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Pressemitteilungen

 

 

Forschungsarbeit von UKL-Dermatologen zeigt: Ungesunde Ernährung mit hohem Anteil an gesättigten Fettsäuren verschlimmert die Schuppenflechte<img alt="Oberärztin Dr. Anna-Theresa Seitz (re.) und Dr. Johannes Kohlmann (Mi.) von der UKL-Hautklinik starten demnächst die weltweit erste Studie, die zeigen soll, ob eine spezielle Diät Einfluss auf den Behandlungserfolg bei Schuppenflechte nehmen kann." src="/presse/PressImages/pic_20190722102152_9064ba6631.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-07-21T22:00:00ZLeipzig. Übergewicht verstärkt die Krankheitsaktivität der Schuppenflechte (Psoriasis). Dies haben Studien in der Vergangenheit bereits darlegen können. In einer prämierten Forschungsarbeit haben Ärzte und Wissenschaftler der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) nun gezeigt, dass auch bereits eine Ernährung, die reich an gesättigten Fettsäuren ist (zum Beispiel Gebäck, Fleisch, Fertigprodukte oder ähnliches), die Schwere der Schuppenflechte verstärkt. Im August startet die weltweit erste Studie, die zeigen soll, ob eine Änderung der Essgewohnheiten oder eine spezielle Diät Einfluss auf den Behandlungserfolg bei Psoriasis nehmen kann. Dafür werden noch Patienten gesucht. <p>&quot;Es ist viel über die Entstehung und Entwicklung der Psoriasis und die vielen Veränderungen bei Übergewicht bekannt, aber wie beides zusammen spielt, war weitgehend unklar&quot;, sagt <a href="/einrichtungen/dermatologie" rel="ext" target="_blank">Klinikdirektor Prof. Dr. Jan-Christoph Simon</a>, der die Forschungsarbeit zusammen mit Dr. Anja Saalbach, wissenschaftliche Gruppenleiterin, betreute. Übergewicht und Adipositas stiegen zudem in ihrer Häufigkeit dramatisch an, so Prof. Simon, was diese Probleme in Zukunft immer weiter verschärfen werde.<br>Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass nicht nur Übergewicht die Schuppenflechte deutlich verstärkt, sondern bereits eine ungesunde Ernährung. &quot;Es sind vor allem die gesättigten Fettsäuren, die heute in vielen Lebensmitteln, gerade in der westlichen Welt, enthalten sind. Diese beeinflussen die Schuppenflechte in einem Krankheitsmodell negativ. Eine Reduktion dieser Fettsäuren führte hingegen zu einer deutlichen Verbesserung der Schuppenflechte. Diesen Zusammenhang konnten wir erstmals darstellen&quot;, erklärt der UKL-Dermatologe. Daher kamen die UKL-Wissenschaftler zu der Vermutung, dass eine Umstellung der Ernährung die konventionellen Therapien der Psoriasis unterstützen könnte.<br>Die in der Fachwelt stark beachtete Forschungsarbeit ist im Frühjahr dieses Jahres auf der Tagung der &quot;Arbeitsgemeinschaft für Dermatologische Forschung&quot; mit einem Forschungspreis für Translationale Medizin ausgezeichnet worden. Das &quot;Journal of Investigative Dermatology&quot;, die führende Fachzeitschrift unter Dermatologen, widmete den Ergebnissen der UKL-Experten in einer ihrer Ausgaben zudem ein so genanntes &quot;Editorial&quot;, ein Vorwort.</p> <p>Auf diesen Ergebnissen aufbauend, startet die <a href="/einrichtungen/dermatologie" rel="ext" target="_blank">Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie</a> in Zusammenarbeit mit dem Ernährungsteam des UKL ab August eine von Oberärztin Dr. Anna-Theresa Seitz, Dr. Johannes Kohlmann und Lars Selig, Leiter des Ernährungsteams, durchgeführte Interventionsstudie. Das Besondere&#58; Diese sieht neben einer leitliniengerechten Therapie der Schuppenflechte zusätzlich eine Spezialdiät mit Ernährungsberatung vor und soll über einen Zeitraum von sechs Monaten laufen.