Sie sind hier: Skip Navigation LinksKlinik und Poliklinik für Neurologie

Pressemitteilungen der Neurologie

 

 

Seltene Erkrankung: Lebensqualität von Frauen mit X-ALD verbessern<img alt="Sie planen und organisieren die individuell abgestimmte Betreuung von Frauen, die an der seltenen Erkrankung X-ALD leiden (v.l.n.r.)&#58; Psychologin Lisa Schäfer, Dr. Astrid Unterlauft und Dr. Wolfgang Köhler von der Klinik und Poliklinik für Neurologie. Die Studie SMART-ALD wird komplett online durchgeführt." src="/presse/PressImages/pic_20210809104103_58bbbdef94.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-08-08T22:00:00ZLeipzig. Mit dem Projekt "SMART-ALD" legt die neurologische Klinik am UKL eine Studie zur Verbesserung der Lebensqualität bei Frauen mit X-ALD auf. Ziel ist, das körperliche und psychische Wohlbefinden von Frauen, die an dieser seltenen Erkrankung leiden, zu verbessern. Die X-chromosomale Adrenoleukodystrophie (X-ALD) ist eine erbliche Stoffwechselkrankheit, die Nerven im Gehirn und Rückenmark abbaut. Die Erkrankung ist nicht heilbar. Von der "European Leukodystrophy Association" (ELA International) erhielt die UKL-Klinik nun die Zusage über eine Förderung in Höhe von 240.000 Euro. <p>Leukodystrophien sind Erbkrankheiten, die die Myelinentwicklung im zentralen Nervensystem betreffen. Die Myelinschicht baut sich entweder nicht richtig auf oder geht nach und nach verloren. Das Myelin ist eine isolierende Hülle aus Cholesterin und anderen Fetten sowie Proteinen, die sich in vielen Schichten um die Nervenfasern windet, ähnlich einer Kunststoffisolation bei einem elektrischen Kabel. Ohne diese werden die Signale zwischen Nervenzellen und ihren Zielorganen nicht oder nur schlecht weitergeleitet. Es entstehen Störungen bei Bewegungen und Sinneswahrnehmungen. Bei der X-ALD sind Männer schwer betroffen; oft wird jedoch vergessen, dass auch Frauen erkranken können.</p> <p>Für Dr. Wolfgang Köhler, Leiter der Arbeitsgruppe Leukodystrophie und andere Myelinerkrankungen an der <a>Klinik und Poliklinik für Neurologie</a> des UKL, ist daher eine intensivere Betreuung aus mehreren Gründen wichtig&#58; &quot;Betroffene Frauen haben zwar meist nur leichtere Symptome, verdrängen diese aber oft oder bemerken sie nicht&quot;, erklärt er. In der Folge seien viele Frauen gezwungen, mit beispielsweise chronischen Schmerzen, Gangstörungen, Depressionen oder psychischem Stress zu leben. &quot;Ihre Symptome müssen ernst genommen werden&quot;, betont Dr. Köhler.<br><br></p> <p>SMART-ALD ist als sogenannte Lifestyle-Intervention angelegt. &quot;Das bedeutet, dass die Betroffenen nicht nur ärztlich neurologisch betreut werden, sondern multiprofessionelle Begleitung erfahren&quot;, berichtet Lisa Schäfer, Psychologin und Projektleiterin von &quot;SMART-ALD&quot;. Auch Psychologen, Sozialarbeiter und - da es sich um eine Stoffwechselstörung handelt - Ernährungsberater mit langjähriger X-ALD-Expertise planen und organisieren die Bausteine für eine individuelle Betreuung, die zum Beispiel ebenso ein Fitnessprogramm umfasst.</p> <p>Das Programm der Studie wird mittels videogestützter Gespräche und Interventionen komplett online durchgeführt, die Teilnahme erfolgt von zu Hause aus. Über ein vorbereitendes Projekt zusammen mit ELA International konnten bereits an die 100 Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum gefunden werden. Der Beginn für SMART-ALD ist für Januar 2022 vorgesehen.</p>
