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Pressemitteilungen

 

 

Krankenhaushygiene jenseits alter Gewohnheiten<img alt="Ein Thema der Leipziger Krankenhaushygienetage - Desinfektion,.hier am Beispiel einer Prüfung der Hände mittels UV-Licht." src="/presse/PressImages/pic_20170908111641_1c5390a013.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2017-09-07T22:00:00ZLeipzig. 360 Teilnehmer kommen am 13. und 14. September am Universitätsklinikum Leipzig zu den diesjährigen Krankenhaushygienetagen zusammen. Die Themen reichen vom Umgang mit multiresistenten Erregern über den Einsatz von Desinfektionsmitteln bis zu aktuellen Infektionswellen wie dem Masernausbruch dieses Jahres in Leipzig. <p>&quot;Unsere Fragestellungen haben leider nichts an Aktualität verloren&quot;, erklärt Prof. Iris Chaberny, Direktorin des I<a title="Hygieneinsititut" href="http&#58;//hygiene.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">nstituts für Hygiene/Krankenhaushygiene</a> am UKL und Leiterin der Tagung. Die Herausforderungen in der Krankenhaushygiene bleiben die Alten, auch wenn die Lösungen für den Umgang damit stetig weiterentwickelt werden. &quot;Da ist es wichtig, unser Tun und unsere Gewohnheiten ständig zu hinterfragen und nichts als gesetzt und in Stein gehauen zu betrachten, vor allem, wenn es nicht zur Verbesserung beiträgt&quot;, erläutert die Hygieneexpertin. &quot; 'Das haben wir schon immer so gemacht' ist in der Hygiene einfach ein schlechtes Argument, dass wir nicht gelten lassen dürfen.&quot;<br>Wie es anders gemacht werden könnte, dazu liefert die zweitägige Tagung eine Vielzahl praktischer Beispiele und Anregungen. &quot;Der Praxisbezug steht bei uns dabei im Vordergrund&quot;, so Chaberny. &quot;Auch wir wollen von unseren Gästen gern Anregungen aufnehmen und aus deren guten oder auch schwierigen Erfahrungen lernen&quot;.<br><br>Dass in der Infektionsprävention die Anstrengungen nie nachlassen dürfen, erlebte gerade Leipzig in den letzten drei Jahren sehr direkt. Zum Jahresanfang verzeichnete die Messestadt einen Masernausbruch, der ausgehend von einem Indexfall zu letztlich 54 Masern-Erkrankungen in Leipzig führte. &quot;Dieser Verlauf zeigte einmal mehr, wie wichtig ein ausreichender und rechtzeitiger Impfschutz bei vermeintlichen Kinderkrankheiten wie Masern ist und bleibt&quot;, sagt Dr. Ingrid Möller, Leiterin der Abteilung Hygiene im Gesundheitsamt Leipzig. 2015 verzeichnete Leipzig 74 Masernfälle über neun Wochen. Über den gemeinsamen Umgang mit diesem seit 23 Jahren größten Masernausbruch berichtet bei den Hygienetagen Nils Lahl, Sachgebietsleiter Infektionsschutz/Umwelthygiene im Gesundheitsamt.</p> <p>Das Programm umfasst eine große Spannbreite der hygienerelevanten Themen wie der Verhinderung postoperativer Wundinfektionen oder Bakterien in Lebensmitteln. Ein Punkt ist den Organisatoren dabei wichtig&#58; Hygiene sollte ein Stück weit auch als Gesunderhaltung begriffen werden, die die Eigenfürsorge derjenigen, die für Hygiene sorgen müssen, einschließt. &quot;Dazu wird es einen Beitrag zum Thema 'Präventivmedizin in vollem Umfang' geben, mit praktischen Beispielen zur Sofortanwendung&quot;, verspricht Chaberny.</p> <p><strong><a title="Leipziger Krankenhaushygienetage" href="/veranstaltungen/Seiten/Veranstaltung_1108.aspx" rel="ext" target="_blank">Leipziger Krankenhaushygienetage 2017</a></strong><br>13. und 14. September 2017<br>Studienzentrum, Liebigstraße 27</p> <p>&#160;</p>