<br>Vorteile für Teilnehmer&#58; Sie erfahren eine intensive Behandlung ihrer Schuppenflechte, bekommen kostenintensive Diätpräparate gestellt und erhalten eine umfangreiche Ernährungsberatung. &quot;Gerade der Nachweis, an einer solchen Beratung teilgenommen zu haben, ist zudem oftmals die Voraussetzung für weitere Behandlungen zur Gewichtsreduzierung&quot;, zählt Prof. Simon einen weiteren Vorzug für Studienteilnehmer auf.</p> <p><strong>Information&#58;</strong><br>Interessierte Patienten können sich für die Studie ab sofort telefonisch unter der Nummer 0341/97-18666 oder per Email (<a href="mailto&#58;hau-kfe@medizin.uni-leipzig.de">hau-kfe@medizin.uni-leipzig.de</a>) in der UKL-Hautklinik melden.</p>
Früher Pollenflug – Hasel- und Erlenpollen schon unterwegs<img alt="Mit einer zweiten Messstation auf dem Dach des Uniklinikums erfassen die UKL-Allergologen jetzt zusammen mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) zusätzliche Daten zum Pollenflug in Leipzig." src="/presse/PressImages/pic_20190311094206_7d6e2e80f0.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-03-10T23:00:00ZLeipzig. Heuschnupfengeplagte wissen es bereits – dank der warmen Temperaturen fliegen in Leipzig seit Mitte Februar die Pollen in hoher Konzentration. Derzeit registriert der am Universitätsklinikum Leipzig eingerichtete Pollenmonitor ungewöhnlich hohe Werte für Hasel- und Erlenpollen. Bleibt das warme Wetter, ist auch mit einen frühen Start des Birkenpollenflugs zu rechnen. Um die Pollenmessung weiter zu verbessern, die Eigenschaften von Pollen besser verstehen zu lernen und um neue Studien zu Allergien durchführen zu können, wurde am UKL jetzt eine zweite Pollenfalle in Zusammenarbeit mit Biologen und Monitoringspezialisten des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) installiert. <p>&quot;Die von uns <a href="https&#58;//pollenmonitor.com-tom.de/index.php" rel="ext" target="_blank">gemessene aktuelle Pollenbelastung</a> in Leipzig ist für diese Jahreszeit ungewöhnlich hoch&quot;, konstatiert Prof. Regina Treudler die Messdaten des Pollenmonitors auf dem Dach des Universitätsklinikums Leipzig. Seit zweieinhalb Jahren sammeln hier die UKL-Allergologen um Prof. Treudler Daten zur Pollenbelastung. Derzeit registriert das Gerät vor allem Hasel- und Erlenpollen. Die genauen Daten können tagesaktuell über die Homepage des <a title="lica" href="/einrichtungen/lica" rel="ext" target="_blank">Leipziger Interdisziplinären Centrums für Allergologie</a> abgerufen werden unter&#58; <a title="lica" href="/einrichtungen/lica" rel="ext" target="_blank">www.uniklinikumleipzig,de/einrichtungen/lica.</a></p> <p>&quot;Bei gleichbleibend warmem Wetter ist auch mit einem frühen Start des Birkenpollenflugs zu rechnen&quot;, so Prof. Treudler. Für die Allergiker bedeutet dies&#58; Augenjucken, Niesanfälle, Fließschnupfen und Husten bis hin zur Atemnot. Wer damit zu kämpfen hat, dem empfiehlt Treudler sich mit dem behandelnden Arzt abzustimmen bzw. mit den klassichen Therapiemaßnahmen zu beginnen. Diese umfassen den Einsatz von Augentropfen, Nasenspray, Antiallergie-Tabletten und Asthmaspray.