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Aktuelles aus der Kinderchirurgie

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„Ausge­­­zeichnet. FÜR KINDER“

Qualitätssicherung für die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen - Klinik für Kinderchirurgie erhält Qualitätssiegel „Ausge­­­zeichnet. FÜR KINDER“ (Pressemeldung 16.03.2020)

 

 

Roboter-gestützte Kinderchirurgie am UKL: „Patientensicherheit von Kind an – eine Investition fürs Leben“Universitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Im Robotischen Zentrum des UKL sind <img alt="Roboter-gestützte Operationen bei Kindern steigern die Sicherheit der Eingriffe, wissen die Kinderchirurgen des UKL aus großer Erfahrung." src="/presse/PressImages/I-20231120072569-68c272968ec53.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2025-09-10T22:00:00ZLeipzig. Zum Welttag der Patientensicherheit rückt das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) die Sicherheit der jüngsten Patienten in den Fokus und macht deutlich, wie moderne Technik die Sicherheit von Eingriffen bei Kindern entscheidend erhöht: Durch den konsequenten Einsatz roboterassistierter Operationssysteme können Eingriffe mit höchster Präzision, minimal-invasiv und damit besonders schonend durchgeführt werden.<p>Mit inzwischen über 140 solcher Eingriffe in den vergangenen vier Jahren nimmt die Kinderchirurgie des UKL bundesweit eine Spitzenstellung ein – keine andere kinderchirurgische Klinik in Deutschland verfügt über vergleichbare Erfahrungen. Im Robotischen Zentrum des UKL sind täglich mitlerweile drei &#160;„da Vinci“-Operationssysteme im Einsatz, die auch bei den kleinsten Patientinnen und Patienten maximale Präzision ermöglichen.</p><p>&#160;</p><p>Das Team um Prof. Martin Lacher, den Direktor der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/kinderchirurgie">Klinik für Kinderchirurgie</a>, nutzt diese Technologie seit 2021 besonders in der Kinder-Urologie und bei viszeralchirurgischen rekonstruktiven Eingriffen, bei denen feine Strukturen genäht werden müssen.</p><p>Die roboterassistierte Technik erlaubt millimetergenaue Bewegungen, eine hochauflösende dreidimensionale Sicht und die Nutzung besonders feiner Instrumente. So lassen sich Operationen in der engen Anatomie des kindlichen Bauchraums sicherer durchführen, das Gewebe wird schonender präpariert, Komplikationen treten seltener auf und die Genesung der Kinder verläuft schneller.</p><p>&#160;</p><p>„Minimal-invasive Operationen bei Kindern fordern die Operierenden häufig in besonderer Weise&quot;, erklärt Prof. Martin Lacher, &quot;das liegt daran, dass der kindliche Körper und damit der OP-Raum im Bauch nun einmal um ein Vielfaches &#160;kleiner ist als der bei Erwachsenen.“ Der bisher jüngste mittels Roboter-Unterstützung am UKL operierte Patient war erst 13 Monate alt und wog nur fünf Kilogramm. Gerade in der Kinderchirurgie sei daher absolute Präzision entscheidend. „Mit Hilfe der OP-Roboter können wir selbst bei unseren kleinsten Patienten Eingriffe auf höchstem Sicherheitsniveau durchführen. Das bedeutet weniger Belastung, schnellere Heilung und vor allem eine sichere Versorgung von Anfang an“, betont Prof. Dr. Martin Lacher, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am UKL.</p><p>&#160;</p><p>Um diese Kompetenz langfristig zu bündeln, hat das UKL im Frühjahr 2021 das „<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/zrnc">Zentrum für roboterassistierte und navigierte Chirurgie</a>“ etabliert. Dort arbeiten Experten aus verschiedenen chirurgischen Disziplinen eng zusammen, um innovative Verfahren sicher in die klinische Routine zu überführen. Das Ziel&#58; Patientensicherheit von Beginn an garantieren und durch Innovation die Versorgung kontinuierlich verbessern.