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Pressemitteilungen

Qualitätssicherung für die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen - Klinik für Kinderchirurgie erhält Qualitätssiegel „Ausge­­­zeichnet. FÜR KINDER“ (Pressemeldung 16.03.2020)

 

 

Nachhaltig und genauso gut: UKL-Kinderchirurgen favorisieren Gips aus Holz<img alt="Auch äußerlich ist der Holzgips als solcher zu erkennen, den sich hier Prof. Martin Lacher (li.), Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie, probehalber über den Unterarm legt. Genauso stabil und aus natürlichen Ressourcen geformt, wird er nun standardmäßig am UKL genutzt. Auf der Wärmeplatte können die Holzstreifen erwärmt und angepasst werden. Studienleiter Dr. Ilya Martynow (re.), zeigt den herkömmlichen Gips aus Plastikfasern. Dieser besitzt eine schlechtere Umweltbilanz." src="/presse/PressImages/pic_20201028120604_3c95acb3f4.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-10-27T23:00:00ZLeipzig. Dieser Gips kann nach Gebrauch in der Biotonne entsorgt werden, denn er ist aus Holz. Die Kinderchirurgen des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) haben in einer Studie den klassischen Gips aus Plastikfasern mit einem aus Holzchips bestehenden Gips verglichen. Fazit: Der Holzgips ist genau so stabil und enthält keine potenziell gesundheitsschädigenden Inhaltsstoffe. Die Ergebnisse der Studie sind nun im renommierten Fachmagazin "Bone & Joint Journal" veröffentlicht worden. In der UKL-Kinderchirurgie ist der hölzerne Gips auch dank seiner besseren Umweltbilanz nun zum Standard geworden. <p>Von Juni 2017 bis September 2019 verglichen Prof. Martin Lacher, Direktor der <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie">Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie</a> des UKL, und seine Kollegen um Studienleiter Dr. Illya Martynov und den Oberärzten Dr. Roland Böhm und Dr. Peter Zimmermann in einer randomisierten Studie den herkömmlichen Plastikgips (&quot;Dynacast&quot;) mit einem Holzgips (&quot;Woodcast&quot;). Sie kooperierten dabei mit Werkstoffkundlern und Chemikern der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK).&#160;</p> <p>170 Kinder mit Unterarmfrakturen, die im Durchschnitt acht Jahre alt waren, wurden in die Studie eingeschlossen. Sie erhielten nach dem Zufallsprinzip entweder den Plastik- oder den Holzgips und erhielten eine standardisierte Nachsorge nach einem, fünf, zehn, 14 und 21 beziehungsweise 28 Tagen. Beide Gipsarten wurden von den HTWK-Experten zudem chemisch und biomechanisch untersucht. &quot;Dabei fanden sie heraus, dass der Plastikgips Isozyanate enthält&quot;, berichtet Klinikdirektor Prof. Lacher, &quot;Studien haben gezeigt, dass diese Stoffe Hautirritationen und Atemprobleme beim Träger auslösen können.&quot; Der Holzgips, so die Ergebnisse der gemeinsamen Untersuchung von UKL und HTWK, weise die gleiche Stabilität wie der Plastikgips auf und enthalte keine potenziell gesundheitsschädigenden Inhaltsstoffe. Erhitzt auf 65 Grad auf einer speziellen Wärmeplatte lässt sich der hölzerne Gips formen und an die individuelle Form des Arms anpassen.&#160;</p> <p>&quot;Dieses Medizinprodukt ist vollkommen biologisch abbaubar. Wenn die Fraktur verheilt ist, können Sie es in die Biotonne oder auf den Komposthaufen werfen oder auch im heimischen Kamin verbrennen&quot;, zeigt sich Klinikdirektor Lacher begeistert. &quot;Zudem passt es hervorragend zum Ziel des Universitätsklinikums, Umweltschutz und Nachhaltigkeit in den klinischen Alltag zu integrieren.&#160;<br><br></p> <p><a href="https&#58;//online.boneandjoint.org.uk/doi/abs/10.1302/0301-620X.102B10.BJJ-2020-0236.R3">https&#58;//online.boneandjoint.org.uk/doi/abs/10.1302/0301-620X.102B10.BJJ-2020-0236.R3</a></p>
