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Chancengleichheit

Hier finden Sie eine Übersicht über laufende und abgeschlossene Projekte sowie  Informationen rund um unsere Arbeitsschwerpuntke zum Thema CHANCENGLEICHHEIT:​

MENTORING für Studierende der Medizinischen Fakultät

Studierende erhalten im Mentoringprogramm Unterstützung zur Orientierung im Studium sowie zur Vorbereitung auf den späteren Beruf. Dies erfolgt durch den regelmäßigen, kollegialen Austausch mit Mentor*innen sowie durch begleitende Veranstaltungen und Workshops. Nach einem Wechsel der Projektkoordination des Mentoringprogrammes für Studierende der Human- und Zahnmedizin übernimmt Frau Dr.in Kuhnt nun zusammen mit Prof. Dr. Roth die Projektverantwortung.

Interessierte Studierende sowie erfahrene Mediziner*innen und Wissenschaftler*innen, die gern als Mentor*innen tätig werden wollen, finden hier weitere Informationen zum Mentoringprogramm oder können sich an folgende E-Mail-Adresse wenden: mentoring@medizin.uni-leipzig.de.

Eine Anmeldung zum Programm ist jederzeit möglich.

MOODLEKURS „Genderkompetenz für Medizinstudierende“

Anmeldung: Melden Sie sich bei Interesse am Kurs per E-Mail: Nora.Colden@medizin.uni-leipzig

Das Gleichstellungsbüro hat im Rahmen eines Digital Fellowships des Hochschuldidaktischen Zentrums Sachsens und dem Arbeitskreis E-Learning der LRK Sachsen – durch bereitgestellte Haushaltsmittel durch das SMWK – einen Moodle-Kurs für Medizinstudierende zum Themenfeld Geschlecht konzipiert. Der Kurs bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, Wissen zu Geschlecht und den Konsequenzen der geschlechtlichen Zuschreibung zu erwerben sowie Handlungs- und Anwendungsmöglichkeiten für die ärztliche Praxis kennenzulernen.

Die Lernziele des Kurses sind:

  • Erkennen, dass unsere Gesellschaft immer noch durch Geschlechterungleichheiten geprägt ist.
  • Kennen, verstehen und reflektieren gesellschaftlich verankerter Geschlechterrollen und Geschlechterverhältnisse und Einsicht in deren Veränderbarkeit.
  • Erkunden, was es bedeutet „Geschlecht" nicht einfach als gegeben und unveränderbar zu verstehen. Kennen multidimensionaler Definitionen von Geschlecht und intersektionaler Verknüpfungen.
  • Erkunden, wie dieses Wissen für eigene Tätigkeitsfelder angewendet werden kann und Ermutigung eigenes geschlechtsspezifisches Rollenverhalten und Handeln bei der ärztlichen Tätigkeit zu reflektieren.
  • Wissen über die komplexe soziale Konstruktion von Geschlechterrollen und die Wirksamkeit von Geschlechternormen in Gesprächssituationen mit Patient*innen.
  • Sensibilisierung für achtsames und respektvolles Miteinander und Erkennen sexueller Grenzüberschreitungen und sexistischer Bemerkungen sowie Anwendung angemessener Reaktionen.

Der Zeitaufwand für diesen Kurs beträgt ca. 2-3 Stunden. Das richtet sich natürlich auch nach dem eigenen Tempo der Lernenden und ob sie sich an der einen oder anderen Stelle noch tiefer mit dem Thema beschäftigen wollen.

Der Online-Kurs ist in Kombination mit einem Präsenzworkshop konzipiert, in dem das Erlernte in Selbst-und Gruppenreflektionen mit Hilfe verschiedener Methoden erlebbar gemacht werden wird. In dem Workshop stehen folgende Themen im Fokus: Awareness – persönliche Grenzen achten, Argumentationstraining gegen diskriminierende Äußerungen und Sensibilisierungsübungen für geschlechtsspezifische Diskriminierungen im Alltag und eigener Biographie.

Fördermittel
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

Sie erhalten für die Teilnahme an dem Kurs derzeit keine Leistungspunkte, die Teilnahme ist freiwillig. Bei Interesse melden Sie sich bitte per E-Mail hier: Nora.Colden@medizin.uni-leipzig

FÖRDERPROGRAMME für Habilitandinnen

13.11.20 - Ausschreibung: Dr.in Margarete-Blank-Publikationspreis
Der Dr.in Margarete-Blank-Publikationspreis 2021 ist offiziell wieder ausgeschrieben. Sie können ab sofort und bis zum 28.02.2021 Ihre Bewerbung einreichen. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Weitere Förderungsmöglichkeiten:

AKTIVE REKRUTIERUNG in Berufungsverfahren

Die aktive Rekrutierung von Wissenschaftlerinnen beinhaltet die gezielte Recherche nach und die persönliche Kontaktaufnahme mit potenziellen Kandidatinnen für eine Professur im Rahmen eines Berufungsverfahrens oder andere Leitungsfunktionen.