</p><p>„Wir werden zusammen mit den anderen Kliniken im Zentrum für roboterassistierte und navigierte Chirurgie unsere Erfahrung konsequent weiter ausbauen – mit dem Ziel, noch mehr Kindern Zugang zu dieser sicheren und modernen Technik zu ermöglichen“, so Prof. Lacher abschließend.</p><p>&#160;</p><p><strong>Hintergrund</strong></p><p>Der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.tag-der-patientensicherheit.de/">Welttag der Patientensicherheit</a> — einer der globalen Gesundheitstage der WHO — findet seit 2019 am&#160;17. September&#160;statt. Das WHO-Motto zum diesjährigen Welttag für Patientensicherheit&#160;lautet „Safe care for every newborn and every child“.&#160;</p><p>In Deutschland wird dieser Welttag vom <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.tag-der-patientensicherheit.de/das-aps.html">Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V.</a>organisiert, das für dieses Jahr entsprechend den Schwerpunkt auf die sichere Versorgung von Kindern legen – unter dem Slogan&#58;<strong>&#160;</strong>„Patientensicherheit von Kind an – eine Investition fürs Leben“.</p><p>&#160;</p>
Hundebisse im Gesicht: UKL-Kinderchirurg fordert besseren Schutz für KinderUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Eine Entwicklung, die dem Leiter der <img alt="Prof. Martin Lacher, Leiter der Kinderchirurgie am Uniklinikum Leipzig, möchte Kinder besser vor Hundebissen schützen." src="/presse/PressImages/I-20151008014189-68be92d21a39c.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2025-09-07T22:00:00ZLeipzig. Die Zahl der Beißattacken durch Hunde steigt bundesweit seit Jahren an. Oft und schwer betroffen sind dabei Kinder. Hundebisse treffen sie oft im Gesicht und führen zu gefährlichen Verletzungen und bleibenden Folgen. In der Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig müssen inzwischen zweimal pro Monat schwere Fälle operiert werden. Eine Entwicklung, die dem Leiter der UKL-Kinderchirurgie, Prof. Martin Lacher, große Sorgen bereitet.<p>Es trifft vor allem die Kleinsten&#58; Im Durchschnitt sind die kleinen Kinder, die nach Beißattacken im Uniklinikum Leipzig behandelt werden müssen, sechs Jahre alt. „Am häufigsten betroffen von Bissverletzungen durch große Hunde sind der Kopf und das Gesicht der Kinder, die Wangen, Nasen, Augen, Ohren und Lippen, gefolgt von Wunden an den Händen“, beschreibt Prof. Lacher die Situation.</p><p>Das liege natürlich daran, dass sich die Köpfe der Kinder auf Höhe der Hunde befinden. In diesen Fällen muss meist operiert werden, oftmals zusammen mit HNO-Experten und Gesichtschirurgen, um die kleinen Gesichter aufwändig wiederherzustellen. „Bissverletzungen im Gesicht, insbesondere der Nase, stellen oft eine große Herausforderung an die Chirurgenteams der MKG und HNO“, ergänzt Prof. Andreas Dietz, Direktor der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/hno">HNO-Klinik</a> am UKL. Es bedürfe großer Erfahrung in der Nasenkorrektur, um die Wundversorgung und Rekonstruktion mit einem zufriedenstellenden Ergebnis umzusetzen.</p><p>Auch wenn die moderne Medizin hier viel möglich macht - die entstellenden Narben bleiben ein Leben lang.</p><p>Wie im Fall der beiden Schwestern, die im August in Torgau bei Leipzig von einer Dogge angegriffen wurden. „Das waren großflächige, sehr tiefe Bisswunden mitten im Gesicht“, erinnert sich der Kinderchirurg Lacher. „So etwas sehen auch wir nicht jeden Tag, aber eben leider inzwischen viel zu häufig“. Mit Blick auf 15 Jahre Arbeit als <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/kinderchirurgie">Kinderchirurg</a> sieht er eine klare Tendenz&#58; Die Zahl schwerer Hundebissverletzungen bei Kindern steigt.