</p> <p><strong>Zweite Messstation soll zusätzliche Daten liefern</strong><br>Derzeit erfasst das auf dem Universitätsklinikum Leipzig in der Liebigstraße installierte elektronische Pollenmessgerät 38 Pollenarten. Seit kurzem wird die Messstation nun ergänzt durch zwei weitere Pollenfallen, die mit unterschiedlichen Methoden zur Erfassung der Pollen arbeiten. Diese Geräte werden gemeinsam mit dem <a title="UFZ" href="https&#58;//www.ufz.de/" rel="ext" target="_blank">Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)</a> und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) betrieben und sollen Daten für weiterführende Studien liefern. </p> <p>Ziel der Wissenschaftler ist es, so künftig Informationen nicht nur über die Zahl der Pollen, sondern auch deren Allergengehalt, sowie weitere relevante Eigenschaften zu gewinnen. Der Hintergrund sind Erkenntnisse aus der<a title="LIFE" href="http&#58;//life.uni-leipzig.de/en/life_health_study.html" rel="ext" target="_blank"> Leipziger LIFE-Studie</a>, die sich den Ursachen von Zivilisationserkrankungen widmet. &quot;Hier haben wir innerhalb des Leipziger Stadtgebiets unterschiedliche Sensibilitätshäufigkeiten in Bezug auf Pollenallergien festgestellt&quot;, erklärt Prof. Regina Treudler. &quot;Konkret bedeutet das, dass Menschen im Stadtzentrum häufiger und stärker unter einer Pollenallergie leiden als diejenigen, die in den Gebieten am Stadtrand wohnen.&quot;<br><br> Eine Erklärung dafür wäre, dass eine verkehrsbedingte Luftverschmutzung Einfluss darauf hat, wie stark allergieauslösend die Pollen der jeweiligen Bäume oder Pflanzen sind - demnach könnte beispielsweise eine Birke an einer vielbefahrenen Straße stärker allergen sein, als eine Birke an einer ruhigen Seitenstraße. &quot;Um besser sagen zu können, welche Faktoren hier eine Rolle spielen, wollen wir mit der Messtation in gemeinsamen Studien die Diversität und Allergenität der Pollen untersuchen und vergleichen&quot;, erläutert Biologin Dr. Susanne Dunker, Projektleiterin des Projektes zur Pollendiversität (PolDiv) an UFZ und iDiv. <br><br>Ihr Interesse konzentriert sich sowohl auf quantitative Eigenschaften, etwa die Anzahl unterschiedlicher luft- und insektenverbreiteter Pollen als auch auf qualitative Eigenschaften der Pollen, wie beispielsweise deren Stoffwechselaktivität. Die erweiterte Messtation liefert zudem Daten zur Luftqualität (Feinstaub, NO2, SO2) sowie weiteren relevanten Umweltparametern wie Niederschlagsarten und UV-Strahlung. Neuartige Konzepte der Datenintegration und des Datenmanagements werden in einem weiteren Projekt realisiert (S2DES - Smart Sensor-based Digital Ecosystem Services) und machen die präzise Untersuchung der Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Komponenten möglich.</p> <p>&#160;</p>
30 UKL-Experten gehören zu den TOP-Medizinern2018-06-21T22:00:00ZLeipzig. 30 Ärzte des Uniklinikums Leipzig zählen zu Deutschlands Top-Medizinern und werden von Kollegen und Patienten besonders empfohlen – so nachzulesen in der aktuellen Ärzteliste des FOCUS. Besonders stark ist das UKL demnach in der Krebsmedizin, in der Inneren Medizin, in der Chirurgie sowie in der Geburtsmedizin, Neonatologie und Kindermedizin. <p>Wiederholt erhalten die Fachleute für Krebsmedizin hervorragende Bewertungen und viele Empfehlungen - Prof. Florian Lordick für Krebserkrankungen des Verdauungstraktes, Prof. Andreas Dietz bei Kopf-Hals-Tumoren, Prof. Jürgen Meixensberger bei Hirntumoren, für urologische Tumoren Prof. Jens-Uwe Stolzenburg, zu Leukämie Prof. Dietger Niederwieser und in der Strahlentherapie Prof. Rolf-Dieter Kortmann.