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Experten des Uniklinikums unterstützen das Bachfest Leipzig 20212021-06-03T22:00:00ZLeipzig. Wenn am 11. Juni nach einjähriger Corona-Zwangspause das Bachfest Leipzig 2021 als Hybrid-Veranstaltung mit wenigen Live-Zuhörern und vielen Streaming-Teilnehmern beginnt, dann haben an der Umsetzung dieses Musikfestivals auch Experten des Universitätsklinikums Leipzig mitgewirkt: Sowohl für das Hygienekonzept als auch die Umsetzung der Testung der 300 Künstler aus halb Europa sorgen Mediziner des UKL, das so das traditionsreiche Leipziger Musikereignis unterstützt. <p>12 Konzerte werden vom 11. bis zum 20. Juni beim diesjährigen Bachfest die Musik des berühmtesten Leipziger Thomaskantors feiern. Möglich wird dies im andauernden &#160;Pandemiejahr auch dank der Unterstützung des Universitätsklinikums Leipzigs in Form eines ausgefeilten Hygienekonzeptes, an dem sowohl die Infektiologen als auch die Experten des Zentrums für Musikermedizin am UKL mitgewirkt haben.</p> <p>&quot;Wir haben nach einer Lösung gesucht, wie Orchester und Sänger hinsichtlich des Infektionsschutzes abgesichert zusammenkommen und zusammen musizieren können&quot;, beschreibt Prof. Michael Fuchs, Leiter des Zentrums für Musikermedizin und der Sektion Phoniatrie und Audiologie am Universitätsklinikum Leipzig. Gemeinsam mit Prof. Christoph Lübbert, der in Personalunion sowohl die Infektiologie am UKL als auch am Klinikum St. Georg leitet, wurde dafür ein Konzept entwickelt, &#160;das auch die Anwesenheit von Publikum vor Ort ermöglicht - in Abhängigkeit von den Inzidenzzahlen. Ein zentraler Bestandteil des Konzeptes sind Testungen der Künstler auf das Vorliegen einer SARS-CoV-2-Infektion. <br><br>Auch diesen Part sichern die Experten des UKL ab&#58; 485 Abstriche für PCR-Tests werden schon vorab und vor Ort zum Beispiel in den Hotels durchgeführt und vom Team um Dr. Corinna Pietsch im UKL-Institut für Virologie analysiert, bevor dann die Konzerte starten können. &quot;So stellen wir sicher, dass keine Infektion der Ausführenden unbemerkt bleibt und gleichzeitig die Tests so erfolgen, dass für niemanden ein Übertragungsrisiko besteht, um die Gefahr eines Konzertausfalls so gering wie möglich zu halten&quot;, erläutert Prof. Fuchs. &quot;Wir freuen uns sehr, auf diese Weise auch etwas zur Rückkehr der Kultur in diesem Sommer beitragen zu können.&quot; &#160;</p> <p>&#160; &#160; &#160; &#160;</p>
Mut machen für ein ganz normales Leben dank Hörhilfen<img alt="Pauline (li.) spielt Schlagzeug und Mattis (2.v.l.) singt gern – die beiden Kinder der Familie Krüger wachsen mit einer Hörschädigung auf. Moderne Hörhilfen und die langjährige Betreuung durch die UKL-Experten ermöglichen es ihnen, ein weitgehend normales Leben zu führen. Mit ihren Fotos in der Ausstellung wollen sie anderen Betroffenen helfen und Mut machen." src="/presse/PressImages/pic_20210525123459_64a340bcb6.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-05-25T22:00:00ZLeipzig. Eine Kindheit mit Hörschädigung ist nicht automatisch eine Kindheit voller Beschränkungen. Das möchten die Audiologen des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) ihren kleinen Patienten und deren Eltern derzeit auch mit Hilfe einer Fotoausstellung vermitteln. Diese zeigt Kinder mit verschiedenen Hörhilfen in ihrem ganz normalen Alltag. Zwei von ihnen sind Pauline und Mattis Krüger. Ihre Geschichte zeigt, was möglich ist und macht allen Betroffenen Mut für ein Leben mit Hörhilfen. <p>Pauline lacht, Mattis