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Pressemitteilungen

 

 

Jedes Jahr rund 30 Silvesterunfälle mit oft tragischen Folgen am UKL behandelt<img alt="Eine kleine Sammlung legaler und illegaler Silvesterknaller. Manche der illegalen Böller, wie zum Beispiel der dritte von rechts, enthalten mehr Schwarzpulver als die gesamte legale Vierer-Packung China-Böller im Vordergrund." src="/presse/PressImages/pic_20181227102945_d63a3eec33.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-12-26T23:00:00ZSie sind für den kommenden Jahreswechsel gerüstet: Prof. Dr. Andre Gries, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme am Universitätsklinikum Leipzig, Prof. Stefan Langer, Bereichsleiter Plastische, ästhetische und spezielle Handchirurgie, und Prof. Martin Lacher, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie. "Eigentlich reichen die normalen Not- und Unfälle schon", sagt Prof. Gries freimütig. "Aber zu Silvester kommen immer wieder auch Stürze von Balkonen, Verkehrsunfälle, Verbrennungen und Explosionsverletzungen durch Feuerwerkskörper dazu – mit zum Teil tragischen Folgen." <p style="margin&#58;0cm 0cm 0pt;line-height&#58;normal;"><span style="font-size&#58;12pt;"><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">Der Jahreswechsel mit Alkohol und Partystimmung führt leider immer wieder zu Verhaltensweisen, die mehr als fahrlässig sind. &quot;Beim Verwenden von Böllern ohne CE-Zeichen wird oft an leichtsinnige Jugendliche gedacht. Aber es sind auch Familienväter, die aus Jux ihre Gesundheit und die Zukunft der Familie aufs Spiel stellen&quot;, erzählt Prof. Langer. &quot;Vergangenes Jahr hatten wir so einen Fall&#58; Beim Zünden eines illegalen Feuerwerkskörpers wurden einem Mann zwei Finger der linken Hand abgerissen. Wir haben einen Replantationsversuch unternommen, doch war am Ende der Verlust des Zeigefingers nicht zu verhindern. Der Mittelfinger ist ohne Gefühl und in der Beweglichkeit eingeschränkt. Der Mann wird Zeit seines Lebens damit klarkommen müssen.&quot; </span></span></p> <p style="margin&#58;0cm 0cm 0pt;line-height&#58;normal;">&#160;</p> <p style="margin&#58;0cm 0cm 0pt;line-height&#58;normal;"><span style="font-size&#58;12pt;"><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;"><span style="font-size&#58;12pt;"><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">Vor allem, wenn Kinder beteiligt sind, kann es ganz tragisch werden. &quot;Vor einem Jahr hatten wir zwei Kinder mit sehr schweren Silvesterverletzungen&quot;, erinnert sich Prof. Lacher. &quot;Von seinem großen Bruder bekam ein Junge einen Feuerwerkskörper überreicht; er &quot;sollte ihn mal halten&quot;. Am Ende konnten wir den zerstörten Daumen zwar an sich retten, aber Sehnen und Nerven waren so geschädigt, dass der Patient den Daumen nicht mehr benutzen kann. Ein anderer Junge versuchte, einen angezündeten, illegal aus dem nahen Ausland eingeführten Böller auszutreten. Der explodierte aber unter seinem Schuh mit solcher Wucht, dass durch die Schuhsohle hindurch der Fuß schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Das Fersenbein war zerborsten. Mit allen chirurgischen Fachdisziplinen am UKL haben wir alles wieder rekonstruiert, aber für den Jungen bedeutete das, ein halbes Jahr Krankenhausaufenthalt und ein Jahr nicht laufen können.&quot; </span></span></span></span></p> <p style="margin&#58;0cm 0cm 0pt;line-height&#58;normal;">&#160;</p> <p style="margin&#58;0cm 0cm 0pt;line-height&#58;normal;"><span style="font-size&#58;12pt;"><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;"><span style="font-size&#58;12pt;"><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">&quot;Natürlich stehen zu Silvester mit der <a href="/einrichtungen/notaufnahme" rel="ext" target="_blank">Zentralen Notaufnahme</a>, den <a href="/einrichtungen/oup/Seiten/plastische-chirurgie.aspx" rel="ext" target="_blank">Handchirurgen</a> und <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie" rel="ext" target="_blank">Kinderchirurgen</a> sowie allen anderen Fachdisziplinen des Universitätsklinikums ein großes