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Pressemitteilungen der Neurologie

 

 

Bewegungsmuffel aufgepasst: Laufen, Rad fahren oder schwimmen kann das Risiko für Schlaganfälle senken<img alt="Prof. Joseph Claßen, Direktor der Klinik für Neurologie, Prof. Dominik Michalski, Oberarzt auf der Schlaganfallspezialstation – Stroke Unit –, Assistenzärztin Alhuda Dabbagh und Gesundheits- und Krankenpflegerin Samantha Aust (v.l.n.r.) am Bett einer Patientin." src="/presse/PressImages/pic_20220506101005_cdbc4f504a.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-05-05T22:00:00ZLeipzig. Treppe statt Fahrstuhl, Fahrrad statt Auto: Den bundesweiten "Tag gegen den Schlaganfall" am 10. Mai stellt die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe unter das Motto "Bewegung im Alltag wirkt Wunder". UKL-Schlaganfallexperten bestätigen: Bewegung dient der Prävention und kann das Risiko eines Schlaganfalls verringern. <p>Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) stehen die Neurologen im engen Austausch mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Von daher kann Prof. Dominik Michalski, Oberarzt der <a href="/einrichtungen/neurologie/informationen-für-patienten/struktur-der-klinik#Intensivtherapiestation%20und%20Schlaganfallspezialstation">Stroke Unit, der Schlaganfall-Spezialstation</a> der Klinik und Poliklinik für Neurologie, dem von der Stiftung gesetzten Motto nur zustimmen&#58; &quot;Bewegungsmangel ist ein erheblicher Risikofaktor für die Entstehung von Schlaganfällen&quot;, sagt er, &quot;und die Situation während der Corona-Pandemie verstärkt dieses Risiko wahrscheinlich noch.&quot; Mit Blick auf die Patientinnen und Patienten auf der UKL-Stroke Unit wird er noch konkreter&#58; &quot;Bei einigen Betroffenen auf unserer Station hätte der Schlaganfall durch mehr Bewegung im früheren Alltag wahrscheinlich verhindert werden können.&quot;</p> <p>Das oft gehörte Argument, man habe durch den Beruf oder die Pandemie keine Zeit für Bewegung, lässt Prof. Michalski nicht gelten, denn&#58; &quot;Der Alltag bietet jedem viele versteckte Situationen, um sich zu bewegen, und sei es nur das Benutzen der Treppe statt des Lifts.&quot;&#160;</p> <p>Trotzdem rät er, auch sportliche Aktivitäten in den Alltag einzubauen, beispielsweise laufen, Rad fahren oder schwimmen. &quot;Empfohlen werden mindestens drei, besser fünf Mal 20 bis 60 Minuten moderater Ausdauersport pro Woche&quot;, so der UKL-Neurologe. Nach Informationen der Schlaganfall-Stiftung könne so das Risiko, einen &quot;Schlag&quot; zu erleiden, um bis zu 50 Prozent gesenkt werden.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Dem Thema Prävention widmet sich einige Tage zuvor auch der &quot;25. Leipziger Schlaganfalltag&quot;, der von Prof. Joseph Claßen, Direktor der <a href="/einrichtungen/neurologie">Neurologie am UKL,</a> und Prof. Michalski ausgerichtet wird. Auf dieser Fachveranstaltung am 7. Mai beschäftigen sich die Expert&#58;innen auch mit Risikofaktoren, die über den Bewegungsmangel hinausgehen, zum Beispiel Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck oder bestimme Herz-Rhythmus-Störungen. Als Vortragende konnten überregional anerkannte Expert&#58;innen gewonnen werden. So spricht unter anderem Dr. Michael Brinkmeier, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, zum aktuellen Stand und den Perspektiven der Schlaganfallprävention.