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Wenn das Hörgerät nicht mehr ausreicht<img alt="" src="/presse/PressImages/pic_20201127101927_3168e6a2e6.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-11-26T23:00:00ZDie nächste Vorlesung der Reihe "Medizin für Jedermann" beschäftigt sich mit dem Thema Hörverlust. Die digitale Vorlesung am 2. Dezember ist offen für alle Interessierten - online zu finden unter www.uniklinikum-leipzig.de. <p>Ein Hörgerät hilft Menschen mit mittel- bis höhergradiger Schwerhörigkeit hervorragend, sich weiter an den Schallsignalen dieser Welt zu erfreuen&quot;, sagt Prof. Dr. Michael Fuchs, Leiter der <a href="/einrichtungen/phoniatrie">Sektion Phoniatrie und Audiologie der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde</a> am Universitätsklinikum Leipzig. &quot;Das Funktionsprinzip der Hörgeräte ist dabei immer das gleiche&#58; Der ankommende Schall wird aufgenommen, verstärkt und dann ans Ohr weitergegeben. Bei einer sehr hochgradigen oder einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit sind indes die Möglichkeiten des Hörgeräts ausgereizt. Dann können nur noch Hörimplantate helfen. Auch für diejenigen, die ein Hörgerät nicht verwenden können, weil es chronische Entzündungen im Ohr verursacht, hilft ein solches Implantat.&quot;</p> <p>Innerhalb der Veranstaltungsreihe &quot;<a href="/Seiten/medizin-fuer-jedermann.aspx">Medizin für Jedermann</a>&quot; am Universitätsklinikum wird Prof. Fuchs am 2. Dezember erläutern, wie all denen geholfen werden kann, bei denen das Hörgerät nicht mehr ausreicht. Dabei wird er verschiedene Implantatsysteme vorstellen, deren internes Teil operativ ins Ohr des Patienten eingesetzt wird. &quot;Diese Systeme stellen fortgeschrittene technische Lösungen dar, die sowohl für Kinder als auch Erwachsene geeignet sind, die unter gravierenden Hörminderungen und speziellen Arten von Schwerhörigkeit leiden&quot;, so der Leipziger Phoniater und Audiologe. &quot;Unser Ziel ist es, für den einzelnen Patienten genau die richtige Lösung zu finden. Mein Internet-Vortrag wird auch erläutern, wie wir Mediziner gemeinsam mit den Hörakustikern und vielen anderen Fachrichtungen zusammenarbeiten, damit das beste Ergebnis für den Patienten erreicht wird.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p>Info&#58;</p> <p>Medizin für Jedermann</p> <p>Thema&#58; &quot;Wenn das Hörgerät versagt&quot;</p> <p>am Mittwoch, 02.12.2020, von 18.15 bis 19.30 Uhr</p> <p>im Internet unter&#58; <a href="/">www.uniklinikum-leipzig.de</a></p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
Richtige Ernährung nach Kehlkopf-OP: Nicht nur gesund, sondern auch heilungsfördernd?<img alt="Prof. Michael Fuchs, Leiter der Sektion Phoniatrie und Audiologie am UKL, begrüßt am 11. März Patienten, Angehörige und Therapeuten zum 4. Patiententag für Kehlkopfoperierte." src="/presse/PressImages/pic_20200309101706_3805671920.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-03-08T23:00:00ZLeipzig. Zu ihrem vierten Patiententag kommen am Mittwoch, 11. März, Kehlkopfoperierte, deren Angehörige und Therapeuten zusammen. Thematische Schwerpunkte sind "Stimme 2.0" und Ernährung. <p>Die wissenschaftliche Leitung liegt in den Händen von Prof. Michael Fuchs, Leiter der <a href="/einrichtungen/phoniatrie">Sektion Phoniatrie und Audiologie</a> an der <a href="/einrichtungen/hno">Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde</a> des UKL. Den Stand der aktuellen Forschung zu einer völlig neuen Art von Ersatzstimme nach Kehlkopfoperation wird ein Experte der TU Dresden vorstellen. Diese beruht unter anderem auf der Sprechbewegungsmessung und artikulatorischer Sprachsynthese in Echtzeit. Im Anschluss wird dann die Frage nach einer &quot;sinnvollen, gesunden, eventuell gar heilungsfördernden Ernährung&quot;, so Prof. Fuchs, von zwei Experten aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.