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Pressemitteilungen der Neurologie

 

 

Cardiac Arrest Center (CAC) am Universitätsklinikum Leipzig erfolgreich zertifiziert<img alt="Für die optimale Versorgung der Patienten arbeiten sie im nun zertifizierten Cardiac Arrest Center eng zusammen (v. r. n. l.)&#58; Prof. Ulrich Laufs (Kardiologie), Prof. Sebastian Stehr (Anästhesiologie und Intensivtherapie), Prof. André Gries (Zentrale Notfallaufnahme), Prof. Sirak Petros (Internistische Intensivmedizin) und Prof. Joseph Claßen (Neurologie)." src="/presse/PressImages/pic_20191203105546_37a7924b8c.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-12-02T23:00:00ZLeipzig. Das Cardiac Arrest Center (CAC) am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist erfolgreich zertifiziert worden. Der Deutsche Rat für Wiederbelebung (German Resuscitation Council, GRC) und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) bestätigen damit, dass am UKL die höchsten Qualitätsanforderungen erfüllt werden. An einem CAC können Patienten, die außerhalb des Krankenhauses einen Herzkreislaufstillstand ("Cardiac Arrest") erleiden, und wiederbelebt werden müssen, sehr schnell und umfassend weiterbehandelt werden. <p>Das Cardiac Arrest Center ist eine interdisziplinäre Einrichtung. Für die optimale Versorgung der Patienten arbeiten am UKL neben der <a href="/einrichtungen/notaufnahme" rel="ext" target="_blank">Zentralen Notfallaufnahme (ZNA)</a> die Kliniken für <a href="/einrichtungen/kardiologie" rel="ext" target="_blank">Kardiologie</a>, <a href="http&#58;//www.kai-uniklinik-leipzig.de/index.php/de/" rel="ext" target="_blank">Anästhesiologie und Intensivtherapie</a>, <a href="/einrichtungen/neurologie" rel="ext" target="_blank">Neurologie</a> sowie die <a href="/einrichtungen/internistische-intensivmedizin" rel="ext" target="_blank">Internistische Intensivmedizin</a> zusammen.</p> <p>&quot;Die Qualitätskriterien sind von Fachgesellschaften aufgestellt worden und basieren auf Leitlinien. Wiederbelebte Patienten, die dann in einer entsprechend spezialisierten Klinik behandelt werden, die diese Kriterien und Qualitätsmerkmale umsetzt, haben nachweislich eine höhere Überlebensrate&quot;, betont Prof. André Gries, Sprecher des CAC und Ärztlicher Leiter der ZNA. &quot;Nun haben wir auch die formelle Bestätigung, dass am UKL alle Kriterien erfüllt werden&quot;, freuen sich auch Prof. Ulrich Laufs, Direktor der Klinik für Kardiologie, und Prof. Sirak Petros, Leiter der Internistischen Intensivmedizin.</p> <p>Ein wesentlicher Punkt ist dabei die gute und reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen Fachgebiete und Abteilungen. &quot;Es gibt ganz klare Behandlungswege, alles ist abgestimmt und besprochen. Das Personal ist entsprechend eingewiesen und geschult&quot;, erläutert Prof. Gries. Dass dies alles funktioniere, so der Notfallmediziner, sei nun bestätigt worden. Am CAC des UKL werden etwa 100 Patienten pro Jahr nach einer oder während einer noch laufenden Wiederbelebung behandelt.<br>In einem nächsten Schritt soll die Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten, den Notärzten und anderen Kliniken noch weiter verbessert werden, so dass möglichst alle betroffenen Patienten aus dem Leipziger Bereich einem CAC zugeführt werden können.</p> <p>Ein CAC allein reiche allerdings nicht, sagt Gries&#58; Jeder Einzelne sei gefragt. Die Behandlung könne nur dann optimal verlaufen, wenn alle Glieder der so genannten Rettungskette gut miteinander funktionieren&#58; &quot;Muss jemand wiederbelebt werden, dann bitte unverzüglich den Rettungsdienst unter 112 rufen, eine Herzdruckmassage beginnen und so die Rettungskette in Gang setzen. Man kann dabei nichts falsch machen&quot;, betont er. &quot;Kommt der Betroffene dann noch in ein CAC, ist eine optimale Weiterversorgung gewährleistet.&quot;</p>
Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember: Zentrum für Schwerbehinderte ermöglicht bessere medizinische Betreuung<img alt="Oberarzt Wolfgang Köhler – hier während einer Therapiesitzung mit einer Patientin – leitet das Medizinische Zentrum für Erwachsene mit Behinderung (MZEB) am Universitätsklinikum Leipzig." src="/presse/PressImages/pic_20191129113616_768281a05d.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-11-28T23:00:00ZLeipzig. Soviel Selbständigkeit und Selbstbestimmung wie möglich, soviel Hilfe wie nötig – dass ist das Credo des Teams am Medizinischen Zentrum für Erwachsene mit geistiger oder mehrfacher Behinderung (MZEB) am Universitätsklinikum Leipzig. Seit anderthalb Jahren schließt das UKL mit diesem Angebot in der Klinik für Neurologie eine Versorgungslücke, denn werden Kinder mit Einschränkungen erwachsen, fällt die bis dahin enge Betreuung weg. Darunter leiden nicht nur die Betroffenen, sondern auch deren Angehörige. Hier Abhilfe zu schaffen ist das Ziel des Teams um Oberarzt Wolfgang Köhler, Leiter des MZEB. <p>&quot;Unsere Patienten können sich oft nur eingeschränkt mitteilen, sind bei der Verständigung auf Hilfe und besondere Aufmerksamkeit angewiesen&quot;, beschreibt Köhler die Herausforderung. &quot;Das macht es schwerer zu erkennen, ob ein gesundheitliches Problem vorliegt und was sich dahinter verbirgt.&quot; Oft leiden die Betroffenen lange unbemerkt. Das zu verhindern, ist dem erfahrenen Spezialisten und seinem Team ein zentrales Anliegen. &quot;Die Betreuung in einem Zentrum wie dem unseren ist daher sehr umfassend - wir betrachten unsere Patienten ganzheitlich und nicht jeweils nach dem einzelnen Erkrankungsbild. Zudem können wir auf alle Bereiche des Klinikums zur gemeinsamen Diagnostik und Therapie zugreifen. Auch Partner im niedergelassenen Bereich sind in die Behandlung einbezogen&quot;, so Köhler.</p> <p>Das <a href="/einrichtungen/neurologie/Seiten/mzeb.aspx" rel="ext" target="_blank">MZEB-Team</a> verfügt dabei sowohl über die Ausbildung als auch die Räumlichkeiten, um auch mit den Schwierigkeiten bei der Behandlung von Schwerstbehinderten umgehen zu können. &quot;Viele unserer Patienten können in einer normalen Praxis nicht gut versorgt werden, weil der Praxisablauf nicht auf ihre besonderen Bedürfnisse abgestimmt werden kann&quot;, weiß <a href="/einrichtungen/neurologie" rel="ext" target="_blank">Köhler</a> aus Erfahrung. Umso wichtiger seien daher die spezialisierten Zentren, von denen es inzwischen drei in Sachsen gibt. Zuwenig, wie Köhler sagt, zumal die Notwendigkeit einer solchen Behandlung nicht flächendeckend anerkannt und finanziert werde. &quot;Wir können daher nur Betroffenen helfen, die im direkten Umkreis unseres Zentrums leben. Patienten aus anderen Landkreisen können wir bis auf Weiteres leider nicht mehr betreuen.&quot;</p> <p>Dabei profitieren die Patienten, die meist über lange Zeiträume behandelt werden, ganz direkt durch eine schnellere und bessere Versorgung. Und auch deren Angehörige, denn eine Behinderung betrifft niemals nur den Betroffenen selbst. Partner, Eltern oder Kinder, die die Patienten in das Zentrum begleiten, finden hier ebenfalls ein offenes Ohr. Köhler&#58; &quot;Letztlich geht es darum, dafür zu sorgen, dass unsere Patienten und deren Familien ein lebenswertes Leben führen können - mit allen unseren Mitteln.&quot;</p>