UKL-Experten warnen: Corona-Einsamkeit plus ungesunde Lebensweise kann Schlaganfall-Risiko erhöhen<img alt="Prof. Joseph Claßen (li.), Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie, und Prof. Dominik Michalski, Oberarzt der Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit), warnen vor den Folgen Corona-bedingter Einsamkeit. In Kombination mit ungesunder Lebensweise könne dies das Schlaganfall-Risiko erhöhen." src="/presse/PressImages/pic_20210503110559_00ed5ed4ae.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-05-02T22:00:00ZLeipzig. "Einsamkeit" in Zeiten amtlich angeordneter Isolation oder auch als Folge allgemeiner Kontaktbeschränkungen: Geht sie einher mit der Vernachlässigung einer gesunden Lebensweise, erhöht sich das Risiko für einen Schlaganfall! Darauf weisen die Experten des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) anlässlich des "Tages gegen den Schlaganfall" am 10. Mai hin. Die bundesweite Initiative stellt in diesem Jahr "Einsamkeit" als eine Folge der Corona-Pandemie mit gravierenden Auswirkungen auf die Erkrankung ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Mit dem 24. Leipziger Schlaganfalltag bringt das UKL am 8. Mai Experten der Akutbehandlung und Nachsorge zusammen und ermöglicht den Austausch zu aktuellen Herausforderungen in der Versorgung. <p>Die &quot;Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe&quot; stellt den bundesweiten &quot;Tag gegen den Schlaganfall&quot; in diesem Jahr unter das Motto &quot;Einsamkeit&quot; und richtet den Fokus damit auf eine Folge der Corona-Pandemie, die im medizinischen Kontext bisher wenig Beachtung findet&#58; Ungesunder Lebensstil plus Einsamkeit erhöht das Risiko eines &quot;Schlages&quot;. <br>&quot;Hinzu kommt, dass Schlaganfälle teilweise zu spät bemerkt oder gar nicht behandelt werden&quot;, erklärt Prof. Dominik Michalski, Oberarzt der <a href="/einrichtungen/neurologie/informationen-für-patienten/struktur-der-klinik#Intensivtherapiestation%20und%20Schlaganfallspezialstation">Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit)</a> am UKL, &quot;da geringe Symptome nicht ernst genommen werden oder aus einer vermeintlichen Sorge vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus es nicht zu einer Vorstellung im Krankenhaus kommt.&quot; Neben diesen coronabedingten Auswirkungen auf die Akutbehandlung von Schlaganfällen, führt Einsamkeit auch zu Nachteilen für das Leben nach einem Schlaganfall&#58; &quot;In der Schlaganfallnachsorge sind Kontakte mit Therapeuten sowie regelmäßige ärztliche Verlaufsbeurteilungen wichtig, um weiter bestehende Einschränkungen wie Lähmungen zu reduzieren und die Therapie anpassen zu können&quot;, betont Prof. Michalski. &quot;Auch helfen derartige Kontakte, die Probleme, die sich durch Einsamkeit ergeben, zu erkennen und abzumildern&quot;, so der UKL-Experte.&#160;<br><br></p> <p><strong>&quot;Leipziger Schlaganfalltag&quot;&#58; Neurovaskuläres Netzwerk INNSA wird vorgestellt</strong><br>Einreihen in die bundesweite Initiative wird sich der &quot;Leipziger Schlaganfalltag&quot; am Sonnabend, 8. Mai, den die Klinik und Poliklinik für Neurolgie des UKL bereits zum 24. Mal durchführt. Prof. Joseph Claßen, Direktor der <a href="/einrichtungen/neurologie">Klinik und Poliklinik für Neurologie</a>, und Prof. Dominik Michalski laden dann zu einer Online-Veranstaltung ein, bei der sich Mediziner und Wissenschaftler zum Stand der Akutversorgung des Schlaganfalls austauschen. Ein weiteren Schwerpunkt soll die Schlaganfallnachsorge sein. Die Gesprächsthemen reichen dabei von der optimalen Bludruck- und Blutzuckereinstellung bis hin zur struktrurierten Nachsorge. &quot;Ein vielfältiges Programm mit überregional anerkannten Rednern und unter Einbeziehung des Rettungsdienstes des Bereichs Leipzig&#58; So möchten wir das Thema Schlaganfall umfassend abbilden und die Herausforderungen der Corona-Pandemie diskutieren&quot;, so die Profs. Claßen und Michalski. Gerade weil in Zeiten wie diesen eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behandlungszentren wichtig sei, um eine optimale Versorgung flächendeckend zu gewährleisten, gebe es auf der Veranstaltung auch einen Überblick über das seit Dezember 2020 arbeitende Neurovaskuläre Netzwerk (INNSA), ergänzt Klinikdirektor Prof. Claßen.