interdisziplinär und Hand in Hand arbeitendes Team parat&quot;, verdeutlicht Prof. Gries. &quot;Es sind zum Glück nicht Hunderte von Verletzten, die zu behandeln sind, aber rund 30 Personen bezahlen jedes Jahr ihre Fahrlässigkeit im Umgang mit Feuerwerkskörpern und mit Alkohol mit ihrer Gesundheit. Da werden nicht nur illegale Böller verwendet, sondern auch selbst Sprengkörper gebaut, oder es wird mit Raketen aufeinander geschossen. Das führt zur ersten 'Spitze' der Silvester-Vorfälle. Die zweite Spitze der Unfallzahlen entsteht dadurch, dass Kinder und Jugendliche am Neujahrsmorgen auf 'Blindgängersuche' gehen, um diese dann irgendwie zur Explosion zu bringen. Alles verdammt gefährlich, alles verdammt unnötig.&quot; </span></span></span></span></p> <p style="margin&#58;0cm 0cm 0pt;line-height&#58;normal;">&#160;</p> <p style="margin&#58;0cm 0cm 0pt;line-height&#58;normal;"><span style="font-size&#58;12pt;"><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;"><span style="font-size&#58;12pt;"><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">Die drei Ärzte des Universitätsklinikums Leipzig bitten deshalb vor allem die Eltern, zu Silvester auf riskante &quot;Heldentaten&quot; zu verzichten. Zudem sollten Kinder und Jugendliche aufgefordert werden, die Finger von nicht explodierten Feuerwerkskörpern zu lassen. Diese könnten beim erneuten Zündversuch sofort detonieren, so dass es keine Chance gibt auszuweichen. &quot;Wir sind Silvester im Dienst, damit für den Fall der Fälle schnell und präzise geholfen werden kann. Aber alle Ärzte und Schwestern würden sich sehr freuen, wenn sie nicht für Silvesterunfälle gebraucht würden&quot;, so Prof. Gries.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</span></span></span></span></p> <p style="margin&#58;0cm 0cm 0pt;line-height&#58;normal;">&#160;</p>
Kleine Kinder – große Gefahren<img alt="Die „Riesen-Küche“&#58; Die einer realen Küche nachempfundenen überdimensionierten Möbelstücke helfen Erwachsenen, Alltagsgefahren aus der Perspektive ihrer Kinder zu erleben." src="/presse/PressImages/pic_20181205110420_0f8f6b940d.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-12-04T23:00:00ZLeipzig. Jedes Jahr müssen allein in Deutschland mehr als 30.000 Mädchen und Jungen unter 15 Jahren mit Verbrennungen und Verbrühungen ärztlich versorgt werden. Etwa 6000 verletzen sich dabei so schwer, dass sie stationär behandelt werden müssen. Um auf die Folgen aufmerksam zu machen, ruft der Verein "Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder" jährlich am 7. Dezember zum bundesweiten "Tag des brandverletzten Kindes" auf. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) beteiligt sich auch in diesem Jahr daran und lädt ab sofort Kinder und ihre Eltern ins Foyer von Haus 6 ein. Dort werden häufige Alltagsgefahren in einer "Riesen-Küche" erlebbar gemacht. <p><span style="color&#58;#000000;">Unter dem Motto &quot;Noch ganz klein -&#160; </span><span style="color&#58;#000000;">schon brandverletzt&quot; wird der Aktionstag bereits zum neunten Mal am UKL begangen. Warum diesem Thema so viel Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte, erläutert Prof. Martin Lacher, Direktor der <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am UKL</a>&#58; &quot;Mädchen und Jungen unter fünf Jahren zählen zur so genannten Hochrisikogruppe bei Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen, welche praktisch immer im häuslichen Umfeld in Obhut der Familie passieren. Um diese Unfälle zu vermeiden, wollen wir vor allem Eltern erreichen und auf Risikofaktoren, Verletzungen und deren Folgen aufmerksam machen.&quot; <br><span style="color&#58;#000000;">Die im Foyer von Haus 6 aufgebaute &quot;Riesen-Küche&quot; ist dabei nicht nur lustig anzuschauen. &quot;Die einer realen Küche nachempfundenen überdimensionierten Möbelstücke sollen Erwachsenen helfen, Alltagsgefahren wie den heißen Topf auf dem Herd, den sprudelnden Wasserkocher oder die reizvolle Backofenscheibe aus der Perspektive ihrer Kinder zu erleben. Zudem geben wir wichtige Informationen, wie im Notfall schnell und richtig gehandelt wird, wenn es doch einmal zu einer Verbrühung kommt.