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Aktuelles auf der Kinderchirurgie

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„Ausge­­­zeichnet. FÜR KINDER“

Qualitätssicherung für die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen - Klinik für Kinderchirurgie erhält Qualitätssiegel „Ausge­­­zeichnet. FÜR KINDER“ (Pressemeldung 16.03.2020)

 

 

Ösophagusatresie: Expert:innen vieler Fachrichtungen arbeiten erfolgreich Hand in Hand für optimale Behandlung in jedem Alter<img alt="Expert&#58;innen verschiedener Fachrichtungen arbeiten am UKL eng zusammen, um Menschen, die an der seltenen Erkrankung Ösophagusatresie leiden, bestmöglich zu behandeln (v.l.n.r.)&#58; Dr. Jürgen Feisthammel (Zentrale Endoskopie), Oberärztin PD Dr. Steffi Mayer (Kinderchirurgie), Prof. Ines Gockel (Viszeralchirurgie), Oberarzt Dr. Freerk Prenzel (Kinderpneumologie), Oberarzt Dr. Gunter Flemming (Kindergastroenterologie), Prof. Holger Stepan (Geburtsmedizin), Prof. Ulrich Thome (Neonatologie) und Prof. Martin Lacher (Kinderchirurgie)." src="/presse/PressImages/pic_20220705101841_b2e203234d.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-07-04T22:00:00ZLeipzig. Als Ösophagusatresie bezeichnen Mediziner:innen eine angeborene Fehlbildung der Speiseröhre. Nur sehr wenige Kliniken in Deutschland behandeln betroffene Kinder und Erwachsene mit dieser seltenen Erkrankung auf höchstem Niveau. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist nun von der Selbsthilfeorganisation KEKS e.V. in vier von vier möglichen Modulen zertifiziert worden. Am UKL können Kinder und Erwachsene aller Altersgruppen bestmöglich versorgt werden. <p>KEKS steht für &quot;Patienten- und Selbsthilfeorganisation für <strong>K</strong>inder und <strong>E</strong>rwachsene mit <strong>k</strong>ranker <strong>S</strong>peiseröhre&quot;. Neben dem UKL ist bislang mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) nur ein weiteres Klinikum in Deutschland zertifiziert worden.&#160;</p> <p>Das UKL erhielt die Qualitätsbescheinigungen in den Modulen&#160;</p> <ul> <li>&quot;Pränatale Versorgung&quot; (<a href="/einrichtungen/geburtsmedizin">Abteilung für Geburtsmedizin</a>),</li> <li>&quot;Erstversorgung des Neugeborenen mit Ösophagusatresie&quot; (<a href="/einrichtungen/neonatologie">Abteilung für Neonatologie</a>, <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie">Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie</a>),&#160;</li> <li>&quot;Nachsorge des Kindes mit Ösophagusatresie&quot; (<a href="/einrichtungen/kinderklinik">Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin</a>, Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie) sowie&#160;</li> <li>&quot;Nachsorge des Erwachsenen mit Ösophagusatresie&quot; (<a href="/einrichtungen/vttg/viszeralchirurgie/viszeralchirurgie">Viszeralchirurgie</a>).</li> </ul> <p>Bei einer Ösophagusatresie besitzt die Speiseröhre keine Verbindung zum Magen und endet blind oder mündet in die Luftröhre. Auch sind starke Verengungen möglich, so dass keine Nahrung durch die Speiseröhre gelangen kann.</p> <p>&quot;Die Krankheit ist selten. Etwa 15 Fälle pro Jahr werden in Sachsen gezählt, in Deutschland sind es etwa 250 bis 300&quot;, berichtet Prof. Martin Lacher, Direktor der UKL-Kinderchirurgie, der sich gemeinsam mit seinen Kolleg&#58;innen der anderen beteiligten Fachrichtungen über die Zertifizierung freut. Denn er weiß&#58; &quot;Die Behandlungsergebnisse sind nicht überall gut, betroffene Kinder sind oftmals nicht optimal operiert worden.&quot; Wie so oft, gelte auch hier&#58; In Kliniken, in denen die Erkrankung häufiger behandelt werde, seien auch die Ergebnisse besser.