tobt. Daneben lachen weitere Jungen und Mädchen von den Wänden. Insgesamt 16 Kinder zeigt die Fotoausstellung in den Warteräumen der Audiologie am UKL. Alle sind mit einer Hörschädigung auf die Welt gekommen und werden hier betreut. Manche haben ein Cochlea-Implantat erhalten, andere ein Hörgerät. Das Jüngste ist zwei Jahre, die Älteste, Pauline, 12 Jahre alt. &#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Als wir bei ihr die Diagnose hochgradige Schwerhörigkeit erhalten haben, war sie anderthalb Jahre alt&quot;, erinnert sich ihre Mutter Linda. &quot;Damals habe ich mich extrem erschrocken.&quot; In den Familien gibt es keine Vorbelastungen, die angeborene Beeinträchtigung kam völlig unerwartet. Wie sollte es weitergehen? Was erwartet Pauline und ihre Eltern? Wieviel Normalität würde möglich sein? Und gäbe es das überhaupt noch - Normalität? Auch Prof. Michael Fuchs erinnert sich an dieses erste Gespräch. Er leitet die <a href="/einrichtungen/phoniatrie">Sektion Phoniatrie und Audiologie am Universitätsklinikum Leipzig</a> und sieht täglich bis zu 15 Kinder in der pädaudiologischen Spezialsprechstunde. Und regelmäßig muss er Eltern mitteilen, dass ihr Kind nichts oder nur sehr schwer hören kann. &quot;Da muss man schon sehr abwägen, was man wann und wie sagen kann und welche Informationen vielleicht momentan zuviel sind&quot;, so Fuchs. Was der Experte für das Hören und die Stimme aber immer sagen kann&#58; Es gibt Hoffnung, und es gibt Lösungen.</p> <p>&#160;</p> <p>Bei Pauline folgten auf die Diagnose viele Untersuchungen, Gespräche mit dem Audiologie-Team aus Ärzten, Pädagogen, Sprachtherapeuten, Audiologieassistenten und dann die Anpassung von Hörgeräten beim Pädakustiker. Dafür steht in Leipzig ein gut funktionierendes Netz aus Akustikern und Pädakustikern zur Verfügung. Diese Alltagshelfer eröffneten Pauline den Weg in die Welt der Hörenden und eine (fast) normale Kindheit&#58; Sie besucht heute die sechste Klasse eines Gymnasiums. Seit sie sechs Jahre alt ist, spielt sie Schlagzeug, nimmt an Wettbewerben teil. Für die anderen Kinder war ihr Hörgerät nie ein Problem, für sie selbst auch nicht. Nur eines findet sie schade&#58; &quot;Ich hätte gern einen besseren Wasserschutz, damit ich am See oder im Schwimmbad die Geräte nicht ablegen muss&quot;, sagt die Zwölfjährige.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Das kommt&quot;, versichert ihr Krystian Vogt, &quot;das ist etwas, woran intensiv gearbeitet wird.&quot; Als Mitglied im großen Team der Audiologie betreut er zusammen mit weiteren Kollegen Pauline von kleinauf. &quot;Aufgefallen ist Pauline im Hörscreening, genau wie später ihr Bruder Mattis&quot;, erzählt Vogt. Dafür ist das 2009 verpflichtend eingeführte Früherkennungsprogramm ein Segen. &quot;Wir können so sehr zeitig feststellen, ob eine Höreinschränkung vorliegt und mit den richtigen Mitteln dafür sorgen, dass das Sprechenlernen ungehindert stattfinden kann&quot;, so Prof. Fuchs. Bei Pauline und ihrem Bruder hat dies geklappt. Beide sprechen wie alle anderen Gleichaltrigen auch. Dabei kam Mattis gehörlos zur Welt, mit neun Monaten erhielt er sein erstes Cochlea-Implantat (CI). &quot;Damit war er lange unser jüngster Patient&quot;, erinnert sich Fuchs. Mit elf Monaten bekam Mattis das zweite CI. Es folgte ein drei Jahre dauernder Rehabilitationsprozess, in dem der Umgang mit dem Geräten auch vom Gehirn gelernt und trainiert werden musste. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat&#58; Der Sechsjährige &#160;ist ein lebhafter Junge, der sich auf die Einschulung freut und gerne singt. Seine Sprachprozessoren hat Mama Linda in ein spezielles Stirnband eingenäht. Nur ein dezentes Blinken hinter dem Ohr weist darauf hin, dass das Stirnband nicht nur die Haare hält. Und einen unschlagbaren Vorteil hat es auch - wenn Mattis mal nichts hören will, legt er es einfach ab.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Mit solchen und anderen Routinen meistern die Krügers ihren Alltag wie jede andere Familie auch - mit einem Unterschied&#58; &quot;Ich werde nie diesen Moment vergessen, als die Kinder dann zum ersten Mal etwas gehört haben&quot;, erzählt Vater Andreas. Bis dahin hatten ihm Beispiele Anderer Mut gemacht. &quot;Natürlich fängt man an zu suchen, nach anderen, die etwas ähnliches erlebt haben&quot;, so der Vater. Berichte von betroffenen Familien haben ihnen geholfen und Bilder. &quot;Da war zum Beispiel ein Vater mit seinem hörgeschädigten Kind zu sehen, der hat auf der Gitarre gespielt&quot;, erinnert sich Andreas. &quot;Und ich dachte mir damals, es wäre schön, wenn ich das irgendwann auch einmal erreichen kann.&quot; Damit dies so eintritt, haben die Krügers viel unternommen, viele Förderungen wahrgenommen und auch viel Hilfe erhalten. &quot;Diese Erfahrungen möchten wir gern weitergeben, an andere &#160;Eltern, denen es so geht wie uns&quot;, so Andreas. &#160;Deshalb haben sie auch gleich zugestimmt, als Krystian Vogt sie um Fotos für die Austellung bat. Jetzt lachen Pauline und Mattis von der Wartezimmer-Wand die Kinder und Eltern an, die auf einen Hörtest oder eine andere Untersuchung warten. Und einmal im Jahr beziehungsweise alle sechs Monate sitzen sie auch selbst dort, wenn sie zur Kontrolle kommen. &quot;Das ist das Tolle an unserer Aufgabe, wir begleiten die Kinder über sehr viele Jahre bis zur Volljährigkeit&quot;, sagt Prof. Michael Fuchs. &quot;Damit sehen wir, anders als viele unserer Kollegen, wie es ihnen über die Jahre ergeht.&quot; Und sie erleben ganz direkt, wie die Entwicklung rasant voranschreitet. &quot;Vor vierzig Jahren konnte eine angeborene Taubheit nicht versorgt werden&quot;, so Fuchs. &quot;Damals wurden die ersten Cochlea-Implantate eingesetzt. Und heute können wir damit und mit modernen Hörgeräten tauben und schwerhörigen Kindern ein Leben in völliger Normalität ermöglichen.&quot; So wie Pauline und Mattis - die das auch völlig normal finden.</p>
Fünf Fragen und fünf Experten-Antworten rings um Krach, Musik und Kindergeschrei<img alt="„Stille in unserer Industriegesellschaft selten geworden“&#58; Prof. Michael Fuchs leitet die Sektion Phoniatrie und Audiologie am UKL." src="/presse/PressImages/pic_20210426112053_616758da43.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-04-25T22:00:00ZLeipzig. Am "Tag gegen Lärm" wird seit über 20 Jahren jeweils im April auf Ursachen und Auswirkungen von schädigender Schallintensität aufmerksam gemacht. Denn Lärm kann das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden von Menschen nachhaltig beeinträchtigen, betont Prof. Dr. Michael Fuchs, Leiter der Sektion Phoniatrie und Audiologie an der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Leipzig. <p>Hier einige Fragen an den Experten für <a href="/einrichtungen/phoniatrie">Stimme, Sprechen und Hören</a> und seine Antworten&#58;<br><br></p> <p><strong>Frage&#58; Ab wieviel Dezibel schädigen Geräusche das Gehör?