&#160;</p> <p>In einem zweiten großen thematischen Block erhalten die Teilnehmenden der Veranstaltung einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Akutbehandlung. &quot;Hier nimmt der Rettungsdienst eine wichtige Rolle ein&quot;, erklärt Prof. Claßen und fügt hinzu&#58; &quot;Ein Schlaganfall muss unmittelbar erkannt und die Betroffenen zügig ins Krankenhaus eingewiesen werden, um schnell eine Therapie einleiten zu können&quot;. Ebenfalls von großer Wichtigkeit&#58; die Vernetzung der Kliniken, wie sie beispielsweise über das neurovaskuläre Netzwerk INNSA realisiert wird, um die Akutversorgung auch flächendeckend optimal zu gestalten.&#160;</p> <p>Um möglichst vielen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen, findet die Fachveranstaltung im Hybrid-Format statt&#58; in Präsenz vor Ort im Mediencampus Villa Ida und online unter <a href="https&#58;//www.ukl-live.de/schlaganfalltag/">https&#58;//www.ukl-live.de/schlaganfalltag/</a>. &#160;</p> <p>&#160;</p>
Projekt PostStroke-Manager: Im Mittelpunkt steht die Nachsorge<img alt="Sie bringen den PostStroke-Manager auf den Weg (v.l.n.r)&#58; Dr. Jean-Baptiste Tylcz (ICCAS), Prof. Joseph Claßen (Neurologie), Max Schreiber (ICCAS), Prof. Dominik Michalski (Neurologie), Daniela Geisler (Neurologie), Daniela Urban (Neurologie), Richard Schmidt (Neurologie)" src="/presse/PressImages/pic_20220216105206_464f78f1b3.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-02-15T23:00:00ZLeipzig. Erstmals in Deutschland haben Mediziner:innen und Forschende der Klinik und Poliklinik für Neurologie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) und des Innovationszentrums für Computerassistierte Chirurgie (ICCAS) der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig ein innovatives Konzept für eine digital-gestützte Schlaganfallnachsorge entwickelt. Das Projekt PostStroke-Manager stellt die einzelnen Patient:innen ins Zentrum der meist vielfältigen Nachsorgeinhalte und hilft auf verschiedene Weise, mit der neuen Lebenssituation bestmöglich umzugehen. Nach mehr als zwei Jahren Entwicklung hat nun innerhalb des Projekts eine Machbarkeitsstudie begonnen, in der das Konzept erprobt wird. <p>&quot;Das Konzept ist einzigartig in Deutschland. Im Mittelpunkt steht die verbesserte Nachsorge nach einem Schlaganfall. Erstmals werden digitale Anwendungen eingesetzt, deren Chancen bisher ungenutzt blieben&quot;, berichtet Prof. Dominik Michalski, Oberarzt der <a href="/einrichtungen/neurologie/informationen-für-patienten/struktur-der-klinik#Intensivtherapiestation%20und%20Schlaganfallspezialstation">Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit)</a> der <a href="/einrichtungen/neurologie">Klinik und Poliklinik für Neurologie am UKL</a>. Das Projekt PostStroke-Manager leitet er gemeinsam mit Klinikdirektor Prof. Joseph Claßen und Prof. Galina Ivanova vom ICCAS.&#160;</p> <p>Zusammen mit dem von Prof. Ivanova geleiteten technologischen Team &quot;Biomedizinische Datenanalyse&quot; des <a href="https&#58;//www.iccas.de/">ICCAS</a> entwickelten die UKL-Schlaganfallexpert&#58;innen den PostStroke-Manager - ein patientenzentriertes, digitales System, welches Patient&#58;innen in der oft schwierigen Zeit nach dem Schlaganfall unterstützt und ihnen eine koordinierte Langzeitbetreuung ermöglicht.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Einsatz in Kliniken, Praxen und zu Hause geplant</strong></p> <p>&quot;Die Ausgangslage ist klar&quot;, sagt Prof. Michalski und fasst zusammen&#58; &quot;Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. In vielen Fällen entwickelt sich daraus eine chronische Erkrankung mit anhaltenden Symptomen wie beispielsweise Lähmungen. Nach dem Aufenthalt im Akutkrankenhaus erfolgt die Weiterbehandlung im Wesentlichen durch Hausärzte, Logopäden, Ergo- und Physiotherapeut&#58;innen sowie Rehabilitationseinrichtungen.