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Pressemitteilungen

 

 

In die Tiefe des Organs: Kehlkopf-Spiegelung in 3-D<img alt="Prof. Michael Fuchs (Mitte), Leiter der Sektion Phoniatrie und Audiologie, führt Studierenden das moderne Gerät vor, welches erstmals dreidimensionale Bilder des Kehlkopfes liefert. Um den Effekt wahrnehmen zu können, tragen alle Beteiligten 3-D-Brillen." src="/presse/PressImages/pic_20180508103553_46c260d715.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-05-07T22:00:00ZLeipzig. Als eine von nur drei Uniklinika in Deutschland nutzen die Experten der Sektion für Phoniatrie und Audiologie am UKL ein hochmodernes System zur Spiegelung des Kehlkopfes in 3-D. Es ermöglicht völlig neue Einblicke in das Organ, verbessert bei Eingriffen die Patientensicherheit und eröffnet neue Möglichkeiten bei Lehre und Weiterbildungen von Medizinstudenten und angehenden Fachärzten. <p>Prof. Michael Fuchs ist Leiter der <a href="http&#58;//phoniatrie-audiologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Sektion Phoniatrie und Audiologie </a>der&#160; <a href="/einrichtungen/hno" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde</a>. Er ist begeistert von den neuen Möglichkeiten&#58; &quot;Uns als spezialisiertes Zentrum bringt das extrem weiter. Wir haben eine Dimension hinzugewonnen. Auch für einen Spezialisten ist der 3-D-Eindruck toll.&quot; Ähnlich wie im Kino braucht es eine besondere Brille, um die Effekte im Hirn entstehen zu lassen.</p> <p>Die Kehlkopfspiegelung ist für Fachärzte für Sprach-, Stimm- und frühkindliche Hörstörungen, wie Phoniater und Pädaudiologen korrekt bezeichnet werden, das zentrale diagnostische Instrument. Sie brauchen ein Bild vom Ort, wo die Stimme entsteht - also innerhalb des Kehlkopfes an den Stimmlippen. <br> Für die Spiegelung, Fachausdruck Laryngoskopie, gibt es zwei Varianten, die indirekte für die ambulante Sprechstunde, wo im Rachen mittels Linsen sozusagen &quot;um die Ecke&quot; geschaut wird, sowie die direkte. Diese ist allerdings nur unter Vollnarkose auf dem OP-Tisch möglich. Das dreidimensionale System kann als Neuerung bei beiden Varianten angewandt werden.&#160; &#160;</p> <p>Bisher sehen die Ärzte den Kehlkopf in 2-D. An der Spitze der Endoskope, der Optik, sitzen ein Kamerachip und eine Lichtquelle. &quot;Das produziert gute Ergebnisse&quot;, so Prof. Fuchs, &quot;wir konnten den Kehlkopf gut ausleuchten, organische Veränderungen bemerken und die Schwingungen der Stimmlippen wahrnehmen.&quot; Schon kleinste Veränderungen an den Stimmlippen führten nämlich zu Stimmstörungen. <br> Das neue Gerät hingegen ist nun fähig, die dritte Dimension abzubilden. In seiner Optik sitzen zwei Linsenkanäle statt einer und nehmen jeweils zwei Bilder auf. Fuchs&#58; &quot;Dadurch entsteht ein dreidimensionales Bild vom Kehlkopf. Wir erhalten nun einen Eindruck von der Tiefe des Organs.&quot;</p> <p>Diese zusätzliche Dimension hilft nach Ansicht von Prof. Fuchs bei vielen diagnostischen und therapeutischen Fragen und Entscheidungen weiter&#58; &quot;Organische Veränderungen werden deutlicher sichtbar. Wo wachsen sie genau, wie dehnen sie sich aus? Für die Diagnose von Tumoren ist es eine große Hilfe. Wir sehen, wie der Tumor wächst und sich über die Stimmlippen hinaus im Kehlkopf oder Rachen ausbreitet.