</p> <p>Ebenfalls wieder vollständig vertreten ist das leitende Team der Geburtsmedizin, Kindermedizin und Neonatologie mit Prof. Holger Stepan, Prof. Wieland Kiess und Prof. Ulrich Thome.</p> <p>Zu den empfohlenen Ärzten gehören in der Chirurgie Prof. Christoph Josten für die Unfallchirurgie, Prof. Christoph Heyde in der Wirbelsäulenchirurgie, Prof. Andreas Roth bei Knieoperationen, Prof. Pierre Hepp für Schulterchirurgie, Prof. Nada Rayes bei Schilddrüsen-Operationen und Prof. Arne Dietrich in der Adipositas-Chirurgie.</p> <p>Im Bereich der Inneren Medizin finden sich ebenfalls viele Leipziger in der Top-Riege wieder&#58; Prof. Michael Stumvoll in der Endokrinologie, Prof. Hubert Wirtz in der Pneumologie, Prof. Albrecht Hoffmeister für die Gastroskopie, Prof. Christoph Baerwald in der Rheumatologie und Schmerzbehandlung, Prof. Florian Then Bergh für Multiple Sklerose, die Dermatologen Prof. Jan-Christoph Simon und Prof. Regina Treudler für die Themen Allergie und Neurodermitis sowie Prof. Matthias Blüher und Prof. Anja Hilbert in der Ernährungsmedizin.</p> <p>Außerdem genannt sind&#58; Prof. Peter Wiedemann für Netzhauterkrankungen, die Psychosomatikerin Prof. Anette Kersting, für Alzheimer Prof. Hermann-Josef Gertz, Prof. Uwe Paasch für Männergesundheit und die Zahnmediziner Prof. Hans-Ludwig Graf und Prof. Holger Jentsch für Implantologie und Parodontologie.</p>
Nach lange recht mildem Winter beginnt mit der Birke nun eigentliche Allergie-Saison<img alt="Auf dem Dach der Frauen- und Kindermedizin des UKL steht Ostdeutschlands einziger elektronischer Pollenmonitor. Prof. Regina Treudler (links), Ärztliche Leiterin des Leipziger Interdisziplinären Centrums für Allergologie (LICA), und Dr. Jeannine Wobser werten die Daten, die das Gerät liefert, aus." src="/presse/PressImages/pic_20180326112728_24d2d699e6.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-03-25T22:00:00ZLeipzig. Mit dem sicher bald einsetzenden Frühlingswetter beginnt für viele Menschen leider auch wieder eine gewisse Leidenszeit, sobald sich der Pollenflug intensiviert. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) verfügt über einen elektronischen Pollenmonitor, der die Konzentration von Blütenstaub in der Luft vollautomatisch misst und auswertet. Die Ergebnisse werden tagesaktuell auf der Internetseite des Leipziger Interdisziplinären Centrums für Allergologie (LICA) angezeigt. <p>Etwa 15 bis 20 Prozent aller Menschen in Deutschland sind Pollenallergiker, in Großstädten mehr als auf dem Land, ältere Menschen stellen nur etwa zehn Prozent. Der Schwerpunkt liegt bei jungen Erwachsenen. &quot;Leider trifft es diejenigen besonders stark, die gerade im Beruf oder familiär stark eingebunden sind&quot;, sagt Prof. Regina Treudler, Allergologin an der <a href="http&#58;//hautklinik.uniklinikum-leipzig.de/dermatologie.site%2cpostext%2cstartseite.html" rel="ext" target="_blank">Klinik&#160; und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie, Allergologie</a> des UKL. &quot;Unsere Daten zeigen, dass Betroffene während des Pollenfluges weniger leistungsfähig sind, auch am Arbeitsplatz&quot;, so Prof. Treudler, die auch Ärztliche Leiterin des <a href="/einrichtungen/lica" rel="ext" target="_blank">Leipziger Interdisziplinären Centrums für Allergologie (LICA)</a> ist. <br> LICA - als seit drei Jahren durch die deutschen Allergiegesellschaften zertifiziertes Zentrum - veröffentlicht auch in diesem Jahr zuverlässige Daten über den Pollenflug.