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Pressemitteilungen der Neurologie

 

 

Wenn scheinbar einfachste Handlungen zum Problem werden: Neuropsychologische Langzeitstörungen im Fokus<img alt="Prof. Dominik Michalski (re.) und Dr. Johann Pelz, Oberärzte der Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit), im Gespräch. Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) arbeiten Ärzte kontinuierlich daran, die Versorgung von Schlaganfallpatienten zu verbessern." src="/presse/PressImages/pic_20190507131708_01272ee79c.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-05-06T22:00:00ZLeipzig. Nach wie vor gehört der Schlaganfall in Deutschland zu den drei häufigsten Todesursachen. Wer ihn dank verbesserter Akutversorgung überlebt, kämpft oft gegen Langzeitfolgen wie beispielsweise halbseitige Lähmungen. Zu den Schlaganfallfolgen gehören aber auch neuropsychologische Störungen. Diese stehen im Fokus des diesjährigen "Tages gegen den Schlaganfall" der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe an diesem Freitag, 10. Mai. Auch die Mediziner des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) arbeiten kontinuierlich daran, die Versorgung von Schlaganfallpatienten zu verbessern, um derartige Langzeitfolgen gar nicht erst entstehen zu lassen oder abzumildern. Dazu treffen sich am Sonnabend, 11. Mai, an der Schlaganfallversorgung beteiligte Fachleute zum 23. "Leipziger Schlaganfalltag" im Mediencampus Villa Ida. <p>&quot;Neuropsychologische Funktionsstörungen sind meist nicht auf den ersten Blick sichtbar, führen im Alltag der Betroffenen jedoch oft zu massiven Einschränkungen&quot;, erläutert Prof. Dominik Michalski, einer der Oberärzte der <a href="/einrichtungen/neurologie/informationen-für-patienten/struktur-der-klinik#Intensivtherapiestation%20und%20Schlaganfallspezialstation" rel="ext" target="_blank">Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit)</a> der <a href="/einrichtungen/neurologie" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Neurologie</a> am UKL. Es handelt sich dabei beispielsweise um einseitige Wahrnehmungsstörungen der Umwelt und des eigenen Körpers. Was unter dem Fachbegriff Neglect zusammengefasst wird, äußert sich dadurch, dass Betroffene die der Hirnverletzung gegenüberliegende Seite der Umgebung oder des eigenen Körpers nicht oder nur schlecht wahrnehmen beziehungsweise gar missachten. &quot;Daneben gibt es die Gruppe der Sprachstörungen, Aphasien, und der Apraxien&quot;, so Prof. Michalski. &quot;Letztere führen zu einer Beeinträchtigung komplexerer Bewegungsabläufe wie zum Beispiel Haare kämmen oder Zähne putzen. Das sind Handlungen, die dem gesunden Menschen einfach erscheinen. Sie setzen jedoch das gesteuerte Zusammenspiel einer Vielzahl verschiedener Bewegungen voraus.&quot;</p> <p><strong>23. Leipziger Schlaganfalltag erstmals in Villa Ida und mit Workshop</strong><br>Um derartige Folgeerscheinungen des Schlaganfalls gar nicht erst entstehen zu lassen, laden die Experten der Klinik und Poliklinik für Neurologie am UKL mit dem &quot;Leipziger Schlaganfalltag&quot; jährlich zum fachlichen Austausch ein. Angesprochen sind dabei alle, die an der Akutbehandlung beteiligt sind, also Neurologen, Neuroradiologen, Anästhesisten, Notärzte, Rettungsassistenten und -sanitäter sowie in der Nachbehandlung tätige Ärzte und Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden. Die 23. Ausgabe der Fachveranstaltung am 11. Mai findet erstmals im Mediencampus Villa Ida in Leipzig-Gohlis statt. <br>Hier berichten ab 9 Uhr namhafte Referenten über die auch in diesem Jahr im Zentrum der Schlaganfallbehandlung stehende Akuttherapie und