&quot;</p> <p>Auch bei der Erkennung und Behandlung von Papillomen, die traubenartige Strukturen auf der Schleimhaut des Kehlkopfes ausbilden, hilft die neue Technik. Papillome sind virusbedingte, gutartige Wucherungen, die aber ab einer gewissen Größe zu Schwierigkeiten bei Atmung und Stimme führen können. &quot;Wir können nun eine OP zur Entfernung dieser Wucherungen besser vorbereiten, weil wir ganz genau wissen, wo sie sitzen. Auch dem Patienten können wir vorher exakt erläutern, wo eventuell Narben entstehen werden. Es erleichtert also auch die Beratungsgespräche, zumal sich die Patienten die Bilder mit 3-D-Brille auch selbst anschauen können&quot;, erklärt der UKL-Experte. <br> Leider kämen Papillome leicht zurück, sagt Michael Fuchs, manche Patienten habe er schon über 50 Mal operieren müssen, auch Kinder. &quot;Die Intervalle zwischen den OPs sollen natürlich möglichst lang sein. Und auch für diese Entscheidung ist die neue 3-D-Darstellung vorteilhaft. Sie versetzt mich zum Beispiel in die Lage, dem Patienten zu sagen, man kann noch warten.&quot;</p> <p>Ebenso hilft das System bei indirekten Eingriffen. Der Patient sitzt auf dem Behandlungsstuhl, der Kehlkopf ist örtlich betäubt, der Arzt operiert mit den gebogenen Instrumenten durch den Mund im Kehlkopf. &quot;Hier hilft mir die dritte Dimension ebenfalls extrem weiter, weil ich nun ganz genau sehe, auf welcher Höhe innerhalb des Organs ich mich bewege&quot;, begründet Prof. Fuchs. Dies schaffe größere Feinheiten der Manipulationen an den Stimmlippen und mache operative Eingriffe sicherer, also ein Plus an Patientensicherheit.</p> <p>Eine weitere Einsatzmöglichkeit und nicht unwichtig für Menschen, die auf ihre Stimme extrem angewiesen sind - wie Sänger -, &#160;ist die verbesserte Analyse der Stimmlippenschwingungen. Mit der neuen Technik können nun auch vertikale Schwingungsanteile beschrieben und untersucht werden. Die Fachleute nennen dies die Randkantenschwingung.<br>&quot;Stimmlippen besitzen neben einer gewissen Dicke auch eine Randkante, die nach unten in den Kehlkopf hineingeht und mitschwingt. Je besser diese Schwingung ist, desto besser klingt die Stimme&quot;, beschreibt der Sprach- und Stimmspezialist. Je mehr sie schwingt, desto mehr Obertöne besitze die Stimme, umso reichhaltiger sei der Stimmklang. Gerade für Sänger eine nicht unwichtige Tatsache. Diese Randkantenschwingungen seien mit 3-D-Einsatz deutlich besser zu beurteilen, hebt Prof. Fuchs hervor.</p> <p>&quot;Wir sind sehr dankbar, dass wir dieses nicht gerade kostengünstige Gerät erwerben durften. Unsere Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältigster Art&quot;, freut sich der Leipziger Facharzt. Neben den Patienten profitiere nun auch der Ärztenachwuchs davon, denn auch die Studierenden und die Kollegen in der Facharztweiterbildung bekämen nun erstmalig einen echten Kehlkopf in dreidimensionaler Ausführung zu sehen, so Prof. Michael Fuchs.</p> <p>&#160;</p>
„Barrierefreies Hören“: Lauter, klarer, ohne Nebengeräusche<img alt="Britta Richter, Team-Leiterin CI-Anpassung der Sektion Phoniatrie und Audiologie, erläutert einem ihrer Patienten mit Cochlea Implantat (CI) die Funktionsweise des Adapters, der hilft, Sprache deutlicher zu verstehen." src="/presse/PressImages/pic_20180427095111_e5193a069b.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-04-26T22:00:00ZLeipzig. Dass es Gehbehinderte in unseren Städten oft noch immer schwer haben, Hindernisse wie Treppen oder Bordsteine zu überwinden, ist allgemein bekannt. Viel wurde bereits dagegen getan – Stichwort Barrierefreiheit. Doch dass auch Menschen mit anderen körperlichen Beeinträchtigungen tagtäglich gegen Barrieren "kämpfen" müssen, ist nicht immer gleich so offensichtlich. Im Cochlea-Implantat-Zentrum Leipzig (CIZL) der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (HNO) werden Patienten mit ausgeprägten Hörstörungen behandelt. Die Mitarbeiter haben sich eine Reihe von Maßnahmen überlegt, die unter dem Titel "Barrierefreies Hören" zusammengefasst werden können. Die ersten sind nun umgesetzt worden. <p>Es gibt Hörstörungen, die so ausgeprägt sind, dass sie mit einem Hörgerät nicht optimal versorgt werden können. Sie können bei Kindern angeboren sein oder zum Beispiel auch nach einer Erkrankung oder als Altersschwerhörigkeit bei Erwachsenen auftreten. Bei diesen Schwerhörigkeiten ist das Cochlea Implantat (CI) eine Möglichkeit, das Hören zu optimieren. Dabei wird während einer Operation ein kleiner Elektrodenträger in die Hörschnecke eingesetzt. Dadurch werden die nicht funktionstüchtigen Sinneszellen umgangen, so dass der Hörnerv direkt gereizt wird.