&#160;<br>Ausdrücklich eingeladen sind nach Aussage der Organisatoren die behandelnden Therapeuten, die zusammen mit ihren Patienten die Veranstaltung besuchen sollen.</p> <p><strong>4. Patiententag für Kehlkopfoperierte&#160;</strong><br>Mittwoch, 11. März<br>14 bis 17 Uhr<br>Universitätsklinikum Leipzig<br>Hörsaal im Haus 1<br>Liebigstraße 14<br>04103 Leipzig</p>
In die Tiefe des Organs: Kehlkopf-Spiegelung in 3-D<img alt="Prof. Michael Fuchs (Mitte), Leiter der Sektion Phoniatrie und Audiologie, führt Studierenden das moderne Gerät vor, welches erstmals dreidimensionale Bilder des Kehlkopfes liefert. Um den Effekt wahrnehmen zu können, tragen alle Beteiligten 3-D-Brillen." src="/presse/PressImages/pic_20180508103553_46c260d715.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-05-07T22:00:00ZLeipzig. Als eine von nur drei Uniklinika in Deutschland nutzen die Experten der Sektion für Phoniatrie und Audiologie am UKL ein hochmodernes System zur Spiegelung des Kehlkopfes in 3-D. Es ermöglicht völlig neue Einblicke in das Organ, verbessert bei Eingriffen die Patientensicherheit und eröffnet neue Möglichkeiten bei Lehre und Weiterbildungen von Medizinstudenten und angehenden Fachärzten. <p>Prof. Michael Fuchs ist Leiter der <a href="http&#58;//phoniatrie-audiologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Sektion Phoniatrie und Audiologie </a>der&#160; <a href="/einrichtungen/hno" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde</a>. Er ist begeistert von den neuen Möglichkeiten&#58; &quot;Uns als spezialisiertes Zentrum bringt das extrem weiter. Wir haben eine Dimension hinzugewonnen. Auch für einen Spezialisten ist der 3-D-Eindruck toll.&quot; Ähnlich wie im Kino braucht es eine besondere Brille, um die Effekte im Hirn entstehen zu lassen.</p> <p>Die Kehlkopfspiegelung ist für Fachärzte für Sprach-, Stimm- und frühkindliche Hörstörungen, wie Phoniater und Pädaudiologen korrekt bezeichnet werden, das zentrale diagnostische Instrument. Sie brauchen ein Bild vom Ort, wo die Stimme entsteht - also innerhalb des Kehlkopfes an den Stimmlippen. <br> Für die Spiegelung, Fachausdruck Laryngoskopie, gibt es zwei Varianten, die indirekte für die ambulante Sprechstunde, wo im Rachen mittels Linsen sozusagen &quot;um die Ecke&quot; geschaut wird, sowie die direkte. Diese ist allerdings nur unter Vollnarkose auf dem OP-Tisch möglich. Das dreidimensionale System kann als Neuerung bei beiden Varianten angewandt werden.&#160; &#160;</p> <p>Bisher sehen die Ärzte den Kehlkopf in 2-D. An der Spitze der Endoskope, der Optik, sitzen ein Kamerachip und eine Lichtquelle. &quot;Das produziert gute Ergebnisse&quot;, so Prof. Fuchs, &quot;wir konnten den Kehlkopf gut ausleuchten, organische Veränderungen bemerken und die Schwingungen der Stimmlippen wahrnehmen.&quot; Schon kleinste Veränderungen an den Stimmlippen führten nämlich zu Stimmstörungen. <br> Das neue Gerät hingegen ist nun fähig, die dritte Dimension abzubilden. In seiner Optik sitzen zwei Linsenkanäle statt einer und nehmen jeweils zwei Bilder auf. Fuchs&#58; &quot;Dadurch entsteht ein dreidimensionales Bild vom Kehlkopf. Wir erhalten nun einen Eindruck von der Tiefe des Organs.