&#160;</p> <p>Eingeladen zur Teilnahme am virtuellen &quot;Leipziger Schlaganfalltag&quot; sind alle an der Schlaganfallversorgung im ambulanten und stationären Bereich Mitwirkenden.,&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>24. Leipziger Schlaganfalltag<br></strong>Sonnabend, 8. Mai 2021<br>10 bis 14 Uhr,&#160;<br><a href="https&#58;//ukl-live.de/schlaganfalltag">https&#58;//ukl-live.de/schlaganfalltag</a> ​ &#160;</p> <p>Eine Anmeldung vorab ist nicht erforderlich.</p>
Prof. Joseph Claßen im Vorstand der Deutschen Parkinsongesellschaft<img alt="Prof. Joseph Claßen, Direktor der UKL-Neurologie und neuer Vorstand der Deutschen Parkinsongesellschaft, arbeitet an Verfahren, um Bewegungsstörungen durch Hirnstimulation zu verbessern." src="/presse/PressImages/pic_20210430103202_4ece762ae7.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-04-29T22:00:00ZLeipzig. Prof. Joseph Claßen, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL), ist in den Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (kurz: Deutsche Parkinsongesellschaft) gewählt worden. Somit wird er dann turnusmäßig in den Jahren 2023 und 2024 Erster Vorsitzender der Gesellschaft. Eines seiner Ziele: die Weiterentwicklung von Verfahren, um Bewegungsstörungen durch Hirnstimulation zu verbessern – jedoch ohne Operation. <p>Als Vorstand und späterer Erster Vorsitzender dient Prof. Claßen der Parkinsongesellschaft mit zirka 600 Mitgliedern, überwiegend Neurologen, aber auch Neurochirurgen und Physiotherapeuten. Neben der Verbesserung der medizinischen Versorgung von Patienten mit Bewegungsstörungen, der Nachwuchsförderung und der Organisation von Kongressen gehört zu den Aufgaben des Vorstands die Förderung der Wissenschaft, Forschung und Lehre im Bereich der Bewegungsstörungen. Dabei helfen neue Arbeitsgruppen, wie die kürzlich etablierte Gruppe für telemedizinische Dienste und Gesundheitstechnologien.&#160;</p> <p>Die bekannteste und namensgebende Bewegungsstörung ist die Parkinson-Erkrankung mit ihren Varianten. Auch dazu gehören zum Beispiel der essentielle Tremor und Dystonien, das sind Verkrampfungen, die der Ausführung von Bewegungen entgegenstehen, oder auch genetisch vererbte Erkrankungen wie die Huntington-Krankheit.</p> <p>&quot;Die Förderung der Parkinsonforschung ist für jeden Vorstand ein besonderes Anliegen&quot;, erläutert Prof. Claßen. Enge Verbindungen gebe es zur Parkinson-Stiftung, die aus der Parkinson-Gesellschaft heraus gegründet wurde, um Forschungsvorhaben besser unterstützen zu können. &quot;Wir möchten die Parkinson-Forschung stärker ins öffentliche Licht rücken. Gerade jetzt, wo sich auf verschiedenen Gebieten der Bewegungsstörungen aufregende Fortschritte abzeichnen, braucht es dafür auch finanzielle Mittel&quot;, betont <a href="/einrichtungen/neurologie">UKL-Klinikdirektor Claßen</a>. Fortführen und weiterentwickeln möchte Prof. Joseph Claßen seine Arbeiten zu Verfahren, um Bewegungsstörungen durch Hirnstimulation zu verbessern. &quot;Hier arbeiten wir an neuen Methoden ohne operativen Eingriff in das Gehirn&quot;, so der UKL-Experte.&#160;</p> <p>&#160;</p>