&#160;</p> <p>Die oftmals unbefriedigenden Resultate einer Behandlung waren es, die KEKS als bundesweit tätige Selbsthilfeorganisation veranlassten, ein Zertifizierungsverfahren aufzubauen. So soll eine &quot;transparente und belastbare Grundlage&quot; geschaffen werden, &quot;um Empfehlungen aussprechen zu können&quot;, schrieb die Organisation in ihrer Mitgliederzeitung &quot;Krümelchen&quot;. Orientiert hat sich KEKS dabei an den Kolleg&#58;innen von &quot;Muko e.V.&quot;, die bereits vor über 20 Jahren einen ähnlichen Prozess gestartet hatten und die Zertifizierung &quot;Muko Cert&quot; etablierten.</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Weil wir Kinderchirurgen mit der Erwachsenenchirurgie und der Endoskopie eng kooperieren, können wir an unserem Klinikum Kinder und Erwachsene aller Altersstufen mit Ösophagusatresie behandeln&quot;, hebt Prof. Lacher hervor. Da die Patient&#58;innen häufig &quot;viele Baustellen&quot; hätten, zum Beispiel im Bereich der Atemwege, könne sie kein Arzt, keine Ärztin allein versorgen. &quot;Es braucht ein Team aus operativen und nicht-operativen Fachbereichen, um optimale Ergebnisse zu erzielen&quot;, erklärt der leitende UKL-Kinderchirurg mit Blick auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit. &quot;Unsere Behandlungsergebnisse und die Zufriedenheit der Eltern geben uns recht&quot;, sagt er.&#160;</p> <p>Seine Klinik ist zudem Referenzzentrum des Europäischen Referenznetzwerks (ERN) für Menschen mit Ösophgusatresie. &quot;Wir haben viele überregionale Patient&#58;innen und behandeln derzeit schon mehr Kinder als vor der Corona-Pandemie, vielleicht auch dank der Möglichkeit unserer Videosprechstunde.&quot; Denn der erste Kontakt zu neuen Patient&#58;innen bahnt sich oftmals nach dieser virtuellen Sprechstunde an&#58; &quot;Geben die ersten Gespräche Anhaltspunkte für eine mögliche Behandlung, werden nachfolgend alle Expert&#58;innen der benötigten Fachrichtungen eingeschaltet&quot;, so Prof. Martin Lacher. <br>Das KEKS-Zertifikat bestätigt&#58; Am Leipziger Universitätsklinikum ist für Patienten mit angeborenen Fehlbildungen der Spreiseröhre eine Rundum-Versorgung für alle Altersgruppen auf qualitativ höchster Stufe sicher.</p>
Kinderchirurgie des UKL ist „Ausgezeichnet. FÜR KINDER“<img alt="Bei ihnen sind Kinder und Jugendliche jeden Alters in guten Händen&#58; Prof. Martin Lacher (5.v.l., mit Zertifikat), Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie, und sein Team freuen sich über die Auszeichnung. Nur für das Foto nahmen alle ihre noch immer im Klinikum obligatorischen FFP2-Masken ab." src="/presse/PressImages/pic_20220509105249_3c17d596f4.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-05-08T22:00:00ZLeipzig. Bereits zum zweiten Mal hat die Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) das Qualitätssiegel "Ausgezeichnet. FÜR KINDER" erhalten. Dafür müssen besondere Kriterien erreicht werden. <p>&quot;Wir sind stolz, sowohl mit unserer hochspezialisierten fachlichen als auch mit unserer kindgerechten Versorgung die Bewertungskommission überzeugt zu haben&quot;, so <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie">Klinikdirektor Prof. Dr. Martin Lacher</a>. Ausgezeichnet werden diejenigen Kliniken für Kinder- und Jugendmedizin und Kinderchirurgie, die sich der Überprüfung ihrer Strukturqualität freiwillig unterzogen haben und die hohen Anforderungen erfüllen</p> <p>Beworben um die begehrte Auszeichnung hatten sich in diesem Jahr 28 kinderchirurgische Kliniken und 125 pädiatrische Kliniken. Wie die Schirmherrin des Qualitätssiegels, die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz Petra Grimm-Benn sagte, sei es das Anliegen aller in der Kinder- und Jugendmedizin Tätigen, die Qualität der stationären Behandlung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu erhalten und möglichst noch weiter zu verbessern. Aus diesem Grund haben die Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V. (GKinD), die Bundesarbeitsgemeinschaft Kind und Krankenhaus (BaKuK) und die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DAKJ) zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) 2009 das Gütesiegel 'Ausgezeichnet. FÜR KINDER' entwickelt.