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Pressemitteilungen der Neurologie

 

 

Neurovaskuläres Netzwerk gegründet: Bessere Versorgung bei Schlaganfall und Erkrankungen der Hirngefäße<img alt="Diese Expertinnen und Experten arbeiten zusammen, um Patienten mit Erkrankungen der Hirngefäße auch in aufwändigen Fällen bestmöglich versorgen zu können&#58; Oben, v.l.n.r.&#58; Dr. Alexander Reinshagen, Chefarzt Klinik für Neurologie, Sana Kliniken Leipziger Land; Prof. Jürgen Meixensberger, Direktor Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, Universitätsklinikum Leipzig; Dr. Torsten Hantel, Leiter Neuromedizinischen Zentrum, Sana Kliniken Leipziger Land; Mitte, v.l.n.r.&#58; Prof. Karl-Titus Hoffmann, Direktor Institut für Neuroradiologie, Universitätsklinikum Leipzig; PD Dr. Anne-Dorte Sperfeld, Chefärztin Klinik für Neurologie, Sächsisches Krankenhaus Altscherbitz; Prof. Jörg Berrouschot, Chefarzt Klinik für Neurologie/Neurologische Intensivmedizin, Klinikum Altenburger Land; Unten, v.l.n.r.&#58; Prof. Joseph Claßen, Direktor Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsklinikum Leipzig; Dr. André Lachnitt, Ärztlicher Leiter Radiologische Praxis, Sächsisches Krankenhaus Altscherbitz; Dr. Albrecht Bormann, Chefarzt Klinik für Radiologie, Interventionsradiologie und Neuroradiologie, Klinikum Altenburger Land." src="/presse/PressImages/pic_20201228120845_9028faec74.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-12-27T23:00:00ZLeipzig. Die Kliniken Borna, Altenburg und Altscherbitz haben sich mit dem Universitätsklinikum Leipzig in einem Netzwerk zusammengeschlossen, um die Versorgung von Patienten mit gefäßbedingten Hirnerkrankungen wie beispielsweise Schlaganfällen zu verbessern. Der neu gegründete Verbund sichert eine enge Kooperation der Experten und damit die weiter verbesserte Versorgung der Patienten. <p>Der interdisziplinäre Zusammenschluss dient allen Patienten mit Erkrankungen der Hirngefäße, die auf diese Weise auch in aufwändigen, komplizierten oder seltenen Fällen schnell die bestmögliche Therapie erhalten sollen. Hintergrund ist, dass gerade bei Schlaganfällen und anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen des Gefäßsystems im Gehirn nicht an allen Kliniken jederzeit auch alle verfügbaren Behandlungen durchgeführt werden können.&#160;</p> <p>&quot;Unser Ziel ist es, künftig gemeinsam schnell zu identifizieren, welches Verfahren im jeweils individuellen Fall die beste Lösung für den Patienten ist&quot;, beschreibt Prof. Joseph Claßen, <a href="/einrichtungen/neurologie">Direktor der Neurologie</a> am UKL, die Aufgabe des Netzwerks. Zur Wahl stehen an den vier Kliniken dabei medikamentöse, neurochirurgische und minimalinvasive kathetergestützte Methoden. Hier wird auch besprochen, ob die weitere Behandlung in einem spezialisierten überregionalen Zentrum erfolgen muss. &quot;Oft kann die Behandlung vor Ort erfolgen und ist damit die beste Wahl für die Patienten&quot;, so Claßen. In manchen Fällen sind aber hochspezialisierte Verfahren erforderlich, die dann ebenfalls schnell und gezielt eingesetzt werden können. Die Grundlage dafür bilden Festlegungen zur Vorgehensweise, die von den Netzwerkpartnern gemeinsam entwickelt und in den Alltag übernommen werden. &#160;Die Ausrichtung an hohen gemeinsam verabredeten Standards stellt ein wesentliches Merkmal für die Qualität der medizinischen Versorgung in solchen Netzwerken dar. Diese Art der Kooperation kann die Versorgung der oft stark gefährdeten Patienten wesentlich verbessern, das zeigen Erfahrungen aus den 15 bereits in Deutschland existierenden