Neurovaskuläres Netzwerk gegründet: Bessere Versorgung bei Schlaganfall und Erkrankungen der Hirngefäße<img alt="Diese Expertinnen und Experten arbeiten zusammen, um Patienten mit Erkrankungen der Hirngefäße auch in aufwändigen Fällen bestmöglich versorgen zu können&#58; Oben, v.l.n.r.&#58; Dr. Alexander Reinshagen, Chefarzt Klinik für Neurologie, Sana Kliniken Leipziger Land; Prof. Jürgen Meixensberger, Direktor Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, Universitätsklinikum Leipzig; Dr. Torsten Hantel, Leiter Neuromedizinischen Zentrum, Sana Kliniken Leipziger Land; Mitte, v.l.n.r.&#58; Prof. Karl-Titus Hoffmann, Direktor Institut für Neuroradiologie, Universitätsklinikum Leipzig; PD Dr. Anne-Dorte Sperfeld, Chefärztin Klinik für Neurologie, Sächsisches Krankenhaus Altscherbitz; Prof. Jörg Berrouschot, Chefarzt Klinik für Neurologie/Neurologische Intensivmedizin, Klinikum Altenburger Land; Unten, v.l.n.r.&#58; Prof. Joseph Claßen, Direktor Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsklinikum Leipzig; Dr. André Lachnitt, Ärztlicher Leiter Radiologische Praxis, Sächsisches Krankenhaus Altscherbitz; Dr. Albrecht Bormann, Chefarzt Klinik für Radiologie, Interventionsradiologie und Neuroradiologie, Klinikum Altenburger Land." src="/presse/PressImages/pic_20201228120845_9028faec74.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-12-27T23:00:00ZLeipzig. Die Kliniken Borna, Altenburg und Altscherbitz haben sich mit dem Universitätsklinikum Leipzig in einem Netzwerk zusammengeschlossen, um die Versorgung von Patienten mit gefäßbedingten Hirnerkrankungen wie beispielsweise Schlaganfällen zu verbessern. Der neu gegründete Verbund sichert eine enge Kooperation der Experten und damit die weiter verbesserte Versorgung der Patienten. <p>Der interdisziplinäre Zusammenschluss dient allen Patienten mit Erkrankungen der Hirngefäße, die auf diese Weise auch in aufwändigen, komplizierten oder seltenen Fällen schnell die bestmögliche Therapie erhalten sollen. Hintergrund ist, dass gerade bei Schlaganfällen und anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen des Gefäßsystems im Gehirn nicht an allen Kliniken jederzeit auch alle verfügbaren Behandlungen durchgeführt werden können.&#160;</p> <p>&quot;Unser Ziel ist es, künftig gemeinsam schnell zu identifizieren, welches Verfahren im jeweils individuellen Fall die beste Lösung für den Patienten ist&quot;, beschreibt Prof. Joseph Claßen, <a href="/einrichtungen/neurologie">Direktor der Neurologie</a> am UKL, die Aufgabe des Netzwerks. Zur Wahl stehen an den vier Kliniken dabei medikamentöse, neurochirurgische und minimalinvasive kathetergestützte Methoden. Hier wird auch besprochen, ob die weitere Behandlung in einem spezialisierten überregionalen Zentrum erfolgen muss. &quot;Oft kann die Behandlung vor Ort erfolgen und ist damit die beste Wahl für die Patienten&quot;, so Claßen. In manchen Fällen sind aber hochspezialisierte Verfahren erforderlich, die dann ebenfalls schnell und gezielt eingesetzt werden können. Die Grundlage dafür bilden Festlegungen zur Vorgehensweise, die von den Netzwerkpartnern gemeinsam entwickelt und in den Alltag übernommen werden. &#160;Die Ausrichtung an hohen gemeinsam verabredeten Standards stellt ein wesentliches Merkmal für die Qualität der medizinischen Versorgung in solchen Netzwerken dar. Diese Art der Kooperation kann die Versorgung der oft stark gefährdeten Patienten wesentlich verbessern, das zeigen Erfahrungen aus den 15 bereits in Deutschland existierenden zertifizierten Zentren. <br><br>Privatdozentin Dr. Anne-Dorte Sperfeld, Chefärztin der Klinik für Neurologie im Sächsischen Krankenhaus Altscherbitz und Leiterin einer regionalen Schlaganfalleinheit, ist überzeugt, dass über dieses Netzwerk &quot;nachhaltige Erkenntnisse der Spitzenmedizin schnellstens die Basis der Bevölkerungsversorgung erreichen&quot;. Um konkret für betroffene Menschen körperliche und geistige Ausfallerscheinungen zu minimieren, kommen am Universitätsklinikum Leipzig die Experten des neurovaskulären Zentrums, die Spezialisten für Neuromedizin der weiteren drei beteiligten Kliniken und unterstützender Fachgebiete zusammen&#58; Neurologen, Neurochirurgen und Neuroradiologen, aber auch Kardiologen, Gefäßchirurgen und Anästhesisten. Die Zusammenarbeit beschränkt sich nicht auf die Notfallversorgung, sondern schließt alle Fälle ein.