| Unterstützung für das Leben nach der Intensivstation | Universitätsklinikum Leipzig
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Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1
04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6
04103 Leipzig Oft können so Leben gerettet werden | <img alt="Intensivmedizin ist Teamarbeit: Krankenpflegerin Pia Lehmeyer, Assistenzärztin Dr. Lysann Schulz, Facharzt Robert Scharm und Prof. Dr. Sirak Petros, Leiter Interdisziplinäre Internistische Intensivmedizin, am Bett eines Patienten. (v.l.n.r.)" src="/presse/PressImages/20250730-L-UKL-ITS-Nachsorge-10728-6891bd84d31ff.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2025-08-04T22:00:00Z | Leipzig. Auf einer Intensivstation kämpft ein spezialisiertes Team gemeinsam mit vielen Experten anderer Fachgebiete in einem hochtechnisierten Umfeld um das Leben schwerstkranker Menschen. Dazu gehört der Einsatz von Maschinen, die Körperfunktionen wie das Atmen teilweise oder ganz übernehmen, Organe ersetzen und unterstützen.Oft können so Leben gerettet werden. Dennoch bleibt für die Patient:innen die Zeit auf der Intensivstation meistens nicht ohne Folgen. Bis zu zwei Drittel der Überlebenden zeigen auch drei Monate nach Entlassung Symptome des sogenannten Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS), welche die Lebensqualität relevant einschränken können. Nach einem Jahr sind mehr als die Hälfte der Überlebenden noch nicht beschwerdefrei. Für diese Betroffenen bietet die Interdisziplinäre Internistische Intensivmedizin am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) jetzt als eine von wenigen Kliniken in Deutschland eine spezialisierte Nachsorgeambulanz an. | <p>Das Post-Intensive-Care-Syndrom umfasst viele sehr unterschiedliche Beschwerden – körperliche ebenso wie kognitive und psychische. Diese reichen von Muskelschwäche und Bewegungseinschränkungen über Schluckbeschwerden, Störungen der Lungenfunktion sowie Gedächtnisproblemen und einer reduzierten mentalen Geschwindigkeit bis zu Angststörungen, Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen.</p><p>Auslöser sind nicht nur die eigentliche Krankheit, sondern Nebeneffekte intensivmedizinischer Maßnahmen und Umgebung. So rettet beispielsweise die künstliche Beatmung zwar Leben, kann aber auch zu belastenden Problemen wie verbleibenden Schluckstörungen führen. Ebenso sind die auf Intensivstationen allgegenwärtigen Überwachungsmonitore nötig, um Auffälligkeiten der Körperfunktionen zu melden, schaffen aber für die Patient:innen ein dauerhaft geräusch- und lichtintensives Umfeld.</p><p> </p><p>„Einerseits wissen wir über die möglichen Folgen unserer Therapien immer noch zu wenig, andererseits wollen wir unsere Patient:innen nach überstandener Krankheit mit diesen nicht allein lassen“, erklärt Robert Scharm, einer der verantwortlichen Intensivmediziner. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat die <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/internistische-intensivmedizin">Interdisziplinäre Internistische Intensivmedizin</a> am Universitätsklinikum Leipzig eine Nachsorge-Ambulanz für Intensivpatient:innen ins Leben gerufen – eine von bisher sehr wenigen in ganz Deutschland.</p><p>„Wir wollen unterstützende Angebote zur Verfügung stellen und weiterentwickeln, um diese Einschränkungen positiv zu beeinflussen. Ebenso müssen wir die Intensivmedizin weiter verbessern, um PICS zu vermeiden“, so Scharm. „Bisher gibt es hier eine Lücke in der Versorgung“, ergänzt Prof. Dr. med. Sirak Petros, Leiter der Interdisziplinären Internistischen Intensivmedizin. „Nach kraftzehrender Intensivtherapie schaffen es viele unserer Patienten, wieder nach Hause entlassen zu werden. Doch dort bleiben sie mit den Nachwirkungen unserer Medizin oft allein.“ Hausärzte und andere ambulant tätige Kollegen sind oft schon mit der Erkennung und Zuordnung der Beschwerden nicht ausreichend vertraut.