</p> <p><strong>Adapter verstärkt Signal</strong><br>Patienten mit Hörgerät oder CI, die während ihres stationären Aufenthaltes an der <a href="/einrichtungen/hno" rel="ext" target="_blank">HNO-Klinik</a>, zu der das <a href="http&#58;//cizl.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">CIZL</a> gehört, fernsehen möchten, können dies über den Kopfhöreranschluss ihres analogen Telefons am Bett tun. Der Fernseher bleibt dabei stummgeschaltet, um andere Patienten nicht zu stören.<br>&quot;Doch häufig reicht die Übertragung vom Telefon zum CI oder Hörgerät nicht aus, um Sprache deutlich zu verstehen. &quot;Das Ausgangssignal ist zu leise&quot;, erläutert Britta Richter, Team-Leiterin CI-Anpassung der <a href="http&#58;//phoniatrie-audiologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Sektion Phoniatrie und Audiologie</a>. &quot;Ab sofort können unsere Patienten beim Telefonieren oder beim Fernsehen einen kleinen Adapter - genannt &quot;Crescendo 60&quot; - nutzen und so Sprache lauter, klarer und deutlicher am Ohr verstehen.&quot; Der kleine Helfer wird zwischen Telefon und Hörgerät/CI installiert, ist transportabel und kann an jedem Bett befestigt werden.</p> <p><strong>Induktives Hören</strong><br>Auch die Patientenwohnung innerhalb der HNO-Klinik, in der CI-Träger während ihrer Reha untergebracht sind, wurde auf den neusten technischen Stand gebracht. Sie erhielt einen neuen Fernseher und ein Telefon mit Lichtsignal, welches Hörgeschädigten anzeigt, wenn ein Anruf eingeht.<br>Zum Fernsehen kann eine im Wohnbereich verlegte Induktionsschleife genutzt werden. Diese Ringschleife ist in der Fußbodenleiste verlegt. &quot;Das Hörgerät oder das CI verbindet sich mit der Schleife und verbessert so die Empfangsqualität von der jeweiligen Schallquelle wie TV-Gerät. Es werden Nebengeräusche ausgeschlossen, die vielleicht von anderen im Raum befindlichen Personen verursacht werden&quot;, erklärt Richter. Die Vorteile des induktiven Hörens sind offensichtlich&#58; Das System ist kabellos, andere hören den Fernsehton trotzdem ganz normal.</p> <p>Bereits seit 2016 ist eine solche Ringschleife auch im Wartebereich des CIZL in der Paul-List-Straße 7 installiert. &quot;Diesen Raum und die Schleife darin nutzen wir daher auch für intensives Sprach- und Hörtraining mit unseren Patienten, um zu trainieren, wie sie das CI-System nutzen und richtig einstellen können&quot;, so die Teamleiterin.&#160;</p>
Wenn das Hörgerät nicht ausreicht, hat die Universitätsmedizin weitere Lösungen<img alt="Die Vorträge der Reihe &quot;Medizin für Jedermann&quot; locken zahlreiches Publikum in den Hörsaal von Haus 4." src="/presse/PressImages/pic_20180328105910_d0d5594d24.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-03-27T22:00:00Z"Die modernen Hörgeräte sind hervorragend und verhelfen vielen Menschen zur Teilhabe an Gesprächen, also am gesellschaftlichen Leben", sagt Prof. Dr. Michael Fuchs, Leiter der Sektion Phoniatrie und Audiologie der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum. "Dennoch können diese Geräte nicht bei allen Hörbeeinträchtigungen eingesetzt werden. In meinem Vortrag am Mittwoch, 4. April, will ich zeigen, welche Möglichkeiten sich für Menschen anbieten, bei denen Hörgeräte nicht verwendet werden können." <p>Wie der Leipziger <a href="http&#58;//phoniatrie-audiologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">HNO-Arzt</a> erklärt, schafft es selbst das beste Hörgerät nicht, Menschen mit hochgradiger Schwerhörigkeit zu helfen. &quot;Das