In der Berufungsordnung der Universität Leipzig (BerO) wird die aktive Rekrutierung als geeignetes Mittel der Personalgewinnung anerkannt und bei einem Anteil von Professorinnen unter 50% gefordert. Bei einem derzeitigen Anteil von 12,5%  Professorinnen an der Medizinischen Fakultät  ist eine aktive Rekrutierung demnach dringend anzuraten. Für weiterführenden Informationen wurde vom Gleichstellungsbüro der UML eine Handreichung.pdf für die aktive Rekrutierung im medizinischen Bereich entwickelt.

 

STELLENBESETZUNGsverfahren

Eine zentrale Aufgabe der Gleichstellungsbeauftragten ist es, sich für Chancengleichheit in Stellenbesetzungsverfahren einzusetzen. In Berufungsverfahren aber auch bei Einstellungen aller anderen Mitarbeiter*innen ist sie in die Besetzungsverfahren eingebunden, kann Bewerbungsunterlagen einsehen und an Vorstellungsveranstaltungen teilnehmen. Dabei bezieht sie zu allen Gleichstellungsfragen Stellung.

GENDERSENSIBLE Stellenausschreibungen

​Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schützt vor Diskriminierung in allen Phasen der beruflichen Beschäftigung, d. h. auch beim Zugang zu einer Erwerbstätigkeit. Daher müssen auch Stellenausschreibungen, grundsätzlich diskriminierungsfrei ausgestaltet sein (§§ 6, 7 und 11 AGG). Bewerber*innen dürfen in Stellenanzeigen nicht wegen eines in § 1 AGG genannten Grundes benachteiligt werden, also aufgrund der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität.

Für Stellenanzeigen bedeutet dieses Diskriminierungsverbot, dass Stellen in der Regel merkmalsneutral ausgeschrieben werden müssen. Im gesamten Ausschreibungstext darf weder unmittelbar noch mittelbar ein nach dem AGG verbotenes Unterscheidungsmerkmal für die Stellenvergabe eine Rolle spielen. Stellenanzeigen sollten auch dafür Rechnung tragen, dass die geforderte Geschlechtsneutralität nicht nur Frauen und Männer umfasst, sondern alle Geschlechtsidentitäten.

Mit dem Ziel, unterrepräsentierte Gruppen (z.B. Frauen*) bei eine*r spezifischen Arbeitgeber*in zu fördern, dürfen bestimmte Personengruppen zu einer Bewerbung aufgefordert werden. Dabei handelt es sich dann in der Regel um eine positive Maßnahme im Sinne des § 5 AGG. Arbeitgeber*innen haben z. B. das Recht, bestimmte Gruppen gezielt anzusprechen, wenn sie damit bestehende Nachteile ausgleichen möchten. Das setzt jedoch voraus, dass bei der Einstellung die tatsächliche Qualifikation berücksichtigt und nicht einer Merkmalsgruppe per se der absolute Vorrang gegeben wird bzw. das Prinzip der Bestenauslese (öffentlicher Dienst) bestehen bleibt.

Gendersensible Stellenausschreibungen sind ein geeignetes Instrument zur gendergerechten Personalauswahl und sind eine wichtige Stellschraube um den Anteil von Frauen in Führungspositionen und Professuren zu erhöhen. Das Gleichstellungsbüro hat deshalb Empfehlungen für das Verfassen von gendersensiblen Stellenanzeigen zusammengefasst [Link folgt].

SBGD - sexualisierter Belästigung, Diskriminierung, Gewalt

Im Sinne des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes (AGG) fällt unter den Begriff sexualisierte Belästigung „[…] ein unerwünschtes, sexuell bestimmtes Verhalten", welches „[…] bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betreffenden Person verletzt wird" (§ 3 Abs. 4 AGG).I_20191210049678.jpg

Ob eine Grenzüberschreitung stattgefunden hat, hängt allein von der Perspektive der betroffenen Person ab. Entscheidend ist die Wirkung auf die betroffene und nicht die Absicht der ausübenden Person. Eine Grenzüberschreitung kann auch unbeabsichtigt und von der ausübenden Person unbemerkt erfolgen. Jede Person entscheidet selbst, wo ihre Grenzen liegen.

SBDG kann sich in Worten, Mimik und Gestik sowie in Handlungen ausdrücken, wie z.B. in Kommentaren oder Witzen mit sexualisiertem Inhalt oder in unerwünschtem Körperkontakt. Sexualisierte Belästigung ist bei körperlicher Berührung ein Straftatbestand (§184i StGB).