</p><p><br>Hier setzt die neue Ambulanz an. „Unsere Aufgabe sehen wir darin, zu erfassen, welche Beschwerden verblieben sind und wo es Unterstützung bedarf“, so Scharm. Die Betroffenen werden dafür über einen Zeitraum von mindestens sechs bis zwölf Monaten begleitet, künftig vielleicht auch länger. „Das Ziel ist es, noch besser zu verstehen, wie es unseren Patient:innen nach der Zeit auf der Intensivstation geht, und auch zu lernen, was wir verändern können, damit künftig bestimmte Folgebeschwerden gar nicht oder deutlich seltener auftreten“, so die Intensivmediziner. Zudem sollen neue Angebote entwickelt werden, welche direkt am UKL wahrgenommen werden können. Auch die Anbindung einer Selbsthilfegruppe gehört dazu.</p><p> </p><p>Im Idealfall kann die Ambulanz künftig weiter ausgebaut werden, sodass hier auch auf Unterstützung aus der Physiotherapie, Logopädie und Psychologie sowie der Klinikapotheke zurückgegriffen werden kann. Und tatsächlich wäre auch eine Ausweitung des Angebots auf Angehörige sinnvoll. Scharm: „Auch sie können gerade psychische Symptome als Folge der Belastungssituation entwickeln.“ Diesem Aspekt versucht die Interdisziplinäre  Internistische Intensivmedizin mit ihrem familienzentrierten Ansatz bereits jetzt zu begegnen. Der Bedarf ist da – monatlich werden allein in der Interdisziplinären Internistischen Intensivmedizin, nur einer von mehreren intensivmedizinischen Abteilungen am UKL, 140 Patient:innen behandelt. Insgesamt werden am Universitätsklinikum Leipzig monatlich circa 580 Erwachsene und Kinder auf in Summe sechs Intensivstationen versorgt.</p><p> </p><p>Die neue Sprechstunde mit dem sprechenden Namen „LIVe! – Leben nach intensivmedizinischer Versorgung“</p><p>ist daher zunächst ein Angebot an die Patient:innen, die in der Interdisziplinären Internistischen Intensivmedizin des UKL behandelt worden sind, weil hier der intensivmedizinische Verlauf im Detail bekannt ist. Eine Terminanfrage ist möglich via Mail an ITS-Ambulanz@uniklinik-leipzig.de oder telefonisch unter 0341-9712700.</p><p>Für die Wahrnehmung des Termins ist eine Überweisung durch den Hausarzt erforderlich.</p> |
| Herzwoche 2023: Schutz vor dem Herzstillstand | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Kardiolog;innen des UKL laden am 30 | <img alt="Ein plötzlicher Herzstillstand kommt oft wie aus dem Nichts – und doch kann man sich davor schützen." src="/presse/PressImages/pic_20231124135152_8a642ed6a9.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2023-11-24T23:00:00Z | Leipzig. Zur alljährlichen Herzwoche im November informieren die Kardiolog:innen am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) in einem Vortragsabend gemeinsam mit der Deutschen Herzstiftung darüber, wie sich einem Herzstillstand vorbeugen lässt - vor allem, wenn bereits eine Herzerkrankung vorliegt. | <p>Ein plötzlicher Herzstillstand und Herztod kommt oft scheinbar aus dem Nichts und trifft auch Menschen, die sich für gesund gehalten haben. Etwa 65.000 Menschen sterben nach Schätzungen der Deutschen Herzstiftung jährlich durch ein solches Ereignis. Oftmals liegt dahinter eine langjährige Erkrankung, die nicht erkannt oder nicht beachtet wurde. Ausgelöst wird der Herzstillstand durch eine schwere Störung der Herzrhythmus. </p>
<p>"Entsprechend sind natürlich vor allem Menschen mit bekannten Herzerkrankungen in Sorge, dass es sie treffen könnte", beschreibt Prof. Ulrich Laufs, Direktor der <a href="/einrichtungen/kardiologie">Klinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Leipzig</a>, die Situation. Unter dem Motto: "Herzkrank? Schütze Dich vor dem Herzstillstand!", informiert er daher mit dem UKL-Kardiolog:innen-Team am 30. November im Rahmen der Herzwochen über die Ursachen, aber auch die Möglichkeiten, vorzubeugen und Herzerkrankungen wirksam zu behandeln. "Der plötzliche Herztod ist selten unausweichlich, eine rechtzeitige Diagnose und die richtige Behandlung können viel dazu beitragen, die Gefahr wirksam zu verringern." Wie genau, das erfahren die Besucher:innen in Vorträgen rund um die Fragen, was Medikamente leisten, wann eine Katheterbehandlung nötig ist und wann ein Defibrillator. Aber auch darüber, was zu tun ist, wenn es doch passiert. Tritt dieser Fall ein, liegt ein Notfall vor und Schnelligkeit ist geboten - das heißt, sofortiger Start der Reanimation.  </p>