zertifizierten Zentren. <br><br>Privatdozentin Dr. Anne-Dorte Sperfeld, Chefärztin der Klinik für Neurologie im Sächsischen Krankenhaus Altscherbitz und Leiterin einer regionalen Schlaganfalleinheit, ist überzeugt, dass über dieses Netzwerk &quot;nachhaltige Erkenntnisse der Spitzenmedizin schnellstens die Basis der Bevölkerungsversorgung erreichen&quot;. Um konkret für betroffene Menschen körperliche und geistige Ausfallerscheinungen zu minimieren, kommen am Universitätsklinikum Leipzig die Experten des neurovaskulären Zentrums, die Spezialisten für Neuromedizin der weiteren drei beteiligten Kliniken und unterstützender Fachgebiete zusammen&#58; Neurologen, Neurochirurgen und Neuroradiologen, aber auch Kardiologen, Gefäßchirurgen und Anästhesisten. Die Zusammenarbeit beschränkt sich nicht auf die Notfallversorgung, sondern schließt alle Fälle ein.&#160;</p> <p>&quot;Wir freuen uns sehr über die Schaffung dieses Netzwerkes, da wir so gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Patientenversorgung in der gesamten Region leisten können&quot;, sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig.<br><br></p> <p>Eine abgestimmte Versorgung von Patienten mit Gefäßerkrankungen des Gehirns sichert die spezialisierte Behandlung und damit die Chancen der Betroffenen auf Überleben und Heilung. &quot;Der Zusammenschluss ist logische Konsequenz unserer langjährigen guten Kooperation in der Region&quot;, betont Dr. Alexander Reinshagen, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Sana Klinikum in Borna. &#160;&quot;Mit unserer zertifizierten überregionalen Schlaganfallstation bieten wir vor Ort alle notwendigen Behandlungen von medikamentöser Akuttherapie bis Katheterverfahren an. &#160;Von der Möglichkeit, sich mit weiteren Experten zu beraten und besonders schwierige Fälle zu den Kollegen am Universitätsklinikum Leipzig zu verlegen, haben bereits schwer kranke Patienten profitiert. Das können wir im Netzwerk zukünftig noch schneller und gezielter organisieren&quot;.</p> <p>&quot;Und wir müssen den Blick in die Zukunft richten&quot;, ergänzt Dr. Torsten Hantel, Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie / Neuroradiologie in Borna. &quot;Die Ausbildung der nächsten Ärztegeneration stellt aufgrund der rasanten technischen Entwicklung höchste Anforderungen, die nur noch mit gemeinsamen Standards, fachlichem Austausch und einem stetigen Blick über den Tellerrand erfolgreich zu meistern sind.&quot;</p> <p>Prof. Dr. Jörg Berrouschot, Ärztlicher Direktor des Klinikums Altenburger Land, fügt hinzu&#58; &quot;Die Klinik für Neurologie des Klinikums Altenburger Land bringt ihre hervorragende Expertise in der akuten Schlaganfallversorgung in das Netzwerk ein. Wir sind ein großes überregionales Schlaganfallzentrum, betreuen unter anderem sieben internistische Kliniken telemedizinisch und sind in der Lage, rund-um-die-Uhr alle notwendigen akuten Behandlungsverfahren, zum Beispiel mechanische Thrombektomie, Thrombolyse und weitere, für Patienten mit Schlaganfall anzubieten. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit zum Wohle der Patienten in Mitteldeutschland.&quot;<br><br></p> <p>Nicht zuletzt sollen auch die in diesem Netzwerk getroffenen therapeutischen Entscheidungen evaluiert werden. In einem nächsten Schritt sollen die praktischen Modalitäten, zum Beispiel zur klinikübergreifenden Kommunikation, und die finanzielle Ausstattung besprochen werden. Zudem strebt das Netzwerk, das offen ist für weitere Partner, eine Zertifizierung zur Sicherung der Qualität der hier erbrachten Leistungen an. &#160;</p>
