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Pressemitteilungen

 

 

Neurovaskuläres Netzwerk gegründet: Bessere Versorgung bei Schlaganfall und Erkrankungen der Hirngefäße<img alt="Diese Expertinnen und Experten arbeiten zusammen, um Patienten mit Erkrankungen der Hirngefäße auch in aufwändigen Fällen bestmöglich versorgen zu können&#58; Oben, v.l.n.r.&#58; Dr. Alexander Reinshagen, Chefarzt Klinik für Neurologie, Sana Kliniken Leipziger Land; Prof. Jürgen Meixensberger, Direktor Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, Universitätsklinikum Leipzig; Dr. Torsten Hantel, Leiter Neuromedizinischen Zentrum, Sana Kliniken Leipziger Land; Mitte, v.l.n.r.&#58; Prof. Karl-Titus Hoffmann, Direktor Institut für Neuroradiologie, Universitätsklinikum Leipzig; PD Dr. Anne-Dorte Sperfeld, Chefärztin Klinik für Neurologie, Sächsisches Krankenhaus Altscherbitz; Prof. Jörg Berrouschot, Chefarzt Klinik für Neurologie/Neurologische Intensivmedizin, Klinikum Altenburger Land; Unten, v.l.n.r.&#58; Prof. Joseph Claßen, Direktor Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsklinikum Leipzig; Dr. André Lachnitt, Ärztlicher Leiter Radiologische Praxis, Sächsisches Krankenhaus Altscherbitz; Dr. Albrecht Bormann, Chefarzt Klinik für Radiologie, Interventionsradiologie und Neuroradiologie, Klinikum Altenburger Land." src="/presse/PressImages/pic_20201228120845_9028faec74.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-12-27T23:00:00ZLeipzig. Die Kliniken Borna, Altenburg und Altscherbitz haben sich mit dem Universitätsklinikum Leipzig in einem Netzwerk zusammengeschlossen, um die Versorgung von Patienten mit gefäßbedingten Hirnerkrankungen wie beispielsweise Schlaganfällen zu verbessern. Der neu gegründete Verbund sichert eine enge Kooperation der Experten und damit die weiter verbesserte Versorgung der Patienten. <p>Der interdisziplinäre Zusammenschluss dient allen Patienten mit Erkrankungen der Hirngefäße, die auf diese Weise auch in aufwändigen, komplizierten oder seltenen Fällen schnell die bestmögliche Therapie erhalten sollen. Hintergrund ist, dass gerade bei Schlaganfällen und anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen des Gefäßsystems im Gehirn nicht an allen Kliniken jederzeit auch alle verfügbaren Behandlungen durchgeführt werden können.&#160;</p> <p>&quot;Unser Ziel ist es, künftig gemeinsam schnell zu identifizieren, welches Verfahren im jeweils individuellen Fall die beste Lösung für den Patienten ist&quot;, beschreibt Prof. Joseph Claßen, <a href="/einrichtungen/neurologie">Direktor der Neurologie</a> am UKL, die Aufgabe des Netzwerks. Zur Wahl stehen an den vier Kliniken dabei medikamentöse, neurochirurgische und minimalinvasive kathetergestützte Methoden. Hier wird auch besprochen, ob die weitere Behandlung in einem spezialisierten überregionalen Zentrum erfolgen muss. &quot;Oft kann die Behandlung vor Ort erfolgen und ist damit die beste Wahl für die Patienten&quot;, so Claßen. In manchen Fällen sind aber hochspezialisierte Verfahren erforderlich, die dann ebenfalls schnell und gezielt eingesetzt werden können. Die Grundlage dafür bilden Festlegungen zur Vorgehensweise, die von den Netzwerkpartnern gemeinsam entwickelt und in den Alltag übernommen werden. &#160;Die Ausrichtung an hohen gemeinsam verabredeten Standards stellt ein wesentliches Merkmal für die Qualität der medizinischen Versorgung in solchen Netzwerken dar. Diese Art der Kooperation kann die Versorgung der oft stark gefährdeten Patienten wesentlich verbessern, das zeigen Erfahrungen aus den 15 bereits in Deutschland