&#160;</strong><br>Ab 80 bis 85 Dezibel ist eine hörschädigende Wirkung von Geräuschen bekannt. Das heißt&#58; Ab dieser Schallintensität besteht die Gefahr, dass die Haarzellen im Innenohr - also die Sinneszellen, die die Schallwellen in Nervenimpulse umwandeln - geschädigt werden. Auch Lärm geringerer Intensität kann krankmachen. Allerdings nicht durch Schädigungen im Ohr, sondern durch Auswirkungen auf die Psyche oder auf Herz und Kreislauf. Neben der Schallintensität spielt aber auch die Einwirkungszeit eine Rolle. <br>So ist erwiesen, dass bei einer Lärmbelastung am Arbeitsplatz ab 85 Dezibel bei acht Stunden am Tag die Gefahr besteht, dass sich mit den Jahren eine Lärmschwerhörigkeit entwickelt. Deshalb müssen den Arbeitnehmern ein kostenloser Gehörschutz zur Verfügung gestellt und Vorsorgeuntersuchungen angeboten werden. Zudem gilt&#58; Je lauter es am Arbeitsplatz ist, desto kürzer ist die zulässige Einwirkzeit.&#160;<br><br></p> <p><em>Eine Übersicht&#58;<br><br></em></p> <p>Lautstärke &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;zulässige Einwirkzeit</p> <p>85dB &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;8 Stunden</p> <p>88 dB &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 4 Stunden</p> <p>91 dB &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 2 Stunden</p> <p>95 dB &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 48 Minuten</p> <p>100 dB &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 15 Minuten</p> <p>105 dB &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 4,8 Minuten</p> <p><br><strong>Müssen Kinderohren besonders geschützt werden?</strong><br>Die Ohren von Kindern sind nicht empfindlicher als die Ohren von Erwachsenen. Aber&#58; Je früher durch Lärm ein Schaden am Ohr entsteht, desto schlechter für den Betreffenden. Denn Hörminderung, Ohrgeräusche, körperliche Stressreaktionen, Schlafstörungen - das alles wirkt sich ungünstig auf das Lernen und Großwerden der Kinder aus. Wir sollten also als Erwachsene den Kindern einen achtsamen Umgang mit Lärm vorleben und ihnen zeigen, wie sie sich schützen können.<br><br></p> <p><strong>Anhaltender Lärm kann nicht nur das Gehör schädigen, sondern auch Hirn, Herz und Kreislauf stressen. Was passiert da im Körper?</strong><br>Laute Geräusche signalisierten unseren Vorfahren Gefahr. Deshalb reagiert unser Körper heute immer noch mit einer Stressreaktion&#58; Das Herz rast, der Blutdruck steigt, Blut wird in Muskeln und Hirn gepumpt, um eine Kampf- oder Fluchtreaktion vorzubereiten. Wenn das hin und wieder passiert, ist das kein Problem. Aber wenn der Körper ständig diesen Alarmmechanismus aktiviert, wirkt sich das auf Herz und Kreislauf aus, auf die Konzentrationsfähigkeit oder auf die Entspannungsbereitschaft, führt zu Bluthochdruck, Schlafstörungen und kann sogar eine Diabeteserkrankung verschlechtern.<br><br></p> <p><strong>Kann Stille genauso gefährlich sein wie Lärm?</strong><br>Organisch nicht. Denn Stille kann das Ohr nicht schädigen. Allerdings ist Stille in unserer Industriegesellschaft selten geworden. Mancher verbindet Stille mit Einsamkeit und schaltet deshalb Radio oder Fernseher ein, nur um sich nicht allein zu fühlen. Stille kann also negativ auf unsere Psyche wirken, weil fortwährend Geräusche zu unserem Leben gehören. Irgendwo piept, quietscht oder rattert immer etwas. Das würde ich schon als Lärmverschmutzung bezeichnen. Und wir machen uns leider viel zu selten bewusst, dass wir dieser Verschmutzung fast ständig ausgesetzt sind - und uns an sie gewöhnt haben.<br><br></p> <p><strong>Wenn ständig nebenher das Radio läuft oder der Fernseher - schadet das dem Gehör und dem Nervenkostüm?