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Pressemitteilungen

 

 

Platz 6 in Deutschland: Erneute Spitzenposition für das Universitätsklinikum Leipzig in der TOP-100-Klinikliste von „FOCUS Gesundheit“<img alt="Nur fünf Kliniken in Deutschland werden besser bewertet&#58; Das Universitätsklinikum Leipzig belegt wie im vergangenen Jahr Platz 6 in der TOP 100-Klinikliste des Magazins „FOCUS Gesundheit“." src="/presse/PressImages/pic_20201023100107_977b532403.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-10-22T22:00:00ZLeipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) gehört auch in diesem Jahr zu den besten Krankenhäusern Deutschlands. In der neuen "Klinikliste 2021" des Nachrichtenmagazins "Focus", die am 20. Oktober erschienen ist, belegt das UKL unter 100 Kliniken erneut einen hervorragenden sechsten Platz und konnte somit seine Position halten. Vor dem UKL rangieren nur die Berliner Charité als Gesamtsieger sowie die Universitätsklinika Heidelberg, Schleswig-Holstein, Dresden und München (LMU). <p>Ermittelt werden die Platzierungen durch umfangreiche Untersuchungen eines unabhängigen Recherche-Instituts, das von der Zeitschrift beauftragt wurde. In die Bewertung fließen Fallzahlen, Behandlungserfolge bei OPs und Komplikationsquoten ein. Geprüft wurden zudem die technische Ausstattung, die Anzahl der Ärzte oder Qualifikation der Pflegenden. Sehr wichtig sind auch die Beteiligung an Qualitätsinitiativen, die Patientenzufriedenheit und der Hygienestandard. Wie externe Mediziner das UKL bewerten und wie oft sie es weiterempfehlen, spielt ebenfalls eine große Rolle.</p> <p>31 Fachbereiche des UKL sind in den Empfehlungslisten von FOCUS Gesundheit aufgeführt - 15 von ihnen sogar in der Spitzengruppe des jeweiligen Krankheitsbildes&#58;&#160;</p> <p>Risikogeburt, Hautkrankheiten, Diabetes (Erwachsene und Kinder), Kinderchirurgie, Darmkrebs, Leukämie, Nuklearmedizin, Prostatakrebs, Strahlentherapie, Adipositaschirurgie, Schlaganfall, Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Depression.<br><br></p> <p>17 Kliniken und Einrichtungen des UKL werden als TOP-Kliniken - zum Teil mehrfach - genannt&#58;</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Abteilung für Geburtsmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Endokrinologie, Nephrologie, Rheumatologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Zelltherapie und Hämostaseologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Neurologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Urologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Es ist uns gelungen, diesen hervorragenden Platz sechs unter den nationalen TOP 100 zu bestätigen - dieses tolle Ergebnis freut uns sehr&quot;, sagte Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. &quot;In diesem wegen der Corona-Pandemie sehr außergewöhnlichen Jahr ist das eine wohltuende Bestätigung für die mit viel Engagement geleistete Arbeit unserer Ärztinnen und Ärzte sowie aller Mitarbeiter aus anderen Bereichen, die zu dieser sehr guten Platzierung beigetragen haben.&quot;</p>
Prof. Baerwald warnt: Weglassen der Rheuma-Medikamente aus Corona-Angst wäre absolut kontraproduktiv<img alt="Prof. Dr. Christoph Baerwald, Leiter der Rheumatologie am Universitätsklinikum Leipzig." src="/presse/PressImages/pic_20201008084456_cbe9ce23f4.