Ob Trauma, Herzinfarkt oder Schlaganfall: Notfallversorgung am Universitätsklinikum Leipzig jederzeit gesichert<img alt="Auch zu den Weihnachtsfeiertagen und darüber hinaus ist die Notfallversorgung von Patienten im Universitätsklinikum Leipzig gesichert." src="/presse/PressImages/pic_20201222131955_41e1aaaba5.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-12-21T23:00:00ZLeipzig. Das Corona-Virus und die Behandlung von Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind, stehen auch am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) stark im Fokus. Doch selbst in Zeiten der Pandemie erleiden Menschen Herzinfarkte, brechen sich ein Bein oder kämpfen mit den Folgen eines Schlaganfalls. Auch unter erschwerten Bedingungen stellen Pflegende und Ärzte der Zentralen Notfallaufnahme (ZNA) gerade nun zu den Feiertagen um Weihnachten und Silvester sicher, dass rund um die Uhr die Aufnahme und Versorgung von Patienten gewährleistet ist. Gleichwohl erinnern zum Beispiel Kardiologen und Neurologen am UKL, dass eine Verschleppung von Krankheiten gravierende Folgen für den Betroffenen haben könnte. "Niemand braucht Furcht vor dem Gang ins Klinikum zu haben", mahnen sie. <p>&quot;Wir erfüllen unseren Versorgungsauftrag für Patienten nach einem Trauma oder sonstigen schweren Erkrankungen weiterhin&quot;, erklärt Prof. André Gries, <a href="/einrichtungen/notaufnahme">Ärztlicher Leiter der ZNA</a>. Wie im Frühjahr stellt der Mediziner beim zweiten Lockdown erneut fest, dass weniger fußläufige Trauma-Patienten die Notfallaufnahme ansteuern. Hingegen sei die Zahl schwerkranker nicht-traumatologischer Fälle sehr hoch. Einige von ihnen, so Gries, seien zusätzlich mit dem Corona-Virus infiziert. Hinzu kämen bereits schwer an Covid-19-Erkrankte. &quot;Das alles stellt eine hohe Belastung für die ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter meines Teams dar, doch wir stellen uns dieser Aufgabe tagein, tagaus&quot;, bekräftigt Prof. Gries.&#160;</p> <p>Täglich würde bei etwa zehn Notfall-Patienten auch eine Corona-Infektion festgestellt, erklärt er. Bei einem überwiegenden Teil sei diese vorher nicht bekannt gewesen und müsste erst diagnostiziert werden. Dann folgt die Entscheidung, ob eine ambulante Behandlung reicht oder ob der Patient stationär aufgenommen werden müsse. &quot;In der Corona-Versorgungskette am UKL mit den Intensivstationen und den Normal-Isolierstationen nimmt auch die ZNA einen wichtigen Platz ein&quot;, so Prof. André Gries. Er und sein Team halten auf jeden Fall zwischen Weihnachten und Neujahr die Stellung, da mit weiteren Steigerungen bei den Infektionszahlen nach derzeitigem Stand gerechnet werden muss.&#160;</p> <p><br><strong>Bei Symptomen für Herzinfarkt oder Schlaganfall unbedingt Krankenhaus aufsuchen</strong><br>Dass am UKL weiterhin alle medizinischen Notfälle in vollem Umfang versorgt werden können, betont auch Prof. Ulrich Laufs, Direktor der <a href="/einrichtungen/kardiologie">Klinik und Poliklinik für Kardiologie</a>&#58; &quot;Es gibt keine Einschränkung für Notfälle. Vielfältige und sorgfältige Vorsichtsmaßnahmen sind aufgebaut worden und im Einsatz. Niemand muss Angst haben&quot;, betont er. Von einem beispielsweise zu spät behandelten Herzinfarkt gehe große Gefahr aus&#58; &quot;Bitte zögern Sie nicht, Hilfe im UKL zu suchen&quot;, appelliert Prof. Laufs.