</strong><br>Bei angemessener Lautstärke schadet eine solche Dauerberieselung dem Gehör nicht. Aber&#58; Sinneszellen und Gehirn arbeiten, auch ohne, dass wir das bewusst merken, fortwährend, wenn Radio oder Fernseher laufen. Das kostet dem Körper Kraft und erschöpft uns vielleicht mehr, als uns die Musik entspannt. Aber das mag bei jedem anders sein. Denn auch das Empfinden, was Lärm überhaupt ist, unterscheidet sich&#58; Laute Musik und dröhnende Motoren können Spaß machen. Andererseits können das Summen einer Fliege oder der brummende Kühlschrank stören. <br>Dahinter steckt die subjektive emotionale Bewertung von Geräuschen, der wir uns nicht entziehen können. Bei manchen rufen wummernden Bässe Glücksgefühle hervor, während andere das als Zumutung sehen. Oder&#58; Wenn ich den Nachbarn nicht leiden kann, stört selbst das kleinste Geräusch. Wenn ich mich mit dem Nachbarn aber gut verstehe, stört auch das Geschrei eines Kindergeburtstages nicht. Also&#58; Nicht immer ist es die Lautstärke, sondern oft das subjektive Lautheitsempfinden, das Geräusche zu Lärm macht.</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
Patiententag für Kehlkopfoperierte findet online statt<img alt="Prof. Michael Fuchs (hinten links), Leiter der Sektion Phoniatrie und Audiologie an der HNO-Klinik des UKL, und Ulrike Sievert, Ulrike Sievert (Foto), Fachtherapeutin für Laryngektomierte, im Beratungsgespräch mit einem Patienten nach einer Kehlkopf-Totaloperation." src="/presse/PressImages/pic_20210318113440_f3d014eead.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-03-17T23:00:00ZLeipzig. Zum 4. Patiententag lädt die Sektion Phoniatrie und Audiologie an der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Leipzig alle Kehlkopfoperierten und deren Angehörige am 24. März ein. Die Veranstaltung sollte schon im vergangenen Jahr stattfinden, sie fiel aber der Corona-Pandemie zum Opfer. Auch jetzt kann sie nicht als persönliche Begegnung von Ärzten, Therapeuten und Patienten stattfinden, sondern nur online. "Damit unsere Patienten nicht noch länger warten müssen, haben wir uns entschlossen, die öffentliche Veranstaltung übers Internet durchzuführen", so Ulrike Sievert, Fachtherapeutin für Laryngektomierte an der Klinik. <p>Informiert wird bei der Online-Veranstaltung über neue Forschungen an Ersatzstimmen. &quot;Bei Kehlkopfkrebs muss entweder ein Teil oder der ganze Kehlkopf entfernt werden&quot;, erläutert die Klinische Sprechwissenschaftlerin. &quot;Die einen können dann noch sprechen, die anderen müssen den Umgang mit einer ganz neuen Sprechstimme lernen. Das kann die Speiseröhrenstimme sein oder das Sprechen mit Hilfe einer Stimmprothese oder einer elektronischen Sprechhilfe. Unser erster Referent wird uns einen Einblick in hochaktuelle Forschungen zu elektronischen Stimmprothesen geben, die vielleicht eine Ersatzstimme der Zukunft darstellen können. Das ist noch ein weiter Weg, aber immerhin beschäftigt sich eine Professur für Sprachtechnologie an der TU Dresden damit - das macht optimistisch.&quot;</p> <p>Weiter im Mittelpunkt steht das Schlucken. Ein Betroffener wird berichten, wie er das wieder lernte. Übrigens will er ein persönliches Kochbuch schreiben, das die Phasen des Lernens wiedergibt und verrät&#58; Was konnte er wann wieder essen?</p> <p>Zudem wird Kristin Poser, stellvertretende Leiterin des <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-3/Seiten/ernaehrungsteam.aspx">Ernährungsteams</a> am UKL, erläutern, welche Ernährung während und nach einer Krebstherapie angeraten ist. Denn mit den richtigen Zutaten kann der Patient den Körper beim Kampf gegen den Krebs bestmöglich unterstützen.