Sekundärprophylaxe. Im zweiten Teil steht in diesem Jahr zum ersten Mal ein Workshop auf dem Programm, der sich dem Thema endovaskuläre Therapie widmet. &quot;Dabei handelt es sich um ein erst seit wenigen Jahren verfügbares Verfahren, bei dem auch Patienten mit großen Schlaganfällen mit erstaunlich guten Ergebnissen behandelt werden können&quot;, so Prof. Joseph Claßen, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie am UKL und wissenschaftlicher Organisator der Veranstaltung. &quot;Hierfür ist die exzellente Zusammenarbeit mehrerer Fachdisziplinen notwendig&quot;, ergänzt er. Der Workshop soll daher einen Austausch der an der Behandlung beteiligten Fachrichtungen aus Leipzig und der Region ermöglichen.<br>Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.</p> <p><strong>23. Leipziger Schlaganfalltag</strong><br>Sonnabend, 11. Mai 2019,<br>9 bis 14 Uhr,<br>Mediencampus Villa Ida,<br>Poetenweg 28,<br>04155 Leipzig</p>
Wissenschaftler diskutieren über Behandlung von Multipler Sklerose und andere Myelin-Krankheiten<img alt="Wolfgang Köhler, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Neurologie des UKL, hofft, dass das internationale Symposium dazu beitragen wird, neue Therapien zu finden." src="/presse/PressImages/pic_20181107120654_73a9f95796.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-11-06T23:00:00ZRund 100 Ärzte und Wissenschaftler aus Europa, den USA und Kanada werden zum 4. Internationalen Symposium für Multiple Sklerose und Myelin-Krankheiten am 9. und 10. November in Leipzig erwartet. "Unsere wissenschaftliche Tagung ist ein Signal, dass in Leipzig ein bundesweit einmaliges Forschungs- und Behandlungszentrum für Myelin-Erkrankungen aufgebaut wird", sagt Wolfgang Köhler von der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Leipzig. "Für die Betroffenen, also MS-Patienten und an Leukodystrophien Erkrankte, sind interdisziplinäre Forschung und Behandlung der Schlüssel zum Erfolg." <p style="margin&#58;0cm 0cm 10pt;"><span style="color&#58;#000000;font-family&#58;Calibri;">Aktuell werden am Universitätsklinikum große Anstrengungen unternommen, den diagnostischen und therapeutischen Herausforderungen seltener Erkrankungen der weißen Hirnsubstanz gerecht zu werden. &quot;Die Betroffenen haben durch die Erkrankung schwere körperliche und geistige Einschränkungen&quot;, so der Leipziger <a href="/einrichtungen/neurologie" rel="ext" target="_blank">Neurologe</a>. &quot;Oft sind ganze Familien betroffen. Wir müssen dringend neue Therapien finden, um zu helfen. Und dazu will auch das Symposium beitragen. Grundlagenforscher in Leipzig werden neue Erkenntnisse vorstellen, Radiologen zeigen die Erkrankungen bildlich und Neurologen berichten, wie es klinisch aussieht. Zu den vielen renommierten Referenten gehören auch viele aus dem Universitätsklinikum. Denn nur mit der Kraft vieler zusammenwirkender Fachdisziplinen wird es gelingen, diese Patienten besser zu versorgen.&quot;</span></p> <p style="margin&#58;0cm 0cm 10pt;">&#160;</p>
Nach dem Schlag: Auch Helfende brauchen Unterstützung und Hilfe<img alt="Die Oberärzte der Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit) Dr. Dominik Michalski (re.) und Dr. Jost-Julian Rumpf im Gespräch. Sie erleben bei ihrer Arbeit hautnah, wie stark der Schlaganfall bei einem Menschen auch das Leben seiner Angehörigen und Freunde beeinflussen kann." src="/presse/PressImages/pic_20181026102514_b36ea1c9b7.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-10-25T22:00:00ZLeipzig. Am 29. Oktober ist Welt-Schlaganfalltag. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe stellt den Aktionstag unter das Motto "Ein Schlaganfall trifft nie einen Menschen allein". Partner und Angehörige stehen im Fokus, denn sie sind stets mitbetroffen. Der Apoplex, so der Fachbegriff, tritt in der Regel ohne Vorzeichen auf und ist einer der häufigsten Gründe für erworbene Behinderungen im Erwachsenenalter. Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) arbeiten Experten an Ideen zur Verbesserung der Nachsorge. <p><span style="color&#58;#000000;">&quot;Die Relevanz des Mottos des diesjährigen Aktionstages erleben wir bei unserer Arbeit viele Male aus nächster Nähe&quot;, erklärt Dr. Dominik Michalski, einer der Oberärzte der <a href="/einrichtungen/neurologie" rel="ext" target="_blank">Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit) der Klinik und Poliklinik für Neurologie am UKL</a>. Trotz modernster Behandlungsmöglichkeiten, um verschlossene Blutgefäße wieder zu öffnen, bleiben bei einem beträchtlichen Anteil der Schlaganfallpatienten relevante Beeinträchtigungen wie Sprachstörungen oder einseitige Lähmungen. Hierdurch benötigen diese Menschen ab jenem Zeitpunkt meist kontinuierlich Unterstützung durch andere Personen. Sehr oft sind das dann nächste Angehörige wie Kinder oder Ehepartner, aber auch Freunde und Verwandte. &quot;Art und Umfang dieses Beistands tragen entscheidend zur Lebensqualität der Betroffenen bei&quot;, sagt Privatdozent Dr. Michalski. </span></p> <p><span style="color&#58;#000000;">Durch ihre andauernde Unterstützungsleistung würden jedoch Partner und Angehörige auch selbst Einschnitte in ihrem Leben erfahren und könnten dem eigenen Alltag nicht mehr in gewohnter Weise nachgehen, hebt der </span>Intensivmediziner und Facharzt für Neurologie <span style="color&#58;#000000;">hervor. &quot;Wir raten daher pflegenden Angehörigen, sich frühzeitig über Möglichkeiten der Hilfestellung durch Dritte zu informieren&quot;, empfiehlt er.</span><span style="color&#58;#000000;">&#160; </span></p> <p><span style="color&#58;#000000;">An Konzepten, wie die Nachsorge für Schlaganfallpatienten verbessert werden kann, arbeiten Experten des UKL bereits intensiv über Fachgebietsgrenzen hinweg. Unter anderem soll dabei sichergestellt werden, dass Therapien, die helfen, das Risiko für einen weiteren Schlaganfall zu reduzieren, auch konsequent angewendet werden. Dazu gehören Medikamente, die blutverdünnend wirken, den Blutdruck kontrollieren sowie Blutzucker und Blutfette optimieren. Durch Verbesserungen im Bereich der Nachsorge von Schlaganfallpatienten könnten perspektivisch zudem pflegende Angehörige unterstützt und nach Möglichkeit sogar entlastet werden. </span></p> <p><span style="color&#58;#000000;"><strong><span style="color&#58;#000000;">Weitere Informationen&#58;<br><a href="http&#58;//www.schlaganfall-hilfe.de/"><span style="color&#58;#0000ff;">www.schlaganfall-hilfe.de</span></a><span style="color&#58;#000000;">&#160;&#160; </span></span></strong></span></p>
Stammzell-Transplantation an Patienten mit X-chromosomaler Adrenoleukodystrophie am UKL erfolgreich<img alt="Oberarzt Wolfgang Köhler (li.) und Prof. Joseph Claßen haben die erste Stammzell-Transplantation bei Adrenoleukodystrophie am UKL begleitet." src="/presse/PressImages/pic_20180605112134_69bc0b1aea.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-06-04T22:00:00ZLeipzig. Sie gehört zu den so genannten Seltenen Erkrankungen, was sie aber nicht weniger heimtückisch macht: X-ALD oder in der Langform X-chromosomale Adrenoleukodystrophie. Es handelt sich um eine lebensbedrohliche genetische Erkrankung mit schweren neurologischen Symptomen wie Lähmungen oder Gefühlsausfällen. Geschätzte 2000 oder 3000 Menschen in Deutschland leiden daran, genaue Zahlen gibt es nicht. Sie gilt als unheilbar. Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) haben Spezialisten kürzlich bei einem Patienten mit X-ALD erstmals eine Stammzell-Transplantation durchgeführt. Ohne diese wäre der Mann aus Baden-Württemberg wahrscheinlich bald gestorben. Jetzt kann er auf eine bedeutend längere Überlebenszeit mit einer guten Lebensqualität hoffen. Ein halbes Jahr nach der Transplantation geht es ihm gut. Solche Transplantationen bei Erwachsenen mit X-ALD werden momentan einzig am UKL durchgeführt. Langfristig soll hier das bundesweit erste Interdisziplinäre Behandlungszentrum für Erwachsene mit Leukodystrophien entstehen. <p>X-ALD ist eine Erbkrankheit aus der Gruppe der Leukodystrophien. Ein Gendefekt führt bei vielen männlichen Merkmalsträgern zur Zerstörung der &quot;weißen Gehirnsubstanz&quot;, des Myelins. Meist tritt sie im Kindesalter auf, mit schnellem, oft tödlichem Verlauf. &quot;Mittlerweile wissen wir, dass Erwachsene ebenfalls betroffen sein können&quot;, erläutert Oberarzt Wolfgang Köhler von der <a title="Neurologie" href="http&#58;//neurologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Neurologie</a> am Universitätsklinikum Leipzig. Er behandelt René Rehwagen, den nun erfolgreich transplantierten Patienten, bereits seit Jahren. &quot;Bei Erwachsenen verläuft die Krankheit oft viel langsamer. Das gibt uns die Gelegenheit, unter sorgfältiger Abwägung der Risiken zum richtigen Zeitpunkt einzugreifen und damit den Krankheitsverlauf wesentlich zu beeinflussen. Denn eine vollständige Heilung ist nicht möglich&quot;, betont er. Durch die Stammzelltransplantation konnte die Entzündung des Gehirns inzwischen gestoppt werden. Es bestehe Hoffnung, so Köhler, dass damit die weitere Zerstörung von Hirngewebe verhindert werden könne.</p> <p>Nachdem kein passender Spender gefunden wurde, bekam der 43-jährige Rehwagen im Dezember des vergangenen Jahres Stammzellen eines nur teilweise passenden Spenders. Die Transplantation erfolgte durch den UKL-Spezialisten Prof. Dietger Niederwieser, Leiter der Abteilung für <a title="Hämatologie" href="http&#58;//haemonko.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Hämatologie und Internistische Onkologie,</a> auf der José- Carreras-Transplantationsstation. Dabei wurde eine spezielle Technik zur Beseitigung der schädlichen Killerzellen, die das Transplantat von nur partiell passenden Spendern zur Abstoßung bringen können, angewandt. Nachdem die Stammzellen angewachsen waren, konnte der Patient die Klinik im Januar verlassen. Seit kurzem darf sich Rehwagen einen lang gehegten Wunsch wieder erfüllen und mit seinem Hund Linus spazieren gehen.</p> <p><strong>Transplantationen werden nur am UKL durchgeführt</strong><br>Bereits an seiner früheren Wirkungsstätte in Wermsdorf behandelte Köhler Patienten mit dieser genetischen Erkrankung. &quot;Ich bin sehr froh, dass die Transplantation trotz der vielen Risiken so gut geklappt hat, auch dank der großen Erfahrung der Transplanteure&quot;, betont er.<br>Dr. Jörn-Sven Kühl, Leiter der zukünftigen pädiatrischen Stammzelltransplantation, wendet die Methode bereits seit vielen Jahren bei schwer erkrankten Kindern mit X-ALD an. An seiner früheren Arbeitsstätte, der Charité in Berlin, war er auch an der Transplantation der ersten 15 erwachsenen Patienten mit dieser Erkrankung beteiligt. Seit diesem Jahr bringen nun beide Experten ihre große Erfahrung am UKL ein. &quot;Das Leipziger Universitätsklinikum ist somit das einzige in Deutschland, in dem derartige Transplantationen für Erwachsene in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit von Neurologie und Transplantationsmedizin durchgeführt werden können&quot;, erklärt Dr. Kühl.