existierenden zertifizierten Zentren. <br><br>Privatdozentin Dr. Anne-Dorte Sperfeld, Chefärztin der Klinik für Neurologie im Sächsischen Krankenhaus Altscherbitz und Leiterin einer regionalen Schlaganfalleinheit, ist überzeugt, dass über dieses Netzwerk &quot;nachhaltige Erkenntnisse der Spitzenmedizin schnellstens die Basis der Bevölkerungsversorgung erreichen&quot;. Um konkret für betroffene Menschen körperliche und geistige Ausfallerscheinungen zu minimieren, kommen am Universitätsklinikum Leipzig die Experten des neurovaskulären Zentrums, die Spezialisten für Neuromedizin der weiteren drei beteiligten Kliniken und unterstützender Fachgebiete zusammen&#58; Neurologen, Neurochirurgen und Neuroradiologen, aber auch Kardiologen, Gefäßchirurgen und Anästhesisten. Die Zusammenarbeit beschränkt sich nicht auf die Notfallversorgung, sondern schließt alle Fälle ein.&#160;</p> <p>&quot;Wir freuen uns sehr über die Schaffung dieses Netzwerkes, da wir so gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Patientenversorgung in der gesamten Region leisten können&quot;, sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig.<br><br></p> <p>Eine abgestimmte Versorgung von Patienten mit Gefäßerkrankungen des Gehirns sichert die spezialisierte Behandlung und damit die Chancen der Betroffenen auf Überleben und Heilung. &quot;Der Zusammenschluss ist logische Konsequenz unserer langjährigen guten Kooperation in der Region&quot;, betont Dr. Alexander Reinshagen, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Sana Klinikum in Borna. &#160;&quot;Mit unserer zertifizierten überregionalen Schlaganfallstation bieten wir vor Ort alle notwendigen Behandlungen von medikamentöser Akuttherapie bis Katheterverfahren an. &#160;Von der Möglichkeit, sich mit weiteren Experten zu beraten und besonders schwierige Fälle zu den Kollegen am Universitätsklinikum Leipzig zu verlegen, haben bereits schwer kranke Patienten profitiert. Das können wir im Netzwerk zukünftig noch schneller und gezielter organisieren&quot;.</p> <p>&quot;Und wir müssen den Blick in die Zukunft richten&quot;, ergänzt Dr. Torsten Hantel, Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie / Neuroradiologie in Borna. &quot;Die Ausbildung der nächsten Ärztegeneration stellt aufgrund der rasanten technischen Entwicklung höchste Anforderungen, die nur noch mit gemeinsamen Standards, fachlichem Austausch und einem stetigen Blick über den Tellerrand erfolgreich zu meistern sind.&quot;</p> <p>Prof. Dr. Jörg Berrouschot, Ärztlicher Direktor des Klinikums Altenburger Land, fügt hinzu&#58; &quot;Die Klinik für Neurologie des Klinikums Altenburger Land bringt ihre hervorragende Expertise in der akuten Schlaganfallversorgung in das Netzwerk ein. Wir sind ein großes überregionales Schlaganfallzentrum, betreuen unter anderem sieben internistische Kliniken telemedizinisch und sind in der Lage, rund-um-die-Uhr alle notwendigen akuten Behandlungsverfahren, zum Beispiel mechanische Thrombektomie, Thrombolyse und weitere, für Patienten mit Schlaganfall anzubieten. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit zum Wohle der Patienten in Mitteldeutschland.&quot;<br><br></p> <p>Nicht zuletzt sollen auch die in diesem Netzwerk getroffenen therapeutischen Entscheidungen evaluiert werden. In einem nächsten Schritt sollen die praktischen Modalitäten, zum Beispiel zur klinikübergreifenden Kommunikation, und die finanzielle Ausstattung besprochen werden. Zudem strebt das Netzwerk, das offen ist für weitere Partner, eine Zertifizierung zur Sicherung der Qualität der hier erbrachten Leistungen an. &#160;</p>