</p> <p>Privatdozentin Dr. Steffi Mayer, Oberärztin in der UKL-Kinderchirurgie, erläutert, dass kein anderes Fachgebiet der Kindermedizin ein so breites Spektrum abdeckt wie die Kinderchirurgie&#58; von kleinsten Frühgeborenen bis hin zu Jugendlichen, von hoch spezialisierter Fehlbildungschirurgie bis hin zu der Versorgung von Mehrfachbehinderten und krebskranken Kindern. &quot;Eine optimale Behandlung der Kinder und Jugendlichen ist die Voraussetzung für ihre bestmögliche Gesundheit als erwachsene Menschen. Daher sind wir täglich bestrebt, an uns höchste Ansprüche bei der medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen zu setzen.&quot; Prof. Lacher ergänzt&#58; &quot;Dabei steht die gesamte Familie im Mittelpunkt. Jeder Patient unserer universitären Klinik wird nach national und international höchsten Standards behandelt und betreut. Durch kurze Nüchternzeiten vor OPs, die ambulante Durchführung von Operationen, die Mitaufnahme eines Elternteils und die kindgerechte Betreuung durch unsere Kinderkrankenpflege sorgen wir dafür, dass jeder Krankenhausaufenthalt bei uns so kindgerecht wie möglich wird&quot;, so der Klinikdirektor erfreut&#58; &quot;Unsere Bemühungen werden heute durch das Gütesiegel belohnt.&quot;</p> <p>&#160;</p>
Avatera-OP-Roboter im ersten klinischen Einsatz<img alt="Prof. Jens-Uwe Stolzenburg, Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie des UKL, bei einem Eingriff mit dem Avatera-OP-Robotersystem." src="/presse/PressImages/pic_20220420095630_3b92cd507f.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-04-19T22:00:00ZLeipzig. Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist das OP-Robotersystem Avatera erstmals klinisch in der Routineversorgung in der Urologie eingesetzt worden. Das neue System ist eine deutsche Eigenentwicklung und soll das bestehende Angebot an OP-Robotersystemen ergänzen. Während des mehrwöchigen Einsatzes soll das in der robotergestützten Chirurgie erfahrene Team der Klinik für Urologie zunächst 25 Eingriffe vornehmen. <p>Minimal-invasive Chirurgie bietet viele Vorteile&#58; Die erforderlichen Schnitte sind sehr klein, umliegende Gewebe und Strukturen wie Nerven und Gefäße können auf diese Weise besser geschont werden. Es folgen weniger Schmerzen und Bewegungseinschränkungen und eine geringere Infektionsgefahr. Die Erholungs- und Heilungszeiten sind kürzer und die so operierten Patienten kommen schneller wieder auf die Beine.</p> <p>Kommt bei solch einem Eingriff zudem ein OP-Robotersystem zum Einsatz, sitzt der Chirurg an einer Konsole und steuert drei sehr kleine Instrumente mit den Roboterarmen sowie eine Kamera, die das Innere des Patienten mit einer bis zu 10-fachen Vergrößerung zeigt. So wird eine OP noch präziser, zielgenauer und sicherer - denn der Chirurg kann das zu operierende Gebiet millimetergenau sehen und mit den Instrumenten kleinste Bewegungen ohne jede Einschränkung ausführen lassen - besser, als es allein mit der Hand möglich wäre.</p> <p>Der einzige bisher weltweit verbreitete OP-Roboter dieser Art ist der daVinci Telemanipulator. Auf Grund der vielen Vorteile operieren am UKL die <a href="/einrichtungen/urologie">Urologen</a> bereits seit 2011 mit Hilfe des daVinci, seit 2017 nutzen auch andere Fachbereiche wie die <a href="/einrichtungen/frauenheilkunde">Gynäkologie</a>, <a href="/einrichtungen/vttg">Viszeral- und Thoraxchirurgie</a> oder die <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie">Kinderchirurgie</a> das Gerät, um komplizierte Eingriffe sicher und für die Patient&#58;innen schonend durchführen zu können.