Sie sind hier: Skip Navigation LinksSektion Phoniatrie und Audiologie

Behandlungsangebote

​Die Sektion Phoniatrie und Audiologie ist spezialisiert auf die Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von Erkrankungen der Stimme, des Sprechens, des Schluckens, des  Hörens sowie des Gleichgewichtes. Wir untersuchen und behandeln sowohl Kinder als auch Erwachsene. ​

Stimmstörungen

Stimmstörungen äußern sich durch Veränderungen des Stimmklangs (wie zum Beispiel Heiserkeit), durch eine Einschränkung der stimmlichen Leistungsfähigkeit (die Stimme kann nicht mehr so lange und so laut eingesetzt werden) und durch Missempfindungen im Halsbereich (Globusgefühl). Jede Heiserkeit, die länger als drei Wochen besteht, sollte durch eine Kehlkopfuntersuchung fachärztlich abgeklärt werden.

Neben der Betreuung aller Formen von Stimmerkrankungen bieten wir spezielle Untersuchungen für folgende Patientinnen und Patienten an:

  • Kinder- und Jugendliche
  • Patienten in stimmintensiven Berufen
  • Patienten in künstlerischen Stimmberufen (z.B. Sänger, Schauspieler)
  • Patienten mit Stimmstörungen nach Tumorerkrankungen

Untersuchungsmöglichkeiten

  • spezialisierte Stimmanamnese (incl. Auswirkung der Stimmstörung auf die Lebensqualität etc.)
  • klinische Untersuchung inkl. indirekte Kehlkopfspiegelung (mit Videolaryngostroboskopie, Videokymographie)
  • 3D-Kehlkopfspiegelung (dreidimensionale Darstellung des Kehlkopfen und der Schwingungsabläufe der Stimmlippen)
  • Echtzeitlaryngoskopie (Hochgeschwindigkeitsaufnahmen), Echtzeitkymographie
  • Elektroglottographie
  • Stimmstatus
  • Sprech- und Singstimmprofil mit spektraler Bewertung („Stimmfeld“)
  • Stimmbelastungstest
  • akustische Stimmanalysen, Spektralanalysen

Behandlungsmethoden

  • Stimmübungsbehandlung / Stimmtherapie bei Heilmittelverordnung
  • spezielle Übungsbehandlung nach Kehlkopfteil- und Totaloperation, Betreuung von Patienten mit Trachealkanülen und Stimmprothesen (Shunt-Ventilen)
  • manuelle Fazilitation (Anwendung manualtherapeutischer Techniken am Hals und Kehlkopf)
  • medikamentöse Behandlung
  • Operationen in Lokalanästhesie und Narkose zur Verbesserung der Stimme (Phonochirurgie, z.B. Abtragungen von Stimmlippenveränderungen, Einspritzen von Botulinumtoxin, Augmentationen, Kehlkopfgerüst-Chirurgie, Thyroplastiken)
  • Einleitung einer Stimmheilkur in spezialisierten Rehabilitationseinrichtungen

An der Sektion Phoniatrie und Audiologie existiert eine Praxis für Stimm- und Sprachtherapie.

 

Operationen

Chirurgie am Kehlkopf (Larynx) und Hypopharynx

  • mikrolaryngoskopische phonochirurgische Kehlkopfoperationen bei gutartigen Veränderungen (z.B. bei Polypen, Knötchen, Zysten, Ödeme, Granulome)
  • Thyroplastik Typ 1
  • mikrolaryngoskopische Unterspritzung der Stimmlippen
  • endoskopische Operationen 

Larynx und Hypopharynx

  • diagnostische Mikrolaryngoskopie
  • mikrolaryngoskopische laserchirurgische Chordektomie bei beidseitiger Stimmlippenparese (Glottiserweiterung)

Sprach- und Sprechstörungen

​Schon im Kindesalter kann das Erlernen der Sprache gestört oder verzögert sein. Eine häufige Ursache dafür ist eine Hörstörung, andere Gründe sind mangelnde sprachliche Anregung, allgemeine und kognitive Entwicklungsverzögerungen und syndromale Erkrankungen, bei denen die Störung der Sprachentwicklung eine von mehreren Störungen ist.

Ist die Sprache einmal erworben, können in allen Altersgruppen Sprachstörungen z.B. durch Erkrankungen des Gehirns (z.B. Folge eines Schlaganfalls) auftreten. Auch der Sprechvorgang (Artikulation) kann durch Nervenläsionen oder Verletzungen und Operationen an den Sprechorganen (z.B. Lippen, Zunge, Gaumensegel etc.) oder durch eine Störung des Redeflusses (Stottern) betroffen sein.

Untersuchungsmöglichkeiten

  • spezialisierte Sprach- und Sprechanamnese (incl. Auswirkung der Störung auf Lebensqualität etc.)klinische Untersuchung inkl. indirekte Kehlkopfspiegelung  (mit Videolaryngostroboskopie, Videokymographie)
  • Hörtests
  • Einsatz orientierender und standardisierter Verfahren zur Entwicklungs-, Hör- und Sprachentwicklungsdiagnostik
  • akustische Analysen der Artikulation, Spektralanalysen zur Beurteilung der Klangbildung

Behandlungsmethoden

  • ausgewählte Sprach- und Sprechübungsbehandlung
  • Beratung von Angehörigen, speziell Elternberatung zur Sprachförderung des Kindes
  • spezielle Übungsbehandlung nach Tumorerkrankung
  • Einleitung einer Sprachheilkur in spezialisierten Rehabilitationseinrichtungen

An der Sektion Phoniatrie und Audiologie existiert eine Praxis für Stimm- und Sprachtherapie.