&quot; Aber er fügt hinzu&#58; &quot;In Deutschland ist die Schlaganfallnachsorge inhaltlich und strukturell noch nicht hinreichend ausgestaltet. Auch wird das Potential digitaler Technologien bisher nicht genutzt.&quot;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Mit Hilfe des von Leipziger Mediziner&#58;innen und IT-Spezialist&#58;innen entwickelten Konzepts soll sich dies jetzt ändern. &quot;Obwohl die Digitalisierung in der Medizin rasch voranschreitet, stellt der PostStroke-Manager deutschlandweit das erste Projekt dar, das auf die Versorgungssituation von Schlaganfallpatienten fokussiert ist und hierfür moderne eHealth- und mHealth-Technologien nutzt&quot;, erklärt Prof. Ivanova.</p> <p>Wichtigstes Projektziel ist die Entwicklung eines digital-gestützten Nachsorgekonzepts für Schlaganfallpatienten - &#160;interdisziplinär und intersektoral. Letzterer Begriff bedeutet, dass das System des PostStroke-Managers nicht nur im Akutkrankenhaus, sondern auch in Praxen niedergelassener Ärzt&#58;innen, Rehabilitationseinrichtungen und vor allem im Wohnumfeld der Patient&#58;innen eingesetzt werden kann. Es integriert die verschiedenen an der Nachsorge beteiligten Gruppen und schafft die Basis für innovative digitale Angebote und neue Versorgungsformen. Die Studie soll jetzt zeigen, ob das System praxistauglich ist.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Ein wichtiges Ziel&#58; Erneute Schlaganfälle verhindern</strong></p> <p>Die Entwickler&#58;innen des Konzepts haben typische Problemfelder in der Schlaganfallnachsorge aufgegriffen. &quot;Aus Patientensicht verfolgen wir daher mehrere Ziele, zum Beispiel das Abmildern noch bestehender Schlaganfallsymptome durch eine individualisierte Therapie oder auch das frühzeitige Erkennen von Folgezuständen mit der Möglichkeit, die Behandlung entsprechend anzupassen&quot;, erläutert Prof. Michalski und benennt weitere Ziele&#58; &quot;Indem Risikofaktoren wie der Blutdruck engmaschig überprüft werden und so die individuelle Medikation durch die betreuenden Hausärzt&#58;innen bestmöglich angepasst werden kann, sollen erneute Schlaganfälle verhindert werden. Außerdem möchten wir über die Vermittlung individuell relevanter Informationen und der Erarbeitung eines Krankheitsmodells die Gesundheitskompetenz der Patient&#58;innen stärken.&quot;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Die Patienten werden nun innerhalb einer Studie im ersten Jahr nach dem Schlaganfall parallel durch das digitale System sowie durch speziell geschulte Schlaganfalllotsen begleitet. Anschließend soll die individualisierte Nachsorge über digitale Angebote gewährleistet werden. Seit Oktober 2021 lief eine klinische Vortestphase. Im Januar 2022 war nun der Start der Machbarkeitsstudie, in der das ausgearbeitete Nachsorgekonzept, bestehend aus einer neu entwickelten App, Portalen für die Behandler und einer Begleitung durch Schlaganfalllotsen, über einen Zeitraum von einem Jahr untersucht werden soll.</p> <p>&quot;Wegen der vielen Alleinstellungsmerkmale des Systems gibt es jetzt bereits großes, auch überregionales Interesse an dem Konzept&quot;, sagt Prof. Ivanova vom ICCAS. Der erste Test nun bedeute daher eine große Herausforderung. Sie hob dabei die enge Zusammenarbeit der am Projekt beteiligten Partner hervor&#58; &quot;Es findet eine sehr enge Zusammenarbeit statt. Wir besprechen uns nahezu täglich.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p>Das Projekt wird durch öffentliche Mittel des Freistaates Sachsen im Rahmen der Richtlinie &quot;eHealthSax&quot; gefördert. Es besteht eine Kooperation mit der <a href="https&#58;//home.uni-leipzig.de/~allgemeinmedizin/">Selbstständigen Abteilung für Allgemeinmedizin</a> der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Weitere Informationen&#58;&#160;</strong><br><a href="https&#58;//www.iccas.de/poststroke/">https&#58;//www.iccas.de/poststroke/</a></p>