UKL-Endoprothetiker entwickeln neue Checkliste für Behandlung von Infektionen<img alt="Prof. Andreas Roth, Leiter des Bereichs Endoprothetik/Orthopädie am UKL" src="/presse/PressImages/pic_20170906105907_ef059938ba.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2017-09-05T22:00:00ZLeipzig. Eine neue Checkliste zur Behandlung von Infektionen bei Endoprothesen wollen die Ärzte des Bereichs Endoprothetik der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie am UKL entwickeln. Dazu treffen sie sich am 8. und 9. September zu ihrer Klausurtagung "Implantat und Infekt". Hintergrund: Die Zahl schwerer Infektionen, auch mit multiresistenten Keimen, nimmt zu. <p>&quot;Wir erarbeiten uns unseren eigenen Standard&quot;, sagt Bereichsleiter Prof. Andreas Roth, &quot;und nutzen dafür die hohe Kompetenz und die interdisziplinären Möglichkeiten, die das UKL bietet.&quot; Ein infektiöser Patient bedeute jedes Mal Leid für den Patienten und hohen Aufwand für das Personal. Prof. Roth&#58; &quot;Wir müssen uns immer fragen&#58; Haben wir die Diagnose komplett gestellt oder fehlt etwas?&quot; <br>Im komplexen Räderwerk des menschlichen Körpers könne alles mit allem zusammenhängen&#58; &quot;Eine nicht bemerkte Entzündung an einem Zahn oder am Blinddarm kann zum Beispiel die Wundheilung einer Hüftprothese stören&quot;, erläutert Roth. Um so etwas noch schneller finden und behandeln zu können, sollen die Behandlungsabläufe nun optimiert werden.</p> <p>Zu ihrer Klausurtagung haben sich daher die UKL-<a href="http&#58;//oup.uniklinikum-leipzig.de/oup.site%2cpostext%2cendoprothetik-gelenkersatz-orthopaedie.html" rel="ext" target="_blank">Endoprothetiker </a>Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bereichen des Klinikums eingeladen, um gemeinsam mit ihnen zusammen eine erneuerte Checkliste zu erarbeiten und ein Netzwerk zu etablieren.</p> <p>So spricht etwa der Leiter der <a href="http&#58;//mikrobiologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Mikrobiologie </a>am UKL, Prof. Arne Rodloff, über Erreger und ihre Bekämpfung durch Antibiotika. <br>Dr. Roberto Frontini, Direktor der <a href="http&#58;//apotheke.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Klinikumsapotheke</a>, und Apotheker Dr. Donald Ranft erläutern medikamentöse Strategien bei einem Infekt und gehen vor allem auf erregerspezifische Medikamente ein, ihre Dosierungen und mögliche Nebenwirkungen. <br>Die Experten der <a href="http&#58;//nuklmed.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Nuklearmedizin </a>um Prof. Osama Sabri erörtern, wie mit Hilfe des PET-CT die Frage geklärt werden kann, ob es im Körper noch andere Orte gibt, wo Entzündungen &quot;schlummern&quot;. <br>Prof. Christoph Lübbert, Leiter des Bereichs <a href="http&#58;//gastroenterologie.uniklinikum-leipzig.de/mk2gastro.site%2cpostext%2cinfektions--und-tropenmedizin.html?PHPSESSID=r556475q555qn60p7dcnl15eh5" rel="ext" target="_blank">Infektions- und Tropenmedizin</a>, beschreibt, welchen Einfluss Ernährung, Rauchen, Diabetes oder Alkohol auf die Wundheilung haben können. <br>Eine Strategie zur Infektionsprophylaxe bei einem Gelenkersatz stellt Prof. Iris Chaberny, Direktorin des <a href="http&#58;//hygiene.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Instituts für Hygiene / Krankenhaushygiene</a>, vor und erörtert Hygienestandards.</p> <p>Von den Vorteilen solch einer vernetzten Suche nach Infektionen und ihrer Behandlung profitieren natürlich in erster Linie die betroffenen Patienten. Diagnosen werden genauer und schneller gestellt, Therapien beginnen früher und können spezieller eingestellt werden. Prof. Roth fasst es zusammen&#58; &quot;Unsere Patienten sollen nicht länger liegen müssen als wirklich nötig.&quot;</p>