&quot;, erklärt Prof. Lacher. </span></span></p> <p><span style="color&#58;#000000;"><span style="color&#58;#000000;">Zum Aktionstag am Freitag, 7. Dezember, führt um 9 Uhr, 10 Uhr und 11 Uhr der Klinikclown durch die &quot;Riesen-Küche&quot; und zeigt eingeladenen Kindergartengruppen und Besucherkindern mit viel Witz, was passieren kann, wenn man nicht aufpasst. Darüber hinaus stellen die Klinikärzte nützliche Präventionsmaßnahmen auf Postern vor. <br></span><span style="color&#58;#000000;"> Die &quot;Riesen-Küche&quot; bleibt bis 14. Dezember aufgebaut.</span></span></p> <p><span style="color&#58;#000000;"><span style="text-decoration&#58;underline;"><span style="color&#58;#000000;">Tag des brandverletzten Kindes</span></span></span></p> <p><span style="color&#58;#000000;">&quot;Riesen-Küche&quot; bis 14.Dezember,<br><span style="color&#58;#000000;">Universitätsklinikum Leipzig,<br><span style="color&#58;#000000;">Haus 6, Foyer,<br><span style="color&#58;#000000;">Liebigstraße 20a,<br><span style="color&#58;#000000;">04103 Leipzig</span></span></span></span></span></p>
Weg mit dem X: Kleiner Eingriff mit großem Effekt<img alt="Das Trio gegen X-Beine&#58; Prof. Ulf Bühligen (li.), Leiter der Poliklinik an der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie, wendet gemeinsam mit den Kinderorthopäden Dr. Magdalena Wojan und Dr. Eckehard Schumann von der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie am UKL, die minimal-invasive Methode seit vielen Jahren erfolgreich an." src="/presse/PressImages/pic_20181123105250_bb240d23ce.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-11-22T23:00:00ZLeipzig. X-Beine kommen bei kleinen Kindern häufig vor, Statistiken sprechen von 20 Prozent. Sie sind in der Regel nichts Besorgniserregendes. Meist verwachsen sie sich im Lauf der ersten Lebensjahre. Geschieht dies jedoch nicht und führen konservative Therapien zu keiner Verbesserung, hilft oft nur noch ein operativer Eingriff. Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) wird von Kinderchirurgen und Kinderorthopäden seit mehr als zehn Jahren eine minimal-invasive Methode sehr erfolgreich angewendet. Dabei werden kleine Platten mit jeweils zwei Schrauben an der Wachstumsfuge in die Knochen implantiert. Sie bremsen das Wachstum auf der einen Seite, die andere Seite wächst normal weiter. Dadurch verändert sich der Gelenkwinkel, die X-Beine verschwinden. <p><span style="color&#58;#000000;">Schon im Herbst 2007 begannen die Ärzte des UKL als eine der ersten, die Methode einzusetzen. Fachleute bezeichnen sie als &quot;wachstumslenkende Operation mit Implantaten&quot;. Aktuell ist sie die am häufigsten angewandte kinderorthopädische Operation. Eine häufige Ursache von X-Beinen ist Übergewicht. Weil es immer mehr übergewichtige Kinder gibt, nimmt die Anzahl von Kindern mit X-Beinen und Knick-Senkfüßen zu.</span></p> <p><span style="color&#58;#000000;">Prof. Ulf Bühligen, Leiter der Poliklinik an der <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie</a>, nutzt die Implantate von Beginn an und ist nach über zehn Jahren von ihrem Erfolg überzeugt&#58; &quot;Es ist eine minimal-invasive Methode mit starkem Effekt und Korrekturpotential. Durch ihren Einsatz werden große und belastende Korrekturoperationen vermieden&quot;, sagt er. Das kann Kinderorthopäde Dr. Eckehard Schumann von der <a href="http&#58;//oup.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie</a> nur bestätigen&#58; &quot;X-Beine verursachen eine Fehlbelastung des Knies. Die Kniescheibe kann sogar ausgerenkt werden. Mit einer solchen Operation kann das reduziert oder sogar vermieden werden&quot;, erläutert er. Dies wiederum würde helfen, vorzeitigem Gelenkverschleiß - Arthrose - vorzubeugen und auf den späteren Einsatz künstlicher Ersatzgelenke verzichten zu können, sind sich die beiden UKL-Experten einig. Interdisziplinär behandeln sie mit dieser Methode in beiden Kliniken zusammen jährlich etwa 40 bis 50 Kinder, mehrheitlich operieren dabei die Kinderorthopäden. </span></p> <p><span