Schlaganfallspezialstation am Universitätsklinikum Leipzig erneut zertifiziert<img alt="Behandlungsqualität auf hohem Niveau&#58; Die Schlaganfallspezialstation am UKL ist rezertifiziert worden. Im Bild&#58; Prof. Dominik Michalski (re.) und Dr. Johann Pelz." src="/presse/PressImages/pic_20201217122054_d9e928c0f0.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-12-16T23:00:00ZLeipzig. Die Schlaganfallspezialstation der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist in einem aufwendigen Verfahren mit abschließendem Online-Audit erneut als überregionale Stroke Unit zertifiziert worden. Die von der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft, der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe sowie der Zertifizierungsstelle LGA stammenden Auditoren hoben dabei unter anderem die gute Infrastruktur und Ausstattung der Einrichtung hervor sowie den hohen Stellenwert des Qualitätsmanagements und der Weiterbildungsangebote. <p>Mehr als 1.000 Patienten werden jährlich mit einem Schlaganfall auf der <a href="/einrichtungen/neurologie/informationen-für-patienten/struktur-der-klinik#Intensivtherapiestation%20und%20Schlaganfallspezialstation">Stroke Unit</a> und der neurologischen Intensivstation des UKL behandelt. Weil hier das gesamte Spektrum der akuten Behandlungsmöglichkeiten des Schlaganfalls zu jeder Tag- und Nachtzeit an 365 Tagen im Jahr vorgehalten wird, ist die <a href="/einrichtungen/neurologie/informationen-für-patienten/struktur-der-klinik#Intensivtherapiestation%20und%20Schlaganfallspezialstation">Stroke Unit des UKL</a> auch Ansprechpartner für andere Kliniken der Region, wenn es um die Akutversorgung von Schlaganfallpatienten geht.&#160;</p> <p>&quot;Schlaganfallbehandlung ist Teamarbeit&quot;, betont Prof. Dominik Michalski, Oberarzt der <a href="/einrichtungen/neurologie/informationen-für-patienten/struktur-der-klinik#Intensivtherapiestation%20und%20Schlaganfallspezialstation">Stroke Unit am UKL</a>. Besonderer Dank ginge daher an das pflegerische und ärztliche Team der Stroke Unit, aber auch an die hier tätigen Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Mitarbeiter des Sozialdienstes. &quot;Oft ergeben sich bei der Schlaganfallbehandlung auch komplexere Situationen, beispielsweise durch ein fortgeschrittenes Lebensalter der Betroffenen und mehrere Vorerkrankungen&quot;, weiß Prof. Michalski und hebt die &quot;am UKL vorhandene, exzellente Zusammenarbeit mit der Zentralen Notfallaufnahme und den Gebieten der Neuroradiologie, Gefäßchirurgie, Kardiologie, Anästhesiologie, Neurochirurgie und internistischen Intensivmedizin&quot; hervor.&#160;</p> <p>&quot;Wenngleich die Zertifizierung ohne Auflagen erteilt wurde, beinhaltet moderne Schlaganfallmedizin die kontinuierliche Weiterentwicklung der Therapie- und Qualitätsstandards&quot;, fügt Michalski hinzu. Die Stroke Unit am UKL setze sich daher nicht nur für eine exzellente Behandlung während des Krankenhausaufenthalts ein, sondern auch für eine regelmäßige Fortbildung des Rettungsdienstes. &quot;Die schnelle Krankenhauseinweisung stellt ein wichtiges Element in der Behandlungskette dar&quot;, betont Prof. Michalski.&#160;<br>In dem vom Land Sachsen geförderten Projekt &quot;PostStroke-Manager&quot; arbeiten Mediziner und Informatikspezialisten zudem an einer verbesserten Schlaganfallnachsorge unter Nutzung digitaler Systeme.</p>