Kampf gegen Multiresistenzen beginnt auch mit sauberen „Werkzeugen“<img alt="Ein Paar Hände unter UV-Licht&#58; Beim Aktionstag am 5. Mai können Patienten und UKL-Mitarbeiter ihre &quot;Werkzeuge&quot; unter diesem speziellen Licht prüfen lassen." src="/presse/PressImages/pic_20170502100948_3d2b7361a2.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2017-05-01T22:00:00ZLeipzig. Zum Internationalen Tag der Händehygiene am 5. Mai macht das Universitätsklinikum Leipzig mit einem Aktionstag auf das wichtige Thema aufmerksam. Mitarbeiter des Instituts für Hygiene/Krankenhaushygiene werden an diesem Tag an ausgewählten Stellen im Klinikum unterwegs sein, um Patienten und Mitarbeiter für die Handhygiene stärker zu sensibilisieren. <p>Der Internationale Tag der Händehygiene wurde von der Weltgesundheitsorganisation WHO eingeführt und steht in diesem Jahr unter dem Motto &quot;Kampf gegen Antibiotika-Resistenz - es liegt in Deinen Händen&quot;.</p> <p>&quot;Mit der richtigen Händehygiene bekommen wir multiresistente Erreger in Griff&quot;, ist sich denn auch Prof. Iris Chaberny, Direktorin des <a href="http&#58;//hygiene.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Instituts für Hygiene/Krankenhaushygiene am UKL</a>, sicher und bestätigt das WHO-Motto. &quot;So viel wie möglich, so wenig wie nötig&quot;, lautet ihre Empfehlung, wenn es um die notwendige Intensität bei der Händehygiene geht. &quot;Gerade für medizinisches Personal gilt&#58; Die Hand ist das Werkzeug, und das muss sauber und keimarm sein&quot;, betont Chaberny. &#160;</p> <p>Zum Aktionstag am 5. Mai sind ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kliniken der Kopf- und Zahnmedizin und in der Zentralen Notfallaufnahme präsent. Mit dabei haben sie eine Lampe mit ultraviolettem Licht sowie das Angebot an alle Mitarbeiter und Patienten, die eigenen Hände unter diesem Speziallicht zu prüfen. &quot;Daraus ergeben sich dann sicherlich viele Fragen, die gleich vor Ort beantwortet werden können&quot;, ist sich Prof. Chaberny sicher und lädt alle ein, die Hygiene-Fachleute gern mit allen möglichen Fragen &quot;zu löchern&quot;, wenn sie diese auf Station oder in der Notfallaufnahme treffen.<br>Durch diese Möglichkeit der direkten Ansprache, so Chaberny, werde zusätzliches Vertrauen aufgebaut&#58; &quot;Die Mitarbeiter und auch die Patienten sehen, am UKL wird sich aktiv und transparent um Hygiene gekümmert.&quot;</p> <p>Dass Patienten seit geraumer Zeit beim Thema Händehygiene stärker eingebunden werden, dass sie aufgeklärt und interessiert sind, unterstützt Prof. Chaberny. Gleichwohl plädiert sie für ein gemeinschaftliches Miteinander von Patienten und Personal&#58; &quot;Es braucht auch weiterhin ein gewisses Grundvertrauen in den Experten und dessen verantwortungsvolles professionelles Verhalten.&quot;</p>
Schützen Waschhandschuhe vor Krankenhausinfektionen?2017-01-03T23:00:00ZLeipzig. Wie können wir Krankenhausinfektionen durch Alltagshandlungen wirksam verhindern? Eine mögliche Antwort darauf untersucht jetzt das Institut für Hygiene/Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Leipzig mit einer großen klinischen Studie, die mit knapp 2,5 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird. Geprüft wird dabei die Wirksamkeit spezieller Waschungen auf Intensivstationen. Die auf drei Jahre angelegte Studie startet im Januar 2017 auf 45 Intensivstationen, unter anderem am Universitätsklinikum Leipzig. <p>Patienten auf Intensivstationen gelten als besonders gefährdet durch Krankenhausinfektionen. Entsprechend hoch sind die hygienischen Vorkehrungen, die zum Schutz getroffen werden. Dazu gehört unter anderem eine tägliche Waschung der schwerstkranken Patienten durch die Pflegenden.