</p> <p>Am Leipziger José-Carreras-Zentrum konnten bereits seit längerem vereinzelte Erfahrungen mit der Transplantation ähnlicher neurometabolischer Erkrankungen gemacht werden. Allerdings gibt es bundesweit bisher noch keine spezialisierte Anlaufstelle für die Behandlung von jungen Erwachsenen mit X-ALD. Oberarzt Köhler sieht am UKL beste Voraussetzungen für die Einrichtung eines auf die Behandlung von Leukodystrophien spezialisierten Zentrums. Dort könnten alle bislang bekannten 20 Leukodystrophien des Erwachsenenalters, darunter die X-ALD, multi-professionell diagnostiziert und behandelt werden. Organisatorisch träfe es auf beste Strukturen, würde das neue Zentrum doch Teil des bereits am UKL bestehenden <a title="UZSEL" href="/Seiten/universitaeres-zentrum-fuer-seltene-erkrankungen.aspx" rel="ext" target="_blank">Universitären Zentrums für Seltene Erkrankungen </a>(UZSEL) werden.</p>
Lebensgewohnheiten ändern – Schlaganfälle verhindern<img alt="Privatdozent Dr. Dominik Michalski (re.), Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Neurologie, im Gespräch mit Oberarzt Dr. Jost-Julian Rumpf." src="/presse/PressImages/pic_20180509105116_f187c8bc46.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-05-08T22:00:00ZLeipzig. Jedes Jahr erleiden 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Vermutlich wäre ein Großteil vermeidbar, denn der Schlaganfall ist oft das Ergebnis einer jahrelangen Schädigung von Blutgefäßen. Doch Lebensgewohnheiten umzustellen und Therapietreue zu halten fällt vielen schwer. Das Motto des diesjährigen bundesweiten Tages gegen den Schlaganfall am 10. Mai lautet denn auch "Gesundheit braucht Motivation". Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) werden Jahr für Jahr hunderte Menschen wegen eines solchen Ereignisses behandelt. Privatdozent Dr. Dominik Michalski, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Neurologie, rät daher zu Motivation zur Vorsorge. <p>&quot;Reichlich körperliche Bewegung, ausgewogene Ernährung, Verzicht aufs Rauchen, kein übermäßiger Alkoholkonsum&quot;, zählt er Maßnahmen auf. Das sei natürlich nicht immer einfach, weiß PD Dr. Michalski, reduziere aber langfristig und dauerhaft das Risiko kardiovaskulärer Folgeerkrankungen, zu denen der Schlaganfall gehöre.<br>Doch auch für Menschen, die bereits einen Schlaganfall erlitten hatten, der erfolgreich behandelt werden konnte, ist das Thema Motivation umso wichtiger. Denn bei ihnen geht es darum, einen erneuten &quot;Schlag&quot; zu verhindern. &quot;Besonders wichtig ist die korrekte Einnahme der ärztlich verordneten Medikamente zum Beispiel gegen erhöhten Blutdruck oder gegen die Bildung von Blutgerinnseln. Darüber hinaus gelten die gleichen Empfehlungen zu den Lebensgewohnheiten, für die es sich zu motivieren lohnt&quot;, sagt Michalski als einer der Oberärzte der kürzlich rezertifizierten <a href="http&#58;//neurologie.uniklinikum-leipzig.de/neurologie.site%2cpostext%2cstartseite.html" rel="ext" target="_blank">Stroke Unit</a> (Schlaganfallstation) am UKL.</p> <p>Dort sind 2017 über 1000 Patienten behandelt worden. &quot;Manche gehen ohne jede bleibende Einschränkung wieder nach Hause, andere benötigen dauerhaft Unterstützung im Alltag&quot;, berichtet er. Durch Rehabilitations-Maßnahmen könnten aber oft Defizite wie halbseitige Lähmungen oder Sprachstörungen zumindest wieder reduziert werden.<br>Dennoch&#58; &quot;Am besten ist es immer noch, keinen Schlaganfall zu erleiden&quot;, fasst es Privatdozent Dr. Michalski zusammen. &quot;Bleiben Sie gesund! Motivieren Sie sich!&quot;</p>

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