Sexualisierte Belästigung, Diskriminierung und Gewalt sind Übergriffe, die auch an der Universitätsmedizin Leipzig vorkommen können. Gemeinsam mit dem Vorstand des UKL und dem Dekanat der MF ist es uns ein besonderes Anliegen und unsere Pflicht, jegliche Form sexueller Belästigung zu verhindern und geeignete Maßnahmen zu veranlassen, um mögliche Belästigungen zu stoppen und in Zukunft zu verhindern. Bitte zögern Sie nicht entsprechenden Angebote zur Beratung in Anspruch zu nehmen.

Das Gleichstellungsbüro berät Sie unabhängig, ergebnisoffen und vertraulich!

Wir haben zudem einen Flyer für Sie erstellt, der weitere Ansprechpersonen für Studierende und Mitarbeitende der Universitätsmedizin aufzeigt und Ihnen sowohl als betroffene Person, als auch als Kolleg*innen, Kommiliton*innen oder Vorgesetze erste Verhaltenstipps an die Hand gibt.

GENDER Consulting

[Informationen folgen.]

Abgeschlossene Projekte

​Projekt GPmed

Das BMBF-geförderte Projekt "Genderperspektiven in der Medizin (GPmed)" unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Katarina Stengler ist am 28.02.2017 erfolgreich abgeschlossen worden. Informationen zu dem Projekt finden Sie auf der Universitätswebsite (oder hier). 

 

MentHAProf

Das Pilotprojekt MentHaProf (2013 / 2014) bot Wissenschaftlerinnen der Universitätsmedizin Leipzig ein mehrmonatiges Programm zur akademischen Personalentwicklung, das strategische Führungskenntnisse vermittelte. Durch die Kombination von Mentoring - Training - Networking wurde das Leistungspotential hoch qualifizierter Frauen erschlossen und so die Wettbewerbsfähigkeit der Universitätsmedizin Leipzig nachhaltig gestärkt.

MentHaProf war ein Gemeinschaftsprojekt der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig, des Universitätsklinikums Leipzig und der Universität Leipzig.

Zielgruppe

Mentees: MentHaProf wurde für Wissenschaftlerinnen in der Habilitationsphase konzipiert, die eine Professur anstreben.

MentorInnen: Professorinnen und Professoren der Universitätsmedizin Leipzig unterstützen die hochqualifizierten Mentees mit Wissen und Erfahrung bei der strategischen Karriereplanung.

Programmelemente

1) Mentoring: In einem sogenannten One-to-one-Mentoring wurde jede Mentee über den Projektzeitraum von einer/m erfahrener/n Mentor/in der Universitätsmedizin begleitet. Die individuell gestaltbare Mentoring-Partnerschaft diente dem Erfahrungsaustausch über Karrierestrategien, der Weitergabe informellen Wissens über Strukturen des Wissenschaftsbetriebs und der hierarchiefreien Nachwuchsförderung.

2) Training: Coaching und Workshops: Um den speziellen Karriereanforderungen in der Medizin gerecht zu werden, erhielten die 6 Mentees in Gruppen- und Einzelcoachings individuelle Impulse für die strategische Laufbahnplanung - in Zusammenarbeit mit Jänicke&Partner. Außerdem vermittelten ExpertInnen in Workshops fachübergreifende Kernkompetenzen.

3) Networking: Bei den Round Table-Gesprächen stand die Vernetzung im Mittelpunkt: Erfolreiche Frauen aus Wissenschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft gewährten informelle Einblicke in ihre Arbeit. Gleichzeitig bot sich den Mentees die Möglichkeit, sich untereinander kennenzulernen und Impulse für Zusammenarbeiten zu erhalten.

 

MentHaProf-Beirat

Das Projekt MentHaProf wurde von einem Beirat von WissenschaftlerInnen der Universitätsmedizin begleitet und kritisch reflektiert. Mitglieder des Beirats nahmen an den Auswahlgesprächen der Mentees teil.

Die Erfahrungen aus MentHaProf 2013 / 2014 fließen in die Entwicklung eines übergreifenden Mentoringnetzwerkes an der Universitätsmedizin Leipzig ein, das in der näheren Zukunft auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten Frau Prof. Katarina Stengler etabliert wird.

GESCHLECHTERSENSIBLE Sprache

Handlungsempfehlung zu diskriminierungsarmer Sprache

Ausgesprochen vielfältig - Diversitätssensible Kommunikation in Sprache und Bild. Eine Handlungsempfehlung der Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen (3. Auflage, 2018)
PDF zum Download

 

Wir gendern Doppelpunkt

Sowohl die Universität Leipzig, als auch das Universitätsklinikum Leipzig strebt die konsequente sprachliche Gleichbehandlung als selbstverständliche Basis gelingender Gleichstellung aller Menschen an. Daher wird die Verwendung des Gender-Doppelpunktes für die Benennung aller Geschlechter und alternativ geschlechtsneutrale Sprache empfohlen. (Senatsbeschluss 23. März 2021)

Weitere Informationen hierzu auf den Seiten der Universität Leipzig

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