&#160;<br><br></p> <p>Die Zahlen der mit einem Schlaganfall in eine Klinik aufgenommenen Patienten sind während der Corona-Pandemie an vielen Orten und zuletzt auch hier in Leipzig zurückgegangen. Eine Tatsache, die Prof. Joseph Claßen, Direktor der <a href="/einrichtungen/neurologie">Klinik und Poliklinik für Neurologie</a>, mit Sorge erfüllt&#58; &quot;Das bedeutet nämlich, dass Menschen mit Schlaganfallsymptomen, zum Beispiel plötzlich aufgetretene Halbseitenlähmung, halbseitige Gefühlsstörung, halbseitige oder ein Auge betreffende Sehstörung, Doppelbildsehen, undeutliches Sprechen oder Sprachstörung, entweder ihre Symptome weniger beachten oder aus Angst vor Ansteckung nicht ins Krankenhaus kommen wollen.&quot;&#160;<br>Doch das sei sehr gefährlich, meint der UKL-Experte, auch dann, wenn die Symptome nur flüchtig aufträten. Die Symptome könnten Zeichen oder Vorboten eines Schlaganfalls sein, der bleibende Behinderungen hinterlassen und an dem man sogar versterben könne. Deshalb&#58; &quot;Wenn solche Symptome auftreten, dann bitte umgehend ins Krankenhaus gehen, damit eine rasche gezielte Therapie durchgeführt werden kann, wenn es notwendig und möglich ist&quot;, rät Prof. Claßen.</p>
Schlaganfallspezialstation am Universitätsklinikum Leipzig erneut zertifiziert<img alt="Behandlungsqualität auf hohem Niveau&#58; Die Schlaganfallspezialstation am UKL ist rezertifiziert worden. Im Bild&#58; Prof. Dominik Michalski (re.) und Dr. Johann Pelz." src="/presse/PressImages/pic_20201217122054_d9e928c0f0.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-12-16T23:00:00ZLeipzig. Die Schlaganfallspezialstation der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist in einem aufwendigen Verfahren mit abschließendem Online-Audit erneut als überregionale Stroke Unit zertifiziert worden. Die von der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft, der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe sowie der Zertifizierungsstelle LGA stammenden Auditoren hoben dabei unter anderem die gute Infrastruktur und Ausstattung der Einrichtung hervor sowie den hohen Stellenwert des Qualitätsmanagements und der Weiterbildungsangebote. <p>Mehr als 1.000 Patienten werden jährlich mit einem Schlaganfall auf der <a href="/einrichtungen/neurologie/informationen-für-patienten/struktur-der-klinik#Intensivtherapiestation%20und%20Schlaganfallspezialstation">Stroke Unit</a> und der neurologischen Intensivstation des UKL behandelt. Weil hier das gesamte Spektrum der akuten Behandlungsmöglichkeiten des Schlaganfalls zu jeder Tag- und Nachtzeit an 365 Tagen im Jahr vorgehalten wird, ist die <a href="/einrichtungen/neurologie/informationen-für-patienten/struktur-der-klinik#Intensivtherapiestation%20und%20Schlaganfallspezialstation">Stroke Unit des UKL</a> auch Ansprechpartner für andere Kliniken der Region, wenn es um die Akutversorgung von Schlaganfallpatienten geht.&#160;</p> <p>&quot;Schlaganfallbehandlung ist Teamarbeit&quot;, betont Prof. Dominik Michalski, Oberarzt der <a href="/einrichtungen/neurologie/informationen-für-patienten/struktur-der-klinik#Intensivtherapiestation%20und%20Schlaganfallspezialstation">Stroke Unit am UKL</a>. Besonderer Dank ginge daher an das pflegerische und ärztliche Team der Stroke Unit, aber auch an die hier tätigen Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Mitarbeiter des Sozialdienstes. &quot;Oft ergeben sich bei der Schlaganfallbehandlung auch komplexere Situationen, beispielsweise durch ein fortgeschrittenes Lebensalter der Betroffenen und mehrere Vorerkrankungen&quot;, weiß Prof. Michalski und hebt die &quot;am UKL vorhandene, exzellente Zusammenarbeit mit der Zentralen Notfallaufnahme und den Gebieten der Neuroradiologie, Gefäßchirurgie, Kardiologie, Anästhesiologie, Neurochirurgie und internistischen Intensivmedizin&quot; hervor.