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-10-07T22:00:00ZLeipzig. Die rund 1500 Rheuma-Patienten, die am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) behandelt werden, sind bisher gut durch die Corona-Pandemie gekommen. "Wir hatten nur wenige Fälle, bei denen Patienten mit rheumatischen Erkrankungen sich mit Covid-19 infizierten", sagt Prof. Dr. Christoph Baerwald, Leiter des Bereichs Rheumatologie am UKL. "Dabei gab es zum Glück nur milde Verläufe." <p>Wie der UKL- Rheumatologe mit Blick auf den Welt-Rheumatag am 12. Oktober erläutert, gab es am Anfang der Pandemie die Befürchtung, dass Rheuma-Patienten besonders gefährdet sind. Denn Patienten mit Autoimmunerkrankungen, wie es entzündliche rheumatische Krankheiten eben sind, haben oftmals ein geschwächtes Immunsystem, weil durch Einnahme von Rheuma-Medikamenten die Immunabwehr geschwächt werden kann. Das wiederum könnte zu einem hohen Risiko für schwere Verläufe führen. &quot;Erste Untersuchungen aus hochbelasteten Covid-19-Gebieten in Italien und den USA ergaben dann jedoch, dass keine besondere Gefährdung für Rheumatiker festzustellen war. Deshalb wurden und werden alle betroffenen Patienten eindringlich gemahnt, weiterhin ihre Medikamente einzunehmen. Denn das Absetzen der Präparate aus Angst vor Covid-19 wäre absolut kontraproduktiv&#58; Die Betreffenden könnten durch das Weglassen der Tabletten einen Schub ihrer Rheumaerkrankung verursachen, was wiederum einen Risikofaktor für eine Covid-19 Infektion darstellt&quot;, warnt Prof. Baerwald. So wurde auch bei den wenigen Rheuma-Patienten, bei denen eine Corona-Infektion festgestellt wurde, die medikamentöse Therapie nur kurz pausiert und nach wenigen Tagen wieder fortgeführt.&#160;</p> <p>Natürlich kommen unter den Rheuma-Patienten immer wieder Fragen auf. Deshalb bedauert es Prof. Baerwald, dass er in diesem Jahr keine Präsenzveranstaltung zum Welt-Rheumatag durchführen kann. &quot;Um so erfreulicher ist es, dass am 12. Oktober von der Rheuma-Liga organisierte Fachvorträge im Internet und auf YouTube geben wird, um die rund 1,5 Millionen Menschen mit rheumatischen Erkrankungen in Deutschland über neueste Medikamente und Therapien zu informieren.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p>Mehr dazu&#58; <a href="https&#58;//www.welt-rheuma-tag.de/">https&#58;//www.welt-rheuma-tag.de/</a></p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
Erstes Krankenkassen-finanziertes Therapie-Programm für Patienten mit Adipositas am UKL<img alt="Koordinatorin Sarah Victoria Frenzel (re.) bei der Erfassung des Verlaufsgewichtes einer Patientin des Programms nach dem ersten Therapiejahr" src="/presse/PressImages/pic_20200709102036_f3c5d0c366.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-07-08T22:00:00ZLeipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) und die AOK PLUS haben einen Vertrag zur integrierten Versorgung (IV-Vertrag) über ein konservatives Adipositas-Therapieprogramm für Patienten mit starkem Übergewicht geschlossen, zu dem jetzt die Ergebnisse des ersten Behandlungsjahres vorliegen. Fazit: Das Programm wirkt. <p>Die AOK PLUS, die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen, hat als erste Krankenkasse mit dem Universitätsklinikum Leipzig einen Vertrag zur integrierten Versorgung (IV-Vertrag) über ein insgesamt vierjähriges &quot;konservatives&quot; Behandlungsprogramm für AOK PLUS-versicherte Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einem Body-Maß-Index (BMI) von mehr als 35 kg/m² abgeschlossen. Der BMI ist die Maßzahl zur Bewertung des Körpergewichts eines Menschen im Verhältnis zur Körpergröße. Normalgewichtige Personen haben einen BMI zwischen 19 und 25 kg/m².</p> <p>Im Unterschied zur chirurgischen Behandlung findet bei der rein konservativen Behandlung keine &quot;Magen-Operation&quot; statt, der Fokus liegt stattdessen auf Bewegungsprogrammen, gesunder Ernährung und psychologischer Betreuung mit Verhaltenstraining und Beratung bei Problemen wie beispielsweise &quot;Frustessen&quot;. Das Programm wird durch das <a href="https&#58;//www.ifb-adipositas.de/">Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrums (IFB) AdipositasErkrankungen</a> der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und der <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-3">Klinik und Poliklinik für Endokrinologie, Nephrologie, Rheumatologie</a> des UKL wissenschaftlich begleitet und evaluiert.