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Pressemitteilungen der Neurologie

 

 

Sprachstörungen nach Schlaganfall: Netzwerke im Gehirn helfen einander, Schaden zu kompensieren<img alt="„Uns hat interessiert, wie sich das gestörte Netzwerk reorganisiert, um die Störung zu kompensieren“, sagt Prof. Dorothee Saur (re.), Leitende Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Neurologie des UKL, hier mit Erstautorin Dr. Anika Stockert." src="/presse/PressImages/pic_20200323103539_a5c79b1eaf.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-03-22T23:00:00ZLeipzig. Nach Schlaganfällen leiden viele Betroffene an Sprachstörungen. Im Gehirn sind Funktionen wie Sprache in Netzwerken verortet. Nach einem Schlaganfall sind diese Netzwerke dann gestört. In einer aktuellen Studie haben Neurologen des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) um Prof. Dorothee Saur untersucht, wie das menschliche Gehirn diesen Schaden kompensiert. Die Arbeit ist in der März-Ausgabe der Fachzeitschrift "BRAIN" erschienen, einem der weltweit wichtigsten Fachblätter für Neurologie. <p>Die Ergebnisse der Studie aus der Arbeitsgruppe um Prof. Saur, Leitende Oberärztin an der <a href="/einrichtungen/neurologie">Klinik und Poliklinik für Neurologie</a> des UKL, und Dr. Anika Stockert als Erstautorin eröffnen ein neues Verständnis für die Spracherholung nach einem Schlaganfall.&#160;<br>&quot;Uns hat besonders interessiert, wie sich das gestörte Netzwerk reorganisiert, um die Störung zu kompensieren&quot;, beschreibt Prof. Saur. Auf der Schlaganfall-Spezialstation des UKL wurden dafür Patienten mit Aphasie, also einer Sprachstörung, in den ersten Tagen nach einem Schlaganfall mit einer so genannten funktionellen MRT untersucht&#58; &quot;Das bedeutet, die Patienten erhalten von uns während der MRT-Untersuchung einfache Sätze zum Zuhören. So können wir sehen, welche Hirnregionen aktiv miteinander kommunizieren, während die Patienten diese Sätze hören&quot;, erläutert die Neurologin.&#160;<br>Nicht nur die Struktur, sondern auch Funktionen des Gehirns lassen sich so darstellen. Geschieht dies auch zu einem frühen Zeitpunkt, können die Ärzte nicht nur die Störungen in den Netzwerken, sondern auch deren Veränderung erkennen. &quot;Nach zwei Wochen und nach einem halben Jahr wiederholen wir das Ganze und sehen dann die Entwicklung und Erholung&quot;, sagt Prof. Saur.&#160;<br>Der Aufwand für die Studie war beträchtlich. 34 ausgewählte Fälle kamen in die abschließende Auswertung, jeder Patient musste in den genannten Zeiträumen drei Mal untersucht werden.&#160;</p> <p>Interessant war vor allem, was dabei im Zeitverlauf nach dem Schlaganfall beobachtet werden konnte&#58; &quot;Im akuten Zustand erkennen wir erhebliche Netzwerkstörungen, abhängig davon, wo im Gehirn der Infarkt stattfand. Dies führt dazu, dass Netzwerke, die nicht vom Infarkt zerstört wurden, mobilisiert werden&quot;, schildert sie. &quot;Sogar solche, die nicht einmal für Sprache verantwortlich sind, helfen bei der Erholung.&quot; Hirngewebe nahe am Infarkt erholt sich erst im späteren Verlauf nach einigen Monaten. &quot;Dieses Verständnis ist ganz entscheidend&quot;, so Prof. Saur, &quot;denn nur wenn wir die Hirnregionen kennen, die für die Erholung wichtig sind, können wir sie gezielt anregen und so die Heilung fördern.&quot;</p> <p>Dieser Idee folgend entwickeln die UKL-Neurologen nun in Kooperation mit Privatdozentin Dr. Gesa Hartwigsen und der gemeinsamen Doktorandin Sandra Martin vom benachbarten Max-Planck-Institut (MPI) für Kognitions- und Neurowissenschaften eine Studie, in der die für die Spracherholung kritischen Netzwerke bei Schlaganfallpatienten mit chronischer Aphasie mit Magnetstimulation angeregt werden. &quot;Wir sehen in der &#160;Anwendung solcher individualisierter Netzwerktherapien zusätzlich zur Sprachtherapie ein großes Potential für die Neurorehabilitation&quot;, ist Prof. Saur optimistisch.</p> <p><a href="https&#58;//academic.oup.com/brain/advance-article/doi/10.1093/brain/awaa023/5739979?guestAccessKey=a04f8eb1-d146-4812-a10f-13a381897264%20">LInk zur Publikation</a></p>