</p><p>&#160;</p><p>In diesem Jahr wurden am UKL bereits 10 Kinder nach Hundebissen stationär behandelt, im Vorjahr waren es 24. „Solche Angriffe traumatisieren die Kinder zutiefst und fügen ihnen bleibende Verletzungen zu“, so Lacher. Die sichtbaren Verletzungen im Gesicht hinterlassen nicht nur Narben, sondern prägen auch das ganze Leben der Kinder – oft verbunden mit seelischen Wunden, die niemals ganz heilen. „Ganz offensichtlich versagen wir beim Schutz unserer Kinder vor solchen Gefahren“, konstatiert der Kinderchirurg.</p><p>&#160;</p><p><strong>Kinder besser schützen und schnell behandeln</strong></p><p>Er appelliert an die Erwachsenen, ihre Verantwortung mehr wahrzunehmen. „Gerade Kleinkinder sind überproportional oft betroffen, denn sie verstehen die Grenzen von Hunden oftmals noch nicht“. Aber auch wenn die Kinder geübt sind, eine Chance gegen einen aggressiven Hund haben sie nicht&#58; „Ein 60 Kilogramm schwerer Hund, der ein achtjähriges Mädchen angreift, ist haushoch überlegen, und oft auch durch den Besitzer nicht zu halten“, bringt Prof. Lacher ein drastisches Beispiel.</p><p>Daher seien Schutzmaßnahmen so wichtig - Regeln für Kinder im Umgang mit Hunden, aber auch Schulungen für Hundebesitzer, vor allem von Familienhunden, zur Steigerung der ‚Hund-Kind-Kompetenz‘.</p><p>&#160;</p><p><strong>Bisswunden ärztlich versorgen lassen</strong></p><p>Auf jeden Fall müssten Bissverletzungen immer ärztlich abgeklärt werden, betont Prof. Martin Lacher, „Auch kleine Bisswunden können zu schweren Infektionen führen. Und bei Verletzungen am Gesicht oder den Händen sollte frühzeitig ein Facharzt hinzugezogen werden, um die Spätfolgen zumindest zu verringern.“ Ebenfalls wichtig&#58; Sämtliche durch einen Biss abgetrennte Gewebeanteile müssen unbedingt zur Notversorgung mitgebracht werden.</p><p>&#160;</p>
Prof. Martin Lacher mit Verdienstorden der Bundesrepublik geehrtUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Hier habe sich der Direktor der <img alt="Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (r.) übergab am 27. Mai 2025 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an Prof. Dr. Martin Lacher, Direktor der Klinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig." src="/presse/PressImages/20250527170033-SK-6836bb18c76fe.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2025-05-27T22:00:00ZLeipzig. Prof. Dr. Martin Lacher, Direktor der Klinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL), ist am 27. Mai 2025 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden.<p>Der von <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.bundespraesident.de/DE/startseite/startseite_node.html">Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier </a>verliehene Orden wurde in einem Festakt in der Sächsischen Staatskanzlei überreicht durch den <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.ministerpraesident.sachsen.de/index.html">Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer.</a><br>&#160;</p><p>Der 50-jährige Kinderchirurg Lacher erhält die Auszeichnung „für sein humanitäres Engagement für Kinder und die Ausbildung von Kinderchirurgen im Ausland“. Hier habe sich der Direktor der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/kinderchirurgie">UKL-Kinderchirurgie</a> große Verdienste erworben. Prof. Lacher leistete wiederholt humanitäre Hilfe, darunter in China, Vietnam, Nepal, Nordkorea, Guinea-Bissau und Tanzania. Weil die medizinische Versorgung, gerade wenn es um komplexe Operationen von Kindern geht, in manchen Ländern an Grenzen stößt, initiierte Prof. Lacher vor mehr als zehn Jahren die gemeinnützige <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.stiftung-kinderchirurgie.de/">Stiftung Kinderchirurgie</a> in Leipzig. Regelmäßig sind Ärzte der Stiftung im Hilfseinsatz – ehrenamtlich und ohne Behandlungshonorar.