&#160;</p> <p>&quot;Wir freuen uns sehr über die Schaffung dieses Netzwerkes, da wir so gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Patientenversorgung in der gesamten Region leisten können&quot;, sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig.<br><br></p> <p>Eine abgestimmte Versorgung von Patienten mit Gefäßerkrankungen des Gehirns sichert die spezialisierte Behandlung und damit die Chancen der Betroffenen auf Überleben und Heilung. &quot;Der Zusammenschluss ist logische Konsequenz unserer langjährigen guten Kooperation in der Region&quot;, betont Dr. Alexander Reinshagen, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Sana Klinikum in Borna. &#160;&quot;Mit unserer zertifizierten überregionalen Schlaganfallstation bieten wir vor Ort alle notwendigen Behandlungen von medikamentöser Akuttherapie bis Katheterverfahren an. &#160;Von der Möglichkeit, sich mit weiteren Experten zu beraten und besonders schwierige Fälle zu den Kollegen am Universitätsklinikum Leipzig zu verlegen, haben bereits schwer kranke Patienten profitiert. Das können wir im Netzwerk zukünftig noch schneller und gezielter organisieren&quot;.</p> <p>&quot;Und wir müssen den Blick in die Zukunft richten&quot;, ergänzt Dr. Torsten Hantel, Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie / Neuroradiologie in Borna. &quot;Die Ausbildung der nächsten Ärztegeneration stellt aufgrund der rasanten technischen Entwicklung höchste Anforderungen, die nur noch mit gemeinsamen Standards, fachlichem Austausch und einem stetigen Blick über den Tellerrand erfolgreich zu meistern sind.&quot;</p> <p>Prof. Dr. Jörg Berrouschot, Ärztlicher Direktor des Klinikums Altenburger Land, fügt hinzu&#58; &quot;Die Klinik für Neurologie des Klinikums Altenburger Land bringt ihre hervorragende Expertise in der akuten Schlaganfallversorgung in das Netzwerk ein. Wir sind ein großes überregionales Schlaganfallzentrum, betreuen unter anderem sieben internistische Kliniken telemedizinisch und sind in der Lage, rund-um-die-Uhr alle notwendigen akuten Behandlungsverfahren, zum Beispiel mechanische Thrombektomie, Thrombolyse und weitere, für Patienten mit Schlaganfall anzubieten. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit zum Wohle der Patienten in Mitteldeutschland.&quot;<br><br></p> <p>Nicht zuletzt sollen auch die in diesem Netzwerk getroffenen therapeutischen Entscheidungen evaluiert werden. In einem nächsten Schritt sollen die praktischen Modalitäten, zum Beispiel zur klinikübergreifenden Kommunikation, und die finanzielle Ausstattung besprochen werden. Zudem strebt das Netzwerk, das offen ist für weitere Partner, eine Zertifizierung zur Sicherung der Qualität der hier erbrachten Leistungen an. &#160;</p>
Ob Trauma, Herzinfarkt oder Schlaganfall: Notfallversorgung am Universitätsklinikum Leipzig jederzeit gesichert<img alt="Auch zu den Weihnachtsfeiertagen und darüber hinaus ist die Notfallversorgung von Patienten im Universitätsklinikum Leipzig gesichert." src="/presse/PressImages/pic_20201222131955_41e1aaaba5.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-12-21T23:00:00ZLeipzig. Das Corona-Virus und die Behandlung von Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind, stehen auch am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) stark im Fokus. Doch selbst in Zeiten der Pandemie erleiden Menschen Herzinfarkte, brechen sich ein Bein oder kämpfen mit den Folgen eines Schlaganfalls. Auch unter erschwerten Bedingungen stellen Pflegende und Ärzte der Zentralen Notfallaufnahme (ZNA) gerade nun zu den Feiertagen um Weihnachten und Silvester sicher, dass rund um die Uhr die Aufnahme und Versorgung von Patienten