Sie sind hier: Skip Navigation LinksInstitut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health

Verbesserung der Früherkennung der Alzheimer-Krankheit durch gestufte Diagnostik (VERF-AK)

Versorgungsdefizite erschweren zeitgerechte Diagnose

In Deutschland sind derzeit etwa 1,8 Millionen Menschen von einer Demenz betroffen, jährlich kommen rund 440.000 Neuerkrankungen hinzu. Die häufigste Ursache ist die Alzheimer-Krankheit, die meist mit einer leichten kognitiven Störung beginnt. Eine frühe Diagnose ist entscheidend, wird in der Praxis jedoch oft verzögert gestellt, da die Symptome zunächst unspezifisch sind und die Kapazitäten spezialisierter Zentren begrenzt sind.

Bild1 VERF_AK.jpg


Gestufte Diagnostik durch expertenbasierte Schnittstelle

Speziell geschulte Fachkräfte fungieren im Projekt VERF-AK als Schnittstelle zwischen Hausarztpraxen und spezialisierten Demenzzentren. Sie übernehmen die erste Abklärung bei Verdacht auf eine kognitive Störung, erfassen die Krankengeschichte, führen Tests durch und informieren über weitere diagnostische Schritte. Je nach Ergebnis leiten sie die Patientinnen und Patienten in die spezialisierte Diagnostik weiter oder zurück in die Hausarztpraxis. Ziel ist eine frühere und zielgerichtete Versorgung sowie eine effizientere Nutzung der vorhandenen Ressourcen.

Studiendesign

Im Rahmen des bi-zentrischen Projektes kommen qualitative (Cluster-randomisierte Studie, gesundheitsökonomische Analysen), als auch quantitative Methoden zum Einsatz, um die gestufte Diagnostik wissenschaftlich zu evaluieren.

Projektlaufzeit: 1. Oktober 2025 – 30. September 2028

Förderung: Innovationsausschuss/G-BA, Förderkennzeichen: 01NVF24309

Beteiligte Projektpartner*innen: Prof Dr. Frank Jessen, Universität Köln, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie; J.-Prof. Dr. Dennis Häckl (Institut für öffentliche Finanzen & Public Management, Universität Leipzig); Prof. Dr. med. Dipl.-Volksw. Alexander Konnopka (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universität Leipzig); PD Dr. med. habil. Christoph Engel (Institut für Medizinische Informatik, Statistik & Epidemiologie (IMISE) Universität Leipzig); Prof. Dr. Jens Wiltfang (Klinik für Psychiatrie, Universitätsmedizin Göttingen); Prof. Dr. med. Eva Hummers & Dr. med. Christiane Müller (Institut für Allgemeinmedizin (IFAM); Universitätsmedizin Göttingen); Prof. Dr. med. Beate Müller (Institut für Allgemeinmedizin (IFAM), UK Köln); Dr. Ursula Marschall (BARMER); Dr. Sabine Köhler (Berufsverband Deutscher Psychiater e.V. (BVDP) e. V.); Dr. med. Uwe Maier (Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) e. V.); Dr. Christian Kümpel, & Katharina Strunk (GWQ ServicePlus AG)

Ansprechpartner im ISAP: Prof. Dr. med. Steffi G. Riedel-Heller, MPH; Prof. Dr. rer med. Melanie Luppa; Dr. rer. nat. Franziska U. Jung (franziska.jung@medizin.uni-leipzig.de)​, Dr. rer. med. Sabine SJ Herget 


Philipp-Rosenthal-Str. 55, Haus W
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 15 406 (Chefsekretariat)
Fax:
0341 - 97 15 409
Map