style="color&#58;#000000;"><strong><span style="color&#58;#000000;">Nach rund einem Jahr werden Effekte sichtbar</span></strong></span></p> <p><span style="color&#58;#000000;">Geschehen muss der Eingriff in der Wachstumsphase des Kindes. &quot;Allerdings sollte nicht zu früh damit begonnen werden. Manchmal ist es besser, noch ein Jahr zu warten&quot;, weiß Dr. Schumann. Ideal sei ein Alter von elf, zwölf oder 13 Jahren. Befürchtungen, die eingesetzten Schrauben würden durch den Druck des wachsenden Knochens brechen, können die Fachärzte zerstreuen&#58; &quot;Die Schrauben biegen sich im Wachstum auf, brechen aber nicht&quot;, betont Dr. Schumann, &quot;in all den Jahren gab es keine einzige Lockerung oder Bruch bei uns.&quot; <br><span style="color&#58;#000000;">Alle drei Monate kommen die Kinder zur Kontrolle. Sind die Erfolge bereits sichtbar, müssen die Platten auch zügig entfernt werden, um so genannte Überkorrekturen zu vermeiden. Im Durchschnitt wird ziemlich genau ein Jahr benötigt, um den gewünschten Effekt zu erzielen. <br><span style="color&#58;#000000;">Wer nun fürchtet, diese Zeit arg eingeschränkt verbringen zu müssen, den kann Prof. Bühligen beruhigen&#58; &quot;Die Kinder können alles machen, es gibt keine Einschränkungen. Beine und Knie sind voll belastbar, auch Sport ist möglich&quot;, erklärt er. Und selbst die Narbe sei später so klein, dass sie nicht gleich als solche erkannt werde. </span></span></span></p> <p><span style="color&#58;#000000;"><strong><span style="color&#58;#000000;">Weitere Anwendungsgebiete sind hinzugekommen </span></strong></span></p> <p><span style="color&#58;#000000;">Nach dem gleichen Prinzip können auch die viel seltener auftretenden O-Beine behandelt werden. Hier muss das Wachstum auf der im Vergleich zu den X-Beinen gegenüberliegenden Knochenseite gebremst werden. <br><span style="color&#58;#000000;">Seit einigen Jahren und gestützt von den großen Erfahrungen beim &quot;X&quot; sind weitere Anwendungsgebiete für die Schraubsystem-Implantate hinzugekommen. Dazu gehören Korrekturen am Ellenbogen und am Knöchel &quot;Gerade in jüngster Zeit haben wir die Implantate häufiger an Innenknöcheln eingesetzt. Das hat einen großen Effekt auf die Behebung der Plattfüßigkeit&quot;, erläutert Dr. Schumann. Und Kinder mit angeborenen körperlichen Einschränkungen, die ihre Knie nicht voll durchdrücken können, erhielten eine Platte vorn auf den Oberschenkel. &quot;Das zeigt beeindruckende Ergebnisse&quot;, meint er. <br><span style="color&#58;#000000;">Ihre Erfahrungen bei der Anwendung der Methode veröffentlichten Prof. Bühligen und Dr. Schumann zusammen mit weiteren UKL-Kollegen im November 2017 auch in einem Artikel in der Fachzeitschrift &quot;BMC Musculoskelet Disorders&quot;.</span></span></span></p>
Mehr Lebensqualität für Eltern und erkrankte Kinder<img alt="Prof. Martin Lacher, Direktor der Klinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig." src="/presse/PressImages/pic_20181119100733_1f9e78e489.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-11-18T23:00:00ZLeipzig. Auch nach einer oder mehreren korrigierenden Operationen bedürfen Kinder mit einer angeborenen Fehlbildung im Enddarmbereich in vielen Fällen noch lebenslanger Nachsorge. Beim 3. Patienten-Informationstag "Kolorektale Erkrankungen bei Kindern" am 24. November informiert die Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie die Eltern von betroffenen Mädchen und Jungen über verbesserte Therapien dieser Erkrankungen. Auch der Austausch der Eltern untereinander soll mit dieser Veranstaltung am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) gefördert und gestärkt werden. <p>Im <a title="Kinderkontinenezzentrum" href="/einrichtungen/kontinenzzentrum/behandlungsspektrum#Kindermedizin" rel="ext" target="_blank">Kontinenzzentrum der Kinderklinik </a>des UKL werden jedes Jahr über 900 Kinder ambulant betreut. Dazu kommen stationäre Behandlungen für Korrekturoperationen von angeborenen Fehlbildungen im Enddarmbereich, darunter Morbus Hirschsprung.