</p> <p>Die <a href="http&#58;//hygiene.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Hygieneexperten am Universitätsklinikum Leipzig</a> wollen mit der jetzt startenden EFFECT-Studie untersuchen, ob und wie die Wirkung der Waschung noch verbessert werden kann. Untersucht wird der Einsatz spezieller mit dem Desinfektionsmittel Octenidin getränkter Waschhandschuhe. Octenidin wird bisher hauptsächlich zur Desinfektion von kleineren Körperbereichen und Ganzkörperwaschungen bei Patienten mit multiresistenten Erregern verwendet. Die tägliche Ganzkörperwaschung mit Octenidin-Waschhandschuhen wird bisher nur vereinzelt in einigen Krankenhäusern in Deutschland angewendet. &quot;Die Studie ist dahingehend ein Novum, dass es bisher keine systematischen, prospektiven Untersuchungen zu einem generell routinemäßigen Einsatz dieses Wirkstoffs für die Waschung von Patienten gibt&quot;, erläutert Prof. Iris Chaberny, Direktorin des <a href="http&#58;//hygiene.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Instituts </a>und Leiterin der deutschlandweiten Studie. Der Vorteil des Mittels gegenüber bisher üblichen besteht unter anderem darin, dass keine allergischen Reaktionen oder sonstige Nebenwirkungen bekannt sind. &quot;Gleichzeitig gibt es auch noch keine Resistenzen gegenüber diesem Wirkstoff, so dass wir uns Schutzeffekte auch gegenüber den multiresistenten Erregern versprechen, die uns am meisten Sorgen machen&quot;, so Chaberny. Gemeint sind sogenannte gramnegative Darmbakterien, die seit Jahren gegenüber den erfolgreich zurückgedrängten MRSA auf dem Vormarsch sind.</p> <p>Die jetzt startende, doppelblinde, randomisierte und Placebo-kontrollierte Studie wird über drei Jahre auf 45 Intensivstationen in ganz Deutschland den Effekt des täglichen Waschens mit Octenidin-Waschhandschuhen untersuchen. &quot;Der wirksame Schutz der Patienten ist dabei durchgehend sichergestellt, denn auch außerhalb der Studie sind mit den bisherigen täglichen Routinewaschungen alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen gewährleistet&quot;, erläutert Prof. Chaberny. &quot;Wir hoffen, mit unserer Untersuchung einen wichtigen Beitrag zur besseren Versorgung schwerstkranker Patienten zu leisten&quot;, so die Leipziger Hygieneexpertin. &quot;Das Ziel ist es, Arbeitsabläufe zu vereinfachen und ganz konkrete Hinweise für die Praxis geben zu können - zum Beispiel dazu, ob desinfizierende Waschhandschuhe einen besseren Schutz vor Infektionen bieten.&quot;&#160;&#160;&#160;</p> <p>Die kurz &quot;EFFECT&quot; genannte Studie ist die <strong>erste große klinische Studie in der Krankenhaushygiene in Deutschland</strong>. Sie wird mit knapp 2,5 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Für die Studiendurchführung wird Prof. Chaberny unterstützt vom Zentrum für Klinische Studien der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig.<br>Mehr zur Studie finden Sie hier&#58; Deutsches Register Klinischer Studien/ EFFECT-Studie.</p> <p><strong><br></strong></p> <p><strong>UKL-Institut für Hygiene/Krankenhaushygiene </strong></p> <p>Das Institut wurde am 1. Oktober 2014 am Universitätsklinikum Leipzig unter der Leitung von Prof. Iris Chaberny neu gegründet. Es ist das einzige in Sachsen und Mitteldeutschland. Mit der Etablierung des Instituts wurde eine Stiftungsprofessur des Universitätsklinikums Leipzig geschaffen, auf die Prof. Iris Chaberny berufen wurde. Damit gibt es in Leipzig einen von insgesamt nur acht Lehrstühlen für Hygiene/Krankenhaushygiene in Deutschland.&#160; &#160;&#160;</p>