&quot;</p> <p>Diese zusätzliche Dimension hilft nach Ansicht von Prof. Fuchs bei vielen diagnostischen und therapeutischen Fragen und Entscheidungen weiter&#58; &quot;Organische Veränderungen werden deutlicher sichtbar. Wo wachsen sie genau, wie dehnen sie sich aus? Für die Diagnose von Tumoren ist es eine große Hilfe. Wir sehen, wie der Tumor wächst und sich über die Stimmlippen hinaus im Kehlkopf oder Rachen ausbreitet.&quot;</p> <p>Auch bei der Erkennung und Behandlung von Papillomen, die traubenartige Strukturen auf der Schleimhaut des Kehlkopfes ausbilden, hilft die neue Technik. Papillome sind virusbedingte, gutartige Wucherungen, die aber ab einer gewissen Größe zu Schwierigkeiten bei Atmung und Stimme führen können. &quot;Wir können nun eine OP zur Entfernung dieser Wucherungen besser vorbereiten, weil wir ganz genau wissen, wo sie sitzen. Auch dem Patienten können wir vorher exakt erläutern, wo eventuell Narben entstehen werden. Es erleichtert also auch die Beratungsgespräche, zumal sich die Patienten die Bilder mit 3-D-Brille auch selbst anschauen können&quot;, erklärt der UKL-Experte. <br> Leider kämen Papillome leicht zurück, sagt Michael Fuchs, manche Patienten habe er schon über 50 Mal operieren müssen, auch Kinder. &quot;Die Intervalle zwischen den OPs sollen natürlich möglichst lang sein. Und auch für diese Entscheidung ist die neue 3-D-Darstellung vorteilhaft. Sie versetzt mich zum Beispiel in die Lage, dem Patienten zu sagen, man kann noch warten.&quot;</p> <p>Ebenso hilft das System bei indirekten Eingriffen. Der Patient sitzt auf dem Behandlungsstuhl, der Kehlkopf ist örtlich betäubt, der Arzt operiert mit den gebogenen Instrumenten durch den Mund im Kehlkopf. &quot;Hier hilft mir die dritte Dimension ebenfalls extrem weiter, weil ich nun ganz genau sehe, auf welcher Höhe innerhalb des Organs ich mich bewege&quot;, begründet Prof. Fuchs. Dies schaffe größere Feinheiten der Manipulationen an den Stimmlippen und mache operative Eingriffe sicherer, also ein Plus an Patientensicherheit.</p> <p>Eine weitere Einsatzmöglichkeit und nicht unwichtig für Menschen, die auf ihre Stimme extrem angewiesen sind - wie Sänger -, &#160;ist die verbesserte Analyse der Stimmlippenschwingungen. Mit der neuen Technik können nun auch vertikale Schwingungsanteile beschrieben und untersucht werden. Die Fachleute nennen dies die Randkantenschwingung.<br>&quot;Stimmlippen besitzen neben einer gewissen Dicke auch eine Randkante, die nach unten in den Kehlkopf hineingeht und mitschwingt. Je besser diese Schwingung ist, desto besser klingt die Stimme&quot;, beschreibt der Sprach- und Stimmspezialist. Je mehr sie schwingt, desto mehr Obertöne besitze die Stimme, umso reichhaltiger sei der Stimmklang. Gerade für Sänger eine nicht unwichtige Tatsache. Diese Randkantenschwingungen seien mit 3-D-Einsatz deutlich besser zu beurteilen, hebt Prof. Fuchs hervor.</p> <p>&quot;Wir sind sehr dankbar, dass wir dieses nicht gerade kostengünstige Gerät erwerben durften. Unsere Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältigster Art&quot;, freut sich der Leipziger Facharzt. Neben den Patienten profitiere nun auch der Ärztenachwuchs davon, denn auch die Studierenden und die Kollegen in der Facharztweiterbildung bekämen nun erstmalig einen echten Kehlkopf in dreidimensionaler Ausführung zu sehen, so Prof. Michael Fuchs.</p> <p>&#160;</p>