<p>"Lebensrettende Sofortmaßnahmen sollte jeder und jede kennen und im Ernstfall anwenden", sagt Laufs. Denn oft vergehen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte wertvolle Minuten, die über Leben und Tod entscheiden können. </p>
<p> </p>
<p>Was genau das bedeutet, erläuterte Prof. Sirak Petros, Leiter der <a href="/einrichtungen/internistische-intensivmedizin">Internistischen Intensivstation am UKL</a>, in einem Artikel in der November-Ausgabe der "Liebigstraße aktuell" anhand von drei realen Schicksalen.<br>Hier geht es auf Seite 12 direkt zum Artikel in der UKL-Patientenzeitung: <a href="/HealthMagazine/1123.pdf">"Herzstillstand - wie reagiert man richtig?"</a></p>
<p> </p>
<p><strong>Vortragsabend </strong></p>
<p>Herzkrank? Schütze Dich vor einem Herzstillstand!</p>
<ul>
<li>Donnerstag, 30. November 2023</li>
<li>17.00- 20.00 Uhr</li>
<li>Barocksaal, Salles de Pologne</li>
<li>Hainstraße 18, Leipzig          </li>
</ul>
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<p>-> <a href="/veranstaltungen/Seiten/Veranstaltung_5843.aspx">Direkt zur Veranstaltung </a></p> |
| Hoffnung für Leberpatienten | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Mit der Gründung des neuen Zentrums | <img alt="Mit der Gründung des neuen Zentrums am UKL wollen die Mediziner jetzt zum Beispiel den an Leberzirrhose Erkrankten wirksamer als bisher helfen." src="/presse/PressImages/pic_20200805105734_ed33392d3a.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2020-08-04T22:00:00Z | Leipzig. Jährlich müssen in Deutschland mehrere tausend Menschen aufgrund eines Leberversagens in Krankenhäusern behandelt werden. Bis zu 20.000 versterben hierzulande jedes Jahr an den Folgen einer Leberzirrhose. Um das Expertenwissen für die Behandlung und Erforschung dieser Erkrankungen zu bündeln und so den Betroffenen besser helfen zu können, wurde am UKL nun ein spezialisiertes Zentrum gegründet. | <p>Im interdisziplinären Forschungs- und Behandlungszentrum für Leberversagen am UKL kommen alle für die Therapie und Diagnostik der Lebererkrankungen relevanten Fachbereiche zusammen: Neben der <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/hepatologie">Hepatologie</a> sind dies die <a href="/einrichtungen/internistische-intensivmedizin">Internistische Intensivmedizin</a>, die <a href="/einrichtungen/vttg/hepatobiliäre-chirurgie-viszerale-transplantation">Transplantationschirurgie</a>, die <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/gastroenterologie">Gastroenterologie</a>, die <a href="/einrichtungen/radiologie">Radiologie</a> und die <a href="/einrichtungen/labormedizin">Laboratoriumsmedizin</a> . Sie alle sind Teil eines Expertennetzes, das Patienten helfen will, deren Leber versagt. Eine solche schwerwiegende Funktionsstörung tritt ein, wenn das Organ infolge einer akuten Erkrankung, zum Beispiel einer Infektion oder einer Vergiftung, nicht mehr richtig arbeiten kann. Sie kann aber auch als Verschlechterung einer chronischen Lebererkrankung im Sinne eines Akut-auf-chronischen Leberversagens ("acute-on-chronic liver failure", ACLF) auftreten. "In allen Fällen ist es wichtig, das Problem rasch zu erkennen, um entsprechend mit Therapiemaßnahmen beginnen zu können", erklärt Prof. Thomas Berg die medizinische Herausforderung im Fall eines Leberversagens. Der Hepatologe leitet das neugegründete Zentrum am UKL. "Es ist eine Frage der Zeitspanne, die zwischen dem Auftreten der Störung und dem Behandlungsbeginn vergeht, ob und wie wir den Patienten helfen können", so Berg. </p>