Studie untersucht Strategien zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen und Multiresistenzen<img alt="Prof. Iris Chaberny. Direktorin des UKL-Instituts für Hygiene/Krankenhaushygiene" src="/presse/PressImages/pic_20161128104146_f53d719014.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2016-11-27T23:00:00ZLeipzig. Krankenhausinfektionen und Antibiotikaverbrauch sind zwei Seiten einer Medaille. Veränderungen an der einen Stelle ermöglichen Verbesserungen an der anderen. Wie die aktuellen Maßnahmen zur Infektionsvermeidung und zum reduzierten Antibiotikaverbrauch in Kliniken weiter verbessert werden können, wollen die Hygieneexperten des Instituts für Hygiene/Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Leipzig untersuchen. <p>Im Zentrum der Studie steht dabei die Chirurgie. &quot;Die häufigsten nosokomialen, also im Krankenhaus erworbenen Infektionen, sind Wundinfektionen nach Operationen&quot;, erklärt Prof. Iris Chaberny, Direktorin des UKL-<a title="Hygiene" href="http&#58;//hygiene.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Instituts für Hygiene/Krankenhaushygiene</a> und Leiterin der Studie. &quot;Hier stehen wir vor der großen Herausforderung, das Alltagshandeln in den Kliniken so zu verändern, dass die Patienten noch besser geschützt werden&quot;. Dieser Aufgabe widmet sich die &quot;WACH&quot;-Studie, die nun dank einer Förderung mit 600.000 Euro durch das Bundesministerium für Gesundheit zum Jahresanfang starten kann.<br><br>Im Rahmen der Studie wird in mehreren Kliniken untersucht, wie genau die Infektionsschutzmaßnahmen angewendet werden und welche Hemmnisse es bei der leitliniengerechten Umsetzung gibt. &quot;Uns interessiert hier vor allem die Frage nach den Ursachen, die dazu führen, dass bekannte Maßnahmen nicht so umgesetzt werden, wie vorgegeben&quot;, so Chaberny. Ein Schwerpunkt der Untersuchung liegt daher auch auf der psychologischen Ebene. &quot;Woran liegt es, wenn Leitlinien nicht korrekt umgesetzt werden? Wo sind Ansatzpunkte für Verbesserungen?&quot;, so erklärt Chaberny die Leitfragen der Studie zu &quot;Wundinfektionen und Antibiotikaverbrauch in der Chirurgie&quot;, kurz WACH.<br><br>Mögliche Stellschrauben für Veränderungen gibt es viele - so wäre zum Beispiel die vor vielen Operationen übliche Rasur zu hinterfragen, vor allem mit Blick darauf, wann und wo rasiert werden sollte. Aber auch andere Fragen sind zu stellen&#58; Welches Antiseptikum wird zur Desinfektion verwendet? Wie genau erfolgt die Antibiotika-Prophylaxe? Um das herauszufinden, werden innerhalb der Studie 36 Monate lang eine Vielzahl Daten über Dokumentationsauswertungen, Vor-Ort-Untersuchungen aber auch Befragungen gesammelt und analysiert.<br><br>&quot;Unser Ziel ist es, ganz konkrete optimierte Umsetzungsmöglichkeiten für die teilnehmenden Kliniken zu entwickeln, und daraus resultierend allgemeingültige Verbesserungsoptionen ableiten zu können&quot;, sagt Prof. Chaberny. &quot;So wie wir uns in der Krankenhaushygiene vor einigen Jahren dem Thema Verbesserung der Händedesinfektion gewidmet haben, so schauen wir jetzt auf die Leitlinien und deren Umsetzung im operativen Bereich, um auch hier im Interesse der Patientensicherheit besser zu werden.&quot;</p>

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