Seltene Erkrankung: Lebensqualität von Frauen mit X-ALD verbessern<img alt="Sie planen und organisieren die individuell abgestimmte Betreuung von Frauen, die an der seltenen Erkrankung X-ALD leiden (v.l.n.r.)&#58; Psychologin Lisa Schäfer, Dr. Astrid Unterlauft und Dr. Wolfgang Köhler von der Klinik und Poliklinik für Neurologie. Die Studie SMART-ALD wird komplett online durchgeführt." src="/presse/PressImages/pic_20210809104103_58bbbdef94.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-08-08T22:00:00ZLeipzig. Mit dem Projekt "SMART-ALD" legt die neurologische Klinik am UKL eine Studie zur Verbesserung der Lebensqualität bei Frauen mit X-ALD auf. Ziel ist, das körperliche und psychische Wohlbefinden von Frauen, die an dieser seltenen Erkrankung leiden, zu verbessern. Die X-chromosomale Adrenoleukodystrophie (X-ALD) ist eine erbliche Stoffwechselkrankheit, die Nerven im Gehirn und Rückenmark abbaut. Die Erkrankung ist nicht heilbar. Von der "European Leukodystrophy Association" (ELA International) erhielt die UKL-Klinik nun die Zusage über eine Förderung in Höhe von 240.000 Euro. <p>Leukodystrophien sind Erbkrankheiten, die die Myelinentwicklung im zentralen Nervensystem betreffen. Die Myelinschicht baut sich entweder nicht richtig auf oder geht nach und nach verloren. Das Myelin ist eine isolierende Hülle aus Cholesterin und anderen Fetten sowie Proteinen, die sich in vielen Schichten um die Nervenfasern windet, ähnlich einer Kunststoffisolation bei einem elektrischen Kabel. Ohne diese werden die Signale zwischen Nervenzellen und ihren Zielorganen nicht oder nur schlecht weitergeleitet. Es entstehen Störungen bei Bewegungen und Sinneswahrnehmungen. Bei der X-ALD sind Männer schwer betroffen; oft wird jedoch vergessen, dass auch Frauen erkranken können.</p> <p>Für Dr. Wolfgang Köhler, Leiter der Arbeitsgruppe Leukodystrophie und andere Myelinerkrankungen an der <a>Klinik und Poliklinik für Neurologie</a> des UKL, ist daher eine intensivere Betreuung aus mehreren Gründen wichtig&#58; &quot;Betroffene Frauen haben zwar meist nur leichtere Symptome, verdrängen diese aber oft oder bemerken sie nicht&quot;, erklärt er. In der Folge seien viele Frauen gezwungen, mit beispielsweise chronischen Schmerzen, Gangstörungen, Depressionen oder psychischem Stress zu leben. &quot;Ihre Symptome müssen ernst genommen werden&quot;, betont Dr. Köhler.<br><br></p> <p>SMART-ALD ist als sogenannte Lifestyle-Intervention angelegt. &quot;Das bedeutet, dass die Betroffenen nicht nur ärztlich neurologisch betreut werden, sondern multiprofessionelle Begleitung erfahren&quot;, berichtet Lisa Schäfer, Psychologin und Projektleiterin von &quot;SMART-ALD&quot;. Auch Psychologen, Sozialarbeiter und - da es sich um eine Stoffwechselstörung handelt - Ernährungsberater mit langjähriger X-ALD-Expertise planen und organisieren die Bausteine für eine individuelle Betreuung, die zum Beispiel ebenso ein Fitnessprogramm umfasst.</p> <p>Das Programm der Studie wird mittels videogestützter Gespräche und Interventionen komplett online durchgeführt, die Teilnahme erfolgt von zu Hause aus. Über ein vorbereitendes Projekt zusammen mit ELA International konnten bereits an die 100 Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum gefunden werden. Der Beginn für SMART-ALD ist für Januar 2022 vorgesehen.</p>