<p>Denn letztlich bleibt bei einem Leberversagen eine Organübertragung oft die einzige Option auf Heilung. "Damit können wir derzeit aber nur einem Bruchteil unserer Patienten helfen", sagt Prof. Thomas Berg. "Im vergangenen Jahr wurden in ganz Deutschland 813 Lebern transplantiert - aber es starben bis zu 20.000 Menschen an den Folgen einer Leberzirrhose, und damit einem Versagen dieses lebenswichtigen Organs." </p>
<p>Mit der Gründung des neuen Zentrums am UKL wollen die Mediziner um Prof. Berg jetzt dieser besonderen Patientengruppe wirksamer als bisher helfen. "Leberzirrhose wird immer noch als eine Erkrankung betrachtet, die nicht heilbar ist", beschreibt Berg. Das sei allerdings nicht so. "Neue Behandlungsansätze bieten Hoffnung für unsere Patienten, mit der Möglichkeit, die Erkrankung langfristig zu stabilisieren oder die Zirrhoseentwicklung sogar rückgängig zu machen", so der Leberexperte.</p>
<p>Dazu gehören Therapien der Grunderkrankung, der Leberregeneration, Verfahren der interventionellen Radiologie, wie die TIPS Anlage, aber vor allem auch Verfahren zur Leberunterstützung (sogenannte Leberdialyse bzw. Plasmapherese), um die gefährlichen Prozesse bei einem Leberversagen zu stoppen und die Patienten wieder zu stabilisieren. Das sei erforderlich, um eine anschließende Transplantation zu ermöglichen. "Bei einem akuten oder akut-auf-chronischem Leberversagen haben wir nur ein sehr kleines Zeitfenster, in dem wir die Chance haben, mit einer Transplantation das Leben des Patienten zu retten", so Berg. "Dieses Fenster müssen wir nutzen und, wenn möglich, vergrößern, um mehr Patienten eine Überlebenschance durch eine Transplantation bieten zu können". </p>
<p>Ein Problem besteht aktuell darin, dass das  Leberversagen oft zu spät erkannt wird. Hier soll das Zentrum dazu beitragen, das Wissen um dieses Krankheitsbild stärker zu vermitteln und Ärzte dafür zu sensibilisieren. </p>
<p>Eine weitere Aufgabe des Zentrums wird darin bestehen, mehr Patienten den Zugang zu klinischen Studien zu ermöglichen, in denen neue Medikamente und Verfahren zur Verfügung stehen. Auch dafür ist der interdisziplinäre Verbund der Spezialisten im Zentrum ein Garant. "Hier kommen alle zusammen, die das erforderliche Wissen um diese besondere Erkrankung mitbringen und entsprechend reagieren können", so Berg. Dieses Wissen stellen die Leipziger Mediziner gern allen Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung - zum einen in Weiterbildung, zum anderen aber auch als Ansprechpartner für Fragen bei ganz konkreten Fällen. "Hier stehen wir jederzeit zur Verfügung, um zu unterstützen und den Betroffenen schnell helfen zu können", betont Prof. Berg. </p> |
| Cardiac Arrest Center (CAC) am Universitätsklinikum Leipzig erfolgreich zertifiziert | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig An einem CAC können Patienten, die | <img alt="Für die optimale Versorgung der Patienten arbeiten sie im nun zertifizierten Cardiac Arrest Center eng zusammen (v. r. n. l.): Prof. Ulrich Laufs (Kardiologie), Prof. Sebastian Stehr (Anästhesiologie und Intensivtherapie), Prof. André Gries (Zentrale Notfallaufnahme), Prof. Sirak Petros (Internistische Intensivmedizin) und Prof. Joseph Claßen (Neurologie)." src="/presse/PressImages/pic_20191203105546_37a7924b8c.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2019-12-02T23:00:00Z | Leipzig. Das Cardiac Arrest Center (CAC) am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist erfolgreich zertifiziert worden. Der Deutsche Rat für Wiederbelebung (German Resuscitation Council, GRC) und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) bestätigen damit, dass am UKL die höchsten Qualitätsanforderungen erfüllt werden.
