (Intendant des Bachfestes Leipzig) –  Moderation            
United Continuo Ensemble
Jörg Meder - Viola da gamba
Johanna Seitz - Harfe
Thor-Harald Johnsen - Theorbe, Barockgitarre  
Zita Mikijanska - Cembalo, Orgel
Konzertsaal

22.15

Late Night Lounge – Gespräch und Musik   
Sebastian Krumbiegel und Michael Maul            
Konzertsaal

Moderation: Michael Fuchs

24.00    Ende des Veranstaltungstages

Sonntag, 01.03.2020

​09.00

Workshops IV
(Die Workshops A bis D finden in vier Durchgängen jeweils parallel statt.)

10.20    Wechsel

10.30

Werkzeugkiste Stimme     

  • Lieblingsstücke: Miklos Kocsar             
    Helmut Steger (Hirschberg / Bergstraße)             
  • Chorpass            
    Nils Ole Peters (Hannover)            
  • Stimme – Persönlichkeit – Verhalten: Aktuelle Forschungsergebnisse aus LIFE Child             
    Prof. Dr. Michael Fuchs (Leipzig)    

11.15    Meet the experts, Pause

12.00

Wirkfaktoren für eine gelingende Stimmtherapie
Erörterungen und Wichtung bezüglich der Faktoren: „Patient-Therapeut- Beziehung-Methode"
Dr. phil. Bärbel Miethe (Halle / Saale) 

12.25    Reflexion und Diskussion 

12.35

Kopplung von auditiver und visueller Wahrnehmung      
Mal sehen, was man hört. Synästhesie im Leben, in Kunst, Musik und  Pädagogik.               
Dr. Markus Zedler (Hannover)

13.05    Reflexion und Diskussion

13.15    Dank 

13.30    Künstlerischer Abschluss 

14.00    Ende der Veranstaltung, Ausgabe der Zertifikate


Workshops 
Die vier Workshops A bis D dauern jeweils 80 Minuten und finden parallel zu folgenden Zeiten statt:

I. Durchgang: Freitag, 27.02.2020            18.15 bis 19.35 Uhr

II. Durchgang: Samstag, 28.02.2020         11.20 bis 12.40 Uhr

III. Durchgang: Samstag, 28.02.2020        14.00 bis 15.20 Uhr

IV. Durchgang: Sonntag, 01.03.2020         09.00 bis 10.20 Uhr    

Daher ist für jeden die Teilnahme an jedem Workshop möglich. Die Einteilung der Teilnehmer in die einzelnen Workshops findet bei der Anmeldung statt und wird mit einem Farbsystem kodiert.

Für die Teilnahme an einigen Workshops ist eine bequeme Kleidung empfehlenswert, um bewegungsintensive Körperübungen mit nachvollziehen zu können.


Workshop A
Praktische Anwendung von Feedback 
Arbeitstitel: "Wie sag ich`s meinen Schülern?" Hören - Beurteilen - Feedback geben Prof. Ilse-Christine Otto (Leipzig), Prof. Dr. Maria Spychiger (Frankfurt/Main), Jörg Meder (Leipzig), Matthias Schubotz (Leipzig)

Workshop B
Selbstfürsorge in pädagogischen und therapeutischen Berufe
„Create your own calm" – Achtsamkeit und Selbstfürsorge als Teil der Professionalität
Dr. Michael Kroll (Leipzig), Silke Hähnel-Hasselbach (Berlin), Jenny Huber (Regensburg), Norina Narewski-Fuchs (Leipzig)

Psychohygiene, Selbstfürsorge und eine individuell passende Achtsamkeit sind wichtige Aspekte für Profis, die sich selbst als Arbeitsinstrument nutzen, die mit einer persönlichen Ausstrahlung andere (und sich) begeistern (sollen). Professionelle Pädagogen und andere mit psychisch besonders anspruchsvollen Berufen (wie Musiker) oder Lebenssituationen sollten diese Form der Arbeitssicherheit systematisch kultivieren. Der Workshop bietet einen Überblick an und kann anregen, diese Professionalität fest im Alltag zu verankern, im besten Fall bevor gesundheitliche Probleme es erforderlich machen. Ziel einer selbstfürsorglichen Kultur ist, im Alltag Belastungsfaktoren sensibel zu erfassen, sich auszutauschen, zum Beispiel zur Nähe-Distanz-Regulation: was lasse ich wie nah an mich heran? Was nehme ich mir zu Herzen? Was stört meinen Schlaf? Wie hoch sind meine Ansprüche und warum? Wie verankere ich ggf. bessere Selbstfürsorge im Alltag? Ohne (auch) dies optimieren zu wollen, denn auch psychologische Fragen können überwertet werden und stressen, wenn sie zu viel Raum erhalten.