&#160;</p> <p>Patienten mit ausgeprägter Adipositas - starkem Übergewicht - sind besonders gefährdet, schwere gesundheitliche Probleme durch Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Herzinfarkt und andere Gefäßerkrankungen zu erleiden. Ganz aktuell zeigt sich dies durch das höhere Risiko für einen schwereren Verlauf bei SARS-CoV-2-Infektionen&#58; Patienten mit Adipositas haben zum Beispiel ein bis zu siebenfach erhöhtes Risiko im Vergleich zu normalgewichtigen Patienten, bei einer COVID-19-Erkrankung beatmet werden zu müssen, wie aktuelle Studien zeigen.&#160;<br>&quot;Eine Gewichtsabnahme ist generell die beste Methode, das Risiko für Begleiterkrankungen des Übergewichtes zu reduzieren. Allerdings ist eine langfristige Gewichtsabnahme ohne professionelle Unterstützung schwierig&quot;, sagt Dr. Haiko Schlögl (Foto), Facharzt für Innere Medizin an der Klinik und Poliklinik für Endokrinologie, Nephrologie, Rheumatologie.</p> <p><strong>Lebensqualität der Teilnehmer erhöht sich</strong><br>Jetzt liegen die Studien-Ergebnisse mit den ersten 243 erwachsenen Patienten vor, die ihr erstes Behandlungsjahr abgeschlossen haben&#58; Die Teilnehmer erreichten eine durchschnittliche Gewichtsreduktion von fünf Kilogramm beziehungsweise vier Prozent ihres Ausgangsgewichts. Diabetes- und Cholesterinwerte verbesserten sich ebenso.<br>&quot;Die Teilnahme am Programm führte außerdem zu einer Erhöhung der Lebensqualität&quot;, betont Dr. Schlögl. Denn einhergehend mit der Gewichtsabnahme und der Verbesserung der körperlichen Fitness seien auch die Zufriedenheit der Teilnehmer und das Energielevel für ihr tägliches Leben gestiegen.</p> <p>Für Rainer Striebel, Vorstand der AOK PLUS, zeigt die Evaluation, dass das Engagement der Gesundheitskasse gemeinsam mit dem UKL ein Schritt in die richtige Richtung ist. &quot;Seit 2014 haben wir mit dem UKL diesen integrierten Versorgungsvertrag geschlossen und ein so langfristiges konservatives Behandlungsvorhaben voll finanziert. Unsere Versicherten können durch das Programm ihre gesundheitlichen Probleme nachhaltig verringern und so auch ihre Lebensqualität erhöhen. Nun hoffen wir, dass sich auch andere Krankenkassen dieser Partnerschaft anschließen. Denn nur so können wir erreichen, dass dieses Programm möglichst bald als Kassenleistung und somit mehr Betroffenen zur Verfügung steht.&quot;&#160;</p> <p>Auch Prof. Michael Stumvoll, Direktor der Klinik und Poliklinik für Endokrinologie, Nephrologie, Rheumatologie des UKL, betont die Aktualität der gewonnenen Erkenntnisse&#58; &quot;Gerade im Hinblick der gegenwärtig in Deutschland und in Europa geführten Debatte, ob Adipositas als Erkrankung anerkannt und die Therapie kassenfinanziert werden soll, halten wir diese Daten für sehr wichtig. Die in der aktuellen Publikation berichteten sehr positiven Ergebnisse des Behandlungsprogramms sollten ein wichtiger Anschub auch für andere Krankenkassen sein, in die konservative Behandlung ihrer Patienten mit Adipositas zu investieren.&quot;</p> <p><strong>Original-Publikation&#58;<br></strong>Frenzel et al. (2020) Deutsche Medizinische Wochenschrift, efirst (<a href="https&#58;//eref.thieme.de/print/section/1439-4413_efirst/10.1055-a-1134-1896.pdf">https&#58;//eref.thieme.de/print/section/1439-4413_efirst/10.1055-a-1134-1896.pdf</a>)</p> <p><strong>Adipositas-Programm&#58;<br></strong><a href="https&#58;//www.ifb-adipositas.de/Behandlung">www.IFB-Adipositas.de/Behandlung</a> &#160;&#160;&#160;</p> <p><strong>AOK PLUS&#58;&#160;</strong><br><a href="https&#58;//www.aok.de/pk/plus/inhalt/adipositastherapie/">www.aok.de/pk/plus/inhalt/adipositastherapie &#160;</a></p> <p>&#160;</p>