Platz 6 in Deutschland: Erneute Spitzenposition für das Universitätsklinikum Leipzig in der TOP-100-Klinikliste von „FOCUS Gesundheit“<img alt="Nur fünf Kliniken in Deutschland werden besser bewertet&#58; Das Universitätsklinikum Leipzig belegt wie im vergangenen Jahr Platz 6 in der TOP 100-Klinikliste des Magazins „FOCUS Gesundheit“." src="/presse/PressImages/pic_20201023100107_977b532403.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-10-22T22:00:00ZLeipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) gehört auch in diesem Jahr zu den besten Krankenhäusern Deutschlands. In der neuen "Klinikliste 2021" des Nachrichtenmagazins "Focus", die am 20. Oktober erschienen ist, belegt das UKL unter 100 Kliniken erneut einen hervorragenden sechsten Platz und konnte somit seine Position halten. Vor dem UKL rangieren nur die Berliner Charité als Gesamtsieger sowie die Universitätsklinika Heidelberg, Schleswig-Holstein, Dresden und München (LMU). <p>Ermittelt werden die Platzierungen durch umfangreiche Untersuchungen eines unabhängigen Recherche-Instituts, das von der Zeitschrift beauftragt wurde. In die Bewertung fließen Fallzahlen, Behandlungserfolge bei OPs und Komplikationsquoten ein. Geprüft wurden zudem die technische Ausstattung, die Anzahl der Ärzte oder Qualifikation der Pflegenden. Sehr wichtig sind auch die Beteiligung an Qualitätsinitiativen, die Patientenzufriedenheit und der Hygienestandard. Wie externe Mediziner das UKL bewerten und wie oft sie es weiterempfehlen, spielt ebenfalls eine große Rolle.</p> <p>31 Fachbereiche des UKL sind in den Empfehlungslisten von FOCUS Gesundheit aufgeführt - 15 von ihnen sogar in der Spitzengruppe des jeweiligen Krankheitsbildes&#58;&#160;</p> <p>Risikogeburt, Hautkrankheiten, Diabetes (Erwachsene und Kinder), Kinderchirurgie, Darmkrebs, Leukämie, Nuklearmedizin, Prostatakrebs, Strahlentherapie, Adipositaschirurgie, Schlaganfall, Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Depression.<br><br></p> <p>17 Kliniken und Einrichtungen des UKL werden als TOP-Kliniken - zum Teil mehrfach - genannt&#58;</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Abteilung für Geburtsmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Endokrinologie, Nephrologie, Rheumatologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Zelltherapie und Hämostaseologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Neurologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Urologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Es ist uns gelungen, diesen hervorragenden Platz sechs unter den nationalen TOP 100 zu bestätigen - dieses tolle Ergebnis freut uns sehr&quot;, sagte Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. &quot;In diesem wegen der Corona-Pandemie sehr außergewöhnlichen Jahr ist das eine wohltuende Bestätigung für die mit viel Engagement geleistete Arbeit unserer Ärztinnen und Ärzte sowie aller Mitarbeiter aus anderen Bereichen, die zu dieser sehr guten Platzierung beigetragen haben.&quot;</p>
Nach Einleitung der Narkose: Bis die Kleinen schlafen, sind Mama oder Papa dabei<img alt="Auch der kleine Lenny ist viel entspannter vor seiner Operation, weil sein Papa (re.) dabei bleiben kann, bis er nach Narkoseeinleitung eingeschlafen sein wird. Das erleichtert dann die Arbeit der Anästhesisten Dr. Tobias Piegeler (hinten, li.), Geschäftsführender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, und Julia Becker (hinten, re.), Fachärztin für Anästhesiologie." src="/presse/PressImages/pic_20200219111359_26f990b332.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-02-18T23:00:00ZLeipzig. Diese Nachricht wird sicher alle Betroffenen freuen: Seit kurzem können am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) Eltern von Kindern, die in der Klinik für Kinderchirurgie operiert werden, bei der Narkose-Einleitung im OP so lang dabei sein, bis diese schlafen. Das neue Konzept kommt bereits gut an. Die Erfahrungen der ersten Wochen bestätigen das. <p>Kinderchirurgen und Anästhesisten haben das neue Konzept etabliert&#58; &quot;Es wird von Eltern und Kindern sehr gut angenommen und baut auf beiden Seiten Stress ab&quot;, sagt Prof. Martin Lacher, Direktor der <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie">Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie</a> des UKL. &quot;Weinende Eltern vor dem OP, die gerade ihr Kind abgeben mussten, sehen wir fast gar nicht mehr.