UKL-Experten warnen: Corona-Einsamkeit plus ungesunde Lebensweise kann Schlaganfall-Risiko erhöhen<img alt="Prof. Joseph Claßen (li.), Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie, und Prof. Dominik Michalski, Oberarzt der Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit), warnen vor den Folgen Corona-bedingter Einsamkeit. In Kombination mit ungesunder Lebensweise könne dies das Schlaganfall-Risiko erhöhen." src="/presse/PressImages/pic_20210503110559_00ed5ed4ae.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-05-02T22:00:00ZLeipzig. "Einsamkeit" in Zeiten amtlich angeordneter Isolation oder auch als Folge allgemeiner Kontaktbeschränkungen: Geht sie einher mit der Vernachlässigung einer gesunden Lebensweise, erhöht sich das Risiko für einen Schlaganfall! Darauf weisen die Experten des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) anlässlich des "Tages gegen den Schlaganfall" am 10. Mai hin. Die bundesweite Initiative stellt in diesem Jahr "Einsamkeit" als eine Folge der Corona-Pandemie mit gravierenden Auswirkungen auf die Erkrankung ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Mit dem 24. Leipziger Schlaganfalltag bringt das UKL am 8. Mai Experten der Akutbehandlung und Nachsorge zusammen und ermöglicht den Austausch zu aktuellen Herausforderungen in der Versorgung. <p>Die &quot;Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe&quot; stellt den bundesweiten &quot;Tag gegen den Schlaganfall&quot; in diesem Jahr unter das Motto &quot;Einsamkeit&quot; und richtet den Fokus damit auf eine Folge der Corona-Pandemie, die im medizinischen Kontext bisher wenig Beachtung findet&#58; Ungesunder Lebensstil plus Einsamkeit erhöht das Risiko eines &quot;Schlages&quot;. <br>&quot;Hinzu kommt, dass Schlaganfälle teilweise zu spät bemerkt oder gar nicht behandelt werden&quot;, erklärt Prof. Dominik Michalski, Oberarzt der <a href="/einrichtungen/neurologie/informationen-für-patienten/struktur-der-klinik#Intensivtherapiestation%20und%20Schlaganfallspezialstation">Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit)</a> am UKL, &quot;da geringe Symptome nicht ernst genommen werden oder aus einer vermeintlichen Sorge vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus es nicht zu einer Vorstellung im Krankenhaus kommt.&quot; Neben diesen coronabedingten Auswirkungen auf die Akutbehandlung von Schlaganfällen, führt Einsamkeit auch zu Nachteilen für das Leben nach einem Schlaganfall&#58; &quot;In der Schlaganfallnachsorge sind Kontakte mit Therapeuten sowie regelmäßige ärztliche Verlaufsbeurteilungen wichtig, um weiter bestehende Einschränkungen wie Lähmungen zu reduzieren und die Therapie anpassen zu können&quot;, betont Prof. Michalski. &quot;Auch helfen derartige Kontakte, die Probleme, die sich durch Einsamkeit ergeben, zu erkennen und abzumildern&quot;, so der UKL-Experte.&#160;<br><br></p> <p><strong>&quot;Leipziger Schlaganfalltag&quot;&#58; Neurovaskuläres Netzwerk INNSA wird vorgestellt</strong><br>Einreihen in die bundesweite Initiative wird sich der &quot;Leipziger Schlaganfalltag&quot; am Sonnabend, 8. Mai, den die Klinik und Poliklinik für Neurolgie des UKL bereits zum 24. Mal durchführt. Prof. Joseph Claßen, Direktor der <a href="/einrichtungen/neurologie">Klinik und Poliklinik für Neurologie</a>, und Prof. Dominik Michalski laden dann zu einer Online-Veranstaltung ein, bei der sich Mediziner und Wissenschaftler zum Stand der Akutversorgung des Schlaganfalls austauschen. Ein weiteren Schwerpunkt soll die Schlaganfallnachsorge sein. Die Gesprächsthemen reichen dabei von der optimalen Bludruck- und Blutzuckereinstellung bis hin zur struktrurierten Nachsorge. &quot;Ein vielfältiges Programm mit überregional anerkannten Rednern und unter Einbeziehung des Rettungsdienstes des Bereichs Leipzig&#58; So möchten wir das Thema Schlaganfall umfassend abbilden und die Herausforderungen der Corona-Pandemie diskutieren&quot;, so die Profs. Claßen und Michalski. Gerade weil in Zeiten wie diesen eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behandlungszentren wichtig sei, um eine optimale Versorgung flächendeckend zu gewährleisten, gebe es auf der Veranstaltung auch einen Überblick über das seit Dezember 2020 arbeitende Neurovaskuläre Netzwerk (INNSA), ergänzt Klinikdirektor Prof. Claßen.