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Forensische Toxikologie

​Die Forensische Toxikologie bearbeitet mittels moderner physikalisch-chemischer Analysenverfahren die folgenden Schwerpunkte:
  • Blutalkoholanalysen sowie weiterführende spezialisierte Untersuchungen im Zusammenhang mit Alkoholkonsum (Begleitstoffanalytik)
  • Nachweis von Betäubungsmitteln und zentral wirksamen Medikamenten überwiegend bei Verkehrsteilnehmern aber auch bei Tätern oder Opfern bei Straftaten
  • Allgemeine Suchanalysen auf toxische Stoffe (Gifte, Medikamente, Betäubungsmittel) bei Verdacht der akuten Vergiftung oder ungeklärten Sterbefällen (Sektionstoxikologie)
  • Untersuchung verdächtiger Materialien oder Substanzspuren auf toxische Wirkstoffe

Blutalkohol

​Für die Bestimmung der Blutalkoholkonzentration (BAK) sind zwei voneinander unabhängige Methoden eines zertifizierten Analysensystems vorgeschrieben. Es werden zwei Varianten der Headspace - Gaschromatographie - jeweils mit Doppelbestimmung - eingesetzt. Die Einzelwerte beider Methoden müssen nahezu exakt übereinstimmen, nur geringste Abweichungen sind erlaubt.

Begleitstoffanalysen

Bei der Begleitstoffanalyse werden charakteristische Inhaltstoffe von alkoholischen Getränken im Blut nachgewiesen. Diese Substanzen liegen in ca. 100- bis 1000-fach geringerer Konzentration als Ethanol im Blut vor. Die Untersuchung erfolgt ebenfalls gastromatographisch. Über das im Blut vorliegende Muster der Begleitstoffe lassen sich Trinkangaben überprüfen, die häufig als sog. „Nachtrunk" angegeben werden.​​

Betäubungsmittel im biologischen Material

Betäubungsmitteluntersuchungen können im Blut, im Urin und ggf. weiteren Untersuchungsmaterialien durchgeführt werden. Je nach Material sind unterschiedliche Bewertungen aus den Untersuchungen ableitbar. Eine Blutprobe erlaubt Aussagen über eine aktuelle Einwirkung zum Zeitpunkt der Blutentnahme und eine Aufnahme die typischerweise nur wenige Stunden vor der Blutentnahme erfolgte. Im Urin kann die Ausscheidung über viele Stunden bis zu mehreren Tagen mehreren Tagen festgestellt werden.
Routinemäßig werden Blutproben von Verkehrsteilnehmern auf Amphetamine, Designerdrogen, Cannabis, Kokain und Opiate untersucht. Das Spektrum kann je nach Fragestellung erweitert werden.​

Sektionstoxikologie

Bei der Klärung der Todesursache im Rahmen rechtsmedizinischer Untersuchungen ist ein Vergiftungsgeschehen oder eine Beeinträchtigung durch Substanzen zur Todeszeit häufig in Betracht zu ziehen. Das Spektrum der in Frage kommenden Stoffe ist außerordentlich groß. Prinzipiell kommen hunderte Medikamente und Rauschmittel sowie zahlenmäßig noch erheblich mehr allgemeine Gifte in Betracht. Dabei kann es sich um gasförmige, flüssige oder feste Stoffe handeln, die auf unterschiedlichste Weise aufgenommen werden. Um möglichst viele dieser Substanzen erfassen bzw. ausschließen zu können, sind systematische Analysen und Kombinationen verschiedenster Methoden erforderlich. Die Durchführung, Auswertung und Interpretation der Analysen erfordert eine stetige Weiterentwicklung der analytischen Methodik sowie die Berücksichtigung aktueller Entwicklungen im Bereich Pharmakologie und Toxikologie.​

Ansprechpartner

Dr. rer. nat. Heiner Trauer​
Abteilungsleiter
Fachchemiker für Toxikologie

Telefon:  0341 - 97 15142
Fax:       0341 - 97 15124
E-Mail:   Heiner.Trauer@medizin.uni-leipzig.de​

Dr. rer. nat. Sven Baumann
Chemiker

Telefon:  0341 - 97 15138 
Telefon:  0341 - 97 15133​
Fax:       0341 - 97 15124 
E-Mail:   Sven.Baumann@medizin.uni-leipzig.de

Dr. sc. hum. Susen Becker
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Telefon:  0341 - 97 15133 
Fax:       0341 - 97 15124
E-Mail:   Susen.Becker@medizin.uni-leipzig.de

Johannisallee 28, Haus H
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 15 100
Fax:
0341 - 97 15 109
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