&#160;</p> <p>&quot;Wenngleich die Zertifizierung ohne Auflagen erteilt wurde, beinhaltet moderne Schlaganfallmedizin die kontinuierliche Weiterentwicklung der Therapie- und Qualitätsstandards&quot;, fügt Michalski hinzu. Die Stroke Unit am UKL setze sich daher nicht nur für eine exzellente Behandlung während des Krankenhausaufenthalts ein, sondern auch für eine regelmäßige Fortbildung des Rettungsdienstes. &quot;Die schnelle Krankenhauseinweisung stellt ein wichtiges Element in der Behandlungskette dar&quot;, betont Prof. Michalski.&#160;<br>In dem vom Land Sachsen geförderten Projekt &quot;PostStroke-Manager&quot; arbeiten Mediziner und Informatikspezialisten zudem an einer verbesserten Schlaganfallnachsorge unter Nutzung digitaler Systeme.</p>
Diagnoseunterstützung bei Seltenen Erkrankungen<img alt="Dr. Wolfgang Köhler, Neurologe und Leiter des Projektes LEUKO-Expert am UKL." src="/presse/PressImages/pic_20201214173150_e9f7c16bd1.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-12-14T23:00:00ZLeipzig. Startschuss für das Verbundprojekt LEUKO-Expert: Der Zusammenschluss mehrerer Zentren für Seltene Erkrankungen erhält eine Förderung von 2,4 Millionen Euro durch das Bundesgesundheitsministerium. Mit diesen Mitteln sollen KI-gestützte Diagnosemöglichkeiten für seltene Erkrankungen entwickelt werden. <p>Das Projekt ist Teil des Förderschwerpunkts &quot;Digitale Innovationen für die Verbesserung der patientenzentrierten Versorgung im Gesundheitswesen&quot; und soll eine KI-basierte Diagnoseunterstützung bei Seltenen Erkrankungen am Beispiel der seltenen Erkrankung Leukodystrophie entwickeln. Die Förderungsdauer des Projektes ist auf den Zeitraum zwischen Herbst 2020 und September 2023 angelegt.&#160;</p> <p>LEUKO-Expert soll in dieser Zeit Daten von Patienten mit Leukodystrophien und ähnlichen Erkrankungen aus drei Zentren für Seltene Erkrankungen (Universitätskliniken &#160;Aachen, Tübingen und Leipzig) zusammentragen, &#160;aufbereiten und auswerten. Ziel ist es, zu prüfen, inwieweit Methoden des maschinellen Lernens, einer Form der Künstlichen Intelligenz (KI) geeignet sind, um Diagnose und Therapie zu verbessern. Dabei soll ein Modell entwickelt werden, welches als Basis für eine spätere Diagnoseunterstützung von Patienten herangezogen werden kann.</p> <p>Die Leukodystrophie-Ambulanz der <a href="/einrichtungen/neurologie">Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Leipzig</a> &#160;übernimmt die Koordination der teilnehmenden klinischen Zentren. &quot;Die klinische Erfahrung aus drei großen universitären Zentren sowie genetische und bildgebende Befunde von Patienten mit seltenen abgeborenen Erkrankungen der neuronalen Gliazellen und deren Differentialdiagnosen werden gebündelt, um mit Hilfe Künstlicher Intelligenz einen lernenden Computer-Algorithmus zu optimieren&quot;, erklärt Dr. Wolfgang Köhler, Neurologe und Projektleiter am UKL.</p> <p>&quot;Unsere Hoffnung ist es, so Patienten mit seltenen Diagnosen mit Hilfe eines solchen Algorithmus künftig früher und genauer diagnostizieren und dadurch besser behandeln zu können.&quot;</p> <p>Kooperationspartner im Projekt sind neben den Universitäts- Kliniken Aachen und Tübingen, die Technische Universität Dresden, die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, die Eberhard-Karls-Universität und das Institut für Translationale Bioinformatik in Tübingen, das Institut für Digitale Technologien gGmbH Leipzig und die Hochschule Mittweida, welche das Gesamtprojekt koordiniert.