Verlässlicher Schutz für Patienten und Mitarbeiter: Aufnahmescreening auf Corona wird verstetigt<img alt="Am UKL werden seit dem 1. April alle Patienten bei Aufnahme auf eine Sars-CoV-2-Infektion gescreent." src="/presse/PressImages/pic_20200511102959_9c397afa34.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-05-10T22:00:00ZLeipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) hat als wahrscheinlich erstes Krankenhaus in Deutschland bereits am 1. April mit einem flächendeckenden Screening der geplant stationär aufgenommenen erwachsenen Patienten auf eine Sars-CoV-2 Infektion begonnen. Damit wurde frühzeitig ein umfassender Schutz für Patienten ebenso wie für die Beschäftigten des UKL sichergestellt. Ende April wurde das Screening auch auf ambulant operierte Patienten ausgeweitet. Die in der ersten Phase gewonnenen Daten haben die Experten des UKL jetzt in einer ersten Studie zusammengefasst. Die Ergebnisse liefern Grundlagen für eine Umsetzung von Screeningprogrammen an Kliniken. <p>In dem kurz nach dem Lockdown einführten umfassenden Screening am Universitätsklinikum Leipzig wurden allein im April ca. 2000 Patientinnen und Patienten, die für eine planbare stationäre Behandlung im UKL aufgenommen wurden, untersucht. Dazu gehörten auch Schwangere, die zur Entbindung in die Geburtsmedizin kamen. &quot;Mit dem sehr frühen flächendeckenden Screening unserer aufgenommenen Patienten waren wir Vorreiter in Deutschland&quot;, konstatiert Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig, mit Blick auf oft erst kürzlich gestartete Screeningpogramme an anderen Kliniken. &quot;Für uns war dies eine extrem wichtige Maßnahme, um unsere Patienten und Mitarbeiter vor Übertragungen durch asymptomatische Infizierte zu schützen&quot;, so Josten weiter.</p> <p>Dafür wurden in kürzester Zeit neue Strukturen eines Aufnahmescreenigs an den verschiedenen stationären Aufnahmeorten des UKL geschaffen. Besetzt und fachlich betreut wurden diese Screening-Stationen von den Experten der Infektiologie, die auch die Corona-Ambulanz am UKL aufgebaut hatten. Diese öffnete als erste in Leipzig bereits am 2. März. Schon am 22. Januar hatte das Institut für Virologie am UKL als eines der ersten Labore den Test auf das Sars-CoV-2 Virus eingeführt. Dank der so vorhandenen Erfahrungen und Kapazitäten konnte auch das Patientenscreening früh etabliert werden. Dessen Umsetzung sorgte dafür, dass die Gefahr einer Infektionseintragung extrem reduziert wurde.&#160;</p> <p>&quot;Die Ergebnisse haben uns durchaus überrascht&#58; In allen 2000 Proben war kein einziger positiver Corona-Fall&quot;, erklärt Dr. Amrei von Braun. Zusammen mit ihren Kollegen betreut die Infektiologin die Screening-Einheiten des UKL und hat die Daten der letzten fünf Wochen ausgewertet. Die ersten 15 Tage sind dabei auch in einer ersten Studie erfasst worden. &quot;Die dabei von uns untersuchte Gruppe wies ein überdurchschnittlich hohes Risiko auf, denn die Patienten litten alle unter Vorerkrankungen, waren im Schnitt 64 Jahre alt und oftmals immungeschwächt&quot;, so die Ärztin. &quot;Dass darunter niemand mit einer Infektion war, ist ein sehr erfreuliches Ergebnis.&quot; Auch während der anschließenden stationären Behandlung entwickelte keiner der Patienten eine Corona-Infektion.