Platz 6 in Deutschland: Erneute Spitzenposition für das Universitätsklinikum Leipzig in der TOP-100-Klinikliste von „FOCUS Gesundheit“<img alt="Nur fünf Kliniken in Deutschland werden besser bewertet&#58; Das Universitätsklinikum Leipzig belegt wie im vergangenen Jahr Platz 6 in der TOP 100-Klinikliste des Magazins „FOCUS Gesundheit“." src="/presse/PressImages/pic_20201023100107_977b532403.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-10-22T22:00:00ZLeipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) gehört auch in diesem Jahr zu den besten Krankenhäusern Deutschlands. In der neuen "Klinikliste 2021" des Nachrichtenmagazins "Focus", die am 20. Oktober erschienen ist, belegt das UKL unter 100 Kliniken erneut einen hervorragenden sechsten Platz und konnte somit seine Position halten. Vor dem UKL rangieren nur die Berliner Charité als Gesamtsieger sowie die Universitätsklinika Heidelberg, Schleswig-Holstein, Dresden und München (LMU). <p>Ermittelt werden die Platzierungen durch umfangreiche Untersuchungen eines unabhängigen Recherche-Instituts, das von der Zeitschrift beauftragt wurde. In die Bewertung fließen Fallzahlen, Behandlungserfolge bei OPs und Komplikationsquoten ein. Geprüft wurden zudem die technische Ausstattung, die Anzahl der Ärzte oder Qualifikation der Pflegenden. Sehr wichtig sind auch die Beteiligung an Qualitätsinitiativen, die Patientenzufriedenheit und der Hygienestandard. Wie externe Mediziner das UKL bewerten und wie oft sie es weiterempfehlen, spielt ebenfalls eine große Rolle.</p> <p>31 Fachbereiche des UKL sind in den Empfehlungslisten von FOCUS Gesundheit aufgeführt - 15 von ihnen sogar in der Spitzengruppe des jeweiligen Krankheitsbildes&#58;&#160;</p> <p>Risikogeburt, Hautkrankheiten, Diabetes (Erwachsene und Kinder), Kinderchirurgie, Darmkrebs, Leukämie, Nuklearmedizin, Prostatakrebs, Strahlentherapie, Adipositaschirurgie, Schlaganfall, Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Depression.<br><br></p> <p>17 Kliniken und Einrichtungen des UKL werden als TOP-Kliniken - zum Teil mehrfach - genannt&#58;</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Abteilung für Geburtsmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Endokrinologie, Nephrologie, Rheumatologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Zelltherapie und Hämostaseologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Neurologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Urologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Es ist uns gelungen, diesen hervorragenden Platz sechs unter den nationalen TOP 100 zu bestätigen - dieses tolle Ergebnis freut uns sehr&quot;, sagte Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. &quot;In diesem wegen der Corona-Pandemie sehr außergewöhnlichen Jahr ist das eine wohltuende Bestätigung für die mit viel Engagement geleistete Arbeit unserer Ärztinnen und Ärzte sowie aller Mitarbeiter aus anderen Bereichen, die zu dieser sehr guten Platzierung beigetragen haben.&quot;</p>
3D-Modelle helfen bei schwierigen Tumor-Operationen in der UKL-Viszeralchirurgie<img alt="Privatdozent Dr. Boris Jansen-Winkeln, Stellvertretender Leiter des Bereichs Viszeralchirurgie am UKL, mit dem Modell eines Beckens mit dem Rezidivtumor (pink eingefärbt)." src="/presse/PressImages/pic_20200828105504_5b8c484824.