„Barrierefreies Hören“: Lauter, klarer, ohne Nebengeräusche<img alt="Britta Richter, Team-Leiterin CI-Anpassung der Sektion Phoniatrie und Audiologie, erläutert einem ihrer Patienten mit Cochlea Implantat (CI) die Funktionsweise des Adapters, der hilft, Sprache deutlicher zu verstehen." src="/presse/PressImages/pic_20180427095111_e5193a069b.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-04-26T22:00:00ZLeipzig. Dass es Gehbehinderte in unseren Städten oft noch immer schwer haben, Hindernisse wie Treppen oder Bordsteine zu überwinden, ist allgemein bekannt. Viel wurde bereits dagegen getan – Stichwort Barrierefreiheit. Doch dass auch Menschen mit anderen körperlichen Beeinträchtigungen tagtäglich gegen Barrieren "kämpfen" müssen, ist nicht immer gleich so offensichtlich. Im Cochlea-Implantat-Zentrum Leipzig (CIZL) der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (HNO) werden Patienten mit ausgeprägten Hörstörungen behandelt. Die Mitarbeiter haben sich eine Reihe von Maßnahmen überlegt, die unter dem Titel "Barrierefreies Hören" zusammengefasst werden können. Die ersten sind nun umgesetzt worden. <p>Es gibt Hörstörungen, die so ausgeprägt sind, dass sie mit einem Hörgerät nicht optimal versorgt werden können. Sie können bei Kindern angeboren sein oder zum Beispiel auch nach einer Erkrankung oder als Altersschwerhörigkeit bei Erwachsenen auftreten. Bei diesen Schwerhörigkeiten ist das Cochlea Implantat (CI) eine Möglichkeit, das Hören zu optimieren. Dabei wird während einer Operation ein kleiner Elektrodenträger in die Hörschnecke eingesetzt. Dadurch werden die nicht funktionstüchtigen Sinneszellen umgangen, so dass der Hörnerv direkt gereizt wird.</p> <p><strong>Adapter verstärkt Signal</strong><br>Patienten mit Hörgerät oder CI, die während ihres stationären Aufenthaltes an der <a href="/einrichtungen/hno" rel="ext" target="_blank">HNO-Klinik</a>, zu der das <a href="http&#58;//cizl.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">CIZL</a> gehört, fernsehen möchten, können dies über den Kopfhöreranschluss ihres analogen Telefons am Bett tun. Der Fernseher bleibt dabei stummgeschaltet, um andere Patienten nicht zu stören.<br>&quot;Doch häufig reicht die Übertragung vom Telefon zum CI oder Hörgerät nicht aus, um Sprache deutlich zu verstehen. &quot;Das Ausgangssignal ist zu leise&quot;, erläutert Britta Richter, Team-Leiterin CI-Anpassung der <a href="http&#58;//phoniatrie-audiologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Sektion Phoniatrie und Audiologie</a>. &quot;Ab sofort können unsere Patienten beim Telefonieren oder beim Fernsehen einen kleinen Adapter - genannt &quot;Crescendo 60&quot; - nutzen und so Sprache lauter, klarer und deutlicher am Ohr verstehen.&quot; Der kleine Helfer wird zwischen Telefon und Hörgerät/CI installiert, ist transportabel und kann an jedem Bett befestigt werden.</p> <p><strong>Induktives Hören</strong><br>Auch die Patientenwohnung innerhalb der HNO-Klinik, in der CI-Träger während ihrer Reha untergebracht sind, wurde auf den neusten technischen Stand gebracht. Sie erhielt einen neuen Fernseher und ein Telefon mit Lichtsignal, welches Hörgeschädigten anzeigt, wenn ein Anruf eingeht.<br>Zum Fernsehen kann eine im Wohnbereich verlegte Induktionsschleife genutzt werden. Diese Ringschleife ist in der Fußbodenleiste verlegt. &quot;Das Hörgerät oder das CI verbindet sich mit der Schleife und verbessert so die Empfangsqualität von der jeweiligen Schallquelle wie TV-Gerät. Es werden Nebengeräusche ausgeschlossen, die vielleicht von anderen im Raum befindlichen Personen verursacht werden&quot;, erklärt Richter. Die Vorteile des induktiven Hörens sind offensichtlich&#58; Das System ist kabellos, andere hören den Fernsehton trotzdem ganz normal.