</p> <p>Selbst wenn es die vergangenen Tage anders erscheinen ließen, der Winter 2017/18 war ein milder. Im Dezember und Januar flogen - teilweise sogar recht stark - die Haselpollen. Ende Januar ging es mit der Erle los. In der zweiten Märzwoche, als es milder war, probierten sich die ersten Birken, deren Hauptsaison nun beginnen wird.<br>Erfasst werden diese vom elektronischen Pollenmonitor. Er steht seit gut einem Jahr auf dem Dach von Haus 6, der UKL-Kinder- und Frauenmedizin am Campus Liebigstraße. In regelmäßigen Abständen saugt das Gerät, das in ganz Ostdeutschland einzigartig ist, Luft an. Sind Pollen enthalten, legen sie sich auf kleine Glasplättchen. Ein Kamerasystem erkennt, welche Pollen es sind und wie hoch deren Konzentration ist. Diese Informationen werden grafisch dargestellt. Die Seite im Internet ist über die Homepage des Allergiezentrums LICA leicht erreichbar.</p> <p>&quot;In diesem Jahr wollen wir noch einmal zusätzlich eine konventionelle Pollenmess-Station aufstellen für einen Vergleich der Daten&quot;, erläutert Prof. Treudler. Aktuelle Forschungsprojekte beschäftigen sich mit der unterschiedlichen Verbreitung von Pollen innerhalb des Stadtgebiets und mit der Verbreitung neuer Arten, die möglicherweise durch veränderte klimatische Bedingungen in unsere Breiten gelangen, zum Beispiel das beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia).<br>Wenn Beschwerden aufträten, sollten sich Betroffene einer allergologischen Untersuchung unterziehen, rät die Expertin des UKL. So könnten die auslösenden Allergene identifiziert und über eine mögliche Therapie und die dafür notwendigen Medikamente entschieden werden. Helfen jedoch Tabletten, Nasensprays und Augentropfen ebenfalls nicht mehr oder muss sogar zu einem Asthmaspray gegriffen werden, sollte unbedingt frühzeitig über eine so genannte Hyposensibilisierung nachgedacht werden. &quot;Diese kann mittlerweile für viele Allergene in Tablettenform erfolgen und nicht nur über Spritzen, beruhigt Prof. Treudler.</p> <p>An der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikums Leipzig besteht von Montag bis Freitag eine Allergiesprechstunde. Nach einer Überweisung durch den niedergelassenen Facharzt können Betroffene über Telefon 0341 / 97 - 18691 einen Termin vereinbaren.</p> <p><strong>Der Pollenmonitor im Internet&#58;</strong><a href="/einrichtungen/lica"><br>https&#58;//www.uniklinikum-leipzig.de/einrichtungen/lica</a><br> (&quot;Aktueller Pollenflug am UKL&quot;)</p> <p>&#160;</p>
Stationsapotheker sorgen für mehr Sicherheit<img alt="Die Stationsapotheker Katrin Heinitz, Fanny Göhler und Axel Dürrbeck (v.r.n.l.) im Einsatz vor Ort - hier bei einer Besprechung auf der Station A 4.1 des UKL." src="/presse/PressImages/pic_20180124110025_f014b914ea.