<br><br><br>Schwerpunkt ist die Unterstützung medizinischer Einrichtungen und der Ärzte vor Ort. So bildet das Team von Prof. Lacher in Hawassa in Äthiopien nach dem „Training of Trainers“-Konzept angehende Kinderchirurgen aus, die später ebenfalls wieder neue Fachärzte ausbilden können. Zugleich sorgte die Stiftung dort für Bau und Ausstattung von mehreren OP-Sälen sowie der Intensivstation für Neugeborene. Derzeit befinden sich im Rahmen eines umfangreichen Projekts drei Seecontainer mit vorgefertigten Operationssälen auf dem Weg über Dschibuti nach Äthiopien.<br>&#160;</p><p>Prof. Martin Lacher ist seit 2015 Direktor der Klinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig. Sein Schwerpunkt liegt auf der Behandlung angeborener Fehlbildungen, mit besonderer Expertise in minimalinvasiven Operationen – selbst bei Früh- und Neugeborenen. Mit viel Herzblut engagiert er sich für die Arbeit der von ihm gegründeten Stiftung, aber auch für Projekte wie einen durch Spenden finanzierten Flügel für das Atrium des Frauen- und Kinderzentrums am UKL, an dem seitdem regelmäßig für Besucher und Patient&#58;innen musiziert wird.&#160;<br>Er ist Honorarprofessor an der Universität Hawassa sowie an der School of Medicine der Addis Abeba Universität – eine besondere Anerkennung seines langjährigen Engagements für die chirurgische Versorgung von Kindern in Ostafrika.<br>&#160;</p><p>„Die Auszeichnung für unseren Kollegen Martin Lacher freut uns sehr und macht uns stolz,“ gratuliert Prof. Dr. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. &quot;Es ehrt ihn sehr, dass er neben seiner herausfordernden täglichen Arbeit die Energie und Empathie aufbringt, nicht zu vergessen, dass es Kinder in anderen Ländern ungleich schwerer haben, eine gute medizinischen Versorgung zu erhalten. Seine Arbeit trägt viel dazu bei, dies zu ändern und Kindern ein Leben in Gesundheit zu ermöglichen, die sonst diese Chance nicht hätten“, so Josten. „Viele unserer Ärztinnen und Ärzte engagieren sich in ähnlicher Weise in Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen oder Hilfsprojekten außerhalb Europas und leisten so einen ehrenamtlichen Beitrag, der in Geld nicht aufzuwiegen ist. Das macht uns als Klinikum immer wieder sehr stolz.“</p><p>&#160;</p><p>„Ich freue mich sehr über diese hohe Auszeichnung“, sagt Prof. Martin Lacher. „Wir haben als Menschen und Mediziner in einem wohlhabenden Land die Mittel und die Verantwortung, Menschen in weniger privilegierten Regionen zu helfen. Besonders als Kinderchirurgen haben wir das große Privileg, mit nur einer Operation Kindern mit angeborenen Fehlbildungen die Chance auf ein möglichst normales Leben zu ermöglichen – ein Eingriff, der oft alles verändert. Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, dass unsere Stiftung – dank vieler engagierter Unterstützer – genau das möglich macht. Es ist mir eine Ehre, diesen Weg auch weiterhin gehen zu dürfen.“</p>
Silvesterunfälle: Erneut zahlreiche Hand- und Kopfverletzungen in der Notaufnahme des Uniklinikums LeipzigUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig – Rund um den Jahreswechsel 2024/25 <img alt="Blick auf die Zentrale Notaufnahme des Universitätsklinikums Leipzig." src="/presse/PressImages/pic_20250102135650_db2e204010.