Mit viel Bewegung Schlaganfällen gezielt vorbeugen<img alt="Auf der Stroke Unit, einer speziellen Intensivtherapiestation des UKL, werden Patienten, die einen „Schlag“ erlitten haben, mit modernsten Therapien und Geräten behandelt." src="/presse/PressImages/pic_20191022111935_21e1ea77bd.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-10-21T22:00:00ZLeipzig. Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Die Erkrankung zählt zu den drei häufigsten Todesursachen. Wer überlebt, muss oft dauerhaft mit körperlichen Einschränkungen im Alltag leben. Durch vorbeugende Maßnahmen könnte ein entscheidender Teil der Schlaganfälle verhindert werden. Zum Weltschlaganfall-Tag am 29. Oktober lädt das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) zu einer Patientenveranstaltung in die Liebigstraße ein. In einem Vortrag erfahren die Zuhörer Wissenswertes zur Vor- und Nachsorge der Erkrankung. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen an die Experten zu stellen. <p>&quot;Das Schlüsselwort heißt Bewegung&quot;, erklärt Prof. Dominik Michalski, Oberarzt der <a href="/einrichtungen/neurologie/informationen-für-patienten/struktur-der-klinik#Intensivtherapiestation%20und%20Schlaganfallspezialstation" rel="ext" target="_blank">Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit)</a> der <a href="/einrichtungen/neurologie" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Neurologie</a> des UKL. Er leitet die Veranstaltung, die um 17 Uhr beginnt, und sagt&#58; &quot;Wer einem Schlaganfall vorbeugen will, sollte sich viel bewegen sowie Blutdruck, Blutzucker und die Blutfettwerte möglichst normal halten.&quot; Dementsprechend lautet auch das Motto der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zum Welttag in diesem Jahr &quot;Jeder Schritt zählt!&quot;. Dabei gehe es, so die Stiftung, nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern um ausreichende Bewegung an jedem Tag. Für Prof. Michalski gehört daneben auch die ausgewogene Ernährung zu einem Vorsorge-Maßnahmenbündel, um das Risiko für so genannte kardiovaskuläre Ereignisse, zu denen der Schlaganfall gehört, so gering wie möglich zu halten. Dass das nicht immer jeder einfach so umsetzen kann, ist auch dem UKL-Experten klar&#58; &quot;Es braucht viel positive Motivation, um seinen Lebensstil zu ändern.&quot;</p> <p>Doch auch bei bester Vorsorge lassen sich Schlaganfälle nicht in jedem Fall verhindern. &quot;Trotz Verbesserungen in der so genannten Akuttherapie direkt nach dem Ereignis, durch die verschlossene Hirngefäße wieder eröffnet werden können, leiden viele Betroffene nach einem Schlaganfall an dauerhaften Einschränkungen in ihrem Alltag, wie beispielsweise Lähmungen oder Schwierigkeiten beim Sprechen&quot;, erläutert Prof. Michalski. Entscheidend sind daher auch die Möglichkeiten der Nachsorge. Neben dem Abbau der schlaganfallbedingten Defizite ginge es darum, zu verhindern, dass ein erneuter Schlaganfall auftrete. &quot;Zusätzlich zur richtigen Medikation spielen dabei interessanterweise die gleichen Maßnahmen wie bei der Vorsorge eine entscheidende Rolle, also Bewegung, Ernährung und die optimale Einstellung von Risikofaktoren wie erhöhten Blutfetten&quot;, sagt Michalski. &quot;Die Betroffenen müssten allerdings noch stärker auf die Umsetzung dieses Maßnahmenbündels achten, wobei regelmäßige ärztliche Kontrollen, zum Beispiel durch den Hausarzt, helfen können.