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-01-23T23:00:00ZLeipzig. In einem Pilotprojekt werden am Universitätsklinikum Leipzig Apotheker direkt auf den Stationen eingesetzt. Die Bilanz des neuen Angebots ist nach den ersten sechs Monaten äußerst positiv. Die Unterstützung vor Ort durch die klinischen Pharmazeuten trägt zur Qualitätssicherung ebenso bei wie zur Erhöhung der Therapiesicherheit bei Medikamentengaben. Künftig soll das bisher auf ein Department beschränkte Projekt daher auch auf andere Bereiche ausgeweitet werden. <p>Medikamente spielen bei einer Krankenhausbehandlung naturgemäß eine sehr große Rolle. Dabei müssen die Klinikärzte zum einen die akute Erkrankungssituation und den Einsatz oft mehrerer Arzneimittel gleichzeitig berücksichtigen, zum anderen aber auch, welche Medikamente Patienten bereits &quot;mitbringen&quot;&#160; und weiter einnehmen müssen. Gerade unter dem Aspekt unerwünschter Nebenwirkungen und möglicher Kontraindikationen kommt der genauen und ständigen Kontrolle aller verordneten Arzneimittel eine große Rolle zu. Um die Ärzte dabei zu unterstützen und zu entlasten, haben am Universitätsklinikum Leipzig in einem Pilotprojekt Stationsapotheker diese Aufgabe übernommen. Im Department für operative Medizin betreute ein Team aus drei klinischen Pharmazeuten seit dem Frühsommer alle Patienten von der Aufnahme bis zur Entlassung. Sie erfassten bei der Aufnahme die mitgebrachten Medikamente, begleiteten die täglichen Visiten ebenso wie die wöchentlichen Antibiotika-Visiten und prüften jeweils die Verordnungen. &quot;Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Kontrolle, ob die Arzneimittel effektiv und sicher angewendet werden können oder mit Problemen im Zusammenspiel zu rechnen ist&quot;, erklärt Dr. Roberto Frontini, der bis zum Jahresende die <a href="http&#58;//apotheke.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Klinikumsapotheke </a>am Universitätsklinikum Leipzig geleitet hat. Zweiter wichtiger Punkt - der Check der Nieren- und der Leberwerte, um bei Verschlechterungen schnellste&#160; Anpassungen vornehmen zu können. &quot;Wenn eine intensive Medikation erfolgt, ist es für die Therapie sehr wichtig, die Nierenfunktion eng zu kontrollieren und aufrechtzuerhalten&quot;, so Frontini. Erkennen die Apotheker Handlungsbedarf, werden gemeinsam mit den Ärzten die Verordnungen geprüft und Alternativen gesucht.</p> <p>Dieses Vorgehen hat sich gut bewährt. &quot;Die Rückmeldungen sind sehr positiv&quot;, erklärt Frontini. Mediziner und Pflegekräfte fühlten sich entlastet, Patienten profitieren von der zusätzlichen pharmazeutischen Betreuung, die bei Bedarf auch eine persönliche Beratung beinhaltet.<br>Auch die Qualitätseffekte sind deutlich sichtbar. &quot;Das Team der Stationsapotheker konnte bei fast der Hälfte aller betreuten Patienten zu einer Optimierung der medikamentösen Therapie beitragen&quot;, so Frontini. Das Ziel, Arzneimittelfehler zu vermeiden und die Betreuung zu verbessern, sei damit erreicht worden. Entsprechend soll das Projekt weitergeführt und ausgeweitet werden. Geplant sind weitere Stationsapotheker in der <a href="http&#58;//hno.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">HNO </a>und der <a href="http&#58;//hautklinik.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Hautklinik</a>. Das UKL gehört mit dieser Größenordnung klinisch tätiger Pharmazeuten zu den Vorreitern beim Einsatz von Stationsapothekern in Deutschland. Im internationalen Vergleich gäbe es aber viel Aufholbedarf&#58;&#160; &quot;In den USA erfolgen inzwischen in den Krankenhäusern 97 Prozent aller Visiten zusammen mit einem Apotheker&quot;,&#160; beschreibt Frontini. &quot;So eine breite Akzeptanz wäre ein Ziel, dass wir gern erreichen würden - und dazu sind wir auf einem guten Weg.&quot;</p>

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