gewährleistet ist. Gleichwohl erinnern zum Beispiel Kardiologen und Neurologen am UKL, dass eine Verschleppung von Krankheiten gravierende Folgen für den Betroffenen haben könnte. "Niemand braucht Furcht vor dem Gang ins Klinikum zu haben", mahnen sie. <p>&quot;Wir erfüllen unseren Versorgungsauftrag für Patienten nach einem Trauma oder sonstigen schweren Erkrankungen weiterhin&quot;, erklärt Prof. André Gries, <a href="/einrichtungen/notaufnahme">Ärztlicher Leiter der ZNA</a>. Wie im Frühjahr stellt der Mediziner beim zweiten Lockdown erneut fest, dass weniger fußläufige Trauma-Patienten die Notfallaufnahme ansteuern. Hingegen sei die Zahl schwerkranker nicht-traumatologischer Fälle sehr hoch. Einige von ihnen, so Gries, seien zusätzlich mit dem Corona-Virus infiziert. Hinzu kämen bereits schwer an Covid-19-Erkrankte. &quot;Das alles stellt eine hohe Belastung für die ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter meines Teams dar, doch wir stellen uns dieser Aufgabe tagein, tagaus&quot;, bekräftigt Prof. Gries.&#160;</p> <p>Täglich würde bei etwa zehn Notfall-Patienten auch eine Corona-Infektion festgestellt, erklärt er. Bei einem überwiegenden Teil sei diese vorher nicht bekannt gewesen und müsste erst diagnostiziert werden. Dann folgt die Entscheidung, ob eine ambulante Behandlung reicht oder ob der Patient stationär aufgenommen werden müsse. &quot;In der Corona-Versorgungskette am UKL mit den Intensivstationen und den Normal-Isolierstationen nimmt auch die ZNA einen wichtigen Platz ein&quot;, so Prof. André Gries. Er und sein Team halten auf jeden Fall zwischen Weihnachten und Neujahr die Stellung, da mit weiteren Steigerungen bei den Infektionszahlen nach derzeitigem Stand gerechnet werden muss.&#160;</p> <p><br><strong>Bei Symptomen für Herzinfarkt oder Schlaganfall unbedingt Krankenhaus aufsuchen</strong><br>Dass am UKL weiterhin alle medizinischen Notfälle in vollem Umfang versorgt werden können, betont auch Prof. Ulrich Laufs, Direktor der <a href="/einrichtungen/kardiologie">Klinik und Poliklinik für Kardiologie</a>&#58; &quot;Es gibt keine Einschränkung für Notfälle. Vielfältige und sorgfältige Vorsichtsmaßnahmen sind aufgebaut worden und im Einsatz. Niemand muss Angst haben&quot;, betont er. Von einem beispielsweise zu spät behandelten Herzinfarkt gehe große Gefahr aus&#58; &quot;Bitte zögern Sie nicht, Hilfe im UKL zu suchen&quot;, appelliert Prof. Laufs.&#160;<br><br></p> <p>Die Zahlen der mit einem Schlaganfall in eine Klinik aufgenommenen Patienten sind während der Corona-Pandemie an vielen Orten und zuletzt auch hier in Leipzig zurückgegangen. Eine Tatsache, die Prof. Joseph Claßen, Direktor der <a href="/einrichtungen/neurologie">Klinik und Poliklinik für Neurologie</a>, mit Sorge erfüllt&#58; &quot;Das bedeutet nämlich, dass Menschen mit Schlaganfallsymptomen, zum Beispiel plötzlich aufgetretene Halbseitenlähmung, halbseitige Gefühlsstörung, halbseitige oder ein Auge betreffende Sehstörung, Doppelbildsehen, undeutliches Sprechen oder Sprachstörung, entweder ihre Symptome weniger beachten oder aus Angst vor Ansteckung nicht ins Krankenhaus kommen wollen.&quot;&#160;<br>Doch das sei sehr gefährlich, meint der UKL-Experte, auch dann, wenn die Symptome nur flüchtig aufträten. Die Symptome könnten Zeichen oder Vorboten eines Schlaganfalls sein, der bleibende Behinderungen hinterlassen und an dem man sogar versterben könne. Deshalb&#58; &quot;Wenn solche Symptome auftreten, dann bitte umgehend ins Krankenhaus gehen, damit eine rasche gezielte Therapie durchgeführt werden kann, wenn es notwendig und möglich ist&quot;, rät Prof. Claßen.</p>

Liebigstraße 20, Haus 4
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 24200 (Chefsekretariat)
Ambulanz:
0341 - 97 24302
Fax:
0341 - 97 24209
Map