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-08-27T22:00:00ZLeipzig. In der Bauchchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) hat jetzt auch der 3D-Druck Einzug gehalten. Mit patientengetreu erstellten Kunststoffmodellen gelingt gerade bei Tumor-Operationen im kleinen Becken eine optimale Visualisierung der individuellen anatomischen Verhältnisse, sagt Privatdozent Dr. Boris Jansen-Winkeln, Stellvertretender Leiter des Bereichs Viszeralchirurgie. <p>&quot;Das kleine Becken hat aus Sicht des Operateurs den Nachteil, dass hier Organe wie Rektum, Harnblase, Uterus sehr dicht beieinanderliegen und große Blutgefäße verlaufen. Von Vorteil ist aber, dass diese Strukturen in einem knöchernen Gerüst fixiert sind&quot;, erläutert der <a href="/einrichtungen/vttg/viszeralchirurgie/viszeralchirurgie">UKL-Experte</a>. &quot;Damit verändert sich - im Vergleich zum Bauchraum mit Leber, Magen, Darm - die Anatomie kaum. Somit man kann ein 3D-Modell dieser Region anfertigen, das auch noch aussagefähig ist, wenn die Lage des Patienten verändert wird.&quot;<br>Individuelle Kunststoffmodelle aus dem 3D-Drucker helfen Medizinern der verschiedensten Fachrichtungen bei der Behandlung von Patienten&#58; In der Neurochirurgie, in der Gefäßchirurgie, in der Zahnmedizin und in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie sind Modelle, Implantate und Prothesen schon Standard. Dabei stand aber meist ein passgenauer Ersatz von harten Knochen im Mittelpunkt. Was PD Dr. Jansen-Winkeln jedoch brauchte, war ein patientenspezifisches Abbild der Lage der weichen Organe im kleinen Becken. Gemeinsam mit Prof. Dr. Dirk Winker, medizinischer Leiter der Arbeitsgruppe &quot;Next3D&quot; am UKL, wurde eine Lösung gefunden.</p> <p>Vor der Operation nimmt ein Computertomograph die Körperregion in sehr dünnen Schichten auf. Daraus kann die Arbeitsgruppe Next3D nicht nur einen dreidimensionalen, sondern auch mehrfarbigen Druck in Originalgröße anfertigen. &quot;Für einen präzisen Eingriff ist es wichtig, dass der Operateur mit individuellen Räumen und Lagebeziehungen vertraut ist. Da hilft das 3D-Modell, das man in der Hand drehen und wenden kann, ungemein, um die Operation erfolgreich und sicher, also ohne Verletzung von Organen, Gefäßen und Nerven zu Ende zu führen&quot;, so der Leipziger Chirurg.<br>Drei Operation hat Dr. Jansen-Winkeln bisher mit jeweils einem individuellen 3D-Modell als Hilfsmittel erfolgreich ausgeführt. Dabei handelte es sich um Eingriffe wegen Rektumkarzinom-Rezidiven, also dem erneuten Auftreten der Krankheit, sowie Sarkomen. Sarkome sind seltene bösartige Tumoren, die entweder vom Weichteilgewebe oder vom Knochen ausgehen.&#160;</p> <p>&quot;Nur bei solch schwierigen Tumor-Operationen, die bei uns einmal im Monat vorgenommen werden, wird ein solches Modell angefertigt&quot;, erläutert Dr. Jansen-Winkeln. &quot;Denn primäre Rektumkarzinome sind einfach zu operieren, ein Modell ist dort nicht notwendig. Daher fokussiere ich mich gerne auf Rezidive, welche viel schwieriger zu operieren sind.&quot; Und gerade weil sie so anspruchsvoll sind, würde sich der UKL-Experte wünschen, dass diese Operationen vor allem an spezialisierten Zentren wie dem Universitätsklinikum Leipzig durchgeführt würden&#58; &quot;Immer wieder wird das extern operiert - und leider oft nicht optimal. Wenn der Tumor angeschnitten wird, ist die Prognose für den Betroffenen sehr schlecht.&quot; Ähnlich sei es beim Sarkom. Auch hier dürfe der Tumor unter keinen Umständen eröffnet werden. Daher sei hier auch wieder das Modell sehr sinnvoll.&#160;</p>