</p> <p>Bereits seit 2016 ist eine solche Ringschleife auch im Wartebereich des CIZL in der Paul-List-Straße 7 installiert. &quot;Diesen Raum und die Schleife darin nutzen wir daher auch für intensives Sprach- und Hörtraining mit unseren Patienten, um zu trainieren, wie sie das CI-System nutzen und richtig einstellen können&quot;, so die Teamleiterin.&#160;</p>
Wenn das Hörgerät nicht ausreicht, hat die Universitätsmedizin weitere Lösungen<img alt="Die Vorträge der Reihe &quot;Medizin für Jedermann&quot; locken zahlreiches Publikum in den Hörsaal von Haus 4." src="/presse/PressImages/pic_20180328105910_d0d5594d24.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-03-27T22:00:00Z"Die modernen Hörgeräte sind hervorragend und verhelfen vielen Menschen zur Teilhabe an Gesprächen, also am gesellschaftlichen Leben", sagt Prof. Dr. Michael Fuchs, Leiter der Sektion Phoniatrie und Audiologie der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum. "Dennoch können diese Geräte nicht bei allen Hörbeeinträchtigungen eingesetzt werden. In meinem Vortrag am Mittwoch, 4. April, will ich zeigen, welche Möglichkeiten sich für Menschen anbieten, bei denen Hörgeräte nicht verwendet werden können." <p>Wie der Leipziger <a href="http&#58;//phoniatrie-audiologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">HNO-Arzt</a> erklärt, schafft es selbst das beste Hörgerät nicht, Menschen mit hochgradiger Schwerhörigkeit zu helfen. &quot;Das technische Funktionsprinzip eines Hörgerätes besteht ja darin, Schallwellen aufzunehmen, zu verstärken und wieder abzugeben. Je größer der Verstärkungsbedarf, desto höher wird die Gefahr von Rückkopplungen, die sich in lautem Fiepen äußern. Es gibt aber neben der hochgradigen Schwerhörigkeit noch weitere Ursachen, bei denen auf ein Hörgerät verzichtet werden muss&#58; chronische Entzündungen oder Knochenvorwölbungen im Gehörgang, chronische Mittelohrentzündungen oder individuelle Unverträglichkeiten. Die gute Nachricht ist aber&#58; Für Betroffene, die ein normales Hörgerät nicht tragen können oder wollen, gibt es knochenverankerte Hörsysteme sowie Implantate, die selbst völlig taube Menschen die Welt der Töne erschließen.&quot;</p> <p>In seinem Vortrag wird Prof. Fuchs diese Hörsysteme und Implantate vorstellen und erläutern, welche Lösung bei welchen Problemen helfen kann. &quot;Jeder Patient sollte aber wissen, dass die Operation nur der erste Schritt auf einem anstrengenden Weg zum Hören ist. Denn nach der OP ist eine individuelle Anpassung des Systems an den Patienten nötig. Das braucht schon beim normalen Hörgerät seine Zeit. Bei einem Cochlea-Implantat - das ist in den meisten Fällen die beste Lösung bei hochgradiger Schwerhörigkeit und erfordert, dass das Hören ganz neu gelernt wird - sind bei einem Erwachsenen 120 Therapiestunden nötig. Das sind immerhin rund zwei Jahre. Aber spätestens dann gibt es für die Patienten immer wieder Gänsehautmomente&#58; wenn Schnee knistert, Wasser plätschert oder ein Vogel zwitschert.&quot;</p> <p><strong>Vortragsreihe &quot;Medizin für Jedermann&quot;</strong><br>&quot;Moderne Möglichkeiten zur Verbesserung von Hörbeeinträchtigungen&quot;<br>Mittwoch, 4. April, 18.15 Uhr bis 19.30 Uhr<br>Universitätsklinikum Leipzig<br>Hörsaal im Haus 4<br>Liebigstr. 20<br>04103 Leipzig</p>

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