An einem CAC können Patienten, die außerhalb des Krankenhauses einen Herzkreislaufstillstand ("Cardiac Arrest") erleiden, und wiederbelebt werden müssen, sehr schnell und umfassend weiterbehandelt werden. | <p>Das Cardiac Arrest Center ist eine interdisziplinäre Einrichtung. Für die optimale Versorgung der Patienten arbeiten am UKL neben der <a href="/einrichtungen/notaufnahme" rel="ext" target="_blank">Zentralen Notfallaufnahme (ZNA)</a> die Kliniken für <a href="/einrichtungen/kardiologie" rel="ext" target="_blank">Kardiologie</a>, <a href="http://www.kai-uniklinik-leipzig.de/index.php/de/" rel="ext" target="_blank">Anästhesiologie und Intensivtherapie</a>, <a href="/einrichtungen/neurologie" rel="ext" target="_blank">Neurologie</a> sowie die <a href="/einrichtungen/internistische-intensivmedizin" rel="ext" target="_blank">Internistische Intensivmedizin</a> zusammen.</p>
<p>"Die Qualitätskriterien sind von Fachgesellschaften aufgestellt worden und basieren auf Leitlinien. Wiederbelebte Patienten, die dann in einer entsprechend spezialisierten Klinik behandelt werden, die diese Kriterien und Qualitätsmerkmale umsetzt, haben nachweislich eine höhere Überlebensrate", betont Prof. André Gries, Sprecher des CAC und Ärztlicher Leiter der ZNA. "Nun haben wir auch die formelle Bestätigung, dass am UKL alle Kriterien erfüllt werden", freuen sich auch Prof. Ulrich Laufs, Direktor der Klinik für Kardiologie, und Prof. Sirak Petros, Leiter der Internistischen Intensivmedizin.</p>
<p>Ein wesentlicher Punkt ist dabei die gute und reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen Fachgebiete und Abteilungen. "Es gibt ganz klare Behandlungswege, alles ist abgestimmt und besprochen. Das Personal ist entsprechend eingewiesen und geschult", erläutert Prof. Gries. Dass dies alles funktioniere, so der Notfallmediziner, sei nun bestätigt worden. Am CAC des UKL werden etwa 100 Patienten pro Jahr nach einer oder während einer noch laufenden Wiederbelebung behandelt.<br>In einem nächsten Schritt soll die Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten, den Notärzten und anderen Kliniken noch weiter verbessert werden, so dass möglichst alle betroffenen Patienten aus dem Leipziger Bereich einem CAC zugeführt werden können.</p>
<p>Ein CAC allein reiche allerdings nicht, sagt Gries: Jeder Einzelne sei gefragt. Die Behandlung könne nur dann optimal verlaufen, wenn alle Glieder der so genannten Rettungskette gut miteinander funktionieren: "Muss jemand wiederbelebt werden, dann bitte unverzüglich den Rettungsdienst unter 112 rufen, eine Herzdruckmassage beginnen und so die Rettungskette in Gang setzen. Man kann dabei nichts falsch machen", betont er. "Kommt der Betroffene dann noch in ein CAC, ist eine optimale Weiterversorgung gewährleistet."</p> |
| Cardiac Arrest Center am Universitätsklinikum Leipzig etabliert | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig An einem CAC können diese schwer | <img alt="Rettungswagen vor der Zentralen Notfallaufnahme: Am UKL ist ein Cardiac Arrest Center etabliert worden." src="/presse/PressImages/pic_20180404111212_772c1b987f.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2018-04-03T22:00:00Z | Leipzig. Am Universitätsklinikum Leipzig ist ein Cardiac Arrest Center (CAC) etabliert worden. Es wurde eingerichtet, um die Behandlung von Patienten weiter zu verbessern, die außerhalb des Krankenhauses einen Herzkreislaufstillstand ("Cardiac Arrest") erlitten und wiederbelebt werden mussten. An einem CAC können diese schwer kranken Patienten sehr schnell und umfassend weiterbehandelt werden. | <p>ARENA Leipzig, November vergangenen Jahres, eine der bekanntesten deutschen Rockbands spielt vor ausverkauftem Haus. Die Halle bebt. Ein junger Mann bricht bewusstlos zusammen, wird vom Rettungsdienst reanimiert, ins UKL eingeliefert und sofort weiterbehandelt. Er überlebt und ist heute bei guter Gesundheit.