PAVK steht für periphere arterielle Verschlusskrankheit. Diese Erkrankung betrifft die Blutgefäße, die das Blut von und zum Herzen transportieren, insbesondere die Arterien, die die Extremitäten, vor allem die Beine, versorgen. PAVK tritt auf, wenn diese Arterien z.B. durch Ablagerungen von Cholesterin und anderen Substanzen (Arteriosklerose) verengt oder blockiert werden.
Die verminderte Blutzufuhr zu den Beinen kann zu verschiedenen Symptomen führen, darunter: Schmerzen beim Gehen (Claudicatio intermittens), Wadenkrämpfe, Kältegefühl und andere beinbezogene Beschwerden.
Die Anwendung von Spinal Cord Stimulation (SCS) sollte nicht die primäre Behandlungsoption für periphere arterielle Verschlusskrankheiten (pAVK) sein, sondern ordnet sich die SCS-Therapie an das Ende der therapeutischen Bemühung ein. Ungeachtet dessen ist die SCS-Therapie, frühzeitig angewandt, eine sehr verlässliche und vor allem meßbare Methode, die die Durchblutung und neuerliche Erwärmung der Extremität befördert. Studien weisen darauf hin, dass über dieses Verfahren Extremitäten lange Zeit erhalten werden und Patient:innen vor Amputationen bewahrt werden können.
Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, an Symptomen von pAVK leidet, ist es wichtig, eine:n darauf spezialisierte:n Ärzt:in (Angiolog:in, Gefäßchirurg:in) aufzusuchen. Der Arzt oder die Ärztin kann eine umfassende Untersuchung durchführen, die Diagnose bestätigen und geeignete Behandlungsoptionen besprechen. Selbstbehandlung oder die Annahme, dass SCS in jedem Fall die geeignete Option ist, wäre nicht angemessen und könnte die Gesundheit gefährden. Aufgrund der sehr engen Zusammenarbeit mit hiesigen Gefäßchirurg:inmen und Angiolog:innen ist die SCS-Therapie bei pAVK-Patient:innen eine sehr sichere und erfolgreiche Behandlungsmethode.
Darüber hinaus gibt es vielversprechende Ansätze, ebenso andere Durchblutungsstörungen wie das Morbus Raynaud-Syndrom positiv zu beeinflussen.