„Demenzkranke gehören zu unserer Gesellschaft“<img alt="Prof. Dorothee Saur (Mi.), Leitende Oberärztin der Klinik und Poliklinik für Neurologie, leitet die Spezialsprechstunde „Demenzerkrankungen“ am UKL. Gemeinsam mit Logopädin Ines Kunis (li.) betreut sie Patienten mit Demenz oder dem Verdacht auf diese Erkrankung." src="/presse/PressImages/pic_20200214102711_20fa060328.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-02-12T23:00:00ZLeipzig. "Die optimale Versorgung Demenzkranker ist in einer älter werdenden Gesellschaft eine große Herausforderung", sagt Prof. Dr. Dorothee Saur, Leitende Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL). "Einfach gesagt: Es gibt immer mehr Patienten. Deshalb haben wir vor anderthalb Jahren mit einer Spezialsprechstunde begonnen; die Nachfrage gibt uns recht." <p>&quot;Wir behandeln auf Zuweisung von Hausärzten oder Neurologen, wo aus fachlicher Sicht bereits ein Demenzverdacht besteht&quot;, so Prof. Saur. &quot;Denn die, die von sich aus zu einer solchen Sprechstunde kommen würden, haben häufig keine Demenz, sondern spüren eben, dass das Alter auch mit nachlassenden geistigen Fähigkeiten verbunden ist.&quot;</p> <p>Wächst bei einem zuweisenden Arzt der Verdacht, dass bei seinem Patienten eine Demenz vorliegen könnte, ist der betroffene Patient in der Sprechstunde für Demenzerkrankungen gut aufgehoben. Hier wird gemeinsam mit Patienten und Angehörigen entschieden, ob eine ausführlichere stationäre Diagnostik in der Klinik für Neurologie notwendig ist. Bei den Tests der Hirnleistung geht es vor allem um das Gedächtnis, denn bei diesem deuten bestimmte Einschränkungen auf eine Alzheimererkrankung. Aber auch Aufmerksamkeit, Sprachvermögen, Konzentration und räumliche Orientierung werden geprüft, die bei der Alzheimererkrankung ebenfalls betroffen sein können, bei selteneren Demenzerkrankungen sogar zuallererst.<br>&quot;Die Diagnostik ermöglicht es dann festzustellen, beispielsweise durch Untersuchung des Nervenwassers oder auch mit nuklearmedizinischen Untersuchungen, ob bestimmte krankhafte Ablagerungen im Gehirn vorhanden sind&quot;, erklärt die Neurologin. &quot;Damit kann man schon relativ frühzeitig eine Alzheimerdemenz diagnostizieren.&quot;</p> <p><strong>Die Krankheit stoppen ist noch nicht möglich</strong><br>Während es technisch ausgefeilte und erkenntnisreiche Diagnosemöglichkeiten gibt, sind die Therapiemöglichkeiten beschränkt. &quot;Es gibt derzeit leider keine zugelassene verlaufsmodifizierende Behandlung&quot;, so Prof. Saur. &quot;Wir können zwar mit Medikamenten etwas helfen, die kognitiven Leistungen zu verbessern. Aber den Krankheitsverlauf stoppen oder gar zurückdrehen, das ist derzeit noch nicht möglich.&quot;</p> <p>Patienten und Angehörige sind dennoch dankbar, dass die Neurologen des UKL etwas anbieten können, auch wenn damit nur ein geringer Effekt erreicht wird. &quot;Wichtig ist aus meiner Sicht, dass der Patient möglichst lange in einem stimulierenden Umfeld bleibt. Also in seiner Familie, in seiner vertrauten Wohnung. Dabei sind körperliche und geistige Aktivität von Bedeutung, ebenso wie die Teilnahme am tagesaktuellen Geschehen und die Pflege von Hobbys und sozialen Kontakten.&quot;</p> <p>So schwer eine Demenzerkrankung für den Betroffenen ist&#58; Die Angehörigen haben meist die größte Bürde zu tragen, ist sich die Leipziger Neurologin sicher. &quot;Die Familienangehörigen begegnen sich durch die Krankheit nicht mehr auf Augenhöhe. Die Gesunden müssen für den Kranken immer mehr mitdenken und mithandeln. Das ist eine enorme Belastung. Und immer wieder stehen die Angehörigen vor der Frage&#58; Wie lange halte ich das noch aus? Das verstehen wir Ärzte. Auch wenn es unser oberstes Ziel ist, dass der Patient so lange wie möglich zu Hause mit den gewohnten Abläufen lebt&#58; Man muss immer individuelle Entscheidungen fällen.