UKL-geleitete Studie untersucht Qualität von Langzeitprognosen nach Hirnblutungen<img alt="Dr. Katja Wartenberg, Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Neurologie und Prof. Dr. Jürgen Meixensberger, Direktor der Klinik für Neurochirurgie des UKL, untersuchen, wie es Patienten, die eine Hirnblutung erlitten haben, auf lange Sicht geht und wie die genaueren Langzeitprognosen erstellt werden können – mittels Prognose-Skalen oder doch besser durch Einschätzungen der behandelnden Ärzte und Pflegenden." src="/presse/PressImages/pic_20200114085833_f5f6ad95cc.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-01-13T23:00:00ZLeipzig. Hirnblutungen treten im Bereich des Gehirns oder der Hirnhäute auf. Sie können lebensbedrohlich sein. Viele Betroffene müssen neurointensivmedizinisch behandelt werden. So genannte Langzeitprognosen geben dabei Auskunft, ob diese Patienten in der Zukunft wieder arbeiten werden, laufen oder ihren Alltag bewältigen können. In einem wissenschaftlichen Projekt untersuchen Dr. Katja Wartenberg, Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Neurologie und Prof. Dr. Jürgen Meixensberger, Direktor der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL), wie nun eigentlich die genaueren Einschätzungen erstellt werden können, ob mittels mathematisch-nüchterner Prognose-Skalen, so genannter Scores, oder doch eher durch die behandelnden Ärzte und Pflegekräfte, die den Patienten Tag für Tag beobachten, behandeln und betreuen. Die Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) fördert die Arbeit mit 30.000 Euro. <p>Im Mittelpunkt der Studie mit dem Titel &quot;Prognostische Indikatoren bei Subarachnoidal- und intrazerebralen Blutungen&#58; Vergleich von Prognosescores und der Einschätzung des behandelnden Teams&quot; steht demnach die Langzeitprognose von Patienten, die eine Hirnblutung erlitten haben. &quot;Wie geht es diesen Patienten auf lange Sicht? Können sie nach Hause entlassen werden? Wie sind die Einschränkungen in der Alltagsbewältigung? Leiden sie an kognitiven Störungen&quot;, umreißt Dr. Wartenberg die Fragen, die sich dann stellen.</p> <p>Prognoseskalen - Scores - umfassen etliche Faktoren, wie zum Beispiel das Alter des Patienten, die Größe der Blutung oder den klinischen Schweregrad. Diese Angaben werden bei der stationären Aufnahme des Patienten erfasst. &quot;Die Prognoseskalen wurden dafür entwickelt, den sogenannten funktionellen Status des Betroffenen vorherzusagen, ob er bettlägerig oder gehfähig ist, ob er den Alltag bewältigen kann oder nicht&quot;, erläutert die <a href="/einrichtungen/neurologie" rel="ext" target="_blank">UKL-Neurologin</a>.<br>Was diese Scores jedoch nicht berücksichtigen, ist der Verlauf des stationären Aufenthaltes und ob Komplikationen wie beispielsweise Lungenentzündungen oder weitere Blutungen auftreten. Sie betrachten ebenfalls oft nicht, ob der Patient vor der Hirnblutung bereits beeinträchtigt war, also beispielsweise bereits Demenz oder einen Schlaganfall erlitten hatte. Zudem erfassen sie alle Parameter nur zu einem Zeitpunkt, nämlich dem der Aufnahme ins Krankenhaus.</p> <p>Hier setzt Dr. Wartenbergs Projekt an&#58; &quot;In unserer Studie werden wir verschiedene Prognoseskalen zu drei verschiedenen Zeitpunkten erfassen&quot;, erklärt sie, &quot;eben zur Aufnahme und zusätzlich nach sieben und nach 14 Tagen.&quot; Diese sollen ergänzt werden um die Einschätzung des medizinischen und pflegerischen Personals zu eben jenen Zeitpunkten.<br>Die Studie ist auf eine Dauer von fünf Jahren angelegt. Acht medizinische Zentren in Deutschland beteiligen sich, die Leitung liegt beim Leipziger Universitätsklinikum. Am Ende sollen über 1000 Patienten in die Studie eingeschlossen sein. Mit den 30.000 Euro Forschungsförderung durch die DGNI ist eine internet-basierte Datenbank erstellt worden, mit der die demographischen, klinischen und prognostischen Daten der Patienten aller beteiligten Zentren dokumentiert und statistisch ausgewertet werden.</p>

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