&quot;<br>Am Ende der Veranstaltung beantworten Prof. Michalski sowie zwei in der Nachsorge erfahrene Mitarbeiterinnen aus der Pflege die Fragen der Teilnehmer.</p> <p><strong>Schlaganfall&#58; Vor- und Nachsorge</strong><br>Dienstag, 29. Oktober, 17 bis 18 Uhr<br>Hörsaal im Haus C<br>Liebigstraße 19<br>04103 Leipzig</p>
Eine möglichst selbstbestimmte Teilhabe am Leben unterstützen<img alt="Oberarzt Wolfgang Köhler – hier während einer Therapiesitzung mit einer Patientin – leitet das Medizinische Zentrum für Erwachsene mit Behinderung (MZEB) am Universitätsklinikum Leipzig. Das Zentrum ist eine Anlaufstelle für Erwachsene mit schweren, komplexen Mehrfachbehinderungen. Am 5. Juli feiern er und sein Team einen Begegnungstag mit ihren Patienten und deren Angehörigen." src="/presse/PressImages/pic_20190627111421_342c9a7b54.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-06-26T22:00:00ZLeipzig. Mit einem Informationstag am Freitag, 5. Juli, begeht das Medizinische Zentrum für Erwachsene mit Behinderung (MZEB) am Universitätsklinikum Leipzig sein einjähriges Bestehen. Das MZEB bietet eine spezielle ambulante Versorgung für Menschen mit schweren, komplexen Mehrfachbehinderungen. Beim "Informationstag für Menschen mit Behinderung" können Besucher durch persönliche Gespräche mit Teammitgliedern Einblicke in deren Arbeit erhalten. Der Tag soll auch dazu dienen, Berührungsängste abzubauen. <p>In einem Vortrag erläutert Hannes Roicke, Arzt im MZEB, wie Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung Schmerzen wahrnehmen und mit ihnen umgehen. Außerdem ist Schwester Daniela Trambowsky von der UKL-<a href="http&#58;//www.kai-uniklinik-leipzig.de/index.php/de/palliativmedizin" rel="ext" target="_blank">Palliativstation</a> mit ihrem Besuchshund Sunny vor Ort. &quot;Freuen Sie sich darauf, beim Speed-Dating neue Menschen zu treffen, bei Spaß und Bewegung andere Betroffene kennenzulernen oder etwas über ein tolles Garten-Mitmachprojekt zu erfahren&quot;, erläutert Oberarzt Wolfgang Köhler, <a href="/einrichtungen/neurologie/Seiten/mzeb.aspx" rel="ext" target="_blank">Leiter des MZEB</a>, das Aktionsprogramm. &quot;Menschen mit Schluckstörungen wird ein fruchtiger Drink an Leipzigs erster 'Schluck-Bar' serviert. Denn wir haben gern dafür gesorgt, dass auch derjenige, der an einer solchen Einschränkung leidet, die sommerliche Jahreszeit genießen kann.&quot;</p> <p><strong>MZEB schließt Versorgungslücke für junge Erwachsene</strong><br>Das Zentrum ist Teil der <a href="/einrichtungen/neurologie" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Neurologie</a> des UKL. &quot;Menschen mit schweren geistigen und / oder komplexen Behinderungen benötigen unsere Unterstützung, um ein selbstbestimmtes und selbständiges Leben führen zu können. Unser Angebot versteht sich als Ergänzung zur medizinischen Regelversorgung und kann von Haus- und Fachärzten in Anspruch genommen werden&quot;, sagt Oberarzt Köhler.<br>Für derartig Betroffene gebe es im Kindes-und Jugendalter hervorragende Angebote zur Versorgung, berichtet er. &quot;Doch erreichen die Patienten das Alter von 18 Jahren, entsteht oft plötzlich eine Lücke. Die Weiterversorgung ist häufig unsicher, darunter leiden Patienten stark&quot;, so Köhler. Diese Sicherung der Versorgung besonders bedürftiger Behinderter ist mit einem erst 2015 in Kraft getretenen Bundesgesetz den MZEB aufgetragen worden.