&quot;</p> <p>Bisher war die Situation oft eine andere&#58; Müssen Eltern ihr Kind vor einer Operation für die Einleitung der Narkose abgeben, erleben sie es als &quot;schlimme Situation, als totalen Kontrollverlust&quot;, wie Prof. Lacher beschreibt. Denn obwohl die Kinder rund eine halbe Stunde vorher noch auf Station den so genannten &quot;Beruhigungssaft&quot; bekommen haben, beginnen viele in der Übergabesituation zu weinen. Dies überträgt sich oft auf die Eltern, die völlig aufgelöst vor dem OP-Bereich zurückbleiben.&#160;<br>&quot;Um dies in Zukunft zu vermeiden, wollten wir gemeinsam ein neues Konzept, welches an einigen großen europäischen Kliniken schon angewendet wird, auch in Leipzig etablieren&quot;, berichtet Privatdozent Dr. Tobias Piegeler, Geschäftsführender Oberarzt der <a href="/einrichtungen/kai">Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie</a>. &quot;Die Eltern sind bei der Einleitung der Narkose direkt im OP-Bereich mit dabei, die Kinder sind weniger gestresst und damit auch Mutter oder Vater&quot;, erklärt er.&#160;</p> <p>Um zu prüfen, ob dies auch am UKL möglich wäre, setzten sich dann Kinderchirurgen, Anästhesisten und Vertreter der Krankenhaushygiene mit der OP-Pflege, der Anästhesie-Pflege und der Stations-Pflege zusammen. &quot;Zu Beginn gab es größere Bedenken, weil es räumlich schwierig erschien&quot;, berichtet Prof. Lacher, &quot;die Eltern müssen schließlich in OP-Schutzkleidung eingeschleust werden.&quot; Auch sei anfangs nicht klar gewesen, wer vom Team die Mutter oder den Vater des Kindes hinein und hinaus begleitet. &quot;Doch die Hindernisse haben sich schnell als geringere Hürde herausgestellt als angenommen, und Probleme wurden dank guter Kommunikation unter allen Beteiligten und täglicher Feinjustierung gelöst&quot;, kann Dr. Piegeler berichten. Auch die Sorge, dass manche Eltern selbst Hilfe benötigen würden, weil sie mit der &quot;OP-Situation&quot; nicht zurechtkämen, habe sich bislang als unbegründet erwiesen, so die Ärzte.&#160;<br>Generell liege das Mindestalter für Kinder, die begleitet werden dürften, bei etwa sechs Monaten, sagt Prof. Lacher&#58; &quot;Vorher 'fremdeln' die ganz Kleinen einfach noch nicht.&quot;&#160;Das Vorgehen entspricht auch der aktuellen UN-Kinderrechtskonvention, nach der ein Kind nicht gegen den Willen seiner Eltern von diesen getrennt werden darf.</p> <p>&#160;</p>
„Besser Ohren zuhalten“: Leipziger Schüler erfahren Sprengkraft illegaler Böller<img alt="Erst kommt die Stichflamme, dann der extrem laute Knall und die Druckwelle&#58; Wenn ein Böller, der hierzulande nicht zugelassen ist, explodiert, klingeln die Ohren. An der Schweinepfote ist anschließend gut zu erkennen, welche Schäden diese Detonation an einer menschlichen Hand hinterlassen hätte." src="/presse/PressImages/pic_20191206152141_205ee2a5de.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-12-05T23:00:00ZLeipzig. Jedes Jahr verunglücken Kinder an Silvester und Neujahr, weil sie mit Knallkörpern spielen oder diese unsachgemäß entzünden wollen. Die Folgen können dramatisch sein: schwere Verletzungen zum Beispiel an Händen und Gesicht, große Schmerzen, lange Krankenhausaufenthalte, viele Operationen. Daher findet am 7. Dezember deutschlandweit der "Tag des brandverletzten Kindes" in diesem Jahr unter dem Motto "Verknallt an Silvester" statt und rückt vor allem Unfallgefahren, die von Feuerwerkskörpern ausgehen, in den Mittelpunkt. Die Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie des UKL hatte aus diesem Anlass am Freitag, 6. Dezember, Schüler der achten und neunten Klasse zweier Leipziger Schulen eingeladen. Sie erlebten unter anderem, welche Sprengkraft Knallkörper entwickeln, welche Schäden dabei angerichtet werden können und was im Notfall zu tun ist. Es war eine unüberhörbare Demonstration – mit nachhallendem Effekt bei den jungen Zuschauern, so hoffen es die Organisatoren Alexander Rost, Nicole Geuthel und Dr. Steffi Mayer von der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie. <p>Die Veranstaltung war Teil des bundesweiten &quot;Tages des brandverletzten Kindes&quot; von Paulinchen e.V., der &quot;Initiative für brandverletzte Kinder&quot;. Eingeladen waren etwa 150 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 der Heinrich-Pestalozzi-Oberschule (Böhlitz-Ehrenberg) und der Oberschule am Adler. Gemeinsam mit professionellen Pyrotechnikern von Dreamfireworks, der Feuerwehr Leipzig sowie der Falck Notfallrettung und Krankentransport GmbH (ehemals ASG Ambulanz Leipzig) bekamen die Jugendlichen die Zerstörungskraft verschiedener Knallkörper und Notfalllöschungen vorgeführt, erhielten eine Einführung in Erste-Hilfe-Maßnahmen und konnten Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge besichtigen.</p> <p><strong>Sogar Druckwelle spürbar</strong><br>Sie haben Namen, die so spielerisch wie verführerisch klingen, und viele sehen auch wie Spielzeug aus&#58; Crazy Robot, La Bomba, Atomic, Spanish Bomb. Doch sie haben es in sich. &quot;Wenn ich euch sage, haltet jetzt die Ohren zu, dann macht das besser auch.&quot; Nur Augenblicke nach diesem Ratschlag der professionellen Pyrotechniker Katrin Beyer-Schwarz und Thomas Fechteler aus Rositz bei Altenburg wissen alle, warum es besser war, ihm auch Folge zu leisten. Ein ohrenbetäubender Knall hallt über den Innenhof auf dem Gelände des UKL, sogar eine leichte Druckwelle ist spürbar. Die meisten Mädchen und Jungen sind erkennbar beeindruckt von der Detonation eines hierzulande illegalen Knallkörpers. Er zerfetzt fast die an eine Holzlatte befestigte Schweinepfote, ein weiterer Böller schleudert den Schuh, in dem er steckte, viele Meter weit.</p> <p>&quot;Schweinepfoten eignen sich als Demonstrationsobjekt, weil ihre Gewebestruktur der eines menschlichen Unterarms sehr ähnlich ist&quot;, erläutert Beyer-Schwarz. Sie erklärt den Jugendlichen, auf was sie im Umgang mit Feuerwerkskörpern achten müssen und woran sie legale Böller erkennen können.</p> <p>Die Vorführung mit Knalleffekt war jedoch nur eine von drei Stationen, um das gewünschte Ergebnis, nämlich einen sachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern und damit die Verhinderung schwerer Verletzungen, tiefer ins Bewusstsein der Schüler dringen zu lassen.<br>Auch die Feuerwehr Leipzig war vor Ort und demonstrierte unter anderem, was passiert, wenn sich nicht vollständig geleerte Deo- oder auch Haarspraydosen entzünden&#58; Sie explodieren mit einem lauten Knall. Hauptbrandmeister Dieter Kermes erklärt dazu&#58; &quot;Vieles im Haushalt ist gar nicht so ungefährlich, wie es scheint.&quot;<br>&quot;Was mache ich, wenn ich jemanden finde, der bewusstlos ist?&quot;&#58; Die Rettungssanitäter des ASG, die bei der dritten Station im Haus 6 Erste-Hilfe-Maßnahmen mit den Schülern üben, haben angesichts der ziemlich frischen Außentemperaturen einen kleinen Standortvorteil, denn während ihnen die Schüler bei den Ratschlägen zur Wiederbelebung folgen und selbst aktiv werden, können sie sich gleichzeitig etwas aufwärmen.</p> <p><strong>Illegale Böller mit unkalkulierbarer Wirkung</strong><br>Ein Aktionstag wie dieser sei wichtig, sagt&#160;Prof. Ulf Bühligen, Leiter der kinderchirurgischen Poliklinik, &quot;weil die Jugendlichen so die Kräfte, die hier wirken, selbst sehen und hören können.