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2025-01-01T23:00:00ZLeipzig, 02. Januar 2025 – Rund um den Jahreswechsel 2024/25 wurden am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) erneut zahlreiche Patient:innen mit Feuerwerksverletzungen behandelt. Neben den üblichen akuten Erkrankungen und Verletzungen dominierten dabei wie in den Vorjahren bei den Verletzungen neben Kopfverletzungen zum Teil schwere Verletzungen der Hände, die nicht selten mit dauerhaften Funktionseinbußen einhergehen. Dies bestätigt auch eine am UKL durchgeführte Studie, die über einen Zeitraum von zehn Jahren silvesterbedingten Verletzungen analysiert hat. <p>Unter den zum Jahreswechsel 2024/25 mit Feuerwerksverletzungen stationär Behandelten befanden sich drei Patient&#58;innen mit schweren Verletzungen der Hände. Einer davon ist ein achtjähriger Junge, der in die Notaufnahme eingeliefert wurde, nachdem ihm ein in der Hand explodierter Feuerwerkskörper mehrere Finger abgerissen hatte. Das Kind hatte den Blindgänger am Neujahrstag aufgehoben, mit nach Hause gebracht und wollte diesen dann nach dem Entzünden aus dem Fenster werfen. &quot;Allein am Neujahrstag wurden der Notaufnahme 137 Patient&#58;innen mit Verletzungen oder akuten Erkrankungen zugeführt, davon ein erheblicher Anteil auch mit silvesterbedingten Verletzungen&quot;, berichtet Prof. André Gries, Leiter der <a href="/einrichtungen/notaufnahme">Zentrale Notaufnahme des UKL</a>. Zahlreiche Patient&#58;innen kamen bis zum Vormittag in die Notaufnahme. &quot;Dies bestätigt unsere Erfahrungen aus den Vorjahren, wonach der Silvestertag noch relativ ruhig verläuft und die Zahl der Patient&#58;innen nach dem Jahreswechsel deutlich ansteigt&quot;, so der Notfallmediziner.&#160;<br><br>Bereits Mitte Dezember lag die Zahl der jährlich in der Zentralen Notaufnahme behandelten Akut- und Notfallpatienten erstmals über der Marke von 40.000 (Stand 10.12.2024&#58; 41.345). &quot;Wir gehen davon aus, dass wir bis Jahresende rund 44.000 Patienten bei uns behandelt haben&quot;, so Prof. Gries. &quot;Dies wäre eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um rund 5500 Patient&#58;innen beziehungsweise 14 Prozent.&quot;<br><br>Die Art und Weise der Erkrankungen und Verletzungen rund um den Jahreswechsel reiche von den &quot;üblichen&quot; Diagnosen über Schädigungen der Hände, sturzbedingte Kopfverletzungen bis zu Vergiftungserscheinungen durch Alkohol beziehungsweise andere Drogen und entspreche somit dem &quot;bekannten feiertagsbedingten Spektrum&quot;, erklärt Prof. Gries.<br><br>Welche erheblichen Gesundheitsrisiken - insbesondere für Handverletzungen - vom unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern rund um Silvester ausgehen können, zeigt auch eine aktuelle Studie der <a href="/einrichtungen/oup">Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie</a> sowie der <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie">Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig</a>. Dafür wurden über zehn Jahreswechsel hinweg insgesamt 155 Verletzte untersucht. 80 Prozent von ihnen waren Männer mit einem Durchschnittsalter von 24 Jahren. Am häufigsten von Verletzungen betroffen waren die Hände (53 Prozent). Fast ein Viertel der Fälle (24 Prozent) erforderte operative Eingriffe. Bei knapp der Hälfte (47 Prozent) der operierten Patient&#58;innen führten die Verletzungen zu dauerhaften Funktionseinbußen.<br><br>&quot;Unsere Ergebnisse zeigen, dass Sicherheitsvorschriften oft ignoriert werden, was schwere Verletzungen auch bei der Verwendung frei verkäuflicher Feuerwerkskörper nach sich zieht und eine hohe Belastung für die Notaufnahmen zur Folge hat&quot;, betont Studienleiter Prof. Georg Osterhoff, Stellvertretender Bereichsleiter Unfallchirurgie am UKL.&#160;<br><br>Ausgehend von den Resultaten der Studie fordern die Mediziner verstärkte Präventionskampagnen, um die Risiken zu minimieren und das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Feuerwerk zu schärfen.</p>