</p> <p>Die Patienten kommen meist aus den Sozialpädiatrischen Zentren oder aus Leipziger Einrichtungen der Behindertenhilfe auf Zuweisung der behandelnden Haus- und Fachärzte. Ab einem Grad von 50 Prozent gilt man derzeit als schwerbehindert. &quot;Doch solche Ziffern und groben Raster werden der Sache der Patienten nicht gerecht&quot;, meint hingegen Oberarzt Köhler. Denn es sei momentan umstritten, wer Zugang zu einer derartigen Versorgung habe, sagt der UKL-Mediziner. Bei diesen komplexen und seltenen Erkrankungen mit schweren Behinderungen sei auch die Finanzierung der Behandlung zurzeit noch ungeklärt, kritisiert er.<br>Aus seiner Sicht ergibt sich der Zugang daraus, welche Auswirkungen die Behinderung auf das Leben des Patienten hat&#58; &quot;Es sind ganz praktische Fragen&#58; Beispielsweise können einige Patienten sich kaum mitteilen, sie benötigen zur Fortbewegung einen Rollstuhl und haben schwere Sehbehinderungen oder psychische Probleme&quot;, benennt Köhler funktionelle Auswirkungen der Behinderung.</p> <p>&quot;Wir schauen, was es braucht für eine geregelte Teilhabe am Leben, für ein möglichst selbstbestimmtes Leben. Dabei möchten wir die Patienten und ihre Angehörigen unterstützen&quot;, hebt der Leiter des MZEB hervor. &quot;Wir begleiten sie auf dem Weg des Übergangs von der Schule in die Berufswelt und damit in die Erwachsenensituation.&quot; Denn auch die psychosoziale Situation der Menschen sei von größter Bedeutung für ihre Lebensqualität.<br>&quot;Gerade bei einem Erstkontakt stellen wir sicher, dass unser gesamtes Team den Patienten sieht und ganzheitlich einschätzt&quot;, erklärt Köhler, &quot;denn es geht beileibe nicht nur um ärztliche Fragen.&quot; Zu seinem Team gehören neben einer Case Managerin und einer Sozialarbeiterin deshalb auch Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden und Psychologen.<br>Mit ihnen allen können die Besucher des Informationstages am 5. Juli ins Gespräch kommen.</p> <p><strong>Informationstag für Menschen mit Behinderung des MZEB</strong><br>Freitag, 5. Juli,<br>15 bis 18 Uhr,<br>Universitätsklinikum Leipzig,<br>Klinikpark hinter Haus 6 (Kinder- und Frauenmedizin),<br>Liebigstraße 20a,<br>04103 Leipzig</p> <p>&#160;</p>
Wenn scheinbar einfachste Handlungen zum Problem werden: Neuropsychologische Langzeitstörungen im Fokus<img alt="Prof. Dominik Michalski (re.) und Dr. Johann Pelz, Oberärzte der Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit), im Gespräch. Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) arbeiten Ärzte kontinuierlich daran, die Versorgung von Schlaganfallpatienten zu verbessern." src="/presse/PressImages/pic_20190507131708_01272ee79c.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-05-06T22:00:00ZLeipzig. Nach wie vor gehört der Schlaganfall in Deutschland zu den drei häufigsten Todesursachen. Wer ihn dank verbesserter Akutversorgung überlebt, kämpft oft gegen Langzeitfolgen wie beispielsweise halbseitige Lähmungen. Zu den Schlaganfallfolgen gehören aber auch neuropsychologische Störungen. Diese stehen im Fokus des diesjährigen "Tages gegen den Schlaganfall" der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe an diesem Freitag, 10. Mai. Auch die Mediziner des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) arbeiten kontinuierlich daran, die Versorgung