&#160;<br>Das ist ein Hinweis darauf, dass es offenbar dank der umfassenden gesamtgesellschaftlichen Maßnahmen gelungen ist, die Übertragung des Virus auf die besonders verletzlichen Gruppen zu verhindern und diese so zu schützen. &quot;Für die Arbeit im Klinikum bedeutet dies auch, dass bei der Betreuung der getesteten Patienten die Standard-Hygiene ohne nennenswertes Risiko eingesetzt werden konnte und wir nicht flächendeckend die erweiterten Corona-Maßnahmen anwenden mussten, die für Patienten und Mitarbeiter auch eine Belastung darstellen&quot;, so Braun weiter. Die Leipziger Ergebnisse können nun als Grundlage für Überlegungen zu einer Etablierung und Umsetzung von Screeningprogrammen an Kliniken insgesamt dienen. Am UKL wurde inzwischen das Screening auch auf Patienten ausgeweitet, die das Klinikum für einen ambulanten Eingriff aufsuchen.</p>
Netzwerk am UKL begleitet transsexuelle Personen auf dem Weg zu sich selbst<img alt="Die Regenbogenfahne weht am UKL in der Liebigstraße." src="/presse/PressImages/pic_20200330114020_ba9580871b.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-03-29T22:00:00ZLeipzig. Ein Netzwerk mit den verschiedensten medizinischen Fachbereichen wurde am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) für die Therapie von transgeschlechtlichen Personen aufgebaut. Ärzte und Wissenschaftler helfen mit ihrem Wissen und Können den Betroffenen, ihr empfundenes Geschlecht und ihren Körper in Einklang zu bringen. Der 31. März wird seit einigen Jahren als "International Transgender Day of Visibility" (Internationaler Tag der Trans* Sichtbarkeit) begangen. <p>Die zentrale Anlaufstelle am UKL ist <a>Dr. Kurt Seikowski</a>, Psychologe und Psychotherapeut. &quot;Ich erhebe eine Diagnose&quot;, erklärt er. &quot;Heißt diese am Ende Transsexualität, können von Ärzten und Patienten gemeinsam die sinnvollsten Methoden gewählt werden, den Leidensdruck zu nehmen.&quot; Der Leipziger Psychologe hat im Jahr 2018 rund 420 Transsexuelle, im vergangenen Jahr sogar 605 betreut.</p> <p><a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-3">Endokrinologen</a> wie Dr. Haiko Schlögl stehen den Patienten vertrauensvoll bei der Hormontherapie zur Seite. Denn diese ist keineswegs nur eine einfache Verschreibung von Medikamenten ist. &quot;Die gegengeschlechtliche Hormon-Therapie ist ein erheblicher Eingriff, der zu weitreichenden und meist irreversiblen Konsequenzen führt und deshalb auch Risiken birgt&quot;, sagt er.&#160;</p> <p>Wird eine geschlechtsangleichende Operation von den Patienten gewünscht und wird diese von der jeweiligen Krankenkasse genehmigt, können Prof. Stefan Langer, <a href="/einrichtungen/oup/plastische-ästhetische-spezielle-handchirurgie">Leiter der plastischen und ästhetischen Chirurgie</a> am UKL, und Prof. Bahriye Aktas, Direktorin der <a href="/einrichtungen/frauenheilkunde">Universitäts-Frauenklinik</a>, aktiv werden. &quot;Es sind alles sehr anspruchsvolle Operationen, auch weil wir Vertreter einer sehr patientenfreundlichen Chirurgie sind&quot;, so Prof. Langer. &quot;Deshalb erfolgt beispielsweise für Transfrauen die Penis-zu-Scheide-Umgestaltung bei uns mit zwei Operationen im Abstand von drei Monaten.&quot; Wird es gewünscht, kann eine weibliche Brust durch die Einlage von Implantaten aufgebaut werden. Für Transmänner hingegen ist es wichtig, die Brüste zu verlieren. Im Genitalbereich kann Prof. Langer einen künstlichen Penis aufbauen.&#160;</p> <p>Zwei- bis dreimal im Monat werden von Prof. Langer geschlechtsangleichende Operationen vorgenommen. &quot;Es ist schon erstaunlich, was durch die Operationen, die übrigens von den Krankenkassen voll bezahlt werden, an neuem Körpergefühl und Selbstwert entsteht&quot;, so Prof. Langer. Wie er erzählt, stehen am UKL bei Bedarf weitere medizinische Fachbereiche den Transsexuellen auf ihrem Weg zu sich selbst zur Seite, beispielsweise wenn es um die Änderung der Stimmhöhe oder die Entfernung von Gesichtshaar geht.</p> <p>&#160;</p>

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