&quot;</p> <p><strong>UKL nimmt an europaweiter Studie zur Erprobung einer Behandlung teil&#160;</strong><br>Demenzkranke gehören zu unserer Gesellschaft, genauso wie schreiende Babys und trotzige Jugendliche, betont Prof. Saur. &quot;Leider können viele Menschen nicht gut damit &#160;umgehen. Wenn in einem Zugabteil ein Baby schreit, nervt das zwar, aber die meisten halten das aus, wenn sie sehen, wie sich die Mutter bemüht. Wenn aber ein rüstiger älterer Herr zum wiederholten Mal fragt, wohin der Zug fährt, fangen die meisten an, mit den Augen zu rollen oder zu murren.&quot;</p> <p>Für die wachsende Zahl von Patienten mit Demenzerkrankungen müssen aus der Sicht der Ärztin Strukturen aufgebaut werden - und die Spezialsprechstunde in der Klinik und Poliklinik für Neurologie am UKL ist hierfür ein kleiner Baustein. &quot;Natürlich ist es für unsere Patienten von Vorteil, dass sie hier teilhaben können an den neuesten Therapieentwicklungen&quot;, sagt Prof. Saur. &quot;Dazu zählt eine Studie, bei der europaweit eine verlaufsmodifizierende Behandlung der Alzheimererkrankung erprobt wird. Wir sind eines der Studienzentren, in dem mit ärztlicher Begleitung ein Medikament erprobt wird, das die Nervenzellen vor den krankhaften Ablagerungen schützen und die Kommunikation zwischen den Nervenzellen anregen soll. Teilnehmen an dieser Studie können Patienten im frühen Verlauf der Alzheimererkrankung.&quot;&#160;</p> <p><strong>Spezialsprechstunde für Demenz</strong><br>Klinik und Poliklinik für Neurologie<br>Terminvereinbarung&#58; Telefon 0341 / 97-24302</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
UKL-geleitete Studie untersucht Qualität von Langzeitprognosen nach Hirnblutungen<img alt="Dr. Katja Wartenberg, Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Neurologie und Prof. Dr. Jürgen Meixensberger, Direktor der Klinik für Neurochirurgie des UKL, untersuchen, wie es Patienten, die eine Hirnblutung erlitten haben, auf lange Sicht geht und wie die genaueren Langzeitprognosen erstellt werden können – mittels Prognose-Skalen oder doch besser durch Einschätzungen der behandelnden Ärzte und Pflegenden." src="/presse/PressImages/pic_20200114085833_f5f6ad95cc.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-01-13T23:00:00ZLeipzig. Hirnblutungen treten im Bereich des Gehirns oder der Hirnhäute auf. Sie können lebensbedrohlich sein. Viele Betroffene müssen neurointensivmedizinisch behandelt werden. So genannte Langzeitprognosen geben dabei Auskunft, ob diese Patienten in der Zukunft wieder arbeiten werden, laufen oder ihren Alltag bewältigen können. In einem wissenschaftlichen Projekt untersuchen Dr. Katja Wartenberg, Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Neurologie und Prof. Dr. Jürgen Meixensberger, Direktor der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL), wie nun eigentlich die genaueren Einschätzungen erstellt werden können, ob mittels mathematisch-nüchterner Prognose-Skalen, so genannter Scores, oder doch eher durch die behandelnden Ärzte und Pflegekräfte, die den Patienten Tag für Tag beobachten, behandeln und betreuen. Die Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) fördert die Arbeit mit 30.000 Euro. <p>Im Mittelpunkt der Studie mit dem Titel &quot;Prognostische Indikatoren bei Subarachnoidal- und intrazerebralen Blutungen&#58; Vergleich von Prognosescores und der Einschätzung des behandelnden Teams&quot; steht demnach die Langzeitprognose von Patienten, die eine Hirnblutung erlitten haben. &quot;Wie geht es diesen Patienten auf lange Sicht? Können sie nach Hause entlassen werden? Wie sind die Einschränkungen in der Alltagsbewältigung? Leiden sie an kognitiven Störungen&quot;, umreißt Dr. Wartenberg die Fragen, die sich dann stellen.</p> <p>Prognoseskalen - Scores - umfassen etliche Faktoren, wie zum Beispiel das Alter des Patienten, die Größe der Blutung oder den klinischen Schweregrad. Diese Angaben werden bei der stationären Aufnahme des Patienten erfasst. &quot;Die Prognoseskalen wurden dafür entwickelt, den sogenannten funktionellen Status des Betroffenen vorherzusagen, ob er bettlägerig oder gehfähig ist, ob er den Alltag bewältigen kann oder nicht&quot;, erläutert die <a href="/einrichtungen/neurologie" rel="ext" target="_blank">UKL-Neurologin</a>.