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Forensische Molekulargenetik

​​Mit den nachfolgenden Informationen möchten wir einen Einblick in unsere Arbeit sowie einen Überblick zum Leistungsspektrum des Arbeitsbereiches Forensische Molekulargenetik geben.

Vaterschaftstests und andere Abstammungsuntersuchungen

Wir führen Vaterschaftstets und andere Abstammungsuntersuchungen im Auftrag von Familiengerichten oder Privatpersonen entsprechend den aktuellen Richtlinien der Gendiagnostikkommission​ sowie den Leitlinien der DGAB durch. Unser Institut ist durch die DAkkS nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 als Prüflaboratorium für Abstammungsbegutachtungen akkreditiert.

Bei einer Untersuchung im privaten Auftrag muss die schriftliche Einwilligung aller beteiligten Personen zur Entnahme und Untersuchung der Probe abgegeben werden. Für Minderjährigen ist die Einwilligung der Sorgeberechtigten erforderlich. 

Bei anderen Abstammungsfragen oder in Defizienzfällen, d.h. wenn nicht mehr alle Personen für die Analyse verfügbar sind, beraten wir Sie hinsichtlich der Untersuchungsmöglichkeiten. Dies gilt ebenso für Abstammungsnachweise im Rahmen von Familienzusammenführungen. Neben zahlreichen autosomalen Merkmalssystemen können hierfür auch DNA-Marker auf dem X- und Y-Chromosom hinzugezogen werden.

Nähere Informationen finden Sie in den nachfolgenden Dokumenten:

Wir beraten Sie gern bezüglich Ihrer individuellen Anfrage.

Auskunft:  Frau PD Dr. Edelmann
Telefon:    0341 - 97 15111
E-Mail :    Jeanett.Edelmann@medizin.uni-leipzig.de​​

Forensische Spurenkunde

Die Untersuchung von Tatortspuren und Vergleichsproben erfolgt ausschließlich im Auftrag von Polizeibehörden, Staatsanwaltschaften und Gerichten nach den Vorgaben der Strafprozessordnung (StPO). Wir arbeiten nach den Richtlinien der deutschen Spurenkommission (www.gednap.de) und der internationalen Fachgesellschaft für Forensische Genetik (www.isfg.org). Das Labor nimmt regelmäßig erfolgreich an den GEDNAP-Ringversuchen zur externen Qualitätsüberprüfung teil und ist für diese Analysen ebenfalls akkreditiert (DIN EN ISO 17025).

Im Rahmen der Bearbeitung von Tatortspuren werden folgende Leistungen angeboten:

  • Sicherung von DNA-Spuren an komplexen Spurenträgern (zum Beispiel Gegenstände von Tatorten, Bekleidung, etc.) sowie Fotodokumentation
  • Durchführung von Vortesten zum Nachweis von Blut oder Sekreten
  • Untersuchung von sekundären Spurenträgern (Abriebe, Abklebungen, etc.) und Vergleichsproben (Mundschleimhautabriebe) inkl. DNA-Extraktion, Quantifizierung, PCR-Amplifikation und Fragmentanalyse
  • Auswertung der gewonnenen Daten, ggf. biostatistische Bewertung nach aktuell geltenden Richtlinien
  • Erstattung von wissenschaftlichen Gutachten oder Befundberichten
  • Erstellung von Meldebögen für die DNA-Analyse-Datei
  • DNA-Analysen zur Identitätsfeststellung

Eine DNA-Analyse zur Feststellung der Identität erfolgt, wenn aufgrund äußerer Veränderungen (z. B. Fäulnis oder Brandeinwirkung) keine Identifizierung anhand des äußeren Erscheinungsbildes mehr möglich ist. Weiterhin kann eine Identifizierung von Verstorbenen nach Massenkatastrophen erfolgen. 

Als Referenzmaterial eignen sich in erster Linie Proben von Verwandten ersten Grades des Verstorbenen. Stehen keine verwandten Personen zur Verfügung, ist ein Abgleich mit Gegenständen aus dem persönlichen Umfeld des Verstorbenen (z.B. Zahnbürste, Rasierer, Haarbürste) möglich.

Chimärismusdiagnostik

Analysen zum hämatopoetischen Chimärismus werden im Auftrag von Kliniken bei Leukämiepatienten nach allogener Stammzelltransplantation durchgeführt. Hierbei erfolgt eine quantitative Bestimmung der Anteile von Spender- und/ oder Empfänger-DNA im Blut, Knochenmark oder spezifischen Zellpopulationen des Patienten zu verschiedenen Zeiten nach der Transplantation. Durch diese Verlaufskontrolle sind Rückfälle/ Rezidive frühzeitig erkennbar. 

Diese Untersuchungen sind ebenfalls Bestandteil unserer Akkreditierung. Das Labor nimmt dazu regelmäßig erfolgreich an Ringversuchen teil (INSTAND: Engraftment- und Chimärismusdiagnostik).

Kontakt: Labor 0341 - 97 15156

Anforderungsschein Kliniken:  Anforderungsschein 075.2

Ansprechpartner

​​​​OAss PD Dr. rer. nat. Jeanett Edelmann
Abteilungsleiterin
Telefon:  0341 - 97 15111
Telefon:  0341 - 97 15156
Fax:       0341 - 97 15159​
E-Mail:   Jeanett.Edelmann@medizin.uni-leipzig.de


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Johannisallee 28, Haus H
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 15 100
Fax:
0341 - 97 15 109
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