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Status Epilepticus / ToSEE

​Informieren Sie sich über unsere Arbeit und Studien im Bereich Status Epilepticus. Sollten Sie Fragen oder Anmerkungen zu den hier gezeigten Inhalten haben, so wenden Sie sich bitte an unsere unten aufgeführte ärztliche Koordinatorin!


 

Leitung und Kontakt

​​Prof. Dr. med. Joseph Claßen
Leiter des Projekts

Telefon: 0341 - 97 24200
E-Mail:  joseph.classen@medizin.uni-leipzig.de
Raum G 1010

Lebenslauf

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​​Dr. med. Annekatrin Müller
Ärztliche Koordinatorin / Ansprechpartnerin

Telefon: 0341 - 97 20846
E-Mail:  annekatrin.mueller@medizin.uni-leipzig.de

Lebenslauf

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Thematischer Hintergrund

​„Therapie des Benzodiazepin-refraktären Status epilepticus in der älteren Bevölkerung - ToSEE"

Epileptische Anfälle, die nicht nach kurzer Zeit von selbst aufhören, werden als Status epilepticus bezeichnet. Dieser Zustand kann für die betroffenen Patienten sehr gefährlich werden, insbesondere, wenn sie schon sehr alt sind. Bei bis zu 50% der Patienten über 80 Jahre führt die Erkrankung zum Tod. Bei den Überlebenden eines Status epilepticus kommt es oft zu einer Verschlechterung der alltagsrelevanten Fähigkeiten. Es gibt bisher bei alten Menschen keine klare und durch Studien bewiesene Empfehlung darüber, was zu tun ist, wenn die etablierte Anfangsbehandlung des Status epilepticus nicht greift und die Anfallsaktivität fortbesteht. Vor diesem Hintergrund wird 2019 von Leipzig aus eine deutschlandweite Studie koordiniert, in welcher zwei bei der Behandlung des Status epilepticus bereits zum Einsatz kommende Medikamente, Levetiracetam und Valproat, bezüglich ihrer Wirksamkeit und Verträglichkeit miteinander verglichen werden. Patienten, die mindestens 65 Jahre alt sind und bei denen trotz der ersten Therapie mit Benzodiazepinen der epileptische Status anhält, sollen eines der beiden Medikamente als Infusion erhalten. Der Erfolg der Behandlung wird anhand des klinischen Zustandes des Patienten und in bestimmten Fällen anhand der Hirnstromkurven (EEG) beurteilt. Die Patienten werden über den Zeitraum ihres Aufenthalts in der Klinik genau beobachtet, ihr Zustand zum Zeitpunkt der Entlassung soll mit dem Befinden vor der Behandlung verglichen werden.

Hauptziel der Studie ist die Identifikation einer wirksamen und sicheren Therapie des epileptischen Status für ältere und hochaltrige Patienten, welche die Wahrscheinlichkeit des Überlebens verbessert und sich positiv auf die Selbstständigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens auswirkt.​

Basisdaten der Studie / Übersicht

TitelTherapie des Benzodiazepin-refraktären Status epilepticus in der älteren Bevölkerung
FörderungBundesministerium für Bildung und Forschung (01GL1804)
Zeitraum10/2018 bis 09/2023
Beteiligte KlinikenInsgesamt 25 bis 30 Kliniken innerhalb von Deutschland
PatientenEinschluss von Frauen und Männern älter gleich 65 Jahre mit der Diagnose eines Status epilepticus, der sich durch die Gabe von Benzodiazepinen nicht durchbrechen ließ.
TherapieLevetiracetam oder Valproat (verblindet) als einmalige Infusion
Studiendauer für die PatientenBis zum Zeitpunkt der Entlassung (maximal 30 Tage)
HauptzielIdentifikation einer wirksamen und sicheren Therapie des Status epilepticus bei älteren und hochaltrigen Patienten
Weitere Fragen
  • Welche Komplikationen gehen mit der Erkrankung und ihrer Behandlung einher?
  • Wie leistungsfähig sind die Patienten zum Zeitpunkt der Entlassung aus dem Krankenhaus im Vergleich zu ihrem Vorzustand?
  • Wie wird der Status epilepticus in Deutschland behandelt?
Erforderliche Anzahl an Patienten

n=477

Einschluss innerhalb von 4 Jahren deutschlandweit​

Liebigstraße 20, Haus 4
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 24200 (Chefsekretariat)
Ambulanz:
0341 - 97 24302
Fax:
0341 - 97 24209
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