Workshop C    
Interdisziplinäre Diskussion klinischer Fallbeispiele   

Zusammenarbeit zwischen Phoniatrie, Stimmtherapie und Musikpädagogik bei der Betreuung von Kinder- und Jugendstimmen

Prof. Dr. Michael Fuchs (Leipzig), Ulrich Kaiser (Lübeck), Dr. med. Sylvi Meuret (Leipzig), Birke Peter (Leipzig), Nils Ole Peters (Hannover), Ulrike Sievert (Leipzig) 

"Am konkreten Beispiel lernt man oft am besten!" Diese Erfahrung aus der musikpädagogischen und klinischen Praxis greift die Komzeption des Workshops auf. Aus der bundesweit einzigartigen Leipziger Spezialsprechstunde für Kinder- und Jugendstimme werden Patientenfälle mit Störungen und Erkrankungen der Singstimme und resultierenden Problemen in der Chorarbeit und Stimmbildung vorgestellt. Die im Rahmen der interdisziplinären Stimmdiagnostik erhobenen Befunde werden gemeinsam mit dem Publikum interpretiert und bilden die Grundlage für die Diskussion der jeweiligen therapeutischen und gesangspädagogischen Ansätze. Ein Abstimmungssystem beteiligt das Publikum  aktiv an den Entscheidungen.


Workshop D:
Musical-Singen mit Jugendlichen
Bel Canto am Broadway
Prof. Noelle Turner (Essen)

Durch die Beliebtheit des aktuellen Pop-und Musical-Repertoires bei den Kindern und Jugendlichen werden Musik-und Gesangslehrer vor immer größer werdenden Herausforderungen gestellt. Es ist kein neues Phänomen, dass junge Sänger versuchen, ihre Pop-und Musical-Idole zu imitieren. (Das ist nicht anderes im klassischen Gesang!)

Durch die Tatsache, dass der Kompositionsstil immer extremer wird – sehr viel Brust-Dominanz in der Mittel- und tiefen Lage für die Frauenstimmen und extreme Höhen für die Männer – werden die jungen Stimmen schnell überfordert. Ohne die richtigen Mittel wird die Stimme „erfinderisch". Wenn eine gewisse gesangstechnische Basis noch nicht vorhanden ist, werden schnell Kompensationsmechanismen entwickelt, um eine ähnliche Klangqualität zu produzieren. Das Resultat klingt oft für ungeschulte Ohren verblüffend „gut". Die Kinder und Jugendlichen bekommen dafür viel positives Feedback, und fühlen sich dadurch bestätigt. Dieses Phänomen wird durch Sendungen wie „Voice Kids" noch mehr unterstützt.

Manche Gesangsmethoden, die momentan sehr beliebt sind, versprechen eine Schnellspur zum Erfolg. Sie suggerieren, dass man mit wenig Mühe zum erwünschen Klangziel kommen kann. Dies kommt bei den jungen Leuten gut an, da es dem Zeitgeist entspricht. Das Tempo unserer Zeit hat gewiss viele Vorteile, aber die Millenials sind nicht mehr gewöhnt, sich in einem Prozess zu begeben und Zeit zu nehmen, etwas zu entwickeln. Trotz aller Forschung und gesteigerten Effektivität lässt sich die Stimme nicht schneller entwickeln als bisher.

Der erste Schritt zur Verbesserung, ist Mittel zu haben, um eine sichere Analyse und Diagnostik des stimmlichen Zustands zu erstellen. Danach setzten wir die Übungen an, die den natürlichen Zustand der Stimme wiederherstellen. Wir arbeiten nach den Prinzipien der Bel-Canto-Lehre, stellen die Parameter der Übungen aber gezielt auf die aktuelle Problematik zusammen. Wenn der Schüler danach merkt, die Stimme ist freier und leichter zu bedienen, auch wenn das Endergebnis noch nicht in Sicht ist, hat man in der Regel sein Vertrauen gewonnen und der Schüler ist eher bereit sich, auf diesen Prozess einzulassen.

Die Workshops A bis D finden in vier Durchgängen jeweils parallel statt.
 
Plenum-Workshop
Der Plenum-Workshops findet mit dem gesamten Publikum im Konzertsaal statt. 
Steigere die Leistung durch ein verbessertes Gehirn - Life Kinetik®
Horst Lutz (Ebenhausen) und Daniela Busse (Leipzig)

Neurowissenschaftliche Befunde verweisen darauf, dass die überraschend erfolgreiche Bewältigung einer neuartigen Bewegungsaufgabe im Gehirn strukturelle Veränderungen in Gang setzt. Um kontinuierlich neuronale Lernvorgänge zu provozieren, sind somit insbesondere neuartige und ungewohnte Bewegungsaufgaben anzusteuern, wobei ein Aufgabenwechsel erfolgen sollte, sobald im Üben eine Routine auftritt. Genau diesen Aspekt macht sich Life Kinetik zunutze.

Spaßige, auf Wahrnehmung beruhende, koordinative und kognitive Übungen helfen, Gehirnfunktionen zu stimulieren und zu verbessern, neuronale Verbindungen zu stärken und neue zu schaffen, Mehr neuronale Verbindungen führen zu einer Leistungssteigerung im Alltag.

Im Workshop erleben die Teilnehmer in Theorie und Praxis alle drei Trainingsbereiche – "Flexible Körperbeherrschung", "Optimale Wahrnehmung" und "Kognitive Fähigkeiten" in einer kurzweiligen Mischung aus informativer Präsentation und verblüffenden Erkenntnissen über das eigene, bisher verborgene Potenzial. Lachen ist ausdrücklich erlaubt!  


Bitte beachten Sie: Ton- oder Filmaufnahmen der Veranstaltung - auch für den privaten Gebrauch - sind nicht erlaubt. Fotos sind lediglich zum privaten Gebrauch zulässig. Wir bitten um Verständnis. 

Veranstaltungsort: Hochschule für Musik und Theater Leipzig, Grassistraße 8
04107 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 21800
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