</p> <p>Die Veranstaltung unter Leitung von Prof. Martin Lacher hat es sich zum Ziel gesetzt, mit kurzen, prägnanten Vorträgen über aktuelle Therapiemöglichkeiten zu informieren. Auch sollen sich Eltern, die sich erst seit kurzem mit dieser Erkrankung ihres Kindes konfrontiert sehen, mit &quot;erfahrenen&quot; Müttern und Vätern austauschen können. &quot;Durch den Erfahrungsaustausch zwischen Eltern untereinander soll mehr Lebensqualität geschaffen werden&quot;, sagt Prof. Lacher, Direktor der <a title="Kinderchirurgie" href="/einrichtungen/kinderchirurgie" rel="ext" target="_blank">UKL-Klinik für Kinderchirurgie</a>, &quot;hierfür arbeiten wir mit dem Verein SOMA zusammen.&quot; SOMA steht für &quot;Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Anorektalfehlbildungen und Morbus Hirschsprung&quot;. Der Verein möchte das öffentliche Bewusstsein für die Situation der Betroffenen stärker sensibilisieren und begleitet sie in allen Lebensphasen und Altersstufen.</p> <p>Um es den Eltern zu ermöglichen, zwischen 10 und 14 Uhr den Vorträgen der Veranstaltung entspannt zuhören zu können, wird für kleine und größere Kinder eine altersgerechte Betreuung angeboten.</p> <p><strong>3. Patienten-Informationstag &quot;Kolorektale Erkrankungen bei Kindern&quot;</strong><br>Sonnabend, 24. November, 10 - 14 Uhr<br>Universitätsklinikum Leipzig<br>Haus 6<br>Liebigstraße 20a</p> <p>&#160;</p>
Wenn Kinderfüße bei voller Fahrt in die Speichen geraten<img alt="Auch den fünfjährigen Daniel hat es am linken Fuß erwischt. Bei Oberarzt Dr. Roland Böhm und Nicole Geuthel, Ärztin in Weiterbildung, von der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am UKL ist er in sehr guter Behandlung." src="/presse/PressImages/pic_20180717115823_11f9e533f2.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-07-16T22:00:00ZLeipzig. Was als Spaß beginnt, kann schmerzhaft enden: Kinder, die auf einem Fahrrad mitgenommen werden, setzt man einer nicht geringen Gefahr aus, wenn deren Füße ungesichert sind und diese während der Fahrt plötzlich in die Speichen geraten. Darauf weisen die Kinderchirurgen des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) hin. Geschieht das Ganze dann auch noch ohne Schuhe, kann es zu schlimmen Verletzungen kommen. <p>&quot;In acht von zehn Fällen geschieht es zwischen Mai und September. Die 'Barfußzeit' ist die Hochzeit&quot;, sagt Prof. Martin Lacher (Foto), Direktor der <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie</a>. Die Zahlen, die er und seine ärztlichen Kollegen Jahr für Jahr am UKL registrieren, bleiben konstant hoch. 2016 waren es 33 Kinder, im Jahr darauf 32, und bis Juli 2018 wurden bereits wieder 16 gezählt. Vor allem Jungs erwischt es, das Durchschnittsalter liegt bei fünf Jahren.<br>Zwei große Gruppen hat Prof. Lacher ausmachen können&#58; &quot;Das sind zum einen Kinder, die auf dem Gepäckträger mitfahren und mit den Füßen in die Hinterradspeichen geraten, zum anderen Kleinkinder, die auf einfachen Lenkersitzen ohne Fußsicherung sitzen und deren Zehen oder Ferse dann in das Vorderrad geraten.&quot;</p> <p>Die Verletzungen haben es durchaus in sich. Jedes fünfte Kind, welches 2017 deswegen in der UKL-Kinderchirurgie behandelt werden musste, erlitt eine Fraktur, also einen Knochenbruch. Bei 30 Prozent traten ausgedehnte Weichteilverletzungen auf, die teilweise nekrotisch waren. Das bedeutet, das Gewebe, das die Knochen umgibt, also Haut, Bindegewebe, Muskeln, Sehnen sowie das Fettgewebe, wurde verletzt oder stirbt sogar ab. &quot;Die sich mit hoher Geschwindigkeit bewegenden Speichen können die Haut wortwörtlich bis auf den Knochen abreißen&quot;, beschreibt es Klinikdirektor Lacher eindrücklich. Manchmal würden Wochen vergehen, bis alles verheilt sei, so der Kinderchirurg. Die kleinen Patienten müssten noch oft zur Nachkontrolle kommen. In Einzelfällen sei sogar eine Hauttransplantation notwendig geworden.<br>Prof. Martin Lacher empfiehlt daher allen Eltern, ihre Kinder nur auf ordentlichen Sitzen mitzunehmen, bei denen die Füße mit Riemen oder Bändern fixiert werden können - und möglichst nicht barfuß.</p>

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