technische Funktionsprinzip eines Hörgerätes besteht ja darin, Schallwellen aufzunehmen, zu verstärken und wieder abzugeben. Je größer der Verstärkungsbedarf, desto höher wird die Gefahr von Rückkopplungen, die sich in lautem Fiepen äußern. Es gibt aber neben der hochgradigen Schwerhörigkeit noch weitere Ursachen, bei denen auf ein Hörgerät verzichtet werden muss&#58; chronische Entzündungen oder Knochenvorwölbungen im Gehörgang, chronische Mittelohrentzündungen oder individuelle Unverträglichkeiten. Die gute Nachricht ist aber&#58; Für Betroffene, die ein normales Hörgerät nicht tragen können oder wollen, gibt es knochenverankerte Hörsysteme sowie Implantate, die selbst völlig taube Menschen die Welt der Töne erschließen.&quot;</p> <p>In seinem Vortrag wird Prof. Fuchs diese Hörsysteme und Implantate vorstellen und erläutern, welche Lösung bei welchen Problemen helfen kann. &quot;Jeder Patient sollte aber wissen, dass die Operation nur der erste Schritt auf einem anstrengenden Weg zum Hören ist. Denn nach der OP ist eine individuelle Anpassung des Systems an den Patienten nötig. Das braucht schon beim normalen Hörgerät seine Zeit. Bei einem Cochlea-Implantat - das ist in den meisten Fällen die beste Lösung bei hochgradiger Schwerhörigkeit und erfordert, dass das Hören ganz neu gelernt wird - sind bei einem Erwachsenen 120 Therapiestunden nötig. Das sind immerhin rund zwei Jahre. Aber spätestens dann gibt es für die Patienten immer wieder Gänsehautmomente&#58; wenn Schnee knistert, Wasser plätschert oder ein Vogel zwitschert.&quot;</p> <p><strong>Vortragsreihe &quot;Medizin für Jedermann&quot;</strong><br>&quot;Moderne Möglichkeiten zur Verbesserung von Hörbeeinträchtigungen&quot;<br>Mittwoch, 4. April, 18.15 Uhr bis 19.30 Uhr<br>Universitätsklinikum Leipzig<br>Hörsaal im Haus 4<br>Liebigstr. 20<br>04103 Leipzig</p>
1. Patiententag für Kehlkopfoperierte am Universitätsklinikum<img alt="Prof. Andreas Dietz, Direktor der HNO-Klinik, nimmt sich zum 1. Patiententag für Kehlkopfoperierte ebenso wie seine Kollegen viel Zeit für persönliche Gespräche mit Patienten." src="/presse/PressImages/pic_20170317100005_8f0efebb1c.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2017-03-16T23:00:00ZLeipzig. Zum 1. Patiententag für Kehlkopfoperierte lädt am 22. März die Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig ein. "Ein großer Patientenstamm kommt regelmäßig zu uns, denn beispielsweise findet jeden Mittwochnachmittag bei uns die Tumornachsorge statt. Wir haben auch schon Patientenveranstaltungen organisiert, wollen diese jetzt aber institutionalisieren", so Klinikdirektor Prof. Dr. Andreas Dietz. "Auch die Nummerierung soll vermitteln: Wir wollen eine Veranstaltungsreihe begründen und auch damit unsere überregionale Rolle als Kopf-Hals-Tumorzentrum gern übernehmen." <p>Wie Ulrike Sievert, klinische Sprechwissenschaftlerin an der <a href="http&#58;//phoniatrie-audiologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Sektion für Phoniatrie und Audiologie</a> der <a href="http&#58;//hno.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">HNO-Klinik</a> und Organisatorin der Veranstaltung, erklärt, sollen den Interessierten in den drei Stunden die neuesten medizinischen Erkenntnisse zur Behandlung von Kehlkopferkrankungen vermittelt werden. Dazu kommen Informationen und Schulungen zu neuen Hilfsmitteln. &quot;Wir Ärzte und Therapeuten wollen aber nicht nur Vorträge halten, sondern auch mit großen Ohren zuhören, welche Sorgen und Nöte die Patienten bewegen&quot;, betont Prof. Dietz. &quot;In der Hauptsache geht es darum, miteinander zu reden. Denn im offenen Gespräch abseits von Warte- und Behandlungszimmern wird manches viel deutlicher.