</p> <p>Inzwischen sind am UKL zwei &quot;daVinci&quot;-Operationsroboter für komplexe operative Eingriffe im Einsatz, seit 2019 auch ein Gerät der neuesten Generation der &quot;Xi&quot; Serie.</p> <p>Über 500 Mal im Jahr wird mit dem daVinci operiert - damit gehören die Leipziger Urologen zu den erfahrensten Roboter-Operateuren in Europa. Basierend auf dieser Expertise entstand hier 2021 das <a href="/einrichtungen/zrnc/beteiligte-kliniken-und-institute">Zentrum für roboter-assistierte und navigierte Chirurgie</a>. Dessen Aufgabe&#58; interdisziplinär die Entwicklung auf diesem Gebiet zu begleiten und Innovationen zu unterstützen.</p> <p>Die Erfahrung mit dem Einsatz von OP-Robotern wird jetzt um eine weitere ergänzt&#58; Derzeit ist am UKL das in Mitteldeutschland entwickelte OP-Robotersystem Avatera in einem ersten klinischen Einsatz. Operiert wird damit in der Urologie. Bereits zehn Mal kam das neue Gerät zum Einsatz, sowohl bei Nierentumoren als auch bei Prostatakrebsoperationen, Komplikationen gab es bisher keine, alle Operationen konnten erfolgreich beendet werden.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Zukünftig soll mehr Kliniken der Einsatz eines OP-Roboters zugänglich gemacht werden</strong></p> <p>Nach Meinung des Vorstands des UKL gehört die Zukunft den OP-Robotersystemen&#58; Immer mehr Fachgebiete setzen diese inzwischen ein, die Zahl der Patient&#58;innen, für die ein solcher Eingriff geeignet ist, steigt stetig. Doch Anschaffung und Betrieb eines OP-Roboters wie dem daVinci sind sehr kostenintensiv, was den Kliniken aktuell Grenzen setzt. Das im thüringischen Jena entwickelte Avatera-System soll eine Alternative bieten. Das System greift die bewährten Lösungen auf und entwickelt diese weiter. Dazu gehört, anders als bei den bisherigen Geräten, der Einsatz von Einmal-Instrumenten. Das soll die Sicherheit erhöhen und den Kliniken aufwändige Sterilisationslösungen ersparen.</p> <p>&quot;Für die Zukunft brauchen wir sehr viel mehr roboter-assistierte Chirurgie in vielen Fachgebieten, Systeme, die weltweit und nicht nur in den hoch entwickelten Industrieländern eingesetzt werden können, um die Behandlung der Patienten anhaltend weiter zu verbessern&quot;, sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig.</p>
Führende Ärzte des Universitätsklinikums Leipzig erwarten weniger Silvester-Verletzungen durch Böllerverbot<img alt="Solche Böller sollten zu diesem Jahreswechsel möglichst keine Verletzungen verursachen - das hoffen zumindest Ärzte des UKL mit Blick auf das aktuelle Böllerverbot." src="/presse/PressImages/pic_20211227113351_369853df76.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-12-26T23:00:00ZLeipzig. Nach 2020 wird auch in diesem Silvestertag ein Jahreswechsel ohne große Böllerei über die Bühne gehen und Feiern auf öffentlichen Plätzen sind in diesem Jahr sachsenweit nicht gestattet – damit auch Feuerwerk und das Anzünden von Knallern. <p>&quot;Und das ist auch gut so&quot;, bekräftigt der Kinderchirurg Prof. Dr. Martin Lacher. &quot;Denn jedes Silvester haben zehn bis 20 Kinder aus der Region Leipzig durch Böller schwere Verletzungen davongetragen, die nicht selten lebenslange Folgen hatten. Außer im vergangenen Jahr&#58; Da hatten wir durch das coronabedingte Böllerverbot keinen einzigen Fall.&quot; Der Direktor der <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie">Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie</a> am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) begrüßt deshalb, dass auch in diesem Jahr die große Knallerei zu Silvester und Neujahr ausfällt&#58; &quot;Zugespitzt könnte man sagen&#58; Die Corona-Pandemie ist gut für die Kinderhände. Denn bei den normalen Jahreswechseln vor Covid-19 hatten wir regelmäßig Unfälle, bei denen Kindern ein oder mehr Finger abgerissen wurden.