von Schlaganfallpatienten zu verbessern, um derartige Langzeitfolgen gar nicht erst entstehen zu lassen oder abzumildern. Dazu treffen sich am Sonnabend, 11. Mai, an der Schlaganfallversorgung beteiligte Fachleute zum 23. "Leipziger Schlaganfalltag" im Mediencampus Villa Ida. <p>&quot;Neuropsychologische Funktionsstörungen sind meist nicht auf den ersten Blick sichtbar, führen im Alltag der Betroffenen jedoch oft zu massiven Einschränkungen&quot;, erläutert Prof. Dominik Michalski, einer der Oberärzte der <a href="/einrichtungen/neurologie/informationen-für-patienten/struktur-der-klinik#Intensivtherapiestation%20und%20Schlaganfallspezialstation" rel="ext" target="_blank">Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit)</a> der <a href="/einrichtungen/neurologie" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Neurologie</a> am UKL. Es handelt sich dabei beispielsweise um einseitige Wahrnehmungsstörungen der Umwelt und des eigenen Körpers. Was unter dem Fachbegriff Neglect zusammengefasst wird, äußert sich dadurch, dass Betroffene die der Hirnverletzung gegenüberliegende Seite der Umgebung oder des eigenen Körpers nicht oder nur schlecht wahrnehmen beziehungsweise gar missachten. &quot;Daneben gibt es die Gruppe der Sprachstörungen, Aphasien, und der Apraxien&quot;, so Prof. Michalski. &quot;Letztere führen zu einer Beeinträchtigung komplexerer Bewegungsabläufe wie zum Beispiel Haare kämmen oder Zähne putzen. Das sind Handlungen, die dem gesunden Menschen einfach erscheinen. Sie setzen jedoch das gesteuerte Zusammenspiel einer Vielzahl verschiedener Bewegungen voraus.&quot;</p> <p><strong>23. Leipziger Schlaganfalltag erstmals in Villa Ida und mit Workshop</strong><br>Um derartige Folgeerscheinungen des Schlaganfalls gar nicht erst entstehen zu lassen, laden die Experten der Klinik und Poliklinik für Neurologie am UKL mit dem &quot;Leipziger Schlaganfalltag&quot; jährlich zum fachlichen Austausch ein. Angesprochen sind dabei alle, die an der Akutbehandlung beteiligt sind, also Neurologen, Neuroradiologen, Anästhesisten, Notärzte, Rettungsassistenten und -sanitäter sowie in der Nachbehandlung tätige Ärzte und Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden. Die 23. Ausgabe der Fachveranstaltung am 11. Mai findet erstmals im Mediencampus Villa Ida in Leipzig-Gohlis statt. <br>Hier berichten ab 9 Uhr namhafte Referenten über die auch in diesem Jahr im Zentrum der Schlaganfallbehandlung stehende Akuttherapie und Sekundärprophylaxe. Im zweiten Teil steht in diesem Jahr zum ersten Mal ein Workshop auf dem Programm, der sich dem Thema endovaskuläre Therapie widmet. &quot;Dabei handelt es sich um ein erst seit wenigen Jahren verfügbares Verfahren, bei dem auch Patienten mit großen Schlaganfällen mit erstaunlich guten Ergebnissen behandelt werden können&quot;, so Prof. Joseph Claßen, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie am UKL und wissenschaftlicher Organisator der Veranstaltung. &quot;Hierfür ist die exzellente Zusammenarbeit mehrerer Fachdisziplinen notwendig&quot;, ergänzt er. Der Workshop soll daher einen Austausch der an der Behandlung beteiligten Fachrichtungen aus Leipzig und der Region ermöglichen.<br>Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.</p> <p><strong>23. Leipziger Schlaganfalltag</strong><br>Sonnabend, 11. Mai 2019,<br>9 bis 14 Uhr,<br>Mediencampus Villa Ida,<br>Poetenweg 28,<br>04155 Leipzig</p>

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