<br>Was diese Scores jedoch nicht berücksichtigen, ist der Verlauf des stationären Aufenthaltes und ob Komplikationen wie beispielsweise Lungenentzündungen oder weitere Blutungen auftreten. Sie betrachten ebenfalls oft nicht, ob der Patient vor der Hirnblutung bereits beeinträchtigt war, also beispielsweise bereits Demenz oder einen Schlaganfall erlitten hatte. Zudem erfassen sie alle Parameter nur zu einem Zeitpunkt, nämlich dem der Aufnahme ins Krankenhaus.</p> <p>Hier setzt Dr. Wartenbergs Projekt an&#58; &quot;In unserer Studie werden wir verschiedene Prognoseskalen zu drei verschiedenen Zeitpunkten erfassen&quot;, erklärt sie, &quot;eben zur Aufnahme und zusätzlich nach sieben und nach 14 Tagen.&quot; Diese sollen ergänzt werden um die Einschätzung des medizinischen und pflegerischen Personals zu eben jenen Zeitpunkten.<br>Die Studie ist auf eine Dauer von fünf Jahren angelegt. Acht medizinische Zentren in Deutschland beteiligen sich, die Leitung liegt beim Leipziger Universitätsklinikum. Am Ende sollen über 1000 Patienten in die Studie eingeschlossen sein. Mit den 30.000 Euro Forschungsförderung durch die DGNI ist eine internet-basierte Datenbank erstellt worden, mit der die demographischen, klinischen und prognostischen Daten der Patienten aller beteiligten Zentren dokumentiert und statistisch ausgewertet werden.</p>
Klinik-Alltag selbst organisieren: Azubis übernehmen die Verantwortung<img alt="Diese angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger erfahren eine Prüfungsvorbereitung der besonderen Art&#58; Sie übernehmen in den kommenden zwei Wochen die Leitung einer Station am Universitätsklinikum Leipzig." src="/presse/PressImages/pic_20200109124703_ea711391df.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-01-08T23:00:00ZLeipzig. Vom 11. bis 24. Januar übernehmen am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) wieder angehende Pflegekräfte die Leitung einer Station. Für zwei Wochen sind dann die Azubis verantwortlich – für den reibungslosen Ablauf und das Wohlergehen der Patienten. Das Projekt "Schüler leiten eine Station" ist Teil der Ausbildung am UKL und findet bereits zum vierten Mal statt. <p>26 engagierte Schüler der Gesundheits- und Krankenpflege aus den Klassen K17c und K17d der <a href="/einrichtungen/mbfs" rel="ext" target="_blank">Medizinischen Berufsfachschule des UKL</a> wurden ausgewählt, um ab dem kommenden Wochenende ihr Wissen und Können auf besondere Weise zu erproben. Dazu übernehmen sie die Verantwortung auf der Station F 3.2, auf der Patienten der <a href="/einrichtungen/neurologie" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Neurologie</a> sowie der <a href="/einrichtungen/angiologie" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Angiologie</a> betreut werden.</p> <p>Zwei Wochen lang erfahren sie dann aus erster Hand, wie ihr künftiger Arbeitsalltag aussehen wird. Das bedeutet, dass die Auszubildenden den gesamten Stationsalltag von der Früh- bis zur Nachtschicht selbstständig organisieren - von der Aufnahme über die OP-Vorbereitung und Nachbereitung bis zur Entlassung im angiologischen Bereich sowie der Nachbetreuung von Schlaganfall-Patienten im neurologischen Bereich. Auch die Gestaltung des Stationsalltags mit Visiten, Untersuchungen und Angehörigenbesuchen liegt in der Hand der Schülerinnen und Schüler. Die Auszubildenden im dritten Lehrjahr werden dabei natürlich von erfahrenen Kollegen und Praxisanleitern begleitet und bei Bedarf unterstützt. Sie stehen als Experten im Hintergrund immer bereit, um bei Fragen oder Unsicherheiten sofort reagieren zu können.<br>Die Teilnahme an dem Projekt sehen die 26 Azubis als Möglichkeit, sich in besonderer Weise auf die bevorstehenden Prüfungen vorzubereiten und Arbeitsstrukturen des Stationsalltags zu festigen</p> <p>&quot;Das Projekt 'Schüler leiten eine Station' ist mit der vierten Auflage endgültig etabliert und eine feste Größe in der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger am UKL geworden&quot;, sagt Schwester Antje Köhler-Radziewsky, die als zentrale Praxisanleiterin das Vorhaben betreut. &quot;Das bereichert unser Angebot für die Azubis sehr und motiviert hoffentlich viele Schulabgänger, sich für eine Ausbildung als künftige Pflegefachkräfte am UKL zu entscheiden.&quot;</p>