<br>"Ich erinnere mich gut an diesen Patienten. Das UKL ist bei Massenveranstaltungen zum Beispiel in der ARENA oder dem benachbarten Fußballstadion von RB Leipzig das nächstgelegene Krankenhaus für solche Fälle. Uns stehen alle Möglichkeiten zur Verfügung, Reanimierte oder Patienten unter noch laufender Reanimation, die vom Rettungsdienst gebracht werden, leitliniengerecht und mit allen modernsten Verfahren zu behandeln", sagt Prof. André Gries, Leiter der <a href="/einrichtungen/notaufnahme" rel="ext" target="_blank">Zentralen Notfallaufnahme (ZNA)</a>. "Das Thema Herzkreislaufstillstand unter Reanimation geriet in der jüngsten Zeit stärker in den Fokus. Das haben wir zum Anlass genommen, unsere Strukturen noch einmal zu überprüfen. Und deshalb haben wir nun am UKL ein Cardiac Arrest Center eingerichtet, um die Prognose bei Patienten mit präklinischem Herzkreislaufstillstand noch weiter zu verbessern", erläutert Prof. Gries.</p>
<p><strong>Optimal: Alle erforderlichen Partner dabei</strong><br>Vom Deutschen Rat für Wiederbelebung (German Resuscitation Council, GRC) sind eine Reihe von Anforderungen und Kriterien für ein CAC erstellt worden. Diese Basiskriterien ermöglichen, eine einheitliche Definition und vergleichbare Grundstrukturen aufzustellen. "Wir erfüllen alle Kriterien des GRC wie technische Ausstattung oder die Präsenz von erfahrenen Fachärzten rund um die Uhr", betont Gries. Vor allem die ebenfalls geforderte Interdisziplinarität kann hier am Leipziger Universitätsklinikum in ganzer Breite nachgewiesen werden. <br> Für die optimale Versorgung der Patienten arbeiten neben der ZNA die Fachrichtungen <a href="/einrichtungen/kardiologie" rel="ext" target="_blank">Kardiologie</a>, <a href="http://www.kai-uniklinik-leipzig.de/index.php/de/" rel="ext" target="_blank">Anästhesiologie und Intensivtherapie</a>, <a href="http://intensivmedizin.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Internistische Intensivmedizin</a> und die <a href="http://neurologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Neurologie </a>zusammen. "Für den optimalen Prozess braucht es alle fünf Partner", betont Prof. Gries.</p>
<p>Eine Projektgruppe mit den Direktoren und Leitern der genannten Fachgebiete beschäftigte sich in den vergangenen Monaten mit den Vorgaben. Daraus entstand dann eine so genannte SOP, eine Standardisierte Vorgehensweise. "Das heißt, schon bei der Anmeldung des Patienten durch den Rettungsdienst fragen wir als ZNA eine kleine Checkliste ab, um uns optimal auf das Eintreffen des Patienten vorzubereiten und keine Zeit zu verlieren", erläutert der UKL-Experte. "Bei Patienten mit Herzinfarkt als Ursache des Kreislaufstillstandes wird ohne Zeitverzögerung die Durchblutung des Herzens im Herzkatheterlabor wiederhergestellt", ergänzt Prof. Ulrich Laufs, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kardiologie. "Bei anhaltendem Herzversagen stehen spezielle Geräte wie Pumpen zur Unterstützung von Kreislauf und Lunge zur Verfügung", so Laufs.</p>
<p>Ebenfalls neu ist die Teilnahme am Deutschen Reanimationsregister. "Das gibt uns die Möglichkeit, alle relevanten Daten systematisch zu erfassen, die Qualität der Behandlung zu prüfen und uns auch mit anderen Standorten bundesweit zu vergleichen", erklärt ZNA-Leiter Gries. </p>
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