&quot; Illegale Böller seien völlig unkalkulierbar in ihrer Wirkung, dies mache sie so gefährlich, meint Bühligen. &quot;Es sind nicht nur die Hitze und der Druck, sondern auch die Pulverbestandteile, die in die Haut und ins Gewebe dringen und neben schwersten Verbrennungen und Knochenbrüchen auch zu Infektionen führen können.&quot;</p> <p>&quot;Gefährdet sind vor allem Jungen&quot;, meint auch <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie" rel="ext" target="_blank">Kinderchirurgie-Klinikdirektor</a> Prof. Martin Lacher, &quot;gerade an Neujahr suchen sie nach Blindgängern und versuchen diese anzuzünden.&quot; Das Gefahrenbewusstsein im für diese Verletzungen typischen Alter von 10 bis 14 Jahren sei bei den Kindern oft nicht da, sagt er, im Vordergrund stünden Spannung und Abenteuer.<br>&quot;Gesunde Kinder werden unter Umständen durch so eine einzelne Aktion ein Leben lang geschädigt&quot;, meint Prof. Bühligen eindrücklich. &quot;Wenn wir diese rund 150 Mädchen und Jungen, die uns heute besucht haben, zu Neujahr nicht bei uns behandeln müssen, dann haben wir schon etwas erreicht&quot;, betont der Kinderchirurg.</p>
Ein Flügel für die UKL-Kinderklinik2019-09-12T22:00:00ZLeipzig. Mit einem Benefizkonzert startet am 19. September eine Spendensammlung für einen eigenen Flügel für die Kindermedizin am Universitätsklinikum Leipzig. Zunächst zieht ein Leihflügel ins Atrium in der Liebigstraße 20a neben dem Lurch ein. Über Tastenpatenschaften soll das Instrument dann dauerhaft die Kinderklinik "beflügeln". <p>Mit dem Programm &quot;Kinder spielen für Kinder&quot; der Bachakademie startet die Spendensammlung für einen eigenen Flügel für die Kindermedizin am Uniklinikum Leipzig. Im Anschluss spielen zwei Stipendiaten des Vereins Live Music Now Leipzig. Der Verein organisiert am UKL regelmäßig Konzerte für kranke Kinder und deren Angehörige. Mit dem Benefizkonzert am 19. September sollen nun &quot;Tastenpaten&quot; gewonnen werden, die mit ihrer finanziellen Patenschaft den kleinen Patienten einen fest installierten Flügel schenken. Dieser zieht an diesem Tag als Leihinstrument schon einmal ein, bereitgestellt von &quot;Leipzig Pianos&quot;. Das Programm des Einweihungskonzerts der jungen Pianisten der Bachakademie reicht von Barock bis Jazz und soll den Genesungsprozess der kleinen und größeren Patienten musikalisch unterstützen. Im Anschluss spiele Elena Postumi und Tommaso Graiff u.a. eine Komposition von Hindemith. &quot;Wir freuen uns sehr über die regelmäßigen Konzerte in unserem Klinikum&quot;, sagt Prof. Martin Lacher, Direktor der <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie" rel="ext" target="_blank">Klinik für Kinderchirurgie</a>, der mit seiner Stiftung Kinderchirurgie Initiator des Tastenpatenschafts-Projektes ist. &quot;Das Erlebnis von Musik hilft unseren Patienten, sich für einige Zeit von der oft stark den Alltag bestimmenden Erkrankung zu lösen&quot;, so Lacher. &quot;Wir möchten gern, dass Musik künftig noch regelmäßiger in unserem Haus erklingt, und wünschen uns daher einen fest installierten Flügel.&quot; Um das zu ermöglichen, müssen nun mindestens 10.000 Euro aus Spenden zusammenkommen. &quot;Bei dieser Summe kommt uns 'Leipzig Pianos' schon sehr entgegen, wofür wir unglaublich dankbar sind&quot;, so Lacher. 88 Tasten warten auf Paten, die mit ihrer Spende dazu beitragen, die Kinderklinik zu &quot;beflügeln&quot;. Prof. Lacher geht dabei mit gutem Beispiel voran und wird erster Tastenpate für die untere Oktave mit 10 Tasten. Nachahmer sind gern gesehen, diese können sich mit ihrem Spendenwunsch an die Stiftung Kinderchirurgie wenden.</p> <p><strong>Benefizkonzert &quot;Kinderklinik beflügeln&quot;</strong></p> <p>19. September 2019, 16.00 Uhr<br>Universitätsklinikum Leipzig<br>Atrium Haus 6, Liebigstraße 20a<br>Eintritt frei</p> <p><strong>Stiftung Kinderchirurgie in Leipzig<br></strong>https&#58;//www.stiftung-kinderchirurgie.org/</p>

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