&quot;&#160;</p> <p>Solche schwerwiegenden Verletzungen können am UKL zum Glück für die Betroffenen sehr gut versorgt werden, weil die Kinderchirurgen mit ihren Kollegen vom Bereich<a href="/einrichtungen/oup/plastische-ästhetische-spezielle-handchirurgie"> Plastische, Ästhetische und Spezielle Handchirurgie</a> um Prof. Dr. Stefan Langer interdisziplinär zusammenarbeiten. So kam so mancher Finger zwar wieder dorthin, wo er hingehört. Aber eine Funktion wie vor dem Unfall könne aufgrund der Verletzungsschwere oft nicht erreicht werden.&#160;</p> <p>Wobei in der eigentlichen Silvesternacht Kinder und Jugendliche meist nur leichte Verbrennungen davontrugen, beispielsweise durch das unsachgemäße Anzünden von Raketen. &quot;Die schlimmsten Verletzungen entstanden immer am Neujahrstag&quot;, erzählt. Prof. Lacher. &quot;Da liegen die Eltern noch müde im Bett, und Kinder und Jugendliche nutzen das, um auf die Suche nach Blindgängern zu gehen. Diese Feuerwerkskörper sind hundsgemein gefährlich, weil es wegen der kurzen Zündschnur oft keine Zündverzögerung gibt und die Knaller oder Raketen sofort losgehen - mit den entsprechenden Folgen.&quot;</p> <p>Welche schlimme Auswirkungen Feuerwerkskörper haben können, davon kann auch der Augenarzt Prof. Dr. Focke Ziemssen ein Lied singen. &quot;In den Vor-Corona-Jahren hatten wir allein in Leipzig jeweils zwölf bis 16 Betroffene mit zum Teil schweren Verletzungen. Im letzten Jahr aber gab es nur vier Patienten mit leichten Ausprägungen&quot;, sagt der Direktor der <a href="/einrichtungen/augenheilkunde">Uni-Augenklinik</a>. 30 bis 40 Prozent der schweren Verletzungen durch Feuerwerkskörper hätten leider Kinder und Jugendliche als Zuschauer und Passanten betroffen. &quot;Die positiven Effekte, also vermiedene Erblindungen sind aus Ländern wie Schweden, Finnland oder den Niederlanden durch Verbote vor Corona bekannt. Letztes Jahr haben sich die schützenden Verbote auch im Register unserer Fachgesellschaft mit einem Rückgang um 80 Prozent bewährt.&quot;</p> <p>Auch die <a href="/einrichtungen/notaufnahme">Zentrale Notfallaufnahme (ZNA)</a> des UKL kann über sinkende Zahlen durch den vergangenen böllerfreien Jahreswechsel berichten. &quot;Während wir 2018 zu 2019 und 2019 zu 2020 jeweils rund 200 Patienten zu versorgen hatten, waren es beim Jahreswechsel 2020 zu 2021 nur 153&quot;, so Prof. Dr. André Gries, Ärztlicher Leiter der ZNA. &quot;Wobei dieser Rückgang nicht nur mit Böllern zusammenhängt. Wir hatten auch weniger Betrunkene, die sich bei Stürzen verletzten, weniger Schlägereien und weniger Schnittverletzungen. Alle Mitarbeiter der Notaufnahme würden sich freuen, wenn dieser Jahreswechsel wieder etwas ruhiger verlaufen würde. Denn durch die Corona-Pandemie haben wir ohnehin schon voll zu tun.&quot;</p>
Jedes Jahr erleiden mehr als 50 Kinder in Leipzig schwere Brandwunden<img alt="„Gerade kleine Kinder haben eine sehr zarte Haut, die durch heiße Flüssigkeit stark geschädigt werden kann“, warnt Kinderchirurgie-Klinikdirektor Prof. Martin Lacher (Foto)." src="/presse/PressImages/pic_20211207112919_8a83eeb494.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-12-06T23:00:00ZLeipzig. "Advent, Advent – es brennt", so lautet in diesem Jahr das Motto des bundesweiten "Tages des brandverletzten Kindes" am 7. Dezember, den die Initiative Paulinchen e.V. ins Leben gerufen hat. "Die kalte Jahreszeit führt immer wieder dazu, dass sich Kinder verbrennen oder verbrühen", sagt Privatdozentin Dr. Steffi Mayer. Die Oberärztin der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) hat sich auf diese oft sehr schmerzhaften und folgenschweren Fälle spezialisiert und erlebt jedes Jahr, dass Kerzen, heiße Flüssigkeiten und heiße Flächen besonders in der Advents- und Weihnachtszeit große Gefahrenquellen für Kinder darstellen. <p>&quot;Häufig