</p> <p>&quot;Mit diesem Projekt haben wir die Chance, moderne Methoden aus den Bereichen der Informatik und Statistik zum Wohl von Patienten in einem besonderen klinischen Anwendungsfeld einzusetzen - dem der Seltenen Erkrankungen. Oftmals müssen bei diesen Erkrankungen sowohl die Betroffenen als auch ihre Angehörigen lange und sehr belastende Irrwege mitmachen, bis Klarheit über die Erkrankung herrscht. Unser Ziel ist es, die Diagnose unter Nutzung verschiedener medizinischer Informationsquellen zu unterstützen&quot;, beschreibt der Koordinator des Konsortiums, Prof. Dr. Toralf Kisten von der HS Mittweida</p> <p>Weitere Informationen zum Projekt&#58; <a href="https&#58;//leukoexpert.hs-mittweida.de">https&#58;//leukoexpert.hs-mittweida.de</a></p>
Platz 6 in Deutschland: Erneute Spitzenposition für das Universitätsklinikum Leipzig in der TOP-100-Klinikliste von „FOCUS Gesundheit“<img alt="Nur fünf Kliniken in Deutschland werden besser bewertet&#58; Das Universitätsklinikum Leipzig belegt wie im vergangenen Jahr Platz 6 in der TOP 100-Klinikliste des Magazins „FOCUS Gesundheit“." src="/presse/PressImages/pic_20201023100107_977b532403.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-10-22T22:00:00ZLeipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) gehört auch in diesem Jahr zu den besten Krankenhäusern Deutschlands. In der neuen "Klinikliste 2021" des Nachrichtenmagazins "Focus", die am 20. Oktober erschienen ist, belegt das UKL unter 100 Kliniken erneut einen hervorragenden sechsten Platz und konnte somit seine Position halten. Vor dem UKL rangieren nur die Berliner Charité als Gesamtsieger sowie die Universitätsklinika Heidelberg, Schleswig-Holstein, Dresden und München (LMU). <p>Ermittelt werden die Platzierungen durch umfangreiche Untersuchungen eines unabhängigen Recherche-Instituts, das von der Zeitschrift beauftragt wurde. In die Bewertung fließen Fallzahlen, Behandlungserfolge bei OPs und Komplikationsquoten ein. Geprüft wurden zudem die technische Ausstattung, die Anzahl der Ärzte oder Qualifikation der Pflegenden. Sehr wichtig sind auch die Beteiligung an Qualitätsinitiativen, die Patientenzufriedenheit und der Hygienestandard. Wie externe Mediziner das UKL bewerten und wie oft sie es weiterempfehlen, spielt ebenfalls eine große Rolle.</p> <p>31 Fachbereiche des UKL sind in den Empfehlungslisten von FOCUS Gesundheit aufgeführt - 15 von ihnen sogar in der Spitzengruppe des jeweiligen Krankheitsbildes&#58;&#160;</p> <p>Risikogeburt, Hautkrankheiten, Diabetes (Erwachsene und Kinder), Kinderchirurgie, Darmkrebs, Leukämie, Nuklearmedizin, Prostatakrebs, Strahlentherapie, Adipositaschirurgie, Schlaganfall, Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Depression.<br><br></p> <p>17 Kliniken und Einrichtungen des UKL werden als TOP-Kliniken - zum Teil mehrfach - genannt&#58;</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Abteilung für Geburtsmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Endokrinologie, Nephrologie, Rheumatologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Zelltherapie und Hämostaseologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Neurologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Urologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Es ist uns gelungen, diesen hervorragenden Platz sechs unter den nationalen TOP 100 zu bestätigen - dieses tolle Ergebnis freut uns sehr&quot;, sagte Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. &quot;In diesem wegen der Corona-Pandemie sehr außergewöhnlichen Jahr ist das eine wohltuende Bestätigung für die mit viel Engagement geleistete Arbeit unserer Ärztinnen und Ärzte sowie aller Mitarbeiter aus anderen Bereichen, die zu dieser sehr guten Platzierung beigetragen haben.&quot;</p>

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