Cardiac Arrest Center (CAC) am Universitätsklinikum Leipzig erfolgreich zertifiziert<img alt="Für die optimale Versorgung der Patienten arbeiten sie im nun zertifizierten Cardiac Arrest Center eng zusammen (v. r. n. l.)&#58; Prof. Ulrich Laufs (Kardiologie), Prof. Sebastian Stehr (Anästhesiologie und Intensivtherapie), Prof. André Gries (Zentrale Notfallaufnahme), Prof. Sirak Petros (Internistische Intensivmedizin) und Prof. Joseph Claßen (Neurologie)." src="/presse/PressImages/pic_20191203105546_37a7924b8c.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-12-02T23:00:00ZLeipzig. Das Cardiac Arrest Center (CAC) am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist erfolgreich zertifiziert worden. Der Deutsche Rat für Wiederbelebung (German Resuscitation Council, GRC) und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) bestätigen damit, dass am UKL die höchsten Qualitätsanforderungen erfüllt werden. An einem CAC können Patienten, die außerhalb des Krankenhauses einen Herzkreislaufstillstand ("Cardiac Arrest") erleiden, und wiederbelebt werden müssen, sehr schnell und umfassend weiterbehandelt werden. <p>Das Cardiac Arrest Center ist eine interdisziplinäre Einrichtung. Für die optimale Versorgung der Patienten arbeiten am UKL neben der <a href="/einrichtungen/notaufnahme" rel="ext" target="_blank">Zentralen Notfallaufnahme (ZNA)</a> die Kliniken für <a href="/einrichtungen/kardiologie" rel="ext" target="_blank">Kardiologie</a>, <a href="http&#58;//www.kai-uniklinik-leipzig.de/index.php/de/" rel="ext" target="_blank">Anästhesiologie und Intensivtherapie</a>, <a href="/einrichtungen/neurologie" rel="ext" target="_blank">Neurologie</a> sowie die <a href="/einrichtungen/internistische-intensivmedizin" rel="ext" target="_blank">Internistische Intensivmedizin</a> zusammen.</p> <p>&quot;Die Qualitätskriterien sind von Fachgesellschaften aufgestellt worden und basieren auf Leitlinien. Wiederbelebte Patienten, die dann in einer entsprechend spezialisierten Klinik behandelt werden, die diese Kriterien und Qualitätsmerkmale umsetzt, haben nachweislich eine höhere Überlebensrate&quot;, betont Prof. André Gries, Sprecher des CAC und Ärztlicher Leiter der ZNA. &quot;Nun haben wir auch die formelle Bestätigung, dass am UKL alle Kriterien erfüllt werden&quot;, freuen sich auch Prof. Ulrich Laufs, Direktor der Klinik für Kardiologie, und Prof. Sirak Petros, Leiter der Internistischen Intensivmedizin.</p> <p>Ein wesentlicher Punkt ist dabei die gute und reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen Fachgebiete und Abteilungen. &quot;Es gibt ganz klare Behandlungswege, alles ist abgestimmt und besprochen. Das Personal ist entsprechend eingewiesen und geschult&quot;, erläutert Prof. Gries. Dass dies alles funktioniere, so der Notfallmediziner, sei nun bestätigt worden. Am CAC des UKL werden etwa 100 Patienten pro Jahr nach einer oder während einer noch laufenden Wiederbelebung behandelt.<br>In einem nächsten Schritt soll die Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten, den Notärzten und anderen Kliniken noch weiter verbessert werden, so dass möglichst alle betroffenen Patienten aus dem Leipziger Bereich einem CAC zugeführt werden können.</p> <p>Ein CAC allein reiche allerdings nicht, sagt Gries&#58; Jeder Einzelne sei gefragt. Die Behandlung könne nur dann optimal verlaufen, wenn alle Glieder der so genannten Rettungskette gut miteinander funktionieren&#58; &quot;Muss jemand wiederbelebt werden, dann bitte unverzüglich den Rettungsdienst unter 112 rufen, eine Herzdruckmassage beginnen und so die Rettungskette in Gang setzen. Man kann dabei nichts falsch machen&quot;, betont er. &quot;Kommt der Betroffene dann noch in ein CAC, ist eine optimale Weiterversorgung gewährleistet.&quot;</p>

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