&quot;</p> <p>Klinikleiter Prof. Dietz misst der Veranstaltung einen großen Wert bei und wird daher selbst auch teilnehmen. Seit einigen Monaten leitet er die interdisziplinäre Studiengruppe für Kopf-Hals-Tumoren der Deutschen Krebsgesellschaft, in der sich die onkologischen Arbeitsgruppen verschiedener medizinischer Fachgesellschaften zusammengeschlossen haben. Auch dort wurde als eine wichtige Aufgabe erkannt, die Betreuung der Patienten zu verbessern - wie durch Patiententage voller neuester Informationen und&#160; vertrauensvoller Gespräche.</p> <p><strong>1. Patiententag für Kehlkopfoperierte<br> </strong>Mittwoch, 22. März, 14 bis 17 Uhr<br> Hörsaal im Haus 1,<br>Liebigstraße 12,<br>04103 Leipzig</p>
„Den Ohren eine Pause gönnen“<img alt="Prof. Dr. Michael Fuchs, Leiter der Sektion Phoniatrie und Audiologie an der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO) des UKL" src="/presse/PressImages/pic_20160425103219_7584e8cefb.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2016-04-24T22:00:00ZEs rattert, es dröhnt, es klopft und hämmert. Das menschliche Gehör ist dem Lärm des Alltags 24 Stunden am Tag ausgesetzt – gerade in einer Großstadt. Zum Internationalen Tag gegen den Lärm am Mittwoch, 27. April, rät Prof. Dr. Michael Fuchs, Leiter der Sektion Phoniatrie und Audiologie an der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO) des UKL: "Gönnen Sie Ihren Ohren eine Pause." <p>&quot;So geht leise&quot; lautet das Motto in diesem Jahr. Doch wie &quot;geht&quot; leise denn? &quot;Einfach mal vor dem Lärm flüchten, das Radio oder den Fernseher ausschalten, einen Waldspaziergang machen&quot;, schlägt Prof. Fuchs vor. Schon 15 Minuten Stille täten dem Ohr gut, weiß der Experte. Denn eines würden gerade junge Menschen sehr schnell vergessen&#58; Sind Zellen im Cortischen Organ im Innenohr, dem eigentlichen Sinnesorgan, durch zu hohe Lärmbelastung zerstört, sind sie verloren. Sie wachsen nicht mehr nach, die Schäden am Gehör sind irreversibel, unumkehrbar.</p> <p>Aus ärztlicher Sicht gibt es zwei Arten von Lärm, und die Trennung zwischen beiden liegt bei einem Schalldruckpegel von 85 Dezibel (dB). Unter 85 dB entstehe zwar keine Hörschädigung, erläutert Prof. Fuchs, aber auch dieser Lärm kann auf lange Sicht krank machen. Es ist der Lärm, der nervt&#58; Fluglärm, Straßenlärm, Dauerbaustellen. Die Folgen seien nicht zu unterschätzen. Fuchs nennte beispielsweise Bluthochdruck oder Schlafstörungen&#58; &quot;Unser Gehör ist 24 Stunden am Tag geöffnet. Wir können es nicht schließen wie die Augen. Lärm wirkt auch im Schlaf ein, und unser Körper produziert selbst dann Stresshormone. Das ist eine so genannte archaische Reaktion des Körpers.&quot;</p> <p>Viel problematischer sei allerdings hörschädigender Lärm bei Pegeln über 85 dB. Wer solchem Lärm zum Beispiel über Jahre bei der Arbeit ausgesetzt sei, so Prof. Fuchs, bei dem steige die Wahrscheinlichkeit einer Lärmschwerhörigkeit stark an. Menschen, die darunter litten, hörten nicht nur schlechter, erläutert er, sie verstünden auch Sprache schlechter, was letztendlich zu einer gesellschaftlichen Isolierung führen könne. Hier kommt für ihn eine enge Zusammenarbeit mit der Arbeitsmedizin ins Spiel. Je besser Arbeitsmediziner über die neuesten Therapiemöglichkeiten Bescheid wüssten, desto mehr und bessere Prophylaxe sei möglich.</p> <p>Doch hat das Gehör nicht nur mit Lärm zu tun, gegen den es sich nicht wehren kann. Fuchs&#58; &quot;Hinzu kommt noch jener Freizeitlärm, den wir lieben, also laute Musik in Diskotheken oder über Kopfhörer.&quot;</p> <p>Deshalb haben für ihn Prophylaxe und auch regelmäßige Aufklärung zum Beispiel an Schulen hohe Bedeutung&#58; &quot;Jugendlichen muss klar gemacht werden, was Lärmschwerhörigkeit bedeutet. Wir als Ärzte und Pädagogen müssen die Menschen für das Thema Schutz des Gehörs sensibilisieren. Damit muss man immer wieder neu beginnen.&quot;</p>

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