</p> <p>&quot;Wir hoffen, dass unsere Patienten das Online-Format unserer Veranstaltung annehmen&quot;, bekräftigt auch Prof. Dr. Michael Fuchs, Leiter der <a href="/einrichtungen/phoniatrie">Sektion Phoniatrie und Audiologie</a>. &quot;Denn man braucht nicht mehr als einen Computer mit Lautsprecher oder Kopfhörer und einen Internetzugang. Vielleicht können die Patienten den Patiententag aber auch gemeinsam mit dem behandelnden Therapeuten verfolgen. Wenn es Fragen gibt, stehen wir gern zur Verfügung, damit möglichst viele dabei sein können.&quot;<br><br></p> <p><strong>Webcast&#58; 4. Patiententag für Kehlkopfoperierte</strong><br>Mittwoch, 24.03.2021<br>14 bis 17 Uhr<br>Teilnahme unter&#58; <a href="http&#58;//www.ukl-live.de/kehlkopfoperierte">www.ukl-live.de/kehlkopfoperierte</a></p>
Wenn das Hörgerät nicht mehr ausreicht<img alt="" src="/presse/PressImages/pic_20201127101927_3168e6a2e6.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-11-26T23:00:00ZDie nächste Vorlesung der Reihe "Medizin für Jedermann" beschäftigt sich mit dem Thema Hörverlust. Die digitale Vorlesung am 2. Dezember ist offen für alle Interessierten - online zu finden unter www.uniklinikum-leipzig.de. <p>Ein Hörgerät hilft Menschen mit mittel- bis höhergradiger Schwerhörigkeit hervorragend, sich weiter an den Schallsignalen dieser Welt zu erfreuen&quot;, sagt Prof. Dr. Michael Fuchs, Leiter der <a href="/einrichtungen/phoniatrie">Sektion Phoniatrie und Audiologie der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde</a> am Universitätsklinikum Leipzig. &quot;Das Funktionsprinzip der Hörgeräte ist dabei immer das gleiche&#58; Der ankommende Schall wird aufgenommen, verstärkt und dann ans Ohr weitergegeben. Bei einer sehr hochgradigen oder einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit sind indes die Möglichkeiten des Hörgeräts ausgereizt. Dann können nur noch Hörimplantate helfen. Auch für diejenigen, die ein Hörgerät nicht verwenden können, weil es chronische Entzündungen im Ohr verursacht, hilft ein solches Implantat.&quot;</p> <p>Innerhalb der Veranstaltungsreihe &quot;<a href="/Seiten/medizin-fuer-jedermann.aspx">Medizin für Jedermann</a>&quot; am Universitätsklinikum wird Prof. Fuchs am 2. Dezember erläutern, wie all denen geholfen werden kann, bei denen das Hörgerät nicht mehr ausreicht. Dabei wird er verschiedene Implantatsysteme vorstellen, deren internes Teil operativ ins Ohr des Patienten eingesetzt wird. &quot;Diese Systeme stellen fortgeschrittene technische Lösungen dar, die sowohl für Kinder als auch Erwachsene geeignet sind, die unter gravierenden Hörminderungen und speziellen Arten von Schwerhörigkeit leiden&quot;, so der Leipziger Phoniater und Audiologe. &quot;Unser Ziel ist es, für den einzelnen Patienten genau die richtige Lösung zu finden. Mein Internet-Vortrag wird auch erläutern, wie wir Mediziner gemeinsam mit den Hörakustikern und vielen anderen Fachrichtungen zusammenarbeiten, damit das beste Ergebnis für den Patienten erreicht wird.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p>Info&#58;</p> <p>Medizin für Jedermann</p> <p>Thema&#58; &quot;Wenn das Hörgerät versagt&quot;</p> <p>am Mittwoch, 02.12.2020, von 18.15 bis 19.30 Uhr</p> <p>im Internet unter&#58; <a href="/">www.uniklinikum-leipzig.de</a></p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>

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