Medizin für Jedermann: Verbrennungen und Verbrühungen im KindesalterUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Dabei wird Prof. Martin Lacher vom <img alt="" src="/presse/PressImages/pic_20241202141445_24f141e189.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2024-12-01T23:00:00ZLeipzig. Eine unachtsam abgestellte Tasse Kaffee oder Tee, ein nicht ausreichend geschützter Herd, ein Kamin, der ohne Aufsicht brennt – die Gefahren für Kinder, sich im Haushalt zu verbrennen oder zu verbrühen, sind vielfältig. Genauso vielfältig sind die Möglichkeiten, solche Unfälle zu verhindern. Darüber klären deutschlandweit Expert:innen jährlich Anfang Dezember auf. Auch das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) nimmt am Tag des brandverletzten Kindes teil – mit einem Vortrag in der Reihe "Medizin für Jedermann". Dabei wird Prof. Martin Lacher vom Zentrum für schwerbrandverletzte Kinder am UKL über seine Erfahrungen als Verbrennungsmediziner sprechen, vor allem aber darüber, wie sich Verbrennungen und Verbrühungen von Kindern verhindern lassen und wie man im Ernstfall Erste Hilfe leistet. <p>Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Verbrühungen mit heißen Flüssigkeiten. Sie machen rund Dreiviertel aller Verletzungen bei Kindern zwischen null und zwei Jahren aus. &quot;60 Prozent dieser Verletzungen ließen sich durch Prävention verhindern&quot;, sagt Prof. Martin Lacher, Direktor der<a href="/einrichtungen/kinderchirurgie"> Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie</a> am UKL, &quot;etwa indem man eine Tasse mit heißem Tee außer der Reichweite von Kindern abstellt.&quot;&#160;</p> <p>Wie gefährlich eine Tasse heißen Tees für Kinder sein kann, macht das Schicksal von Lena deutlich. Sie ist eines von rund 30.000 Kindern, die jährlich in Deutschland eine Verbrennung oder Verbrühung erleiden und das Gesicht der Kampagne &quot;Tee tut weh&quot;, mit dem der <a href="https&#58;//www.paulinchen.de/">Paulinchen e.V</a>. den Tag des brandverletzten Kindes 2024 überschrieben hat. Lena hatte mit gut einem Jahr gerade laufen gelernt, als sie sich mit heißem Tee den Rücken verbrühte. Davon zeugen Jahre später noch großflächige Narben.</p> <p>Prof. Lacher kennt Fälle wie Lena aus der Praxis und weiß, wie langwierig deren Heilung ist - trotz kontinuierlicher Forschung und Weiterentwicklung des Fachbereichs. Um so wichtiger ist es ihm, Eltern, Großeltern, Hebammen und Erzieher&#58;innen für die Gefahren für Kinder im Haushalt zu sensibilisieren. Dazu zählen nicht nur Tassen mit heißem Kaffee oder Tee, sondern auch Wasserkocher, Fritteusen, Pfannen und Töpfe, wenn sie gerade in Benutzung sind. &quot;Kleinere Kinder greifen gern auch aus Neugier auf heiße Herdplatten, an den Backofen oder die Scheibe eines Kamins&quot;, zählt der Verbrennungsmediziner weiter auf, &quot;bei größeren Kinder sehen wir - gerade jetzt in der Erkältungszeit - immer wieder auch Verletzungen durch das Übergießen mit heißer Inhalationsflüssigkeit.&quot;&#160;</p> <p>Wie sich Kinder konkret vor Verbrennungen und Verbrühungen schützen lassen, ist ein Teil von Prof. Martin Lachers Vortrag in der Reihe &quot;Medizin für Jedermann&quot;. Ein weiterer befasst sich mit der Versorgung der Verletzungen - zu Hause und später in Einrichtungen, wie dem zertifizierten Zentrum für schwerbrandverletzte Kinder des UKL.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><a href="/Seiten/mfj-brandverletzungen-im-kindesalter.aspx"><strong>Medizin für Jedermann&#58; Verbrennungen und Verbrühungen im Kindesalter</strong></a></p> <p>Mittwoch, 11. Dezember 2024&#160;</p> <p>18&#58;30 Uhr - 19&#58;45 Uhr</p> <p>Hörsaal Haus 4, Universitätsklinikums Leipzig, Liebigstraße 20</p> <p>www.uniklinikum-leipzig.de</p> <p>&#160;</p>

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