Schluckstörungen

Schluckstörungen können bereits bei Neugeborenen auftreten und betreffen besonders häufig ältere Menschen und Patienten mit neurologischen Erkrankungen und nach Tumorbehandlung im Kopf-Hals-Bereich.

Sie machen sich beispielsweise durch Probleme beim Aufnehmen und Transportieren der Nahrung in der Mundhöhle, beim Auslösen des Schluckaktes und beim Abschlucken bemerkbar. Besonders gefährlich ist die so genannte Aspiration - das Verschlucken mit Eindringen von Speichel oder Nahrung in den Kehlkopf und in die Luftröhre.

Untersuchungsmöglichkeiten

  • spezialisierte Schluckanamnese (incl. Auswirkung der Störung auf Lebensqualität etc.)
  • klinische Untersuchung incl. Videolaryngostroboskopie, flexible Endoskopie (FEES - fiberoptic endoscopic examination of swalloing)
  • Veranlassung und Koordination zusätzlicher instrumenteller Diagnostik durch die Radiologie, Gastroenterologie und Pneumologie)

Behandlungsmethoden

  • Schlucktherapie, z. B.  bei Tumorerkrankungen
  • manuelle Fazilitation (Anwendung manualtherapeutischer Techniken am Hals und Kehlkopf zur Verbesserung der Schluckens)
  • Beratung der Angehörigen
  • Einleitung einer Dysphagie-Behandlung in spezialisierten Rehabilitationseinrichtungen

Hör- und Gleichgewichtsstörungen

​Grundsätzlich sind mehrere Arten von Hörstörungen zu unterscheiden, die auch kombiniert auftreten können: Schallleitungs-Schwerhörigkeiten, bei denen die Ursache im Gehörgang oder im Mittelohr liegt (z.B. Probleme der Belüftung des Mittelohres, chronische Mittelohrentzündung, Otosklerose, Fehlbildungen), Schallempfindungs-Schwerhörigkeiten, bei denen das Innenohr oder der Hörnerv betroffen sind (Altersschwerhörigkeit, Lärmschwerhörigkeit, angeborene Hörstörungen, Vestibuloschwannom) und auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen, bei denen das peripher richtig Gehörte im Gehirn nicht richtig weiterverarbeitet wird.

Außer der Hörminderung sind z.B. Probleme beim Sprachverstehen, beim Hören in lauter Umgebung und beim Richtungshören typische Symptome einer Schwerhörigkeit. Schwindel als typisches Zeichen einer Gleichgewichtsstörung kann durch eine Erkrankung des Gleichgewichtsorgans hervorgerufen werden, das in enger Nachbarschaft zum Innenohr liegt.

Die Spezialsprechstunde Pädaudiologie beinhaltet die Untersuchung und Behandlung aller Formen der kindlichen Hörstörungen und Sprachentwicklungsstörungen.  Es ist heutzutage möglich bereits im Neugeborenenalter schon unmittelbar nach der Geburt mit Hilfe von speziellen Hörtesten Hörstörungen zu diagnostizieren.

Nur durch das rechtzeitige Erkennen und Behandeln solcher Hörstörungen können Entwicklungsdefizite vermieden werden, die sich später nicht wieder aufholen lassen. Die Untersuchung des Hörvermögens und der Sprachentwicklung eines Kindes erfolgt unter Berücksichtigung des Alters und des jeweiligen Entwicklungsstandes. Sie bedarf nicht nur spezialisierter Erfahrung bei der Interpretation der Befunde sondern auch der Zeit für die einzelnen Untersuchungen. Das trifft insbesondere auf Kindern mit mehrfachen Behinderungen zu.

Untersuchungsmöglichkeiten

  • spezialisierte Hör- und Gleichgewichtsanamnese (incl. Auswirkung der Störung auf Lebensqualität etc.)
  • Neugeborenen-Hörscreening, Nachuntersuchungen bei auffälligen Screening-Ergebnissen (Tracking)
  • spezielle Hörprüfungen bei Kindern (alle Verfahren der Reaktions- und Spielaudiometrie)
  • Tympanometrie, Stapediusreflexmessung
  • Otoakustische Emissionen, Distorsionsprodukte
  • Hirnstammaudiometrie (BERA), frequenzspezifische BERA, Tinnitusdiagnostik
  • standardisiertes audiometrisches und psychometrisches Testinventar für die Diagnostik der auditiven Verarbeitung und Wahrnehmung
  • vestibulospinale Reaktionen
  • Lage-, Lagerungsprüfung, kalorische Prüfung der Gleichgewichtsorgane mit Wasser und Luft
  • Drehstuhlprüfungen

Behandlungsmethoden

  • medikamentöse Therapie
  • Hörgeräteprobe und -verordnung
  • Hörsystem-Sschulung
  • operative Therapie inkl. Implantierbare Hörsysteme
  • Cochlea-Implantation einschließlich Rehabilitation
  • Beratung der Angehörigen
  • Einleitung eines Hörtrainings in spezialisierten Rehabilitationseinrichtungen

 

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