sind die Kleinsten betroffen, wenn sie bei den Eltern auf dem Schoß sitzend nach der Tasse mit dem heißen Kaffee oder Tee greifen und sich damit übergießen&quot;, erzählt die Kinderchirurgin. &quot;Die Kleinkinder erkunden ja schon selbst die Wohnung, und auch dabei ist die Vorweihnachtszeit mit Gefahren gespickt&#58; Das Fenster des Kamins, durch das das Feuer zu sehen ist, oder der hell erleuchtete Backofen hat ungeheure Anziehungskraft. Auch alles, was auf dem Herd geschieht und so herrlich riecht, ist verlockend. Die Schulkinder wiederum können durch gut gemeinte Behandlungen gefährdet werden&#58; Wenn die Nase verstopft ist und Husten dazukommt, kann das Inhalieren Erleichterung bringen. Wenn aber die Schüssel mit dem heißen Wasser umkippt, kann das böse Folgen haben.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p>Wie <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie">Klinikdirektor Prof. Dr. Martin Lacher</a> erklärt, muss eine Flüssigkeit nicht kochen, um Verbrühungen auszulösen. Schon bei 52 Grad - das wäre ein frischer Kaffee oder Tee - sind die Folgen furchtbar. Zumal die Menge einer Tasse bei Kleinkindern ausreicht, um 30 Prozent ihrer zu verbrühen und sie damit lebensgefährlich zu verletzen. &quot;Gerade die kleinen Kinder haben ja eine sehr zarte Haut, die durch die heiße Flüssigkeit stark geschädigt wird&quot;, sagt der Kinderchirurg.</p> <p>&#160;</p> <p>Am Kamin ist das Fenster selten per Doppelverglasung gegen die Hitze isoliert. &quot;Hier können sich neugierige Kinder ihre Hände schwer verbrennen. Denn dort herrschen bis zu 700 Grad, also besonders hohe Temperaturen&quot;, so PD Mayer. &quot;Bei solchen Temperaturen entstehen schnell schwere Schädigungen mit starker Narbenbildung, was das Kind dauerhaft beeinträchtigen kann.&quot; Der Backofen hat zwar meist eine Doppelverglasung, so dass nicht derart hohe Temperaturen am Fenster anliegen. Doch die langsam braun werdenden Plätzchen verführen leider so manches Kind, ganz nah an den heißen Ofen zu kommen. Auch dann sind schmerzhafte Verbrennungen möglich.</p> <p>Rund 7500 Kinder unter 15 Jahren verbrennen oder verbrühen sich in Deutschland jedes Jahr so schwer, dass sie in Kliniken stationär behandelt werden müssen. Die Kinderchirurgie des UKL, als Zentrum für schwerbrandverletzte Kinder in der Region Leipzig zertifiziert, versorgt jährlich rund 50 Kinder mit Verbrennungen oder Verbrühungen stationär. &quot;Dabei ist jeder Fall furchtbar für das Kind, die Angehörigen und auch für uns. Dabei lassen sich 60 Prozent dieser Unfälle durch Vorbeugung vermeiden. Also&#58; Heißes immer außer Reichweite des Kindes stellen und es von heißen Flächen wie Herdplatten, Kamin und Backöfen fernhalten. Auch Vorsicht vor erreichbaren Tassen, Kabeln, Tischdecken und Topfgriffen, an denen Kinder ziehen können und dann durch heiße Flüssigkeiten oder gefährliche Gegenstände wie Bügeleisen getroffen werden können.&quot;&#160;</p> <p>Sollte es doch zu einer Brandverletzung kommen, empfehlen die Experten die betroffene Stelle höchstens zehn Minuten mit handwarmem Wasser kühlen, den Notruf zu wählen oder einen Kinderchirurgen oder Kinderarzt aufzusuchen. &#160;<br><br></p> <p><strong>Hintergrund Paulinchen-Tag&#58;</strong></p> <p>Der Paulinchen e.V. wurde von Müttern verletzter Kinder gegründet, um Erwachsene zu sensibilisieren, Kinder und Jugendliche vor Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen zu schützen und Betroffenen zu helfen. Der Name des Vereins geht auf einer Struwwelpeter-Geschichte zurück, in der ein Kind (Paulinchen) verhängnisvoll mit einem Feuerzeug spielt. Seit zehn Jahren richtet der Verein den Paulinchen-Tag aus.<br>Beratungshotline des Paulinchen e.V.&#58; täglich von 8 bis 20 Uhr unter 0800 0 112 123</p>

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