&#160;</p> <p>Eingeladen zur Teilnahme am virtuellen &quot;Leipziger Schlaganfalltag&quot; sind alle an der Schlaganfallversorgung im ambulanten und stationären Bereich Mitwirkenden.,&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>24. Leipziger Schlaganfalltag<br></strong>Sonnabend, 8. Mai 2021<br>10 bis 14 Uhr,&#160;<br><a href="https&#58;//ukl-live.de/schlaganfalltag">https&#58;//ukl-live.de/schlaganfalltag</a> ​ &#160;</p> <p>Eine Anmeldung vorab ist nicht erforderlich.</p>
Prof. Joseph Claßen im Vorstand der Deutschen Parkinsongesellschaft<img alt="Prof. Joseph Claßen, Direktor der UKL-Neurologie und neuer Vorstand der Deutschen Parkinsongesellschaft, arbeitet an Verfahren, um Bewegungsstörungen durch Hirnstimulation zu verbessern." src="/presse/PressImages/pic_20210430103202_4ece762ae7.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-04-29T22:00:00ZLeipzig. Prof. Joseph Claßen, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL), ist in den Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (kurz: Deutsche Parkinsongesellschaft) gewählt worden. Somit wird er dann turnusmäßig in den Jahren 2023 und 2024 Erster Vorsitzender der Gesellschaft. Eines seiner Ziele: die Weiterentwicklung von Verfahren, um Bewegungsstörungen durch Hirnstimulation zu verbessern – jedoch ohne Operation. <p>Als Vorstand und späterer Erster Vorsitzender dient Prof. Claßen der Parkinsongesellschaft mit zirka 600 Mitgliedern, überwiegend Neurologen, aber auch Neurochirurgen und Physiotherapeuten. Neben der Verbesserung der medizinischen Versorgung von Patienten mit Bewegungsstörungen, der Nachwuchsförderung und der Organisation von Kongressen gehört zu den Aufgaben des Vorstands die Förderung der Wissenschaft, Forschung und Lehre im Bereich der Bewegungsstörungen. Dabei helfen neue Arbeitsgruppen, wie die kürzlich etablierte Gruppe für telemedizinische Dienste und Gesundheitstechnologien.&#160;</p> <p>Die bekannteste und namensgebende Bewegungsstörung ist die Parkinson-Erkrankung mit ihren Varianten. Auch dazu gehören zum Beispiel der essentielle Tremor und Dystonien, das sind Verkrampfungen, die der Ausführung von Bewegungen entgegenstehen, oder auch genetisch vererbte Erkrankungen wie die Huntington-Krankheit.</p> <p>&quot;Die Förderung der Parkinsonforschung ist für jeden Vorstand ein besonderes Anliegen&quot;, erläutert Prof. Claßen. Enge Verbindungen gebe es zur Parkinson-Stiftung, die aus der Parkinson-Gesellschaft heraus gegründet wurde, um Forschungsvorhaben besser unterstützen zu können. &quot;Wir möchten die Parkinson-Forschung stärker ins öffentliche Licht rücken. Gerade jetzt, wo sich auf verschiedenen Gebieten der Bewegungsstörungen aufregende Fortschritte abzeichnen, braucht es dafür auch finanzielle Mittel&quot;, betont <a href="/einrichtungen/neurologie">UKL-Klinikdirektor Claßen</a>. Fortführen und weiterentwickeln möchte Prof. Joseph Claßen seine Arbeiten zu Verfahren, um Bewegungsstörungen durch Hirnstimulation zu verbessern. &quot;Hier arbeiten wir an neuen Methoden ohne operativen Eingriff in das Gehirn&quot;, so der UKL-Experte.&#160;</p> <p>&#160;</p>

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